Wie empfange ich den Heiligen Geist? 1/6

In dieser dreiteiligen Predigtserie spricht Bayless Conley über eine andere Art des Betens — das Reden in anderen Sprachen. Lerne mehr über den biblischen Sinn dieser Geistesgabe und verstehe, welchen Platz das öffentliche Reden in anderen Sprachen und dessen Auslegung einnehmen sollte. Entdecke, wie das Gebet in anderen Sprachen dein persönliches Gebetsleben verändern kann.

Dies ist der erste Teil einer Predigtreihe, den zweiten Teil findest du hier….

Predigtmanuskript

Herzlich willkommen zu unserer Sendung. Von heute an werden wir uns etwa sechs Wochen lang mit dem Heiligen Geist und der Zungenrede beschäftigen. Das sollten Sie nicht verpassen. Ich werde ständig gefragt, was es mit der Zungenrede und dem Heiligen Geist auf sich hat. Nun, der einzige Ort, wo wir darauf eine Antwort finden, ist die Bibel. Wir werden dieses Thema einige Wochen lang gründlich studieren. Das sollten Sie nicht versäumen. Es wird sehr aufschlussreich sein. Lassen Sie uns jetzt das Wort ansehen.

Unser heutiges Thema ist die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und das Reden in anderen Sprachen. Ich will gleich vorwegschicken, dass in der Bibel verschiedene Bezeichnungen für dieselbe Erfahrung verwendet werden.

Es ist die Rede davon, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden, den Heiligen Geist zu empfangen und im Heiligen Geist getauft zu werden.

Das sind alles biblische Ausdrücke für dieselbe Erfahrung. Manchmal werde ich also davon sprechen, dass wir den Heiligen Geist empfangen und an anderer Stelle werde ich vielleicht sagen, dass wir in ihm getauft oder von ihm erfüllt werden. Aber dabei geht es immer um dasselbe.

All das sind Bezeichnungen aus der Bibel. Wir werden uns einige Wochen mit diesem Thema beschäftigen und wenn wir fertig sind, hoffe ich, dass Ihre Fragen zu diesem Thema beantwortet wurden. Und wir werden ein klares Verständnis davon haben, was es bedeutet, mit dem Geist erfüllt zu sein, und was es mit der Zungenrede auf sich hat.

Ich schließe mich dem Psalmisten David an, der sagte: „Jedes deiner Gebote ist wirklich gerecht …“ Ganz gleich mit welchen Werten und Traditionen ich aufgewachsen bin – Gottes Wort ist die letzte Autorität in meinem Leben.

Und auch Ihnen wird es weit besser gehen, wenn Sie ihn in allen Dingen als die letzte Autorität anerkennen, ob es nun um die Kindererziehung, Ihre Ehe, Ihre Finanzen, Ihre Beziehungen, den Lobpreis oder auch die Zungenrede geht. Sehen wir uns das Wort Gottes zusammen an.

Ich weiß, dass in diesem Bereich viel Missbrauch betrieben wird. Aber, wissen Sie, ich will mir nichts entgehen lassen, das Gott für mich hat, nur weil jemand anders nicht richtig damit umgegangen ist oder es zu weit getrieben hat oder weil jemand eine biblische Wahrheit aus dem Zusammenhang gerissen und einen Zirkus daraus gemacht hat.

Deshalb werde ich nicht sagen: „Okay, damit will ich nichts zu tun haben.“ Ich will in die Bibel sehen und sagen: „Okay, wenn das für mich ist, Gott, will ich es haben.“ Wenn Sie heute einen Blick in die Zeitung werfen, werden Sie von allen möglichen Autounfällen lesen.

Aber würden Sie Ihren Führerschein abgeben, weil jemand anders zu schnell gefahren ist oder sich fahrlässig verhalten hat? Weil er sein Handy am Ohr hatte oder betrunken war oder bei Rot über eine Ampel gefahren ist, sodass es zu einem Zusammenstoß kam?

„Ich gebe meinen Führerschein ab. Sie können mein Auto haben. Damit will ich nichts zu tun haben. Sehen Sie nur, was diese Person getan hat!“ Das würden Sie sicher selbst dann nicht tun, wenn Sie eine schlechte Erfahrung gemacht haben.

Unser Sohn Harrison hatte heute einen Autounfall. Er telefonierte gerade mit seiner Mutter, als plötzlich – bums –
jemand ihm draufgefahren war.

