Den Heiligen Geist kennenlernen 1/2

Der Heilige Geist ist präsent, er hat Macht und er möchte, dass du ihn als Person kennenlernst. Er wünscht sich, dass du eine innige Freundschaft zu ihm pflegst. Bayless Conley zeigt dir, wie du durch die Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist Hoffnung, Freude und Trost bekommst. Halte an Gottes Zusagen fest und der Heilige Geist lässt sie in deinem Leben Wirklichkeit werden. Dann kann nichts mehr deinen Glauben an Jesus erschüttern, weder schwierige Situationen noch unbeantwortete Fragen. Willst du den Heiligen Geist besser kennenlernen?

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Hallo. Ich bin Bayless Conley und ich begrüße Sie zu der heutigen „Antworten“-Sendung. Wir nennen sie „Antworten“, weil wir festgestellt haben, dass es in der Bibel für praktisch jede unserer Fragen eine Antwort gibt. In Gottes Wort finden wir Orientierung. Heute wollen wir uns mit der Frage beschäftigen: „Wie bekomme ich eine enge Beziehung zu Gott?“ Nun, das geschieht durch den Heiligen Geist. Und den wollen wir in dieser Sendung besser kennenlernen.

Ich möchte heute über die Gegenwart des Heiligen Geistes, Seine Kraft und Ihn als Person sprechen. Erstens: Es gibt eine wahrnehmbare Gegenwart des Heiligen Geistes. Man kann sie spüren. In der Bibel werden Wind, Regen und Feuer als Bild für den Heiligen Geist verwendet und für das, was Er in und durch Menschen bewirkt. Das Interessante an all diesen Bildern ist: Feuer, Wind und Regen kann man fühlen. Wir wissen, wenn es regnet. Wir wissen, ob wir in der Nähe eines Feuers stehen. Wie wissen, ob der Wind weht. Man kann sie wahrnehmen und sie haben eine Wirkung.

2. Mose 33. Ich lese ab Vers 1. Schlagen Sie die Stelle in Ihrer Bibel auf. 2. Mose 33, ab Vers 1:

2. Mose 33:1-4
„Und der HERR redete zu Mose: Geh, ziehe von hier hinauf, du und das Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast, in das Land, von dem ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Deinen Nachkommen will ich es geben! – Und ich werde einen Engel vor dir hersenden und die Kanaaniter, Amoriter, Hetiter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben – in ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Denn ich werde nicht in deiner Mitte hinaufziehen – du bist nämlich ein halsstarriges Volk -, damit ich dich nicht auf dem Wege vernichte.“ „Als das Volk diese böse Rede hörte, trauerten sie, und keiner legte seinen Schmuck an.“

Gott hatte genug von ihrem Jammern und ihrer Auflehnung. Etwas später sprach Mose mit dem Herrn darüber, was der Herr zum Volk Israel gesagt hatte. Und wir lesen ab Vers 12:

2. Mose 33:12-13
„Mose nun sagte zum HERRN: Siehe, du sagst zu mir: Führe dieses Volk hinauf! – aber du hast mich nicht erkennen lassen, wen du mit mir senden willst, wo du doch selbst gesagt hast: Ich kenne dich mit Namen, ja, du hast Gunst gefunden in meinen Augen. Und nun, wenn ich also Gunst gefunden habe in deinen Augen, dann lass mich doch deine Wege erkennen, sodass ich dich erkenne, damit ich Gunst finde in deinen Augen, und bedenke, dass diese Nation dein Volk ist!“

Das ist interessant. Gott sagt: „Nimm das Volk, das du aus Ägypten geführt hast.“ Gott hatte genug von ihnen. Aber Mose sagte: „Gott, erinnere dich daran, dass es nicht mein Volk ist, sondern deins!“ Vers 14.

Der Herr antwortete:

2. Mose 33:14-16
„Er antwortete: Mein Angesicht wird mitgehen und dich zur Ruhe bringen.“ „Er aber sagte zu ihm: Wenn dein Angesicht nicht mitgeht, dann führe uns nicht von hier hinauf! Woran soll man denn sonst erkennen, dass ich Gunst gefunden habe in deinen Augen, ich und dein Volk? Nicht daran, dass du mit uns gehst und wir, ich und dein Volk, dadurch vor jedem Volk auf dem Erdboden ausgezeichnet werden?“

Gottes Angesicht – Seine Gegenwart – zeichnet uns aus.

