Gesunde Beziehungen leben – 2/2

Wenn du wissen willst, wo du in deiner Beziehung mit Gott stehst, brauchst du nur einen ehrlichen Blick auf deine Beziehungen mit anderen Menschen zu werfen.

In dieser Predigt zeigt dir Bayless Conley, welche Auswirkungen zwischenmenschliche Beziehungen haben: auf dein Gebetsleben, auf deinen Glauben und auf deine Fähigkeit, die wunderbaren Gaben, die Gott für dich hat, in Empfang zu nehmen.

Du wirst erfahren, wie du deine Beziehungen innerhalb wie außerhalb Ihrer Familie verbessern kannst. Wenn du von anderen verletzt wurdest, erfährst du, wie du deinen Schmerz an Gott abgeben und wieder in Freiheit und Frieden leben kannst.

Dies ist der zweite Teil der Predigt, den ersten Teil findest du hier …

 

Predigtmanuskript

Dies ist Teil Zwei unserer Reihe über erfolgreiche gesunde Beziehungen. Wir haben darüber gesprochen, dass Frauen ihre Ehemänner respektieren sollten. Mehr als alles andere wollen Männer Respekt. Jetzt werden wir uns damit befassen, was Frauen wollen und was sie mehr als alles andere brauchen. Sie brauchen es, geliebt zu werden und, Männer, wir müssen unsere Frauen lieben wie Jesus die Gemeinde liebt. Das bedeutet für mich, dass wir Männer eine größere Verantwortung tragen als die Frauen, weil Jesus unser Vorbild dafür ist, wie man liebt. Und Er liebt die Gemeinde bedingungslos, von ganzem Herzen und mit allem, was in Ihm ist. Das Verhalten der Frauen gegenüber ihren Männern ist ein Bild dafür, wie sich die Gemeinde gegenüber Jesus verhält. Ihr Verhalten ist unvollkommen, aber das Verhalten von Jesus ist vollkommen. Männer, ich will Ihnen damit nur sagen, dass wir die größere Verantwortung tragen. Lassen Sie uns nun Gottes Wort ansehen. Das wird Ihnen gefallen.

Wer von den Christen hier wartet bereits gespannt darauf, was Gott ihm als Nächstes sagen wird? Sie wollen, dass Er zu Ihnen redet. „Gott, auch wenn Du mich tadelst, vertraue ich Dir. Ich bin gespannt, was Du mir als Nächstes sagen wirst. Bitte hör nicht auf, zu mir zu reden.“ Warum sind wir so? Nun, ich lebe jetzt schon fast fünfunddreißig Jahre mit Jesus und in all den Jahren war Er kein einziges Mal zu beschäftigt, um Zeit für mich zu haben. Er sagte kein einziges Mal: „Es tut mir leid, ich telefoniere gerade mit Billy Graham. Zieh doch eine Nummer.“ Er hatte immer Zeit für mich. Und in den ganzen fast 35 Jahren hat Er mir kein einziges Mal einen Fehler aus der Vergangenheit vorgehalten. Er hat mich einfach geliebt, mich ermutigt und mir vergeben und Er hatte immer mein Bestes im Sinn, auch wenn es manchmal hart war, was Er mir sagte. Davon bin ich überzeugt. Und ich will mich Ihm unterordnen. Männer, wir müssen unsere Frauen lieben wie Jesus die Gemeinde geliebt hat. Das Verhalten der Gemeinde gegenüber Jesus ist unvollkommen, aber Jesus handelt immer vollkommen. Wir Männer sind nicht perfekt, aber wir tragen eine größere Verantwortung. Und ich glaube, wenn Sie Ihre Frau lieben wie Jesus Sie liebt, wird die Unterordnung kein Thema sein. Das ist nur dann der Fall, wenn Sie sie lieben wie Jesus die Gemeinde liebt. Wenn Sie sie lieben, wie Jesus Sie liebt, gibt es kein Problem. In Vers 26 heißt es, wir sollen unsere Frauen lieben, wie Jesus die Gemeinde geliebt hat…

Epheser 5:26
„…um sie zu heiligen, sie reinigend durch das Wasserbad im Wort…“

Jesus spricht mit der Gemeinde und auch Ehemänner sollten mit ihren Frauen reden.

