Wohlstand!? Was die Bibel wirklich dazu sagt

Gott möchte, dass es uns gut geht. Überall in der Bibel finden wir Zusagen, wie er sich um uns kümmern wird. Gott hat uns überaus reich beschenkt — zu unserer persönlichen Freude, aber auch zum großzügigen Weitergeben an andere.

Bayless Conley erklärt uns, wie wir Gottes unbegrenzte Schätze für uns heben können. Lerne, was die Bibel über Wohlstand sagt und warum Gott möchte, dass es dir in allem gut geht. Erfahre, wie du aus Gottes Perspektive Wohlstand erlangen und richtig mit ihm umgehen kannst.

Predigtmanuskript

„Der Segen des Herrn, der macht reich, und eigenes Abmühen fügt neben ihm nichts hinzu“, heißt es in der Bibel. Ich glaube, dass Gott uns segnen will an Geist, Seele und Leib. Doch jede Wahrheit kann man ins Extreme treiben, bis sie in die Irre führt. Leider ist die Frage des Wohlstands in einigen Kreisen in ein unbiblisches Extrem abgeglitten. Aber es bleibt wahr, dass Gott ein Gott des Segens ist und uns Gutes tun möchte. Heute wollen wir ein wenig darüber sprechen, wie die Bibel Wohlstand beurteilt. Ich hoffe, dass uns das weiterhilft. Nehmen Sie Ihre Bibel zur Hand und dann geht es los.

Schauen wir zunächst einmal, woher Wohlstand überhaupt kommt. In Johannes 10:10 trifft Jesus eine verblüffende Aussage. Er sagt:

Johannes 10:10
„Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss (oder in ganzer Fülle) haben.“

Jesus kam, um uns Leben im Überfluss zu bringen. Der Dieb dagegen – wir wissen, dass der Dieb für den Teufel steht und für alle, die von ihm beeinflusst werden. In diesem Fall sind es dem Textzusammenhang nach die religiösen Leiter, die falschen Hirten. Dahinter steckt aber der Teufel.

Sein Ziel, direkt oder indirekt durch Menschen, ist zu stehlen, zu töten und zu zerstören. Im krassen Gegensatz dazu sagt Jesus: „Das ist nicht mein Ziel. Ich bin gekommen, um euch Leben im Überfluss zu geben.“ In der Amplified Bible heißt es: „Ich bin gekommen, damit sie Leben haben können, und zwar in Hülle und Fülle, bis es überfließt.“ Das will Jesus uns bringen. Geistlich können wir das sicher alle verstehen und annehmen. Wer meint, es wäre gut, ein überfließendes, reiches geistliches Leben zu führen? Eine Beziehung zu Gott – Erkenntnis, Glauben, all diese Dinge im Überfluss und in Fülle? Doch es umfasst noch mehr. Gott ist an mehr interessiert als an unserem geistlichen Leben, liebe Freunde. Wir sind geistliche Wesen. Wir haben eine Seele, leben in einem physischen Körper und existieren in einer materiellen Welt. Und das Leben im Überfluss, das Jesus gebracht hat, betrifft nicht nur unseren geistlichen Zustand, sondern auch unsere Beziehungen. Jesus will, dass wir reiche, lebendige, gesunde Ehen und Familien und Freundschaften haben. Er will auch, dass wir in emotionaler Hinsicht, aber auch materiell und physisch, Leben im Überfluss haben. Das ist Gottes Plan. Wir müssen uns nur einmal Gottes Plan im Garten Eden anschauen. Gott sagt: „Ich bin der Herr und ich ändere mich nicht.“ Gott schuf Mann und Frau nach Seinem Bild und Ihm ähnlich und stellte sie in diesen wunderschönen Garten. Es ist der Inbegriff von Fülle und Überfluss und Gesundheit und Gott sagte: „Herrscht darüber. Ich schenke es euch.“ Natürlich machte Adams Entscheidung alles kaputt und die Folgen dessen ziehen sich deutlich sichtbar durch die ganze Geschichte. Doch Gottes Absicht für Seine Menschen hat sich nie geändert. Er will für sie immer noch Fülle und Gesundheit und die Stillung all ihrer Bedürfnisse. Jesus, den das Neue Testament „letzter Adam“ nennt, kam, um das in Ordnung zu bringen, was der erste Adam zerstört hatte. Er kam, um uns wieder Leben im Überfluss zu ermöglichen. Er will unsere Bedürfnisse so reichlich stillen, dass wir noch anderen etwas abgeben können.

