Freunde

Gute Freundschaften sind wichtig für ein ausgewogenes erfülltes Leben. Sie geben uns die Unterstützung, die wir brauchen, um schwere Zeiten zu bestehen.

In dieser Predigt gibt Bayless Conley biblische und praktische Tipps für deine Freundschaften. Du lernst, welche Herausforderungen Freundschaften mit sich bringen, und welche Schritte du ergreifen kannst, um anderen der beste Freund oder die beste Freundin zu sein.

Predigtmanuskript

Freunde gehören zu den größten Schätzen, die wir haben können. Sie sind eine enorme Bereicherung für unser Leben. Ich habe einige gute Freunde, vor denen ich mich zum Narren machen kann, ohne dass sie mich deshalb für alle Zeiten als dumm abstempeln. Bei ihnen kann ich einfach sein, wie ich bin. Vielleicht haben Sie keine Freunde, aber ich sage Ihnen: Auch Sie können Freunde finden. In der Bibel heißt es: Wer Freunde haben will, muss freundlich sein. Unser heutiges Thema ist Freundschaft.

In Sprüche 18:1 heißt es: „Wer sich absondert, geht nur seinen Gelüsten nach, gegen jede Einsicht wehrt er sich.“ Das erinnert mich an Naaman, den Syrer. Er litt an Aussatz und ein Prophet sagte: „Tauche sieben Mal im Jordan unter!“ Naaman ging voller Zorn weg und weiter heißt es: „Ich dachte, er würde zu mir herauskommen, sich vor mich hinstellen und die Hand über die kranke Stelle schwingen und so den Aussatz verschwinden lassen. Und das Wasser bei uns zu Hause ist sauberer als das Wasser in Israel.“ Er war zornig. Aber der Unterschied zwischen Naaman und dem reichen Mann, zu dem Gott sagte: „Deine Seele wird von dir gefordert werden“, war, dass Naaman einen Freund hatte. Und dieser Freund sagte: „Du handelst unvernünftig. Denk doch einmal darüber nach. Worum er dich gebeten hat, ist nicht schwer. Warum tust du es nicht einfach? Demütige dich und tauch dich im Fluss unter.“ Und er tat es und wurde geheilt.

Sehen Sie, ohne diesen Freund wäre er nicht geheilt worden. Und ich glaube, ohne Freunde in unserem Leben entgeht uns so mancher Segen und unsere Sichtweise ist sehr eingeschränkt. In Prediger, Kapitel 4, finden wir vier Gründe, warum es so wichtig ist, einen Freund zu haben. Wir beginnen ab Vers 9 von Prediger 4. Da heißt es:

Prediger 4:9-12
„Zwei sind besser dran als einer, denn sie haben einen guten Lohn für ihre Mühe. Wenn sie fallen, hilft der eine dem anderen auf. Doch weh dem Einzelnen, der hinfällt, und keiner ist da, der ihm aufhilft. Wenn zwei beieinander schlafen, wird ihnen warm. Doch wie soll ein Einzelner warm werden? Ein Einzelner ist leicht zu überwältigen, doch die zwei halten stand. Und eine dreifache Schnur zerreißt nicht so schnell.“

Hier sehen wir, dass es im Hinblick auf unsere Arbeit, unser Gehen und Stehen, auf Wärme und Kämpfe sehr gut für uns ist, Freunde zu haben.

Zunächst einmal bei der Arbeit. Zwei sind besser als einer. Sie erzielen einen größeren Lohn. Zwei können mehr tun als einer. Sie können mehr produzieren und erzielen einen höheren Gewinn.

Zweitens: Unser Gehen und Stehen. Manchmal stolpern und fallen wir. Es gibt Versuchungen, Probleme und Stolpersteine in diesem Leben. Danken Sie Gott, wenn Sie einen Freund haben, der Ihnen aufhilft, wenn Sie fallen. Aber weh dem, der allein ist.

Und wenn es um Wärme geht – wer kann sich selbst wärmen? Das Leben ist ziemlich kalt und steril, wenn Sie isoliert sind und keine Freunde haben. Aber die Wärme, die in Freundschaften entsteht, macht das Leben wirklich lebenswert.

