Wie empfange ich den Heiligen Geist? 3/6

In dieser dreiteiligen Predigtserie spricht Bayless Conley über eine andere Art des Betens — das Reden in anderen Sprachen. Lerne mehr über den biblischen Sinn dieser Geistesgabe und verstehe, welchen Platz das öffentliche Reden in anderen Sprachen und dessen Auslegung einnehmen sollte. Entdecke, wie das Gebet in anderen Sprachen dein persönliches Gebetsleben verändern kann.

Dies ist der dritte Teil einer Predigtreihe, den vierten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Hallo, ich bin Bayless Conley. Danke, dass Sie uns heute zusehen. Wir sind gerade mitten in einer Serie, die ich in unserer Gemeinde gelehrt habe. Es geht um die Taufe im Heiligen Geist und das Reden in anderen Sprachen. Es herrscht oft große Verwirrung im Hinblick auf das Reden in anderen Sprachen und der einzige Ort, wo wir schlüssige Antworten darauf finden, ist die Bibel. Heute sehen wir uns 1. Korinther, Kapitel 12 an. Lassen Sie uns jetzt Gottes Wort ansehen und einige wichtige Dinge herausfinden.

Wir sprechen über die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und das Zungenreden. In der Bibel können wir viel über dieses Thema lesen. Es kommen ständig Leute zu mir, die mir Fragen über den Heiligen Geist stellen und wissen wollen, was es mit diesem Zungenreden auf sich hat und was dieses und jenes bedeutet. Und das ist gut so.

Menschen, die keine Fragen mehr stellen, glauben schon alles zu wissen. Es ist gut, Fragen zu stellen. Es ist gut, nachzudenken und nachzuforschen.

In der Bibel finden wir drei verschiedene Ausdrücke für dieselbe Erfahrung mit dem Heiligen Geist. Es heißt hier, dass wir ihn empfangen, mit ihm erfüllt werden oder mit ihm getauft werden.

Im Neuen Testament werden alle drei Ausdrücke im Wechsel benutzt. Die Erfahrung, mit dem Geist erfüllt zu werden, erfolgt nach der Errettung.

Derselbe Heilige Geist, der unsere neue Geburt in uns zur Realität macht, wenn wir Christus annehmen; derselbe Heilige Geist, der in uns wohnt, wenn wir Christus annehmen, erfüllt uns jetzt überfließend. Derselbe Heilige Geist; unterschiedliche Erfahrungsebenen.

Die Zungenrede ist einer der Beweise dafür, dass jemand mit dem Heiligen Geist erfüllt ist. Darüber werden wir jetzt sprechen. Und, wie ich schon sagte, in der Bibel finden wir einiges zu diesem Thema.

Manche nennen es den ersten sichtbaren Beweis für die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Das sollte eine Quelle ständigen Segens, geistlicher Bereicherung und Auferbauung sein, die man täglich erfahren kann.

Letzte Woche haben wir uns in der Apostelgeschichte fünf Ereignisse angesehen, wo Menschen mit dem Heiligen Geist erfüllt oder getauft wurden. Da gibt es fünf Berichte.

Wenn wir jene fünf Berichte ansehen, erkennen wir ein biblisches Muster für diese Erfahrung. Wenn wir denselben Heiligen Geist empfangen wie diese Menschen, werden wir auch dieselbe Erfahrung machen wie sie.

Und in allen fünf Fällen haben wir gesehen, dass die Menschen, die vom Heiligen Geist erfüllt wurden, in Zungen redeten. In drei von ihnen heißt es, dass sie vom Heiligen Geist erfüllt wurden und in anderen Sprachen redeten.