Schlagen Sie bitte mit mir 3. Johannes auf. Das ist der kleine Brief direkt vor der Offenbarung.
3. Johannes, das ist nur ein Kapitel. Wir lesen ab Vers 2. 3. Johannes 2. Dort heißt es:

3. Johannes 2
„Geliebter, ich wünsche, dass es dir in allem wohl geht und du gesund bist, wie es deiner Seele wohl geht.“

Das ist ein dreifacher Segen, ein dreifaches Wohlergehen: „Ich wünsche, dass es dir in allem wohl geht.“ Das griechische Wort bedeutet geschäftlichen Erfolg, materiellen Wohlstand sowie körperliche und geistliche Gesundheit – „dass du gesund bist, wie es deiner Seele wohl geht“.

Schlagen Sie bitte einmal Jesaja 59 auf und lassen Sie uns diese interessanten Verse lesen. Die Bedeutung ist vielschichtig, wie es bei Aussagen von alttestamentlichen Propheten oft der Fall ist. Es geht zunächst um eine konkrete historische Situation. Zweitens sagt der Text auch etwas über das Herz Gottes aus. Und dazu ist es eine prophetische Aussage, die auf das Kommen des Herrn Jesus hindeutet. Vielleicht gibt es noch einige weitere Schichten, die ich noch nicht gesehen habe, aber diese drei sind recht eindeutig zu erkennen. Lesen wir Jesaja 59, ab Vers 14:

Jesaja 59:14-15
„So ist das Recht zurückgedrängt, und die Gerechtigkeit steht ferne. Denn die Wahrheit ist gestürzt auf dem Marktplatz, und die Geradheit findet keinen Eingang. So geschieht es, dass die Wahrheit fehlt, und wer sich vom Bösen fernhält, wird beraubt. Und der Herr sah es, und es war böse in seinen Augen, dass es kein Recht gab.“

Wenn man sich einmal die Zeit nimmt, das ganze Kapitel bis dahin zu lesen, sieht man, dass Gottes Volk sich so weit von Ihm entfernt hat, dass sie völlig der Bosheit verfallen sind. Sie sind wie Menschen, die keinen Gott kennen. Das Ganze ging so weit, dass, wenn jemand zu Gott zurückkehrte, die anderen ihn attackierten. Dieser Mensch wurde zu Freiwild. Gott sah das alles. War Er froh darüber? Nein, ganz und gar nicht. Er war ungehalten, dass Menschen angegriffen wurden, die sich von ihrer Bosheit abkehrten und sich wieder Gott zuwandten. Das gefiel Gott nicht. Aber Gott war nicht verantwortlich dafür. Wissen Sie noch, was Petrus schreibt? „Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.“

Gott fand niemanden, der helfen wollte. Vers 16.

Jesaja 59:16
„Er sah, dass kein Mann da war, und er wunderte sich, dass es keinen gab, der Fürbitte tat. Da half ihm sein Arm, und seine Gerechtigkeit, sie unterstützte ihn.“

Darin erkenne ich eine prophetische Verheißung für das Kommen des Retters. In einer anderen Bibelübersetzung heißt es: „Er sieht erstaunt, dass niemand den Unterdrückten hilft. Darum wird er seine eigene Kraft zu ihrer Rettung einsetzen und um den Sieg zu erringen.“ Wenn ein Mensch sich Gott zuwendet und vom Bösen abwendet, schrillt vielleicht in der geistlichen Welt eine Alarmglocke und der Feind merkt, dass er sehr verletzlich ist. Jesus sprach davon im Gleichnis vom Sämann: Der Sämann sät das Wort und sofort kommt der Satan, um es dem betreffenden Menschen wieder zu stehlen. Der Mensch nimmt das Wort voller Freude an, aber sofort kommen Verfolgung und Bedrängnis und Schwierigkeiten und die Sehnsucht nach anderen Dingen und ersticken das Wort Gottes. Der Teufel bekämpft das Wort auf der Stelle und versucht, den betreffenden Menschen davon abzubringen. Wir haben eine Verantwortung den Menschen gegenüber, die gerade erst zum Glauben an Jesus gekommen sind. Darum schrieb Paulus auch im Kolosserbrief: „Deshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten.“ Aber wir hören an diesem Punkt oft auf zu beten! „Ah, er oder sie ist Christ geworden, wunderbar. Auf zum Nächsten!“ Nein! Wir sollten vielmehr doppelt so viel für denjenigen beten. Ich glaube, Gott ist auch heute manchmal noch erstaunt. Menschen kommen zum Glauben an Jesus und wissen noch nicht viel. Beim Teufel schrillt die Alarmglocke und er versucht mit aller Kraft, Gottes Wort wegzunehmen, besonders durch jede Menge Anfechtungen und Probleme, damit sie Gott die Schuld daran geben. Und Gott schaut sich um und fragt: „Wo sind die Fürbitter? Wo sind meine Gebetskrieger? Wo sind die Männer und Frauen, die eigentlich dieses geistliche Baby verteidigen und schützen und ihm helfen und es ermutigen sollen?“ Gott freut sich nicht, wenn Menschen angegriffen werden. Er will Segen und Unversehrtheit. Doch Menschen tun nicht immer, was Gott will. Dafür gibt es verschiedene Gründe und ich glaube, wir verstehen, dass wir nicht immer Gottes Willen tun. Die Bibel sagt deutlich, dass Gott nicht will, dass jemand verloren geht, sondern dass alle zu Ihm umkehren – und doch gehen Menschen verloren. Jesus sagte: „Weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen.“ Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen und doch geschieht es. Warum? Erstens: Entscheidungen haben Folgen. Wenn ein Mensch Gott nicht in seinem Leben haben will, drängt Gott sich nicht auf. Wenn jemand hier auf der Erde keine 50 Jahre mit Gott verbringen will, warum sollte er dann die Ewigkeit mit Ihm verbringen wollen? Unsere Fähigkeit zu entscheiden hat eine große Tragweite. Jede Entscheidung hat Folgen. Wie viele Menschen mussten das schon feststellen? Denken Sie nur an Adam im Garten Eden. Seine Entscheidung hatte Folgen für die ganze Weltgeschichte. Oder folgende Bibelstellen:

Prediger 7:29 nach der Message Bible: „Gott schuf die Menschen wahrhaftig und aufrichtig. Wir sind diejenigen, die alles in den Sand gesetzt haben.“

Sprüche 19:3, Neues-Leben-Übersetzung: „Der Mensch geht an seiner eigenen Dummheit zugrunde, aber ist dann zornig auf den Herrn.“

Es liegt also an den Entscheidungen der Menschen, aber auch an ihrer fehlenden Erkenntnis. In Hosea 4:6 sagt Gott: „Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis“ und Jesaja 5:13 sagt: „Darum wird mein Volk gefangen wegziehen aus Mangel an Erkenntnis.“ Deswegen sollten Sie Ihre Bibel kennen und lieben. Wenn Sie Gottes Wort nicht im Herzen haben, gehen Sie ohne Rüstung und ohne Waffen in einen geistlichen Konflikt hinein. Dann haben Sie ein Problem! Behalten Sie Gottes Wort im Herzen. Ohne Wissen kann es der Seele nicht gut gehen.

Dann haben wir natürlich auch einen Feind, den Dieb, der kommt, um zu stehlen, zu töten und zu zerstören. Und schließlich leben wir einfach in einer gefallenen Welt. Im Römerbrief heißt es, dass sogar die Schöpfung klagt und darauf wartet, dass Gott den neuen Himmel und die neue Erde erschafft, die Er versprochen hat. Doch inzwischen hat die Sünde seit der Zeit im Garten Eden die ganze Schöpfung infiziert. Nichts funktioniert mehr so, wie Gott es ursprünglich vorgesehen hatte. Und doch neigen wir dazu, Gott für all das die Schuld zuzuschreiben. Im Jakobusbrief steht: „Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten.“ Gott weicht niemals auch nur einen Millimeter davon ab. Von Ihm kommen nur gute und vollkommene Geschenke. Was den Menschen betrifft, gibt es bei Gott keinerlei Veränderung. Wir müssen also begreifen, dass Gott die Quelle des Segens ist. Die Frage ist: Wenn Gott Wohlstand oder Leben im Überfluss für uns will, wie kommen wir dann an dieses Leben im Überfluss, von dem Jesus sprach? Dazu möchte ich Ihnen drei Wege erklären.

