Gebete in Wüstenzeiten 2/2

Von 30.11.2018 3442 Views67 2 Kommentar(e)
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Mose führte während der Wüstenwanderung einige interessante Gespräche mit Gott. Von diesen Gebeten kannst du vieles lernen und für dich anwenden. Diese Predigt hilft dir dabei, gerade in schwierigen Zeiten an Gott dran zu bleiben. Gott lädt dich ein, die Beziehung zu ihm zu deiner ersten Priorität zu machen!

Dies ist der zweite Teil der Predigt, den ersten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Was Sie gewohnheitsmäßig sagen, formt Ihre persönliche Welt. Denken Sie einmal darüber nach. Das ist so wahr.

Möchten Sie Gott näher kommen? Wünschen Sie sich, dass Ihre Beziehung zu Ihm realer wird? Dann müssen Sie beten, genauso wie ich. Aber es ist wichtig, dass wir ehrlich sind, wenn wir beten. Gott mag Ehrlichkeit. Sagen Sie es Gott, wenn Sie Angst haben, wenn Sie enttäuscht sind oder zornig auf Ihn sind, denn Er weiß es sowieso. Sagen Sie Ihm, was Sie wollen, aber seien Sie Sie selbst und seien Sie ehrlich zu Gott. Gott mag ehrliche Menschen.

Bitte schlagen Sie das 4. Buch Mose mit mir auf. Wir wollen uns noch ein bisschen mehr von der Geschichte ansehen. 4. Mose, Kapitel 11, ab Vers 4:

4. Mose 11:4-6
„Doch die Fremden, die mit ihnen zogen, sehnten sich nach Annehmlichkeiten, und so klagten auch die Israeliten von Neuem. Wer gibt uns Fleisch zu essen?, jammerten sie. Denkt nur an die vielen Fische, die wir in Ägypten ganz umsonst bekamen. Wir bekamen so viele Gurken und Melonen, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch, wie wir nur wollten. Aber jetzt haben wir alle Lust am Essen verloren, wo wir nichts außer diesem Manna zu sehen bekommen!“

Wir haben nur Engelsnahrung zu essen. Freunde, wenn das Manna Sie nicht länger zufriedenstellt, haben Sie ein wirkliches Problem. Es heißt, sie sehnten sich nach Annehmlichkeiten. Das bedeutet wörtlich, sie verspürten eine unbändige Gier. Sie klagten also wiederum: „In Ägypten hatten wir Knoblauch und Zwiebeln, jetzt müssen wir Engelsnahrung essen.“ Leistet Mose erneut Fürbitte für sie? Sagt er abermals: „Gott, streiche mich aus deinem Buch“?

Es passierte Folgendes: Gott wurde zornig und Mose wurde zornig. Mose sagte: „Bin ich etwa die Mutter dieses Volkes? Ich kann es nicht länger tragen. Gott, wenn Du mich so behandeln willst, töte mich lieber.“ So betete er. Mir gefällt dieses Gebet, weil es ehrlich ist. Mose war am Ende. Er sagte: „Ich kann sie nicht tragen. Ist das Volk ein Säugling, den ich umhertragen soll? Gott, ich habe genug von ihnen. Es geht immer so weiter. Hol mich nach Hause. Ich kann nicht mehr.“

König David sagte in Psalm 142: „Ich bringe meine Klagen vor den Herrn.“ Und Gott gab ihm eine Antwort. Gott mag ehrliche Menschen. Wenn Ihr Herz schwer ist, sprechen Sie mit Gott darüber. Und so wies Gott Mose an, 70 Älteste zu versammeln; er gab ihnen eine Antwort und legte Seinen Geist auf sie und dann ließ Gott einen Wind aufkommen, der Wachteln in ihr Lager trieb. Und es waren so viele Wachteln, dass sie zwei Tage und eine Nacht brauchten, um sie alle einzusammeln. Sie sollten das zusammen mit Psalm 78 lesen, denn dort wird diese Geschichte ebenfalls erzählt. Und in der Bibel heißt es, obwohl Gott sie versorgte, indem Er ein Wunder tat, nahm ihre Gier nicht ab. Dann kam das Gericht, die Schuldigen starben und wurden begraben. Und Mose nannte den Ort „Gräber der Gier“ – nicht nur, weil die Anstifter dort begraben waren, sondern weil er hoffte, auch das Problem der Gier unter Gottes Volk ein für alle Mal begraben zu können. Leider funktionierte das nicht. Das Problem blieb bestehen und als sie weiterzogen, tauchte noch ein weiteres Problem auf. 4. Mose 12. Wer von Ihnen schätzt Mose jetzt ein bisschen mehr? Und wir sind noch nicht fertig. Kapitel 12, ab Vers 1:

4. Mose 12:1-2
„Dort übten Mirjam und Aaron Kritik an Mose wegen der kuschitischen Frau, die er geheiratet hatte. Er hatte sich nämlich eine kuschitische Frau genommen. Sie fragten: Hat der Herr wirklich nur durch Mose geredet? Hat er es denn nicht auch durch uns getan? Und der Herr hörte es.“ Sagen Sie alle: „Oh-oh.“

Ob das nun rassistisch oder kulturell motiviert war oder ob sie einfach eifersüchtig waren – sie sagten: „Mose ist nicht der Einzige, den Gott gebraucht. Er spricht auch durch uns.“ Der Herr rief die drei zu sich und sagte: „Warum habt ihr euch nicht gescheut, so zu meinem Diener Mose zu sprechen? Mit ihm spreche ich von Angesicht zu Angesicht wie mit keinem anderen.“

Die Bibel sagt, Gott verließ sie und sie sahen auf Mirjam, die die Älteste von den dreien war und den Streit zwischen ihr und ihrem Bruder heraufbeschworen hatte. Mirjam wurde aussätzig. Freunde, Gottes Gegenwart darf Sie nicht verlassen, sonst sind Sie in einer Gefahrenzone. Gottes schützende Hand darf sich nicht von Ihnen heben. Da war also Mirjam, sie war vom Aussatz weiß wie Schnee und Mose sprach ein Heilungsgebet. Sind Sie bereit? Vers 13. Da heißt es:

4. Mose 12:13
„Da bat Mose den Herrn: Mach sie doch wieder gesund, mein Gott!“

Sieben Worte. „Mach sie doch wieder gesund, mein Gott!“ Und der Herr heilte sie.

Ich hatte einmal einen Freund, der Heilung brauchte. Er reiste eine weite Strecke, um den Gottesdienst eines Heilungsevangelisten zu besuchen, der wirklich die Gabe der Heilung besaß. Er stellte sich in die Reihe oder wie immer das aussah, um für sich beten zu lassen, aber sie sagten nur einen Satz. Sie legten ihm die Hände auf und sagten: „Sei geheilt in Jesu Namen.“ Nur fünf Worte. Später sprach ich mit ihm. Er war so zornig. Er sagte: „Bayless, ich bin zwei Stunden dorthin gefahren und habe nur fünf Worte bekommen, dann kam schon der Nächste in der Reihe dran.“ Er war immer noch verärgert, als er mit mir sprach. Und natürlich ging er weg, ohne dass seine Not gestillt war. – Können Sie mit mir sagen: „Ich bitte dich, Gott, heile sie“? Können wir das zusammen tun? „Ich bitte dich, Gott, heile sie.“ Das ist einfach, oder? Es muss nicht kompliziert sein. Sie müssen Gott nichts sagen, was Er schon weiß. Seien Sie einfach Sie selbst. Manche sind so. Aber andere Menschen denken, wenn sie viel reden, werden sie gehört, aber das beeindruckt Gott nicht. Gut. Noch ein paar weitere Punkte. Ich habe Ihnen gesagt, dass wir uns heute noch einiges ansehen werden. 4. Mose 14. Sie sandten die 12 Spione in das verheißene Land. Diese bestätigten alles, was Gott gesagt hatte. Dort flossen Milch und Honig. Sie brachten Früchte des Landes mit, aber 10 von ihnen sagten: „Das geht nicht. Gott sagt, er hat uns jeden Ort gegeben, auf den unsere Fußsohle trifft, aber es spielt keine Rolle, was Gott sagt. Da sind Riesen; da sind mit Mauern befestigte Städte. Das schaffen wir nicht! Gott täuscht sich.“ Nur zwei der Spione, Josua und Kaleb, sagten: „Männer, seid still. Wir können das. Sie sind leichte Beute für uns. Sie haben keinen Schutz, aber der Herr ist mit uns. Fürchtet euch nicht.“ Aber ganz Israel stellte sich auf die Seite der zehn Spione und fing wieder an zu jammern: „Hätte Gott uns doch in Ägypten oder in der Wüste sterben lassen. Ihr habt uns hergebracht, um uns zu töten.“ Sie wollten Mose absetzen und einen neuen Anführer wählen, um dann nach Ägypten in die Sklaverei zurückzukehren.

Wir können aus dieser Geschichte vieles lernen, aber ich möchte Sie auf eines hinweisen. Bitte sehen Sie sich mit mir Vers 20 in Kapitel 14 an. Hier sprach Mose mit dem Herrn. Wieder macht er sich zu ihrem Fürsprecher und tritt für sie in den Riss. Vers 20:

4. Mose 14:20-22
„Da antwortete ihm der Herr: Ich werde ihnen vergeben, wie du gebeten hast.“ Gut, Mose, ich vergebe ihnen, aber… Sagen Sie alle: „Aber.“ „Aber so wahr ich lebe und so wahr die Erde erfüllt wird von meiner Herrlichkeit, soll keiner dieser Menschen das Land, das ich ihren Vorfahren mit einem Eid versprochen habe, jemals sehen. Sie haben meine Herrlichkeit und die Wunder, die ich in Ägypten und in der Wüste getan habe, miterlebt und mich trotzdem immer und immer wieder herausgefordert, indem sie meine Anweisungen nicht befolgten.“

Sie taten das immer wieder. Vers 23:

4. Mose 14:23
„Keiner von denen, die mich verachtet haben, soll das Land sehen.“

Ab Vers 28:

4. Mose 14:28-29
„Richte ihnen Folgendes aus: So wahr ich lebe, werde ich euch genau das antun, mit dem ihr mir in den Ohren gelegen habt, spricht der Herr. Ihr alle sollt hier in der Wüste sterben! Weil ihr euch gegen mich aufgelehnt habt, soll keiner von euch, der 20 Jahre oder älter ist und gemustert wurde…“

Jene, die zwanzig oder jünger waren, zog Gott nicht zur Verantwortung. Aber die anderen bekamen exakt das, was sie gesagt hatten. Bitte hören Sie mir jetzt zu. Das hier ist Ihren gesamten Eintrittspreis wert. Mose trat für sie ein und Gott sagte: „Okay. Ich vergebe ihnen, aber sie bekommen trotzdem, was sie gesagt haben. Genau die Dinge, die sie gewohnheitsmäßig gesagt haben, werden sie erleben.“ Sie sagten abermals: „Hätte Gott uns doch in der Wüste oder in Ägypten sterben lassen. Ihr habt uns hergebracht, um uns zu töten. Wir werden sterben. Wir sind alle tot. Wir werden verdursten. Wir werden verhungern. Ihr habt uns hierhergebracht, um uns zu töten, oder? Wir werden sterben. Wir werden sterben.“

Sie sagten das aus Gewohnheit und selbst noch so viel Fürbitte hätte nichts daran geändert, dass sie die Frucht der Worte aßen, die sie gewohnheitsmäßig aussprachen. Freunde, jemand kann in den Riss treten, Mose selbst, und für Sie beten; Sie können mit dem Blut Jesu gereinigt werden und bereit für den Himmel sein. Aber Sie werden ernten, was Sie säen. Was Sie gewohnheitsmäßig sagen, formt Ihre persönliche Welt. Denken Sie einmal darüber nach. Das ist so wahr. Mose betete, Gott vergab, aber Gott sagte, sie würden dennoch bekommen, was sie nicht nur ein-, zwei-, drei-, vier- oder fünfmal gesagt hatten. Sie haben meine Anweisungen nicht befolgt und nicht auf mein Wort gehört, sondern ihm widersprochen, deshalb werden sie genau das bekommen, was sie gesagt haben. Die Einzigen, die in das verheißene Land kamen, waren Josua und Kaleb. Israel zog in der Wüste 40 Jahre lang Kreise um den Berg Sinai, bis alle, die 20 oder älter waren, starben. Dann führten Josua und Kaleb die nächste Generation in das verheißene Land: die beiden Einzigen, deren Herz und Lippen mit Gottes Wort übereinstimmten. Sie sahen dieselben Riesen, die befestigten Städte und alles, was auch die anderen 10 Spione sahen, aber sie sagten: „Was Gott sagt, ist richtig, auch wenn es für uns keinen Sinn macht, wenn unsere Vision anders aussieht und die Mehrheit anderes berichtet. Wir sagen, was Gott sagt.“ Sie waren die Einzigen, in deren Leben sich die Verheißung Gottes erfüllte.

So schön und umfangreich Fürbitte also auch sein mag – sie wird nichts daran ändern, dass Sie das erfahren, was Sie gewohnheitsmäßig sagen. Sie werden die Frucht dessen essen, was aus Ihrem Herzen und Ihrem Mund kommt, was Sie wieder und wieder sagen.

Gut, kommen wir zum nächsten Punkt, und zum Schluss kommt dann noch ein weiterer. Sie können das später in 4. Mose am Anfang von Kapitel 21 nachlesen. Das ist eine erstaunliche Geschichte. Die Israeliten mussten um Edom herum reisen, weil die Edomiter sagten: „Ihr könnt nicht durch unser Land ziehen.“ Dadurch verzögerte sich ihre Ankunft im verheißenen Land und sie fingen an zu jammern und zu klagen: „Ihr habt uns hierhergebracht, um uns zu töten. Es wäre besser für uns gewesen, in Ägypten zu sterben…“ Sie taten es wieder. Sie hatten nichts dazugelernt. Es wäre besser gewesen, wenn wir hier gestorben wären. Und plötzlich kamen Schlangen und bissen die Menschen. Viele der Israeliten starben. Und sie kamen zu Mose und sagten: „Mose, wir haben es wieder getan. Wir haben gegen Gott und gegen dich gesündigt; wir haben gegen Gott und dich gesprochen. Bitte den Herrn, die Schlangen zu vertreiben.“ So wurde Mose wieder zum Fürsprecher. Gott sagte: „Okay, Mose, mach eine Schlange aus Bronze und befestige sie an einer Stange. Und jeder, der sie sieht“ – im Hebräischen heißt es hier: „Jeder, der sie mit ruhigem und festem Blick ansieht“ -, „wird leben.“ Er befestigte die Bronzeschlange an der Stange und alle, die sie ansahen, wurden geheilt und lebten. Und natürlich ist das ein Bild auf Jesus, denn in Johannes 3, Vers 14 heißt es:

Johannes 3:14
„Und wie Mose in der Wüste die Bronzeschlange auf einem Pfahl aufgerichtet hat, so muss auch der Menschensohn an einem Pfahl aufgerichtet werden…“

Das war ein Bild Jesu. Denken Sie einmal darüber nach. Wie kann eine Schlange an einer Stange ein Bild von Jesus am Kreuz sein? Eine Schlange steht für den Feind; sie steht für die Werke des Feindes. Erinnern Sie sich daran, wie Mose am Hof Pharaos seinen Stab zu Boden warf? Was passierte mit dem Stab? Er verwandelte sich in eine Schlange, richtig? Auch Pharaos Zauberer warfen ihre Stäbe zu Boden. Was passierte? Sie verwandelten sich in Schlangen. Aber was tat die Schlange aus Moses Stab? Sie verschlang all die anderen Schlangen. In Jesaja 11:1 finden wir eine Prophetie, die besagt, dass Jesus als Spross aus Isai hervorgehen wird. Freunde, am Kreuz von Golgatha hat Jesus sich mit dem Fluch identifiziert. Er hat alles verschlungen, was der Teufel der menschlichen Rasse auferlegt hatte. Er hat Krankheit und Trauer, gebrochene Herzen und die Sünde verschlungen; alles, was bei der Menschheit schiefgelaufen ist. Er hat alles auf sich genommen und starb. Er, der keine Sünde kannte, wurde für uns zur Sünde gemacht. Verflucht ist jeder, der am Holz hängt, damit wir frei sein können. Und jeder, der auf Gottes Opfer am Kreuz von Golgatha sieht – nicht flüchtig, sondern mit einem festen Blick – und erkennt, was Christus für ihn getan hat, wird leben und ewiges Leben haben.

Ein letztes Gebet. Sind Sie bereit? Dieses Gebet hat Gott nicht beantwortet. Dieses eine Gebet von Mose hat Gott nicht erhört. Wir haben das Bild von Golgatha gesehen, als das Holz in das bittere Wasser geworfen wurde und es trinkbar machte; die Schlange an der Stange und das Bild von Golgatha, wo Jesus Christus für uns zum Fluch wurde, aber wir haben noch von einem weiteren Bild Jesu in Moses Leben gelesen, nämlich als die Menschen durstig waren und Gott sagte: „Hol die Ältesten. Nimm deinen Stab, schlag auf den Felsen und es wird Wasser herausströmen.“ Im Neuen Testament, insbesondere in 1. Korinther 10:4, lesen wir, dass dieser Fels Christus war. Er ist ein Bild für Jesus.

Wir kommen zu 4. Mose 20. Wiederum jammerte das Volk und klagte an. „Wir werden sterben. Hier gibt es nichts zu trinken und nichts zu essen. Warum hast du uns hierhergebracht, Mose?“ Sie jammerten unaufhörlich während ihrer gesamten Reise durch die Wüste. Mose fiel auf sein Angesicht und betete und es lohnt sich, diese Verse zu lesen. Kapitel 20, ab Vers 7:

4. Mose 20:7-12
„… und der Herr sprach zu Mose: Nimm den Stab und ruf gemeinsam mit deinem Bruder Aaron die ganze Gemeinschaft zusammen. Redet dann vor den Augen der Israeliten mit dem Felsen dort…“ Sagen Sie alle: Redet mit dem Felsen. „… dann wird Wasser aus ihm fließen. Du wirst Wasser aus dem Felsen quellen lassen und allen Menschen und ihrem Vieh Trinkwasser geben. Da holte Mose den Stab aus dem Heiligtum, wie der Herr ihm aufgetragen hatte. Anschließend ließen er und Aaron das Volk vor dem Felsen zusammenkommen. Hört zu, ihr eigensinnigen Menschen!, rief Mose. Was meint ihr? Werden wir euch Wasser aus diesem Felsen quellen lassen? Und Mose holte aus und schlug zweimal mit dem Stab auf den Felsen. Da strömte Wasser heraus, sodass alle Israeliten und ihr Vieh genug zu trinken hatten. Der Herr aber sagte zu Mose und Aaron: Weil ihr mir nicht vertraut und den Israeliten nicht meine Heiligkeit deutlich gemacht habt, sollt ihr mein Volk nicht in das Land führen, das ich ihnen geben werde.“

Das hört sich ziemlich hart an. „Mose, du wirst nicht in das verheißene Land gelangen.“

Eine letzte Stelle, 5. Mose, Kapitel 3. Hier berichtet Mose den Menschen, wie es weiterging und erzählt ihnen von einem Gebet, das er zum Herrn sprach. 5. Mose 3, ab Vers 23:

5. Mose 3:23-27
„Gleichzeitig bat ich den Herrn und sagte: Allmächtiger Herr, du hast gerade erst begonnen, mir, deinem Diener, deine Größe und Macht zu zeigen. Gibt es einen Gott im Himmel oder auf der Erde, der solche Taten und Wunder vollbringen kann wie du? Lass mich doch bitte den Jordan überqueren und das herrliche Land auf der anderen Seite des Flusses sehen, das schöne Bergland und den Libanon. Doch der Herr war euretwegen zornig auf mich und wollte mich nicht erhören. Genug!, befahl er mir. Kein Wort mehr davon. Steig hinauf zum Gipfel des Pisga und schau nach Westen, Norden, Süden und Osten, denn du wirst den Jordan nicht überqueren.“

Warum? Warum so hart? Mose trat in den Riss und sagte: „Gott, lösche mich aus deinem Buch aus. Vergib ihnen wieder und wieder und wieder.“ Er stand für das Volk ein. Er sagte: „Gott, bitte hab Erbarmen mit ihnen.“ Gott war deshalb so hart, weil das ein Bild Jesu war. Mose ruinierte dieses Bild in seinem Zorn. Zuvor hatte er einmal auf den Felsen geschlagen und es kam lebendiges Wasser hervor. Jetzt wies Gott ihn an, nur zu dem Felsen zu sprechen, damit Wasser herauskam. Aber Mose schlug in seinem Zorn mehrmals mit seinem Stab auf den Felsen. Freunde, Jesus musste am Kreuz von Golgatha nur einmal geschlagen werden. Seit diesem Moment fließen für jeden, der zu Ihm spricht und Ihn als Herrn bekennt, Ströme lebendigen Wassers, die unser Leben verändern. Er musste nicht wieder und wieder geschlagen werden. Es war ein Opfer für alle Zeit, mit dem für alle Sünden der Menschheit in jeder Generation bezahlt wurde. Es gibt kein weiteres Opfer. Jesus ist das Opfer. Er starb ein für alle Mal. Das war eine ernste Sache. Gott sah die Milliarden von Menschen, die auf dem Spiel standen und erkannte, wie wichtig dieses Bild war. Mose, das ewige Leben von Seelen steht auf dem Spiel; Menschen, die die Ewigkeit mit mir oder von mir getrennt verbringen werden und du hast ruiniert, was auf meinen Sohn, den einzigen Weg der Erlösung, hindeutet. Deshalb wirst du nicht hineinkommen, Mose. Denk daran, wie schwerwiegend das aus Gottes Sicht ist.

Bitte schließen Sie jetzt die Augen und beugen Sie für einen Moment den Kopf. Haben Sie Jesus Christus zum Herrn Ihres Lebens gemacht? Haben Sie das ein für alle Mal geltende Opfer Gottes angenommen? Den einen, dessen Werk auf Golgatha das bittere Wasser des Lebens trinkbar macht; den einen, der zum Fluch wurde, damit wir den Segen Gottes in unserem Leben erfahren können; den einen, der keine Sünde kannte, aber für uns zur Sünde gemacht wurde, damit wir gerecht vor Gott stehen; den einen, der geschlagen wurde? Den Gerechten, den Heiligen und Unschuldigen, der für unsere Sünde gerichtet wurde und aus dem jetzt aufgrund Seines Opfers für jeden, der trinken will, Ströme lebendigen Wassers hervorströmen. Es spielt keine Rolle, was Sie getan haben, wo Sie gewesen sind oder wie weit Sie vom Weg abgekommen sind. Gott liebt Sie und es ist an der Zeit, dass Sie nach Hause kommen. Bitte halten Sie den Kopf gesenkt und die Augen geschlossen. Ich will Sie jetzt in ein einfaches Gebet führen. Wenn Sie diese Worte aufrichtig zu Gott sagen, wird Er Ihnen begegnen. Sagen Sie laut:

„Gott, ich komme zu Dir. Ich glaube, dass Dein Sohn Jesus Christus am Kreuz für mich gestorben ist. Er hat meine Sünde weggenommen und bietet mir Seine Gerechtigkeit. Jesus, Du musstest das nicht tun. Aber Du hast es getan und ich bin so dankbar. Ich nehme Deine Gnade, Deine Güte und Barmherzigkeit an. Reinige mich und gib mir ein neues Leben. Ich vertraue Dir, Jesus. Ich glaube, dass Du von den Toten auferweckt wurdest. Von diesem Moment an gehört mein Leben Dir. Das bete ich in Deinem Namen. Amen.“

Ich hoffe, Sie haben in der heutigen Predigt etwas gehört, das Ihnen geholfen hat. Und ich möchte Sie ermutigen, etwas damit zu tun. Das einzige Wort Gottes, das wir wirklich kennen, ist das Wort, das wir in die Praxis umsetzen. Vielleicht wollen Sie Ihren Wecker morgens zehn Minuten früher stellen und Gott die ersten fünf Minuten Ihres Tages schenken. Das ist ein Anfang. Aber tun Sie etwas. Nehmen Sie sich Zeit, reden Sie täglich mit Gott.

Mose sprach eines der tiefgründigsten Gebete in der ganzen Bibel, als er sagte: „Gott, zeige mir Deine Herrlichkeit.“ Das hebräische Wort für Herrlichkeit bedeutet Gewicht, Masse oder Substanz. Mose sagte: „Gott, ich möchte wissen, wer Du bist; zeige mir, wer Du in Deinem Inneren bist.“ Und Gott sagte: „Ich werde meine Güte vor dir herziehen lassen.“ Denn, Freunde, Er ist gut. Ich glaube, das ist ein wichtiges Gebet. Wir bitten Gott nicht, unsere Bedürfnisse zu stillen oder uns in einer schwierigen Situation zu helfen, sondern sagen: „Gott, zeige mir Deine Herrlichkeit. Zieh mich näher zu Dir hin. Hilf mir, Dich besser kennenzulernen.“ Nicht viele Menschen beten solche Gebete. Die meisten unserer Gebete entspringen einer Not. Aber nehmen Sie sich doch einmal die Zeit zu sagen: „Gott, zeige mir, wer Du bist; öffne mir die Augen. Ich möchte Dich besser kennen.“

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  • Anita Weiß sagt:

    Liebes Team und Lieber Pastor Bayless und Janet Conley, ich möchte einem Freund eine englische Bibel schenken. Er ist 60 Jahre alt und von Beruf Rechtsanwalt und hat als junger Mann einige Jahre in den USA gelebt – er beherrscht die englische Sprache hervorragend. Nun hab ich bei Amazon geschaut und allerhand gefunden, kenne mich aber nicht aus. Bitte können Sie mir verschiedene Bibeln empfehlen, ich möchte auf keinem Fall irgend eine Sektenbibel kaufen und verschenken, das wäre fatal. Vielleicht haben Sie auch eine Empfehlung, wo ich die Bibel noch kaufen kann außer bei Amazon. Ich selbst spreche kein englisch und kann das nicht unterscheiden, was hier gut und böse ist (außer wenn Freimaurerbibel drauf steht^^). Mein Freund hatte bis jetzt noch nicht das Bedürfnis, in der Bibel zu lesen – ich habe den Eindruck von JESUS, dass eine Bibel in englisch für ihn den besonderen Reiz ausmacht. Ich bete, dass JESUS sein Herz berührt und dass die Worte von JESUS in sein Herz fallen. Ich habe selbst angefangen durch Ihre Ermutigung, viel mehr in der Bibel zu lesen – und auch diese Kraft erlebt.
    – auch neue körperliche Kraft bei schwerer Arbeit. Das ist einfach fantastisch. Genau das wünsche ich auch meinem Freund – eine Begegnung mit JESUS, die sein ganzes Leben verändert. Danke und JESUS segne Sie!!!
    Anita Weiß aus Lauter – Bernsbach im schönen Erzgebirge

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