Die Endzeit verstehen 3/4

Von 10.08.2018 2079 Views62 Keine Kommentare
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Eines ist sicher: Wir leben in der Endzeit. Die Zeichen für das Ende, auf die Jesus uns hingewiesen hat, werden nicht nur bald kommen – sie sind schon da. Wie wird es jetzt also weitergehen? Wie werden die Welt und unser Leben vor und nach dem siegreichen Wiederkommen von Jesus aussehen? Wie sollen wir in der Endzeit leben? Bayless Conley beantwortet diese und andere wichtige Fragen anhand eines übersichtlichen Zeitstrahls aus der Bibel.

Predigtmanuskript

Hallo. Willkommen zur heutigen Sendung. Es geht um die Ereignisse der Endzeit, die in der Bibel beschrieben werden. Ich weiß, einige von Ihnen sagen jetzt sicher: „Ja, Endzeit, Endzeit.“ Es wird oft darüber geredet. Aber wissen Sie was? Einige Dinge zeigt uns die Bibel ganz klar. Sie sind so wichtig, dass Sie sie nicht verpassen sollten. Und ein paar davon wollen wir uns heute anschauen. Es ist wichtig für Sie.

Wenn Sie letztes Wochenende hier waren – am Samstagabend oder bei einem der vier Sonntagsgottesdienste -, dann wissen Sie, dass ich über die Endzeit gesprochen habe. Wir haben uns zwei große prophetische Ereignisse angeschaut und zwei Geheimnisse, die Gott  dazwischen gesetzt hat. Das erste dieser beiden Ereignisse war das Kommen Jesu auf diese Erde und das Zweite ist Sein Wiederkommen. Das erste Ereignis ist also schon geschehen, das Zweite noch nicht. Aber das Interessante war, dass wir uns ein paar Beispiele angesehen und festgestellt haben, dass im Alten Testament das Kommen des Messias – des Retters – immer und immer wieder prophezeit wurde. Aber oft wurde in Verbindung mit dieser Prophezeiung gesagt: „Er kommt, und der Geist ruht auf ihm. Uns ist ein Kind geboren. Ein Sohn ist uns gegeben und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter.“ Es war immer von Seinem Kommen die Rede, aber auch davon, dass Er ein irdisches Königreich aufrichten wird, dass Er die Feinde Gottes richten wird, Rache üben und dem Volk Gottes Friede und Gerechtigkeit bringen würde. Und das kommt erst noch. Das Aufrichten dieses irdischen Königreiches geschieht erst nach Seiner Wiederkunft. Dazwischen hat Gott mehrere Geheimnisse gesetzt, die Er in Seinem Herzen verborgen hielt und von denen niemand etwas wusste.

Wir haben in mehreren Bibelstellen gelesen, dass dieses Geheimnis schon vor der Entstehung der Welt in Gottes Herzen verborgen war und dass niemand es kannte. Kein Prophet, kein Weiser, selbst Jesu eigene Jünger und die Engel kannten dieses Geheimnis nicht. Und dieses Geheimnis war die Entstehung der Gemeinde nach dem ersten Kommen Jesu und Seiner Auferstehung. Das Zeitalter der Gnade, in dem wir gerade leben, ist eine Zeit, in der alle die Gelegenheit haben, mit Gott versöhnt zu werden und in der die Gnade und Barmherzigkeit Gottes für alle Menschen zugänglich sind – nicht nur für die Juden, sondern für die ganze Welt.

Das erste Geheimnis Gottes war also das Errichten Seiner Kirche auf der Erde. Und das zweite Geheimnis ist das Verschwinden Seiner Kirche, das meist als „die Entrückung“ bezeichnet wird. Die Gemeinde, also die Gläubigen, wird in die Wolken aufgehoben und den Herrn in der Luft treffen, um für immer beim Herrn zu sein. Wir werden bei Ihm im Himmel sein. Und wenn Er zum zweiten Mal auf die Erde kommt, werden wir mit Ihm zurückkommen. Und jetzt eine Frage: Was passiert mit uns im Himmel, bevor das zweite prophetische Ereignis eintrifft und Jesus auf die Erde zurückkehrt? Ich möchte Ihnen zwei Dinge zeigen, die es im Himmel geben wird. Das erste ist der Richterstuhl Christi. In der Bibel wird nur zweimal direkt vom Richterstuhl Christi gesprochen, aber in der ganzen Bibel wird immer wieder darauf angespielt. Eine der Stellen, in der er direkt genannt wird, ist Römer 14:10. Da wird die Frage gestellt:

