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Strebe nach Gerechtigkeit, Gottesfurcht, Glaube und Liebe 1/2

Was ist dir am Wichtigsten? Wonach sehnst du dich sich am Allermeisten?

Haben wir gute Ziele, formt das einen Charakter und einen Blick, der Gott gefällt. Doch wenn wir wirklich nach solchen Schätzen streben wollen, müssen wir zuerst bereit sein, andere Ziele über Bord zu werfen.

Wir versuchen, unser Leben in Bereiche einzuteilen. Aber unser Charakter hat überall Einfluss. Nur wenn wir uns Gottes Nähe bewusst sind, können wir erfolgreich die Verhaltensweisen und Haltungen anstreben, die Gott gefallen und uns zu einem erfüllten Leben führen.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Es gibt Dinge, die Gott sich für unser Leben wünscht. Doch wir werden sie nie erleben, wenn wir sie nicht anstreben und ihnen nicht aktiv nachgehen. Gott nennt uns in der Bibel sogar konkret einige Dinge, die wir anstreben sollen. Einige davon - wichtige Dinge, die Gott für uns will, aber denen wir aktiv nachgehen müssen - wollen wir uns heute näher anschauen. Bitte schlagen Sie mit mir 1. Timotheus 6 auf. 1. Timotheusbrief, das 6. Kapitel, und wir werden von Vers 6 bis Vers 11 lesen. 1. Timotheus 6, ab Vers 6: 1. Timotheus 6:6-11 „Die Gottesfurcht mit Genügsamkeit aber ist ein großer Gewinn; denn wir haben nichts in die Welt hereingebracht, sodass wir auch nichts hinaus bringen können. Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen. Die aber reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstrick und in viele unvernünftige und schädliche Begierden, welche die Menschen in Verderben und Untergang versenken. Denn eine Wurzel alles Bösen ist die Geldliebe, nach der einige getrachtet haben und von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt haben. Du aber, Mensch Gottes, fliehe diese Dinge; strebe aber nach Gerechtigkeit, Gottesfurcht, Glauben, Liebe, Ausharren, Sanftmut!“ Ist Ihnen etwas aufgefallen? Bevor Paulus Timotheus zum Streben ermahnt, ermahnt er ihn zum Fliehen. Wir können nicht den richtigen Dingen nachgehen, wenn wir nicht vor den falschen Dingen fliehen. In unserem Text nennt Paulus als Beispiele vor allem Habgier, die Liebe zum Geld und das Streben nach Reichtum, das alles andere überschattet. Denn wenn wir so leben, wird es uns für dieses und das kommende Leben schaden. Paulus nennt das „Verderben und Untergang“. In Vers 9 ist von diesen beiden Dingen die Rede. Wenn man dem Gold hinterherläuft, kann man nicht Gott nachfolgen. Wenn man Reichtum anstrebt, kann man nicht nach Gerechtigkeit streben. Wenn wir uns auf Dinge konzentrieren, können wir uns nicht auf den Schöpfer aller Dinge konzentrieren. Bitte hören Sie sich einmal die folgenden Verse an, die ich Ihnen gleich vorlesen werde. Sie stammen aus dem Propheten Hesekiel, aus dem 33. Kapitel. Ich werde sie nach der Neues-Leben-Bibel vorlesen. Das, was heute unser Thema ist, hat Gott auch schon zu Hesekiel gesagt. Ich lese ab Vers 30: Hesekiel 33:30-32 „Menschenkind, dein Volk redet über dich. Die Leute reden über dich an den Mauern und in den Türen ihrer Häuser und sagen zueinander: Kommt! Wir wollen gehen und hören, was für eine Botschaft der Herr für uns hat! Dann kommen sie zu dir, wie ein Volk eben zusammenkommt. Sie setzen sich als mein Volk vor dir auf den Boden und hören dir zu. Aber sie befolgen deine Worte nicht. Mit dem Mund tun sie dir schön, doch ihr Herz ist nur mit ihrem eigenen Gewinn beschäftigt. Du bist für sie wie jemand, der ein Liebeslied singt, der eine schöne Stimme hat und sein Instrument gut spielt. Sie hören, was du sagst, aber sie handeln nicht danach.