Die Zehn Gebote für die Ehe 1/2

Die besten Prinzipien für gesunde Beziehungen finden wir in der Bibel – und zwar für jede Generation. Die Zehn Gebote waren Gottes Eheversprechen für sein Volk. Wenn wir diese Gebote befolgen, werden wir Stabilität und Freude in unseren Ehen sowie in allen anderen unserer Beziehungen erleben. Entdecke in dieser Predigt von Bayless Conley, wie deine wichtigsten Beziehungen noch heute durch Gottes Zehn Gebote stärker und besser werden.

Dies ist der erste Teil einer Predigt, den zweiten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Willkommen zu unserer Sendung. Der Titel der heutigen Predigt lautet: „Gottes Zehn Gebote für die Ehe.“ Wir werden die Zehn Gebote so betrachten, als wären sie Teil des Ehegelübdes zwischen Gott und Seinem Volk. Sie werden sehen, dass das gar nicht so abwegig ist. Er benutzt dafür eine sehr romantische Sprache und wir finden hier einige grundlegende Prinzipien, die uns in unserer Ehe und unseren Beziehungen helfen werden. Ob Sie nun Single, geschieden, verwitwet, verheiratet oder zum zweiten Mal verheiratet sind oder nie heiraten wollen – das wird ein Segen für Sie sein. Bleiben Sie bei uns.

Haben Sie eine Bibel? Dann schlagen Sie sie bitte bei 2. Mose, Kapitel 19 auf. Vater, bitte lass alles, was ich sage, vom Heiligen Geist geführt sein und gib uns Ohren, die hören. Amen.

Wir beschäftigen uns jetzt schon den ganzen Monat mit Beziehungen und ich möchte das noch ein wenig fortsetzen. Ich werde heute ein bisschen über die Ehe reden. Aber was ich sagen will, wird Ihnen auch nützen, wenn Sie nicht verheiratet sind. Wenn Sie glücklich verheiratet sind, wird es wirklich gut für Sie sein. Wenn Sie unglücklich verheiratet sind, wird es gut für Sie sein. Wenn Sie geschieden oder verwitwet sind, wird es gut für Sie sein. Wenn Sie Single sind und nie heiraten wollen, wird es gut für Sie sein. Wenn Sie Single sind und unbedingt heiraten wollen, wird es gut für Sie sein. Sie werden ein paar Grundsätze hören, die Ihnen helfen können. Gute Beziehungen, gute Ehen passieren nicht einfach. Man muss daran arbeiten. Eine gute Ehe muss auf mehr gegründet sein als auf Leidenschaft. Sie muss auch auf Prinzipien gegründet sein. Und die absolut besten Richtlinien und Prinzipien für gesunde Beziehungen und gesunde Ehen in jeder Generation finden wir in der Bibel. Gottes Wort und Gottes Prinzipien veralten nie.

Wir werden jetzt dreieinhalbtausend Jahre zurückgehen und uns einige Ehegelübde ansehen, die für heute extrem wichtig sind. Ich weiß nicht, ob Ihnen das klar ist, aber Gott betrachtete Israel als Seine Braut. In Jeremia sehen wir, dass Gott sagte: „Du bist eine untreue Frau.“ Er ging sogar so weit, dass Er sie entließ und ihnen den Scheidebrief gab. Ja, Gott ist ein Geschiedener. Darüber sollten einige von Ihnen einmal nachdenken, weil sie Menschen, die geschieden sind, einfach abgeschrieben haben. Gott hat eine Scheidung hinter sich. Auch in Hesekiel und Hosea benutzt Gott das Bild, dass Er mit Seinem Volk verheiratet ist und im Neuen Testament wird diese Metapher weitergeführt. Die Gemeinde wird als die Braut Christi bezeichnet. Und Gott sagt: „Die engste Beziehung, die es gibt, ist die zwischen Mann und Frau und so nah will auch ich euch sein.“