Viele von Ihnen kennen meine Geschichte. Ich hatte ein großes Problem mit Drogen und anderen Dingen in meinem Leben. Eines Tages ging ich durch einen Park. Überall rannten Kinder herum – Jungen, Mädchen, es war eine Art Spielplatz. Kein Kind wäre einem besonders aufgefallen. Ich war mit meinen eigenen Gedanken beschäftigt, bis ein Junge an mir vorbeiging. Er schaute mich gar nicht an. Er blickte nicht einmal in meine Richtung. Er war etwa zwölf Jahre alt und hatte die Hände in den Hosentaschen. Aber als er an mir vorbeiging, berührte etwas meinen Geist. Irgendetwas an diesem Kind war spürbar anders. Ich beobachtete ihn und ging sogar auf die Zehenspitzen, um ihm nachzusehen, bis er auf der anderen Seite des Parks verschwand. Ich spürte sofort, dass das etwas Gutes und Gesundes war. Aber ich konnte nicht sagen, was. Damals konnte ich es nicht in Worte fassen. Aber ich weiß noch, dass ich dachte: „Was hat dieses Kind an sich?“ Und ich wusste, dass ich das nicht hatte, was auch immer es war. Freund, dieses gute und gesunde Anderssein, das ich bei ihm spürte, war Gottes Gegenwart. Das fand ich kurz darauf heraus, als er später in diesem Park auf mich zukam und mir als erster Mensch in meinem ganzen Leben von Jesus erzählte.

Vielleicht fragen Sie sich: „Spürt man diese Gegenwart immer?“ Offensichtlich nicht. Aber manchmal schon. Und dann kann man es nicht leugnen. Wenn Sie das einmal erlebt haben, werden Sie es nie mehr vergessen. Es prägt Sie. Wenn der Heilige Geist Seine Gegenwart zeigt – manche sagen: „Wenn sie sich offenbart“ -, wenn Sie Seine Gegenwart spüren, dann verändert Sie das.

Kurz nachdem ich gerettet wurde, nahm ich meinen besten Freund mit in die kleine Pfingstkirche, die ich besuchte. Er war nicht sehr erfreut über die Veränderung in meinem Leben und die Sache mit Jesus. Er fand, ich hätte es überstürzt. Er wusste, dass ich keine Drogen mehr nahm und verstand es einfach nicht. Er ging mir aus dem Weg. Ich denke, ich brachte ihn durch sein schlechtes Gewissen dazu, mit in die Kirche zu kommen. Er kam also mit und ich zog ihn nach vorn in die erste Reihe. Und mitten im Gottesdienst erfüllte die Gegenwart des Heiligen Geistes das Gebäude. Erst war sie nicht da und dann war sie auf einmal da. Ich weiß, dass Gott allgegenwärtig ist. Er ist überall gleichzeitig. Aber auf einmal war Seine Gegenwart spürbar und ich fing an, unkontrolliert zu schluchzen. Ich saß in der vordersten Reihe und weinte und spürte Gottes Gegenwart. Als ich ungefähr eine Minute geweint hatte, dachte ich an meinen Freund. Ich schaute zu ihm hinüber und er starrte mich an. Seine Augen waren so groß wie Teller. Er hatte einen Ausdruck von absolutem Schrecken auf dem Gesicht. Und dann schob er sich an allen anderen Leuten vorbei – sie hatten dort Kirchenbänke – und lief hinaus. Er ging nicht, sondern rannte praktisch den Gang hinunter, lief hinaus und kam nie zurück. Sehen Sie – an diesem Tag wurde er von der Ewigkeit berührt. Er spürte etwas, das sehr, sehr real war. Doch er war nicht bereit es anzunehmen, weil er wusste, dass es ihn verändern würde. Und er wollte nicht verändert werden. Aber ich garantiere Ihnen: Er wird diesen Moment nie mehr vergessen, in dem er die Gegenwart des Heiligen Geistes erlebt hat.

