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Wie Jesus deinen Hunger stillt – Harrison Conley

Womit stillst du deine innere Sehnsucht? Weder Geld noch Erfolg – und auch nicht Instagram – können unseren tiefsten Hunger stillen. In dieser kraftvollen Predigt über Johannes 6 spricht Harrison Conley über Jesus, der sich selbst das Brot des Lebens nennt.
Er lädt ein: „Wer zu mir kommt, wird nie mehr hungrig sein.“ Jesus will deine Sehnsucht stillen und du darfst dich ihm vollkommen anvertrauen – selbst in all deinen Stürmen.

Entdecke, wie du bei Jesus findest, was deine Seele wirklich braucht.

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  • Hallo! Ich möchte dich ganz kurz auf eine starke Predigt vorbereiten, die du gleich hören wirst. Unser Sohn Harrison predigt über „Brot vom Himmel“. Ganz ehrlich: Wenn ich da sitze und Harrison predigen höre, ist für mich sofort klar, dass Gottes Hand auf seinem Leben liegt. Was er aus der Bibel herausholt, nährt meinen Geist. Und ich bin überzeugt, dass auch du heute geistlich satt wirst, wenn wir über das Brot vom Himmel sprechen.

    Johannes schreibt:

    „Danach ging Jesus auf die andere Seite des galiläischen Meeres, das auch als See von Tiberias bekannt ist. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie seine Wunder sahen, mit denen er die Kranken heilte.“

    Lasst eure Bibeln aufgeschlagen – wir wollen uns einige Verse ansehen. Zwischendurch werde ich immer mal wieder anhalten und ein paar Dinge hervorheben. Zuerst einmal: Johannes beginnt mit dem Wort „Danach“. Wonach, Johannes? Nach all den Wundern, die Jesus in den verschiedensten Städten und Regionen vollbracht hatte. Im nächsten Vers schreibt Johannes, dass ihm danach eine große Menschenmenge folgte. Das Wort „Menschenmenge“ beschreibt im griechischen Urtext eine riesige Ansammlung von Leuten – eine riesige Menschenmasse. Das ist eigentlich schon Aussage genug, aber Johannes setzt noch einen drauf und spricht von einer großen Menschenmasse. Damit macht er deutlich: Das hier ist die bisher größte Menge an Menschen, die Jesus in seinem Dienst gefolgt ist. Es geht um Tausende und Abertausende. Und Johannes schreibt: Diese große Menschenmenge folgte Jesus. Wenn du einen Stift hast, unterstreiche dir das Wort „folgte“. Im Griechischen steht das Wort in einer Form, die eine fortwährende Handlung ausdrückt – das bedeutet, sie folgten und folgten und folgten. Egal, wohin Jesus ging – sie gingen hinterher.

    Wohin er sich auch wandte, dahin wandten sie sich ebenfalls. In welches Gebiet er auch ging, sie zogen mit. Warum? Vers 2 sagt es uns: „Weil sie sahen.“ Das griechische Wort, das hier verwendet wird, stammt ursprünglich aus dem Theaterbereich. Es beschreibt Zuschauer, die bei einer Aufführung zusehen – sie beobachten eine Szene, die sich vor ihren Augen entfaltet. Und was genau sahen sie? Wieder Vers 2: Sie sahen, wie Jesus Wunder an Kranken vollbrachte. Im Griechischen steht da poieo – davon leitet sich unser Wort Poet ab. Es hat also etwas mit Kreativität, mit schöpferischem Handeln zu tun. Im Kontext bedeutet das: Jesus tat nicht einfach nur Wunder – seine Wunder hatten eine schöpferische Dimension. Er schuf Augen, wo keine waren. Gliedmaßen, wo vorher nichts war. Jesus tat das Unmögliche. Seine Wunder waren nicht nur spektakulär, sie waren kreativ, lebensschaffend. Die Menschen saßen da und waren völlig gebannt von dem, was sie sahen. Und genau deshalb folgten sie ihm – weiter und weiter und weiter. In Johannes 6,3 und 4 lesen wir:

    „Jesus stieg in die Berge hinauf und lagerte sich dort mit seinen Jüngern. Es war kurz vor dem jährlichen Passahfest, das die Juden feiern.“

    Lasst uns hier kurz innehalten – Es gibt ein paar wichtige Beobachtungen. Johannes schreibt sehr bewusst: „Jesus stieg in die Berge hinauf.“ Das ist eine direkte Anspielung auf das Alte Testament, auf Mose und den Berg Sinai. Behaltet Mose im Hinterkopf – wir werden im Lauf des Kapitels noch öfter auf ihn zurückkommen. Johannes erinnert seine Leser – und auch uns – daran: Auf Bergen geschehen Gottesgeschichten. Berge haben Bedeutung. Auf Bergen passiert Übernatürliches. Johannes notiert, dass Jesus dort mit seinen Jüngern lagert. Wenn ein Rabbi sich in der damaligen Zeit hinsetzte, war das ein Zeichen, still zu sein und zuzuhören, denn jetzt würde er etwas Entscheidendes über Gott, über das Gesetz oder die Tora offenbaren.

    Hinsetzen bedeutete, die Haltung eines Lehrers einzunehmen. Und dann macht Johannes noch auf etwas anderes aufmerksam: Das Passahfest stand bevor. Damit will er die Begebenheit zum einen zeitlich einordnen, denn das Passah war ein jährliches Fest. Aber er macht auch deutlich, warum so viele Menschen unterwegs waren. Das Passah war ein Pilgerfest – die Menschen kamen aus ihren Städten, vielleicht aus Kapernaum, und machten sich auf den Weg nach Jerusalem. Das erklärt, warum eine so große Menge Jesus folgte – sie waren ohnehin unterwegs zum Fest. Johannes gibt uns also den Kontext, aber er stellt auch bewusst eine Verbindung zu Mose aus dem Alten Testament her – denn mit Mose begann das Passah ursprünglich. Behaltet Mose im Hinterkopf. Er wird in diesem Kapitel noch eine entscheidende Rolle spielen. Johannes 6,5 bis 7:

    „Als Jesus seinen Blick hob, sah er eine große Menschenmenge auf der Suche nach ihm die Berge heraufkommen. Er wandte sich an Philippus und fragte: ,Philippus, wo können wir so viel Brot kaufen, dass all diese Menschen zu essen bekommen?‘ Er stellte Philippus jedoch nur auf die Probe, denn er wusste schon, was er tun würde. Philippus antwortete: ,Es würde ein kleines Vermögen kosten, sie mit Nahrung zu versorgen!‘“

    Lass uns heute mal über Folgendes nachdenken: Wie oft haben wir erlebt, dass Gott Wunder tut? Wie oft haben wir gesehen, wie Gott bei anderen Übernatürliches bewirkt – aber wenn wir selbst in Not sind, reagieren wir nicht aus Glauben, sondern wie die Jünger: mit Panik und Angst? Ich würde gern sagen: Als Pastor, als Mann Gottes, kenne ich keine Angst. Aber ehrlich gesagt – und es ist mir fast peinlich – begegnet sie mir öfter. Besonders beim Thema Finanzen. Und das Verrückte ist: Ich kann nicht mal genau sagen, warum ich dann in Angst gerate. Es gibt keinen konkreten Auslöser, kein traumatisches Erlebnis.
    Aber jedes Mal, wenn es um Finanzen geht, spüre ich, wie sich Angst oder innere Unruhe in meiner Seele ausbreitet. Wie schon gesagt: Es gibt keinen Moment, auf den ich das zurückführen könnte. Es passiert einfach. Rückblickend war sie nie gerechtfertigt: Ich habe nie Mangel erlebt. Gott war immer treu. Er hat sich immer um mich, meine Familie und die Gemeinde gekümmert. Und trotzdem – sobald es um Finanzen geht, schaltet mein Inneres in Alarmbereitschaft. Aber wenn ich mir Zeit nehme und zurückdenke, weiß ich: Psalm 37,25 ist wahr. Viele von euch kennen diesen Vers. Ich habe ihn erlebt – und ihr auch. Da steht:

    „Ich habe ein langes Leben hinter mir,“
    – fast vierzig Jahre –
    „doch nie habe ich erlebt, dass die, die auf Gott vertrauen, vergessen wurden, oder dass ihre Kinder um Brot betteln mussten.“

    Mit anderen Worten: Gott versorgt uns. Als Familie, als Gemeinde – er kümmert sich um uns. Und trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich in diesem Bereich nicht aus Glauben reagiere, sondern aus Angst. Und wenn das passiert, liegt es daran, dass ich vergesse, mich zu erinnern. Gott sei Dank für meine Frau! Ich sag euch – ich hab deutlich über meinem Niveau geheiratet. Fußballfans würden sagen: „Meine Frau spielt in einer höheren Liga.“ Sie ist in solchen Momenten echt großartig. Wenn sie merkt, dass mich gerade Finanzen stressen, sagt sie: „Hey, erinnere dich, wie gut Gott war. Erinnere dich, wie er übernatürlich eingegriffen hat.“ Ich wünschte, ich hätte Zeit, euch jede Geschichte zu erzählen, wie Gott uns versorgt hat. In solchen Situationen rufe ich mir diese Momente immer wieder ins Gedächtnis. Ich spreche sie laut aus. Ich danke Gott für seine Treue. Und während ich mich an Gottes Güte erinnere, an seine schöpferische Kraft in meinem Leben, spüre ich seinen Frieden – und die Angst weicht. Kommen wir zurück zum Text. Johannes 6,8 bis 10:

    „Ein anderer Jünger, Andreas, der Bruder von Simon Petrus, meldete sich zu Wort: ,Hier ist ein kleiner Junge mit fünf Gerstenbroten und zwei Fischen. Doch was nützt uns das bei so vielen Menschen?‘ ,Sagt den Leuten, sie sollen sich hinsetzen‘, befahl Jesus. Da ließen sich alle – allein die Männer zählten schon fünftausend – auf den grasbewachsenen Hängen nieder.“

    Statt Jesus zu fragen, was er tun will, starten die Jünger eine Jagd nach Essen. Sie denken: „Wir müssen das jetzt irgendwie selbst hinkriegen.“ Also begeben sie sich auf die Suche – und Vers 9 erzählt, dass sie einen Jungen finden. Ich liebe diese Stelle. Das Griechische verrät, dass er wahrscheinlich jünger als sieben war – also ein kleines Kind. Kinder spielen in Gottes Reich eine wichtige Rolle. Die Jünger finden also diesen Jungen mit fünf kleinen Gerstenbroten – vielleicht wie Knäckebrot – und zwei winzigen eingelegten Fischen. Ich nenne das ein „hebräisches Happy Meal“. Einer der Jünger sieht das und sagt: „Okay, das geben wir Jesus.“ Aber er zählt eins und eins zusammen – das kann einfach nicht reichen. Er sagt: „Meister, das haben wir – aber was bringt das bei dieser Menge?“ Wie viele sind es eigentlich? Vers 10: etwa fünftausend Männer. Damals zählte man nur die Männer. Rechnet man Frauen und Kinder mit, sind es locker 12.000. Zur Passahzeit, wenn viele mit der ganzen Familie anreisten – Ehepartner, Kinder, Großeltern, vielleicht sogar der Hund oder Goldfisch – könnten es gut 20.000 gewesen sein. Ein Bibelwissenschaftler schätzte sogar bis zu 40.000.

