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Drei wichtige Lebensabschnitte 1/2

Geht es darum, wirksam zu beten, erfolgreich zu kommunizieren und sich in der Spur mit Gott zu befinden, ist das Timing entscheidend. Bei Gott ist die Frage nach dem Wann häufig genauso wichtig, wie die nach dem Was und Warum. In dieser Predigt lernst du, wie du in Gottes Timing kommst und welcher Vorteil für dich entsteht, wenn du weißt, in welchem Lebensabschnitt du dich gerade befindest.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Die Bibel spricht von verschiedenen Lebensabschnitten, die wir alle durchmachen müssen. Deshalb sollten wir feststellen, in welchem Abschnitt wir uns gerade befinden, damit wir wissen, was zu tun ist. Heute geht es um drei wichtige Lebensabschnitte. In Prediger 3:1 heißt es: Prediger 3:1 „Für alles gibt es eine bestimmte Stunde. Und für jedes Vorhaben unter dem Himmel gibt es eine Zeit.“ Danach wird eine Reihe von Dingen aufgelistet, für die es eine bestimmte Zeit gibt. Und wie gesagt, soll es uns heute um drei verschiedene Abschnitte gehen. Für alles gibt es die richtige Zeit. Die erste hat mit Worten zu tun. Bitte schlagen Sie einmal das Buch vor dem Buch Prediger auf, nämlich die Sprüche, Kapitel 15, Vers 23. In Sprüche 15:23 heißt es: Sprüche 15:23 „Ein Mann hat Freude an der treffenden Antwort seines Mundes, und ein Wort zu seiner Zeit, wie gut!“ Das richtige Wort zur richtigen Zeit, wie gut ist das. Ein Wort der Ermutigung, des Trostes, des Rates, der liebevollen Korrektur zur richtigen Zeit und in der richtigen Art und Weise kann großen Einfluss haben. Und es ist wichtig zu begreifen, dass oft das Timing genauso wichtig ist wie der Inhalt. Ein Arzt sagte zu seinem Patienten: „Ich habe schlechte und schlechtere Nachrichten für Sie.“ Der Patient sagte: „Also gut, schießen Sie los.“ Der Arzt sagte: „Die schlechte Nachricht ist: Sie haben noch 24 Stunden zu leben.“ Der Patient fragte: „Was könnte noch schlimmer sein?“ Der Arzt sagte: „Ich habe gestern vergessen, es Ihnen zu sagen.“ Die Bibel sagt das in Sprüche 12:25: „Kummer im Herzen des Mannes drückt es nieder, aber ein gutes Wort erfreut es.“ Wir leben in einer Gesellschaft, in einem Land voller Kummer. Wir leben in einer Welt voller Kummer und so liegen viele Länder, Städte, Völker der Welt unter einer Decke von Niedergeschlagenheit. Das lässt sich durch ein gutes Wort ändern. Gott sucht nach Menschen, die ein Wort der Ermutigung sprechen können, ein Wort des Trostes. Ein gutes Wort zu einem bekümmerten, schweren Herzen kann alles ändern. Aber es geht nicht nur um das Wort, sondern darum, dass es zur rechten Zeit und in der richtigen Weise gesagt wird. Schlagen Sie einmal Sprüche 25:11 auf. Ich mag diesen Bibelvers sehr. Sprüche 25:11 „Goldene Äpfel in silbernen Prunkschalen, so ist ein Wort, geredet zu seiner Zeit.“ Damals gab es sehr filigran gearbeitete Silberkörbe. Man hat also wunderbar reife, knackige goldene Äpfel, die in diesen wunderschönen silbernen, handgearbeiteten Körben serviert werden. Das ist angenehm fürs Auge und für den Gaumen. Die Früchte sind reif und duften und alles ist herrlich verlockend. Wer würde das schon ablehnen? Wenn man nun also jemanden sieht, der etwas zu essen braucht, dann kann man sagen: „Ich habe hier einen alten, verschrumpelten, mehligen Apfel und ich habe eine alte, gebrauchte, fettige Papiertüte. Da werfe ich ihn hinein. Hier, bitte schön. Ich meine, du hast doch Hunger?