Römer 14:10
Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden.“

Sagen Sie zu Ihrem Nachbarn: „Du auch.“ Ja, wir alle werden vor dem Richterstuhl Christi stehen. Und in Vers 12 heißt es:

Römer 14:12
„Also wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben.“

Auch in 2. Korinther 5 ist davon die Rede. Ich möchte ein paar Verse daraus vorlesen. In Vers 1-5 geht es darum, dass die Gläubigen ihre verherrlichten Körper empfangen und beim Herrn im Himmel sind. Darüber haben wir letztes Wochenende ausführlich gesprochen. Wenn die Posaune erschallt und der Ruf ertönt, werden alle Gläubigen, die schon gestorben sind, ihren Körper zurückbekommen. Aber es wird ein verherrlichter Körper sein. Und dann werden wir, die zu diesem Zeitpunkt noch leben, mit in die Luft aufgehoben, um den Herrn zu treffen. Und auch wir werden verändert. In der Bibel steht, dass wir einen verherrlichten Körper bekommen werden wie der verherrlichte Körper von Jesus. Davon sprechen die ersten fünf Verse in 2. Korinther 5. Und ab Vers 6 heißt es:

2. Korinther 5:6-8
„So sind wir nun allezeit guten Mutes und wissen, dass wir, während ‚einheimisch‘ im Leib, wir vom Herrn ‚ausheimisch‘ sind – denn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen -; wir sind aber guten Mutes und möchten lieber ‚ausheimisch‘ vom Leib und ‚einheimisch‘ beim Herrn sein.“

Das ist – ehrlich gesagt – die bessere Option. Ich genieße dieses Leben, aber der Apostel Paulus sagt an einer anderen Stelle: Es ist viel besser, zu gehen und bei Jesus zu sein. Es ist nicht nur ein bisschen besser, sondern viel besser.

2. Korinther 5:9-11
„Deshalb setzen wir auch unsere Ehre darein, ob ‚einheimisch‘ oder ‚ausheimisch‘, ihm wohlgefällig zu sein. Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder empfange, was er durch den Leib vollbracht, dementsprechend, was er getan hat, es sei Gutes oder Böses. Da wir nun den Schrecken des Herrn kennen, so überreden wir Menschen, Gott aber sind wir offenbar geworden; ich hoffe aber, auch in euren Gewissen offenbar zu sein.“

Ich finde es interessant: Erst sagt er: „Wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden.“ Und dann: „Da wir nun den Schrecken des Herrn kennen…“ Offensichtlich war dem großen Apostel Paulus etwas mulmig zumute, wenn er an dieses Ereignis dachte. In der Neues-Leben-Bibel steht: „Weil wir wissen, dass der Herr zu fürchten ist…“ Vor dem Richterstuhl Christi werden wir nicht gerichtet oder für unsere Sünden bestraft. Das hat Christus am Kreuz von Golgatha auf sich genommen. Mit Seinem Blut hat Er unsere Sünden ausgelöscht. Wir werden dort also nicht für unsere Sünden bestraft. Auf Altgriechisch steht hier das griechische Wort „bema“. B-E-M-A. Damit ist im Altgriechischen unter anderem der Sitz des Schiedsrichters bei den Olympischen Spielen gemeint. Der Schiedsrichter saß nicht auf seinem Stuhl, um zu urteilen, sondern um die Sieger zu ehren. Darauf nimmt diese Stelle Bezug. Jesus sagt in Offenbarung 22:12 zur Kirche: „Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.“ Der Richterstuhl Christi ist nicht für die Welt gedacht. Als Gläubige stehen wir also auch vor einem Richter. Aber dabei geht es nicht um unsere Rettung. Nein, es geht darum, wie wir gelebt haben – ob wir Gott gehorcht haben oder nicht, ob wir unsere Zeit gut genutzt haben oder nicht und ob wir unserer Berufung gefolgt sind oder nicht.