Zum Glück wurde er nicht verletzt. Aber ich bin mir sicher, dass er jetzt nicht sagen wird: „Mann, nach dieser schlechten Erfahrung beim Autofahren gebe ich meinen Führerschein ab. Damit will ich nichts mehr zu tun haben.“

Erst vor ein paar Tagen bin ich rückwärts auf den Wagen meines Sohnes aufgefahren. Er hatte hinter mir geparkt, weil an diesem Morgen die Straßenkehrmaschine kommen sollte, aber das wusste ich nicht. Ich hatte schon früh einen Termin und musste deshalb zeitig aus dem Haus.

Ich stieg in meinen Truck und sah in den Rückspiegel, aber ich konnte sein Auto nicht sehen. Er hat so einen kleinen Hyundai. Also setzte ich zurück und knallte direkt auf sein Auto.

Ich musste ihn wecken und ihm sagen: „Tut mir leid, ich bin auf dein Auto gekracht.“ Aber trotz dieser schlechten persönlichen Erfahrung werde ich weiter Auto fahren.

Als ich gerettet wurde, begann ich in eine kleine Pfingstgemeinde zu gehen. In der Stadt gab es zwei geisterfüllte Pfingstgemeinden. In der einen von ihnen waren viele junge Leute, die ich schon sehr lange kannte,

aber ich hatte den deutlichen Eindruck von Gott, dass ich dort nicht hingehen sollte. Viele von ihnen rauchten immer noch Haschisch und schliefen miteinander und ich wusste, dass ich den Kontakt zu ihnen meiden sollte, so gut es nur ging.

In der anderen kleinen Pfingstgemeinde wurde auf nachhaltige Weise die Heiligkeit Gottes gepredigt, was ich dringend brauchte. Also entschied ich mich für diese Gemeinde. Die Gottesdienste waren manchmal recht wild.

Aber ich saß einfach da, und jedes Mal, wenn sie über Jesus sprachen, weinte ich. Jedes Mal, wenn im Lobpreis der Name Jesus fiel, weinte ich. Alle gingen nach vorn und tanzten, und ich ging mit ihnen, und dann stand ich da und weinte.

Fast in jedem Gottesdienst weinte ich pausenlos. Ich hatte ein neues Leben in Christus, und ich spürte, dass ich verändert worden war.

Dennoch verstand ich nicht alles, was in der Gemeinde vor sich ging. Ich bemerkte, dass die Leute manchmal in anderen Sprachen redeten, und das war völlig neu für mich.

Eines Tages war ich in einem Gottesdienst, der ablief wie immer: Die Leute tanzten und lobten Gott, und ich weinte. Da sah der Pastor mich an und sagte: „Dieser junge Mann braucht den Heiligen Geist!“

Ich sah, dass er auf mich zeigte. Da zogen sie mich auf die Bühne – das ist wirklich wahr –, und stellten sich einander gegenüber in zwei Reihen auf. Dann musste ich in der Mitte hindurchgehen und versuchen, auf der anderen Seite lebend herauszukommen.

Sie glaubten, dass man auf diese Weise den Heiligen Geist bekam. Ich ging also durch die Reihen und die Leute fingen an, auf mich einzuschlagen. Sie verprügelten mich regelrecht und schrien dabei in anderen Sprachen. Sie schlugen mich auf den Rücken und hielten meine Handgelenke fest. Ihre Hände waren überall.

Einer von ihnen schrie: „Lass los, Bruder, lass los!“ und ein anderer packte mich an der Kehle, legte seine Hand auf meinen Bauch und rief: „Halte fest! Halte fest, Bruder! Halte fest!“ Während mich der eine auf den Rücken schlug und sagte: „Lass los“, ging mir der Nächste an die Kehle und sagte: „Halte fest“, und alle schrien durcheinander.

Ich war total entsetzt! Ich wollte nur noch weg. Das Ende der Reihen war nur wenige Schritte entfernt. Da versuchte ich, sie auszutricksen und fing einfach an, Spanisch zu reden. Aber der Pastor sagte: „Das ist es nicht!“

Ich schäme mich ein bisschen dafür, was ich als Nächstes tat. Ich erfand einfach etwas und sagte: „Uga bugga bugga.“ Da stießen sie mich zum Ende der Reihen, und das war es dann. Keine weitere Anweisung, kein Rat, nichts. Und ich war so froh, als ich von diesen Leuten wegkam!

