Für dich nur das Beste – bedeutende Gebete der Bibel 6/8

Gebet ist Gespräch mit Gott. Es bedeutet Reden und Zuhören. Und ebenso, wie wir bei jeder Form des Redens daran arbeiten sollten, unser gemeinsames Gespräch zu verbessern, so sollten wir es auch bei unseren Gebeten tun.

In dieser sechsteiligen Serie zeigt Bayless Conley dir anhand einiger der eindrucksvollsten Gebete in der Bibel, wie du in deinem Gespräch mit Gott Fortschritte machen kannst. Du wirst lernen, wie du Gottes Herz berühren und Gebete sprechen kannst, die zu Ergebnissen führen. Und du wirst erfahren, wie du durch Gebet Zugang zu deinem himmlischen Erbe erhalten kannst.

Entdecke, was Gebet alles in deinem Leben bewirken kann!

Dies ist der sechste Teil einer Predigtreihe, den siebten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Hallo, ich bin Bayless Conley, der Pastor der Cottonwood-Gemeinde in Südkalifornien. Unsere aktuelle Predigtserie hat das Thema „Für dich nur das Beste – bedeutende Gebete der Bibel“. Wir haben uns bislang mit Gebeten beschäftigt, die Menschen in Krisenzeiten und in Zeiten der Freude gebetet haben, mit Gebeten um Wegweisung oder Heilung und vieles mehr. Ein intensives Studium.
Eines kann ich Ihnen versichern: Ganz gleich was Sie gerade durchmachen, es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt und Ihnen helfen will. Ich glaube, es ist kein Zufall, dass Sie heute diese Sendung sehen.
Bitte investieren Sie doch die nächsten Minuten und hören Sie in aller Ruhe zu, was ich Ihnen sagen möchte. Wir wollen uns heute ein Gebet anschauen, das sehr umfassend ist, in dem es aber um nichts Materielles geht.

Häufig klingen unsere Gebete doch so oder ähnlich: „Gott, bitte gib mir das und das.“ „Ich brauche das Geld für die Miete.“ „Ich brauche ein Auto.“ „Ich brauche einen Ehepartner.“ Es ist in Ordnung, um Dinge zu bitten. Gott weiß, dass wir das alles brauchen und er erhört solche Gebete auch.
Aber der Mann, um den es heute geht, betete um etwas ganz anderes. Er betete nicht um Dinge. Aber aufgrund dessen, worum er bat, erfüllte Gott ihm nicht nur seine Bitte, sondern gab ihm alles andere noch dazu.
Ich glaube, das ist ein großes Geheimnis. Wenn unsere Prioritäten stimmen und wir lernen, um das Richtige zu beten, gibt Gott uns alles andere noch dazu. Holen Sie Ihre Bibel und dann wollen wir gemeinsam Gottes Wort lesen!

1.Könige 3,4. Dort heißt es:

