Ehe und Familie 2/2 – Janet und Bayless Conley

Ein erfolgreiches, harmonisches Familienleben kann einer der wichtigsten Werte des Lebens sein. Oft ist es schwierig, die richtigen Schritte zu erkennen und zu gehen, damit die Beziehungen innerhalb der Familie wachsen und aufblühen.

Bayless und seine Frau Janet Conley haben sich für diese Predigt zusammengetan, um dir Tipps für deine Beziehungen zu geben – auf Grundlage der Bibel und eigener persönlicher Erfahrung.

Dies ist der zweite Teil der Predigt, den ersten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Ruth, die Frau von Billy Graham, soll einmal gesagt haben: „Eine gute Ehe besteht aus zweien, die vergeben können.“ Und darüber wird meine Frau heute am Anfang dieser Sendung sprechen. Bitte nehmen Sie ihre Worte ernst. Ich bin überzeugt, dass zerbrochene Beziehungen wieder heil werden können. Wir müssen sie nur zu dem bringen, der Beziehungen erfunden und uns als Beziehungswesen geschaffen hat. Er kann uns die Weisheit, das Wissen und die Werkzeuge schenken, um Zerbrochenes wieder heil zu machen. Ich bete dafür, dass Gott heute durch diese Sendung zu Ihnen spricht und dass Sie etwas mitnehmen, das Ihnen in Ihrer Ehe, Ihrem Leben, Ihrer Familie, Ihrer Arbeit und allen Ihren Beziehungen helfen wird. Hören wir auf Gottes Wort.

JANET: William Blake hat gesagt: „Es ist einfacher, einem Feind zu vergeben als einem Freund. Es ist einfacher, einem Fremden zu vergeben als jemandem aus dem eigenen Haushalt.“ Aber warum? Wegen der Nähe. Weil man miteinander lebt. Der eine lässt vielleicht jeden Tag den Toilettensitz oben. Oder die Socken liegen herum. Und das ärgert einen. Bei Fremden sieht man das nicht. Da sieht man nur die guten Dinge. Aber wenn wir nicht vergeben, entfernen wir uns voneinander. Das ist genau wie in der Beziehung zu Gott. Wenn wir sündigen oder etwas tun, das Gott verletzt, wenn wir nicht mehr auf unsere Beziehung zu ihm acht geben, dann entfernen wir uns von Gott. Und das Gleiche passiert auch mit unserem Ehepartner oder anderen Menschen. Wenn wir nicht acht geben, nimmt die Distanz in einer Beziehung zu. Aber durch Vergebung ist es möglich, dass die Ehebeziehung weitergehen und gedeihen darf.

Mir ist einmal etwas bewusst geworden. Wir haben alle schon etwas falsch gemacht. Eigentlich wollen wir doch alle so sein, wie Gott uns haben will. Aber wer von Ihnen hat das geschafft? Wir haben alle noch einiges vor uns, nicht wahr? Wir sind einfach nicht perfekt. Wir geben uns Mühe. Aber wir versagen immer wieder. Ich versage in meiner Ehe. Ich versage anderswo. Und manchmal versage ich und mein Versagen ist mir gar nicht bewusst. Ich verletze jemanden und mir ist gar nicht bewusst, dass ich jemanden verletzt habe. Ich bete einfach dafür, dass Gott mir vergibt und dass mir die Menschen vergeben. Ich bin so dankbar, dass Gott Jesus geschickt hat, um das möglich zu machen. Er hat Jesus geschickt, um mir alles vergeben zu können. Und mir ist bewusst geworden, dass ich mich nicht selbst von all dem befreien kann, so sehr ich mich auch anstrenge. Wenn ich etwas falsch gemacht oder jemanden verletzt habe, werde ich das nicht los. Das geht nur durch Jesus. Und meinem Mann geht es genauso. Auch er wird es nur durch Jesus los. Er bemüht sich, ein guter Mensch zu sein. Und natürlich versagt er. Genau wie ich. Aber Gott hat mir so viel vergeben. Wer bin ich, dass ich nicht vergeben kann? Wir alle bemühen uns, gute Menschen zu sein, nicht wahr? Also sollten wir auch einander vergeben. Und deswegen sage ich: „Gott, bitte nimm meine Enttäuschung und meine Ängste weg. Heile meine Verletzung. Gott, ich gebe es Dir. Ich will es nicht mehr festhalten. Ich lasse ihn los. Ich lege ihn dir hin. Gott, verändere unsere Herzen. Hilf ihm, so zu sein, wie er am liebsten sein möchte. Verändere sein Herz. Hilf ihm. Hilf mir, so zu sein, wie ich sein möchte. Ich vertraue Dir, dass Du uns beide veränderst. Hilf uns, so zu handeln, dass Du Freude an uns hast. Ich lasse alles los. Amen.“