Im Lauf der Jahre haben wir viele Ehepaare seelsorgerlich betreut und viele der Männer und Frauen aus unserem Team haben uns dabei unterstützt. Und die Klage Nummer eins der Ehefrauen lautet stets, dass ihre Männer beharrlich schweigen. Sie reden nicht. Sie kommunizieren nicht. Männer, wir müssen lernen zu reden. Alle Frauen haben jetzt Amen gesagt. Verpassen Sie diese Gelegenheit nicht, meine Damen. Ich glaube, das ist etwas, das wir lernen und an dem wir arbeiten müssen. Ich schreibe das Gott zu, denn Gott hat den Menschen im Garten Eden nach Seinem Bild erschaffen. Und als Erstes gab er ihm eine Aufgabe: Sorge für den Garten und arbeite darin. „Okay, Gott.“ Und so machte sich Adam an die Arbeit. Er arbeitete in dem Garten, er wachte über ihn und so weiter. Er erledigte seine Aufgabe. Wenn er auf eine Herausforderung traf, sprach er entweder mit Gott darüber, wenn sie im Garten spazieren gingen oder er machte sie mit sich allein aus. Es gab niemand anderen, mit dem er reden konnte. Er hatte nur diese zwei Möglichkeiten, mit seinen Herausforderungen umzugehen. Und als der Mann schlief, nahm Gott eine seiner Rippen, erschuf eine Frau daraus und brachte sie zu dem Mann. Das Erste, was Gott der Frau gab, war also eine Beziehung. Und wenn die Frau auf Herausforderungen traf, wollte sie reden. Wie ich schon sagte, das schreibe ich Gott zu. Da ist also ein Mann und da sind Herausforderungen. Wahrscheinlich sind die meisten Männer wie ich. Ich rede nicht immer über alles, was mich beschäftigt. Ich mache die Dinge mit mir allein aus. Ich will nicht darüber reden, bis ich selbst eine Lösung gefunden habe. Die meisten Männer sind so. Nicht alle. Das ist keine allgemeingültige Regel. Ich weiß, dass es auch Ausnahmen gibt, weil wir Männer ganz verschiedene Persönlichkeiten haben und unterschiedlich gestrickt sind. Aber wenn Frauen vor einer Herausforderung stehen, wollen sie sofort reden. Sie lösen ihre Probleme, indem sie darüber reden. Ich brauchte viele Jahre, um zu verstehen, warum Janet über alles reden musste. Sie redete nicht, weil sie zu einem Schluss gekommen war. Es war einfach ihre Art, sich über einen Sachverhalt klar zu werden. Und, Männer, auch wenn es schwer ist –  wir müssen daran arbeiten, mit unseren Frauen zu reden, ihnen unser Herz zu öffnen und uns dadurch vielleicht auch verwundbar zu machen. Ich arbeite immer noch daran. Wie lange sind wir jetzt verheiratet, Liebling? Achtundzwanzig Jahre. Im Januar sind es 29, stimmt’s? Unseren letzten Hochzeitstag haben wir beide vergessen, bis uns drei Tage später jemand eine Karte geschickt hat. Und wir sagten: „Meine Güte! Wir sind schon 28 Jahre verheiratet.“ Das ist etwas, an dem ich immer noch arbeiten muss, aber es trägt dazu bei, die Beziehung zu stärken. Ich habe jetzt über Beziehungen gesprochen – über die Beziehung mit Gott und die zwischen Ehepaaren, aber wissen Sie was? Ihre Beziehungen wirken sich auf Ihren Glauben und Ihr Gebetsleben aus und zwar in einem größeren Ausmaß, als Sie vielleicht denken. Er fährt fort in Vers 28 und 29.

Epheser 5:28-29
„So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, wie auch der Christus die Gemeinde.“