Und in Kämpfen mag einer vom Feind überwältigt werden, aber zwei können ihm standhalten. Wir sind in einem geistlichen Kampf. Wir haben einen Feind, den Teufel, der umherstreift wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.

Freundschaften machen das Leben besser. Aus Bekannten und Wegbegleitern können Freunde werden, zu denen wir eine tiefere Beziehung entwickeln. Das erinnert mich an Jesus, wir sollen so werden wie Er. Um Ihn scharte sich die Menge! Aber aus dieser Menge gehörten siebzig einem engeren Kreis an. Und aus diesen siebzig erwählte Er sich zwölf und aus diesen zwölf gehörten drei zu Seinen engsten Vertrauten: Petrus, Jakobus und Johannes. In den Evangelien lesen wir, dass diese drei Ihn an Orte begleiteten, wo die anderen nicht dabei waren. Sie hatten Gemeinschaft mit Ihm, die die anderen nicht teilten. Und auch wir sollten verschiedene Kreise von Menschen haben.

Da ist zunächst die Menge; dann gibt es Menschen, die wir oberflächlich kennen; Menschen, die wir etwas besser kennen, und dann sollten wir einen engen Kreis von Menschen haben, die uns sehr gut kennen und wissen, wer wir wirklich sind – Menschen, bei denen wir einfach wir selbst sein können, ohne befürchten zu müssen, dass sie uns verurteilen.

Als ich noch ein Junge war, sagte mein Vater einmal: „Sohn, wenn du erwachsen bist und zwei oder drei enge Freunde hast, bist du ein gesegneter Mann.“ Und ich glaube, er hatte Recht. Ich weiß, dass jetzt Menschen zuhören, die sowohl im Hinblick auf ihre Arbeit als auch auf ihr tägliches Einerlei, auf Wärme und auf ihre Kämpfe immer das Gefühl haben, keinen einzigen Freund zu haben und völlig allein dazustehen. Wir wollen uns heute aus dem Buch der Sprüche ein paar von Gottes Weisheiten über die Freundschaft ansehen. Wir werden uns über die Vorzüge und die Grenzen von Freundschaften unterhalten und ich werde Ihnen ein paar praktische Ratschläge geben, wie Sie Freunde gewinnen und behalten können. Bitte schlagen Sie mit mir das Buch der Sprüche auf. Sprüche 12. Wir beginnen mit einer sehr klugen Aussage. Sprüche 12:26. Da heißt es:

Sprüche 12:26
„Der Gerechte zeigt seinem Freund den Weg, der Gottesverächter wird in die Irre geführt.“

Wählen Sie Ihre Freunde sorgfältig aus, denn sie beeinflussen Ihr Leben. Wenn Sie die falschen Freunde wählen, werden sie Sie vielleicht in die Irre führen.

Sprüche 13:20
„Wer mit Weisen umgeht, wird weise, doch wer sich mit Narren einlässt, schadet sich.“

Unsere Freunde beeinflussen uns. Es gab eine Zeit, in der ich mit Pappnasen herumhing. Das führte dazu, dass ich mehr als einmal in Handschellen auf dem Rücksitz eines Polizeiautos landete. Wenn wir uns mit klugen Menschen umgeben, werden wir klug; wenn wir uns mit Pappnasen umgeben, teilen wir auch ihren Lohn.

Bitte schlagen Sie Sprüche 22 mit mir auf. Sprüche 22, ab Vers 24:

Sprüche 22:24-25
„Lass dich nicht mit einem Zornigen ein, und vom Hitzkopf halte dich fern. Sonst gewöhnst du dich an seine Unart und bringst dich selber zu Fall.“

Schließen Sie keine Freundschaft mit zornigen, verbitterten Menschen.