Schlagen Sie bitte einmal 1. Mose 39 auf. Das wird Ihnen gefallen. Der erste Weg ist Fleiß und Arbeit. Es geht nicht darum, sich die Erlösung zu erarbeiten. Aber wenn wir uns Segen von Gott wünschen, müssen wir auch etwas geben, das Gott segnen kann. Hier lesen wir von Josef. Er ist zu jener Zeit als Sklave im Haus des Potifar. Und schauen Sie, was Gott über Josef sagt – obwohl er damals ein Sklave war! Ab Vers 2 in 1. Mose 39:

1. Mose 39:2-3
„Und der Herr war mit Josef, sodass er ein Mann wurde, dem alles glückte. Und er war in seines Herrn, des Ägypters, Hause. Und sein Herr sah, dass der Herr mit ihm war; denn alles, was er tat, das ließ der Herr in seiner Hand gelingen.“

Man kann unabhängig von den Umständen erfolgreich sein. Und beachten Sie, dass Gott alles gelingen ließ, was er tat. Alle zusammen: „Was er tat.“ Gott ließ gelingen, was er tat. Leider verleumdete Potifars Frau Josef und ließ ihn ins Gefängnis werfen. Weiter ab Vers 22, wo Josef im Gefängnis sitzt. 1. Mose 39:22.

1. Mose 39:22-23
„Und der Oberste des Gefängnisses übergab alle Gefangenen, die im Gefängnis waren, der Hand Josefs; und alles, was man dort tat, das veranlasste er. Der Oberste des Gefängnisses sah nicht nach dem Geringsten, das unter seiner Hand war, weil der Herr mit ihm war; und was er tat, ließ der Herr gelingen.“

Auch hier wieder: Er tat. Was man dort hat, das veranlasste er. Was er tat, ließ der Herr gelingen. Manche tun nichts und beten dann, Gott möge es segnen. Aber hundertmal Null ist immer noch Null. Man muss etwas geben, womit Gott arbeiten kann.

Okay, der zweite Weg ist, mit wem wir Umgang pflegen und Meditation. Bitte schlagen Sie mit mir die Sprüche auf – Entschuldigung, die Psalmen. Psalm 1. Umgang und Meditation. Diese beiden Dinge sind miteinander verbunden, wie wir in diesem Psalm sehen werden. Psalm 1:1, Umgang und Meditation. „Glücklich…“ Alle zusammen: „Glücklich.“

Psalm 1:1
„Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt…“

Zunächst müssen wir darauf achten, mit wem wir Umgang pflegen. Achten Sie darauf, mit wem Sie gehen, bei wem Sie stehen, bei wem Sie sitzen. Wenn Sie Umgang mit bitteren, faulen Menschen haben, wird das auf Sie abfärben. Die Bibel sagt, wir sollen uns nicht mit zornigen Menschen einlassen, damit wir nicht so werden wie sie und unsere Seele darunter leidet. Wer mit weisen Menschen Umgang hat, wird selbst weise, aber wer sich mit Narren einlässt, wird untergehen.

Im Neuen Testament heißt es: „Irrt euch nicht: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.“ Es ist wichtig, mit wem wir Umgang haben! Und ein gesegneter Mensch achtet sorgfältig auf seinen Umgang. Dann geht es in dem Psalm um Meditation. Vers 2:

Psalm 1:2-3
„… sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm.“

Wenn wir über Gottes Wort nachdenken, gibt es uns Weisheit fürs Leben. Dabei segnet Gott uns und macht uns reich. Als Josua zum Anführer des Volkes Israel wurde, bekam er von Gott folgende Anweisungen für ein reiches und erfolgreiches Leben.

Josua 1:8
„Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben.“

Henry Ward Beecher sagte über die Bibel: „Versenkt die Bibel auf dem Meeresgrund – die Pflicht des Menschen Gott gegenüber bliebe die gleiche. Er müsste noch den gleichen Weg gehen, nur hätte er kein Licht und keinen Wegweiser mehr. Er müsste die gleiche Reise machen, nur wären sein Kompass und seine Karte über Bord.“

Ulysses S. Grant sagte über die Bibel: „Schreibt euch ihre Gebote ins Herz und tut sie in eurem Leben. Dem Einfluss dieses Buches verdanken wir allen Fortschritt in der wahren Zivilisation; und in ihm müssen wir Wegweisung für die Zukunft suchen.“

Abraham Lincoln sagte: „Dieses große Buch ist das beste Geschenk Gottes an den Menschen. Ohne es könnten wir nicht Recht von Unrecht unterscheiden.“

George Washington sagte: „Es ist unmöglich, ohne Gott und die Bibel die Welt recht zu regieren.“

Theodore Roosevelt sagte: „Ein gründliches Verständnis der Bibel ist besser als ein Universitätsstudium.“

Und mein Lieblingszitat ist von einem unbekannten Autor: „Ich habe viele Bücher gelesen, aber die Bibel liest mich.“ Ja!

Gut. Der dritte Weg, wie wir Gottes Segen erfahren können, ist, freigebig zu sein statt geizig. Wir sollen ein großzügiges, weites Herz und eine freigebige Einstellung haben. Schlagen Sie bitte einmal mit mir Sprüche 11 auf, Sprüche 11:24.

Sprüche 11:24-25
„Da ist einer, der ausstreut, und er bekommt immer mehr, und einer, der mehr spart, als recht ist, und es gereicht ihm nur zum Mangel. Wer gern wohl tut, wird reichlich gesättigt, und wer andere tränkt, wird auch selbst getränkt.“

Das ist das Gegenteil von der Mathematik, die wir in der Schule gelernt haben. Wir verteilen, geben weg, segnen andere und werden reicher. Doch wenn wir alles horten, werden wir arm. Doch Gottes unumgängliches Gesetz besagt: Wer andere beschenkt, wer ein großzügiges Herz und eine großzügige Lebenshaltung hat, wer freigebig lebt, der wird gesegnet.

Bitte schlagen Sie mit mir 2. Korinther 9 auf. Das ist ein bekannter Text, aber lesen Sie ihn einmal, als hätten Sie ihn noch nie gelesen. 2. Korinther, Kapitel 9 und wir lesen ab Vers 6:

2. Korinther 9:6-10
„Dies aber sage ich: Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten, und wer segensreich sät, wird auch segensreich ernten. Jeder gebe, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat: nicht mit Verdruss oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott. Gott aber vermag euch jede Gnade überreichlich zu geben, damit ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk; wie geschrieben steht: Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit. Der aber Samen darreicht dem Sämann und Brot zur Speise, wird eure Saat darreichen und mehren und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen.“

In Vers 10 sehen wir, dass Gott zwei Dinge schenkt: Er gibt Saat zum Säen und Brot für die Ernährung. Die Saat zum Säen, das sind die Dinge, die Gott Ihnen schenkt, damit Sie andere bereichern können. Das Brot ist das, was Sie für sich selbst verwenden. Und Gott gibt beides. Er versorgt Sie mit dem, was Sie und Ihre Familie brauchen, aber Er schenkt Ihnen auch genug zum Weitergeben an andere. Und so, wie wir alle heute hier sitzen, hat Gott jedem von uns beides geschenkt. Wir haben Samen zum Säen und wir haben Brot zu essen. Sie müssen nur herausfinden, was was ist.

Viele Menschen tun Folgendes: Sie nehmen das, was in dieser Hand ist und legen es in jene Hand. Sie nehmen das, was Gott als Saat zum Säen bestimmt hat und verwenden es als Brot zum Essen und nutzen es für sich selbst. Ist Ihnen aufgefallen, dass es heißt, dass Gott nur eines von beidem vermehrt? Er vermehrt nicht das Brot zum Essen, sondern nur den Samen, den wir ausgesät haben. In Vers 11 heißt es:

2. Korinther 9:11
„Und ihr werdet in allem reich gemacht zu aller Aufrichtigkeit im Geben, die durch uns Danksagung Gott gegenüber bewirkt.“

Wenn wir anderen helfen, wird Gott dadurch gelobt. Doch sehen Sie auch, dass wir bereichert werden, um freigebig zu sein. Gott macht uns reich, damit wir großzügig sein können – nicht, um es für uns selbst zu horten. Doch wir werden in allem nur dazu reich gemacht, dass wir großzügig und freigebig sein können. Diesen Teil betont Gott. Er sagt nicht, dass wir nur für uns selbst reich an allen Dingen sind. Selbst, wo es heißt, dass Gott gibt, wird als Erstes die Saat zum Säen genannt – so als wollte Gott sagen: „Hört mal, ihr müsst euer Leben mit einer freigebigen Haltung führen, mit einem offenen, großzügigen Herzen und offenen Händen. Wenn ihr das tut, fließt der Segen zu anderen hin und ich werde euch weiterhin segnen.“ Das ist eine Gesetzmäßigkeit. Wozu ist nun der Wohlstand gut? Zunächst zu unserem eigenen Vergnügen. Gott will Sie und Ihre Familie segnen. Dafür ist Gott hundertprozentig. Hören Sie einmal auf folgende Bibelstellen:

Prediger 3:13: „Aber auch, dass jeder Mensch isst und trinkt und Gutes sieht bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.“

In 1. Timotheus 6:17 heißt es, wir sollen Gott vertrauen, der uns alles reichlich gibt, damit wir es genießen.