Aber trotz meiner üblen Erfahrung war ich immer noch begierig auf alles, was Gott für mich hatte. Ich begann in der Bibel zu lesen und Gott weckte großen Eifer und ein großes Verlangen in mir.

Ich erinnere mich noch daran, dass diese Gemeinde neben dem großen Saal mehrere kleine Gebetsräume hatte. Als ich einmal einen dieser Räume betrat, sah ich dort eine Frau, die auf ihren Knien betete und Gott in anderen Sprachen lobte, ganz allein und ganz leise.

Die Atmosphäre in dem Raum war so heilig, dass ich mir fast wie ein Eindringling vorkam. Ich konnte die Gegenwart Gottes ganz stark spüren. Und ich wünschte mir so sehr, das zu haben, was ich bei dieser Frau sah! Und schließlich wurde ich mit dem Heiligen Geist erfüllt.

Ich glaube, viele Menschen werden nicht mit dem Heiligen Geist erfüllt, weil sie einfach nichts darüber wissen. Es hat sie nie jemand darüber gelehrt.

Vielleicht waren Sie noch nie in einer so demonstrativen Gemeinde wie jene, in der ich durch die Reihen gehen musste. Aber auch wenn Sie in einer netten, gemäßigten Gemeinde waren, haben Sie vielleicht keine Anleitung bekommen, und ohne Anleitung fehlt schlicht die Anleitung.

Gott sagte: „Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis. Mein Volk wird gefangen wegziehen aus Mangel an Erkenntnis. Sie sind ausgedörrt vor Durst nach Erkenntnis.“ Deshalb müssen wir wissen, was die Bibel zu diesem Thema zu sagen hat.

Manche Menschen glauben, Gott hätte ihnen bereits alles gegeben, was man bekommen kann, als sie errettet wurden. Sie sagen: „Ich habe den Heiligen Geist empfangen, als ich wiedergeboren wurde“, und folgern daraus, dass das alles war.

Nun, es gibt einen Heiligen Geist, aber zwei Arten, wie wir ihn erfahren können. Auf diese Erfahrungen will ich jetzt kurz eingehen, denn sie sind eng miteinander verknüpft und bilden die Grundlage für die weitere Predigt.

Der erste Schritt ist eine Geburt. Wir werden wiedergeboren, neu geboren aus dem Geist. Und, ja, der Heilige Geist kommt, um in uns zu wohnen, wenn wir wiedergeboren werden. Aber der Heilige Geist tut noch etwas anderes: Er stattet uns mit Kraft aus.

Wir werden nicht nur vom Geist wiedergeboren, sondern auch bis zum Überfluss mit dem Heiligen Geist erfüllt. In diesem Glas hier ist Wasser, aber es fließt nicht über. Und das ist der Unterschied, wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.

Wir werden mit ihm erfüllt bis zum Überfluss. Und genau das will Gott für unser Leben. Er will, dass wir mit seinem Heiligen Geist erfüllt werden bis zum Überfluss. Bitte öffnen Sie Ihr Herz, wenn wir uns heute das Wort ansehen.

Schlagen Sie bitte 1. Korinther, Kapitel 12 auf. Wir wollen uns Vers 13 ansehen. Dieser Vers wurde schon oft zitiert, um zu belegen, dass die Errettung und die Taufe im Heiligen Geist ein und dasselbe sind. Sehen wir uns das an. 1. Korinther 12,13:

„Denn in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt worden.“

Viele Menschen zitieren diesen Vers und sagen: „Ich bin im Leib Christi, also habe ich den Heiligen Geist empfangen. Ich wurde im Geist getauft.“

Wenn Sie wiedergeboren werden, macht der Heilige Geist Ihre neue Geburt in Ihrem Inneren zur Realität, und natürlich ist auch Gottes Gegenwart in Ihnen. Aber das ist nicht dasselbe wie im Heiligen Geist getauft zu werden oder bis zum Überfließen mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden.

Bei jeder Taufe müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens braucht man einen Täufer, zweitens jemanden, der getauft werden soll, und drittens ein Element, in dem er getauft werden kann.

Ein Täufer, ein Mensch, der getauft werden soll, und ein Element, in dem er getauft werden kann. Das griechische Wort, das im Neuen Testament mit „taufen“ übersetzt wurde, bedeutet untertauchen oder vollkommen in etwas eintauchen. Untertauchen oder vollkommen in etwas eintauchen.