Nachdem Gott Sein Volk aus Ägypten herausgeführt hatte, gab Er Mose den Dekalog oder die Zehn Gebote. Und das ist nicht nur eine Liste mit Geboten und Verboten. Und auch wenn Sie alle Punkte darauf beherzigen, ist das keine Treppe, die Sie automatisch in den Himmel führt. Die Zehn Gebote sind Hochzeitsgelübde für Gottes Volk. Gott sagte: „Wenn ihr eine langfristige, gesunde Beziehung mit mir haben wollt, müsst ihr euch an diese Gebote halten.“ Sehen wir uns kurz an, was dem vorausging. Kapitel 19 von 2. Mose, ab Vers 4. Gott sagte:

2. Mose 19:4-5
„Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan habe. Ich habe euch sicher hierher zu mir gebracht, so wie ein Adler seine Jungen auf seinen Flügeln trägt. Wenn ihr mir nun gehorcht und den Bund haltet, den ich mit euch schließen werde, sollt ihr vor allen anderen Völkern der Erde mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir.“

Gott sagt: „Ich konnte unter den Völkern auf der ganzen Erde wählen und ich habe euch gewählt. Ihr seid mein besonderes Eigentum.“ Das ist eine sehr intime und romantische Sprache. Und direkt nachdem Gott zu Seinem Volk gesagt hatte: „Ich habe euch erwählt, ihr sollt mein besonderes Eigentum sein“, gab Er ihnen diese Hochzeitsgelübde, die Zehn Gebote. Wir finden sie in 2. Mose, Kapitel 20.

Vers 3: „Du sollst außer mir keine anderen Götter haben“,

die Verse 4 und 5: keine Götzenbilder,

Vers 7: Missbrauche den Namen des Herrn nicht,

Vers 8: Heilige den Sabbat,

Vers 12: Ehre deine Eltern,

Vers 13: Töte nicht.

Vers 14: Begehe keinen Ehebruch,

Vers 15: Stehle nicht,

Vers 16: Mach keine falsche Aussage, und

Vers 17: Begehre nicht.

Wir wollen uns diese Gebote jetzt näher ansehen und ich werde kurz darauf eingehen, welche Bedeutung sie vertikal, also zwischen uns und Gott haben. Aber wir wollen uns darauf konzentrieren, wie wir sie horizontal, sprich im Rahmen einer Ehe oder einer Beziehung, anwenden können. Lassen Sie uns also das erste Gebot in Vers 3 lesen:

2. Mose 20:3
„Du sollst außer mir keine anderen Götter haben.“

Gott sagt: „Ich möchte eine exklusive Beziehung. Ich will euer Ein und Alles sein und das nicht nur vorübergehend.“ Der heilige Augustinus sagte: „Wenn Christus nicht mehr geschätzt wird als alles andere, wird er überhaupt nicht geschätzt.“ Und auch die Ehe ist von der Hingabe an eine Person geprägt. Henry Ford sagte an seinem fünfzigsten Hochzeitstag: „Der Grund, warum ich eine erfolgreiche Ehe führe, ist derselbe, warum mein Unternehmen erfolgreich ist. Ich bleibe beim selben Modell.“

Im traditionellen Ehegelübde geloben die Paare einander, sich zu lieben und zu ehren, bis dass der Tod sie scheidet. Sie sollten sagen: „Du wirst keine Konkurrenz haben. Ich werde mich nicht nach anderen umsehen.“ Meine Frau muss sich keine Sorgen machen, dass ich das tue. Ich bleibe bei dem einen Modell und durch die Gnade Gottes tut sie dasselbe. Das Modell scheint sich ein wenig zu verändern. Ich sehe in den Spiegel und – ja, Sie wissen, wovon ich rede. Aber es gibt nicht diese Frau und jene Frau. Diese Möglichkeit existiert nicht. Das ist die Einstellung, die Sie haben müssen, wenn Sie eine solide Beziehung führen wollen.