Und ich will noch etwas erzählen, das ich als junger Christ erlebte. Ich war in die Gegend um San Francisco gefahren, um einen meiner besten Freunde zu besuchen. Ich wollte ihm von Jesus erzählen und was mit mir passiert war. Also fuhr ich dorthin. Und, ja, ich gebe es zu, ich war übereifrig. Ich wollte unbedingt, dass er auch gerettet wurde und zwang ihm die Botschaft regelrecht auf. Ich war sicher sehr plump. Aber ich wollte unbedingt, dass er gerettet wurde und das fand, was ich gefunden hatte. Also erzählte ich ihm von Jesus und ich merkte, dass er nicht sehr erfreut war. Schließlich wollte ich gehen. Aber als ich in meinem 63er Kleinbus saß, sah ich, dass er mir hinterherkam und öffnete das Fenster. Noch bevor er meinen VW-Bus erreichte – etwa zehn Schritte vorher -, hüllte mich auf einmal diese Gegenwart ein. Ich kann das am ehesten beschreiben wie eine Decke, die um mich herumgelegt wurde. Es war sehr seltsam, aber wunderschön. Mein Freund kam zum Autofenster, streckte seinen Kopf herein und geigte mir seine Meinung. Die Adern an seinem Hals  traten hervor und er schrie mich an: „Dieses Christenzeug hat dich total benebelt! Vorher warst du mir lieber.“ Er war unglaublich wütend. Er schrie mich zwei oder drei Minuten lang an und ich saß einfach unter dieser unsichtbaren Decke da und lächelte ihn an. Das war mir noch nie zuvor passiert. Als er fertig war, schaute ich ihn an und sagte: „Ich liebe dich, Mann.“ Er sagte: „Ich liebe dich auch.“ Und dann ging er weg. Das war die Gegenwart des Heiligen Geistes. Ich sage Ihnen: Sie ist real.

Die folgende Geschichte habe ich schon ein paarmal erzählt. Ich war Hilfspastor in einer kleinen Stadt östlich von Los Angeles am Highway in Richtung Palm Springs. Sie heißt Beaumont. Wir hatten ungefähr 150 Mitglieder. Ich war dort im Lobpreisteam. Es war eine tolle kleine Kirche. Neben der Kirche hatten ein paar Biker eine Art Abbruchhaus gemietet. Dort gingen ständig Biker ein und aus. Es waren immer viele Männer und Frauen da. Und es war offensichtlich, dass da einige krumme Dinger gedreht wurden. Es waren keine Möchtegernbiker, sondern richtige Rocker. Auf jeden Fall feierten wir Gottesdienst und es war einer der ganz besonderen Gottesdienste. Auf einmal war Gottes Gegenwart da. Ich weiß, dass er die ganze Zeit da war, aber auf einmal war es, als habe jemand auf einen Schalter gedrückt. Ich glaube, ich habe an dem Abend Gitarre gespielt. Und wir kamen nie bis zur Predigt. Der Pastor stand auf, um zu predigen und setzte sich wieder hin. Wir saßen alle einfach 45 Minuten lang da und beteten Gott an. Ich setzte mich auf den  Bühnenrand, schloss die Augen und saß einfach da. Ich glaube, ich habe die Gegenwart Gottes nie wieder so stark gespürt wie an diesem Abend im Gottesdienst. Ich saß lange so mit geschlossenen Augen da. Die Leute hatten angefangen, die Kirche zu verlassen und sie war schon ziemlich leer. Auf einmal rüttelte jemand an meiner Schulter, wie um mich aus meiner Seligkeit zu holen. Schließlich öffnete ich meine Augen und sagte: „Was?“ Er sagte: „Bayless, wir brauchen dich.“ Ich fragte: „Warum?“ Er sagte: „Die Biker von nebenan verprügeln draußen Leute aus der Kirche! Wir brauchen dich!“ Ehrlich gesagt, wollte ich nicht aufstehen. Ich genoss Gottes Gegenwart so sehr. Aber ich sagte: „Okay.“ Ich stand auf und folgte dem Mann zur Tür. Und ich spürte die Gegenwart des Heiligen Geistes auf mir. Ich ging zur Seitentür hinaus und stand vor einer Frau aus der Kirche. Sie hielt sich das Gesicht. Ihre Nase blutete und sie lehnte an der Wand. Eine der Bikerfrauen hatte sie ins Gesicht geschlagen. Nun stand sie mit geballten Fäusten und herausforderndem Blick da und starrte mich an. Ich schaute sie an und sagte: „Hi.“ Da brach sie in Tränen aus. Sie senkte den Kopf und sagte: „Es tut mir leid! Ich weiß nicht, warum ich das gemacht habe!“ Ich sagte: „Es ist okay.“ Ich nahm ihre Hand und fing an, ihr von Jesus zu erzählen. Das erregte die Aufmerksamkeit ihres Freundes. Er kam herüber und war nicht sehr erfreut. Ich musste zu ihm aufschauen. Er war ziemlich groß. Ich sagte: „Hi.“ Da senkte er den Kopf, fing fast an zu weinen und sagte: „Es tut mir leid. Was für eine Szene! Ich weiß nicht, warum wir das gemacht haben. Tut mir leid, Mann. Kannst du uns bitte verzeihen?“ Ich sagte: „Es ist okay,“ und nahm seine Hand. Und so stand ich draußen vor der Kirche, hielt die Hand des Bikers und die seiner Freundin und betete mit ihnen. Das war die Gegenwart des Heiligen Geistes.

Ich weiß noch, wie jemand hier in Cottonwood zum ersten Mal einen Freund zu einem Gottesdienst mitbrachte. Der Gottesdienst ging zu Ende und für mich war nichts ungewöhnlich gewesen. Ich spürte nichts Besonderes. Es war einfach gut. Wir hatten eine gute Lobpreiszeit. Es gab eine gute Predigt. Hinterher brachte sie ihren Freund nach vorn – es war genau da vorne. Und dieser Mann weinte sich die Augen aus. Er schaute mich an und sagte: „Was passiert hier mit mir?“ Seine Freundin sagte: „Ich habe ihn zum ersten Mal mitgebracht. Er ist kein Christ.“ Er schaute mich an und fragte: „Was ist das? Was spüre ich da? Was passiert mit mir?“ Auf einmal fiel er auf die Knie, legte seinen Kopf auf den Teppich hier vorn und schluchzte und schluchzte. Und er sagte immer wieder: „Was ist das? Was passiert mit mir? Was spüre ich da?“ Ich kniete neben ihm nieder und sagte: „Freund, was Sie da spüren, ist die Gegenwart des Heiligen Geistes.“ Und ich führte ihn dort auf dem Teppich knieend zu Jesus. Der Heilige Geist hat eine Gegenwart.

Ich glaube, dass wir das umso eher erleben werden, je mehr wir beten, Gott loben und unsere Herzen vorbereiten. Und wenn Seine Gegenwart kommt, dann passiert etwas. In Apostelgeschichte 3:20 heißt es: „… Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn.“

In Apostelgeschichte 9:31 steht:

Apostelgeschichte 9:31
„So hatte denn die Gemeinde durch ganz Judäa und Galiläa und Samaria hin Frieden und wurde erbaut und wandelte in der Furcht des Herrn und mehrte sich durch den Trost des Heiligen Geistes.“

Sie wandelten im Trost und in der Furcht des Herrn.

Ich denke, dass die Gegenwart des Heiligen Geistes sowohl Furcht als auch Trost bringt. Furcht bedeutet Ehrfurcht vor Gott und wer Er ist.

In Jeremia 5:22 fragt Gott: „Solltet ihr nicht mich fürchten, spricht der HERR, und vor mir nicht zittern?“ Und ich denke, wir alle wissen, dass Seine Gegenwart auch Trost bringt. Jesus nannte den Heiligen Geist „den Tröster“. Er sagte: „Ich werde gehen, aber wenn der Tröster kommt, wird er euch in alle Wahrheit führen.“ In Psalm 16:11 steht: „Vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle.“

Es gibt also eine Gegenwart des Heiligen Geistes, die man wahrnehmen und spüren kann. Und wenn man Seine Gegenwart wahrnehmen kann, bewirkt sie immer etwas: Freude, Trost, Furcht oder Erfrischung. Also erstens: Er hat eine Gegenwart. Und zweitens: Er hat Kraft. Er hat eine Gegenwart und Er hat Kraft. Schlagen Sie mit mir Römer 15 auf. Römerbrief, Kapitel 15. Wir lesen die Verse 18 und 19. Römer 15,

ab Vers 18:

Römer 15:18-19
„Denn ich werde nicht wagen, etwas von dem zu reden, was Christus nicht durch mich gewirkt hat zum Gehorsam der Nationen durch Wort und Werk, in der Kraft der Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes, sodass ich von Jerusalem und ringsumher bis nach Illyrien das Evangelium des Christus völlig verkündigt habe.“

Zeichen und Wunder in der Kraft des Heiligen Geistes. Jesus sagt in Apostelgeschichte 1:8: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist.“ In Apostelgeschichte 10:38 steht:

Apostelgeschichte 10:38
„Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm.“

Meine Frau ist heute zu Hause beim Bibelstudium. Sie wird bald mehrere Predigten hier in der Kirche halten. In den Morgengottesdiensten wird sie da sein. Einige von Ihnen wissen das nicht, aber meine Frau konnte keine Kinder bekommen. Ich kannte sie damals noch nicht. Wir gingen in die gleiche Kirche, aber es war eine große Kirche und ich lernte sie erst später kennen. Janet hatte keinem einzigen Menschen auf der Welt davon erzählt. Niemand wusste es. Aber sie hatte ihre Periode sieben Jahre lang nicht mehr bekommen. Sie hatte es nie jemandem erzählt. Und in dieser Kirche konnte man nach dem Gottesdienst nach vorn kommen und für sich beten lassen. Janet ging hin, weil sie ein Problem mit ihren Zähnen hatte und der Pastor betete für sie. Aber als sie wieder an ihren Platz zurückgehen wollte, sagte der Pastor: „Warte, Liebes. Gott ist noch nicht fertig mit dir. Komm noch mal zurück.“ Also ging sie zurück. Der Pastor holte seine Frau dazu und sagte zu ihr: „Kümmere dich um diese junge Frau.“ Seine Frau kam herüber und schlug Janet in den Bauch. Janet sagt, da kam Gottes Gegenwart aus dem Himmel über sie und sie brach auf dem Boden zusammen. Noch am gleichen Tag bekam sie ihre Periode und seitdem hatte sie sie regelmäßig jeden Monat. Der Pastor hieß mit Nachnamen Harrison. Daher hat unser Sohn Harrison zum Teil seinen Namen. Er ist ein richtiges Wunder! Der Heilige Geist hat Kraft.

Joel Holm, ein großartiger Mitarbeiter in unserem Team, ist in Südkorea geboren und aufgewachsen. Sein Vater war Missionar und nahm ihn dort in Korea mit in ländliche Gebiete, wo er Evangelisationen leitete. Joel sagte: „Ich weiß noch, wie mich mein Vater mit zehn Jahren zu einer dieser Evangelisationen mitnahm. Sie stellten ein Zelt auf und predigten. Auf einmal wurde ein Bauer auf einer Trage hereingebracht. Es war ein altes Armeebett. Sie legten ihn im Mittelgang ab.“ Er erzählte, dass der Bauer durch einen Arbeitsunfall seit zehn Jahren vom Hals abwärts gelähmt war. Er konnte sprechen, aber er konnte zehn Jahre lang vom Hals abwärts nichts mehr bewegen. Joel sagte: „Ich weiß noch, dass mein Vater und ein paar andere koreanische Pastoren von der Bühne stiegen, sich hinknieten und für diesen Mann beteten. Und auf einmal setzte sich der Mann auf.“ Zwei der koreanischen Pastoren halfen dem Mann auf. Nach fünf Minuten nahm der Mann sein Bett und ging auf eigenen Beinen aus dem Zelt. Joel sagte, das hat seinen Glauben an Gott als Heiler für immer geprägt. Freunde, ich sage Ihnen: Der Heilige Geist hat Kraft. Und diese Kraft des Heiligen Geistes macht die Versprechen und Aussagen Gottes für uns möglich.