Die Welt applaudiert, wenn jemand Talent hat, aber Gott schaut das Innere an. Er sieht die Motivation. Er sieht den Charakter. Er sieht Treue. Er sieht nicht nur die Leistung. Er sieht nicht nur, dass ich ein Lied gesungen habe, sondern warum ich das Lied gesungen habe und wie es dabei in meinem Herzen aussah. Er sieht nicht nur die Leistung von jemandem, auch wenn es seine Berufung ist. Er schaut auf den Charakter, der dahintersteht. Er sieht die geheimen Motive des Herzens, die eine Person dazu bringen, das zu tun, was sie tut.

Wenn Sie eine Bibel haben, lesen Sie mit mir die folgende Stelle aus 1. Korinther, Kapitel 3. Wir haben hier einen indirekten Hinweis auf diesen kommenden Tag vor dem Richterstuhl Christi, der im Himmel sein wird. 1. Korinther 3. Wir lesen ab Vers 10:

1. Korinther 3:10-14
„Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf; jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf den Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag (er spricht über den gleichen Tag) wird es klarmachen, weil er in Feuer offenbart wird. Und wie das Werk eines jeden beschaffen ist, das wird das Feuer erweisen. Wenn jemandes Werk bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen…“

Sagen wir alle „Lohn“. Vers 15:

1. Korinther 3:15
„… wenn jemandes Werk verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.“

Das Fundament ist also eine Metapher für Jesus. Das haben wir verstanden. Wenn wir auf Jesus vertrauen, haben wir ein festes Fundament. Und unser Leben ist das, was wir auf diesem Fundament bauen. Mit der Metapher beschreibt er, ob wir es richtig und mit der richtigen Motivation tun. Bauen wir mit festen Materialien oder mit Holz? Oder bauen wir mit Heu oder Stroh? Dieser Tag wird es zeigen. Wenn das Werk von jemandem verbrennt, ist er trotzdem gerettet, aber wie durchs Feuer hindurch. Das Fundament wird dadurch nicht beschädigt, aber wenn das, was wir gebaut haben, an diesem Tag verbrennt, bekommen wir keinen Lohn. Denn an diesem Tag kommt ans Licht, wer wir wirklich sind, was wir tun und was wirklich dahintersteckt.

Ich erinnere mich an jemanden, der ein kleines Reich aufgebaut hatte. Es war ein christliches Werk und es war wirklich riesig. Tausende von Menschen waren daran beteiligt. Aber es ging Einiges schief und der Gründer landete im Gefängnis. Allerdings – und das war sehr mutig – bekannte er später, was geschehen war. Er sagte: „Ein Teil von dem, das wir getan haben, kam ganz klar von Gott und Gott hat mir aufgetragen, das zu tun. Aber der Großteil unserer Arbeit war ein Ismael. Es wurde nicht vom Geist Gottes bewirkt, sondern von meinem eigenen Ego. Das meiste wurde von meinem Ego angetrieben.“ Und zum Schluss sagte er: „Wissen Sie, am Ende waren monatlich 4 Millionen Dollar nötig, um Ismael am Leben zu erhalten.“

Das ist ein interessanter Gedanke. Die Menschen klatschten Beifall, wie es Menschen eben tun. Menschen bewundern Leistung. Sie bewundern große Dinge. Sie schauen das Äußere an. Aber der Herr schaut immer das Herz an. Der Herr sieht nicht das Gleiche wie der Mensch. Das stimmt. Ja, Sie dürfen gern klatschen. Es stimmt. Der Apostel Paulus schrieb als alter Mann an Timotheus und in 2. Timotheus 4:6-8 spricht er über das gleiche Ereignis, über den Richterstuhl Christi. Hören Sie zu, was Paulus dem jungen Prediger hier sagt. 2. Timotheus 4, ab Vers 6:

2. Timotheus 4:6-8
„Denn ich werde schon als Trankopfer gesprengt, und die Zeit meines Abscheidens steht bevor. Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt; fortan liegt mir bereit der Siegeskranz der Gerechtigkeit, den der Herr, der gerechte Richter, mir als Belohnung geben wird an jenem Tag; nicht allein aber mir, sondern auch allen, die sein Erscheinen lieb gewonnen haben.“