“ Die Menschen zu Hesekiels Zeit mochten seine Predigten, aber sie handelten nie danach. Rein äußerlich sah es so aus, als hätten sie eine Beziehung zu Gott, aber es war nichts dahinter. Warum? Gott sagt, weil sie innerlich nur aufs reich werden aus waren. In einer modernen Bibelübertragung heißt es: „Sie machen dir schmeichelhafte Komplimente, aber ihnen ist nur ihr Vorankommen wichtig.“ Und wieder eine andere Bibelübersetzung schreibt: „Sie machen schöne Worte, wie sehr sie Gott lieben, aber mit ihrem Herzen lieben sie ihr Geld.“ Letztlich geht es um die Frage: Welche Ziele verfolgen wir in unserem tiefsten Inneren? Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Wir müssen arbeiten. Arbeit war Gottes Idee. Arbeit ist kein Fluch, sondern ein Segen. Noch vor dem Sündenfall gab Gott Adam eine Arbeit: Er sollte den Garten pflegen und bewahren. Gott gab Adam sogar eine Arbeit, noch bevor Er ihm eine Frau gab. Falls Sie als Frau darüber nachdenken, einen Mann zu heiraten, der keine Arbeit hat, sollten Sie warten. Die Bibel sagt uns, wir sollen fleißig arbeiten. Ich denke auch, wir sollten uns Wissen und Erfahrung in unserem Beruf aneignen, damit wir ihn so gut wie möglich ausüben können und ein gutes Gehalt dafür bekommen. Aber das sollte nicht das größte Ziel unseres Lebens sein. Manche Menschen haben auch die besondere Gabe des Gebens, die in Römer 12 erwähnt ist. Vielleicht haben sie besondere, von Gott geschenkte Weisheit in finanziellen Fragen und was sie anfassen, wird zu Gold. Wenn man sich aber mit solchen Christen unterhält, werden sie sagen, dass es gar nicht ums Geld geht. Es geht nicht um ein höheres Gehalt oder ein größeres Haus. Für solche Christen geht es um Gottes Reich, darum, das Evangelium zu fördern und Menschen für Jesus zu gewinnen. Das Geld ist nur ein Mittel zum Zweck. Ihr Ziel ist vielmehr, so viele Menschen mit in den Himmel zu bringen wie sie können. Unsere größten Schätze liegen in Gott. Wenn wir uns zuerst um Sein Reich bemühen und Seine Gerechtigkeit anstreben und Jesus nachfolgen, wird uns alles zufallen, worum die Welt sich so bemüht. Paulus sagt also, Timotheus soll vor der Habgier fliehen und dann nennt er eine Reihe von Dingen, die wir anstreben sollen. Wenn wir bereit sind, vor den falschen Dingen zu fliehen, zeigt uns Gott, welche richtigen Dinge wir anstreben sollen. Das Erste finden wir in Vers 11: „Strebe nach Gerechtigkeit.“ Denken wir einmal an einen Baum. Bäume haben sowohl Früchte als auch Wurzeln. Die Früchte tragen sie oben, während die Wurzeln nach unten gehen, aber beides gehört zum gleichen Baum. So ist es auch mit der Gerechtigkeit. Die Wurzel ist das, was wir als Geschenk bekommen, wenn wir anfangen, mit Jesus zu leben. In Christus sind wir vor Gott gerecht. In dieser Gerechtigkeit „wachsen“ wir nicht und wir können sie uns nicht erarbeiten. Es ist kein Verdienst, kein hochgeistlicher Zustand, auf den wir hinarbeiten. Wenn Jesus Herr unseres Lebens wird, wird Seine Gerechtigkeit auf uns übertragen. Wir werden ein ganz neuer Mensch, sodass wir ohne Schuld und Schande in die Gegenwart des heiligen Gottes kommen können. Das ist wunderbar! Es ist die Wurzel der Gerechtigkeit. Doch die Bibel spricht auch von der Frucht der Gerechtigkeit. Damit ist gemeint, wie wir das, was Gott in unseren Geist hineinlegt, in unser tägliches Leben und in unseren Umgang mit anderen Menschen übersetzen. Das Zweite ist die Folge des Ersten. Und wenn es in unserem Text heißt „Strebe nach Gerechtigkeit!“, dann ist im weiteren Zusammenhang von der Frucht der Gerechtigkeit die Rede. Damit ist ein Charakter gemeint, der aus einer geordneten Beziehung zu Gott wächst. Eine Übersetzung schreibt „Strebe nach Aufrichtigkeit!“, eine andere: „Strebe ein richtiges Leben an!