Und genau das passiert bei der Wassertaufe. Der Täufer ist der Pastor, ein Ältester, ein Leiter, ein anderer Christ oder wer auch immer, und er taucht die Person unter Wasser.

Der Täufling, also die Person, die Christus angenommen hat, wird im Blut des Lammes reingewaschen. Richtig? Wenn jemand im Wasser getauft wird, ohne dass er Christus angenommen hat, wird er nichts anderes als nass.

Und das Element, in dem Sie bei der Wassertaufe getauft werden, ist natürlich Wasser. Die Taufe ist ein Symbol dafür, dass Ihr Leben jetzt Christus gehört. Sie ist ein Begräbnis.

Sie ist ein Symbol für Ihre Familie, für die Welt, für Gott, für den Teufel und für jeden, der es sehen will, dass Sie sich jetzt mit dem auferstandenen Leben in Christus identifizieren und ein neues Leben haben.

Und, nebenbei bemerkt: Die Wassertaufe ist ein Gebot Jesu. Wenn wir an ihn glauben, sollen wir uns taufen lassen. Sie müssen in Wasser getauft werden, und Sie sollten Ihre Familie und Ihre Freunde dazu einladen.

Gut, sehen wir uns nochmals Vers 13 an. Wer war hier der Täufer?

„Denn in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden …“

Der Heilige Geist ist der Täufer. Und in welches Element wird der Mensch hineingetauft? In den Leib Christi. In einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden. Und wer wird getauft?

Der reuige Sünder, der sich Christus zugewandt hat. Und wenn Sie sich taufen lassen, versetzt der Heilige Geist Sie in den Leib Christi. Er macht Sie zum Teil seiner wunderbaren, universellen geistlichen Familie, die man Gemeinde oder den Leib Christi nennt. In einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden.

Vielleicht sind Sie ein religiöser Mensch, der regelmäßig den Gottesdienst besucht. Aber das allein reicht nicht aus, um gerettet und zu einem Teil des Leibes Christi zu werden.

Als ich in jener Nacht in der kleinen Missionsstation Jesus mein Leben anvertraute, versetzte der Heilige Geist mich in Gottes Gemeinde, in den Leib Christi. Ich wurde zu einer neuen Schöpfung. Und als Nächstes stand meine Wassertaufe bevor.

Gut, die Taufe mit dem Heiligen Geist. Schlagen Sie mit mir das Markusevangelium, Kapitel 1 auf. Markus, Kapitel 1, Vers 7. Markus 1,7. Hier geht es um Johannes den Täufer.

„Und er (Johannes) predigte und sagte: Nach mir kommt der, der stärker ist als ich; ich bin nicht würdig, ihm gebückt den Riemen seiner Sandalen zu lösen.“

Über wen spricht er? Natürlich über Jesus. Vers 8:

„Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit Heiligem Geist taufen.“

Wer ist nun bei dieser Taufe mit dem Heiligen Geist der Täufer? Es ist Jesus. In welchem Element werden Sie getauft? Im Heiligen Geist.

Und der Täufling ist natürlich der Mensch, der Christus angenommen hat, der gerettet und wiedergeboren und durch das Blut Jesu von jeder Schuld befreit wurde.

Wenn Sie von Ihren Sünden umgekehrt und wiedergeboren sind, ist Jesus Ihr Retter. Und damit sind die Voraussetzungen erfüllt, dass Sie in den Himmel kommen. Das Blut Jesu ist genug. Punktum!

Allein der Glaube an Christus qualifiziert Sie für den Himmel. Nicht Ihre guten Werke, nicht irgendetwas sonst und noch nicht einmal die Taufe im Heiligen Geist.

Ich arbeitete einmal in Arizona mit einem Mann zusammen. Seine Frau ging in eine ziemlich extreme Pfingstgemeinde und hielt ihm ständig vor, dass er in die Hölle gehen würde, weil er nicht in Sprachen redete.

Sie sagte, wahre Christen würden das tun und wenn man nicht mit dem Heiligen Geist getauft würde und in Sprachen redete, wäre man nicht gerettet.

Und eines Tages erzählte ich ihm einen Witz, den ich mal gehört hatte: Ein Mann stirbt und kommt in den Himmel. Petrus holt ihm am Eingangstor ab und führt ihn im Himmel herum. Wer kennt die Geschichte?

