Du bist eingeladen … nimmst du die Herausforderung an?

Wusstest du, dass du von Jesus höchstpersönlich eine Einladung erhalten hast? Er lädt dich zu einem Leben ein, dass du einfach nicht verpassen möchtest! Und – schon geantwortet? Hast du Hunger nach mehr und bist bereit, die Herausforderung anzunehmen?

Predigtmanuskript

Hallo, Freunde. Wie schön, dass Sie eingeschaltet haben. Wir stecken gerade mitten in einer spannenden Predigtserie zu den Einladungen Jesu - Dinge, zu denen Er damals zu Seiner Zeit Menschen eingeladen hat und die auch heute für uns noch gelten. In dieser Predigt geht es um sehr interessante und zum Nachdenken anregende Einladungen, die Jesus damals ausgesprochen hat und die Er auch heute uns gegenüber ausspricht. Wenn Sie Stift und Papier haben, holen Sie sie. Vielleicht wollen Sie sich Notizen machen. Schauen wir uns die Einladungen Jesu an. Die sechste Einladung in unserer Serie finden wir in Matthäus 14. Sie lautet: „Steig aus dem Boot.“ Wir lesen ab Matthäus 14:25-26 „Aber in der vierten Nachtwache kam er zu ihnen, indem er auf dem See einherging. Und als die Jünger ihn auf dem See einhergehen sahen, wurden sie bestürzt und sprachen: Es ist ein Gespenst! Und sie schrien vor Furcht.“ Matthäus 14:27 „Sogleich aber redete Jesus zu ihnen und sprach: Seid guten Mutes! Ich bin es. Fürchtet euch nicht!“ Matthäus 14:28 „Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen!“ Matthäus 14:29-30 „Er aber sprach: Komm! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich; und als er anfing zu sinken, schrie er und sprach: Herr, rette mich!“ Matthäus 14:31-32 „Sogleich aber streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn und spricht zu ihm: Kleingläubiger, warum zweifeltest du? Und als sie in das Boot gestiegen waren, legte sich der Wind.“ Matthäus 14:33 „Die aber in dem Boot waren, warfen sich vor ihm nieder und sprachen: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!“ Das war in vielerlei Hinsicht eine einmalige Situation und ihr waren bestimmte Ereignisse vorausgegangen. Und doch können wir aus dieser Geschichte viel  lernen - zum Beispiel, dass für jeden von uns irgendwann der Moment kommt, in dem der Herr uns einlädt, aus der Sicherheit des Bootes herauszutreten und zu glauben. Er lädt uns ein, Sicherheit und Gewohnheit zu verlassen und hinauszutreten, wo man nichts mehr unter den Füßen hat als Seine Zusage. Jeder wird einmal erleben, dass ihn der Herr dazu auffordert. In der Bibel steht: „Wir leben im Glauben und nicht im Schauen. Ohne Glaube ist es unmöglich, Gott zu gefallen.“ Es ist nicht nur schwierig, sondern unmöglich. Einige von uns werden erleben, dass Gott sagt: „Steig aus dem Boot. Es ist Zeit, dass du mir vertraust, indem du mir den zehnten Teil deines Einkommens gibst.“ Sie haben Predigten darüber gehört und in der Bibel davon gelesen, aber sie müssen es noch tun. Sie haben immer gedacht: „Ich muss alles behalten, sonst schaffe ich es nicht, alle Rechnungen zu bezahlen. Ich muss alles haben, sonst reicht es nicht.“ Aber Gott sagt: „Wenn du mich ehrst, indem du mir das erste Zehntel deines Einkommens gibst, werde ich dir Überfluss schenken. Mit meinem Segen werde ich aus dem, das übrig bleibt, mehr machen als du aus dem Ganzen machen könntest, wenn du mir nichts gibst.“ Ich bin sicher, dass Gott zu einigen von Ihnen sagt: „Es ist Zeit, mir zu vertrauen. Steig aus dem Boot und vertraue meiner Zusage.“ Bei anderen von Ihnen geht es vielleicht um Ihre Arbeit. Gott hat Ihnen gesagt, dass es Zeit ist, aus dem Boot zu steigen. Es ist Zeit, die Sicherheit hinter sich zu lassen und anzufangen. Vielleicht hat Ihnen Gott aufs Herz gelegt, ein Buch zu schreiben. Sie sagen: „Aber ich habe keinen Verlag!