“ Ich möchte es so formulieren: „Bemühe dich in deinem ganzen Umgang mit anderen Menschen um Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Fairness.“ Paulus zeichnet hier einen deutlichen Gegensatz zu denjenigen, die bei ihrem Streben nach Gewinn alle Regeln beugen und ihr Gewissen vergewaltigen. Paulus vergleicht beides und sagt: „Fliehe davon. Gottesfurcht mit Genügsamkeit ist ein großer Gewinn.“ Aber wer sich vom Wunsch nach Reichtum auffressen lässt, der schafft sich selbst viel Kummer. Er wird sich am Ende in diesem Leben zugrunde richten und Schaden für das kommende Leben nehmen. Wer zu Jesus gehört, soll vor diesen Dingen fliehen und vielmehr nach Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und einem guten Umgang mit anderen Menschen streben. Ein solches Leben hebt sich ab. Wenn wir in unserem Beruf aufrichtig und ehrlich sind, ehren wir damit nicht nur Gott, sondern wir können so auch unser Licht leuchten lassen. Und wenn Menschen aufrichtig und ehrlich behandelt werden, erzählen sie oft auch anderen davon. Wenn ich irgendwelche geschäftlichen Dinge zu tun habe, mit der Firma, die in meinem Haus die Fenster putzt oder mit meiner Autowerkstatt, dann erzähle ich anderen davon, wenn sie ehrliche Geschäftsleute sind. Es ist die beste Werbung, aufrichtig und fair und ehrlich mit seinen Kunden umzugehen, denn das spricht sich herum! Ich habe Bekannte, die mich manchmal anrufen und fragen, ob ich mit ihnen Golf spielen komme. Aber ich spiele nicht gern Golf mit ihnen. Wissen Sie warum? Weil sie mogeln. Das macht mich wahnsinnig! Der Ball landet in einem Rasenloch - er legt ihn sich besser zurecht. Der Ball landet auf der Wiese - er holt ihn auf den kurzen Rasen. Der Ball landet im Sand oder er hat eine schlechte Ausgangsstellung, also legt er sich den Ball zurecht. Und am Ende der Runde prahlt er noch: „Bayless, ich habe mit 79 Schlägen vier Schläge weniger als du!“ Und ich sage: „Toll!“, aber innerlich denke ich: „Du Lügner! Wenn du dich an die Regeln gehalten hättest, hättest du mindestens sieben Schläge mehr gebraucht!“ Mit solchen Leuten spiele ich nicht gern. Wissen Sie, als Menschen unterteilen wir manchmal unser Leben. Wir sagen: „Ja, ich mogle auf dem Golfplatz. Ich habe gesagt, ich hätte an diesem Loch nur fünf Schläge gebraucht und in Wirklichkeit waren es sieben. Aber ansonsten bin ich ehrlich.“ Liebe Freunde, es geht nur um unser Leben! Vielleicht trennen wir die Dinge im Kopf, aber es betrifft unser ganzes Leben. Wenn wir in kleinen Dingen unehrlich sind, wirkt sich das immer auch auf andere Bereiche aus. Die kleinen Dinge wirken sich immer auf die großen Dinge aus. Es sind die kleinen Dinge, die niemand sonst sehen kann. Also nehmen Sie keine faulen Abkürzungen. Arbeiten Sie ehrlich, geben Sie den Kunden das, wofür sie bezahlen. Streben Sie nach Gerechtigkeit. Dann werden Sie ebenfalls Gerechtigkeit erleben, wenn Sie sie brauchen. Die Bibel sagt, was ein Mensch sät, wird er auch ernten. Hören Sie einmal auf die folgenden Verse: Sprüche 11:18: „Der Gottlose schafft sich trügerischen Gewinn, wer aber Gerechtigkeit sät, dauerhaften Lohn.“ Wieder ist die Rede von Charakter, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Rechtschaffenheit. Hosea 10:12: „Säet Gerechtigkeit! Erntet gemäß der Gnade! Brecht euch einen Neubruch! Es ist Zeit, den Herrn zu suchen, damit er kommt und euch Gerechtigkeit regnen lässt.“ Es wird sich auszahlen. Vor vielen Jahren, als wir noch in einem anderen Teil von Kalifornien wohnten, hatte ich einen Bekannten mit einer Autowerkstatt. Und seine Werkstatt hob sich deutlich von allen anderen Firmen ab, die rundherum waren. Sie war ordentlich und sauber und alles war in einem guten Zustand. Er hatte eine moderne Geschäftsausstattung und Ausrüstung. Die meisten anderen Firmen in der Umgebung waren vernachlässigt oder heruntergekommen, aber er hob sich ab. Dann erfuhr ich, warum er so viel in seine Firma investieren konnte. In der Stadt lebte eine alte Dame, die keine Familie vor Ort hatte. Sie kam ein paar Mal zu ihm in die Werkstatt, um ihr Auto reparieren zu lassen und er behandelte sie immer fair und freundlich. Mehrere andere Firmen in der Stadt hatten sie schon übers Ohr gehauen nach dem Motto: „Ach, sie ist ja bloß eine alte Frau. Sie wird den Unterschied nicht merken.“ Sie war ausgenutzt worden. Und niemand wusste es, aber sie hatte ziemlich viel Geld. Als sie starb, war der Werkstattinhaber der einzige Erbe, den sie in ihrem Testament benannt hatte! Sie schrieb: „Sie sind der einzige Mensch in dieser Stadt, der mich fair behandelt hat. Ich vermache Ihnen mein ganzes Vermögen.“ Er erbte ihr gesamtes Geld. Er hatte Gerechtigkeit gesät und Gott sorgte dafür, dass er zur rechten Zeit seinen Lohn bekam. Der nächste Punkt, den Paulus in Vers 11 erwähnt, ist Gottesfurcht oder Frömmigkeit. Frömmigkeit ist Ausdruck der inneren Ehrerbietung oder Ehrfurcht Gott gegenüber. Sie hat etwas damit zu tun, sich beständig Gottes Gegenwart bewusst zu sein und sich um ein Leben zu bemühen, das Ihm gefällt. Während Gerechtigkeit hier mehr mit dem Umgang mit anderen Menschen zu tun hat, hat Gottesfurcht mehr mit dem zu tun, wie wir vor Gott handeln, wenn kein anderer es sieht. Wenn wir uns immer Seiner Gegenwart bewusst sind und uns wünschen, wie Er zu sein, werden wir uns auch um eine innere Haltung und um Entscheidungen bemühen, die Ihm Ehre machen. Vielleicht kennen manche von Ihnen das Buch von Charles Sheldon „In seinen Fußstapfen“. Es ist eines der bekanntesten Bücher überhaupt mit über 30 Millionen verkauften Exemplaren. In diesem Buch erzählt der Autor eine Geschichte von einem Prediger in einer kleinen Gemeinde. Dieser Prediger fordert seine Gemeinde auf, ein Jahr lang keine Entscheidung zu treffen, ohne sich vorher gefragt zu haben: „Was würde Jesus tun?“ Daher kommen auch die bekannten WWJD-Armbänder. Falls Sie das Armband getragen haben, ohne das Buch gelesen zu haben, sollten Sie das dringend nachholen. Es ist ein gutes Buch. Es ist aber auch herausfordernd. Der Leser wird dazu angeregt, über seine eigenen Gewohnheiten, seine eigenen Beweggründe, seinen eigenen Lebensstil nachzudenken. Ich glaube, der Grundgedanke des Buches zeigt gut, worum es bei Gottesfurcht geht. Paulus sagt, wir sollen aktiv danach streben, weil es auf dem Weg des geringsten Widerstandes nicht möglich ist. In einem gottesfürchtigen Leben sind bestimmte Probleme vorprogrammiert. Schlagen Sie bitte mit mir einmal 2. Timotheus 3:12 auf. 2. Timotheus 3:12 „Alle aber auch, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden verfolgt werden.“ Es führt kein Weg daran vorbei. Wenn jemand sagt: „Ich habe noch nie Verfolgung erlebt“, sollte er sich diesen Vers zu Herzen nehmen. „Alle, die gottesfürchtig leben in Christus Jesus, werden verfolgt werden.“ Jeff Perry ist einer meiner besten Freunde. Jeff ist Pastor in einer Gemeinde in St. Louis, Missouri. Manchmal predige ich bei ihm und er kommt zu uns und predigt hier. Wenn ich dort bin, versuche ich immer noch ein oder zwei Tage dranzuhängen, denn Jeff geht genauso gern angeln wie ich. Also fahren wir raus. Jeff fährt mit mir stundenlang zu diesem einen weit entlegenen Platz. Und von dort aus wandern wir querfeldein zu den kleinen, versteckten Teichen im Hinterland. Das Gelände ist ziemlich unwegsam und wenn man ankommt, ist man total verschwitzt. Wenn