Als der Engel Gabriel zur Jungfrau Maria kam, sagte er: „Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Der Herr ist mit dir. Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, und du sollst ihn Jesus nennen. Er wird großartig sein. Er wird den Thron seines Vaters David einnehmen.“ So redete er weiter. Dann stellte Maria eine sehr vernünftige Frage: „Wie soll das geschehen? Ich habe noch nie eine Beziehung zu einem Mann gehabt.“ Und ich liebe die Antwort von Gabriel: „Der Heilige Geist wird dich überschatten. Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Macht des Allerhöchsten wird dich überschatten.“ Der Heilige Geist und die Macht. Das war die Antwort von Gabriel. Und dann sagte Gabriel: „Denn bei Gott ist nichts unmöglich.“ Das Wort dort für „nichts“ ist hier das griechische Wort „rhema“. Es bedeutet wörtlich: „Keine Aussage Gottes wird unmöglich zu erfüllen sein.“ Die Elberfelder Bibel übersetzt diesen Satz so: „Denn kein Wort, das von Gott kommt, wird kraftlos sein.“ Warum? Weil der Heilige Geist Kraft hat. Maria antwortete: „Es soll so geschehen, wie du es sagst. Ich nehme es an. Ich verstehe es vielleicht nicht, aber ich nehme es an.“ Ich denke, dass wir den Versprechen und Aussagen Gottes in dieser Haltung begegnen sollen – sei es in Bezug auf Heilung, auf Befreiung, auf Fülle im Leben, auf Frieden oder was es auch sein mag. Wir denken vielleicht: „Wie kann das je geschehen? Das ist verrückt. Ich kann mir nicht vorstellen, wie sich diese Situation je ändern soll.“ Freund, ich sage Ihnen, wie es geschehen kann. Nehmen Sie das Wort Gottes an und sagen Sie: „Es geschehe, wie Du gesagt hast.“ Dann werden der Heilige Geist und die Kraft diese Aussage oder dieses Versprechen für Sie real werden lassen. Gottes Wort und Gottes Geist arbeiten zusammen. Vielleicht begreifen wir mit unserem begrenzten Verstand und Erfahrungshorizont nicht, wie das gehen soll, aber ich sage Ihnen: Er kann es vollbringen.

Vielen Dank, dass Sie diese Sendung geschaut haben. Unser größter Wunsch ist, dass Sie den Herrn Jesus persönlich kennenlernen. Mein Freund, Er liebt Sie. Er ist am Kreuz für Sie gestorben. Er ist am dritten Tag auferstanden und reicht Ihnen heute Seine Hand. Diese Predigt hat noch einen zweiten Teil. Schalten Sie also beim nächsten Mal wieder ein. Gleich hören Sie noch einen abschließenden Gedanken.

Freund, die Gegenwart des Heiligen Geistes ist real. Man kann sie spüren und konkret fühlen. Wenn Sie diese Gegenwart einmal erlebt haben, dann sind Sie nicht mehr der Gleiche. Es gibt keinen Ersatz dafür. Keine Droge und keine menschliche Beziehung kann den Platz von Gottes Gegenwart einnehmen. In der Bibel sagt Gott: „Wenn ihr mich aus ganzem Herzen suchen werdet, werde ich mich finden lassen.“ Der König David sagte: „Lieber bin ich ein Türhüter im Haus des Herrn als im Zelt des Bösen zu wohnen“, nur um Gott nahe zu sein. Freund, ich bete dafür, dass Sie Gottes wunderbare Gegenwart erleben und dass die Gegenwart des Heiligen Geistes für Sie real wird. Und all das beginnt mit einem sehnsüchtigen Herzen. Wenn Sie sich nach Gott sehnen und sich nach Ihm ausstrecken, dann wird Er Ihnen begegnen.

Wenn man Sie zur Errettung überreden kann, dann kann man Ihnen diese auch wieder ausreden. Aber wenn die Kraft des Heiligen Geistes etwas in Ihrem Herzen verändert, Ihnen die Gewissheit schenkt, dass die gute Nachricht, die Sie hören, wahr ist (und Sie das annehmen), dann kann Ihnen das niemand wegnehmen. Kein Mensch, keine schwierigen Umstände, keine unbeantworteten Fragen, keine Verfolgung, keine Widrigkeiten oder Tragödien, kein klug formuliertes Argument, kein Engel und kein Dämon können Sie je aus der Hand des Vaters reißen oder Sie von Ihrem Glauben an Jesus abbringen.

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