Er spricht über einen Siegeskranz der Gerechtigkeit. Ein Siegeskranz ist eine Auszeichnung. Er ist wie eine Krone, die für Autorität und Ehre steht. Paulus sagt, dass er an „jenem Tag“ – also an einem Tag, der noch nicht gekommen ist – den Siegeskranz der Gerechtigkeit vom Herrn als Lohn bekommt. Er sagt: „Ich habe den guten Kampf gekämpft. Ich habe den Lauf vollendet. Ich habe den Glauben bewahrt.“ Und das gilt für jeden, der den guten Kampf kämpft, der lernt, im Glauben und nicht im Schauen zu leben und der den Lauf vollendet. Es geht nicht um den Start, sondern um das Ziel. Es geht ums Dranbleiben. Als Paulus nach Jerusalem reiste, sagte er: „Ich weiß, jeder prophezeit, dass mir Ketten und Leiden bevorstehen, aber nichts kann mich davon abhalten, meinen Lauf in Freude zu vollenden. Ich werde zu Ende bringen, was der Herr mir aufgetragen hat.“ Er sagt: „Ich habe den guten Kampf gekämpft. Ich habe den Lauf vollendet. Und ich habe den Glauben bewahrt.“ Ich habe meinen Glauben nicht aufgegeben wie Demas und andere im Neuen Testament, über die Paulus schreibt. Wer kämpft, vollendet und bewahrt, wird den Lohn dafür bekommen – den Siegeskranz.

Es ist interessant. In 1. Korinther 9 ist von einem unvergänglichen Kranz die Rede, den die Gläubigen für ein heiliges Leben und das Disziplinieren ihres Egos bekommen. Ja, machen wir weiter. Ich habe gewusst, dass… In Offenbarung 2 und Jakobus 1 wird der Siegeskranz des Lebens für die Gläubigen erwähnt. Man bekommt ihn für seine Treue in Zeiten der Versuchung und Verfolgung, auch wenn es uns das Leben kostet. In 1. Petrus 5:4 ist vom Siegeskranz der Herrlichkeit die Rede, den man erhält, wenn man treu seiner Berufung folgt und anderen dient.

Ich nenne jetzt ein paar Dinge, die wahrscheinlich vor diesem „bema“, dem Richterstuhl Christi, zur Sprache kommen werden. Ich werde nicht alle Bibelstellen nennen. Aber die Bibel bestätigt uns, dass wir Gläubigen in diesen Bereichen beurteilt werden. Es wird beurteilt, ob wir Liebe gezeigt haben, wie wir andere behandelt haben und ob wir so vergeben haben, wie Jesus uns vergeben hat. Unsere Worte werden beurteilt. Es ist wichtig, dass wir lernen, unsere Zunge zu zügeln. Lesen Sie den Jakobusbrief. Jesus selbst hat in den Evangelien gesagt, dass wir am Tag des Gerichts für jedes unnütze Wort Rechenschaft ablegen müssen. Es wird auch beurteilt, ob wir den Missionsbefehl befolgt haben. Der letzte Auftrag Christi hat erste Priorität. Paulus sagt: „Wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi erscheinen, aber weil wir den Schrecken des Herrn kennen, überreden wir Menschen.“ Er meint damit, dass wir versuchen, Menschen zu überreden, die Wahrheit des Evangeliums zu erkennen. Der Missionsbefehl war das Erste, das ihm in den Sinn kam, wenn er an den Richterstuhl Christi dachte.

Freund, hören Sie: Ich bin so wie Sie. Ich rede auch nicht gern mit Leuten. Ich möchte auch lieber nichts verschenken. Wir sind im Grunde alle  gleich. Aber wenn Sie ein echter Christ sind, dann sollten Sie dem Missionsbefehl gehorchen. Verlorene Menschen liegen Ihm am allermeisten am Herzen. Sie sollten das Evangelium großzügig unterstützen. Sie sollten beten. Und Sie sollten den Mund aufmachen und anderen von Ihrem Glauben erzählen. All das wird vor dem Richterstuhl zur Sprache kommen. Und ich glaube, dass beurteilt wird, ob wir unter Verfolgung treu geblieben sind, ob wir unsere Berufung erfüllt haben und ob wir dem Evangelium gegenüber großzügig waren oder nicht. Jesus sagt in Offenbarung 3:11 etwas Alarmierendes. Er sagt: „Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme!“ Ist das nicht merkwürdig? „Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme.“ Wie kann jemand meinen Siegeskranz nehmen? Er steht für Lohn, Autorität und die himmlische Ehre und Herrlichkeit, die Gott uns schenkt. Wie kann mir das jemand wegnehmen? Das passiert, wenn ich das, was ich tun soll, nicht tue und der andere es für mich tun muss. Wenn ich nicht spende und jemand anderes die Differenz ausgleichen muss, dann bekommt er meinen Siegeskranz. Wenn ich den Mund nicht aufmache und Gott jemand anderen dazu auffordern muss, dann bekommt er den Siegeskranz. Wenn ich nicht bete und Gott einen anderen Beter suchen muss, dann bekommt er den Siegeskranz, der für mich gedacht war. Er sagt: „Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme!“ Sosehr ich Sie liebe, aber wenn wir an diesem Tag vor Jesus stehen, möchte ich nicht, dass Sie meinen Siegeskranz tragen. Wir können unsere Rettung nicht verlieren, aber wir können unseren ewigen Lohn verlieren. Deswegen sagt Johannes in