Neulich trug ich ein blaues Hemd. Es ist neu. Irgendwann im Lauf des Tages sah ich an mir herab. Als mein Blick auf mein Handgelenk fiel, dachte ich erstaunt: „Mann, meine Adern stechen aber sehr hervor. War das schon immer so?“ Aber dann rieb ich daran und alles war wieder normal. Die blaue Farbe von meinem Hemd hatte sich abgerieben. Und als ich mir am Abend den Nacken wusch, war auch der Waschlappen blau. Sehen Sie, mein Hemd und ich hatten enge Gemeinschaft und die Farbe übertrug sich auf meine Haut. Und wenn Sie enge Gemeinschaft mit jemandem haben, der verbittert, zornig oder zynisch ist, werden sein Charakter und seine Einstellung auf Sie abfärben und Ihre Seele, Ihr Denken gefangen nehmen. Dann werden Sie schon bald genauso kritisch sein wie er und eine ebenso zynische Einstellung haben. Sie werden genauso zornig sein wie er. Unsere Freunde beeinflussen uns.

Wir schlagen das jetzt nicht auf, aber in Sprüche 27:19 heißt es in der Living Bible: „Ein Spiegel zeigt das Gesicht eines Mannes, aber wie er wirklich ist, erkennt man an den Freunden, die er sich sucht.“

Sehen wir uns jetzt Sprüche 27 an. Ich hoffe, Sie blättern gern in Ihrer Bibel, denn wir werden uns heute viele Verse ansehen. Gott hat zum Thema Freundschaft eine Menge zu sagen. Hier sind einige Vorteile der Freundschaft. Sprüche 27, Vers 6:

Sprüche 27:6
„Treu gemeint sind die Schläge von dem, der dich liebt, doch reichlich die Küsse des Hassers.“

Ein Vorteil der Freundschaft ist, dass Sie verletzt werden. Ein Freund wird Ihnen auch dann die Wahrheit sagen, wenn er weiß, dass er Sie damit vielleicht verletzt, weil er Ihr Bestes will. Er hat nur Ihr Bestes im Sinn und wenn er etwas sieht, das nicht in Ordnung ist oder das Ihnen schaden könnte und weiß, dass es Ihnen hilft, wenn er Sie darauf aufmerksam macht, wird er es tun. Sehen wir uns Vers 17 an. Hier lesen wir:

Sprüche 27:17
„Ein Messer wetzt das andere, durch Umgang mit anderen bekommt man den Schliff.“

Ich weiß nicht, ob Sie je an einem Wetzstein ein Messer oder eine Axt geschliffen haben. Man muss die Schneide entgegen der Schnittrichtung darüber führen und manchmal sprühen Funken. Und auch wenn Sie einen Freund mit etwas konfrontieren, können manchmal Funken fliegen. Vielleicht müssen Sie ihn gegen die Schnittrichtung schleifen, aber dadurch wird er geistlich scharf bleiben. Es ist nicht immer einfach, ein Freund zu sein. Niemand mag es, andere zu konfrontieren. Einen der Gründe dafür finden wir in Sprüche 28, Vers 23:

Sprüche 28:23
„Wer einen Menschen zurechtweist, erntet mehr Dank als einer, der immer nur schmeichelt.“

Sagen Sie alle: Mehr Dank. Jemand, der mit etwas konfrontiert wird, wird sich anfangs vermutlich ärgern. Aber wenn er sich wieder beruhigt hat, sagt er sich vielleicht: „Nun, weißt du was? Das ist wirklich ein Freund. Ich glaube nicht, dass er mich verletzen wollte. Vielleicht habe ich hier etwas außer Acht gelassen.“ Sie ernten mehr Dank, wenn auch nicht sofort. Es ist gut, zuerst an der Freundschaft zu arbeiten. Und ich will Ihnen sagen: Es geht nicht nur um Korrektur. Das ist nur ein kleiner Teil einer Freundschaft. Ihr wichtigster Teil besteht aus Bestätigung und Ermutigung; er besteht darin, zusammen zu lachen, Gemeinschaft zu haben, miteinander zu reden und so weiter. Und wenn es einen Anlass dafür gibt, kann ein kleiner Teil davon eine Konfrontation sein. Aber das ist nicht der Hauptteil. Wenn Sie nichts anderes im Sinn haben als andere zu konfrontieren oder es für Ihre Aufgabe halten, alle anderen zurechtzuweisen, werden Sie nicht viele Freunde haben. In Sprüche 27, Vers 9 heißt es:

Sprüche 27:9
„Salböl und Weihrauch erfreuen das Herz, die Freundlichkeit des Freundes die bekümmerte Seele.“

Die Freundlichkeit des Freundes besteht nicht nur aus Ermahnung. Was unsere Seele erfreut, ist die Bestätigung, die Ermutigung, die er uns gibt. Und wenn andere darauf zählen können, dass Sie überlegt handeln und ihnen Ihre ehrliche Meinung sagen, werden Sie feststellen, dass Sie genug Freunde haben.