2. Mose 20:4-5
„Du sollst dir kein Götzenbild anfertigen von etwas, das im Himmel, auf der Erde oder im Wasser unter der Erde ist. Du sollst sie weder verehren noch dich vor ihnen zu Boden werfen…“

Gott hat hier bewusst alles abgedeckt. Mach dir kein Bild von irgendetwas, das im Himmel, auf oder unter der Erde oder im Wasser ist und wirf dich nicht davor nieder.

Bevor ich Christ wurde, ging ich oft in den Hindutempel in Los Angeles. Dort waren große Götzenbilder und die Menschen beugten sich vor ihnen nieder und verbrannten Weihrauch. Aber eines der Dinge, die Gott verbietet, sind Götzenbilder. Suchen Sie sich in Ihrer Ehe keinen Ersatz. Lieben Sie Ihre Frau. Lieben Sie Ihren Mann. Finden Sie Erfüllung in dieser Beziehung. Manche suchen ihre Erfüllung woanders. Und ich glaube, einer der Gründe, warum Pornografie so viel Schaden anrichtet, ist, dass die Leidenschaft und die Sexualität der Menschen auf ein Bild, auf einen Ersatz gerichtet wird und das zerstört die Ehe. Manche Menschen machen ihre Arbeit zu ihrem Ein und Alles. Sie stecken ihre ganze Leidenschaft und ihre Energie in ihren Job und versuchen darin Erfüllung zu finden. Und ich glaube, Arbeit ist etwas Gutes. Gott gab auch Adam Arbeit, bevor Er ihm eine Frau gab. Das sollten Sie bedenken, bevor Sie heiraten, meine Damen. Stellen Sie sicher, dass er einen Job hat.

Manchmal investiert einer der Eltern – im Allgemeinen ist es die Frau – ihre ganze Liebe, ihre Leidenschaft und Energie in die Kinder. Natürlich müssen wir unsere Kinder von ganzem Herzen lieben und sie müssen uns wichtiger sein als wir selbst. Aber oft kommt es zu einer Krise, wenn er oder sie in den Ruhestand geht oder wenn die Kinder erwachsen sind und aus dem Haus gehen. Dann sagt die Frau: „Da ist so eine große emotionale Leere in meinem Leben. Mein Mann ist wie ein Fremder für mich. Ich weiß nicht einmal, wer er ist.“ Und sie erkennt: „Ich habe alles in die Kinder investiert, auch das, was ich in meine Ehe hätte investieren sollen.“ Dasselbe gilt, wenn einer der Partner in den Ruhestand geht oder seinen Job verliert. Wenn jemand immer nur in seine Arbeit investiert hat und nie in seine Ehe, kommt es in einem solchen Fall zu einer Krise, weil sein Job zu einem Ersatz geworden ist. Manchmal geben Menschen aus genau diesem Grund nach 35 Jahren ihre Ehe auf. Deshalb müssen wir sicherstellen, dass wir keinen Ersatz haben. Es ist sicher gut, wenn man hart arbeitet. Ich liebe meine Kinder und Enkel. Aber ich kann ihnen nicht geben, was allein Janet gehört. Ich muss sie lieben und sie muss mich lieben, keinen Ersatz.

Gut, Vers 7. Wir kommen zum dritten Gebot.

2. Mose 20:7
„Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen. Denn der Herr wird jeden bestrafen, der seinen Namen missbraucht.“

Gott sagt: „Wenn du eine gute Beziehung mit mir haben willst, dann sprich gut von mir. Achte auf deine Worte.“ Missbrauchen bedeutet, dass wir leere Worte sagen, unaufrichtig sind oder nicht den gebührenden Respekt zeigen. Immer, wenn wir flapsig oder leichtfertig über jemanden reden, nimmt unser Respekt für ihn ab. Es ändert nicht ihn; es ändert uns. Manche Menschen reden viel zu lässig, kritisch und respektlos daher und das wirkt sich auf unsere Beziehungen aus. Es gibt nur wenig, das unsere Beziehungen stärker positiv oder negativ beeinflusst als unsere Worte. Lernen Sie, gut über Ihren Partner zu reden. Bauen Sie ihn mit Worten auf. Seien Sie verschwenderisch mit Lob. Im Jakobusbrief heißt es, unsere Zunge ist wie ein Ruder, das bestimmt, in welche Richtung das Schiff fährt – das Schiff unseres Lebens, das Schiff unserer Ehe. Wohin segeln Sie Ihre Ehe? Ich kenne mich ein bisschen damit aus, was passiert, wenn ein Boot vom Kurs abkommt. Wohin steuert Ihre Ehe? Achten Sie darauf, was Sie gewohnheitsmäßig sagen. Meine Frau und ich haben schon Leute getroffen, von denen wir es kaum erwarten konnten wegzukommen, weil sie sich so schneidende Worte an den Kopf warfen, dass die ganze Atmosphäre regelrecht vergiftet war.

Aber Worte können auch positiv gebraucht werden. Als wir frisch verheiratet waren, besuchten wir eine Pastorenkonferenz. Dort stellten wir fest, dass die Kinder vieler Pastoren sich nicht gut benahmen. Und so beschlossen wir schon sehr früh, die erfolgreichen Familien, die wir trafen, zu fragen, was sie anders machten. Bei der Konferenz war ein Sprecher, der zwar nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut war. Er sprach zwei Stunden lang, eine Stunde länger als vorgesehen. Mir fiel ein Ehepaar mit zwei Jungen auf. Die beiden waren etwa zehn und zwölf Jahre alt und ich dachte: „Die Kinder werden sich bestimmt bald mit Papierkugeln bewerfen oder anfangen zu raufen oder sich auf den Kopf hauen“, aber die Jungen machten sich die ganze Zeit Notizen. Meine Aufmerksamkeit war wahrscheinlich mehr bei ihnen als bei dem Sprecher. Ihr Verhalten war eines der sieben Weltwunder für mich. Nach seiner Predigt gingen wir schnurstracks auf die Familie zu und ich fragte: „Wie machen Sie das? Haben Sie Ihre Kinder verzaubert oder was? Die beiden Jungen haben zwei Stunden lang still gesessen.“ Sie sagten: „Nein, sicher nicht. Die beiden sind ein bisschen ungewöhnlich. Sie lieben das Wort.“ Und sie sagten: „Sie streiten nur selten.“ Ich war sehr überrascht. Meine Schwester und ich waren wie Hund und Katze. Ich fragte: „Sie streiten wirklich nur selten? Wie kann das sein?“ Der Mann sagte: „Wenn sie, als sie noch klein waren, anfingen zu streiten, haben wir dafür gesorgt, dass sie sich hinsetzten, einander ins Gesicht sahen und sagten: „Du bist mein Bruder. Ich liebe dich und ich will nichts tun, das dich verletzt. Es tut mir leid. Vergibst du mir?“ Wir machten eine Gewohnheit daraus und, Bayless, das hat Wunder gewirkt!“ Was er dann sagte, habe ich nie vergessen. Sie hatten einen Dienst in Südkalifornien, ziemlich weit draußen in der Wüste, und ihre Hauptbeschäftigung bestand darin, Ehepaare seelsorgerlich zu betreuen. Und sie sagten: „Manchmal kommen Paare zu uns, die kurz davor stehen, sich gegenseitig den Kopf abzureißen. Sie streiten aufs Heftigste, unterbrechen einander ständig und klagen einander an. Dann müssen wir sie trennen. Aber wenn sie bereit sind, einander ins Gesicht zu blicken, sehen wir immer eine Veränderung. Manchmal ist es sehr schwer, sie so weit zu bekommen, dass sie einander ansehen, sich gegenseitig vergeben und etwas Positives sagen, wie: Ich liebe dich und ich habe dich geheiratet, weil ich etwas Besonderes in dir gesehen habe.“ Und er sagte: „Bayless, das ist wirklich erstaunlich. Wir sagen ihnen: Nehmt euch jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um einander gute, positive Worte zu sagen. Und wenn sie beim nächsten Mal wiederkommen, sind sie ein Herz und eine Seele. Sie sind unzertrennlich!“ Das ist das Ergebnis davon, dass sie positive, von Gott inspirierte Worte sagen. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht!“