1. Johannes 2:28
„Und nun, Kinder, bleibt in ihm, damit wir, wenn er offenbart werden wird, Freimütigkeit haben und nicht vor ihm beschämt werden bei seiner Ankunft!“

Kommen wir zum zweiten Ereignis, das stattfinden wird, während wir im Himmel beim Herrn sind. Gehen wir zu Offenbarung 19. Offenbarung, Kapitel 19. Das zweite Ereignis ist das Hochzeitsmahl des Lammes. In Offenbarung 19:7-9 steht:

Offenbarung 19:7-8
Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. Und ihr wurde gegeben, dass sie sich kleide in feine Leinwand, glänzend, rein; denn die feine Leinwand sind die gerechten Taten der Heiligen.“

Offenbarung 19:9
„Und er spricht zu mir: Schreibe: Glückselig, die eingeladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes! Und er spricht zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes.“

Vielleicht fragen Sie: „Was passiert dort?“ Ich weiß es nicht. Aber es wird schön. Ich erzähle Ihnen eine Geschichte. Es ist nur eine Geschichte, okay? Sagen Sie alle „Geschichte“. Ich erzähle Ihnen eine Geschichte. Vor vielen Jahren war einmal ein Bekannter von mir, ein Christ, mit dem Fahrrad in den Bergen unterwegs. Da kam jemand mit dem Auto um die Kurve geschossen und erwischte ihn. Er stürzte mit seinem Fahrrad die Klippe hinunter und schlug mit dem Kopf auf einem Felsen auf. Das Auto fuhr einfach weiter. Er lag stundenlang bewusstlos da unten, bis ihn jemand fand. Sein Schädel war rundherum fast komplett zerbrochen. Als er schließlich gefunden wurde, brachte man ihn ins Krankenhaus und er wurde für klinisch tot erklärt. Im Krankenhaus konnten sie ihn wiederbeleben.  Es ist eine interessante Geschichte und man konnte hinterher noch sehen, dass sein Schädel gebrochen gewesen war, denn er passte nicht mehr ganz zusammen. Aber es ging ihm wieder gut. Als er es mir später erzählte – und ich glaube nicht, dass er einen Grund hatte, sich das auszudenken -, sagte er: „Bayless, als ich tot war, war ich im Himmel. Ich wurde an einen Ort gebracht, wo das Hochzeitsmahl stattfinden sollte. Das ganze Essen stand schon da. Ich nehme an, im Himmel wird nichts schlecht. Es stand alles da auf dem Tisch. Und man brachte mich zu einem Platz, an dem mein Name stand.“

Ich gebe nur wieder, was er erzählt hat. Es ist einfach eine Geschichte. Er sagte: „Mein Lieblingsessen auf der ganzen Welt sind Makkaroni mit Käse. Und an meinem Platz stand ein Teller mit Makkaroni und Käse.“ Bei meinem Enkel Sawyer Conley würde das Gleiche stehen. Er mag auch am liebsten Makkaroni mit Käse. Und karamellisierte Tintenfisch-Tentakeln, denn sein zweitliebstes Essen ist Tintenfisch. Was würde an Ihrem Platz stehen? Ich weiß es nicht. Wie gesagt, es ist nur eine Geschichte. Ich weiß nicht, was beim Hochzeitsmahl des Lammes passieren wird. Aber es wird großartig sein.