Als Hananias Paulus die Hände auflegte, fiel es diesem wie Schuppen von den Augen und er konnte wieder sehen. Und er sagte: „Gott hat mich geschickt, damit du mit dem Heiligen Geist erfüllt wirst.“

Wir lesen hier nicht, dass Paulus in Zungen redete, aber wir wissen, dass er es tat, denn er schrieb an die Korinther: „Ich danke Gott, ich rede mehr in Zungen als ihr alle.“ Es ist anzunehmen, dass er damit zur selben Zeit angefangen hat, wie die anderen Menschen, die diese Erfahrung machten.

Und das letzte Ereignis ist in Kapitel 8 der Apostelgeschichte, wo Philippus nach Samaria ging. Da begann eine große Erweckung. Philippus war ein Evangelist und interessanterweise ist er außer Jesus Christus der einzige Evangelist im Neuen Testament.

Wenn Sie sich zum Evangelisten berufen fühlen, sollten Sie das Leben von Philippus studieren. Im Neuen Testament wird von Philippus, dem Evangelisten gesprochen. Und in Samaria geschahen Wunder und Heilungen.

Die Menschen glaubten an den Namen Jesus. Sie wurden im Namen Jesu getauft. Die Apostel in Jerusalem hörten, dass das Wort Gottes Samaria erreicht hatte und sie kamen und beteten für die Menschen, damit sie mit dem Heiligen Geist erfüllt würden, denn noch war er auf keinen von ihnen gekommen.

Sie waren nur im Namen Jesu getauft worden. Sie waren gerettet und im Namen Jesu getauft, aber offensichtlich glaubten die Apostel, dass sie noch nicht alles bekommen hatten, was sie vom Heiligen Geist empfangen konnten.

Sie legten ihnen die Hände auf und sie wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt. Und die Bibel sagt, Simon, der ein Zauberer war, sah, dass die Menschen durch das Händeauflegen den Heiligen Geist empfingen.

Irgendwie erfassten seine Sinne, was da passierte. Manche sagen: „Er sah einfach ihre Freude.“ Aber das war es nicht, denn früher in dem Kapitel, noch bevor die Apostel von Jerusalem kamen, lesen wir, dass große Freude in der Stadt war.

Sie hatten also bereits Freude. Als Simon sah, dass die Menschen durch das Händeauflegen den Heiligen Geist empfingen, wollte er sich diese Fähigkeit mit Geld kaufen. Aber Petrus tadelte ihn und sagte: „Dein Geld fahre mit dir ins Verderben! Dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott. Die Gabe Gottes ist nicht durch Geld zu erlangen!“

Er sagte: „Du hast weder Teil noch Recht an dieser Sache.“ Und das Wort, das in unserer Bibel mit „Sache“ übersetzt wurde, ist das griechische Wort für „Äußerung“.

„Du hast weder Teil noch Recht an dieser Äußerung, an diesem Reden.“ Die frühen Kirchenväter sind sich darin einig, dass sie in Samaria in Zungen redeten.

Das ist die Grundlage für die Lehre, dass wir vom Heiligen Geist getauft oder von ihm erfüllt werden oder ihn empfangen.

Jesus lehrte einige sehr aufschlussreiche Dinge über den Geist. Die Frage ist nun: Kann jeder, der sich nach mehr von Gott sehnt, diese Erfahrung machen? Das würde ich mit Ja beantworten.

Ich kann das sogar mit der Autorität der Worte Jesu sagen. Wir haben letztes Mal Johannes 7, Vers 37 gelesen, wo Jesus sagte: „Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“

Und im nächsten Vers heißt es: „Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.“

Über all das und vieles mehr haben wir letzte Woche ausführlich gesprochen, und ich ermutige Sie, sich die DVD oder die CD zu holen und sie zu studieren.

Machen Sie es wie die Beröaner: Forschen Sie in der Bibel, ob es sich auch so verhält. Ich will heute darauf aufbauen, was wir letzte Woche besprochen haben. Und ich will mit einer Frage beginnen, die ich schon viele, viele Male gehört habe.

Sie lautet: „Heißt es in der Bibel nicht: Reden alle in Sprachen?“ Ja, so ist es. Sehen wir uns das an. Das steht in 1. Korinther, Kapitel 12, wir beginnen mit Vers 29. Hier lesen wir:

„Sind etwa alle Apostel? Alle Propheten? Alle Lehrer? Haben alle Wunderkräfte?

Haben alle Gnadengaben der Heilungen? Reden alle in Sprachen? Legen alle aus?“

Und natürlich lautet die Antwort auf jede dieser Fragen nein. Natürlich sind nicht alle Apostel, natürlich sind nicht alle Propheten, natürlich sind nicht alle Lehrer, natürlich haben nicht alle Wunderkräfte und nicht alle die Gnadengaben der Heilung.

Reden alle in Sprachen? Nein. Legen alle aus? Nein. Aber sehen wir uns das im Zusammenhang an. Es ist erstaunlich, was die Bibel uns offenbart, wenn wir sie im Zusammenhang lesen.

Lesen wir dazu noch einen Vers, Vers 28. Da heißt es: „Und die einen hat Gott in der Gemeinde eingesetzt …“ Sagen Sie alle: „In der Gemeinde.“

„Und die einen hat Gott in der Gemeinde eingesetzt erstens als Apostel, zweitens andere als Propheten, drittens als Lehrer, sodann Wunderkräfte, sodann Gnadengaben der Heilungen …“

Und ich glaube, das beschreibt den Dienst des Evangelisten, denn das waren die Gaben, die Philippus, der Evangelist, durch seinen Dienst und sein Leben zum Einsatz brachte.

„… Hilfeleistungen, Leitungen …“

Das deutet eher auf einen pastoralen Dienst hin als auf irgendetwas anderes. Und …

„… Arten von Sprachen.“

Gut. In Vers 28 heißt es also: „Und die einen hat Gott in der Gemeinde eingesetzt.“ Er spricht hier von Gaben, die in den Versammlungen der Gemeinde zum Einsatz kamen.

Diese Menschen tun in der Gemeinde einen bestimmten Dienst. Und natürlich ist nicht jeder dazu berufen, diese Dinge zu tun. Und die Antwort auf die Fragen „Reden alle in Sprachen? Legen alle aus?“ lautet natürlich nein.

Nicht jeder, auch nicht alle, die mit dem Heiligen Geist getauft wurden und in Zungen reden, werden dazu gebraucht, in der Gemeinde etwas zu sagen, das ausgelegt werden muss.

Das ist es, was er hier sagen will. Nicht jeder soll in der Gemeinde sprechen, und ebenso wenig ist jeder in der Gemeinde ein Apostel noch haben alle Wunderkräfte oder die Gnadengaben der Heilungen.

Der Heilige Geist verteilt diese Gaben nach seinem Willen. Aber sehen Sie den Zusammenhang? Er spricht über Gaben, die durch von Gott erwählte Menschen in der Gemeinde zum Einsatz kommen.

Gott hat seinen Finger auf sie gelegt, er hat ihnen die Gabe geschenkt und sie sind damit gesegnet, in der Gemeinde etwas in Zungen zu äußern, das dann ausgelegt wird. Und die Antwort auf die Frage, ob jeder das tut, lautet: Nein, absolut nicht. Und darum geht es hier.

Beachten Sie, dass hier von „Arten von Sprachen“ die Rede ist. Das zeigt uns einen Unterschied. In Vers 28 spricht er von Hilfeleistungen, Leitungen und Arten von Sprachen.

Die Arten von Sprachen, die in einer Gemeinde ausgelegt werden, unterscheiden sich von unserer persönlichen Gebetssprache –

der Sprache, die wir bekommen, wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt werden. Sie soll vor allem in unserer ganz privaten Zeit mit Gott zum Einsatz kommen.

Aber es gibt Arten von Sprachen. Die Sprachen werden in der Gemeinde unterschiedlich eingesetzt. Zum einen haben wir unsere ganz persönliche Sprache, in der wir mit uns selbst und mit Gott reden.