Wir müssen nur vergeben können. Das bringt so viel Gutes in eine Beziehung. In Epheser 4:32 steht: „Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.“ Amen. Seien Sie ein Mensch, der vergeben kann. Zweitens: Lernen wir, unsere Unterschiede anzuerkennen, zu respektieren und zu schätzen. Ich wünschte, ich hätte das schon früher begriffen. Oft heiratet man jemanden, der das genaue Gegenteil von einem ist. Nicht wahr? Bei Freunden von mir zum Beispiel ist er eine Stimmungskanone und sie ist eher ernst. Ich weiß noch, wie wir einmal unterwegs waren und er die ganze Zeit etwas Verrücktes machte. Und sie verdrehte nur die Augen. Aber trotzdem haben die beiden geheiratet. Sie waren verheiratet. Bei Bayless und mir ist es zum Beispiel so: Ich bin ernsthafter und genauer. Ich mag es, wenn alles geplant, organisiert und rechtzeitig fertig ist und wenn die Bilder gerade hängen. Und er ist eher der Typ, der alles nur grob plant. Er ist spontan und manchmal ein Lausbub… Wir sind da also recht unterschiedlich.

Ich weiß noch, wie es in unseren ersten Ehejahren war. Ich habe allen erzählt: „Ich staune immer wieder, wie Gott uns zusammengebracht hat. Ich bin aus Wisconsin, er aus Kalifornien. Wir haben uns in Oklahoma kennen gelernt. Gott, wie hast Du das gemacht? Wie konntest Du wissen, wer mir so gut entspricht? Gott, Du hast genau gewusst, was ich brauche. Unglaublich!“ Und ein paar Jahre später: „Kann er nicht ein bisschen ernsthafter sein? Ein paar mehr Regeln einhalten? Das anders machen? Eher so wie ich es machen würde?“ Was eigentlich ein Ausgleich sein soll, kann einen ärgern oder zum Streit führen. Was uns eigentlich vervollständigen und ins Gleichgewicht bringen sollte, kann nach ein paar Jahren der Grund für einen Konflikt sein, wenn wir nicht lernen, die Unterschiede anzuerkennen und zu respektieren.

Bayless hat im ersten Teil Psalm 33:15 erwähnt. Da steht: „Er, der ihnen allesamt das Herz gebildet hat, achtet auf alle ihre Werke.“ Jeder ist anders. Jeder ist einzigartig.

Einmal habe ich Psalm 139 gelesen. Und dabei habe ich immer meinen eigenen Namen eingesetzt. Psalm 139:13–18. Die meisten von Ihnen kennen die Stelle. „Denn du bildetest meine Nieren. Du wobst mich in meiner Mutter Leib.“ Ich weiß, dass ich gut so bin, wie ich bin. Du, Gott, hast mich gemacht. Und ab Vers 14 heißt es: „Ich preise dich, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, meine Seele erkennt es sehr wohl. Nicht verborgen war mein Gebein vor dir, als ich gemacht wurde im Verborgenen, gewoben in den Tiefen der Erde. Meine Urform sahen deine Augen. Und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage…“ Ich habe das gelesen und mich selbst bestätigt gefühlt. Und dann dachte ich: „Ich werde einmal den Namen von Bayless einsetzen: Du hast Bayless gebildet. Du hast seine Nieren gebildet. Du hast ihn im Leib seiner Mutter gewoben. Ich preise dich, dass er so erstaunlich und ausgezeichnet gemacht ist. Wunderbar sind deine Werke, meine Seele erkennt es wohl. Nicht verborgen waren Bayless’ Gebeine vor dir, als er gemacht wurde im Verborgenen, gewoben in den Tiefen der Erde. Seine Urform sahen deine Augen, und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage, die für ihn gebildet wurden, als noch keiner von ihnen da war. Bevor er überhaupt geboren wurde, hast du, Gott, ihn geformt. Wie kostbar sind deine Gedanken über ihn. Wollte ich sie zählen, so sind sie zahlreicher als der Sand. Gott, du hast auch Gedanken über ihn! Du hast auch ihn gemacht! Auch er ist einzigartig.“