Sicher einige. Das ist ein sehr alter Witz. Aber, wie auch immer, sie kommen an einen Ort, wo einige Leute ganz leise und voller Ehrfurcht Gott preisen. Er fragt: „Wer sind diese Leute?“

Petrus sagt: „Das sind Methodisten.“ Er sagt: „Okay.“

Ein Stück weiter treffen sie auf Leute, die etwas ausdrucksstarker in ihrer Anbetung sind. Einige von ihnen heben die Hände und sie sind etwas lauter.

Der Mann fragt: „Wer sind sie?“ Petrus antwortet: „Das sind Baptisten.“

Dann klettern sie ein Riff hinauf und sehen in einen Canyon hinunter. Dort sind Menschen, die wild schreiend herumrennen und tanzen.

Der Mann fragt wieder: „Wer sind sie?“ Petrus sagt: „Pssst. Das sind die Pfingstler. Sie glauben, sie seien die Einzigen hier.“

Nach der Arbeit ging er nach Hause und erzählte den Witz seiner Frau. Sie können sich denken, was passierte. Ich fiel sofort in Ungnade bei ihr, und ich glaube, das hat sich nie mehr geändert.

Bei der Taufe im Heiligen Geist ist also Jesus der Täufer. Der Heilige Geist ist das Element, in dem der Mensch getauft wird, der nach mehr von Gott hungert und dürstet.

Die Taufe qualifiziert Sie nicht für den Himmel, aber sie ist eine tiefere Dimension desselben Heiligen Geistes, der Ihre Wiedergeburt in Ihnen zur Realität gemacht hat. Sie bedeutet, bis zum Überfließen mit demselben Heiligen Geist erfüllt zu werden, der in Ihnen Wohnung bezogen hat, als Sie gerettet wurden.

Wenn im Neuen Testament von Wiedergeburt die Rede ist, bedeutet das im Allgemeinen nicht, dass jemand den Heiligen Geist empfangen hat, sondern dass er Christus angenommen hat.

Sehen wir uns Johannes, Kapitel 14 an. Johannesevangelium, Kapitel 14. Ich wiederhole das nochmals: Im Allgemeinen wird im Neuen Testament nicht von Wiedergeburt gesprochen, wenn jemand den Heiligen Geist empfängt, sondern wenn er Christus annimmt.

Wenn wir nicht gerettet sind, sagt die Bibel, wir sind in der Welt. Richtig? Es gibt die Welt und es gibt die Gemeinde. Mit der Welt sind im Neuen Testament diejenigen gemeint, die nicht in Christus sind, und die Gemeinde besteht aus denjenigen, die in Christus sind. Die Gemeinde und die Welt. Johannes 14,16, sehen wir uns das an.

Hier sagt Jesus kurz vor seiner Gefangennahme, seiner Kreuzigung und seiner Auferstehung zu den Jüngern:

„… und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.“

Jesus sagte, die Welt kann den Heiligen Geist nicht empfangen. Aber wissen Sie was? Die Welt kann Christus empfangen. Johannes 3,16. Kennen Sie diesen Vers?

Wenn Sie kürzlich eine Sportveranstaltung verfolgt haben, haben Sie wahrscheinlich jemanden mit Johannes 3,16 auf dem Trikot gesehen. „Denn so hat Gott die Welt geliebt, damit jeder (also jeder in der Welt), der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“

Christus ist ein Geschenk für die Welt, aber den Heiligen Geist kann die Welt nicht empfangen. Jesus bezieht sich hier auf die Taufe im Heiligen Geist. Zuerst müssen wir Christus annehmen. Das qualifiziert uns für den Himmel und für die Taufe im Heiligen Geist.

Ich fliege sehr viel an verschiedene Orte der Welt, aber das verliert schnell seinen Reiz. Jeder, der viel reist, weiß, dass man viel lieber zu Hause wäre als irgendwo sonst.

Aber wenn das Teil Ihrer Bestimmung ist oder zu Ihrem Job gehört, tun Sie es eben. Und wenn man viel reist, bekommt man bestimmte Vergünstigungen. Ich habe bei mehreren Fluggesellschaften einen Sonderstatus.

Heute reise ich nicht mehr ganz so viel. Früher flog ich regelmäßig nach London. Wenn ich dort aus der Maschine stieg, erwartete mich jemand mit einem Schild, auf dem mein Name stand. Dann fuhren sie mich mit einer Limousine um das Flughafengebäude herum, damit ich nicht erst lange anstehen musste.