Und dann gibt es die Gabe einer Sprache, die in der Gemeinde eingesetzt wird und ausgelegt werden muss. Und Paulus unterscheidet hier ganz klar zwischen diesen beiden Arten.

Denken Sie noch einmal daran zurück, was wir uns letztes Mal angesehen haben. Petrus war im Haus von Kornelius, Apostelgeschichte, Kapitel 10. Das war zehn Jahre nach dem Pfingstereignis.

Alle Verwandten und Freunde von Kornelius waren hier versammelt. Petrus lehrte sie, aber plötzlich fiel der Heilige Geist auf alle Anwesenden und sie wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt.

Die Juden waren überrascht, denn, wie die Bibel sagt: „… sie hörten sie in Sprachen reden und Gott erheben.“ Mit ihrem Reden in neuen Sprachen erhoben sie Gott. Das ist Anbetung. Es wurde nicht ausgelegt, was sie sagten, aber sie sprachen zu Gott.

In 1. Korinther, Kapitel 14 heißt es in Vers 17 und den Versen davor, dass wir Gott danken können, indem wir in anderen Sprachen singen oder reden, und dass wir Gott preisen können, indem wir in anderen Sprachen singen oder reden.

Auch dafür gibt es die richtige Zeit und den richtigen Ort. Paulus versucht den Korinthern hier zu erklären, dass es für alles die richtige Zeit und den richtigen Ort gibt.

Ich reise sehr viel und predige an vielen verschiedenen Orten auf der ganzen Welt und unsere Sendung wird in viele verschiedene Sprachen übersetzt.

Manchmal werden sie synchronisiert, manchmal werden sie mit Untertiteln versehen und es kann sein, dass Sie eine Sendung sehen, in der ich Chinesisch rede. In einer anderen Sendung spreche ich vielleicht Deutsch oder Spanisch und in wieder anderen Sendungen spreche ich wieder andere Sprachen.

Unsere Sendung gibt es in ziemlich vielen Sprachen. Wenn ich dann in einem anderen Land bin, glauben die Leute manchmal, ich würde ihre Sprache tatsächlich sprechen.

Sie kommen auf mich zu und reden in rasend schnellem Deutsch auf mich ein, aber dann muss ich ihnen sagen: „Nein, ich spreche kein Deutsch!“ Und sie sagen: „Ach so!“ Dann sprechen sie langsamer und lauter, aber ich brauche jemanden, der mir erklärt, was sie sagen.

Und, sehen Sie, der Heilige Geist lässt die Menschen in einem Gottesdienst in vielen verschiedenen Sprachen reden und was sie sagen, muss dann ausgelegt werden.

Es gibt für alles die richtige Zeit und den richtigen Ort. Es gibt die Zungenrede im Gottesdienst und unsere ganz persönliche Gebetssprache.
Wenn ich aus meinem Geist in einer Sprache vertraulich mit Gott rede, geht das niemanden etwas an außer ihm. Wir sehen uns dazu gleich ein paar Verse an.

Ein Pastor fragte einmal seine Gemeinde, ob jemand von einem besonderen Erlebnis mit Gott berichten könne. Und da war ein Mann, der eine Gebetserhörung und Gottes Wunder wirkende Kraft in seinem Leben erfahren hatte.

So setzte er sich hin und schrieb sein Erlebnis auf, damit es im nächsten Gottesdienst vorgelesen werden konnte. Am selben Tag schrieb er einen sehr gefühlvollen Brief an seine Frau, in dem er einige sehr intime Details aus ihrer Ehe erwähnte.

Aber dann steckte er die Briefe jeweils in den falschen Umschlag. Der Pastor, auf dessen Schreibtisch sich die Papierstapel häuften, hatte leider nicht die Zeit, ihn vorher zu lesen, und so kam es, dass er den intimen, gefühlvollen Liebesbrief dieses Mannes an seine Frau mit in den Gottesdienst nahm.