Sprüche 13:22: „Gute Menschen hinterlassen ihren Nachkommen ein Erbe.“ Ich erwarte genug Segen, um auch noch meinen Kindern und meinen Enkeln ein Erbe zu hinterlassen. Damit rechne ich.

Es heißt ausdrücklich, Gott gibt uns alles, damit wir es genießen können. Ich glaube, wenn wir etwas tun, das uns Spaß macht, dann freut sich Gott ebenso an uns wie wenn wir in Seinem Haus dienen. Gott wird Ihnen und Ihrer Familie sicher helfen. Er möchte Sie segnen. Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass wir – obwohl Gott uns segnen will – nur die Verwalter und nicht die Eigentümer unserer Ressourcen sind. Gott ist der Eigentümer. Er hat uns gesegnet, damit wir ein Segen sind. Was hatte Gott in 1. Mose 12 zu Abraham gesagt? „Ich will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein! Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!“ Ich glaube, Gott steht vor uns und sagt: „Ich möchte euch segnen und reich machen, damit ihr ein Segen und freigebig sein könnt.“ Solch eine Herzenseinstellung wünscht Gott sich von uns. Dann können alle Familien auf der Erde durch unser Handeln gesegnet werden. Die Ewigkeit liegt vor uns und es stehen Menschenseelen auf dem Spiel. Haben Sie den Eigentümer gefragt, was mit Seinem Eigentum geschehen soll? Wenn wir wirklich glauben, was die Bibel lehrt – dass Gott der Eigentümer und wir die Verwalter sind und nur kurze Zeit auf der Erde leben – wann haben Sie das letzte Mal den Eigentümer gefragt, was mit Seinem Eigentum geschehen soll? Das wäre doch nur vernünftig, oder? Wohlstand ohne Blick auf die Ewigkeit ist gefährlich. Also lassen Sie Gottes Segen wie einen Fluss durch sich fließen. Trinken Sie reichlich und genießen Sie es. Gott freut sich daran. Aber bauen Sie keinen Damm um den Segen. Lassen Sie diesen Fluss weiterhin durch sich fließen. Trinken Sie so viel Sie können. Genießen Sie ihn ohne schlechtes Gewissen. Aber wenn Sie Dämme bauen, wird daraus schnell ein abgestandener Sumpf und Ihr Leben wird zum Himmel stinken. Wir, Abrahams Nachkommen, sind dazu gesegnet, um für alle Menschen auf dieser Erde ein Segen zu sein. Jesus sagte es so: „Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, aber seine Seele einbüßte?“

Das ist die größte Armut. Doch der Himmel ist der größte Reichtum. Halleluja!

Ich glaube, den letzten Punkt sollte man sich aufschreiben und an den Spiegel heften. Wohlstand ohne Blick auf die Ewigkeit ist gefährlich. Haben Sie diesen Blick auf die Ewigkeit? Ist Ihnen bewusst, dass Sie nur für kurze Zeit hier sind? Ein Hauch, der kurze Zeit sichtbar ist und dann verschwindet, wie es im Jakobusbrief heißt. Doch Sie sind auch ein ewiges Wesen; Sie werden die Ewigkeit irgendwo verbringen. Aber dieses irdische Leben… Wir alle sind nur auf der Durchreise und wir können nichts mitnehmen. Nur die Menschen, die wir für Jesus gewinnen, werden für die Ewigkeit bleiben. Deshalb möchte ich Sie ermutigen, sich ganz allein ein paar Minuten oder auch ein paar Stunden Zeit zu nehmen und sich selbst zu prüfen. Schauen Sie sich Ihr Leben an und stellen Sie die schwere Frage: „Lebe ich für die ewigen Dinge?“ Was tun Sie mit dem Wohlstand, den Gott Ihnen anvertraut hat? Setzen Sie ihn für Gottes Reich ein? Wenn Sie das tun, werden Sie gesegnet. – Bis zum nächsten Mal.

 

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