Wir müssen unsere Frauen also nähren und pflegen. Das Wort nähren bedeutet verwöhnen. Das Wort pflegen finden wir auch in 1. Thessalonicher 2:7. Es bedeutet, sanft und voller Zuneigung zu sein. Und es heißt: „Deswegen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen“, und ich kann allen Männern und Frauen nur sagen: Wenn Sie heiraten, werden Sie Miterben der Gnade des Lebens und Sie müssen den Rockzipfel Ihrer Eltern loslassen. Sie müssen aufhören, ständig zu Ihrer Mama zu rennen. Holen Sie nicht Ihre Mama, damit sie Ihnen gegenüber Ihrer Frau den Rücken stärkt. Sie und Ihre Frau sind ein Team. Sie und Ihre Frau sind eins. Vielleicht denkt Mama immer noch, kein Mädchen sei gut genug für ihren kleinen Jungen und vielleicht denkt Papa, kein Mann sei gut genug für seine kleine Tochter. Hey, sie haben geheiratet, sie beide sind eins und das muss die oberste Priorität haben, nicht Mama und Papa. „Deswegen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und“, nach der Old-King-James-Bibel, „an seiner Frau festhalten.“ Das bedeutet, aufs Engste verbunden zu sein, aneinander zu haften wie Klebstoff und nie aufzuhören, sich um den anderen zu bemühen. Das ist ein großartiges hebräisches Wort.

Okay, wo sind wir? 1. Petrus 3. Merken Sie sich bitte diese Stelle. Ich will Ihnen zeigen, was passieren kann. Schlagen Sie 1. Petrus, Kapitel 3 auf, wenn Sie Ihre Bibel dabeihaben. Das ist sehr interessant. 1. Petrus 3:7. Er spricht hier über Abraham und Sara und die Sache mit der Unterordnung. Abraham machte Fehler, aber Gott wendete alles zum Guten, weil sie ein gutes Herz hatten.

1. Petrus 3:7
„Ihr Männer ebenso, wohnt bei ihnen mit Einsicht als bei einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, und gebt ihnen Ehre als solchen, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden!“

Wohnt bei ihnen mit Einsicht. Sie müssen Ihre Frau verstehen. Sie ist anders als Sie. Daran erinnert Janet mich ständig, weil ich gerne Scherze mache. Das ist nicht immer angemessen, aber so bin ich eben. Es macht mir Spaß, die Leute zu necken, aber bei Janet kommt das nicht immer gut an. Sie sagt: „Bayless, Frauen sind nicht so“, und ich sage: „Aber ich necke alle meine Freunde. Je mehr ich sie mag, umso mehr nehme ich sie auf die Schippe.“ Aber sie sagt: „Ich bin keiner deiner Freunde, Bayless. Das ist etwas anderes.“ An diesem Punkt arbeite ich noch.

Okay, es heißt also: Versteht sie… „damit eure Gebete nicht verhindert werden“. Beachten Sie: Warum sollen Mann und Frau eine gesunde Beziehung haben? Damit unsere Gebete nicht verhindert werden. Und das Wort verhindern bedeutet wörtlich abschlagen, wie wenn man einen Baum mit einer Axt abschlägt.

Viele von Ihnen werden die folgende Geschichte schon kennen. Mein Vater hat zwei grüne Daumen. In seinem Garten wächst alles, was man sich nur vorstellen kann. Was man nicht essen kann, baut er nicht an. Jeder Baum und jede Pflanze in seinem Garten ist essbar. Er bringt mir immer alle möglichen Ableger und ich pflanze sie dann ein. Als wir noch in unserem alten Haus wohnten, brachte er mir einmal einen kleinen Cherimoyabaum. Das Besondere an diesem Baum ist, dass er in seiner heimischen Region von speziellen Wespen bestäubt wird, die es hier nicht gibt. Manche der Blüten werden von herumkrabbelnden Ameisen bestäubt, aber nicht sehr viele. Man muss sie von Hand bestäuben. Das tat ich mehrere Jahre lang. Jeden Tag, wenn ich von der Gemeinde nach Hause kam, kletterte ich mit einer kleinen Porzellantasse und einem winzigen Pinsel auf eine Leiter, klopfte die Pollen aus den männlichen Blüten in die Tasse und bestäubte dann die weiblichen Blüten damit. Das tat ich viele Wochen lang, solange der Baum blühte. Und dann begannen die Früchte zu wachsen. Ich hatte mir wirklich besondere Mühe gegeben. Und diese großen, schönen Cherimoyas wuchsen überall auf dem Baum. Zu dieser Zeit hatten wir einen Gärtner, weil ich nicht die Zeit hatte, mich um den ganzen Garten zu kümmern, aber auf meinen Baum war ich sehr stolz. Dann kam ich eines Tages nach Hause und mein Cherimoyabaum war komplett verstümmelt. Die ganzen Früchte lagen im Müll, die Zweige waren zurückgeschnitten. Ich traute meinen Augen nicht! Ich meine, ich hatte diesen Baum jahrelang gepflegt, ich hatte ihn wochenlang von Hand bestäubt und es schließlich geschafft, dass er Früchte trug und jetzt war alles dahin. Ich rief den Gärtner und fragte: „Was haben Sie getan?“ Er sagte: „Ich wusste nicht, was das für Früchte waren. Für mich sahen sie aus wie große Eicheln, aber sie waren mir im Weg und so habe ich sie abgeschnitten.“ – Ich weiß noch, dass ich etwas dachte, wie: „Gott, ich glaube, ich bringe ihn um und erzähle Dir dann, ich hätte ihn tot aufgefunden.“