Er las ihn bis zur Hälfte vor, lief puterrot an und sagte: „O, o. Ich glaube nicht, dass dieser Brief für den Gottesdienst bestimmt war.“ Und natürlich war das ganz und gar nicht der Fall.

Und wenn ich in anderen Sprachen rede, tue ich das meistens, um eine innige Gemeinschaft mit Gott zu haben und ihn anzubeten, und das gehört nicht in die Gemeinde.

Das ist etwas zwischen mir und dem Herrn, und es ist vertraulich und sehr persönlich. Lassen Sie uns zusammen Kapitel 14 aufschlagen. Hier wird das erklärt. Kapitel 14, Vers 2. Da heißt es:

„Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse.“

Ich will Sie fragen: Wer von Ihnen glaubt, dass es ihm etwas bringt, wenn er mit Gott redet? Okay. Wenn ich in einer fremden Sprache rede, versteht mich niemand.

Ich rede Geheimnisse. Ich rede direkt mit Gott. Und weiter hinten in dem Kapitel lesen wir, dass wir aus unserem Geist mit Gott reden. Vers 4:

„Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde.“

Und das Wort „auferbauen“ stammt ursprünglich von einem Wort ab, das besagt, dass ein Gebäude immer höher gebaut wird. Etwas moderner ausgedrückt würde der Vers lauten: „Wer in einer Sprache redet, lädt sich selbst auf wie eine Batterie.“

Meine Frau vergisst ständig, den Akku ihres Handys aufzuladen. Das ist oft ziemlich frustrierend für mich.

Dann sagt sie: „O, der Akku ist leer.“ Und wenn ich sie anrufe, heißt es: „Tut mir leid, Liebling, ich habe deinen Anruf nicht bekommen. Der Akku war leer.“

Nun, wir können auch geistlich leer werden. Aber hier heißt es, wir können neue Energie tanken, indem wir in anderen Sprachen beten. Und die Bibel sagt, wir reden zu Gott, nicht zu Menschen.

Aber wissen Sie was? Wenn jemand in Zungen redet und es ausgelegt wird, verstehen die Menschen es. Hier heißt es: „Wenn ich in einer fremden Sprache rede, rede ich zu Gott. Niemand versteht es, weil ich zu Gott rede.“

Das ist eine ganz persönliche Gebetssprache. Aber dann gibt es noch Arten von Sprachen, in denen öffentlich gesprochen wird. Sehen Sie den Unterschied? In diesem Fall gebraucht Gott jemanden als ein Gefäß, um zu den Menschen zu sprechen.

Und wenn sein Reden ausgelegt wird, können sie es verstehen, ob es sich nun um ein Wort der Ermutigung handelt oder was auch immer. Es wird ausgesprochen. Aber in dieser anderen Sprache rede ich zu Gott. Niemand versteht es.

Mein Geist wird quasi mit Energie aufgeladen und ich rede Geheimnisse zu Gott. Das ist sehr vertraulich und persönlich. Machen Sie sich den Unterschied klar.

Es ist still hier drin, aber ich denke, das ist gut. Man sagt nur „Amen“ zu etwas, das man kennt und in dem man bereits Erfahrung hat.

Sehen wir uns Vers 7 in Kapitel 12 an. Ich glaube, was wir hier lesen, bezieht sich nicht auf unsere persönliche Gebetssprache. Vers 7 in 1. Korinther, Kapitel 12. Da heißt es:

„Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben.“

Hier geht es also um die Gemeinde. Das ist zum Nutzen aller, nicht für meine persönliche Auferbauung, okay? Das ist der Unterschied. Es ist zum Nutzen aller. Vers 8:

„Denn dem einen wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben; einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geist; einem anderen aber Glauben in demselben Geist; einem anderen aber Gnadengaben der Heilungen in dem einen Geist;

einem anderen aber Wunderwirkungen; einem anderen aber Weissagung, einem anderen aber Unterscheidungen der Geister; einem anderen verschiedene Arten von Sprachen; einem anderen aber Auslegung der Sprachen.“

Hier geht es wiederum um Gaben, die in der Gemeinde zum Einsatz kommen. Und wiederum spricht er von verschiedenen Arten von Sprachen. Das zeigt uns, dass diese unterschiedlichen Zwecken dienen.

Vielleicht waren Sie schon einmal im Gottesdienst einer charismatischen oder einer pfingstlichen Gemeinde, wo jemand in Zungen geweissagt hat und es schien, als sei diese Äußerung in keiner Weise inspiriert. Der Gottesdienst dadurch nicht bereichert wurde.

Mir ging das schon einige Male so. Ich dachte: „Was hat das zu bedeuten?“ Nun, vielleicht hat einfach jemand in seiner Gebetssprache gesprochen.

Vielleicht hat er gehört, wie ein anderer im Gottesdienst von Gott gebraucht wurde und in Zungen geweissagt hat und wie seine Worte ausgelegt wurden, und dachte: „Mann, ich bin mit dem Heiligen Geist erfüllt. Ich rede in Zungen. Ich kann das auch!“

Und so reden sie einfach in ihrer Gebetssprache. Aber diese soll nicht ausgelegt werden.

Das ist eine andere Art von Segnung, eine andere Art von Gabe und eine andere Funktion des Heiligen Geistes, der nicht die Inspiration der Weissagung zugrunde liegt.

Ihr fehlt einfach die Inspiration. Ich glaube, das ist die Erklärung dafür, was manchmal passiert. Aber ich will Ihnen sagen: Es ist nicht das Ende der Welt, wenn es passiert. Wirklich nicht. Ich habe das schon in einigen Gottesdiensten erlebt.

Es ist einfacher, ein kleines Feuer zu löschen als einen Flächenbrand. Mir ist es lieber, wenn Leute lernen, zusammenwachsen und ein paar Fehler machen, als wenn es in der Gemeinde zugeht wie auf dem Friedhof, der Heilige Geist einfach wegorganisiert wird und wir keinen Unterschied mehr bemerken, wenn Gott sterben und von seinem Thron vornüberfallen würde!

Der unfehlbare Heilige Geist und unfehlbare Gaben wirken durch fehlbare Gefäße. Wir wachsen, wir lernen. Und manche fürchten sich schrecklich davor, dass jemand im Fleisch handeln könnte. Hey, willkommen im Klub. Wir sind nunmal aus Fleisch und Blut, und das wird von Zeit zu Zeit passieren.

Offensichtlich passierte es auch in der Gemeinde von Korinth. Die Aussage dieser Verse sollte ihnen ein paar Richtlinien geben, damit sie wieder in die richtige Spur fanden.

Und, wissen Sie, wenn jemand das in einem Gottesdienst tut, sollten wir keine große Sache daraus machen, sondern einfach etwas sagen wie: „Hey, sie loben und preisen Gott. Wir wollen uns ihnen anschließen. Erheben Sie einfach Ihre Stimme und danken Sie Gott.“

Fertig. Es ist nichts passiert. Wir lernen. Aber nur weil ich in meiner Gebetssprache mit Gott rede, was ein großer Segen ist, bedeutet das nicht, dass Gott mich auch dafür gebrauchen wird, in einem Gottesdienst etwas zu weissagen, das ausgelegt werden muss.

Gut. Schlagen Sie bitte Kapitel 14, Vers 21 auf. Hier finden wir einen Denkanstoß.