Ich weiß, manchmal wollen wir, dass der andere so ist wie wir. Aber nein. Er ist einzigartig. Und er wurde als etwas Besonderes geschaffen, gebildet und geformt. Jeder von uns ist einzigartig. Und diese Einzigartigkeit will ich ehrlich respektieren und schätzen.

Ein paar der jungen Erwachsenen aus unserer Kirche waren vor kurzem auf einer Freizeit. Als sie zurückkamen, erzählten sie mir, dass sie sich mit dem Buch „Neun Wege, Gott zu lieben“ beschäftigt hatten. Darin steht, dass sich manche Menschen Gott nahe fühlen, wenn sie gemeinsam mit Anderen Gott anbeten und es laut und lebendig ist. Andere spüren Gott am meisten in der Stille. Manche mögen es, in einer Gruppe zu sein, andere fühlen sich allein wohler. Jeder ist wieder anders. Und sie haben entdeckt, dass man vielleicht etwas Bestimmtes mag und jemand anderes etwas anderes – und dass das gut so ist. Es ist gut, dass ich das eine mag. Aber es ist auch gut, dass der andere etwas anderes mag. Ich brauche die anderen in meinem Leben, denn wir gleichen einander aus. Das bestätigt sowohl einen selbst als auch den anderen. Jeder ist einzigartig, aber wir brauchen einander. Wir brauchen Menschen, die anders sind als wir. Das bringt Gleichgewicht in unser Leben. Und vergessen Sie nicht: Niemand ist perfekt. Respektieren wir die Unterschiede und schätzen wir sie. Also, räumen wir der Ehe einen hohen Stellenwert ein, lernen wir zu vergeben und respektieren und schätzen wir unsere Einzigartigkeit.

BAYLESS: Das ABC für die Ehe, für Beziehungen zwischen Mann und Frau. A steht für Achtung. In 1. Petrus 3:7 steht: „Für euch Männer gilt: Euer Verhalten gegenüber euren Frauen soll von Achtung geprägt sein. Begegnet ihnen verständnisvoll, denn sie sind die Schwächeren. Und vergesst nicht, dass sie wie ihr das ewige Leben von Gott geschenkt bekommen, damit eure Gebete nicht vergeblich sind.“ Das Wort Achtung bedeutet mit Respekt und Verständnis. In anderen Übersetzungen beginnt der Vers mit „Ebenso ihr Männer…“ Die Männer sollen ebenso Verständnis für ihre Frauen haben wie Frauen für ihre Männer Verständnis haben sollen. Und ob wir Verständnis für unseren Ehepartner haben oder nicht, zeigt sich in unserem Gebetsleben und darin, ob unsere Beziehung zu Gott Früchte trägt.

Vielleicht kennen Sie den Witz: Ein Mann geht am Strand entlang und findet eine Flasche. Er reibt sie und ein Geist kommt heraus. Der Geist sagt: „Du hast einen Wunsch frei.“ Der Mann sagt: „Nicht drei?“ Der Geist: „Nein, nur einen. Sag, was du willst.“ Der Mann sagt: „Ich wollte schon immer nach Hawaii, aber ich habe Angst vorm Fliegen. Bau mir eine Brücke von Kalifornien nach Hawaii.“ Der Geist sagt: „Das ist ja ein dummer Wunsch. Weißt du, wie viel Beton man für eine Brücke von Kalifornien nach Hawaii braucht? Das mache ich nicht. Du musst dir etwas anderes wünschen.“ Der Mann sagt: „Okay. Hilf mir, die Frauen zu verstehen.“ Darauf der Geist: „Willst du die Brücke zweispurig oder vierspurig?“

