Nach dem Herzen Gottes

Vieles von dem, was Gott in deinem Leben tun möchte, hängt von deiner inneren Herzenshaltung ab. Die Bibel sagt, Gott sucht nach Herzen, die mit seinem Herzen in Gleichklang schlagen. Bayless Conley erklärt in dieser Predigt, was ein Mensch nach dem Herzen Gottes ist. Gott kann gebrochene, müde Herzen wieder mit Leben und Hingabe erfüllen.

Predigtmanuskript

Wir werden heute darüber sprechen, wie ein Mensch nach dem Herzen Gottes aussieht. Es gibt einige Dinge, mit denen wir Gott eine Freude machen können und es sollte unser oberstes Ziel sein, ein Lächeln auf Sein Gesicht zu zaubern. Er liebt Sie. Warum erwidern Sie Seine Liebe nicht? Ich hoffe, Sie haben eine Bibel zur Hand. Lassen Sie uns das Wort Gottes ansehen. Ich glaube, die heutige Predigt wird ein Segen für Sie sein.

Meine heutige Predigt trägt den Titel „Nach dem Herzen Gottes“. In Apostelgeschichte, Kapitel 13 erteilt Paulus einigen Juden, die sich in einer Synagoge versammelt haben, eine kleine Geschichtslektion. Die Absicht, die er damit verfolgte, war, ihnen von Christus zu erzählen. Aber an einem Punkt erwähnte er etwas, das mich regelrecht gefangen genommen hat und darüber möchte ich jetzt sprechen. Es steht in Apostelgeschichte, Kapitel 13, Vers 22. Er sagte:

Apostelgeschichte 13:22
„Und nachdem er ihn [Saul] verworfen hatte, erweckte er ihnen David zum König, welchem er auch Zeugnis gab und sprach: Ich habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann nach meinem Herzen, der meinen ganzen Willen tun wird.“

Ich will über den Ausdruck „ein Mann nach meinem Herzen“ sprechen. Die Tatsache, dass Gott sagte: „Ich habe ihn gefunden“, weist darauf hin, dass Er auf der Suche war. Paulus bezieht sich hier auf den Vers in 1. Samuel 13:14, wo es heißt: „Der Herr hat sich einen Mann gesucht nach seinem Herzen.“ Und Gott ist auch heute noch auf der Suche, denn in 2. Chronik 16:9 heißt es: „Denn des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.“ In der New American Standard Bible lautet dieser Vers: „Die Augen des Herrn suchen auf der ganzen Erde, um sich jenen, die ganz ihm gehören, als stark zu erweisen oder sie kräftig zu unterstützen.“ Gott will uns unterstützen und Er sucht auf der ganzen Erde nach Menschen, deren Herz ganz Ihm gehört.

Ich musste darüber nachdenken, was Gott über David sagte: „Er ist ein Mann nach meinem Herzen.“ (Sein Herz schlägt im Einklang mit meinem.) Was machte Davids Herz so besonders? Was war es, das Gottes Augen bei ihm innehalten und Ihn sagen ließ: „Danach habe ich gesucht!“? Wie wir aus dem Zusammenhang sehen, hatte das mit – Nummer eins – Gehorsam zu tun. Gott befand David als „einen Mann nach meinem Herzen, der meinen ganzen Willen tun wird“. Hier geht es um die Herrschaft über das Volk und die Tatsache, dass Saul, sein Vorgänger, abgesetzt wurde, weil er den Geboten Gottes nicht gehorchte. Er herrschte nicht gemäß Gottes Wort und hörte nicht auf die Propheten. Als David hingegen über das Volk herrschte, hörte er auf die Propheten und sah das Wort Gottes stets als die letzte Autorität an. Sein Gehorsam war einer der Gründe, warum Gott ihn als einen Mann nach Seinem Herzen bezeichnete. Aber wie wir wissen, war David in seinem persönlichen Leben nicht immer gehorsam. Er beging Ehebruch mit Batseba und ließ ihren Mann Uria töten. Wie konnte Gott diesen Mann „einen Mann nach meinem Herzen“ nennen? Ich möchte diese Frage beantworten, indem wir uns noch ein paar weitere Aspekte von Davids Herz ansehen, die Gott liebte. Und der zweite Aspekt – und zugleich der Grund, warum Gott diese Aussage treffen konnte – ist, dass David Gottes Vergebung annahm. David litt sicher weit mehr unter den bitteren Folgen seiner Sünden als nötig gewesen wäre, weil seine Umkehr auf sich warten ließ. Er war erst dazu bereit, nachdem Nathan ein ernstes Wort mit ihm gesprochen hatte. Aber wissen Sie was? Als er es schließlich tat, fackelte er nicht lange herum. Er tat es nicht halbherzig und er ging nicht nur ein Stück des Weges. Er redete sich nicht heraus und gab niemand anderem die Schuld. Er sagte nicht: „Gott, diese Frau hätte nicht nackt auf ihrem Dach baden sollen. Es ist nicht nur meine Schuld.“ Nein, David schob die Schuld nicht auf andere. Er überließ sich ganz der Gnade Gottes und nahm Gottes Vergebung vollständig an.

Psalm 51 ist Davids Gebet der Umkehr. Ich möchte Ihnen einige Verse daraus vorlesen. Ich beginne ab Vers 3. David sagte: „Sei mir gnädig, Gott, nach deiner Gnade; tilge meine Vergehen nach der Größe deiner Barmherzigkeit! Wasche mich völlig von meiner Schuld, und reinige mich von meiner Sünde! Denn ich erkenne meine Vergehen, und meine Sünde ist stets vor mir. Gegen dich, gegen dich allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen; damit du im Recht bist mit deinem Reden, rein erfunden in deinem Richten.“

Und dann, Vers 12: „Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, und erneuere in mir einen festen Geist!“ Gottes Vergebung war und ist absolut vollständig und wenn ein Mensch umkehrt und diese Vergebung annimmt, werden alle Sünden, die bei Gott verzeichnet sind, ausgelöscht. Und weil Gott schon von Anfang an den Ausgang kennt und wusste, dass David umkehren und seine Vergebung vollkommen annehmen würde, konnte Er sagen: „Ich habe David gefunden, einen Mann nach meinem Herzen.“ Aus Gottes Sicht existierten seine Sünden nicht mehr. In Jeremia 31:34 sagt Gott: „Denn ich werde ihre Schuld vergeben und an ihre Sünde nicht mehr denken.“ Und in Psalm 103, Vers 12 heißt es: „So fern der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere Vergehen.“ Der Osten und der Westen werden sich nie berühren.

Das ist eine Lektion, die wir lernen müssen. Manche von Ihnen kehren zwar um, wenn sie etwas falsch gemacht haben und irgendwie glauben sie auch, dass Gott ihnen vergeben hat. Aber dann schwebt eine Woche lang eine dunkle Wolke über ihrem Kopf und sie denken: „Okay, ich habe gelogen, aber danach habe ich wieder alles richtig gemacht. Vielleicht nimmt Gott mich jetzt wieder an.“ Doch dann basiert ihr ganzes Leben mit Gott auf Werken und das ist nicht der richtige Weg. Gnade am Anfang, Gnade in der Mitte und Gnade am Ende.

Ich hatte einmal einen Freund, der früher in unsere Gemeinde kam. Das war in der Anfangszeit von Cottonwood, als wir noch recht klein waren. Er hatte eine prophetische Gabe. Gelegentlich gab er uns im Gottesdienst ein Wort, das fast immer ins Schwarze traf und die Menschen ermutigte und ihren Glauben stärkte. Aber sein Verhalten verwirrte mich oft. Ich meine, er war ein Freund und wir machten öfter mal etwas zusammen. Aber er war, was ich einen U-Boot-Christen nenne. Ab und zu tauchte er in der Gemeinde auf und brannte für Gott, aber dann tauchte er wieder unter und ließ sich monatelang nicht blicken. Ich wusste, dass er mit einigen fleischlichen Problemen zu kämpfen hatte. Aber wenn er in die Gemeinde kam, war er voller Feuer; er weissagte und Gott gebrauchte ihn. Dann dachte ich: „Gott, wir wissen beide, was er tut. Was ist damit?“ Aber ich fand noch etwas anderes über ihn heraus: Wenn er umkehrte, machte er keine halben Sachen. Er überließ sich ganz der Gnade Gottes und er nahm seine Vergebung so vollständig an, dass er sagte: „Gott, wenn Du meine Sünde vergisst, werde ich es auch tun.“

Das ist natürlich kein Freibrief für einen zweifelhaften Lebensstil. Wenn Sie eine Sache immer wieder tun, gewinnt sie Macht über Sie und dafür werden Sie letztendlich bezahlen müssen. Aber Gottes Gnade ist erstaunlich. Die Bibel sagt im Buch Micha, dass Gott alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen wird. Und wissen Sie, was Er danach tut? Er stellt „Angeln verboten“-Schilder am Ufer auf. Lassen Sie sie dort stehen. Nehmen Sie Gottes Vergebung an. David war ein Mann nach dem Herzen Gottes, weil er an die Gnade und die Vergebung Gottes glaubte. Und drittens glaube ich, dass David ein Mann nach dem Herzen Gottes genannt wurde, weil er Gottes Wort liebte. Psalm 119 wird von vielen Gelehrten der Feder Davids zugeschrieben. In Psalm 119, Vers 105 heißt es: „Eine Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad.“ Ich gehe meinen Weg gemäß Deinem Wort. In Vers 128 desselben Psalms sagte er: „Darum wandle ich aufrichtig nach allen deinen Vorschriften.“

Einige von Ihnen werden die Geschichte in 1. Chronik kennen, wo David König wurde und als erste Handlung in seinem neuen Amt die Bundeslade nach Jerusalem zurückbringen wollte. Das war die Truhe, die Mose gemacht hatte. Sie war mit Gold überzogen und auf ihrer Deckplatte waren goldene Cherubim. In dieser Truhe befand sich etwas Manna, Aarons sprossender Stab und eine Tafel mit den Zehn Geboten. Unter dem Alten Bund galt sie als der Ort, wo Gottes Gegenwart wohnte. Aber die Philister hatten die Lade gestohlen. Schließlich gelangte sie zurück nach Israel, aber sie wurde nie nach Jerusalem gebracht. Und so sagte David: „Wir werden sie dort hinbringen.“ Und sie tanzten und sangen, beteten Gott an und luden die Bundeslade auf ein Ochsengespann. Als die Ochsen stolperten, streckte ein Mann namens Usa die Hand aus, um die Lade zu stabilisieren und fiel tot um. Und die Bibel sagt, an diesem Tag fürchtete sich David vor Gott. Er sagte: „Wir können die Lade nicht nach Jerusalem bringen. Hier stimmt etwas nicht.“ Da brachten sie die Lade in das Haus von Obed-Edom. Es ist sehr interessant, wie gesegnet Obed-Edom war, die Gegenwart Gottes in seinem Haus zu haben. Das wird von hier an jedes Mal erwähnt, wenn in der Bibel von ihm die Rede ist. Was tat nun David in dieser Situation? Er tat dasselbe, was er immer tat, wenn etwas nicht richtig lief – er suchte in Gottes Wort nach Antworten. Dabei fand er heraus, dass es nach dem Gesetz ausschließlich den Priestern erlaubt war, die Bundeslade zu tragen und auch sie mussten sich dabei an eine ganz spezielle Vorgehensweise halten. Da rief er die Priester zu sich und sagte: „Männer, wir sind die Sache völlig falsch angegangen. Das Wort sagt uns, wie wir es machen müssen.“ Also hielten sie sich an die Vorgaben des Wortes. Sie beteten Gott an, brachten die Lade nach Jerusalem und alles war gut. David suchte also in Gottes Wort nach Antworten. Und, Freunde, die Bibel hat auch Antworten für uns. Wenn etwas in Ihrem Leben nicht richtig läuft, gehen Sie eine Liebesbeziehung mit Ihrer Bibel ein. Gott hat Antworten, die Ihnen helfen werden!

Gut, Nummer vier. Bitte schlagen Sie 1. Samuel 23 mit mir auf. Der vierte Punkt, den Gott an David liebte, ist, dass er betete und Seine Führung suchte, denn wie Sie wissen, gibt es Dinge, die man nicht in einem Kapitel oder einem Vers der Bibel nachlesen kann.

Aber der Heilige Geist wird Sie leiten, wenn Sie Ihn suchen. Wir sehen uns jetzt im Schnelldurchlauf einige Verse an. Sie werden dabei ziemlich schnell ein bestimmtes Muster erkennen. 1. Samuel 23, ab Vers 2.

1. Samuel 23:2-4
„Da befragte David den Herrn und sagte: Soll ich hinziehen und diese Philister schlagen? Und der Herr sprach zu David: Zieh hin und schlage die Philister und rette Keïla! Aber die Männer Davids sagten zu ihm: Siehe, wir fürchten uns schon hier in Juda, und wie sollten wir gar nach Keïla gegen die Schlachtreihen der Philister ziehen? Da befragte David wieder den Herrn, und der Herr antwortete ihm und sprach: Mach dich auf und zieh nach Keïla hinab! Denn ich will die Philister in deine Hand geben.“

Gehen wir jetzt zu Kapitel 30. 1. Samuel 30, Vers 8:

1. Samuel 30:8
„Und David befragte den Herrn: Soll ich dieser Schar nachjagen? Werde ich sie einholen? Und er sprach zu ihm…“

Sagen Sie alle: „Und er sprach zu ihm.“ Beachten Sie bitte: Wenn David fragte, bekam er Antworten. Wenn wir fragen, sollten wir Antworten erwarten.

„Jage ihr nach, ja, du wirst sie gewiss einholen und die Gefangenen ganz gewiss befreien!“

Gehen wir jetzt zu 2. Samuel, Kapitel 2, Vers 1:

2. Samuel 2:1
„Und es geschah danach, da befragte David den Herrn: Soll ich in eine der Städte Judas hinaufziehen? Und der Herr sprach zu ihm: Zieh hinauf! Und David sagte: Wohin soll ich hinaufziehen? Und er sprach: Nach Hebron!“

Beachten Sie bitte, dass Sie die Antworten auf solche Fragen nicht in einem Kapitel oder Vers finden werden. Aber David fragt und Gott antwortet ihm. Kapitel 5, Vers 19: „Da befragte David den Herrn…“

nochmals in Vers 23: „Und David befragte den Herrn…“

Und noch ein letzter Vers in Kapitel 21. Ich weiß, dass manche von Ihnen jetzt denken: „Pastor, ein oder zwei Verse hätten auch gereicht.“ Aber es ist gut, wenn Sie das mit Ihren eigenen Augen sehen. Lassen Sie uns Vers 1 aus Kapitel 21 lesen: „Und es gab eine Hungersnot in den Tagen Davids, drei Jahre lang, Jahr für Jahr. Und David suchte das Angesicht des Herrn. Und der Herr sprach: Wegen Saul und wegen des Hauses der Blutschuld, weil er die Gibeoniter getötet hat!“

Gott liebt es, wenn ein Herz Seine Führung sucht. Und ich glaube, der fünfte Grund, warum Gott Davids Herz so sehr liebte, ist, dass er auf Gott vertraute. Wenn sich alles gegen ihn wendete, wenn er eine Niederlage erlitt, wenn es schien, als würde ihm der Boden unter den Füßen weggezogen, vertraute David auf den Herrn. In Psalm 27:13 schrieb er: „Ach, wenn ich mir nicht sicher wäre, das Gute des Herrn zu schauen im Land der Lebendigen…!“

Einige von Ihnen sind gerade kurz davor, den Mut zu verlieren. Sie sind am Ende Ihrer Kraft und wissen nicht, was passiert, wenn noch eine weitere Welle über ihre kleine Welt hereinbricht. Freunde, sehen Sie auf das Gute des Herrn im Land der Lebendigen! Gott kann jede Situation herumdrehen.

Wussten Sie, dass David etwa die Hälfte aller Psalmen in unserer Bibel geschrieben hat? Von den 150 Psalmen stammt etwa die Hälfte von ihm. Und in diesen Psalmen spricht er fast fünfzig Mal von seinem Vertrauen zu Gott. Er sagt: „Wenn ich mich fürchte, vertraue ich auf dich.“ Er ermutigt andere, auf Gott zu vertrauen. Er betont, wie dumm es ist, auf Menschen zu vertrauen statt auf Gott. Er spricht über die Wohltaten und den Segen, den das Vertrauen auf Gott mit sich bringt. Und immer wieder sagt er: „Vertraue.“ Und ich wette, Sie kennen die Worte aus Psalm 20, Vers 8: „Diese denken an Wagen und jene an Rosse, wir aber denken an den Namen des Herrn, unseres Gottes.“

Was sind Ihre Rosse? Was sind Ihre Wagen? Es ist besser, auf den Namen des Herrn, Ihres Gottes, zu vertrauen. Und diese Wahrheit konnte David als Teenager vor ganz Israel ausleben. Er wurde von seinem Vater auf das Schlachtfeld geschickt. Die Israeliten und die Philister standen einander gegenüber und David brachte seinen Brüdern etwas Käse. Und während er dort war, passierte etwas, das jeden Tag passierte. Goliat, ein Vorkämpfer der Philister, der fast drei Meter maß, kam herbei, forderte Israel heraus und das ganze Heer ergriff die Flucht. David fragte: „Was ist hier los? Ich werde ihn erledigen.“ Und so stand David auf dem Schlachtfeld dem Riesen Goliat gegenüber, der einen Panzer trug. Und David sagte: „Du kommst zu mir mit Schwert, Lanze und Speer. Ich aber komme zu dir mit dem Namen des Herrn der Heerscharen!“ Und David bedrohte nicht nur Goliat, sondern das ganze Heer der Philister, indem er sagte: „Ich werde dir den Kopf abhauen und euer ganzes Heer niederschlagen.“ Die Bezeichnung „Herr der Heerscharen“ stammt von Gott selbst. Er benutzte sie des Öfteren im Alten Testament. Tatsächlich finden wir den Ausdruck „Herr der Heerscharen“ 260 Mal im Alten Testament. Er bedeutet Herr der Armeen, insbesondere Herr der Armeen von Engeln. David sprach sicher nicht von der Armee der Israeliten. Die hatten sich alle versteckt. Sie waren weggelaufen. „Ich komme zu dir mit dem Namen der Heere von Engeln des Herrn, die ich nicht sehen kann.“ Aber er glaubte, dass sie da waren, weil Gott es gesagt hatte. Und David schleuderte einen Stein auf Goliat und die unsichtbaren Engel beschleunigten ihn noch ein wenig, sodass er nicht nur gegen den Kopf des Riesen knallte, sondern in seine Stirn eintrat. Er fiel zu Boden und David nahm sein Schwert und hieb ihm den Kopf ab. Vertrauen!

Ich las einmal eine Geschichte von einem unserer Soldaten, der während des zweiten Weltkriegs auf einer vom Feind besetzten Insel im Südpazifik festsaß. Er war von seinen Kameraden getrennt worden. Als sich feindliche Truppen näherten, suchte er nach einem Ort, wo er sich verstecken konnte. Da entdeckte er an den Klippen diese natürlich entstandenen kleinen Höhlen und kroch in eine von ihnen hinein. Zu seiner Bestürzung fingen die feindlichen Soldaten an, jede Einzelne dieser Höhlen abzusuchen. Er war Christ und sagte: „O Gott, hilf mir! Ich setze mein Vertrauen auf dich.“ Da begann eine kleine Spinne über die Öffnung der Höhle ein Netz zu spinnen. Sie spann und spann und als die feindlichen Soldaten zu der Höhle kamen, gingen sie einfach vorbei. Sie dachten, dort könne niemand sein, weil er sonst das Spinnennetz hätte zerreißen müssen und gingen gleich weiter zur nächsten.

Vielleicht sind auch Sie gerade in großer Not. