Gebete in Wüstenzeiten 1/2

Von 23.11.2018 6044 Views153 Ein Kommentar
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Mose führte während der Wüstenwanderung einige interessante Gespräche mit Gott. Von diesen Gebeten kannst du vieles lernen und für dich anwenden. Diese Predigt hilft dir dabei, gerade in schwierigen Zeiten an Gott dran zu bleiben. Gott lädt dich ein, die Beziehung zu ihm zu deiner ersten Priorität zu machen!

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Das Holz ist ein Symbol für Golgatha. Es macht das bittere Wasser des Lebens süß. Und Heilung ist in der Erlösung Jesu inbegriffen. In der Wüste gab es kein Wasser. Das Volk beschwerte sich und Mose sprach ein sehr kurzes, prägnantes Gebet. Wir kennen den Wortlaut nicht, aber wahrscheinlich rief er etwas wie „Hilfe!“.

Richten Sie jetzt Ihren Geist, Ihre Seele und Ihren Körper auf den Himmel aus und schenken Sie Gottes Wort Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Nur ein einziges Detail, das der Heilige Geist Ihnen aus der Bibel oder aus einer Predigt zuflüstert, kann Ihr ganzes Leben verändern oder einen unfassbaren Segen für Sie auslösen. Manchmal ist es nur ein kleiner Gedanke und dieser kann am Anfang, in der Mitte oder auch erst am Ende kommen. Aber wir müssen Gott unsere Aufmerksamkeit widmen, also lassen Sie uns das jetzt tun.

Bitte schlagen Sie Ihre Bibel bei 2. Mose, Kapitel 15 auf. Wir werden uns heute ansehen, wie Mose betete. Mose führte viele Gespräche mit Gott und betete viel, sowohl bevor er nach Ägypten zurückkehrte als auch während er dort war und Gottes Volk aus der Knechtschaft befreite. Wir werden uns heute einige der Gebete ansehen, die Mose sprach, nachdem sie das Rote Meer durchquert hatten und ihre Reise durch die Wüste antraten. 2. Mose 15, ab Vers 22:

2. Mose 15:22-26
„Danach führte Mose die Israeliten vom Roten Meer fort und sie zogen in die Wüste Schur. Drei Tage lang wanderten sie durch die Wüste, ohne Wasser zu finden. Als sie nach Mara kamen, fanden sie schließlich Wasser. Doch sie konnten es nicht trinken, denn es war bitter. Deshalb erhielt der Ort den Namen Mara. Da beschwerte sich das Volk bei Mose: Was sollen wir trinken? Mose rief den Herrn um Hilfe an. Da zeigte der Herr ihm ein Stück Holz. Nachdem Mose das Holz in das Wasser geworfen hatte, wurde das Wasser trinkbar. In Mara gab der Herr ihnen Vorschriften und Gesetze und stellte sie auf die Probe, indem er sagte: Hört auf mich, den Herrn, euren Gott, und lebt so, wie es mir gefällt: Befolgt meine Gebote und Vorschriften! Dann werde ich euch nicht an den Krankheiten leiden lassen, die ich über die Ägypter gebracht habe, denn ich bin der Herr, der euch gesund macht.“

Einer der Namen Gottes ist Jahwe Rapha, der Herr, unser Arzt, unser Heiler. In der Wüste gab es kein Wasser. Das Volk beschwerte sich und Mose sprach ein sehr kurzes, prägnantes Gebet. Wir kennen den Wortlaut nicht, aber wahrscheinlich rief er etwas wie „Hilfe!“, und Gott antwortete ihm mit einem Wunder. Er zeigte ihm ein Stück Holz. Mose warf es in das bittere Wasser und es wurde trinkbar. Beachten Sie, dass Gott sich als Israels Heiler offenbart, noch bevor Er ihnen die Zehn Gebote oder andere Vorschriften gab. Das gleicht einer Mutter, die erst auf das körperliche Wohlbefinden ihres Kindes achtet, bevor sie sich um seine Erziehung kümmert. Ich glaube, Gott ist es sehr wichtig, dass jeder neue Christ Ihn als Heiler kennenlernt. Das alles geschah vor dem Gesetz und es war nicht mit dem Gesetz vorüber. Gott ist Seinem Wesen nach ein Heiler und Sein Wesen ändert sich nicht. Das lässt sich nicht auf das Alte oder das Neue Testament begrenzen. Das ist, wer Gott ist. Und Er zeigt Seine Beständigkeit, indem Er es ein Gesetz nennt. Natürlich hängt das mit der Erlösung zusammen, weil es ein Bild von Jesus ist. Das Holz ist ein Symbol für Golgatha. Es macht das bittere Wasser des Lebens süß. Und Heilung ist in der Erlösung Jesu inbegriffen. Moses erstes Gebet in der Wüste lautete also im Wesentlichen: „Gott, hilf.“ 2. Mose 17, Vers 2. Das war nur kurze Zeit später. Ab Vers 2:

2. Mose 17:2-6
„Da machten die Israeliten Mose Vorwürfe und forderten: Gib uns Wasser zum Trinken! Warum macht ihr mir Vorwürfe?, entgegnete Mose. Und warum fordert ihr den Herrn heraus? Die Israeliten aber waren sehr durstig und sie beklagten sich bei Mose: Warum hast du uns bloß aus Ägypten geführt? Etwa damit wir, unsere Kinder und unser Vieh verdursten? Da schrie Mose zum Herrn: Was soll ich nur mit diesem Volk tun? Es fehlt nicht viel und sie steinigen mich! Der Herr entgegnete Mose: Geh mit einigen führenden Männern der Israeliten vor dem Volk her. Nimm deinen Stab, mit dem du auf den Nil geschlagen hast, mit. Ich werde auf einem Felsen am Horeb vor dich treten. Schlag auf den Felsen. Dann wird Wasser herausströmen und das Volk wird trinken können. Und Mose tat es vor den Augen der führenden Männer Israels.“

Das war nach all den Wundern in Ägypten, nach der Teilung des Roten Meeres und nur wenige Tage, nachdem das bittere Wasser in trinkbares Wasser verwandelt wurde. Und wiederum forderten die Israeliten den Herrn heraus und klagten. Ihre Sünde war nicht ihr Verlangen, sondern ihre Einstellung. Sünde war nicht, dass sie baten, sondern wie. Und Moses Gebet war wieder sehr kurz. „Herr, was soll ich mit diesem Volk tun? Sie wollen mich töten.“ Und Gott zeigte Mose, was er tun sollte. Beachten Sie, dass Mose Gott keinen Vorschlag machte, wie Er das Problem lösen könnte. Das überließ er Gott. Wir sehen in Epheser 1:11, welche Schwierigkeiten es mit sich bringt, wenn wir Gott vorschreiben, was Er tun soll: Er wirkt nur so, wie Er es mit Seinem Willen beschlossen hat, nicht nach unserem Willen oder unserer Strategie. Wenn wir versuchen, Gott das Wie vorzuschreiben, begrenzt das unsere Wahrnehmung für Sein Wirken.

Auf der Bibelschule fragte mich einmal eine Freundin: „Bayless, kannst du mit mir beten?“ Ich sagte: „Ja. Was ist los?“ Sie sagte: „Ich habe eine finanzielle Not. Ich kann meine Rechnungen nicht bezahlen. Betest du mit mir?“ Ich weiß noch, wie ich ihre Hände nahm und betete, dass Gott ihre Not stillte. Wir trennten uns und ein paar Minuten später war mir, als würde der Heilige Geist sagen: „Ein gutes Gebet. Du weißt, dass du das Geld hast, um die Not selbst zu stillen.“ Ich dachte: „Ja, das stimmt. Soll ich das tun?“ Ich spürte, wie Er Ja sagte. So ging ich etwa eine halbe Stunde nach unserem Gebet zu ihr und sagte: „Das ist für dich“ und gab ihr einen Umschlag. Darin war genug Geld, um all ihre Rechnungen zu bezahlen. Sie sagte: „Das kann ich nicht annehmen.“ Ich fragte: „Warum?“ – „Du hast das gewusst. Ich vertraue Gott. Das zählt nicht.“ Ich sagte: „Moment mal. Willst du mir sagen, dass Gott dein Gebet nur durch jemanden beantworten darf, der nichts von deiner Not weiß?“ Sie sagte: „Ja.“ Ich wandte ein: „Du kannst Gott nicht in eine Schublade stecken. Nimm das Geld.“ Ich glaube, wir tun das oft und Gott hat Freude daran, alles über den Haufen zu werfen und es ganz anders zu machen.

Ich war einmal auf einer Veranstaltung, wo ein Mann über eine Evangelisation in Asien sprach. Was er sagte, beeindruckte mich sehr. Es war dort die erste Veranstaltung dieser Art. Sie machten viel Werbung dafür und flogen ein paar der bekanntesten Pastoren aus den USA ein. Einer von ihnen hatte einen großen Dienst, wo viele Wunder passierten; ein anderer war einer der prominentesten Bibellehrer in den Vereinigten Staaten. Die Veranstaltung war sehr gut besucht und all diese berühmten Personen waren da. Der Mann mit dem großen Dienst sprach als Erstes, aber es war, als würden seine Worte nicht über den Bühnenrand hinausgehen. Die Menschen im Publikum schrien ständig dazwischen und warfen Gegenstände auf die Bühne. Die Mehrheit der Besucher war aufgrund der Werbung gekommen und nicht gerettet. Und sie lachten und warfen mit Gegenständen, bis der Mann schließlich beschämt von der Bühne ging. Wie sich später herausstellte, sollte das die letzte Predigt sein, die er hielt, bevor er starb. Dann versuchte einer der anderen Männer – der bekannte Bibellehrer -, die Veranstaltung zu retten. Der Mann, der mir und einigen anderen die Geschichte erzählte, sagte, er zog eine uralte, verstaubte, sehr langweilige Predigt heraus und fing an, diese zu halten. Sie war knochentrocken und sagte praktisch gar nichts aus. Die Menschen spotteten, lachten und warfen weiterhin Gegenstände auf die Bühne. Es war eine Katastrophe. Sie beschlossen, die Veranstaltung zu beenden und baten ein afrikanisches Ehepaar, das Abschlussgebet zu sprechen. Er sagte: „Die kleine, stämmige Frau stand auf, sah auf die Menge, kreuzte die Arme und begann, im Geist zu beten.“ Sie gaben ihrem Mann das Mikrofon, doch statt eines abschließenden Gebets sagte er nur: „Möge Gott sich erheben und Seine Feinde zerstreuen.“ Und neben ihm stand seine Frau mit gekreuzten Armen und betete im Geist. Er wiederholte: „Möge Gott sich erheben und Seine Feinde zerstreuen.“ Und während sie weiterbetete, sagte er noch ein drittes Mal: „Möge Gott sich erheben und Seine Feinde zerstreuen.“ Plötzlich schrie jemand im Publikum auf und eine Person rannte nach vorne, warf ein Päckchen Zigaretten auf die Bühne, fiel auf die Knie und begann zu weinen. Die Frau betete immer noch im Geist. Er sagte noch einmal: „Möge Gott sich erheben und Seine Feinde zerschmettern.“ Die Menschen strömten von ihren Sitzen nach vorne und warfen Drogen auf den Altar, bis schließlich der ganze vordere Teil des Saals voller Menschen war, die zu Gott schrien und um Seine Gnade und Errettung baten. Wie tat Gott das? Durch eine kleine afrikanische Frau, die im Geist betete, und ihren Mann. Der Inhalt der Predigt lautete schlicht: „Möge Gott sich erheben und Seine Feinde zerstreuen.“ Sie können Gott nicht in eine Schublade packen. Gott gebrauchte nicht die berühmten Männer, sondern das unbekannte Paar, um den Heiligen Geist in diesen Raum zu bringen und Erweckung zu bewirken. Hören Sie auf, Gott zu sagen, was Er tun soll. Auch Mose machte Ihm keinen Vorschlag, wie Er sein Problem lösen sollte. Er überließ es Gott. Gut, lassen Sie uns 2. Mose, Kapitel 32, ab Vers 7 ansehen. Hier finden wir eine weitere Begebenheit, die sich nicht lange danach zutrug.

2. Mose 32:7
„Der Herr befahl Mose: Steig schnell hinunter!“

Er war auf dem Berg und hatte gerade die Zehn Gebote bekommen. Und Gott sagte: „Steig schnell hinunter! Dein Volk, das du aus Ägypten geführt hast, tut etwas Schlimmes.“

Das ist interessant. Gott hatte ihm gerade die Zehn Gebote gegeben und dann sagte er: „Steig schnell hinunter! Dein Volk, das du aus Ägypten geführt hast, tut etwas Schlimmes. Mose, jetzt aber schnell.“ Weiter die Verse 8-10:

2. Mose 32:8-10
„Es hat sich von den Geboten, die ich ihnen gegeben habe, abgewandt. Die Israeliten haben sich ein Kalb angefertigt, es angebetet, ihm geopfert und gerufen: Dies ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägypten geführt hat! Ich habe erlebt, wie eigenwillig dieses Volk ist, fuhr der Herr fort. Ich will meinen Zorn über sie kommen lassen und sie alle vernichten. Dich will ich jedoch zu einem großen Volk machen.“

Er sagte also: „Mose, lass uns neu beginnen. Ich werde alle vernichten und nur aus dir ein ganz neues Volk entstehen lassen.“ Mose sagte, Vers 11:

2. Mose 32:11
Aber Mose flehte den Herrn, seinen Gott, an: Herr, warum willst du dein Volk in deinem Zorn vernichten, das du doch mit so großer Macht und starker Hand aus Ägypten geführt hast?“

Gott, Du musst das verstehen. Das ist nicht mein Volk, sondern Deines und nicht ich habe sie aus Ägypten geführt, sondern Du. Mose änderte hier quasi das Drehbuch. Vers 14:

2. Mose 32:14
„Da tat es dem Herrn leid und er ließ das angedrohte Unheil nicht über sie kommen.“

Hier haben wir ein Bild von Mose als dem Vermittler. Er stand zwischen dem Volk und der Zerstörung. Er wusste um die Schwere der Sünde, die das Volk begangen hatte. Kurz danach wandte Mose sich abermals an Gott. Im selben Kapitel ab Vers 30:

2. Mose 32:30-33
„Am nächsten Tag sagte Mose zum Volk: Ihr habt eine schwerwiegende Sünde begangen, aber ich will noch einmal zum Herrn auf den Berg steigen. Vielleicht kann ich es erreichen, dass er euch vergibt. So kehrte Mose zum Herrn zurück und bat: Diese Leute haben eine große Sünde begangen: Sie haben sich einen Gott aus Gold gemacht. Doch ich bitte dich, vergib ihnen ihre Sünde – wenn nicht, dann streiche mich aus dem Buch, das du führst. Der Herr antwortete Mose: Ich werde nur die aus meinem Buch streichen, die gegen mich gesündigt haben.“

Beachten Sie, mit welcher Herzenshaltung Mose betete. Er bat Gott: „Lass mich ihr Stellvertreter sein. Streich nicht sie aus deinem Buch, sondern statt ihrer mich. Ich will ihren Platz einnehmen.“ So sehr lag ihm das Volk am Herzen. Gemäß 1. Timotheus 2, Vers 1 ist eines der Gebete, die wir als Christen beten sollen, die Fürbitte für andere Menschen. Wenn wir für andere beten, treten wir für sie in den Riss. In Lukas  13 lesen wir, wie einige Menschen zu Jesus kamen und sagten: „Hast du gehört, dass Pontius Pilatus einige Galiläer ermorden ließ, während sie Opfer brachten und ihr Blut mit dem der Schlachtopfer vermischte?“ Jesus sagte: „Glaubt ihr, diese Galiläer waren größere Sünder als andere? Nein, wenn ihr nicht umkehrt und euch Gott zuwendet, werdet ihr genauso umkommen.“ Er fuhr fort: „Habt ihr von den 18 Männern gehört, die starben, als der Turm von Siloah auf sie stürzte? Glaubt ihr, sie waren größere Sünder als irgendjemand sonst in Jerusalem? Nein, und wenn ihr nicht umkehrt und euch Gott zuwendet, werdet ihr genauso umkommen.“ Dann erzählte Er ein Gleichnis, das eng mit diesen beiden Geschehnissen verknüpft war. Er sagte: „Ein Mann pflanzte in seinem Weinberg einen kleinen Feigenbaum. Drei Jahre lang wartete er darauf, dass der Baum Früchte trug, aber er fand keine. Schließlich sagte er: Fällt den Baum. Er beansprucht nur unnötig Boden. Aber jemand kam und sagte: Warte. Gib ihm noch ein Jahr Zeit. Ich werde ihn pflegen und düngen. Wenn er dann immer noch keine Frucht trägt, kannst du ihn fällen.“

Was passierte hier? Dem Baum drohte die Zerstörung, bis ein Fürbitter auf den Plan kam, der für ihn eintrat und ihm noch etwas Zeit gewährte. Was Jesus sagen wollte, war: Wisst ihr, warum diese Galiläer starben? Nicht weil sie schlechter waren als andere und nicht aufgrund des Gerichts Gottes, sondern weil kein Fürbitter da war. Wissen Sie, warum der Turm auf die Männer fiel? Nicht weil sie große Sünder waren, sondern weil kein Fürbitter da war, der für sie in den Riss trat. In Apostelgeschichte 12 heißt es, dass König Herodes Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert hinrichten ließ. Und er sah, dass das den Juden gefiel. Er war einer der zwölf Apostel. Er wurde umgebracht. So beschloss er, Petrus auf dieselbe Weise hinrichten zu lassen. Aber Petrus wurde durch ein Wunder gerettet. Jakobus wurde getötet, Petrus wurde gerettet. So lesen wir in Apostelgeschichte 12. Der einzige Unterschied war, dass für Petrus anhaltend gebetet wurde. Wenn sie auch nur ein einziges Gebet für Jakobus sprachen, erfahren wir zumindest nicht davon. Für Petrus traten andere in den Riss. Der einzige Unterschied war Fürbitte. Vielleicht dachten sie: „Jakobus schafft das schon.“ Schließlich war er einer der 12 Apostel. Ihm wird sicher nichts passieren

Wir müssen für unsere Leiter beten. Jeder braucht Gebet. Wir müssen für unsere Leiter beten. Jeder braucht Gebet. Mose lehrt uns, Fürbitter zu sein. Das ist so wichtig. Wir kommen zu 2. Mose, Kapitel 33. Inzwischen war Gott ziemlich genervt von dem Volk. Am Anfang des Kapitels sagt Er: „Ihr werdet in das verheißene Land einziehen und es in Besitz nehmen, aber ich ziehe nicht mit euch hinauf, sondern schicke euch stattdessen einen Engel, der vor euch hergeht. Ihr werdet die Jebusiter, die Perisiter, die Hiwiter und alle anderen Bewohner daraus vertreiben.“ Wir lesen ab Vers 12 von 2. Mose 33. Da heißt es:

2. Mose 33:12-17
„Mose sagte zum Herrn: Du hast mir zwar den Auftrag gegeben, dieses Volk nach Kanaan zu führen, aber du hast mir nicht gesagt, wen du mit mir schicken willst. Du hast gesagt, dass du mich kennst und dass du mir freundlich gesinnt bist. Wenn dem wirklich so ist, dann zeig mir doch, was du vorhast, damit ich dich besser verstehe und merke, dass du mir freundlich gesinnt bist. Denk doch daran, dass dieses Volk dein Volk ist. Der Herr antwortete ihm: Ich selbst werde mit dir gehen, Mose. Ich will dir Ruhe verschaffen. Da entgegnete Mose: Wenn du nicht selbst mit uns gehst, dann führe uns nicht von hier weg. Denn woran soll man erkennen, dass du deinem Volk und mir wohlgesinnt bist? Doch einzig daran, dass du mit uns ziehst und wir uns deshalb vor allen anderen Völkern auf der Erde auszeichnen. Der Herr sagte zu Mose: Ich will dir auch diesen Wunsch erfüllen, den du gerade geäußert hast. Denn du stehst in meiner Gunst und ich kenne dich.“

Wiederum trat Mose für das Volk ein. Gott sagte: „Ich gehe nicht mit. Ich schicke einen Engel.“ Mose sagte: „Moment mal, wenn Du nicht mitgehst, storniere bitte meine Reservierung für das verheißene Land. Das Einzige, das uns von allen anderen Völkern auf der Erde unterscheidet, ist Deine Gegenwart.“ Gott sagte: „Okay. Ich werde tun, worum Du mich bittest.“ Das Einzige, was Sie von anderen Menschen auf der Welt unterscheidet – was uns als Christen vom Rest der Welt abhebt -, ist die Gegenwart Gottes.

Mein Vater ging im November in den Himmel. Der Arzt und meine Schwester waren bei ihm. Mein Vater atmete sehr schwer. Als der Arzt ihm die Hand auf die Brust legte, tat er seinen letzten Atemzug auf dem Planeten Erde. Der Arzt fragte meine Schwester: „Er war Christ, oder?“ Sie sagte: „Ja.“ Er sagte: „Ich spüre die Gegenwart Gottes.“ Dann ging er den Flur hinunter und begann zu weinen.

Die eine Sache, die uns von anderen unterscheidet, ist die Gegenwart Gottes. Manchen von Ihnen ist das nicht klar, aber Ihre Kollegen bei der Arbeit beobachten Sie. Sie wissen nicht, was es ist, aber sie spüren, dass an Ihnen etwas anders ist. Es ist sicher nicht die vier Kilo schwere Bibel, die Sie mit zur Arbeit bringen. Aber manche von Ihnen werden genauestens beobachtet. Vielleicht denken sie: „Was ist mit ihm los? Er ist anders, aber ich weiß nicht, warum. Ich fühle mich irgendwie von ihm angezogen.“ Das ist die Gegenwart Gottes und Mose wusste das. Er sagte: „Gott, ein Engel ist großartig, aber wenn du mir nur einen Engel schickst, gehe ich nicht. Wenn deine Gegenwart nicht bei uns ist, schick uns nicht dort hinauf.“ Mose war ein wahrer Fürbitter.

Als Nächstes finden wir hier ein sehr persönliches Gebetsanliegen von Mose. Er dachte zweifellos darüber nach, wie Gottes Gegenwart uns von anderen abhebt. In Vers 18 desselben Kapitels sagte er:

2. Mose 33:18-19
„Lass mich deine Herrlichkeit sehen. Der Herr antwortete: Ich will meine Güte an dir vorüberziehen lassen und will meinen Namen ‚der Herr‘ vor dir ausrufen. Ich schenke meine Gnade und mein Erbarmen, wem

ich will.“

Mose sagte: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen.“ Das hebräische Wort, das hier mit Herrlichkeit übersetzt wurde, bedeutet wörtlich Gewicht, Masse oder Substanz. Als Mose sagte: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen“, sagte er: „Gott, ich möchte wissen, wer Du bist. Ich möchte nicht nur wissen, was Du tust, sondern auch, warum Du tust, was Du tust. Gott, zeige mir, wer Du bist, Dein Gewicht, Deine Masse, Deine Substanz. Wer bist Du in Deinem Inneren? Wer ist der Gott, der uns aus Ägypten herausgeführt hat?“ Gott sagte: „Ich will meine Güte an dir vorüberziehen lassen. Ich schenke meine Gnade und mein Erbarmen, wem ich will“, denn vor allem ist Gott gut und Er ist gnädig und mitfühlend und Er ist Liebe. Gott sagte: „Ich werde dir meine Güte zeigen, denn sie ist, wer und was ich in meinem Inneren bin.“ Das war die Bitte, Gott persönlich kennen zu dürfen.

Nächstes Mal hören Sie den zweiten Teil der Predigt. Ich hoffe, Sie sind auch dann wieder dabei. Ich glaube, es ist kein Zufall, dass Sie mir gerade zuhören. Sie könnten alles Mögliche andere machen und überall sein, aber Sie hören mir zu und ich wage zu behaupten: Ich glaube, dass Gott versucht, Ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Er liebt Sie und möchte eine Beziehung mit Ihnen haben. Rufen Sie heute Seinen Sohn Jesus an.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Gott nicht nach unserem Zeitplan wirkt? Er wirkt nach Seinem Zeitplan und auf Seine Weise. Es ist wichtig, dass wir an Seine Verheißungen glauben. Aber genauso wichtig ist, dass wir wissen, dass Gott in unserem Leben wirkt. In der Bibel heißt es, Er wirkt nur so, wie Er es mit Seinem Willen beschlossen hat, nicht nach unserem Willen. Und was immer in Ihrem Leben gerade vor sich geht – Sie können Gott vertrauen. Sie können auf Sein treues Wesen, Seine Güte und Seine Verheißungen vertrauen. Er wird alles zum Guten wirken, Er hat Hoffnung und ein gutes Ende für Sie. Vielleicht zeigt sich das nicht zu dem Zeitpunkt oder auf genau die Weise, wie Sie es sich vorgestellt haben. Aber vertrauen Sie auf Ihren himmlischen Vater. Er liebt Sie. Er sorgt für die Spatzen und Er sorgt auch für Sie. Gott segne Sie.

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