Währenddessen – sagen Sie alle „währenddessen“. Währenddessen steht auf der Erde der böse Herrscher über die Welt, der Antichrist, auf. In der Bibel wird er auch als „das Tier“ bezeichnet, als „der Mann der Sünde“, „der Gesetzlose“, „der Sohn des Verderbens“. Er wird von einem religiösen Führer unterstützt, den die Bibel „falschen Propheten“ nennt. Beide sind mit dem Teufel verbündet und werden von ihm gelenkt. Der Antichrist heißt Anti-Christ, also „Gegen-Christus“, weil er ein falscher Christus ist. Er ist ein falscher Messias. In der Offenbarung, in Kapitel 13, erholt er sich sogar auf wundersame Weise von tödlichen Wunden – ähnlich wie Jesus, der von den Toten auferstanden ist. Und die ganze Welt folgt dem Antichristen. Sie beten ihn sogar an.

Ja, jemand kann Ihnen Ihren Siegeskranz wegnehmen, wenn er Ihre Arbeit macht. Es ist also wichtig, dass wir tun, wozu der Herr uns berufen hat. Und wissen Sie was? Sie können herausfinden, was das ist. In der Bibel steht: „Seid nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist.“ Wenn Sie Gott suchen, wird Er sich Ihnen offenbaren. Verpassen Sie nächste Woche den zweiten Teil dieser Predigt nicht. Schreiben Sie es sich auf. Dann sehen wir uns wieder.

Ich bin im schönen Zürich in der Schweiz und ich möchte gern ein, zwei kurze Gedanken an Sie weitergeben. Als kleiner Junge war ich einmal sehr, sehr wütend auf meine Mutter und beschloss, von zu Hause wegzulaufen. Also lief ich weg. Ich schrieb ihr eine kleine Nachricht, die sie aufgehoben hat. Sie ging hinaus, um mich zu suchen und fand mich, wie ich draußen auf dem Bordstein saß. Sie fragte: „Ich dachte, du wolltest weglaufen?“ Ich sagte: „Bin ich ja.“ Sie sagte: „Warum bist du dann noch hier?“ Ich sagte: „Weil du mir verboten hast, über die Straße zu gehen.“ Sie hatte mir das eingebläut: „Geh nie über die Straße.“ Als kleiner zweieinhalb-, dreijähriger Junge verstand ich nicht, warum. Ich fand es einfach gemein von ihr, dass sie mich nicht über die Straße gehen ließ. Aber sie wusste, dass es für einen kleinen Jungen gefährlich war, allein über die Straße zu gehen. Es hätte mich das Leben kosten können. Ich verstand das natürlich nicht. Ich dachte nur, sie sei gemein, dass sie mich nicht über die Straße gehen lässt. Ja, Mama war klüger als ich mit meinen zweieinhalb, drei Jahren. Und wissen Sie, eine der wichtigsten Lektionen, die ich in meinem Leben gelernt habe, ist, dass Gott klüger ist als ich. Wenn Er sagt, dass etwas verboten ist, dann sollten wir so vernünftig sein, zu sagen: „Okay, Gott, ich werde innerhalb der Grenzen leben, die Du mir gibst. Und ich werde sie nicht überschreiten.“ Er weiß, dass es da draußen Gefahren für uns gibt und Dinge, die uns verletzen können. Der einzige Grund dafür, dass die Erde ins Chaos gestürzt ist und die Sünde sich überall ausgebreitet hat, ist, dass Adam und Eva beschlossen haben, nicht innerhalb der Grenzen zu leben, die Gott für sie gesetzt hat. Sie sagten sich: „Wir wollen selbst wie Gott sein und entscheiden, was richtig und was falsch ist. Wer sagt, dass ich innerhalb der Grenzen leben muss, die Gott für mich festgelegt hat? Ich werde selbst entscheiden, was richtig und was falsch für mich ist.“ Eine der besten Entscheidungen, die Sie im Leben treffen können, ist, dass Gott klüger ist und dass Er das Beste für Sie will. Ordnen Sie Ihm Ihre Sexualität, Ihre Finanzen und Ihre Familie unter und leben Sie so, wie Er es will. Sie werden gesegnet sein, wenn Sie das tun.

Name der Serie: Antworten mit Bayless Conley
Nummer der Folge: 1832
Nummer der Staffel: 1

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