Nun, dasselbe kann mit unseren Gebeten passieren. Wohnen Sie bei Ihrer Frau, wohnen Sie bei Ihrem Mann mit Einsicht, damit Ihre Gebete nicht verhindert werden. Das Wort ebenso in diesem Vers bedeutet, dass das für beide gilt.

Vielleicht beten Sie und erwarten, dass Ihr Gebet Frucht bringt, sei es in der Form von Heilung, Wiederherstellung oder was immer Sie brauchen. Aber ich glaube, wenn wir uns nicht um unsere Beziehungen kümmern, kann der Teufel – wie der Gärtner – einfach hereinspazieren und unsere Gebete abschneiden. Ich will damit nicht sagen, dass wir perfekt sein müssen. Es gibt keine perfekten Beziehungen, okay? Wir alle haben unsere Probleme, wir alle sind auf einer Reise. Aber Gott sucht nach der richtigen Herzenshaltung. Wenn Sie heute sagen: „Gott, ich bete dafür, dass Du mir die richtige Herzenshaltung schenkst“ und auch selbst darauf hinarbeiten, sagt Gott: „Sie ist gut genug. Ich werde für dich wirken.“ Und Sie werden feststellen, dass Er Sie beim Wort nimmt.

Gut, machen wir weiter. Ich muss mich ein bisschen beeilen. So ausführlich wollte ich darauf gar nicht eingehen. Gehen wir zurück zu Epheser. In Kapitel 6 spricht Er über Kinder und Eltern. „Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern im Herrn! Denn das ist recht. Ehre deinen Vater und deine Mutter – das ist das erste Gebot mit Verheißung -, damit es dir wohlgehe und du lange lebst auf der Erde.“

Kinder, gehorcht euren Eltern. Unsere Kinder haben diesen Vers gelernt. Das war der erste Vers, den wir ihnen beigebracht haben und das war gut. Es hat lange gedauert, aber wir sind drangeblieben. Und hier stecken zwei Punkte drin: Kinder, gehorcht euren Eltern. Ehrt euren Vater und eure Mutter. Gehorsam ist der äußere Teil, die Ehre ist der innere Teil. Sie können Ihre Kinder leicht dazu bringen, dass sie gehorchen. Sie können sie zwingen, sich Ihrem Willen zu beugen. Aber wenn Sie zu einem Kind, das etwas angestellt hat, sagen, dass es sich in die Ecke stellen soll, wird es das zwar tun, aber in seinem Inneren wird es sich hinsetzen. Es wird Sie nicht ehren, weder in seinem Geist noch in seinem Herzen. Es kostet Eltern Zeit und Mühe, ein Kind dazu zu bringen, dass es sie ehrt. Es ist oft einfacher, die Stimme zu erheben und sie anzuschreien, damit sie tun, was Sie wollen, weil sie wissen, dass sie sonst bestraft werden. Mit ihnen zu arbeiten dauert um einiges länger.

Auch wir haben das bei unseren Kindern versucht, als sie noch klein waren. Wenn sie etwas angestellt hatten, setzten wir uns mit ihnen hin und sprachen darüber. „Du bist ein guter Mensch. Du hast nur eine schlechte Entscheidung getroffen und jede Entscheidung hat Konsequenzen. Aber Mama und Papa vergeben dir.“ Und dann beteten wir zusammen und es war erstaunlich, wie einsichtig sie waren. Wir beschäftigten uns wirklich viel mit dem Thema Ehre und ihrer inneren Einstellung. Warum? Weil wir unsere Kinder lieben und wollen, dass es ihnen gut geht. Sie werden lange Zeit auf der Erde leben.