Aber die Wahrheit ist: Die Bibel kann uns dabei helfen, Verständnis zu entwickeln. Das sehen wir schon, wenn wir uns Adam und Eva anschauen, die Urahnen der Menschheit. Gott erschuf Adam als Sein Ebenbild. Und als Erstes gab Gott Adam eine Aufgabe. Er sagte ihm: „Kümmere dich um den Garten. Schütze ihn.“ Bis auf die Zeit in der Kühle des Tages, als Gott in den Garten kam, war Adam allein im Garten. Stieß er auf ein Hindernis oder ein Problem, musste er es lösen. Also dachte er nach, fand eine Lösung und wendete sie an. Und auf einmal veränderte Gott das alles. Er schuf die Frau. Und als Erstes gab er der Frau eine Beziehung. Wenn die Frau auf ein Hindernis oder ein Problem stößt, will sie also zuallererst einmal darüber reden.

Wissen Sie, viele von uns Männern haben das noch nicht ganz begriffen. Die Frau kommt zum Mann und erzählt ihm: „Du, ich hab das und das Problem.“ Und dann redet sie darüber. Aber wir als Lösungsorientierte Wesen hören nur gerade so lange zu, bis wir genug Informationen haben, um eine Lösung zu finden. Wenn wir die Information haben, ziehen wir uns zurück und fangen an nachzudenken. Wir sehen zwar, dass sich ihre Lippen bewegen, aber wir hören nicht mehr, was sie sagt. Wir finden eine Lösung und unterbrechen sie und sagen: „Du musst das und das machen.“ Sie schüttelt den Kopf und sagt: „Ja, ja.“ Und dann redet sie weiter, als ob die Lösung nicht funktionieren würde. Also ziehen wir uns wieder zurück und sagen: „Okay, warte. Ich muss nachdenken. Irgendetwas daran stimmt wohl nicht.“ Und uns ist nicht bewusst, dass Frauen meistens ihre Lösungen finden, indem sie über Dinge sprechen. Sie müssen sich nicht zurückziehen. Janet und ich sind seit 31 Jahren verheiratet. Manchmal sagt sie etwas und ich denke, das ist eine Schlussfolgerung. Und dann ärgere ich mich darüber und frage: „Wie kommst du denn darauf?“ Aber irgendwann habe ich plötzlich begriffen, dass das, was sie sagt, für sie keine Schlussfolgerung ist. Das ist ihre Art, über Dinge nachzudenken. Ich habe 20 Jahre gebraucht, bis ich das verstanden habe. Ich rede eher nicht über Dinge, bevor ich eine Lösung gefunden habe und bevor es eine Schlussfolgerung gibt. Aber da sind wir eben unterschiedlich. Wir müssen einander mit Achtung und Verständnis begegnen. Das trifft auch auf ganz normale Kommunikation zu. Männer sind eher das Fettgedruckte und Frauen das Kleingedruckte. Männer wollen die Schlagzeile, Frauen die Einzelheiten. Ich gehe zum Beispiel manchmal mit Freunden angeln und sitze den ganzen Tag mit ihnen in einem Boot. Wenn ich dann heimkomme, fragt Janet: „Worüber habt ihr geredet?“ „Ähm, ähm…“ Sie sagt: „Ihr wart den ganzen Tag zusammen. Etwas werdet ihr doch geredet haben.“ „Ja, einer hat erzählt, seine Tochter kommt nach Hause.“ Sie: „Von wo?“ Ich: „Keine Ahnung.“ „Was macht sie denn?“ „Keine Ahnung.“ „Du hast nicht gefragt?“ „Nein. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen.“ „Und wie lange bleibt sie?“ „Ich weiß es nicht!“

Oder auf dem Weg zur Kirche. Meistens beten Janet und ich jeder für sich. Aber manchmal beten wir auch miteinander. Und während wir zur Kirche fahren, beten wir oft für den Gottesdienst. Ich bete dann ein typisches Bayless-Gebet: „Herr, bitte schenke den Leuten Weisheit und lass sie mehr von Dir verstehen. Schenke, dass Dein Wort bei ihnen ankommt. Schenke, dass sie ernsthaft zu Dir kommen. Bitte segne die Gottesdienste in dieser Woche.“ Und dann fängt Janet an zu beten. Sie betet für die Platzanweiser und für die Kameraleute und für die Sonntagsschullehrer und die Kinder in der Kinderbetreuung und die Parkplatzhelfer und alle, die zum ersten Mal da sind und das Musikteam und sie betet und betet und betet… und ich fahre und irgendwann sagt sie: „Du hast gar nicht Amen gesagt.“ Darauf ich: „Schatz, ich bin schon vor zehn Minuten abgeschweift.“

JANET: Heute Morgen hat er Amen gesagt.