„Und der König ging nach Gibeon, um dort Schlachtopfer darzubringen, denn das war die große Höhe; tausend Brandopfer opferte Salomo auf jenem Altar. In Gibeon erschien der Herr dem Salomo in einem Traum bei Nacht. Und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll!
Und Salomo sagte: Du selbst hast ja an deinem Knecht David, meinem Vater, große Gnade erwiesen, weil er vor dir gelebt hat in Treue, in Gerechtigkeit und in Aufrichtigkeit des Herzens gegen dich; und du hast ihm diese große Gnade bewahrt und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Thron sitzt, wie es am heutigen Tag ist.
Und nun, Herr, mein Gott, du selbst hast deinen Knecht zum König gemacht anstelle meines Vaters David. Ich aber bin ein kleiner Junge, ich weiß nicht aus- noch einzugehen. Und dein Knecht ist inmitten deines Volkes, das du erwählt hast, eines großen Volkes, das wegen seiner Menge nicht gezählt noch berechnet werden kann. So gib denn deinem Knecht ein hörendes Herz, dein Volk zu richten, zu unterscheiden zwischen Gut und Böse. Denn wer vermag dieses dein gewaltiges Volk zu richten?
Und das Wort war gut in den Augen des Herrn, dass Salomo um diese Sache gebeten hatte. Und Gott sprach zu ihm: Weil du um diese Sache gebeten hast und hast dir nicht viele Tage erbeten und hast dir nicht Reichtum erbeten und hast nicht um das Leben deiner Feinde gebeten, sondern hast dir Verständnis erbeten, um auf das Recht zu hören, siehe, so tue ich nach deinen Worten. Siehe, ich gebe dir ein weises und verständiges Herz, so dass es vor dir keinen wie dich gegeben hat und nach dir keiner wie du aufstehen wird.
Und auch das, was du nicht erbeten hast, gebe ich dir, sowohl Reichtum als auch Ehre, so dass es unter den Königen keinen wie dich geben wird alle deine Tage. Und wenn du auf meinen Wegen gehst, indem du meine Ordnungen und meine Gebote bewahrst, so, wie dein Vater David auf ihnen gegangen ist, dann werde ich auch deine Tage verlängern.
Da erwachte Salomo, und siehe, es war ein Traum gewesen. Und er ging nach Jerusalem, und er trat vor die Lade des Bundes des Herrn und opferte Brandopfer und bereitete Heilsopfer und bereitete für alle seine Knechte ein Festmahl.“

Salomo betete dieses Gebet. Dann wachte er auf und sagte: „Ich habe nur geträumt.“ Ich weiß nicht, ob Ihnen das klar ist oder nicht, aber unser Geist schläft nie. König David schrieb: „Ich schlief, doch mein Herz war wach.“

Mir selbst ist es schon mehrmals passiert, dass ich betend aufgewacht bin. Manchmal merkte ich, dass ich auf Englisch betete, und manchmal auch in fremden Sprachen. Mein Geist kommunizierte mit Gott, während mein Körper schlief. Unser Geist schläft nie.

Ich möchte kurz darauf eingehen, was dieser Erscheinung Gottes und diesem übernatürlichen Gebet vorausging. In Vers 4 heißt es, Salomo opferte tausend Brandopfer. Im Neuen Testament, in Hebräer 13,15, heißt es: „Durch ihn nun lasst uns Gott stets ein Opfer des Lobes darbringen! Das ist: Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.“ Das ist das Opfer, das wir Gott unter dem neuen Bund darbringen sollen.

In Apostelgeschichte 13 sagte der Heilige Geist: „Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe!“ Wissen Sie, was die Christen vorher getan hatten, als der Heilige Geist plötzlich redete und Ihnen einen Auftrag gab? Dort steht, sie dienten dem Herrn und fasteten.

Das Wort „dienen“ bedeutet, sie hatten Gott angebetet. Sie waren mitten im Gottesdienst, als der Heilige Geist sich zu Wort meldete. Ich will damit nicht sagen, dass wir durch Anbetung Gott irgendwie zwingen könnten zu reden. Doch oft ist es so, dass wir, wenn wir Gott loben und anbeten, offener und aufmerksamer für das werden, was Gott zu sagen hat.

Gott sagte zu Salomo: „Bitte mich, worum du willst. Sag es mir und ich werde es dir geben.“ Ziemlich genial, oder? „Salomo, was auch immer du willst – was kann ich für dich tun?“

Wissen Sie was? Gott hat das eigentlich auch zu uns gesagt. Bitte schlagen Sie einmal mit mir Matthäus 7 auf. Das Matthäusevangelium, Kapitel 7, ab Vers 7. Matthäus 7,7. Ach, ich mag die fettgedruckten Stellen in meiner Bibel!

„Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden! Denn jeder“ – alle zusammen: „Jeder“ – „Bittende empfängt und der Suchende findet und dem Anklopfenden wird geöffnet werden. Oder welcher Mensch ist unter euch, der, wenn sein Sohn ihn um ein Brot bittet, ihm einen Stein geben wird?
Und wenn er um einen Fisch bittet, wird er ihm eine Schlange geben? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr“ – alle zusammen: „Wie viel mehr“ – „wird euer Vater, der in den Himmeln ist, Gutes geben denen, die ihn bitten!“

Das Schlüsselwort ist „bitten“. In Vers 7, in Vers 8, in Vers 9, in Vers 10, in Vers 11, in Vers 12 – überall heißt es „bitten“. Gott gibt denen Gutes, die ihn darum bitten. In Matthäus 21,22 sagte Jesus: „Und alles, was immer ihr im Gebet glaubend begehrt, werdet ihr empfangen.“

Liebe Freunde, das ist noch sicherer als das, was Salomo im Traum hörte. Das geschriebene Wort ist sicherer als jede Erscheinung, die wir haben, als jeder Traum, den wir haben, als jede Vision, die wir haben. Es ist sicherer, als wenn Engel kämen und Ihnen unter Posaunenschall etwas verkündigen.

Jesus sagte: „Bittet, und ihr werdet empfangen. Wer bittet, wird empfangen. Wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten.“ Und dann: „Alles, was ihr glaubend im Gebet erbittet, werdet ihr empfangen.“

Salomos Antwort auf Gottes Frage zählt zu den großen Gebeten der Bibel. Er hätte um einen goldenen Wagen, um Reichtum, um Ruhm oder das Leben seiner Feinde bitten können. Doch Salomo betete ganz uneigennützig. Andere waren ihm wichtiger als er selbst. Menschen waren ihm wichtiger als Dinge.

Und wir lesen, dass Gott gefiel, worum Salomo ihn bat. Und aus Salomos Gebet können wir als Christen heute sehr viel lernen. Danken wir Gott für unsere Gesundheit und für unseren Wohlstand. Der Segen Gottes macht reich und unsere eigenen Bemühungen können nichts dazutun.

Ich glaube, es ist nicht falsch, um all diese Dinge zu bitten, wenn wir sie brauchen. Es ist auch nicht falsch, darüber zu predigen. Ich glaube, in den letzten Jahrzehnten hat die Gemeinde Jesu wieder mehr gelernt, Gott um all diese Dinge im Gebet zu bitten.

Allerdings hat sich auch eine Tendenz entwickelt, sich auf Materielles zu konzentrieren, die Gott nie wollte. Ich sage es noch einmal: Ich glaube, es ist in Ordnung und ganz biblisch, im Gebet um Dinge zu bitten. Fragen Sie nur einmal Jabez. Aber diese Konzentration auf Materielles, die es in manchen Gemeinden gibt, war nie Gottes Absicht.

Ich glaube, viele Christen sind wie Kinder, die durch einen Spielzeugladen laufen und rufen: „Ich will das hier! Ich will das da! Papa, kauf mir das hier! Papa, kauf mir das dort!“

Vor Kurzem waren Janet und ich in einem Spielzeugladen, um ein Geschenk für unseren Enkelsohn zu kaufen. Ein kleiner Junge rannte herum und rief: „Mama, kann ich das haben?“

Sie sagte: „Nein, kannst du nicht.“ – „Mama, kann ich das hier haben?“ Und er nahm irgendetwas in die Hand. „Nein, Schatz, das geht nicht.“ – „Mama, bitte! Ich will das unbedingt haben!“ – „Also gut.“

In 48 Stunden hat er es bestimmt vergessen. Und manchmal, glaube ich, gehen Christen auch so mit Gott um.

Als unsere Kinder klein waren habe ich, wenn wir beim Einkaufen am Spielzeugladen vorbeigingen, die Kinder immer abgelenkt: „Schaut mal, da drüben!“ Und dann bin ich zwischen ihnen und dem Spielzeugladen gelaufen, bis wir vorbei waren – denn andernfalls waren wir geliefert.

Es war einfach ermüdend, wenn die drei durch den Spielzeugladen rannten, alle gleichzeitig, und natürlich alles wollten, was es dort gab. Das waren oft Dinge, die sie eigentlich gar nicht mochten und garantiert nicht brauchten.

Unser Leben sollte sich nicht um Dinge drehen. Das sollte nicht unsere Hauptsorge sein und auch nicht den größten Teil unserer Gebetszeit einnehmen. Wir sollten Gott suchen und ihn um Weisheit und Vollmacht bitten, eine Generation von Menschen zu erreichen, die Jesus Christus kennenlernen müssen.