Heute sind unsere Kinder erwachsen. Sie müssen uns nicht mehr gehorchen. Aber sie müssen uns immer noch ehren. Einer unserer Söhne ist jetzt 25 und seit fünf Jahren verheiratet. Sie haben einen kleinen Jungen. Und er muss nicht mehr tun, was ich ihm sage. Aber er muss mich ehren. Er hat unser Haus verlassen und steht nicht mehr unter meiner Autorität. Er trifft jetzt seine eigenen Entscheidungen. Aber ein Kind, das seine Eltern ehrt, wird das auch als Erwachsener noch tun. Wir müssen gesunde Beziehungen haben.

Es gab eine Zeit, in der mein Vater und ich überhaupt nicht miteinander auskamen. Das war in den Jahren, in denen ich Drogen nahm. Das verletzte meine Eltern so sehr, dass mein Vater mich mehr oder weniger verleugnete. Wenn ihn jemand fragte, ob er Kinder hatte, sagte er: „Ich habe eine Tochter“, aber seinen Sohn erwähnte er nicht. Und ich verstand das, weil ich so viele Jahre lang so ein Dummkopf war. Und dann wurde ich gerettet und war voller Eifer. Aber ich besaß keine Weisheit und als ich meine Eltern nach vier Jahren wiedersah, versuchte ich, ihnen das Evangelium aufzuzwingen. Ich weiß noch, wie mein Vater mich ansah und sagte: „Ich mochte dich lieber, als du noch auf Drogen warst.“ Unsere Beziehung war also nicht immer gut, aber er ist jetzt in der Gemeinde und das ist wunderbar.

Vielleicht ist Ihr Vater nicht mehr am Leben. Ich hoffe, dass jetzt niemand unter Verdammnis gerät. Es geht nur darum, dass Sie tun, was in Ihrer Macht steht, um gesunde Beziehungen zu haben, denn das wirkt sich auf Ihre Gebete und Ihren Glauben aus und es stellt die Weichen dafür, was wir von Gott bekommen und ob Er uns gebrauchen kann. Vers 4 in Kapitel 6 richtet sich an Eltern: „Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn!“ In der Amplified Bible heißt es hier: „Ärgert eure Kinder nicht und reizt sie nicht zum Zorn. Entfacht keinen Groll in ihnen, sondern zieht sie liebevoll auf in der Unterweisung und der Zucht und der Ermahnung des Herrn.“

Es gibt wirklich grausame Eltern. Ich kenne einige Männer, die wirklich hart und unbarmherzig sind und ihre Familie mit eiserner Faust regieren. Die meisten von ihnen tun das, weil ihr Vater dasselbe getan hat und er das einzige Vorbild ist, das sie je hatten. Männer, gehen Sie das Ganze etwas lockerer an. Erziehen Sie Ihre Kinder liebevoll. Seien Sie standhaft, aber fair. Sie werden Sie dafür lieben.

Wenden wir uns jetzt den Beziehungen außerhalb der Familie zu. Er nimmt hier unsere Arbeitsbeziehungen als Beispiel und spricht über Herren und Sklaven. Für uns sind das die Menschen, mit denen und für die wir arbeiten. In den Versen 5 bis 8 spricht Er über die Menschen, die wir heute als Angestellte bezeichnen und Er sagt: „Arbeite hart, habe die richtige Einstellung und tu, was du tust, als dem Herrn.“ Arbeiten Sie hart als dem Herrn und ehren Sie Ihren Arbeitgeber, auch wenn er ungerecht ist. Zetteln Sie keinen Streit an und lassen Sie sich nicht für acht Stunden bezahlen, wenn Sie in Wirklichkeit nur sechs Stunden arbeiten und die anderen zwei Stunden damit verbringen herumzublödeln, private Telefonate zu führen oder am Wasserspender herumzuhängen. Leisten Sie ehrliche Arbeit. Arbeiten Sie für den Herrn, so als ob Jesus Ihr Chef wäre. Die Bibel sagt hier: „… nicht mit Augendienerei.“ Arbeiten Sie nicht, um Menschen zu gefallen und arbeiten Sie nicht nur, wenn Sie beobachtet werden. Arbeiten Sie immer hart für den Herrn. Das ist eine gesunde Beziehung. Wenn Sie wollen, dass Ihr Chef Sie schätzt, arbeiten Sie hart. Und zu den Chefs sagte er: „Droht ihnen nicht, sondern behandelt sie fair.“ Das gilt auch für alle anderen, zu denen Sie in einer Beziehung stehen – auch für diejenigen, von denen Sie unfair behandelt werden oder die Ihnen unrecht tun. Wir können es uns nicht leisten, dass Bitterkeit in unserem Herzen aufkeimt.