Davon ist auch in der Bibel die Rede. Im Buch der Sprüche heißt es: „Wer gern redet, muss die Folgen tragen, denn die Zunge kann töten oder Leben spenden.“ Ich meine, das absolut Radikalste, was einem Menschen passieren kann, ist, dass er gerettet wird und ein neues Leben in Christus bekommt. Sie ändern Ihren Bestimmungsort von der Hölle in den Himmel und das geschieht, indem Ihr Herz und Ihre Lippen eins werden. Wenn Sie in Ihrem Herzen glauben, dass Gott Jesus Christus von den Toten auferweckt hat und Ihn mit Ihrem Mund als Herrn bekennen, werden Sie gerettet. Sie werden sofort innerlich verwandelt und der Ort, wo Sie die Ewigkeit verbringen werden, ändert sich. Wenn das passieren kann, indem unser Herz und unsere Lippen eins werden, sollte es uns einleuchten, dass auch eine Ehe, die in die falsche Richtung steuert, den Kurs ändern und die richtige Richtung einschlagen kann, indem wir die richtigen Worte sagen. Und Gott sagt: „Wenn du eine gute, gesunde Beziehung mit mir haben willst, rede keine oberflächlichen Worte. Missbrauche meinen Namen nicht.“ Und dasselbe gilt auch für Ehepaare.

Lassen Sie uns weitermachen. Sehen wir uns jetzt Vers 8 an. Das ist das vierte Ehegelübde oder Gebot.

2. Mose 20:8
„Denke an den Sabbat und heilige ihn.“

Das Wort Sabbat bedeutet Pause, Ruhe oder die Arbeit unterbrechen. Und das Wort heiligen bedeutet, sich für Gott absondern oder sich Ihm hingeben. Gott sagt: „Wenn du eine langfristige Beziehung mit mir haben willst, müssen wir Zeit miteinander verbringen – eine ganz besondere Zeit; Zeit, die du nur mir widmest. Ich möchte einen ganzen Tag.“ Um eine gesunde, wachsende Ehe zu haben, müssen Ehemänner und Ehefrauen Zeit miteinander verbringen… eine ganz besondere Zeit, die sie nur einander widmen.

Wir alle wissen, dass wir in einer sehr geschäftigen Welt leben. Die Vorstellung, die wir ursprünglich von der ganzen Technik hatten, war, dass sie uns Zeit spart, die wir dann mit unserer Familie und unserem Ehepartner verbringen können. Aber so ist das nicht. Wir sind beschäftigter denn je. Und wenn eine Familie zusammen essen geht, ist jeder von ihnen mit seinem Handy beschäftigt. Sie unterhalten sich nicht. Der Punkt ist: Wir müssen uns in dieser geschäftigen, temporeichen Gesellschaft Zeit nehmen. Das geht nicht von allein.

In einer kleinen Landgemeinde war es Brauch, dass jeder, der sich den Besuch seines Pastors wünschte, eine kleine Notiz in den Opferbehälter warf. Eines Tages fand er dort einen Zettel, der seine Aufmerksamkeit erregte. Darauf stand: „Ich bin dein ergebenstes und treuestes Mitglied, aber ich sterbe an Einsamkeit. Bitte besuche mich.“ Unterzeichnet war die Nachricht von seiner Frau. Salomo sagte: „Sie setzten mich als Hüter der Weinberge ein, aber meinen eigenen Weinberg habe ich nicht gehütet.“

Ein Mann spielte einmal mit einem Freund Golf. Sie erzielten beide gute Schläge. Die Bälle lagen dicht beieinander und sie versuchten gerade die Entfernung abzuschätzen, als neben dem Golfplatz eine Trauerprozession vorüberging. Der eine Mann nahm seinen Hut ab, drückte ihn auf sein Herz und senkte den Kopf. Sein Freund sagte: „Bill, ich wusste gar nicht, dass du so sentimental bist.“ Er sagte: „Ich war 35 Jahre mit ihr verheiratet.“ Yeah.

Sagen Sie alle: „Zeit.“ Nehmen Sie sich Zeit, die Sie ausschließlich Ihrem Partner widmen. Es wird sich für Sie lohnen. Von diesem Punkt an geht es um einige charakterliche Themen. Und Gott sagt im Wesentlichen: „Wenn du eine gute Beziehung mit mir haben willst, musst du dir folgende Eigenschaften aneignen.“ Und das sind auch die Eigenschaften, die Sie in Ihrer Ehe anstreben sollten und genauso sollten Sie darüber nachdenken, wenn Sie Single sind und mit jemandem ausgehen und heiraten wollen oder wenn Sie einfach ein guter Mensch sein wollen. Wir kommen zu Vers 12 und hier finden wir das fünfte Gebot. Es lautet:

2. Mose 20:12
„Ehre deinen Vater und deine Mutter. Dann wirst du lange in dem Land leben, das der Herr, dein Gott, dir geben wird.“

Das bedeutet unter anderem, dass wir dankbar sein sollen. Wenn Sie die Bibel studieren und lesen, was dort darüber geschrieben steht, wie man Vater und Mutter ehrt, werden Sie sehen, dass das viel mit Dankbarkeit zu tun hat. Eltern verwenden normalerweise viel Arbeit, Kraft, Liebe und Geld auf die Erziehung ihrer Kinder. Und wenn Sie ein undankbares Kind haben, ist das sehr schwierig.

Kürzlich habe ich William Shakespeare zitiert. Er sagte: „Undankbare Kinder geben der Mutter Otternlohn.“ Unser erster Präsident, George Washington, sagte: „Nichts ist ein größerer Fremdling für meine Brust und keine Sünde verabscheut meine Seele mehr als diese düstere und widerwärtige Undankbarkeit.“ Der heilige Ignatius nannte die Undankbarkeit die scheußlichste aller Sünden. Wenn jemand undankbar gegenüber seinen Eltern ist und keine Verantwortung ihnen gegenüber verspürt, wirkt sich das auf jeden anderen Bereich seines Lebens aus. Ein selbstsüchtiger Mensch, der glaubt, die Welt schulde ihm etwas, gibt normalerweise keinen guten Ehepartner ab. Aber wenn Sie jemanden finden, der wahre Dankbarkeit zeigt, ist das ein Zeichen für einen guten Charakter. Danke ist ein wichtiges Wort in einer Ehe. Wertschätzung zu zeigen ist eine große Sache in einer Beziehung. Ja, das erfordert Mühe, aber es zahlt sich reichlich aus. Jemand, der seine Eltern nicht ehrt, wird wahrscheinlich auch Sie nicht ehren.

Vielleicht denken Sie jetzt: „Ja, Pastor, ich verstehe das, aber du kennst meinen Mann nicht. Mir fällt nicht vieles ein, für das ich ihm Dankbarkeit zeigen könnte.“ Dann müssen Sie vielleicht auf die Knie gehen und sagen: „Gott, zeige mir zwei Dinge“ und dann für diese beiden Dinge Dankbarkeit zeigen. Er arbeitet hart; sie ist eine gute Mutter; sie tut ihr Bestes, um gut auszusehen – was auch immer, Sie werden etwas finden, für das Sie Dankbarkeit zeigen können.

Gut, machen wir weiter. Vers 13. Das ist gut.

2. Mose 20:13
„Du sollst nicht töten.“

Töten Sie Ihren Ehepartner nicht. Es ist sehr schwierig, auf diese Weise eine gute Ehe zu haben.