„Es steht im Gesetz geschrieben: Ich will durch Leute mit fremder Sprache und durch Lippen Fremder zu diesem Volk reden …“

Und hier ist der traurige Teil:

„… und auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr.“

Das ist von Jesaja. Vers 22:

„Daher sind die Sprachen zu einem Zeichen, nicht für die Glaubenden, sondern für die Ungläubigen; die Weissagung aber nicht für die Ungläubigen, sondern für die Glaubenden.“

Es heißt hier also, die Sprachen können ein Zeichen für Ungläubige sein. Und ich glaube, dass Gott so etwas hin und wieder inspiriert. In 1. Korinther 13,1 sagt er:

„Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel rede“, und: „Wenn ich alle Erkenntnis weiß“ usw. Wir nennen dieses Kapitel das Kapitel der Liebe. Aber es geht hier auch um die Gaben.

In Kapitel 12 geht es um die Gaben und in Kapitel 13 und 14 ebenso. In Kapitel 12 werden uns die Gaben des Heiligen Geistes erklärt.

In Kapitel 13 geht es um den Geist, von dem der Einsatz dieser Gaben geprägt sein sollte: vom Geist der Liebe.

Und in Kapitel 14 sehen wir einige Richtlinien für ihre Anwendung in der Gemeinde. Aber als er sagte: „Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel rede …“, sprach er über die Gabe der Zungenrede.

Das kann eine Sprache sein, die irgendwo auf diesem Planeten gesprochen wird, aber auch die Sprache eines Engels. Manchmal sprechen Menschen von ihrer „himmlischen Sprache“.

Was bedeutet das nun? Das erfahren wir in 1. Korinther 13,1: „Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel rede …“ Das kann ein Zeichen sein.

Ich kannte mal einen hoch angesehenen Mann. Er ist jetzt schon ein paar Jahre im Himmel. Er erzählte mir von einer Gemeinde, einem Dienst, den er kannte, irgendwo an einer Straßenecke.

Eines Tages wollten zwei völlig abgebrannte ukrainische Männer ein ganz in der Nähe gelegenes Spirituosengeschäft ausrauben. Da kam ein Polizeiauto herangefahren und sie flüchteten sich in diese kleine Pfingstgemeinde, um sich zu verstecken.

Dort fand gerade ein Gottesdienst statt. Die Männer kamen also herein und setzten sich auf eine der hinteren Bänke. Plötzlich fing jemand an, in Zungen zu weissagen, aber es gab keine Auslegung.

Ich bin sicher, die Leute sagten: „Das war nicht Gott!“ Aber wissen Sie was? Später gingen die beiden Männer auf diese Person zu und sprachen sie auf Ukrainisch an, aber sie verstand sie nicht.

Und was sie in ihrer Sprache gesagt hatte, war: „Ihr wolltet dieses Spirituosengeschäft ausrauben. Aber ihr müsst umkehren und euer Herz Gott geben.“ Und beide wurden gerettet.

Ich hoffe, dass Sie heute die Bibelverse zu dieser Serie mitgelesen haben. Die Bibel ist wirklich der einzige Ort, wo wir hinsichtlich der Taufe des Heiligen Geistes, des Redens in anderen Sprachen und einer Menge anderer Themen Antworten finden.

Mir gefällt, was der Psalmist sagte: „Darum wandle ich aufrichtig nach allen deinen Vorschriften.“ Er sagte nicht: „Meine letzte Autorität sind meine Erfahrungen oder das, was mir ein anderer sagt.“

Er sagte: „Gott, dein Wort ist in allen Dingen meine letzte Autorität.“ Und so muss es auch sein, wenn es um dieses Thema geht, denn es ist wirklich sehr wichtig.

 

 

 

 

Deshalb bete ich, dass Sie unsere Sendung die nächsten Wochen verfolgen. Es liegt mir sehr am Herzen, das Wort Gottes so vielen Menschen wie möglich mitzuteilen.

Jesus sagte: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Und wenn Sie noch nie Kontakt zu uns aufgenommen haben, will ich Sie ermutigen, es zu tun. Wir würden uns freuen, von Ihnen zu hören.

Wenn Sie durch die Sendung ermutigt wurden, wäre es auch für uns eine Ermutigung, davon zu hören. Ich hoffe, wir sehen uns nächste Woche wieder. Gott segne Sie.

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