Erinnern Sie sich an Hiobs Freunde? Hiob hatte seine Familie verloren. Vor ihm standen zehn Särge und in jedem von ihnen lag eines seiner Kinder. Er hatte sein ganzes Vermögen verloren. Als seine Freunde zu ihm kamen, saß Hiob auf einem Müllhaufen. Sein Körper war mit großen, entzündeten Beulen übersät. Er hielt eine Tonscherbe in der Hand und kratzte sich damit. Die Bibel sagt, seine Haut war schwarz und wurmstichig. Die Kinder verhöhnten ihn. Er war zum Gespött der ganzen Gesellschaft geworden. Terroristen hatten alle seine Knechte getötet und sein ganzes Hab und Gut gestohlen. Seine Freunde kamen und sprachen eine ganze Woche lang kein Wort. Und als sie dann den Mund aufmachten, spendeten sie ihm keinen Trost, sondern klagten ihn an und sagten: „Das hat Gott dir angetan. Er verurteilt dich, weil du die Waisen mit leeren Händen weggeschickt hast und böse warst. Das ist der einzige Grund, warum dir all das widerfahren ist.“ Sie konnten nicht hinter die Kulissen schauen und in Hiob, Kapitel 1 und 2 nachlesen, dass es Satan gewesen war, der das alles inszeniert hatte. Die Bibel sagt, Satan quälte Hiob. Aber das wussten sie nicht und so sagten sie: „Das hat Gott getan, und er tat es, weil du ein böser Mann bist, Hiob.“ Sie klagten ihn aller möglichen Vergehen an, von denen er kein einziges begangen hatte. Und sein Urteil über sie lautete: „Ihr seid miserable Tröster, jeder Einzelne von euch!“ Am Ende der Geschichte, in Kapitel 42, wendet sich das Blatt. Aber stellen Sie sich das einmal vor! Ich meine, der Anblick der zehn Särge mit seinen Kindern darin verfolgte ihn immer noch. Seine Frau stand neben ihm und sagte: „Verfluche Gott und stirb. Bring es hinter dich!“ Er war krank. Er wurde verspottet. Er hatte alles verloren! Und sie verbreiteten Lügen über ihn und klagten ihn an. Aber Gott klärte sie darüber auf, dass alles, was sie gesagt hatten, falsch war. Sie sagten: „Gott verurteilt dich“ und Gott sagte: „Nein. Das ist nicht richtig. Ich verurteile Hiob nicht.“ Sie sollten das Ende der Geschichte lesen. Das ist sehr aufschlussreich. Gott sagt zu Hiob: „Hiob, bete für deine Freunde.“ -„Okay. Bring sie schnell um, Gott.“ – Nein, so lautete sein Gebet nicht. Er musste ein Opfer bringen und für ihre Vergebung beten. Und die Bibel sagt, als Hiob für seine Freunde betete, wendete Gott sein Schicksal und schenkte ihm zwei Mal so viel wie er vorher besessen hatte.

Denken Sie an Hiob, wenn Sie schlecht behandelt oder zu Unrecht angeklagt werden. Ich weiß, das nimmt der Sache nicht den Stachel. Ich habe selbst schon einiges erlebt, das ich mir nie hätte träumen lassen – Verrat, gebrochene Versprechen und manches mehr. Dagegen ist keiner immun. Aber lassen Sie keine Bitterkeit in Ihr Herz gelangen. Sie wird Sie zerstören, sie wird Ihrer Beziehung mit Gott und Ihrem Glauben schaden und Ihren Gebeten die Tür verschließen. Hören Sie: Unversöhnlichkeit ist eine Falle und solange Sie daran festhalten, sind Sie derjenige, der darin festsitzt. Der anderen Person macht das nichts aus, aber Sie sind ein Gefangener. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Herz in Ordnung ist.

Ich will noch einen Vers zitieren und dann sind wir auch schon fast fertig. In Römer 12:18 heißt es: „Wenn möglich…“ Können wir das zusammen sagen? Wenn möglich. Und wenn möglich bedeutet, es ist nicht immer möglich.