“ Dieser Apfel wird mit Sicherheit abgelehnt. Niemand würde abstreiten, dass man essen muss. Aber wenn man goldene Äpfel in einem silbernen Korb serviert, werden sie sicher angenommen. Und das alles hat mit dem richtigen Zeitpunkt zu tun. Die Äpfel sind reif - nicht überreif, nicht unreif. Das Timing und die Art, wie etwas präsentiert wird, sind wichtig. „Ein Wort, geredet zu seiner Zeit“. Die Formulierung „zu seiner Zeit“ ist eine direkte Übersetzung aus dem Hebräischen - „in der richtigen Zeit“. Ein Wort zur richtigen Zeit ist wie Äpfel aus Gold in einem silbernen Korb. Übrigens: Das Wort, das Salomo hier für „geredet“ gewählt hat, betont mehr den Zeitpunkt und die Umstände von dem, was gesagt wird als die verbale Kommunikation an sich. Salomo hätte viele andere Wörter verwenden können, aber dieses spezielle Wort in der hebräischen Sprache betont die Umstände und den Zeitpunkt von dem, was gesagt wird und nicht nur die Botschaft, die kommuniziert wird. Wissen Sie, man kann das Richtige sagen, aber wenn man es zu spät sagt, ist das so, als ob man jemandem einen Rettungsring zuwirft, der bereits ertrunken ist. Oder wenn es zu zeitig ist, ist der Betreffende vielleicht noch nicht bereit, es zu hören. Ich las einmal eine Geschichte über einen Mann in einer Zeit, in der die Wirtschaftslage ganz ähnlich war wie die in den letzten Jahren in unserem Land. In der Branche, in der er ausgebildet war und arbeitete, gab es viele Entlassungen. Seine Firma war besonders stark betroffen und er verlor seine Arbeit. Bisher kannte er nichts anderes. Er war es gewohnt, in Anzug und Krawatte in einem klimatisierten Büro zu sitzen, mit Sekretärin und schöner Musik. Aber jetzt konnte er keine Stelle finden und so nahm er auf einer örtlichen Baustelle einen Job als Handlanger an, nur um seine Familie zu ernähren. Mit einer Stange über den Schultern schleppte er Zement zur fünften Etage eines Hauses, das gerade gebaut wurde. Das war für ihn sehr, sehr ungewohnte Arbeit. Statt sanfter Musik über die Stereoanlage hörte er überall Radios heulen. Statt höfliche, freundliche Menschen um sich zu haben, war der Umgangston hier ziemlich rau. Und er verstand nicht ganz, dass der „Neue“ in der Mannschaft immer Spießruten laufen musste. Er verstand nicht, dass er als der „Neue“ immer aufgezogen wurde, dass es einfach zu dieser Kultur und Umwelt gehörte. Also, alle machten ihm das Leben schwer. Er bekam die schwersten Aufgaben. Er war immer die Zielscheibe aller Witze und Hänseleien. Für ihn brach seine ganze Welt zusammen. Sein Vorarbeiter war der Schlimmste von allen. Irgendwann kam er an den Punkt, dass er sagte: „Ich gebe auf. Ich kann nicht mehr. Keine Ahnung, was danach kommt, aber ich kann es nicht mehr ertragen. Ich arbeite noch bis Mittag und dann kündige ich.“ Es wurde Mittag und er wollte gerade zum Vorarbeiter gehen und kündigen, da gab ihm der Vorarbeiter den Umschlag mit dem Lohnscheck der vergangenen Woche. Und zum ersten Mal sprach der Vorarbeiter freundlich mit ihm und sagte: „Im Lohnbüro arbeitet eine Frau, die sagt, dass sie Sie kennt. Sie sagt, dass sie manchmal auf Ihr Kind aufpasst. Sie sagt, Sie sind ein anständiger Kerl.