Jesus ging darauf noch näher ein. In Matthäus 5 sagte er: „Ihr habt gehört, dass es heißt: Du sollst nicht töten. Wer einen Mord begeht, wird verurteilt. Ich aber sage: Schon der, der nur zornig auf jemanden ist, wird verurteilt!“

Ich war einmal mit ein paar Freunden auf der Beerdigung eines unserer gemeinsamen Freunde. Das war noch in der Zeit, bevor ich Christ wurde. Nach der Trauerfeier gingen wir zu einem von ihnen nach Hause, rauchten Gras und hüllten uns anlässlich des Verlusts unseres Freundes in dicken Rauch. Da fiel seiner Frau auf, dass der Teppichboden gesaugt werden musste und so holte sie den Staubsauger und fuhr damit zwischen uns herum. Das war nicht gerade das Sensibelste, was sie hätte tun können. Wir reichten den Joint herum und mein Freund, ihr Mann, starrte sie an, aber sie saugte einfach weiter. Da stand er wortlos auf, stieß sie zur Seite, nahm den Staubsauger und warf ihn aus dem Fenster. Dann setzte er sich wieder hin. Die Ehe hielt nicht.

Wenn Sie nicht lernen, sich zu beherrschen, wird der Teufel es für Sie tun. Zorn zerstört Beziehungen. Wenn Sie ein hitziges Temperament haben, sehen Sie zu, dass Sie es in den Griff bekommen. Wenn Sie mit jemandem ausgehen, der Wutausbrüche hat, nehmen Sie das als Warnung und schalten Sie einen Gang zurück, okay?

Leider haben wir es in dieser Sendung nicht geschafft, uns alle Gebote anzusehen. Sie wissen, was das bedeutet. Sie werden nächste Woche wieder einschalten müssen, um den Rest der Predigt zu sehen. Aber, wissen Sie, ich sage oft – und auch wenn ich es oft sage, sage ich es nicht leichtfertig – ich glaube nicht, dass es Zufall ist, dass Sie mir gerade zusehen. Ich glaube, dass Gott das so gelenkt hat. Es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt. Er interessiert sich für Sie und Er möchte Ihnen helfen. Er möchte Ihnen mit Ihrer Ehe helfen. Er möchte Ihnen mit Ihrem schwierigen Kind helfen. Er möchte Ihnen mit Ihren Finanzen helfen. Er möchte an Ihrem Leben teilhaben. Er ist nicht weit entfernt, kalt und gleichgültig. Er ist eine sehr präsente Hilfe in Zeiten der Not. Rufen Sie Ihn heute an. Schütten Sie Ihm Ihr Herz aus und Sie werden sehen, dass Er sehr freundlich, gütig und barmherzig ist. Schalten Sie auch nächstes Mal wieder ein. Gott segne Sie.

 

2 Kommentar(e)

  • ursula sagt:

    ich als ältere person erlebte beihnahe alles wüste vor gott,er vergab mir jegliche sünde,in seiner gnade zu leben ist himmel auf erde,aber auch in meinem letzten lebens-abschnitt brauche ich seine hilfe
    tagtäglich aufs Neue.dieses thema glaubte mich nicht zu intressieren,beinahe beschämend vor gott,wertvolle gedanken und unübertreffliche worte sei gesegnet pastor beyless conley

  • sabine nowak sagt:

    vielen vielen dank für die wunderbare predigt. ich begehrte die Gabe zweier anderer Männer,die total erfolgreich sind. einer ist schauspieler und einer ist osteopath.
    er kann heilen und das möchte ich auch gerne können. das machte mir aber super schlechte gefühle, es fühlte sich an wie Neid. es hat mich gepiekst und ich war schlecht
    gelaunt, weil ich auch gerne heilen können möchte. auf einmal geht mir ein Licht auf und ich merke, dass ich die Gabe eines anderen begehre. ich habe gebetet, dass Gott mir
    diese schweren Platten von meinem Gemüt nimmt, auf dass auf meinem eigenen Feld etwas wachsen kann. ich habe IHN auch um Vergebung gebeten. es fühlt sich sehr sehr gut an und ich bin erleichtert. Möge es anhalten und
    mögen meine Gaben auch zum Heilen führen. Vielen Dank, mir sind heute echt die Augen aufgegangen. In Liebe, sabine

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