    Der Punkt ist: Die Jünger sehen die Masse – und sie sehen nur Mangel. Aber was sieht Jesus? Er sieht Gras. Die Jünger sehen Mangel – Jesus sieht Möglichkeiten. Am Ende von Vers 10 betont Johannes: „Die Hänge waren grasbewachsen.“ Und Jesus sorgt dafür, dass alle sich setzen. „Grasbewachsen“ – ein interessantes Detail, oder? Ich hab mich gefragt: Warum erwähnt Johannes das überhaupt? Also habe ich mal ein bisschen nachgeforscht. In Markus 6,34 bis 39 – wo dieselbe Geschichte erzählt wird – gibt es noch mehr Details. Da heißt es: Jesus sah all die Menschen und hatte tiefes Mitgefühl mit ihnen, denn sie waren wie Schafe ohne Hirten. Und dann steht da: Es war viel grünes Gras an dem Ort. Und Jesus ließ sie sich im grünen Gras niederlassen. Kommt euch das bekannt vor? Genau – Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er lässt mich lagern auf grünen Auen.“ Sowohl Johannes als auch Markus erwähnen dieses Detail bewusst. Sie wollen uns daran erinnern: Jesus ist nicht nur ein Mensch. Er ist der Gott-Mensch. Der gute Hirte. Der nicht nur mitfühlt, sondern auch versorgt. Und in den nächsten Versen sehen wir genau das – wie der gute Hirte übernatürlich versorgt. Johannes 6,11 bis 13:

    „Dann nahm Jesus die Brote, dankte Gott und reichte sie den Menschen, wie viel sie auch wollten. Ebenso machte er es mit den Fischen. Und alle aßen, bis sie satt waren. ,Sammelt die Reste wieder ein«, wies Jesus seine Jünger an, »damit nichts umkommt.‘ Am Anfang waren es nur fünf Gerstenbrote gewesen, doch nach dem Essen wurden zwölf Körbe mit den Brotresten gefüllt, die übrig geblieben waren!“

    Ich möchte, dass wir heute über Folgendes nachdenken: Jesus ist absolut vertrauenswürdig – mit allem, was wir ihm anvertrauen. Er geht treu mit dem um, was wir in seine Hand legen. Du musst keine Angst haben, ihm etwas anzuvertrauen – ob Gaben, Finanzen, Familie, Leben, Job oder Träume. Ich denke dabei an etwas, das Paulus an Timotheus schrieb. Sinngemäß heißt es: „Ich weiß, wem ich mein Vertrauen geschenkt habe, und ich bin überzeugt, dass er imstande ist, das zu bewahren, was ich ihm anvertraut habe.“ Dann kommen wir zu Vers 14, der wie ein Übergang fungiert – er führt nicht nur zur nächsten Geschichte und zum nächsten Wunder, sondern deutet das eigentliche Herzstück dessen an, was Jesus gleich lehren wird. Und zwar heißt es in Johannes 6,14:

    „Als die Leute dieses Wunder sahen, riefen sie aus: ,Dieser ist wirklich der Prophet, den wir erwartet haben. Er ist es, der in die Welt kommen soll.‘“

    Warum diese Schlussfolgerung? Jesus hatte die große Menge auf übernatürliche Weise mit Brot versorgt. Was wir mit modernen Augen leicht übersehen, wäre für Leser im ersten Jahrhundert sofort klar gewesen. Johannes lenkt die Aufmerksamkeit bewusst zurück auf Mose. In 5. Mose 18,15 hatte Mose etwas sehr Entscheidendes vorausgesagt:

    „Der HERR, euer Gott, wird einen Propheten wie mich einsetzen, den er aus eurem Volk erwählt. Hört gut auf alles, was er euch sagt.“

    In den Köpfen der Menschen war klar: Wenn dieser kommende Prophet wie Mose sein sollte, müsste er – wie Mose – das Volk mit Brot versorgen. Und genau das war gerade geschehen. Diese Parallele zu Mose ist kein Zufall. Behalte das im Hinterkopf, wir kommen gleich darauf zurück. Als die Menschen satt sind bis zum Rand, und die Verbindung zu Moses Prophetie gezogen haben – ist die Menge außer sich vor Begeisterung. So sehr, dass wir in Vers 15 lesen, sie wollten Jesus mit Gewalt zum König machen. Aber das war nicht die Art König, für die Jesus gekommen war. Er kam nicht, um ein politisches Reich zu errichten, sondern ein geistliches. Die Menschen wollten einen König, der ihre Bäuche füllt. Einen, der ihnen gibt, was sie wollen. Solange Jesus ihre Wünsche erfüllt, lieben sie ihn.