“ Der Mann war schockiert. Der Vorarbeiter ging weiter und der Mann öffnete seinen Umschlag. Darin waren der Lohnscheck und eine Karte von der Frau im Büro, die in die gleiche Kirche ging wie er und seine Familie. Sie war Sonntagsschulmitarbeiterin und passte auf sein Kind auf. Und auf der Karte stand: „Wenn ein Glied des Leibes leidet, leiden wir alle. Ich bete für dich.“ Das machte ihm wieder Mut und brachte ihn wieder auf die Beine. Es gab ihm die Kraft und den Mut, weiterzumachen. Wie viele Menschen in Ihrer und meiner Welt brauchen dieses Wort der Ermutigung? Wie viel ist verloren gegangen, weil diese Worte nicht ausgesprochen wurden? Zu Dante Rossetti, einem berühmten Dichter und Künstler des 19. Jahrhunderts, kam einmal ein alter Mann. Der alte Mann sagte: „Herr Rosetti, tut mir leid, Sie zu stören, aber könnten Sie sich diese Zeichnungen anschauen und mir sagen, ob der Künstler Talent hat oder nicht?“ Rossetti sagte: „Sicher, gern.“ Und er begann, jede Zeichnung genau zu studieren und nahm sich viel Zeit dafür. Dann schaute er den alten Mann an und sagte: „Diese Zeichnungen zeugen von großem Talent. Von wem auch immer sie stammen, er hat eine große Karriere vor sich. Man muss ihm jede nur mögliche Gelegenheit und Unterstützung geben, denn ich habe nur sehr selten ein solches Talent gesehen. Es muss geschliffen und entwickelt werden, aber es ist da. Von wem sind die Zeichnungen? Von Ihrem Sohn?“ Der alte Mann ließ den Kopf hängen und sagte: „Nein. Ich habe sie vor über vierzig Jahren angefertigt. Ich wünschte, damals hätte mich jemand so ermutigt, denn ich habe den Mut verloren und aufgegeben. Seitdem habe ich nie wieder etwas gezeichnet.“ Wie viele Menschen haben aufgegeben? Wie viele Menschen haben nicht den nächsten Schritt gemacht, weil eines von Gottes Kindern vielleicht nicht sensibel oder mutig genug war, zu ihnen zu gehen und ein Wort der Ermutigung zu sagen? Gott sucht nach Menschen, die sich mitteilen, die „goldene Äpfel“ austeilen. Ein Wort zur richtigen Zeit kann großen Einfluss haben, wenn wir bereit sind, es zu sprechen. Selbst wenn es um Worte der Korrektur geht. Schauen Sie bitte einmal in den nächsten Vers: Sprüche25:12 „Ein goldener Ohrring und ein Halsgeschmeide aus feinem Gold, so ist ein weiser Mahner für ein hörendes Ohr.“ Natürlich muss der andere immer noch reagieren. Das ist mit dem hörenden Ohr gemeint. Aber über den Mahner heißt es, dass nur ein weiser Mahner wie kostbarer Schmuck aus feinem Gold ist. Auch das ist wieder ein Bild von etwas Angenehmem. Es geschieht zur richtigen Zeit, in der richtigen Art und Weise. Es ist unwahrscheinlich, dass es abgelehnt wird. Ich habe schon seit vielen Jahren einen sehr guten Freund, aber manchmal ist er ein ziemlicher Wichtigtuer. Das ist einfach so eine seltsame Sache. Manches in unserem eigenen Leben merken wir einfach nicht. Es ist wie wenn jemand Mundgeruch hat: Alle anderen im Raum merken es, nur die Person selbst nicht. Natürlich könnte ich mich selbst unter die Lupe nehmen und würde einige ziemlich auffällige Fehler erkennen, die ich bisher nicht gesehen habe. Und mein Freund merkt einfach nicht, dass er manchmal ziemlich aufgeblasen ist. Ich mag ihn gern und er ist ein echter Freund, aber das ist einfach so eine Sache. - Und wir hatten einen gemeinsamen Bekannten, den er einmal wegen etwas zurechtwies. Wahrscheinlich hatte er recht mit dem, was er sagte, aber der Zeitpunkt und die Art und Weise waren nicht gut. Es geschah öffentlich, obwohl es hätte unter vier Augen stattfinden sollen. Und in seiner Korrektur war mein Freund so herablassend, dass sie wohl deshalb auf Ablehnung stieß. Wir müssen nicht nur über die richtige Botschaft nachdenken, sondern auch über den richtigen Zeitpunkt und die richtige Art und Weise dafür - ein goldener Apfel. Die Frage ist jetzt also: Woher weiß ich, mit wem ich wann und wie reden soll? Ich habe keine Ahnung! - Doch, ich habe eine Ahnung. Jesaja 50. Bitte schlagen Sie diese Stelle einmal auf. Woher weiß ich, was ich zu wem sagen soll und wann und wie ich es sagen soll? Okay, Jesaja 50. Die Verse, die wir lesen werden, beschäftigen sich prophetisch mit dem Herrn Jesus Christus. Wenn wir noch weiter lesen würden, ließe sich leicht erkennen, dass der Text sich um Jesus dreht. Aber im Prinzip sind auch wir damit gemeint, wir als Christen. Jesaja 50 ab Vers 4: Jesaja 50:4-5 „Der Herr, Herr, hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich erkenne, den Müden durch ein Wort aufzurichten. Er weckt mich, ja Morgen für Morgen weckt er mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger hören. Der Herr, Herr hat mir das Ohr geöffnet, und ich, ich bin nicht widerspenstig gewesen, bin nicht zurückgewichen.“ Hier geht es darum, empfänglich für den Heiligen Geist zu sein. Die Botschaft - „Ich habe ein Wort“ -, der richtige Zeitpunkt, die Art und Weise, wie ich die Botschaft übermittle. Und dann geht es auch um den richtigen Empfänger, um den, der müde ist. Der Heilige Geist kann uns die Ohren öffnen und uns all das zeigen - wer unsere Worte braucht und worin die Botschaft besteht, wie wir sie weitergeben sollen und wann. Und es ist ganz normal, dass der Heilige Geist mit Gottes Kindern kommuniziert. Jesus sagte: „Wenn der Heilige Geist kommt, wird er zu euch sprechen. Wenn er kommt, wird er das nehmen, was dem Vater und mir gehört, und es euch offenbaren und übermitteln. Er wird euch zukünftige Dinge zeigen.“ Aber zuerst brauchen wir das „Ohr eines Jüngers“, bevor wir die Zunge eines Jüngers haben können. Wir müssen sensibel sein und auf den Heiligen Geist hören. Jesus sagte in Matthäus 10, dass der Heilige Geist die Fähigkeit hat, uns die richtigen Worte zur richtigen Zeit zu geben. Am Anfang von Jesaja 51:16 sagt Gott: „Ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt.“ In Jesaja 57:19 sagt Gott: „Ich werde die Frucht der Lippen schaffen.“ Das Wichtigste ist, zur Verfügung zu stehen und empfänglich zu sein, denn in unserer persönlichen Welt gibt es jemanden, der ein Wort zur rechten Zeit braucht. Jemand, mit dem wir arbeiten, mit dem wir studieren, jemand in unserer Nachbarschaft oder unserem Alltag oder ein Verwandter braucht einen „goldenen Apfel“. Hat jemand von Ihnen Kinder? Ihre Kinder brauchen viele „goldene Äpfel“. Der kleine Junge sagt: „Papa, ich will Dart spielen. Ich werfe und du sagst: Gut gemacht!