Schau auf Jesus 2/2

Das Leben ohne die Hilfe von Jesus Christus zu meistern, ist schier unmöglich. Nur er ist die wahre Quelle deiner Stärke. Nur er kann dir dabei helfen, die Herausforderungen des Lebens zu bewältigen. Nur Jesus hat den Tod besiegt, um dir für dieses und dein zukünftiges Leben Hoffnung zu schenken!

In dieser Predigtserie versetzt Bayless Conley deiner Seele einen Adrenalinstoß, indem er dir hilft, deinen Blick von den irdischen Dingen abzuwenden und auf Jesus zu richten. Er erinnert dich daran, was der Tod und die Auferstehung Jesu für dich bedeuten und wie er dir helfen kann, jedes Hindernis zu überwinden, auf das du in deinem Leben triffst.

Dies ist der zweite Teil der Predigt, den ersten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Ich will heute über diesen Jesus sprechen, der das Kreuz erduldete und so sehr für uns litt. Wir werden uns dazu die Schriften von Jesaja ansehen. Kapitel 53 wird als das große Erlösungskapitel der Bibel bezeichnet. Hier finden wir erstaunliche Einsichten des Heiligen Geistes, und das mehr als sieben Jahrhunderte, bevor Christus geboren wurde.

Ich will Ihnen aus Jesaja 53 vorlesen, einem großartigen Kapitel aus der Bibel, mit dem wir uns in dieser Predigt beschäftigen. In Vers 4 heißt es: „Wahrlich“ – das bedeutet, absolut, ohne Frage oder zweifellos. „Wahrlich, er trug unsere Leiden und lud auf sich unsere Schmerzen.“

In anderen Übersetzungen heißt es: „Aber er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen.“ Das entspricht der wörtlichen hebräischen Übersetzung. „Aber er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt.

Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“ Wissen Sie was?

Sie müssen diese Verse falsch zitieren, um sich davon auszugrenzen. Sie handeln von unserer wunderbaren Erlösung in Jesus Christus, die Geist, Seele und Körper einschließt.

Er trug unsere Sünden, er trug die Dornenkrone auf seinem Kopf, um uns Frieden zu geben, und nahm die Striemen auf sich, um uns körperliche Heilung zu bringen. Was für ein Retter! Lassen Sie uns Gottes Wort ansehen.

Sehen wir uns den nächsten Vers an, Jesaja 53,5:

„Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“

Das ist die vollkommene Erlösung für den ganzen Menschen. Er wurde um unserer Vergehen willen durchbohrt, um unserer Sünden willen zerschlagen. Da ist Erlösung für unseren Geist. Jesus hat unsere Sünden getragen, damit unser Geist wiedergeboren und wieder mit Gott verbunden werden kann.

Wir haben Vergebung und können neu anfangen, aber das ist noch nicht alles. Es heißt: „Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden.” Er trug die Dornenkrone, damit ich Frieden haben kann.

Das Wort hier lautet Schalom. Die Strafe lag auf ihm für unseren Schalom, unseren Frieden, und dieses Wort umfasst alles, was für unser Wohlergehen nötig ist. Und dann heißt es: „Durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“ Es gibt Erlösung für unsren Körper. Geist, Seele und Körper. Christus hat für alles bezahlt.

Ich weiß nicht, ob Sie das bemerkt haben, aber man muss die Verse 4 und 5 falsch zitieren, um sich davon auszugrenzen: „Wahrlich, er trug unsere Leiden, und lud auf sich unsere Schmerzen.“

Vers 5: „Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“ Man kann diesen Vers nicht zitieren, ohne sich einzuschließen!

Als der Heilige Geist Jesaja dazu inspirierte, diese Worte auszusprechen und aufzuschreiben, war es ihm wichtig, einen Teil der Erlösung Christi mit dem Wort „wahrlich“ zu betonen. Das bedeutet „trotz allem, absolut, definitiv“.Das duldet keine Widerrede. Sie müssen sich dieser Tatsache sicher sein. Absolut.

Und es wird hier nicht betont, dass er wahrlich um unserer Vergehen willen durchbohrt oder wahrlich um unserer Sünden willen geschlagen wurde, obwohl das der Fall war, und ebenso wenig wird betont, dass wahrlich die Strafe um unseres Friedens willen auf ihm lag.

Der Teil, den Gott betonen will, ist: „Wahrlich: Er trug unsere Leiden.“ All das ist wahr, all das ist wichtig. Warum wollte Gott diesen Teil betonen? Vermutlich, weil er die menschliche Natur kennt. Das ist der Teil, den die Menschen versuchen auszulassen. Den Teil, den Gott betont, wollen die Menschen am liebsten auslassen.

Ich weiß, dass die Vergebung die Hauptrolle spielt. Gott sei Dank kann uns vergeben werden, Gott sei Dank, wir können gereinigt und wiedergeboren werden und wieder mit Gott verbunden sein. Und wenn wir Jesus haben und unser Körper stirbt, gehen wir mit ihm in den Himmel. Mann, als wäre das nicht schon genug! Alles was danach kommt, sind nur Details. Aber in der Bibel steht noch mehr.

Wissen Sie, kürzlich predigte ich in einem anderen Land. Ich wohnte in einem Hotel und im Preis für das Zimmer war auch ein überaus üppiges Buffet enthalten. Als Hauptspeise konnte man zwischen sechs oder sieben verschiedenen Gerichten wählen. Es gab wirklich exotische Dinge,

sogar afrikanischen Strauß. Man konnte zwischen Strauß und Hühnchen und Rind und Lamm wählen. Das war fantastisch! Dazu gab es noch eine Salatbar mit etwa zwanzig verschiedenen Salaten. Und dann hatten sie ein Dessertbuffet, das aussah wie eine Schlemmermeile.

Da war Dessert an Dessert an Dessert … was man sich nur vorstellen konnte. Ich war wirklich dankbar für den Hauptgang, aber hey, wenn der Salat und das Dessert im Preis inbegriffen waren, warum nicht?

Ich weiß, dass die Vergebung der Hauptgang ist. Gott sei Dank! Sie allein wäre schon genug. Aber wenn der Preis, der bezahlt wurde, auch den Salat des Friedens und das Dessert der Heilung beinhaltet, warum sollten wir uns das nicht holen? All das war Teil der Erlösung Christi.

Legen Sie doch kurz ein Lesezeichen in Ihre Bibel, wir kommen gleich hierher zurück. Schlagen Sie mit mir das Matthäusevangelium, Kapitel 8 auf. Wir werden uns einen vom Heiligen Geist inspirierten Kommentar zu Jesaja 53,4 ansehen. Matthäus zitierte und kommentierte Jesaja 53,4. Sehen wir uns an, was er sagt. Matthäus 8,16:

„Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit seinem Wort, und er heilte alle Leidenden,

damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: Er selbst nahm unsere Schwachheiten und trug
unsere Krankheiten.“

Der Heilige Geist sprach durch den Mund des Matthäus und sagte genau das, was Jesaja 53,4 aussagt: „Wahrlich, er trug unsere Krankheiten.“ Und hier heilt Jesus aufgrund des Erlösungswerks in der Zukunft, denn er ist das geschlachtete Lamm von Grundlegung der Welt an.

Sehen wir uns jetzt 1.Petrus, Kapitel 2 an. Hier finden wir einen kleinen Kommentar zu Jesaja 53,5. 1.Petrus 2,24:

„… Jesus, der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid.“

Beachten Sie, dass hier in der Vergangenheit gesprochen wird, denn hier geht es um die Zeit nach Golgatha. Aus Gottes Sicht ist das Werk getan. Alles, was für unsere Heilung nötig ist, wurde erreicht. Jesus hat die Striemen bereits auf sich genommen und so heißt es: „Durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“

Hier erfolgt Heilung aufgrund des Erlösungswerks in der Vergangenheit. In Matthäus 8,16-17 ist es Heilung aufgrund des Erlösungswerks in der Zukunft; für uns gibt es Heilung aufgrund des Erlösungswerks in der Vergangenheit.

Vielleicht fragt jetzt jemand: „Aber wenn wir durch seine Striemen geheilt sind, warum bin ich dann nicht geheilt?“ oder: „Wie konnte dieser Person das passieren? Warum habe ich diese Schmerzen? Das kann kein Teil der Erlösung Christi sein.“

Denken wir einen Augenblick darüber nach. Sehen Sie sich den ersten Teil dieses Verses nochmals an, Vers 24: „… der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat.“ Wer stimmt mir zu, dass Jesus unsere Sünden getragen hat, als er an diesem Holz starb?

Das tat er – ohne Frage. „… damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben.“ Weil das Werk Christi auf Golgatha die Macht unserer Sünden gebrochen hat, haben wir jetzt die Möglichkeit, ein gerechtes Leben zu führen.

Stimmen Sie mir zu? Auf jeden Fall. Jede Versuchung, vor der wir stehen, können wir aufgrund dessen, was Jesus auf Golgatha für uns getan hat, überwinden und wir haben das Potenzial, ein heiliges Leben zu führen.

Gut. Ich wage jedoch zu sagen, dass hier kein Mensch im Raum ist, der das noch nie vermasselt hat. Ich glaube nicht, dass heute jemand hier ist, der noch nie zu Fall gekommen ist, obwohl dieses Potenzial da ist.

Nun könnte man sagen: „Ich wurde versucht und ich bin gefallen, deshalb war das Opfer Jesu nicht genug. Vielleicht hat er die Macht der Sünde nicht gebrochen, weil ich früher schon von der Sünde überwältigt wurde. Dann muss ich meinen Glauben auf die Ebene meiner Erfahrungen reduzieren.“

Nein, nein, nein, nein, nein! Niemals! Jesus hat die Macht der Sünde gebrochen. Er hat meine Sünde ans Holz hinaufgetragen, und ich will alles tun, um meine Erfahrungen auf die Ebene von Gottes Verheißungen und meines Glaubens zu heben. Nun, wenn die erste Hälfte dieses Verses wahr ist, gilt das sicher auch für die zweite Hälfte.

Dort heißt es: „Durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“ Genauso wie mir die Möglichkeit offensteht, ein gerechtes Leben zu führen, steht mir aufgrund der Striemen auf dem Rücken Jesu auch die Möglichkeit offen, geheilt zu werden. Vielleicht habe ich bisher nicht in der Fülle all dessen gelebt, aber wissen Sie, was ich tun werde?

Ich werde meinen Glauben nicht auf die Ebene meiner Erfahrungen reduzieren und sagen: „Nun, ich habe das bisher nicht erlebt, und ich weiß dass anderen dieses und jenes passiert ist, deshalb ist das kein Teil der Erlösung Christi.“ Nein, die Bibel sagt, das ist Teil seiner Erlösung.

Wir sind auf einer Reise, wir wachsen, wir lernen, wir setzen uns mit Problemen auseinander und, Gott sei Dank, nehmen wir Stück für Stück das Reich in Besitz, das Christus uns gegeben hat. Und in der Zwischenzeit werde ich meinen Glauben und meine Überzeugungen nicht auf die Ebene meiner Erfahrungen herabstufen.

Ich weiß, dass das, was Gott in seinem Wort sagt, wahr ist, und ich werde mich anstrengen, im Glauben zu wachsen und meine Erfahrungen auf die Ebene von Gottes Wort zu heben. Kann jemand bitte „Amen“ sagen?

Gehen Sie mit mir zurück zum Buch Jesaja, wenn Sie möchten … Kapitel 53. Ich will hier etwas dazu sagen. In Kapitel 52 ging es darum, dass die äußere Erscheinung Jesu, weil er gefoltert und geschlagen wurde, so entstellt war, dass er nicht mehr menschlich erschien.

Er wurde von den Juden ins Gesicht geschlagen und von den Römern so heftig attackiert, dass er von seiner Stirn, wo sich die Dornen hineingebohrt hatten, bis zu seinen von Nägeln durchbohrten Füßen nur noch aus Wunden und Prellungen bestand.

Wenn Sie Jesus als Mensch gekannt und ihn am Kreuz gesehen hätten, hätten Sie ihn nicht erkannt, weil er so sehr geschlagen worden war, dass er völlig entstellt war. Gehen wir zu Vers 6 von Jesaja 53. Da heißt es:

„Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen eigenen Weg; aber der HERR ließ ihn treffen unser aller Schuld.“

Wir sind die Schafe, die umherirrten. Wissen Sie, fast jedes Tier hat einen instinktiven Richtungssinn. Wenn Sie einen Hund fünfzehn Kilometer weit entfernt aussetzen, wird er den Weg nach Hause finden.

Fast alle Tiere haben diesen Sinn, außer den Schafen. Schafe sind wirklich dumm. Da können Sie jeden Schäfer fragen. Lesen Sie es nach, es ist wahr. Wenn ein Schaf verloren geht, ist es hoffnungslos verloren. Es hat null Richtungssinn, null Intuition, wie es wieder nach Hause kommt. Was für ein Bild für die Menschheit. Absolut verloren!

Ich traf mich einmal mit Randy Morrison, einem meiner besten Freunde, in Hongkong. Wir machten von unserem Hotel aus einen Spaziergang und verliefen uns total. Auf der Suche nach dem Weg zurück irrten wir stundenlang durch die Gegend.

Weit und breit sprach niemand Englisch. Wir liefen hier- und dorthin und gingen durch kleine Alleen, wo geschlachtete Tiere und Schlangen an Stöcken in der Gegend herumhingen, und dachten: „Das sieht nicht aus wie unser Hotel!“

Wir irrten den ganzen Tag herum. Am Abend gelangten wir endlich wieder in unser Hotel. Aber wissen Sie was? Von der Sünde und der Trennung von Gott finden Sie nicht allein zurück, selbst wenn Sie Ihr ganzes Leben lang nach dem Weg suchen.

Deshalb kam der große Hirte und starb für die Schafe. Und Jesus sagte: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Jesaja 53,7:

„Er wurde misshandelt, …“

Wieder ist er unser Stellvertreter. Er wurde misshandelt, damit wir nicht misshandelt werden müssen.
„Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf wie das Lamm, das zur Schlachtung geführt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf.“

Stumm wie ein Lamm vor seinen Scherern. Jesus erfüllte das, als er vor seinen Anklägern und vor Pontius Pilatus stand. Und in Markus, Kapitel 15, heißt es: „Die Hohepriester klagten ihn vieler Dinge an.“ Aber er sagte nichts.

„Pilatus aber fragte ihn wieder und sprach: Antwortest du nichts? Siehe, wie vieles sie gegen dich vorbringen! Jesus aber antwortete gar nichts mehr, so dass Pilatus sich wunderte.“ Und hier in diesem Vers ist zwei Mal die Rede von dem Retter, der seinen Mund nicht auftut und stumm bleibt.

Auch im Evangelium heißt es zwei Mal, das Jesus still blieb. Er war das Lamm, das zur Schlachtung geführt wurde, das geschlachtete Lamm von Grundlegung der Welt an, das Lamm, das die Sünde der Welt wegnimmt. Jesaja 53,8:

„Aus Bedrängnis und Gericht wurde er hinweggenommen.“

Aus Bedrängnis und Gericht führten sie ihn in den Tod.

„Und wer wird über seine Generation nachsinnen?
Denn er wurde abgeschnitten vom Lande der Lebendigen.
Wegen des Vergehens seines Volkes hat ihn Strafe getroffen.“

Unser Stellvertreter! Vers 9:

„Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab, aber bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tod, weil er kein Unrecht begangen hat und kein Trug in seinem Mund gewesen ist.“

Ich bin sicher, dass sich die Leute über die Generationen und die Jahrhunderte hinweg gefragt haben: „Was bedeutet das? Man gab ihm ein Grab bei den Gottlosen, aber bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tod.“

Nun, Jesus starb zwischen zwei Dieben und die Römer hatten die absolute Kontrolle über seinen Körper. Es war ein Grab bei den Gottlosen für ihn vorgesehen. Er wäre zusammen mit anderen in ein Grab geworfen worden.

Aber was passierte, nachdem er gestorben war? Josef von Arimathäa, ein reicher Mann, bat Pontius Pilatus um den Körper Christi, und er gewährte ihm die Bitte. Und Josef von Arimathäa ließ Christus in sein eigenes Grab legen. Ihm war ein Grab bei den Gottlosen zugeteilt worden, aber er wurde in das Grab eines reichen Mannes gelegt. Und, wie die Bibel sagt, er war unschuldig.
Jesaja 53,10:

„Doch dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen. Wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Nachkommen sehen, er wird seine Tage verlängern. Und was dem HERRN gefällt, wird durch seine Hand gelingen.“

„Dem Herrn gefiel es, ihn zu zerschlagen.“ „Zerschlagen“ bedeutet, etwas komplett kaputt zu machen, in Stücke zu zerbrechen. Dem Vater gefiel das. Sehen Sie, der schlimmste Peitschenhieb, den Jesus traf, stammte nicht von den Römern.

Es war der Peitschenhieb von Gottes Gericht, der um die Sünden der Menschen willen die Seele Jesu traf. Es heißt: „Er hat sein Leben als Schuldopfer eingesetzt.“ Hören Sie: Wir werden nie vollkommen begreifen, was Jesus auf sich nahm, um uns zu erlösen. Seine Seele wurde zum Opfer für die Sünde.

Da war mehr als nur das körperliche Leiden am Kreuz. Deshalb betete Jesus im Garten Gethsemane, als er wusste, dass eine Gefangennahme und seine Kreuzigung unmittelbar bevorstanden, zum Vater.

Er stand so stark unter Druck, dass er Blutstropfen schwitzte. Medizinisch gesehen passiert es nur in den allerseltensten Fällen, wenn jemand extrem unter Druck steht, dass die Kapillaren platzen und tatsächlich Blut aus den Poren fließt.

Viele Menschen erleben so etwas nie. Und Jesus bat den Vater: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber!“ Er wusste, was das bedeutete.

Aber er sagte: „Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ Er ordnete sich dem Willen des Vaters unter. Er nahm das Kreuz auf sich. Er gab seine Seele als Opfer für die Sünde hin.

Und es heißt: „Er wird Nachkommen sehen …“, wörtlich heißt es, er wird „geistliche Nachkommen“ sehen. Das sind wir. Und „… er wird seine Tage verlängern“. In anderen Worten, er wird leben, obwohl er stirbt. „Und was dem HERRN gefällt, wird durch seine Hand gelingen.“
Wir kommen zu Vers 11:

„Um der Mühsal seiner Seele willen wird er Frucht sehen, er wird sich sättigen.“

Wir sind die Frucht der Mühsal oder des Leidens seiner Seele. Wissen Sie, was das Herz Jesu sättigt? Sie und ich. Wir lesen in Hebräer, dass er „um der vor ihm liegenden Freude willen … das Kreuz erduldete“. Was war die Freude, die vor ihm lag? Was bringt seinem Herzen Sättigung?

Sein Volk. Wenn die Menschen ihm begegnen und ihn annehmen, wenn sie aus der Finsternis ins Licht kommen, wenn ihr Leben verändert wird und wieder mit Gott verbunden ist. Er wird die Mühsal und das Leiden seiner Seele sehen und er wird gesättigt sein.

„Durch seine Erkenntnis wird der Gerechte, mein Knecht, den Vielen zur Gerechtigkeit verhelfen, und ihre Sünden wird er sich selbst aufladen.“

Beachten Sie: Weil sie ihn erkennen, werden die Menschen vor Gott gerecht gemacht. Gott hat beschlossen, durch bloßes Predigen diejenigen zu retten, die glauben. Wie aber sollen sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben?

Wie aber sollen sie hören ohne einen Prediger? Wir müssen unseren Mund öffnen und den Menschen von unserem wunderbaren, schönen Retter erzählen, denn wenn sie von ihm hören, hat der Heilige Geist etwas, mit dem er arbeiten kann. Dann kann er sie überzeugen und sie dahin bringen, dass sie sich Gott hingeben. Durch seine Erkenntnis erlangen sie Gerechtigkeit.

Und in Jesaja 53,12 schließt das Kapitel. Da heißt es:

„Darum werde ich ihm Anteil geben unter den Großen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern zählen ließ. Er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte getan.“

Hier spricht der Vater. „Darum werde ich, Gott, der Vater, ihm, Jesus, Anteil geben unter den Großen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen.“ Beachten Sie, dass hier von „Anteil geben“ und „Beute teilen“ die Rede ist.

Immer wenn der Vater Jesus etwas gibt, teilt dieser es mit uns. Das Wort „Beute“ wird oft im Zusammenhang mit einem Kampf verwendet, wie beispielsweise wenn ein General in einem Kampf den Feind in die Flucht geschlagen und einen unanfechtbaren Sieg errungen hat.

Dann nimmt er die Ausbeute dieser Schlacht und teilt sie mit seiner Armee. Gott erklärte Jesus zum Überwinder; Jesus sagte zu uns: „Ihr seid mehr als Überwinder.“ Gott erklärte ihn zum Erben, und Jesus sagte zu uns: „Ihr seid meine Miterben.“ Was er bekommt, teilt er mit uns.

Und am Ende heißt es, er tat Fürbitte für die Verbrecher. Ein Fürsprecher ist jemand, der im Namen einer Person zu einer anderen geht. Jesus ist unser Fürsprecher. Im Hebräerbrief heißt es, er ging mit seinem eigenen, kostbaren Blut in den Himmel, um es dem Heiligsten aller Heiligen zu präsentieren.

Und ich kann mir vorstellen, wie Jesus dort als unser Fürsprecher zum Vater sagt: „Vater, es ist vollbracht. Ich habe mein Blut vergossen und den Preis bezahlt. Meine Seele wurde zum Opfer für die Sünde. Und was du mit mir teilst, werde ich mit ihnen teilen. Wenn du mich annimmst, nimmst du auch Bayless an, denn was ich getan habe, habe ich für ihn getan,

ebenso wie für Maria und Samantha und Georg. Vater, wenn du mich zum Überwinder erklärst, sind sie mehr als Überwinder. Wenn du mich zum Erben erklärst, sind sie meine Miterben.“

Und der Vater sah Jesus an und sagte: „Ich nehme sie in dir an. Sie sind angenommen in dem Geliebten. Das Opfer ist vollbracht.“

Und Jesus wandte sich uns zu und er teilt alles mit uns, was ihm vom Vater gegeben wurde; alles, was er gewonnen hat, und alles, was er als Erbe bekommen hat.
Gut, nun ist die Frage: An wem wird nun der Arm des Herrn offenbar werden? Wer wird diese große Erlösung erfahren?