Römer 12:18
„Wenn möglich, soviel an euch ist, lebt mit allen Menschen in Frieden!“

Es gibt Menschen, die das unmöglich machen. Sie gehen einfach nicht darauf ein, was Sie auch tun. Aber wenn Sie Ihren Teil getan und gebetet haben, sollten Sie die Sache einfach auf sich beruhen lassen. Manche Beziehungen werden nie wiederhergestellt und manche Dinge werden nie richtig gestellt werden, weil die Menschen nicht dazu bereit sind. Aber Gott wird ihnen weder ihren freien Willen nehmen noch wird Er gegen ihren Willen dafür sorgen, dass sie gerettet werden, wenn sie die Ewigkeit ohne Ihn verbringen wollen.

Es gibt einige Beziehungen in meinem Leben, die ich gerne wiederherstellen würde. Ich habe alles getan, was ich konnte, aber die Person, die einst ein Freund war, will nichts mehr von mir wissen. Auch David sprach von solchen Situationen.

Tun Sie, was Sie tun können. Soviel an Ihnen ist, soweit es von Ihnen abhängt, leben Sie mit allen Menschen in Frieden. Bringen Sie die Dinge in Ordnung. Ihr Gebetsleben und Ihr Glaube, Ihre Heilung und jeder andere Segen, den Gott uns verheißen hat, hängen davon ab, ob wir mit Gott, mit unseren Familienmitgliedern und mit den Menschen außerhalb unserer Familie eine gesunde Beziehung haben.

Wenn Sie jetzt zuhören und Ihr Leben noch nie mit Gott gelebt haben, sprechen Sie laut das folgende Gebet mit mir:

Gott, ich komme jetzt zu Dir. Ich glaube von ganzem Herzen, dass Jesus Dein Sohn ist, dass Er für meine Sünden starb und von den Toten auferweckt wurde. Jesus, komm in mein Leben. Sei mein Herr und Retter. Von diesem Moment an will ich mit Dir leben. Amen. Amen.

Was ich jetzt sagen werde, sage ich öfter an dieser Stelle, aber ich tue das keineswegs leichtfertig: Es ist kein Zufall, dass Sie mir gerade zuhören. Ich glaube, dass das göttliche Vorsehung ist. Ja, Gott weiß, dass Sie da sind. Er hat zu Ihnen gesprochen. Er hat Ihre Telefonnummer und Er will Ihr Leben verändern. Ich weiß, dass Sie die Richtung, die Ihr Leben genommen hat, leid sind, weil Sie wissen, dass sie in eine Sackgasse führt. Und alles wird immer nur noch schlimmer. Geben Sie auf und legen Sie Jesus Ihr Leben hin. Er kann uns einen neuen Start ermöglichen. Er erlaubt uns, nochmals ganz von vorn zu beginnen.

Es ist ein unschätzbares Geschenk, abends mit einem reinen Gewissen ins Bett gehen zu können und zu wissen, dass Ihnen vergeben wurde und dass Gott Sie wiederherstellt. Schieben Sie es nicht länger hinaus. Sagen Sie heute Ja zu Jesus. Hier geht es nicht um Rituale oder Zeremonien. Er wird Sie nicht in einen abgehobenen, religiösen Menschen verwandeln. Wenn Sie Jesus von ganzem Herzen annehmen, werden Sie auf übernatürliche Weise natürlich und auf natürliche Weise übernatürlich. Sie werden zu der Person, als die Sie ursprünglich erschaffen wurden. Die Welt setzt uns unter Druck und formt uns gemäß ihren Vorgaben. Das führt schließlich dazu, dass der Mensch, als den Gott uns erschaffen hat, irgendwie verloren geht. Aber Gott will Ihnen helfen, diesen Menschen zu entdecken, deshalb sagen Sie heute Ja zu Jesus. Und wenn Sie das getan haben, würde ich mich freuen, von Ihnen zu hören. Gott segne Sie. Bis zum nächsten Mal.

 

Ein Kommentar

  • Gertrude Kaufmann sagt:

    Vielen herzlichen Dank für Ihre Predigten! Es schenkt mir und auch Freunden immer wieder Trost und hilft mir, mir und anderen zu vergeben, damit meine Seele heil wird und ich noch viel mehr von Gott empfangen kann, zu seiner Ehre und seiner und meiner Freude! Amen.

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