BAYLESS: Also, meine Damen, hören Sie zu. Wenn Sie Ihren Mann fragen: „Was denkst du?“ und er antwortet: „Nichts“, dann lügt er Sie nicht an. Wir können das wirklich. Wir sind sehr gut darin. Das ist unsere Standardeinstellung. Wir wissen, wie man nichts denkt. Wirklich.

Okay. B. Bedanken Sie sich. Wenn man den anderen für selbstverständlich hält, nagt das am Fundament einer Beziehung. Es nagt am emotionalen Fundament einer Beziehung. Im Römerbrief ist im ersten Kapitel von Menschen die Rede, deren Herzen verdunkelt sind. Sie führen ein schlechtes Leben und sind weit entfernt von Gott. Und dann wird aufgezeigt, wie es dazu kommt. Eine Abwärtsspirale, wenn Sie so wollen. Es ist eine Spirale, die schließlich zur Entfernung von Gott und zu verdunkelten Herzen führt. Aber wenn man ganz an den Anfang zurückgeht, zu dem, womit alles begonnen hat, dann steht da Undankbarkeit. Sie waren nicht dankbar. Wir müssen sowohl Gott als auch Menschen gegenüber dankbar sein. Vielleicht denken Sie jetzt: „Aber ich bin doch dankbar.“ Zeigen Sie es. Jesus hat gesagt: „Wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.“ Wenn Sie Ihre Dankbarkeit nicht ausdrücken können, dann möchte ich Sie fragen, ob Sie wirklich dankbar sind. Wenn Sie die Beziehung in Ihrer Ehe stärken wollen, dann ist es wichtig, dass Sie Ihre Dankbarkeit zeigen und einander nicht als selbstverständlich nehmen. Wenn sie gut kocht, sagen Sie ihr das. Wenn Sie es schätzen, dass er schwer arbeitet, sagen Sie es ihm. Oder ihr. Vielleicht hat er die Gabe, dass er ein Zimmer betritt und Menschen, die sich unwohl fühlen, allein durch seine Gegenwart zur Ruhe kommen. Vielleicht baut er Brücken zu Menschen. Sagen Sie ihm das. Wenn Sie gut mit Kindern umgehen kann, sagen Sie ihr das. Suchen Sie nach Dingen, für die Sie den anderen loben können. Ich lese Epheser 5:33 aus der Neues-Leben-Übersetzung: „Deshalb sage ich noch einmal, dass jeder Ehemann seine Frau so lieben soll, wie er sich selbst liebt, und dass die Ehefrau ihren Mann achten und respektieren soll.“ Sie soll ihn achten und respektieren. Sie soll ihn beachten, schätzen, ehren, mögen, bewundern und würdigen. Sie soll sich ihm unterordnen, ihn loben und ihn über alle Maßen in Ehren halten. Sie soll ihn loben. Jeder Mensch braucht Lob. Jeder Mensch braucht Anerkennung. Manche Menschen hungern regelrecht danach. In manchen Ehen hungert der Ehemann danach, dass ihm seine Frau Dankbarkeit zeigt. Er fühlt sich, als wäre er selbstverständlich. Und vielen Ehefrauen geht es genauso.

Draußen im Foyer zog einmal eine alte Dame eine Postkarte aus ihrer Handtasche und zeigte sie mir. Es war nur eine kurze Nachricht der Anerkennung, die ich ihr einmal geschickt hatte. Sie sagte: „Herr Pastor, diese Karte trage ich seit fünf Jahren in meiner Tasche. Ich nehme sie immer wieder und lese sie. Das bedeutet mir so viel.“ Nur ein kurzes Wort der Anerkennung.