Ich war einer ihrer besten Kunden. Es war ein kostenloser Service, den sie mir anboten. Aber dann beschloss ich, nicht mehr so viel reisen zu wollen. Aber ich habe immer noch meinen Sonderstatus und verschiedene Vergünstigungen, wie kostenlose Upgrades oder das Vorrecht, dass ich immer als Erster an Bord gehen darf.

Im Sommer sind wir mit der ganzen Familie in den Urlaub geflogen. Wir waren zu siebt mit unseren Enkelkindern. Wie verschiedene andere Leute wurde ich über Lautsprecher aufgefordert, zu einem bestimmten Schalter zu kommen.

Harrison, Bethany und unsere Enkel gingen voraus. Aber dort sagte man ihnen: „Es tut mir leid. Das gilt nicht für Sie. Sie können noch nicht an Bord gehen.“

Ich sagte: „Sie gehören zu mir. Das ist meine Familie.“

Der Mann sagte: „Gut, Mr Conley. Wenn sie zu Ihrer Familie gehören, ist das in Ordnung.“

Nun, wissen Sie was? Jesus gibt uns auch einen Sonderstatus. Er steht Ihnen zu, wenn Sie zu Gottes Familie gehören. Jesus sagte, die Welt kann den Heiligen Geist nicht empfangen, aber die Welt kann Christus empfangen. Das ist wirklich gut.

In der ganzen Bibel wird Wasser als ein Bild für das Wirken des Heiligen Geistes benutzt. Das wissen Sie wahrscheinlich. Sehen wir uns Johannes, Kapitel 4 an.

Überall in der Bibel steht das Wasser für den Heiligen Geist und sein Wirken. Und hier spricht Jesus mit der samaritanischen Frau an der Quelle in Sychar. Johannes, Kapitel 4. Sehen Sie, was er in Vers 13 zu ihr sagt:

„Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten …“

Hier bezieht er sich zweifellos auf die Quelle, neben der er saß. Vers 14:

„… wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.“

In der King-James- und ich glaube, auch in der American Standard-Bibel und vielen anderen Übersetzungen heißt es: „… wird in ihm eine Quelle Wassers sein, das ins ewige Leben quillt.“ Jesus spricht hier offensichtlich über die Erlösung.

Das Wirken des Heiligen Geistes und die Erlösung sind wie eine Wasserquelle in Ihnen. Sie sprudelt, sie erhält Leben. Und dieser Vers bezieht sich wiederum auf das Wirken des Heiligen Geistes bei der Erlösung.

Sehen wir uns jetzt, nur ein paar Seiten weiter, im Johannesevangelium, Kapitel 7, Vers 37 an. Johannes 7,37. Achten Sie darauf, welche Worte Jesus wählt.

„An dem letzten, dem großen Tag des Festes stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.“

In Johannes, Kapitel 4 sagt Jesus über das Wirken des Heiligen Geistes: „… es wird in ihm eine Quelle Wassers werden.“ Hier sagt er, es werden Ströme aus Ihnen fließen. Das ist ein Unterschied. Flüsse produzieren Kraft.

Flüsse erzeugen Kraft und diese Kraft fließt aus Ihnen heraus. Das ist eine sehr spezifische Kraft. „Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten.“ Derselbe Heilige Geist, zwei verschiedene Erfahrungen.

Wie immer wünschte ich, wir hätten mehr Zeit für unsere Botschaft, aber leider ist sie begrenzt. Aber Sie können nächste Woche wieder einschalten.

Wir werden uns noch einige Wochen sehr intensiv mit diesem wichtigen Thema beschäftigen. Es ist erstaunlich, wie viel die Bibel über den Heiligen Geist zu sagen hat.

Und wir werden uns ausführlich mit dem Reden in anderen Sprachen befassen. „Worum geht es dabei?“ „Ist das für heute?“ „Was hat das für einen Zweck?“ „Ist das nur für verrückte Leute?“

„Ist das irgendeine speziell pfingstliche Lehre?“ „Oder ist das etwas, das alle Gläubigen haben können?“ Wir werden uns ansehen, was die Bibel darüber sagt. Ich hoffe, dass Sie wieder dabei sind.

Und wenn Sie heute sonst nichts mitnehmen konnten, denken Sie daran: Jesus Christus liebt Sie. Bis nächste Woche.

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