    Bitte versteht mich nicht falsch: Ja, Jesus ist großzügig. Er liebt es, seine Kinder zu segnen. Epheser 3,20 sagt: „Gott kann unendlich viel mehr tun, als wir je auch nur hoffen würden.“ Aber unsere Liebe muss ihm gelten, nicht dem, was er für uns tut. Wir beten ihn an, folgen ihm, gehorchen ihm – weil er der Schöpfer ist. Weil er Herr ist. Weil er Gott ist. Das kommt zuerst. Jesus erkennt, was die Leute vorhaben: dass sie ihn gewaltsam zu einem irdischen König machen wollen. Deshalb schickt er sie fort und zieht sich allein auf den Berg zurück.

    Aus Zeitgründen gehe ich den Abschnitt nicht weiter Vers für Vers durch, sondern fasse ihn kurz zusammen. Ihr könnt die Verse 16 bis 21 gerne selbst in dieser Woche nachlesen. In diesen Versen beginnt eine neue Szene. Es ist inzwischen Abend geworden, die Jünger gehen hinunter zum See, steigen in ein Boot und machen sich auf den Weg nach Kapernaum – eine Stadt auf der anderen Seite des Sees Genezareth.

    Jesus aber bleibt allein auf dem Berg und zieht sich zum Gebet zurück. Das Bild finde ich so stark. Dann heißt es in den Versen 18 und 19, dass auf dem See ein Sturm aufkommt. Johannes beschreibt es so: „Da überraschte sie ein Sturm.“ Es war also nicht nur ein bisschen Wind, sondern ein ordentlicher Sturm. Und jetzt denken wir vielleicht: „Oh nein, die Jünger müssen Todesangst gehabt haben.“ Aber wir dürfen nicht vergessen: Viele von ihnen waren erfahrene Fischer. Sie kannten den See wie ihre Westentasche. Wenn also von einem Sturm die Rede ist, heißt das nicht automatisch, dass sie um ihr Leben fürchteten. Wenn man genau hinschaut, wirkt es eher so, als wären sie nicht panisch, sondern frustriert gewesen. Vers 19 sagt, sie waren bereits etwa fünf Kilometer gerudert. Laut Matthäus und Markus beträgt die Strecke über den See etwa elf Kilometer. Normalerweise wäre das eine zweistündige Fahrt. Jetzt aber war es mitten in der Nacht, sie waren seit über sechs Stunden unterwegs – und noch immer nicht am Ziel. Und ich frage dich: Kennst du solche Momente?

    Vielleicht sitzt du mitten im Sturm und rufst: „Herr, Herr, still den Sturm! Du hast es doch schon mal getan! Ich hab gesehen, wie du es bei anderen getan hast – könntest du es nicht auch für mich tun?“ Aber nichts passiert. Und du denkst: „Gott, ich kämpfe mich hier ab – warum greifst du nicht ein?“ Könnte es sein, dass Gott nicht jedes Mal auf dieselbe Weise handelt? Dass er in deiner Geschichte vielleicht gerade etwas Neues tun will? Ich weiß nicht, wie es dir geht – aber eins weiß ich sicher: Unser Gott lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Vielleicht geht es in deinem Sturm gar nicht darum, dass er auf Knopfdruck das tut, was du willst – sondern darum, dass er dir eine neue Seite von sich selbst zeigt. Vielleicht – so wie hier in dieser Geschichte – will Gott dir inmitten des Sturms etwas von seinem Wesen offenbaren, das du sonst nie erkennen würdest.

    Vielleicht will Jesus uns im Sturm zeigen, dass er nicht nur der Retter ist – nicht nur der, der uns herausholt –, sondern auch der, der uns hindurchträgt. Dass er nicht nur befreit, sondern uns stärkt, während wir noch im Sturm stehen. Vielleicht fühlst du dich wie die Jünger – festgefahren in einer Phase voller Frust, Mühe, ohne spürbaren Fortschritt. Hör gut zu: Du darfst neuen Mut fassen. Du darfst wissen, dass König Jesus dich sieht. Und er betet für dich. Durch seinen Geist ist er dir nah. Er hat alle Macht über jede finstere Kraft. Und während du ihm gehorchst, zeigt er dir neue Seiten seines Wesens. Er ist der Retter. Der Erhalter. Der Versorger. Der, der dich durchträgt. Dann kommen wir zum Herzstück dieses Kapitels – Abschnitt drei, Verse 22 bis 59. Alles, was Johannes bisher erzählt hat, läuft auf diesen Moment hinaus. Wir sehen die gleiche Menschenmenge, die Jesus am Tag zuvor satt gemacht hat. Jetzt suchen sie ihn wieder – mit anderen Motiven. Gestern versorgt, heute in Kapernaum, in der Hoffnung, dass es so weitergeht. Sie sehen Jesus wie ein kostenloses All-you-can-eat-Buffet. In Vers 26 spricht Jesus das an und deckt ihre wahren Beweggründe auf:

    „Ich sage euch: Ihr wollt bei mir sein, weil ich euch satt gemacht habe, und nicht, weil ihr das Wunder gesehen habt.“

    Anders gesagt: „Ihr seid nicht hier, weil ihr glaubt oder verstanden habt, was ich euch zeigen wollte. Ihr seid hier, weil ich euch gestern satt gemacht habe – und ihr wollt mehr davon. Ihr sucht mich nicht, weil ihr haben wollt, was ich euch geistlich geben kann, sondern was ich euch ganz praktisch geben könnte.“ Was Jesus hier macht, ist ein klarer Perspektivwechsel. Er sagt ihnen – und uns –, dass es einen viel tieferen Hunger gibt, der gestillt werden muss. Es geht nicht um leere Mägen, sondern um leere Herzen. Es geht nicht um körperliche, sondern um geistliche Nahrung. Und diese Sehnsucht, dieses Bedürfnis nach echter Erfüllung – das kennt jeder Mensch. Und Jesus sagt: „Diesen Hunger, den ihr spürt – den kann nur ich stillen. Nur in einer echten Beziehung zu mir werdet ihr satt.“ Er sagt: „Schaut mal, ihr seid am richtigen Ort, aber ihr sucht das Falsche. Es geht nicht um Brot für euren Bauch. Es geht um das, was eurer Seele fehlt. Und ich bin der Einzige, der euch geben kann, was ihr wirklich braucht.“ Und dann sagt er in Vers 27:

    „Bemüht euch nicht um vergängliche Nahrung, sondern um Nahrung, die für das ewige Leben vorhält und die der Menschensohn euch schenkt. Denn dazu hat Gott, der Vater, ihn beglaubigt.“

    Was wir begreifen müssen: Jesus stellt bewusst einen Gegensatz her zwischen dem Vergänglichen und dem Ewigen. Zwischen dem, was kurz satt macht, und dem, was wirklich erfüllt. Aber die Menschen verstehen das nicht. Sie sehen nur das Äußere. Nur Brot. Nur Versorgung. Und ich frage dich: Verstehst du, was Jesus hier sagt? Schau, wie die Leute in Vers 30 reagieren. Sie sagen: „Wenn du willst, dass wir an dich glauben, dann zeige uns ein Wunder. Was wirst du für uns tun?“ Dann bringen sie Mose ins Spiel und verweisen auf das Manna in der Wüste. Plötzlich verstehen wir, warum Johannes zuvor auf Mose hingewiesen hat. Er zeigt: Mose war nur ein Wegbereiter. Seine Geschichte verweist auf Jesus. Alles, was Mose war, sollte uns vorbereiten auf den, der kommen würde. In Vers 31 sagen die Leute:

    „Immerhin haben unsere Vorfahren auf ihrer Wüstenwanderung Manna gegessen! In der Schrift heißt es: ,Mose gab ihnen Brot vom Himmel zu essen.‘“

    Ich liebe die Antwort von Jesus darauf. Er sagt im Grunde: „Ah, ich verstehe. Ihr kommt zu mir, weil ihr denkt, ich sei wie Mose. Weil ich euch in der Wüste – wie Mose euren Vorfahren – Brot gegeben habe. Deshalb seid ihr hier.“ Aber dann räumt er mit diesem Vergleich gründlich auf. Er sagt: „Nein, ich bin nicht wie Mose. Wenn überhaupt, dann ist Mose wie ich. Mose war nur ein Schatten, der auf mich hingewiesen hat. Wenn euch sein Brot und Manna gefällt, das er euren Vätern gegeben hat, dann wartet nur ab.“ Und dann sagt Jesus in Vers 35:

    „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nie wieder hungern. Wer an mich glaubt, wird nie wieder Durst haben.“

    Und er bekräftigt es noch einmal in Johannes 6,47:

    „Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, hat schon das ewige Leben.“

    Warum? Vers 48:

    „Ja, ich bin das Brot des Lebens!“

    Jesus sagt im Grunde: „Das unterscheidet mich von Mose.“ Vers 49:

    „Eure Vorfahren aßen Manna in der Wüste, doch sie sind alle gestorben.“

    Jesus sagt: „Ich bin gekommen, um euch etwas ganz anderes zu geben. Kein Brot, das nur den Körper stärkt. Sondern ewiges Brot – das Leben schenkt.“ Verse 50 und 51:

    „Dieses aber ist das Brot, das vom Himmel herabkommt. Wer davon isst, wird nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer dieses Brot isst, wird ewig leben; dieses Brot ist mein Fleisch, ich gebe es, damit die Welt leben kann.“

    Dreimal in nur wenigen Versen sagt Jesus ganz klar: „Ich bin das Brot des Lebens.“ Und das ist das erste von sieben „Ich bin“-Worten, die Jesus im Johannesevangelium sagt. Aber schon in diesem ersten „Ich bin“ steckt so viel Tiefe. Jesus sagt der Menge – und uns: „Ich bin Gott. Ich bin der, auf den Mose hingewiesen hat. Ich bin der ‚Ich bin‘.“ Und so wie die Menschen damals stehen auch wir heute vor einer Entscheidung: Glaube ich das? Akzeptiere ich es für mich? Oder lehne ich es ab?

    Am Ende läuft alles auf eine Entscheidung hinaus: Jesus ist entweder wirklich der, der er behauptet zu sein – oder nicht. Entweder ist er Gottes Sohn– oder ein Betrüger. Entweder ist er der Retter der Welt, eins mit Gott – oder einer der größten Lügner aller Zeiten. Es gibt kein Dazwischen. Er hat gesagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Du musst dich entscheiden. Entweder du glaubst es – oder nicht. Wenn er wirklich der Sohn Gottes ist, dann öffne dein Herz für ihn. Es gibt keinen anderen Retter. Keinen anderen Herrn. Nur Jesus Christus. Noch ein letzter Gedanke: Jesus sagte: „Noch ehe Abraham war, bin ich.“ Als Gott im brennenden Dornbusch zu Mose sprach, sagte er: „Ich bin.“ Nicht: „Ich war“ oder „Ich werde sein.“ Sondern: „Ich bin.“ Er ist jetzt heute hier. Für dich.

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