Gut. C steht für Cappuccino trinken oder anders gesagt: Verbringen Sie bewusst Zeit miteinander. In Epheser 5:31 steht: „Deswegen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.“ Bei dem, was hier mit ein Fleisch sein beschrieben wird, geht es nicht nur um die Intimität einer sexuellen Beziehung. Es geht auch um ein gemeinsames Leben. Eigentlich ist es ein Zitat aus dem 1. Buch Mose. Was hier mit ein Fleisch übersetzt wird, bedeutet auch ständig nachjagen, auf dem Fuße folgen oder zusammenkleben. Der Mann wird seiner Frau auf dem Fuße folgen. Sie werden zusammenkleben. Er wird ihr ständig nachjagen. Früher sind Sie ihr doch nachgejagt. Hören Sie nicht damit auf! Einige von uns waren zu allem bereit, nur diese Frau wieder zu sehen. Jetzt, da wir verheiratet sind, ist es uns weniger wichtig. Aber das sollte es. Pflegen Sie die Beziehung. Pflegen Sie die Romantik. Unternehmen Sie etwas miteinander. Trinken Sie einen Cappuccino miteinander, gehen Sie ins Kino oder machen Sie eine Radtour. Das machen Janet und ich zum Beispiel sehr gern. Wir holen unsere Beachcruiser raus und gehen Fahrrad fahren. Letzte Woche haben wir das gemacht. Schließlich sind wir am Meer gelandet, haben unsere Räder mit zum Strand genommen und haben Bilder gemacht. Wir haben einfach die Kamera rausgeholt und dumme Bilder von uns gemacht. Zeigt ihr mal das erste? Das sind Janet und ich. Wer ist wer? Noch ein Bild, das ich an dem Tag gemacht habe. Das sind wir. Wir haben herumgealbert und Zeit miteinander verbracht. Es war nichts Besonderes, einfach Zeit zu zweit. Und wer von Ihnen kaum etwas gemeinsam hat, kann eine Liste mit Dingen machen, die Sie gern einmal ausprobieren möchten. Dann vergleichen Sie Ihre Listen. Suchen Sie sich etwas heraus, das ähnlich ist, und probieren Sie es aus. Selbst wenn es nicht funktioniert, haben Sie etwas, worüber Sie reden können. Auch wenn das nur etwas ist wie: „So was mache ich nie wieder!“ Wenigstens haben Sie etwas zum Lachen. Verbringen Sie Zeit miteinander.

Ein bekannter Vers aus dem Hohelied lautet: „Mache dich auf, meine Schöne, und komm!“ Ich glaube, dass das auch ein Gleichnis für Christus und die Kirche ist. Aber meistens geht es in diesem Buch einfach um die Ehe. Es geht um die Ehe zwischen Salomo und seiner Braut Sulamith. Er sagt zu ihr: „Mach dich auf und komm. Wir wollen etwas zusammen machen.“ Und am Ende des Buches, in Kapitel 7, Vers 12, steht: „Komm, mein Geliebter, lass uns aufs Feld hinausgehen! Wir wollen unter Hennasträuchern die Nacht verbringen.“ (Wir machen einen romantischen Kurzurlaub.) Machen Sie sich die Mühe. Nehmen Sie sich die Zeit. Bitten Sie jemanden, bei den Kindern zu bleiben. Wenn Sie nur begrenzte Mittel haben, suchen Sie ein günstiges Hotel und fahren Sie los. Nehmen Sie sich die Zeit. Sie werden froh sein, dass Sie es getan haben.

Vor ein paar Wochen sind wir ein paar Tage weggefahren. Wir fuhren in den Süden, wohnten in einem Hotel und alberten einfach miteinander herum. Einmal kamen wir spätabends an einem Café vorbei. Könnt ihr das Bild zeigen? Ich holte meine Kamera heraus und knipste das Bild. Das sind wir vor ein paar Wochen. Wir haben Tee getrunken und dunkle Schokolade gegessen. Es war schön. Aber es war nichts Besonderes. Wir waren einfach zusammen. Vielleicht sagen Sie jetzt: „Schön und gut, aber das kann ich mir nicht leisten.“ Dann machen Sie sich ein paar Sandwichs, gehen Sie zum Strand, setzen Sie sich hin und beobachten Sie die Surfer oder die Fischer. Und wenn Ihnen Ihr Sandwich nicht schmeckt, verfüttern sie es an die Möwen. Aber tun Sie das zusammen. Verbringen Sie Zeit miteinander. Das brauchen wir. Wir brauchen starke Beziehungen.

Freunde, ich möchte mit Ihnen beten. Wenn Sie noch keine Beziehung zu Gott haben, dann können Sie Ihn in Ihr Leben einladen und sich Seiner Herrschaft unterstellen. Und dann wird Er in Ihr Leben treten. Es spielt keine Rolle, was Sie getan oder nicht getan haben. Gott liebt Sie. Wenn Sie das möchten, dann beten Sie in Ihrem Herzen mit mir mit. Wir beten:

Gott, danke dass Du mich so sehr geliebt hast, dass Du Deinen Sohn gesandt hast, um am Kreuz für meine Sünden zu sterben. Jesus, ich gebe Dir mein Leben. Ich glaube, dass Du von den Toten auferstanden bist. Ich bekenne Dich als meinen Herrn. In Deinem Namen, amen.

Wenn ich in unserer Kirche predige, lade ich am Ende immer zu so einem Gebet ein. Damit möchte ich Menschen die Gelegenheit geben, ihr Leben Jesus Christus anzuvertrauen. Ich tue das, weil ich weiß, dass Er existiert. Ich habe mein Leben Jesus in einer kleinen Straßenmission in Medford in Oregon anvertraut. Für alle, die nicht in den USA leben: Oregon ist der Staat, der auf der Karte direkt über Kalifornien liegt. Ich habe dort gewohnt. Und eines Tages erzählte mir ein zwölfjähriger Junge im Park von Jesus. Es klang, als würde Jesus immer noch leben. Das war mir nicht bewusst, denn ich hatte die Gute Nachricht noch nie gehört. Schließlich landete ich in einer kleinen Straßenmission mit lauter Junkies, Obdachlosen und Alkoholikern. An diesem Abend lud ich Jesus in mein Leben ein. Ich weiß noch, dass ich der Einzige war, der nach vorn ging. Und ich weinte und weinte und weinte. Mir wurde klar, dass Jesus tatsächlich existiert und dass die Gute Nachricht wahr ist. Das veränderte mein Leben. Es war nicht immer einfach. Aber an diesem Abend wurde ich von jahrelanger Drogensucht geheilt. Ich habe seitdem keine Droge mehr genommen. Das ist jetzt über 35 Jahre her. Jetzt können Sie mein Alter ausrechnen. Seitdem habe ich festgestellt, dass Gott treu ist. Und heute liebe ich Jesus mehr denn je. Er ist mein bester Freund. Er ist mein engster Weggefährte. Und, mein Freund, Er liebt auch Sie. Das ist kein Märchen und auch kein Wunschdenken. Jesus Christus ist der Sohn Gottes. Er ist am Kreuz auf Golgatha für Sie gestorben. Er ist von den Toten auferstanden. Es geht hier nicht um irgendwelche Rituale.

Es geht nicht darum, in die Kirche zu gehen und zuzuhören, wie jemand langweilige Vorträge über etwas hält, das nichts mit Ihrem Leben zu tun hat. Es geht darum, eine echte, wahrhaftige, lebendige Beziehung zu Gott zu haben. Und diese Beziehung zeigt sich bei jedem Einzelnen auf eine andere Weise. Jeder von uns ist anders. Gott hat jeden von uns einzigartig geschaffen. Er wollte nie, dass wir zu gleichgeschalteten Christen werden, die alle gleich aussehen, gleich reden und das Gleiche tun. Wir wollen nur Jesus ähnlich werden. Wir wollen so sein und handeln und reden wie Er. Ich meine, wer will das nicht? Aber unsere Persönlichkeit geben wir trotzdem nicht auf. Wir wollen zwar Jesus ähnlich werden, aber trotzdem ist jeder von uns ein Geschöpf und eine eigene Persönlichkeit. Und Gott liebt Sie ganz unermesslich. Er möchte eine Beziehung mit Ihnen haben. Lassen Sie Jesus in Ihr Leben kommen. Er wird Sie überraschen.

 

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