“ Fangen Sie einfach an. Tun Sie etwas. Als ich noch als Hilfspastor arbeitete, verdiente ich ganze 300 Dollar im Monat. Meine Frau arbeitete an drei Tagen in der Woche als ausgebildete Krankenschwester und sie verdiente mit drei Tagen Teilzeitarbeit mehr als ich in einem ganzen Monat. Um unser Einkommen aufzubessern, fing ich an, nebenbei als Glaser zu arbeiten. Ich baute Glas in der ganzen Gegend ein. Immer wenn meine Arbeit in der Kirche es zuließ, arbeitete ich für diesen Mann mit der Glasfirma und baute überall Glas ein. Ich verdiente 7 Dollar pro Stunde; das war damals, 1981, für mich viel Geld. Ich hatte also ein Monatsgehalt von 300 Dollar von der Kirche und bekam 7 Dollar pro Stunde für meinen Nebenjob als Glaser und Janet arbeitete Teilzeit. Es reichte, aber nur knapp. Doch dann spürte ich, dass mir Gott etwas sagen wollte. Ich hatte das Gefühl, dass Er zu mir sagte: „Bayless, komm aus dem Boot heraus. Lass die Sicherheit los.“ Ich spürte, dass Gott mich aufforderte, bei der Glasfirma zu kündigen und Ihm zu vertrauen, mir die Gelegenheit für zusätzliche Veranstaltungen zu schenken und damit unser Einkommen aufzubessern. Ich hatte auch das Gefühl, dass Er sagte: „Du musst die Gaben entfalten, die ich dir geschenkt habe. Das ist wichtig für deine Zukunft.“ Ich betete ein paar Wochen lang darüber. Dann ging ich zu Janet und sagte: „Schatz, setz dich hin.“ Wir saßen in unserer kleinen Wohnung auf der Couch und ich sagte: „Liebling, ich habe das Gefühl, dass Gott von mir möchte, dass ich bei der Glasfirma kündige. Ich weiß, dass wir das Geld brauchen. Aber ich glaube, Gott möchte, dass ich Ihm vertraue, dass Er mir zusätzliche Gelegenheiten zum Predigen gibt.“ Bis dahin war ich noch nie als Prediger eingeladen worden. Es gab nicht nur wenige Einladungen, sondern gar keine. Sie sagte: „Okay.“ Sie betete darüber und sagte dann: „Bayless, tun wirʼs.“ Dann ging ich zu meinem Hauptpastor und sagte: „Du weißt, dass ich nebenher als Glaser arbeite, wenn es meine Pflichten zulassen. Aber ich spüre, dass Gott möchte, dass ich Ihm vertraue, dass Er mir auswärts Gelegenheiten zum Predigen schenkt. Wenn du es mir erlaubst und es nicht mit meiner Arbeit in dieser Kirche kollidiert, würde ich gern Einladungen von anderen Kirchen oder christlichen Veranstaltungen annehmen.“ Er sagte: „Bayless, tu das.“ Ich kündigte also bei dem Besitzer der Glasfirma. Und quasi am nächsten Tag bekam ich eine Einladung zum Predigen. Die allererste. Großartig. Dann bekam ich noch eine Einladung und noch eine. Nach zwei Monaten verdiente ich durch mein Honorar als Gastprediger schon mehr als ich je als Glaser verdient hatte. Und dabei hatte ich nie Geld verlangt. Von diesem Tag an bis heute habe ich noch nie um Geld gebeten, wenn ich irgendwo gepredigt habe. Ich habe nie einen Lohn verlangt und das habe ich auch nicht vor. Aber ich bin aus dem Boot ausgestiegen. Ich habe das verlassen, das ich kannte und das für uns bequem und sicher war und habe mich in die Unsicherheit begeben, weil ich das Gefühl hatte, dass Gott zu mir sprach. In diesem Zusammenhang ein paar Punkte zum Nachdenken. Erstens: Ich meine hier etwas anderes als einfach dem Wort Gottes zu gehorchen. Wenn etwas klipp und klar in der Bibel steht, müssen wir nicht erst darüber beten - dann sollen wir es einfach tun. Mir hat zum Beispiel einmal jemand von einem Gespräch mit seiner Nachbarin erzählt, einer Christin. Diese Dame sagte: „Ich bete immer darüber, ob ich diesen Monat meine Miete bezahlen soll oder nicht.“ Sie müssen nicht darüber beten, ob Sie Ihre Miete bezahlen sollen oder nicht. Sie sind verpflichtet, die Miete für Ihre Wohnung oder Ihr Haus zu bezahlen. Ich frage mich manchmal, was Gott denkt, wenn Leute über ein Gebot oder ein biblisches Prinzip sagen: „Ich werde darüber beten und melde mich, wenn ich Klarheit dazu habe.