es warm ist und wir kurze Hosen anhaben, sind unsere Schienbeine zerkratzt und blutig und wir haben uns unterwegs vier oder fünf Zecken eingefangen. Aber das Ziel ist die Mühe wert. Diese kleinen, entlegenen Teiche, in denen kaum jemand angelt, sind voller hungriger Forellenbarsche. Dort zu angeln ist ein Erlebnis! Wir stehen einige Meter voneinander entfernt am Ufer und ziehen einen Fisch nach dem andren an Land. Fantastisch! Und ich muss zugeben... ich hoffe, er erfährt nicht, dass ich das gesagt habe, aber beim letzten Mal hat er mehr Fische gefangen als ich. Ich bemühe mich, ihm zu vergeben, aber... und in gewisser Weise ist es mit der Gottesfurcht auch so. Der Segen, der denen verheißen ist, die sich um ein gottesfürchtiges Leben bemühen, übertrifft alle Schwierigkeiten, die solch ein Leben mit sich bringt. Wer gottesfürchtig leben will, bekommt garantiert Schwierigkeiten, aber der Lohn ist die Mühe wert. Ich möchte nur einige wenige Punkte von dem nennen, was gottesfürchtigen Menschen versprochen ist: Erstens, Genügsamkeit oder Zufriedenheit. 1. Timotheus 6:6: „Die Gottesfurcht mit Genügsamkeit aber ist ein großer Gewinn.“ Zweitens, Erwählung. Psalm 4:3: „Der Herr hat die Gottesfürchtigen erwählt.“ Drittens: Rettung vor der Versuchung. 2. Petrus 2:9: „Der Herr weiß die Gottesfürchtigen aus der Versuchung zu retten.“ Das sind gute Dinge! Noch ein Viertes: Es nützt uns in diesem und im kommenden Leben. Bitte schlagen Sie einmal 1. Timotheus 4 auf. Das sollten Sie tatsächlich lesen. 1. Timotheus 4, ab Vers 7: 1. Timotheus 4:7-8 „Die unheiligen und altweiberhaften Fabeln aber weise ab, übe dich aber zur Gottesfurcht; denn die leibliche Übung ist zu wenigem nütze, die Gottesfurcht aber ist zu allen Dingen nütze, weil sie die Verheißung des Lebens hat, des jetzigen und des zukünftigen.“ Paulus schreibt: „Übe dich zur Gottesfurcht.“ Das heißt, es ist mit Arbeit verbunden. Das Wort, das hier mit „üben“ übersetzt ist, ist das griechische Wort für das strenge Training, das ein Athlet für die olympischen Spiele durchlaufen musste. Gottesfurcht bekommt man nicht auf der Zuschauerbank. Man muss ihr nachstreben, sich um sie bemühen. Das wird uns für dieses und für das kommende Leben von Nutzen sein. Nun muss ich zugeben, dass manche Verfolgungen, die wir durchmachen, kaum der Rede wert sind im Vergleich zu den schrecklichen Verfolgungen, die unsere Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt für ihren Glauben erleiden. Man kann das eigentlich nicht miteinander vergleichen. Aber ich kann sagen, dass der Himmel der große „Ausgleicher“ ist. Gottesfurcht lohnt sich, nicht nur in diesem Leben, sondern auch im kommenden. Niemand, der sich entscheidet, ganz für Jesus zu leben, wird im Himmel stehen und sagen: „Ich wurde übers Ohr gehauen! Das war die ganze Sache nicht wert! Da hätte ich lieber nicht für Gott gelebt. Wenn ich diese Entscheidungen nur nicht getroffen hätte!“ Niemand wird so etwas sagen. Der Lohn wird wunderbar und unvorstellbar sein. Kein Auge hat je gesehen und kein Ohr hat je gehört, was Gott für die vorbereitet hat, die Ihn lieben. Liebe Freunde, der entscheidende Unterschied liegt in der Ewigkeit. In diesem Leben muss man über manches einfach sagen. „Das ist unfair. Das ist ungerecht.“ Aber Gott misst nicht nach unseren Maßstäben, vor allem nicht nach der kurzen Zeitspanne unseres irdischen Lebens. Gott schaut die Ewigkeit an und misst die Dinge im Licht der Ewigkeit. Und Sie werden froh sein, dass Sie sich entschieden haben, von ganzem Herzen und ganzer Seele für Jesus zu leben - selbst bei den Dingen, die niemand außer Gott sieht. Der Himmel wird zeigen, dass sich alles gelohnt hat. Kommen wir wieder zu 1. Timotheus 6:11. Das Dritte, nach dem wir streben sollen, ist der Glaube. Ich habe es bereits erwähnt: Der Glaube ist schon in uns hineingelegt, wenn wir unser Leben ganz Jesus anvertraut haben. Die Bibel sagt in Römer 12:3, dass „Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat“. Trotzdem muss der Glaube weiterentwickelt werden, indem wir Gottes Wort hören und anwenden. Sie kennen den Vers vielleicht, Römer 10:17: „Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi.“ Ich sage gern, der Glaube wird durch das Hören von Gottes Wort lebendig. Gottes Wort ist die Nahrung für unseren Glauben. Es ist wie bei einem Bodybuilder: Er nimmt viel Eiweiß zu sich, das durch die Verdauung zu den Stoffen wird, die man für den Muskelaufbau braucht. Wenn wir Gottes Wort hören und durch das Nachdenken darüber „verdauen“, erhalten wir, was wir zum Aufbau unseres Glaubens brauchen. Für den Glauben brauchen wir Gottes Wort. Vielleicht sagen Sie jetzt: „Ich habe ein Glaubensproblem. Es fällt mir schwer, Gott zu vertrauen. Ich habe immer Zweifel.“ Ich wage zu behaupten, dass das vielleicht an Ihrer geistlichen Nahrung liegt. Wenn wir uns von Gottes Wort ernähren, kommt der Glaube ganz unbewusst. Nässe kommt durch Wasser, der Glaube kommt aus dem Hören von Gottes Wort. Wenn Sie Probleme mit dem Glauben haben und unter Zweifeln leiden, sollten Sie sich mehr Zeit für Gottes Wort nehmen. Wer die körperliche Kraft haben möchte, die man durchs Essen gewinnt, muss regelmäßig Nahrung zu sich nehmen. So ist es auch mit Gottes Wort: Wir brauchen es regelmäßig. Ein Essen, das Sie vor einem Monat zu sich genommen haben, gibt Ihnen heute keine Kraft. Ich kann mich noch an unser letztes Erntedank-Essen erinnern. Ich kann es Ihnen detailliert beschreiben. Ich kann Ihnen noch aufzählen, was ich zubereitet habe und was Janet und unsere Tochter Rebekah zubereitet haben. Ich kann Ihnen sagen, was meine Schwester mitgebracht hat. Ich kann Ihnen das Aroma, die Konsistenz, die Farbe und alles beschreiben. Aber mein Körper bezieht keine Kraft mehr aus einem Essen, das ich vor einem Monat zu mir genommen habe. Ebenso wenig bekommen wir Kraft für unseren Glauben aus Bibeltexten, an die wir uns nur flüchtig erinnern oder die wir noch nie gelesen oder über die wir noch nie nachgedacht haben. Selbst den Israeliten sagte Gott, dass sie jeden Tag hinausgehen und Manna einsammeln sollen. Wenn sie versuchten, es für den nächsten Tag aufzuheben, verdarb es. Für unseren Glauben brauchen wir auch täglich Nahrung. Wir brauchen jeden Tag Gottes Wort. Der Apostel Paulus sagte, wir glauben mit unserem Geist, unserem „inwendigen Menschen“, mit dem Herzen. Auch Petrus sprach von unserem Herzen, dem verborgenen Menschen des Herzens, unserem Geist. Paulus sagte, der inwendige Mensch wird von Tag zu Tag erneuert. Für einen robusten Glauben brauchen wir die handfeste Nahrung von Gottes Wort. Wissen Sie, ich bin jetzt über 60 und stelle fest, dass Sport immer noch sehr wichtig ist. Die Muskeln, die man nicht trainiert, verkümmern. So ist es auch mit dem „Glaubensmuskel“: Man muss ihn trainieren. Aber wenn wir ihn trainieren, bleibt er stark und wächst. Der Gerechte soll im Glauben leben und handeln und Gott gefallen.  

Ein Kommentar

  • sybilla urban sagt:

    Hallo, es war mir eine große Hilfe und ich finde es sehr, sehr gut, dass Bayless Conley diese wichtigen Punkte – Tägliches Bibellesen – so klar und deutlich verkündigt. Auch all die Beispiele, all die Vergleiche (hier: Essen von gestern ernährt mich nicht, gibt mir keine Kraft mehr) war einleuchtend und ermahnend zugleich! Herzliches Dankeschön dafür.

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