In wessen Leben wird der Heilige Geist die dreifache Erlösung – Frieden, Freiheit von Unterdrückung, Heilung und Befreiung von der Sünde – zur Realität machen? An wem wird sich der Arm des Herrn offenbaren? An denjenigen, die die Verkündigung geglaubt haben. Ich habe Ihnen die Verkündigung gegeben. Was werden Sie damit tun? Werden Sie an ihn glauben?

Bitte beugen Sie für einen Moment den Kopf und schließen Sie Ihre Augen. Ich möchte beten. Lassen Sie uns von allem anderen wegsehen, auch von den anderen Glaubenshelden, vielleicht sogar von den Menschen in Ihrem Leben, die Ihnen großartige Mentoren und Vorbilder für das christliche Leben sind, und lassen Sie uns auf Jesus sehen.

Lassen Sie uns auf ihn schauen. Denken Sie darüber nach, was er erlitten hat. Denken Sie über den Preis nach, den er bezahlt hat, über seine große Liebe. Die Bibel sagt, Gott enthielt uns seinen eigenen Sohn nicht vor. Wie sollte er uns dann nicht auch alles andere geben?

Gott, wir lieben dich. Hilf uns, eine Vision von dem Retter zu bekommen, von dem Einen, der seine Seele als Opfer für die Sünde hingab, der seinen Rücken auspeitschen und seine Stirn von Dornen durchbohren ließ.

Er überließ seine Hände und Füße den Nägeln und sein Gesicht denjenigen, die seinen Bart ausrupften, ihn anspuckten und verspotteten. Er besiegte den Tod ein für alle Mal, er entwaffnete Fürsten und Mächte und stellte sie öffentlich zur Schau, als er am Kreuz über sie triumphierte. Er ist unser auferstandener Retter. Heiliger Geist, zeige uns diesen Jesus.

Male ein Bild auf der Leinwand unserer Vorstellungskraft. Tauche deinen Pinsel in die Tinte von Gottes Wort, o Heiliger Geist, und male uns den Weg auf. Jesus, wir lieben dich. Wir sind dir so dankbar.

Vor vielen Jahren schrieb ein berühmter Evangelist in seinem Newsletter über Jesaja, Kapitel 53. Er war ein überzeugter Prediger der Erlösung und verkündete, dass Gott uns durch das Erlösungswerk Christi die Vergebung unserer Sünden gewährt hat und dass wir wiedergeboren werden können.

Das war der einzige Aspekt der Erlösung Christi, den er je gepredigt hatte. In diesem Artikel berichtete er jedoch darüber, wie er in einem anderen Land über die Erlösungsbotschaft Christi aus Jesaja 53 gesprochen hatte.

Er beschäftigte sich mit dem hebräischen Urtext, wo es heißt: „Wahrlich, er trug unsere Leiden“, was bedeutet, dass er unsere Krankheiten getragen hat, und sprach über den Satz: „Durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“

Und er sagte, dass es Verweise auf andere Stellen der Bibel gibt, die sich mit körperlicher Heilung befassen. Und dann sprach er vor einem großen Publikum von mehreren Hundert Menschen die Einladung aus, Christus anzunehmen.

 

 

 

Und da waren Hunderte Menschen, die bezeugten, dass ihnen nicht nur die Last der Sünde genommen wurde, sondern dass sie auch auf wundersame Weise geheilt wurden, als sie Christus als ihren Retter annahmen.

So gelangte er zu dem Schluss, dass Jesaja 53 wohl mehr beinhalten müsse, als die meisten bisher erkannt haben. Und ich bete, dass Gott uns die Augen öffnet, damit wir unseren wunderbaren Retter in der ganzen Fülle seines Erlösungswerks, seines Opfers und seiner Auferstehung sehen können.

Was für ein Retter! Jesus hat einen Preis für uns bezahlt – für Geist, Seele und Körper. Und ich bete, dass Ihnen die Augen geöffnet werden für unseren wunderbaren Retter und den Preis, den er am Kreuz für uns bezahlt hat. Gott segne Sie, wir sehen uns beim nächsten Mal.

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