Wenn unser Augenmerk auf Menschen und nicht auf Dingen liegt, wenn wir uns dafür einsetzen, dass diese Generation Gott kennenlernt, dann sind wir geistlich gereift.

Stellen Sie sich vor, Gott würde uns heute das gleiche Angebot machen wie Salomo. Was würden wir antworten? Manche würden sicher sagen: „Ich würde darum bitten, dass unsere Stadt für Jesus gewonnen wird.“

Wir haben bereits die Antwort auf diese Frage. Wir müssen nichts weiter tun, als unser Gebetsleben anzuschauen, um zu sehen, wo unsere Prioritäten wirklich liegen. Wenn wir nicht ohnehin schon darum beten, dass unsere Nachbarn Jesus kennenlernen und dass Gott sich in unserer Stadt verherrlicht und dass wir das Evangelium noch besser verkündigen können – dann würden wir auch nicht darum bitten, wenn Gott uns erschiene und fragte: „Was kann ich für euch tun?“

Wenn wir nicht bereits darum beten, würden wir Gott dann auch nicht darum bitten.

Es ist schon erstaunlich. Salomo bat um Weisheit, um Verstand, um das Volk regieren zu können und ein guter König zu sein, und Gott gab ihm alles andere noch dazu. Neben der großen Weisheit gab Gott ihm auch Reichtum und Ehre und ein langes Leben. Könnte es sein, dass Gott uns all das schenken würde, wenn unsere Gebete uneigennütziger wären?

Vor Jahren erzählte mir jemand von einer Gemeinde in Mexiko, die beschloss, ein ganzes Jahr lang als Gemeinde und als Einzelne nicht ein einziges Mal um persönlichen Wohlstand, um persönlichen materiellen Segen zu bitten. Ein ganzes Jahr lang! Sie wollten nur für andere Menschen und für das Reich Gottes beten, um die Bekehrung von Menschen und um Segen für andere Menschen.

Sie schlossen eine Art Vertrag ab: Wir wollen ein Jahr lang nicht um Segen für uns selbst bitten. Das Interessante daran war – jedenfalls wurde es mir so berichtet –, dass Gott in diesem Jahr die Gemeinde und die Einzelnen wie nie zuvor in der ganzen Geschichte der Gemeinde materiell segnete.

Ich glaube, Gott brachte ihnen etwas Wichtiges bei, und ich denke, das sollte die ganze Kirche, der ganze Leib Christi lernen. Ich sage nicht, dass Sie das Gleiche tun sollten, es sei denn, Gott legt es Ihnen ans Herz. Ich sage auch nicht, dass wir aus diesem Ereignis in Salomos Leben eine neue Lehre zum Gebet machen sollten.

Aber es illustriert ein Prinzip, das Jesus selbst lehrte. Lesen Sie bitte mit mir Matthäus 6 ab Vers 31. Jesus sagt dort

„So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen?“
Was sollen wir fahren und so weiter … Sie verstehen schon.
„Denn nach diesem allen trachten die Nationen …
Wörtlich, sie betteln und streben danach. Sie sehen nichts anderes.
„… denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt. Trachtet aber zuerst …“
Alle zusammen: „Zuerst.“
„Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.“

Ich glaube, wenn unsere Prioritäten stimmen, kann Gott uns viel mehr schenken, als wir je bitten können oder für möglich halten. Und ich glaube, Gott tut das gern. In Epheser 3,20 steht: „Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als wir erbitten oder erdenken, gemäß der Kraft, die in uns wirkt …“

Gott tut gern über die Maßen mehr, als wir ihn bitten. Und ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe ziemlich große Bitten! Für jemand mit einem begrenzten menschlichen Verstand und begrenzter menschlicher Fantasie habe ich im letzten Jahr um ziemlich große Dinge gebetet. Ich vertraue darauf, dass Gott große Dinge tut, auch hier in unserer Gemeinde.