Hier ist ein weiterer Vorteil: Sprüche 17, Vers 17. Da lesen wir:

Sprüche 17:17
„Ein Freund steht immer zu dir, wie ein Bruder ist er dir in der Not.“

Freunde gehen durch dick und dünn – in Zeiten des Überflusses wie in Zeiten des Mangels; wenn Sie etwas wirklich Kluges tun und wenn Sie etwas ausgesprochen Dämliches tun. Und wenn Sie sich zum Narren machen, wird ein Freund Sie deshalb nicht für alle Zeiten als dumm abstempeln. Wenn die ganze Welt Ihnen den Rücken kehrt, stellt sich Ihnen ein Freund zur Seite. Ein Freund liebt zu jeder Zeit. Doch im nächsten Vers finden wir eine kleine Einschränkung, eine Ermahnung. Sehen wir uns Vers 18 an:

Sprüche 17:18
„Wer mit Handschlag für die Schulden eines anderen bürgt, vermisst wohl seinen Verstand.“

Mit anderen Worten, er haftet für die Schuld seines Freundes. Davor warnt uns die Bibel. Bevor Sie so etwas tun, sollten Sie wirklich gründlich nachdenken und beten. Wenn Sie sich emotional so in eine Beziehung investieren, dass Sie für einen Freund bürgen, was glauben Sie, wer seine Schuld bezahlen muss, wenn er es nicht kann? Ein wahrer Freund wird Sie nicht unter Druck setzen, für ihn zu bürgen oder für seine Schulden zu haften. Freunde sollten immer großzügig sein, aber nicht dumm.

Sehen wir uns jetzt ein paar praktische Ratschläge an, wie wir Freundschaften schließen und sie erhalten können. Sind Sie bereit? Erstens: Seien Sie freundlich und treu. Sprüche 18:24. Hier heißt es: „Viele Gefährten gefährden dich, ein echter Freund ist treuer als ein Bruder.“ Um Freunde zu gewinnen, sollten Sie freundlich sein. Es ist schwer, mit jemandem befreundet zu sein, der ständig ärgerlich und negativ ist. Aber wenn Sie freundlich lächeln und anderen die Hand reichen, werden Sie überrascht sein, wer sie alles schüttelt.

In einem der Peanuts-Cartoons geht Charlie Brown zu Linus und sagt: „Linus, was würdest du zu jemandem sagen, der das Gefühl hat, dass ihn keiner mag?“ Linus sagte: „Ich würde mich kritisch betrachten und mich fragen: Tu ich etwas, das andere abstößt? Gibt es irgendetwas, das ich ändern muss?“ Er sagte: „Das ist meine Antwort, Charlie Brown.“ Charlie Brown sagte: „Ich hasse diese Antwort.“ Wenn Sie Freunde haben wollen, sollten Sie freundlich sein.

Und es gibt einen Freund, der noch treuer ist als ein Bruder. Dabei denken wir normalerweise an Jesus und das ist sicher auch richtig. Aber ich glaube, hier ist gemeint, dass wir selbst dieser treue Freund sein sollen. Bemühen Sie sich, ein Freund zu sein. Seien Sie für andere da; gehen Sie mit ihnen durch dick und dünn. Seien Sie ein wahrer Freund und Sie werden genug Freunde haben. Seien Sie freundlich und seien Sie ein Freund, statt sich nur Freunde zu wünschen. Dann werden Sie Freunde haben. Zweitens, wenn Sie Freunde haben und behalten wollen, seien Sie treu in Ihren Beziehungen. Sprüche 27:10. Seien Sie treu in Ihren Beziehungen. Hier heißt es:

Sprüche 27:10
„Den Freund und deines Vaters Freund gib niemals auf! Lauf nicht zu deinem Bruder, wenn du in Schwierigkeiten bist! Besser ein Nachbar in der Nähe als ein Bruder in der Ferne.“

Das Wort Nachbar ist das hebräische Wort für Freund. Besser ein Freund in der Nähe als ein Bruder in der Ferne. Wenn Ihr nächster Verwandter auf der anderen Seite des Erdballs lebt und es in Ihrem Leben zu einer Krise kommt, kann es ohne Freunde schwierig für Sie werden. Wir können es so betrachten: Besser ein Freund, der geistlich in der Nähe ist als ein Bruder oder ein Familienmitglied, das geistlich weit entfernt ist. Wir brauchen Freunde im Herrn. Wir brauchen Menschen, mit denen wir geistlich auf einer Ebene sind. Und, drittens, wenn Sie Freunde haben und sie behalten wollen, sollten Sie ihnen Kraft geben statt sie nur Kraft zu kosten. Mit anderen Worten, füllen Sie ihren Tank. Bemühen Sie sich, nicht immer nur zu nehmen, sondern auch zu geben.

Sehen wir uns Sprüche 25, Vers 17 an:

Sprüche 25:17
„Mach dich selten im Haus deines Nächsten…“

Und auch hier finden wir wieder das hebräische Wort für Freunde:

„Mach dich selten im Haus deines Nächsten, sonst wird er dich satt und verabscheut dich.“

„Aber so oft bin ich doch gar nicht bei meinem Freund!“ Okay, etwas moderner ausgedrückt heißt das: Ihr Freund wacht um acht Uhr morgens auf, schaltet sein Handy ein und sieht: Elf verpasste Anrufe von Judy, Judy, Judy, Judy, Judy. Vierzehn SMS: Judy, Judy, Judy, Judy. „Nun, das ist besser als gestern. Da hatte ich morgens um acht nur dreizehn SMS.“ Sehen Sie, es gibt Menschen, die so anhänglich und bedürftig sind, dass sie anderen jeden Raum nehmen.

Janet und ich sind jetzt 31 Jahre verheiratet. Wir haben eine gute Ehe, aber wir haben gelernt, einander Raum zu geben. Wir kleben nicht dauernd am anderen dran. Sie gibt mir meine ganz private Zeit für mich und ich tue dasselbe für sie. Wir sind sehr gern zusammen, aber nicht ständig!

Vielleicht haben Sie einen Freund, der Sie aufrichtig liebt und sehr gern Ihr Freund ist, aber Sie überfordern ihn. Geben Sie ihm ein wenig Raum! Seien Sie nicht so bedürftig, dass Sie ihn anrufen und anrufen und anrufen und anrufen und anrufen. Sagen Sie alle: „Raum.“ Stoßen Sie Ihren Nachbarn an und sagen Sie: „Geben Sie ihnen Raum.“ Wenn Sie ein wahrer Freund sein wollen, bemühen Sie sich, den Tank Ihres Freundes zu füllen statt immer nur seinen anzuzapfen. Aber Sie müssen es auch wirklich wollen, sonst funktioniert es nicht.

Sehen wir uns jetzt Sprüche 27, Vers 14 an:

Sprüche 27:14
„Wer frühmorgens seinen Nächsten allzu laut grüßt, dem wird es als Verwünschung ausgelegt.“

Das bedeutet: Mann, er hatte heute noch keine Zeit, überhaupt irgendetwas zu tun und du überfällst ihn mit Grüßen und guten Wünschen? Das ist unaufrichtig und schmeichlerisch. Lassen Sie ihn wenigstens aufstehen und seine Zähne putzen. Dann können Sie sagen: „Hey, es gefällt mir, wie du deine Zähne putzt.“

Nummer vier: Wenn Sie Freunde haben und sie behalten wollen, seien Sie ihnen gegenüber absolut loyal. Und das bedeutet unter anderem, jeden Tratsch über sie zu vermeiden. Sprüche 17, Vers 9:

Sprüche 17:9
„Wer nach Liebe sucht, deckt Vergehen zu, doch wer die Sache aufrührt, vertreibt den Freund.“

Behalten Sie die Fehler Ihrer Freunde für sich. Ich habe Freunde, die meine Fehler und Schwächen sehr gut kennen, aber, Gott sei Dank, erzählen Sie sie nicht herum. Vielleicht wissen auch Sie einige private Dinge über Ihren Freund, aber wenn Sie diese jemandem erzählen, der nicht Teil des Problems oder Teil der Lösung ist, gibt es ein Wort dafür. Es lautet Tratsch. Dann sind Sie ein Schwätzer und kein wahrer Freund. Behalten Sie die privaten Angelegenheiten und die Fehler Ihrer Freunde für sich. Reden Sie nicht hinter ihrem Rücken darüber.

Das Buch der Sprüche ist sehr ausdrucksstark formuliert und in Sprüche 6 heißt es, es gibt sechs Dinge, die der Herr hasst. Eines davon ist ein Mensch, der flüstert und zwischen Freunden und Brüdern Streit sät. Die Bibel sagt, Gott hasst Schwätzer und Klatschmäuler. Ich weiß, dass ich manchen Menschen damit ihr halbes Leben genommen habe. „Was soll ich nur tun, wenn ich nicht tratschen kann?“ Nun, leben Sie. Es gibt Besseres als über andere zu tratschen.

Einige meiner Freunde waren einmal mit einem Bekannten in einem Restaurant. Ich kannte diesen Mann nur flüchtig, meine Freunde hingegen sehr gut. Sie fingen an, über einen Mann zu reden. Und sie erzählten mir: „Bayless, als wir anfingen, uns über diesen Mann zu unterhalten, drehte er seinen Stuhl um, kreuzte die Arme und setzte sich mit dem Rücken zu uns hin. Wir wurden still. Er wartete eine Minute und drehte seinen Stuhl dann wieder um. Er sagte keinen Ton, aber wir verstanden die Botschaft. Es war falsch, dass wir über diese Person getratscht haben.“ Freunde helfen uns, wenn wir vom richtigen Weg abkommen, und ich versuche, Ihnen zu helfen.

Gut, Nummer fünf: Wenn Sie Freunde haben und sie behalten wollen, sollten Ihre Erwartungen an sie angemessen sein. Erwarten Sie nicht von Ihren Freunden, dass sie tun, was nur Gott tun kann. Erwarten Sie nicht von ihnen, dass sie für Sie sind, was nur Gott für Sie sein kann. Erwarten Sie nicht, dass sie Ihnen geben, was nur Gott Ihnen geben kann.

Janet und ich sind jetzt 31 Jahre verheiratet und ganz am Anfang unserer Ehe hatten wir etwa drei Wochen lang dasselbe Problem. Und damit plaudere ich kein Geheimnis aus. Janet hat hier auf dieser Bühne selbst schon darüber gesprochen. In diesen drei Wochen war sie pausenlos ärgerlich auf mich. Und ich dachte: „Okay, hier bestätigt sich mal wieder, dass Ehemänner ein bisschen dumm sind. Ich verstehe es nicht. Mir ist klar, dass Frauen anders kommunizieren als Männer und ich strenge mich wirklich an, sie zu verstehen, aber ich schaffe es nicht.“ Ich ging zum Golfspielen und sie war ärgerlich auf mich. Ich sagte: „Okay, ich gehe nicht mehr Golf spielen.“ Dann war sie ärgerlich auf mich, weil ich zu Hause war. Ich dachte: Warum hatte Salomo wohl tausend Frauen? Damit er, wenn er nach Hause kam, wenigstens eine von ihnen in guter Stimmung vorfand. Nein, das ist nicht wahr. Das war nur ein Scherz. Wir könnten uns jetzt darüber unterhalten, welchem Druck ich unsere Ehe aussetzte, aber da ich es bin, der hier predigt, muss ich das nicht tun.

Eines Tages ging Janet in unserem Wohnzimmer auf die Knie und sagte: „Gott, ich habe ein Problem. Hilf mir.“ Und als sie dort kniete, sprach Gott in ihr Herz. Er sagte: „Janet, du erwartest von Bayless, dass er dir gibt, was nur ich dir geben kann.“ Von diesem Tag an änderte sich alles und wir hatten nie wieder diese Probleme in unserer Ehe.

Manche von den allein stehenden Menschen, die uns zusehen, denken jetzt vielleicht: „O, ich muss nur den Menschen finden, der mich vervollständigt.“ Aber ich kann Ihnen prophezeien: Ihnen stehen harte Zeiten bevor. Wenn Sie Vollständigkeit suchen, wenden Sie sich an Gott. Für eine gesunde Beziehung braucht es zwei vollständige Menschen. Mit zwei bedürftigen Menschen funktioniert das nicht. Uuuh! Sie werden Probleme haben! Finden Sie Ihre Zufriedenheit und Ihre Ganzheit in Gott. Wenn Sie aufhören, verzweifelt nach der Person zu suchen, die Sie vervollständigt, taucht sie normalerweise ganz von selbst auf. Aber zuerst brauchen Sie Ganzheit für Ihr eigenes Leben. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Beziehung mit Gott und finden Sie dort Ihre Stabilität. Dann können Sie als ein gesunder, gefestigter Mensch eine Partnerschaft eingehen, ohne ständig jemanden zu brauchen, der Sie stützt, weil Sie eine gestörte, ungesunde Beziehung führen. Finden Sie das, was Sie brauchen, in Gott. Wir sollten keine unfairen Erwartungen an unseren Partner stellen.

Unsere wichtigste Beziehung ist unsere Beziehung mit Gott. In Jesaja 41:8 wird Abraham der Freund Gottes genannt. Und auch Sie können der Freund Gottes sein. Jesus sagte in Johannes 15:13: „Die größte Liebe beweist der, der sein Leben für seine Freunde hingibt.“ Doch Jesus ging noch weiter. Die Bibel sagt: „Christus starb für uns, als wir Feinde waren.“ Christus starb für uns, als wir Sünder waren, nicht als wir Freunde waren. Er nahm unseren Platz ein, als wir noch draußen waren und machte uns den Weg frei, hineinzukommen und Gott als Vater und Freund kennen zu lernen. Das ist mehr, als unser Herz und unser Verstand erfassen können. Gott möchte, dass Sie Seine Familie sind. Er möchte, dass Sie ein Freund sind. Freundschaft mit Gott. Das ist keine abstrakte Idee. Er möchte mit uns leben, mit uns reden und Gemeinschaft mit uns haben.

Wissen Sie, das ist wirklich lustig. Ich habe ein paar Hobbys und manchmal, wenn ich zehn Meter unter der Oberfläche des Ozeans bin und den Atem anhalte, habe ich das Gefühl, dass Gott sich freut, dass ich Spaß habe. Das ist so außergewöhnlich, so erstaunlich und tröstlich, dass ich es kaum beschreiben kann und es macht mich demütig. Ich bin dort mit meinen Freunden, aber ich bin auch dort mit meinem Freund, meinem himmlischen Vater. Vielleicht denken Sie: „Gott würde mich nicht annehmen. Du weißt nicht, was ich getan habe.“ Aber Er wird Sie nicht abweisen. Jesus sagte: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht zurückweisen.“ Es spielt keine Rolle, was Sie getan oder nicht getan haben. Gott liebt Sie.

Wie ich in meiner Predigt sagte, glaube ich, dass Gott sich freut, wenn wir Spaß an unserem Leben haben. In der Bibel heißt es, Gott gibt uns alles reichlich, damit wir es genießen. Gott ist kein steifer Anzugträger. Ich glaube nicht, dass Er eine Krawatte und unbequeme Schuhe trägt. Ich glaube, dass Er das Lachen erschaffen hat und auch die Beziehungen. Er möchte Ihr Freund sein und das wird Er, wenn Sie durch Jesus zu Ihm kommen. Öffnen Sie Seinem Sohn Ihr Herz.

 

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