“ - Die Kinder brauchen unser Lob, unsere Ermutigung. Ihre Frau oder Ihr Mann braucht das hin und wieder ebenfalls. Also gut. 1. Petrus 1. Ich möchte noch über einen zweiten wichtigen Lebensabschnitt reden. Es geht um Phasen der Anfechtungen und Probleme. Ab Vers 3: 1. Petrus 1:3-7 „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch, die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet zur Rettung, die bereitsteht, in der letzten Zeit offenbart zu werden. Darin jubelt ihr, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid, damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer befunden wird als die des vergänglichen Goldes, das durch Feuer erprobt wird, zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi.“ In Vers 6 heißt es: „... die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid.“ Der Ausdruck „eine kleine Zeit“ im Griechischen bedeutet „eine kurze Phase“. In anderen Bibelübersetzungen ist die Rede davon, für eine Weile Prüfungen ausgesetzt zu sein oder Schweres erleiden zu müssen. Wir alle machen Problemzeiten durch. Deshalb möchte ich aus diesen und einigen anderen Versen in 1. Petrus sieben Gedanken weitergeben, die Ihnen vielleicht helfen, wenn Sie gerade eine Phase voller Anfechtungen erleben. Der erste Gedanke ist: Es ist nur eine Phase. Alle Phasen haben ein Ende. Die Zeiten ändern sich. Und vielleicht fühlen sich Ihre Probleme jetzt tonnenschwer an, aber ich möchte Ihnen sagen: Das wird sich zwangsläufig ändern. In unserer Gegend erleben wir gerade den Übergang zwischen den Jahreszeiten. Gestern Abend hat es geregnet und war kalt, als ich hierher kam. Aber die Jahreszeiten wechseln. Ich weiß, Amerikaner aus dem Mittleren Westen und von der Ostküste denken, in Südkalifornien gibt es nur zwei Jahreszeiten, nämlich Sommer und weniger Sommer. Das sehen wir anders. Aber man muss sehr aufmerksam sein, um in unserer Gegend die vier Jahreszeiten voneinander unterscheiden zu können. Mir gefällt die Übersetzung, dass wir diese Anfechtungen „für kurze Zeit“ erleben. Für eine kurze Zeit. Mit anderen Worten, es wird nicht ewig dauern! Die Phase der Prüfungen wird enden; das dürfen wir nicht vergessen. Die Dinge werden sich zwangsläufig wieder ändern. Zweitens: Wir dürfen nicht aufhören zu vertrauen. In Phasen der Anfechtung muss unser Glaube sozusagen „online“ bleiben. Werfen Sie nicht das Handtuch; geben Sie nicht auf. In diesen Versen ist viel vom Glauben die Rede. In Vers 5 heißt es: „... die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet“, in Vers 7: „... die Bewährung eures Glaubens...“ In Vers 8: „... den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, über den ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude jubelt.“ In Vers 5 und Vers 7 spricht Petrus vom Glauben, in Vers 8 spricht er davon, an Gott zu glauben oder Ihm zu vertrauen, und zwar dann, wenn wir mitten in den Anfechtungen stecken. Halten Sie an Gottes Wort fest. Loben Sie Gott dafür, dass Er Ihnen Antworten schenken wird. Bleiben Sie im Glauben. Das bringt mich zum dritten Punkt: Wer am Glauben festhält, der wird gehalten. Vertrauen Sie weiter und Sie werden bewahrt. Noch einmal Vers 5: „... die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet zur Rettung, die bereitsteht, in der letzten Zeit offenbart zu werden.“ Mit der Rettung, von der hier die Rede ist, ist die endgültige Rettung gemeint. Wenn Jesus Christus wiederkommt, bekommen wir einen neuen Körper. Am Ende schafft Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde. Wir haben das Finale unserer Rettung noch nicht erlebt. Bis dahin leben wir in einer gefallenen Welt. Wir haben einen Feind, den Teufel, der wie ein brüllender Löwe umhergeht und sucht, wen er verschlingen kann. Nicht alles in dieser Welt funktioniert richtig und wir brauchen Bewahrung. Wodurch werden wir bewahrt? Durch Gottes Kraft im Glauben. Wenn wir vertrauen, werden wir bewahrt. Und das Wort „bewahrt“ bedeutet geschützt oder bewacht. Das gleiche Wort beschreibt an anderer Stelle, dass eine Gruppe von Soldaten etwas bewacht und schützt. Und das Wort für „Kraft“ ist das gleiche griechische Wort, das im Neuen Testament sonst mit „Wunder“ übersetzt ist. Der Gedanke dabei ist: Wenn Gott ein Wunder tun muss, um uns zu schützen und zu bewahren, bis Jesus Christus kommt, wird Er es tun. Wir müssen nur weiter vertrauen. Wir werden bewahrt, bewacht, geschützt durch Gottes Kraft, die Wunder tun kann. Und das gilt bis zu jenem letzten Tag, an dem wir unsere Rettung in Vollendung sehen werden. Danken Sie Gott für Seine Kraft und vertrauen Sie weiter. Der vierte Gedanke: Wir müssen auch unsere Freude behalten, unseren Humor. Das wird uns helfen, die Prüfungen zu überstehen. In Vers 6 heißt es: „Darin“ - und damit ist die Zeit der Anfechtungen gemeint - „jubelt ihr.“ Und auch in Vers 8 ist wieder die Rede davon, mit „unaussprechlicher und verherrlichter Freude“ zu jubeln. Bewahren Sie sich die Freude und Ihren Humor! A. W. Tozer sagte: „Christen schulden es der Welt, übernatürliche Freude auszustrahlen.“ Das sehe ich genauso. Damit komme ich direkt zu einem fünften Gedanken. Schlagen Sie bitte mit mir 1. Petrus 5:8 auf. Der fünfte Gedanke ist: Wir müssen wissen, wer unser Feind ist. „Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widersteht standhaft durch den Glauben, da ihr wisst, dass dieselben Leiden sich an eurer Bruderschaft in der Welt vollziehen.“ Im Textzusammenhang erfahren wir, dass die Leiden, die Christen auf der ganzen Welt ertragen müssen, vom Teufel kommen. Petrus sagt ganz deutlich: „euer Widersacher, der Teufel“. Ihr Widersacher ist nicht Gott, nicht Ihre Schwiegermutter, nicht Ihr Chef. Nein. Ihr Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe. Widerstehen Sie ihm und bleiben Sie fest im Glauben. Denken Sie daran, dass Sie nicht der Einzige sind, der dieses Leid durchmacht. Und hier wird der Teufel dafür verantwortlich gemacht. Nun wäre es ganz falsch, alle unsere Probleme dem Teufel in die Schuhe zu schieben. Damit tun wir ihm viel zu viel Ehre an. Aber manche unserer Probleme, ein Teil unseres Leides, hat eine übernatürliche Ursache. Für manches, was in Ihrer Ehe oder bei Ihren Kindern oder in Ihrem Unternehmen passiert, ist direkt der Teufel verantwortlich. Er will Sie blockieren und verschlingen. Er will Ihnen alle Energie, alle Zeit, alle Gefühle, alle Ressourcen stehlen, indem Sie ständig kleine Feuer austreten müssen. Der Teufel kann unser Leben vereinnahmen und über vereinnahmte Christen freut er sich besonders. Er mag Christen, die noch viel Aufmerksamkeit benötigen. Aber Gott wünscht sich Christen, die in ihrem Glauben vorangehen. Manche von uns müssen begreifen, dass wir einen Feind haben. Wir stehen in einem geistlichen Konflikt. Und hier heißt es, wir müssen dem Teufel fest im Glauben widerstehen. Der Glaube kommt aus dem Hören und das Hören aus Gottes Wort. Widerstehen Sie dem Teufel mit Gottes Wort. Im Jakobusbrief heißt es: „Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen.“ Jesus sagte: „Ich gebe euch Vollmacht über die Macht des Feindes. Nichts soll euch schaden. Ihr werdet sogar auf Schlangen und Skorpione treten.“ Und Er sagte: „Alle Vollmacht im Himmel und auf der Erde ist mir gegeben. Geht in meinem Namen und treibt böse Geister aus.“ Ich möchte Sie was fragen: Wann haben Sie dem Teufel zum letzten Mal aktiv widerstanden? Ich meine, Sie persönlich. Wann haben Sie dem Teufel zum letzten Mal widerstanden? Wann haben Sie gesagt: „Okay, das reicht jetzt. Ich merke, was hier los ist. Teufel, das war’s. Ich lasse mir das nicht länger gefallen. Gottes Wort sagt das und das. Darin ist mein Glaube verankert. Also verschwinde aus meinem Leben, aus meiner Ehe, aus meinem Unternehmen. Ich widerstehe dir im Namen von Jesus.“ Wann haben Sie das zum letzten Mal getan? Ich glaube, manche hier müssen einmal intensiv beten. Sie haben einen Feind! Wir haben über das Leid gesprochen, das der Teufel überall in der Kirche verursacht. Das bringt mich zu einem sechsten Gedanken: Gott hat die Probleme zwar nicht gemacht, aber Er kann sie trotzdem gebrauchen, um bei Ihnen etwas Gutes zu bewirken. Wissen Sie, nichts kann Gott überraschen. Er kann die Angriffe des Feindes gebrauchen. Er kann unsere dummen Fehler gebrauchen und für uns etwas Gutes daraus machen. In der Bibel heißt es: „Wer eine Grube gräbt, kann hineinfallen, und wer eine Mauer einreißt, den kann eine Schlange beißen.“ Haman wurde an seinem eigenen Galgen gehängt. Alles, was er versuchte, um die Juden auszurotten, fiel wieder auf ihn zurück und am Ende gewannen die Juden. Gott hat so eine Art, die Pläne des Feindes auf den Kopf zu stellen. Schauen wir uns Vers 10 an. Und denken Sie an den Zusammenhang: Wir haben einen Feind, den Teufel. Wir müssen ihm widerstehen. Petrus spricht hier besonders von dem Leid, das vom Feind unserer Seele verursacht wird. - Wir kommen zu Vers 10: 1. Petrus 5:10 „Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, er selbst wird euch, die ihr eine kurze Zeit gelitten habt, vollkommen machen, stärken, kräftigen, gründen.“ Der Teufel ist derjenige, der Unruhe schafft. Und doch arbeitet Gott an uns, macht uns ruhig, stärkt uns und lässt uns reifen. Die Unruhe kommt nicht von Gott, aber in Seiner Allmacht und Allwissenheit gebraucht Er sie, um etwas Gutes für uns zu bewirken. Das mag uns nicht gefallen, aber die Art und Weise, wie wir auf Probleme reagieren, macht uns zu dem, was wir sind. Es trägt dazu bei, uns zu Menschen zu machen, die in ihrem Leben Gottes Willen tun. Und auch wenn es im Moment nicht danach aussieht, kann es sein, dass unsere gegenwärtigen Probleme wichtig für unseren zukünftigen Erfolg sind. Das Gute an Phasen der Anfechtung und Versuchung ist, dass sie wirklich nur eine Phase sind. Alle Phasen gehen einmal zu Ende. Wenn Sie gerade schwere Zeiten durchmachen, dann fassen Sie Mut. Hilfe ist unterwegs. Solche Lebensabschnitte gehen zu Ende. Auf Ihrem Weg mit Gott warten noch gute Dinge auf Sie. - Bis zum nächsten Mal. Gottes Segen.  

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