Ich würde mich freuen, wenn wir endlich unsere Schulden loswären. Wir haben Pläne, wir wollen die ganze Welt erreichen, und da können wir keine Schulden gebrauchen. Aus meiner Sicht habe ich große, radikale Gebete gebetet. Und Gott denkt sich wahrscheinlich: „Also, ist das alles? Meinst du nicht, dass ich größer bin?“

Ich glaube, Gott kann über alles hinaus handeln, was wir bitten, denken, uns vorstellen oder erträumen. Aber ich glaube, Gott geht es um unser Herz, unsere Herzenshaltung und unsere Prioritäten.

Wo unser Leben sich um Dinge dreht und unsere Gebete nur auf unsere egoistischen Wünsche ausgerichtet sind, hat unsere Beziehung zu Gott nicht viel Substanz.

Mir ist es einmal passiert, dass ich irgendwo an einem Haus an eine Außenverkleidung geklopft habe und plötzlich kam mir das Ganze entgegen. Die Verkleidung sah nach außen hin gut aus, aber sie war von Termiten zerfressen und wurde nur noch von der Farbe zusammengehalten. Sie sah gut aus, aber sie war hohl.

Ich glaube, so ist es auch bei manchen Menschen mit ihrer Beziehung zu Gott. Es ist nur Furnier. Es sind nur Äußerlichkeiten, aber innen fehlt die Kraft, weil derjenige mehr auf Materielles als auf die wichtigen Dinge ausgerichtet ist. Und ich möchte noch kurz darüber sprechen, welchen Preis wir zahlen, wenn wir uns auf Materielles konzentrieren.

Bitte schlagen Sie mit mir Psalm 106 auf. Wir sind gleich am Ende. Psalm 106, wir lesen ab Vers 14. Dort geht es um das Volk Israel in der Wüste. Der Psalmist sagt über das Volk Israel auf der Wüstenwanderung:

„Sie gierten voller Begierde in der Wüste, versuchten Gott in der Einöde. Da erfüllte er ihnen ihre Bitte, und er sandte Schwindsucht in ihre Seele.“

Er gab ihnen, was sie wollten und wonach sie „gierten“. Doch dabei bekam ihre Seele Schwindsucht. Sie versuchten Gott, indem sie Dinge verlangten, um ihre Lüste zu befriedigen. Der Preis, den sie zahlten, war eine substanzlose Beziehung zu Gott, eine kraftlose Frömmigkeit.

Die Message Bible formuliert es so: „Sie kümmerten sich in der Wüste nur um ihr eigenes Wohlergehen und provozierten Gott mit ihren Forderungen. Er gab ihnen genau das, worum sie ihn baten. Doch dabei bekamen sie auch ein leeres Herz.“ Ich will nicht viel Besitz haben und ein leeres Herz. Ich will nicht Dinge ansammeln und eine ausgezehrte Seele haben.

In unserer Zeit sucht unsere Welt nach Antworten auf ihre Schwierigkeiten und Probleme und es entsetzt mich, welch flaches Christentum die Menschen teilweise erlebt haben.

Nachdem Gott Salomos Bitte um Weisheit erfüllt hatte, kamen zwei Frauen in einer Krisensituation zu ihm, und diese Situation ließ sich nicht mit menschlicher Weisheit lösen. Doch Salomo bekam eine Antwort vom Geist Gottes und alle waren erstaunt und erkannten, dass die Antwort von Gott kam. Dann heißt es in der Bibel: „Alle fürchteten sich.“

Es wäre gut, wenn die Welt eine solche Ehrfurcht empfinden würde, wenn sie sieht, was Gott in uns hineingelegt hat. Doch das geschieht nur, wenn die Prioritäten richtig gesetzt sind. Die Welt sucht in dieser Krisenzeit in der Kirche nach Antworten. Wir sollten ihnen mehr sagen können als wie sie Gott um einen neuen Flachbildfernseher bitten können.

Was ist nun der Mittelweg zwischen dem Gebet des Jabez und Salomos Gebet? Ich glaube nicht, dass es einen Mittelweg geben muss. Wir können beides haben. Beide Gebete haben ihre Berechtigung. Sie sind unterschiedlich, aber sie ergänzen einander. Sie widersprechen sich nicht.

Ich glaube, wir können und sollten Gott mutig darum bitten, uns zu segnen, uns wachsen zu lassen, uns zu retten und uns in der Not zu helfen. Und ich glaube, wir sollten immer darauf achten, dass unsere Prioritäten stimmen. Gott freut sich über Menschen, die lieben, was er liebt – und Gott liebt Menschen. Er belohnt uneigennützige Gebete und Herzen.

Bitte stehen Sie jetzt auf; wir wollen miteinander beten. Wir haben Gott um Segen und Rettung und Wachstum gebeten. Nun möchte ich mit Ihnen um etwas beten, das sich für Sie persönlich vielleicht gar nicht lohnt. Wenn Gott dieses Gebet erhört, hat es für Sie persönlich vielleicht überhaupt keine Folgen.

Doch es wird anderen Menschen helfen. Fällt Ihnen jemand ein? Sprechen wir doch ein ganz uneigennütziges Gebet für andere Menschen, selbst wenn es sich für uns selbst nicht lohnt. Schließen Sie einfach die Augen und denken Sie an jemanden oder eine Situation, von der Sie wissen. Im Mittelpunkt dieses Gebets sollen nicht wir selbst stehen.

Wenn Ihnen etwas eingefallen ist, dann bitten Sie Gott darum. Bitten Sie Gott, dass er die betreffende Person segnet, der Gruppe hilft oder unter den Menschen wirkt.

Bleiben Sie bitte noch einen Moment stehen. Vielleicht sind Sie heute hier und kennen Jesus gar nicht. Er ist am Kreuz gestorben, um Ihre Sünden aus der Welt zu schaffen. Wir alle haben gesündigt und die Herrlichkeit verloren, die wir bei Gott haben sollten. Gott ist ein heiliger, gerechter Gott, ein verzehrendes Feuer.

Kein sündiger Mensch kann von sich aus in Beziehung zu dem heiligen Gott treten. Das wäre sein Tod. Zuerst muss die Sünde aus der Welt geschafft sein. Gott sandte seinen Sohn, um eine Schuld zu bezahlen, die nicht seine eigene war. Jesus wurde von einer Jungfrau zur Welt gebracht, führte ein Leben ohne Sünde und wurde gekreuzigt. Am Kreuz traf ihn Gottes Strafe für die Sünde der Welt.

Jesus ließ sich freiwillig stellvertretend für unsere Sünden opfern und damit war Gottes ewiger Gerechtigkeit Genüge getan. Am dritten Tag wurde Christus von den Toten auferweckt. Und in der Bibel steht, wenn wir ihn mit dem Mund als unseren Herrn bekennen, holt Gott uns in eine Beziehung zu sich selbst. Ich möchte die ganze Gemeinde bitten, jetzt mit mir zu beten. Und wenn Sie noch nie ein solches Gebet gesprochen haben – wenn Sie jetzt aufrichtig mitbeten, wird sich Ihr Leben radikal ändern. Sie werden in eine Beziehung zu Gott eintreten, die Sie bisher nicht gekannt haben.

Die verlorenen Söhne und Töchter hier sollten dieses Gebet beten. Es ist Zeit, nach Hause zu kommen. Es ist Zeit, mit den Dingen aufzuhören, von denen Sie genau wissen, dass sie falsch sind. Gott ist nicht wütend auf Sie, aber es ist Zeit, dass Sie nach Hause kommen.

Die Bibel sagt, der verlorene Sohn kam zu sich und sagte: „Was mache ich hier eigentlich?“ Ich bete im Namen Jesu, dass Sie heute auch zu sich kommen. Möchten Sie mit mir beten?

Gott, ich glaube von ganzem Herzen, dass Jesus Christus dein Sohn ist, dass er für mich am Kreuz gestorben ist, dass er am dritten Tag auferstand, und ich nehme ihn heute als meinen Herrn und Retter an. Jesus, von jetzt an gehört mein Leben dir. Amen. Gott segne Sie.

Ich hoffe, dass Sie eben das Gebet am Ende der Predigt mitgebetet haben. Ich hoffe, dass Sie Jesus Christus als Ihren Herrn und Retter angenommen haben. Das ist aber erst der Startschuss und nicht die Ziellinie. Es ist der Anfang einer wunderbaren Reise.
Ich lebe nun schon seit fast 37 Jahren mit Jesus. Und ich kann Ihnen sagen: Er ist heute in meinem Leben realer und spürbarer als je zuvor. Ich liebe ihn, aber noch wichtiger ist, dass er mich liebt. Und Sie sollen wissen, dass er Sie auch liebt. Er will nicht, dass Sie jetzt irgendwie ein religiöser und ein seltsamer Mensch werden.
Ich glaube, wenn wir unser Leben Jesus anvertrauen, werden wir auf übernatürliche Weise ganz natürlich. Wir entdecken den Menschen, als den Gott uns eigentlich geschaffen hat. Und das ist nicht immer einfach, aber Gott ist in den guten Zeiten ebenso bei uns wie auf den schweren Wegstrecken.
Wir würden uns sehr freuen, von Ihnen zu hören. Schreiben Sie uns einfach einen Brief oder eine E-Mail. Eine kurze Rückmeldung von Ihnen wäre eine große Ermutigung für mich und unser ganzes Team.
Wissen Sie, unsere Sendung wird in über 100 Ländern auf der ganzen Welt ausgestrahlt. Sie wird in mehreren Sprachen synchronisiert oder mit Untertiteln versehen. Und unser großes Ziel ist es, der ganzen Welt von Jesus Christus zu erzählen. Deswegen möchte ich Sie bitten, ermutigen und herausfordern, sich an dieser großen Aufgabe zu beteiligen.
Überall auf der Welt trägt unsere Arbeit Früchte und bisher hat unsere eigene Gemeinde, die Cottonwood-Gemeinde in Südkalifornien, den Hauptanteil daran getragen. Wir möchten, dass die ganze Welt von Jesus erfährt. Deshalb haben wir auch so viel dafür eingesetzt, dass die Sendung nach Europa und in viele andere Länder der Welt übertragen wird.
Unsere Gemeindemitglieder beteiligen sich gern daran. Allerdings ist dabei einige Arbeit hier an unserem eigenen Gemeindezentrum liegen geblieben, weil wir Ihr Leben und das Leben vieler anderer Menschen bereichern wollen.
Deswegen würde es uns enorm helfen, wenn Sie uns mit einer regelmäßigen Spende unterstützen könnten. Beten Sie doch mal darüber. Ein kleiner Betrag jeden Monat würde schon helfen. Wenn viele sich beteiligen, ist das eine große Hilfe.
Das alles trägt unmittelbar dazu bei, das Evangelium in der ganzen Welt zu verkündigen. Gott wird Sie dafür segnen. – Bis zum nächsten Mal!

3 Kommentar(e)

  • Hallo Bayless, ich bin seid 18 Jahren Christ. Meine Frau und ich hören täglich morgens eine Predigt von Dir oder von Joyce Meyer. Vieles ist logisch, gut nachzuvollziehen. Aber es ist trotzdem eigenartig. Seid ich Christ wurde geht es mit meiner Arbeit bergab. Trotz beständigen Gebets tut sich nichts. Ich verdiene seid vielen, vielen Jahren kein Geld. Ich bin selbstständig und möchte ein Recyclingwerk aufbauen, egal wo auf der Welt, aber nichts tut sich. Wir geben unseren Zehnten, wir sind Mitglied einer kleinen Gemeinde, wir leiten einen kleinen Hauskreis. Und wir sind ein tolles Beispiel, wenn Nichtchristen uns fragen, wo ist denn nun euer Gott. Wir beten, wir glauben, wir hoffen – und nichts tut sich.
    Würdest du und deine Gemeinde für mich beten, dass sich nun endlich Türen öffnen, dass ich mit der Arbeit endlich beginnen kann. Mir geht es nicht um den Gewinn, der aus dem Werk entspringen würde. Mir geht es um das Gute, was man mit dem Werk tun könnte. Wir haben nur diese eine Mutter Erde und gehen mit dieser so schlecht um. Riesige Plastikinsel aus Kunststoffmüll schwimmen in den Meeren und zerstören die Ernährungsgrundlagen der Welt. Wir könnten das beseitigen, gleich vor Ort auf dem Meer. Aber wir werden belächelt und abgewiesen. Es geht aber nur mit einem großen Kapitaleinsatz, den ich nicht mehr habe. Mein Kapital ist verbraucht, verbraucht für die Entwicklung des Verfahrens, verbraucht für Zahlungen an das Finanzamt, das mich verfolgt wie Fliegen den Misthaufen. Wir beten, und sofort greift Satan ein und sendet neue Betrüger oder ein neuen Beamten, der alles verhindert. Ich bin 64 Jahre alt. Ich kann nicht noch weitere 30 Jahre warten so wie Mose 40 Jahre gewartet hat. Bittet und so wird Gott helfen. Wir bitten seid mehr als 10 Jahren und nichts tut sich. Das ist so ermüdend, so frustrierend. Was sollen wir tun, was kann ich machen?
    Wir haben nicht mehr viel, und geben trotzdem unseren Zehnten. Wir halten am Glauben fest und werden von unserem Umfeld belächelt. Wir wissen nicht weiter. Allein schaffen wir es nicht. Bitte bete für uns!!!

    Bärbel und Klaus-Peter

    • Team Bayless sagt:

      Wir haben Herrn Wolter persönlich geantwortet. Das Team von Bayless Conley in Deutschland

      • Klaus-Peter Wolter sagt:

        Ich danke für die ermutigende Antwort. Ja, wir bleiben dran:
        an Gott, am Glauben, am Gebet – wir geben nicht auf.

        Einen KLEINEN Sieg haben wir heute errungen. Das Finanzamt hat klein beigegeben nach vielen Jahren des Streits und der vielen unanständigen und ungerechtfertigten Forderungen. Heute wurden für drei Jahre 2014 bis 2016 die Einkommensteuer- und die Umsatzsteuerrückerstattungen vom Finanzamt an uns ausgezahlt, nachdem der Streit um Höhen und um das überhaupt seid dem Jahr 2008 geht. Das Finanzamt kann und will nicht begreifen, dass man ein Ziel, eine Vision haben kann und an dieser arbeitet und dabei eben kein oder kaum Geld verdient. Ein Finanzbeamter verdient sein Geld, auch wenn er nichts tut. Ein Selbstständiger nur, wenn er durchschlagenden Erfolg hat. Wenn ein großes Unternehmen Verluste in Milliarden hat, dann ist das Marktwirtschaft, wenn ein kleiner Selbstständiger über Jahre 10 bis 20 Tausend € Verlust hat, dann wird das als Liebhaberei betitelt und dann will das Finanzamt dann eben noch zusätzlich was haben. Die Logik, die dahinter steckt, kann man nur begreifen, wenn man versteht, wie Finanzbeamte denken. Und wenn man anfängt das zu verstehen, dann versteht man, warum es der Welt so schlecht geht.
        Ich bin dankbar, dass Jesus unsere vielen Gebete erhört hat und diese UNENDLICHE GESCHICHTE ein für uns glückliches ENDE hat.
        Das bestärkt mich auch in dem Glauben, dass wir mit Gottes Hilfe auch die KAAR ENGINEERING aufbauen können und dürfen. Und ich weis jetzt schon, was wir mit den Gewinnen gutes in der Welt tun können. Ich weis jetzt schon, dass das Abbauen der riesigen Kunststoffmüllberge, der Inseln aus Plastik und unendlich vielen Reifenberge unserer Mutter Erde gut tun wird.
        Bleibt mit mir im Gebet, gemeinsam sind wir stark. Und bitte segnet den neuen ergänzten Internetauftritt.
        Ab KW 3 wird die neue Internetseite erscheinen: WWW:KAAR:ENGINEERING

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