“ Nein, hier geht es um etwas anderes. Ich meine Situationen, in denen Gott uns speziell zu etwas auffordert. Und das bringt mich zum zweiten Punkt: Sie sollten sich sicher sein, dass Jesus Sie ruft, bevor Sie aus dem Boot steigen. Hier geht es nicht um Einbildung. Petrus stieg an diesem Tag als Einziger aus dem Boot, weil er der Einzige war, zu dem Jesus „Komm!“ sagte. Die anderen Jünger sagten nicht: „Wenn Petrus das kann, dann kann ich das auch.“ Nein, der Herr hatte nur zu Petrus gesprochen. Sie sollten sich sicher sein, dass Gott zu Ihnen spricht, bevor Sie aus dem Boot steigen. Und drittens: Sobald Sie aus dem Boot gestiegen sind, schauen Sie nur noch auf Jesus. Petrus stieg aus dem Boot und - o Wunder! - wir lesen in der Bibel, dass er auf dem Wasser auf Jesus zuging. Aber dann sah er, wie stürmisch es war und dachte an den Wind und die Wellen und seine Situation. Und dann lesen wir eine sehr interessante Beschreibung: Petrus fing an zu sinken. Wer von Ihnen hat schon einmal „angefangen zu sinken“? Wenn man ins Wasser springt, fängt man nicht an zu sinken - man versinkt einfach. Aber Petrus begann zu sinken, als er den Wind und die Wellen sah. Eine Frage: Ist es einfacher auf Wasser zu gehen, wenn es ruhig ist? Nein. Er ließ sich also von etwas, das eigentlich gar keinen Einfluss auf sein Wunder hatte, nach und nach den Glauben rauben. Als er sich mehr um seine Umstände kümmerte als um Jesus, begann er zu sinken. Das nahm ihm den Glauben. Freund, wenn Sie den Weg des Glaubens gehen, dann müssen Sie Ihre Augen auf Jesus gerichtet halten. Schauen Sie auf Sein Wort und nicht auf die Umstände um Sie herum. Richten Sie Ihre Augen nicht auf den Sturm, sondern auf den, der gesagt hat: „Komm.“ Und ein vierter Gedanke: Mit jedem Ausflug aus dem Boot heraus wird uns mehr bewusst, wer Jesus ist. Als Jesus und Petrus wieder im Boot waren, warfen sich die anderen Jünger nieder und beteten Jesus an. Sie sagten: „Du bist wahrhaftig der Sohn Gottes.“ Sie hatten noch tiefer erkannt, wer das war, der da unter ihnen lebte. Im Buch Hiob wird der Schöpfer beschrieben, wie Er Sterne und Sternbilder an den Nachthimmel setzt. Und in Hiob 9:8 steht: „Er schreitet auf den Wogen des Meeres.“ Vielleicht fiel ihnen dieser Vers ein und ihnen wurde klar, dass Er der Schöpfer ist: Er schreitet auf den Wogen des Meeres. Hiob ist das älteste Buch der Bibel und sie alle werden es gekannt haben. Gehen wir gemeinsam zu Markus 8. Wir kommen zur siebten Einladung. Sie lautet: „Nimm dein Kreuz auf dich.“ Markus 8: „Nimm dein Kreuz auf dich.“ Wir lesen ab Vers 34: Markus 8:34-35 „Und als er die Volksmenge samt seinen Jüngern herzugerufen hatte, sprach er zu ihnen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach! Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, wird es retten.“ Nachfolge bedeutet nicht nur Wunder und überströmenden Segen. Sie bedeutet Gehorsam gegenüber Gott und darum, Sein Reich an die erste Stelle zu setzen. Sie bedeutet Selbstverleugnung und führt manchmal zu Verfolgung und Leiden. In 2. Timotheus 3:12 steht: 2. Timotheus 3:12 „Alle aber auch, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden verfolgt werden.“ Das ist nicht zu vermeiden. Wenn wir uns entscheiden, das Kreuz auf uns zu nehmen und Jesus nachzufolgen, schwimmen wir gegen den Strom. Wir werden deswegen Schwierigkeiten bekommen. Aber die gute Nachricht ist, dass uns in der zukünftigen Welt ein Lohn erwartet, wenn wir treu gehorchen. In der zukünftigen Welt erwartet uns ein Segen. Und wenn wir Jesus nachfolgen, dann werden schon jetzt ewige Dinge in uns verändert - Dinge wie Geduld und Vertrauen, Hoffnung und Barmherzigkeit; Dinge, die uns in diesem Leben weiterhelfen und die uns in die zukünftige Welt tragen werden. Das Kreuz auf sich zu nehmen ist eine Haltung, die wir täglich neu einnehmen müssen. Aber sie wird uns nicht aufgezwungen. Jesus sagt: „Nimm dein Kreuz auf dich“, nicht: „Ich lege es dir auf.“ Wir tun es freiwillig, aber es muss täglich neu getan werden. In Lukas 9:23 sagt Jesus folgende Worte: Lukas 9:23 „Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach!“ „Der nehme sein Kreuz auf täglich.“ Warum täglich? Weil wir täglich versucht sind, unseren Griff um die himmlischen Dinge zu lockern und zu lösen. Wir werden täglich versucht, uns selbst und unsere Wünsche und Ziele vor Seine Ziele, Sein Reich und Seine Wünsche zu stellen. Wir müssen unser Kreuz täglich aufnehmen und uns täglich selbst verleugnen. Wenn wir als Christen unser Kreuz aufnehmen und Jesus nachfolgen, hat das Folgen, die für alle gelten, aber manche können auch sehr spezifisch sein. Schlagen wir gemeinsam Markus 10 auf. Hier finden wir in einer bekannten Geschichte ein gutes Beispiel. Ich lese ab Markus 10:17 „Und als er auf den Weg hinausging, lief einer herbei, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Lehrer, was soll ich tun, damit ich ewiges Leben erbe?“ Markus 10:18-19 „Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, Gott. Die Gebote weißt du: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis reden; du sollst nichts vorenthalten; ehre deinen Vater und deine Mutter!“ Markus 10:20 „Er aber sagte zu ihm: Lehrer, dies alles habe ich befolgt von meiner Jugend an.“ Markus 10:21 „Jesus aber blickte ihn an, gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eins fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib den Erlös den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach!“ Ich habe einen Freund, den ich seit 30 Jahren kenne. Vor etwa 15 Jahren fingen sein Einfluss und die Arbeit, zu der Gott ihn berufen hatte, immens an zu wachsen. Das konnte nur der Gnade Gottes zu verdanken sein und keiner menschlichen Planung. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie bei einem Menschen oder einem Dienst so eine rasante Entwicklung beobachtet. Sein Einfluss auf die Welt ist erstaunlich. Manche schauen ihn an und sagen: „Das ist sicher toll. Er kann so viel auf der Welt herumreisen.“ Und er hat sicher auch einen großen Wohlstand erreicht. Aber vielen ist nicht bewusst, dass jede Berufung auch ihr Kreuz mit sich bringt. Welche Berufung man auch hat - sie bringt immer ein Kreuz mit sich. Er wird ständig kritisiert und schlechtgemacht. Ständig. Alles, was er sagt und tut und jeder Dollar, den er ausgibt, wird von seinen Gegnern auf die Goldwaage gelegt und öffentlich gemacht und das meistens negativ. Seine Familie erlebt genau dasselbe. Seine Frau und seine Kinder werden ständig kritisch beäugt. Die meisten von uns wären nicht bereit, diese Last zu tragen. Aber er tut es. Sie gehört zu seiner Berufung. Wenn Sie also das nächste Mal versucht sind, über jemanden zu urteilen oder ihn zu kritisieren, dann denken Sie daran, dass diese Leute vielleicht Lasten tragen, von denen Sie nichts ahnen und die mit ihrer Berufung und ihrer Aufgabe im Leben einhergehen. Auch dazu lädt uns Jesus ein: „Nimm dein Kreuz auf dich und folge mir nach.“ Manche sind auch lauwarm geworden und haben Jesus den Rücken zugekehrt, weil die Nachfolge Schwierigkeiten mit sich bringt. Jesus lädt auch diese Leute ein. Wie lautet Seine Einladung für sie? „Kommt und esst.“ Schlagen wir Johannes 21 auf. Ich finde, das ist eine der faszinierendsten Geschichten in der Bibel. Es war nach der Auferstehung. Die Jünger waren nach Galiläa gegangen, weil Jesus nach Seiner Auferstehung gesagt hatte: „Ich werde euch nach Galiläa vorangehen. Dort will ich euch treffen.“ Der Engel hatte ihnen gesagt: „Er geht vor euch nach Galiläa.“ Sie gehen also nach Galiläa und sind aufgeregt. Aber als sie dort ankommen, finden sie Jesus nicht. Tag um Tag vergeht, aber der Retter kommt nicht. Sie sind enttäuscht. Da sagt Petrus eines Tages: „Ich gehe fischen.“ Das klingt ziemlich unschuldig, aber in der Originalsprache steht es in der Verlaufsform. Petrus sagt also: „Ich gehe fischen und werde auch in Zukunft fischen.“ Er sagt damit: „Ich werde wieder Fischer.“ Und die anderen Jünger sagen: „Wir kommen mit.“ Alle miteinander verließen ihre Berufung und taten nicht mehr das, was Jesus ihnen gesagt hatte. Sie wurden alle wieder Fischer. Und Sie kennen die Geschichte: Die Jünger fischten die ganze Nacht, aber sie fingen nichts. Am nächsten Morgen stand Jesus am Strand. „Kinder, habt ihr etwas gefangen?“ - „Nein.“ Er sagte: „Werft das Netz auf der rechten Seite aus.“ Sie fingen 153 große Fische und kamen zurück ans Ufer. Und hier lesen wir ab Vers 12 weiter. So geht Jesus mit denen um, die rückfällig geworden sind: Ab Vers 12: Johannes 21:12-13 „Jesus spricht zu ihnen: Kommt her, frühstückt! Keiner aber von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus kommt und nimmt das Brot und gibt es ihnen und ebenso den Fisch.“ Das allein ist schon erstaunlich. Da steht der auferstandene allmächtige Herr Jesus und was tut Er? Er serviert ihnen Brot und Fisch. Ja, Er kümmert sich um sie, besonders um Petrus. Er korrigiert sie, aber Er gibt sie nicht auf. Er sagt: „Kommt und esst.“ Jesus schickt auch der Kirche von Laodizea in Offenbarung 3 eine persönliche Botschaft. Er sagt zu ihnen: „Ihr seid lauwarm. Ihr seid unabhängig. Ihr seid stolz. Ihr seid geistlich blind. Ihr seid unmoralisch.“ In Offenbarung 3:19-20 sagt Er Folgendes zu ihnen: Offenbarung 3:19-20 „Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe. Sei nun eifrig und tu Buße! Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen und er mit mir.“ Das ist eine Einladung, vertraut und ohne Eile, Zeit miteinander zu verbringen. Jesus sagt nicht: „Tut Buße, aber ihr habt euren Platz in der Schlange verloren. Erwartet nicht, dass ich so bald wieder etwas für euch tue. Ich hab dich im Auge, Freundchen. Ich vergebe euch, aber ihr bekommt erst wieder etwas von mir, wenn ihr euch würdig erweist.“ Nein, Jesus sagt: „Kommt und esst.“ Er lädt uns ein, persönliche Gemeinschaft mit Ihm zu haben und Ihm nahe zu sein. Ja, Er korrigiert. Aber Er sagt: „Ich möchte euch nahe sein. Ich möchte mit euch essen.“ Jesus sagt auch heute zu jedem, der rückfällig geworden ist und dies hört: „Komm und iss.“ Er ist Petrus und den anderen Jüngern nachgegangen. Er hat der Kirche von Laodizea eine Botschaft geschickt. Und Er streckt heute die Hand nach Ihnen aus.  Wenn Sie Seine Stimme hören und die Tür öffnen, wird Er hereinkommen und sich mit Ihnen hinsetzen. Er wird Sie stärken und ermutigen. Und ja, Er wird Sie korrigieren, aber wird Sie auch wiederherstellen. Vielleicht sind Sie lauwarm geworden. Früher haben Sie so sehr für Jesus gebrannt, dass man in Ihrer Nähe einen Asbestanzug brauchte. Damals haben Sie alles und jeden um sich herum angesteckt. Doch jetzt sind nur noch ein paar schwelende Kohlen übrig, wo früher ein helles, loderndes Feuer brannte. Jesus sagt: „Komm und iss. Ich möchte dich wiederherstellen. Ich möchte dir wieder nahe sein. Ich möchte nicht, dass du lauwarm und von mir unabhängig bist und dass du dich immer weiter von deiner Berufung und deiner Aufgabe entfernst.“ Er sagt: „Wenn du meine Stimme hörst, öffne die Tür.“ Freund, diese Tür hat nur auf der Innenseite eine Klinke. Er wird sie nicht eintreten. Es gibt nur auf der Innenseite eine Klinke. Er sagt: „Wer meine Stimme hört und mir die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen und er mit mir.“ Wenn Sie dies gerade im Fernsehen oder Internet sehen, dann glaube ich nicht, dass es ein Zufall ist, dass Sie jetzt gerade zuschauen. Gott spricht zu Ihrem Herzen. Er ruft Sie. Er streckt die Hand nach Ihnen aus. Senken wir für einen Moment den Kopf und schließen wir die Augen. Es gibt noch andere Einladungen von Jesus, aber dazu später. Haben Sie sich vom Herrn entfernt? Sind Sie kalt und selbstgefällig geworden? Verschlingen Sie Sein Wort nicht mehr, sondern beschäftigen sich mit anderen Dingen? Wäre es momentan schwer, einen Beweis dafür zu finden, dass Sie zu Ihm gehören? Die gute Nachricht ist: Er ist nicht zornig auf Sie. Aber wen Er liebt, den weist Er zurecht. Er geht Ihnen nach. Er hat Sie nicht aufgegeben. Und Er lädt Sie ein: „Komm und iss.“ Vielleicht haben Sie festgestellt, dass das Kreuz, das Ihre Berufung mit sich bringt, sehr schwer ist. Hören Sie: Wozu Gott Sie auch berufen hat, Er wird Ihnen in Seiner Gnade helfen, dieses Kreuz zu tragen. Er wird Ihnen Gnade schenken, um die Schwierigkeiten zu überwinden, und Ihnen Kraft geben. Es gibt Gnade für schwere Zeiten. Es gibt Gnade, in Verfolgung und im Leid zu bestehen. Er wird Ihnen durch Eintönigkeit, Müdigkeit und durch Angriffe hindurch helfen. Mit jeder Berufung schenkt Er auch Gnade. Vielleicht sagen Sie wie die Jünger: „Mehr ertrage ich nicht. Ich bin enttäuscht.“ Vielleicht sind Sie von Gott enttäuscht. Sie waren enttäuscht, dass der Herr nicht gekommen war, wie Er es versprochen hatte und nicht auf die Art und zu dem Zeitpunkt handelte, wie sie es sich vorgestellt hatten. Geht es Ihnen auch so? Wenn Sie kalt geworden sind und sich entfernt haben, dann beten Sie das folgende Gebet mit. Wenn Sie Ihr Feuer zurückhaben und wieder für Jesus brennen wollen, dann kann dies ein Anfang für Sie sein. Es ist nicht das Ende. Jesus sagt: „Nimm dein Kreuz täglich auf.“ Wir müssen es jeden Tag tun. Aber das hier kann ein Anfang sein. Dinge können sich ändern. Ich sage Ihnen: Sie ahnen nicht, wie viel eine einfache, aber ehrliche Entscheidung wie diese in Ihrem Leben und dem Ihrer Familie bewirken kann. Wenn Jesus noch nicht bald wiederkommt, kann sie sich sogar auf zukünftige Generationen auswirken oder eine ganze Stadt beeinflussen. Erst in der Ewigkeit werden Sie erfahren, was solche Entscheidungen bedeuten. Gottes Gnade ist wirklich etwas Wunderbares. Der Apostel Paulus sagte: „Seine Gnade genügt.“ Freund, Seine Gnade genügt, was auch immer Sie gerade durchmachen. Manchmal, wenn man das so sagt, denke ich: „Er spielt meine Probleme herunter. Er nimmt meine Schwierigkeiten nicht ernst.“ Das möchte ich auf keinen Fall. Ich weiß, dass manche Leute viel Schweres erleben. Vielleicht stecken Sie gerade im schlimmsten Sturm Ihres Lebens. Vielleicht sitzen Sie gerade in der größten Dunkelheit, die Sie je erlebt haben. Aber ich sage Ihnen: Gott liebt Sie und Er wird Ihnen in Seiner Gnade helfen, wenn Sie in Not sind. In der Bibel steht in Hebräer 4 im letzten Vers: „Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe!“ Und dieses „rechtzeitig“ ist im Griechischen wörtlich gemeint. Also kommen Sie heute zu Ihm und lassen Sie sich Gnade für Ihre Situation schenken.

Ein Kommentar

  • Friederike Nilles sagt:

    Bitte schicken Sieir auch eine Buch und CD und DVD Liste
    Danke!
    Hier meine Adresse:
    Friederike Nilles
    Mühlenrückstrahler. 3
    88212 Ravensburg

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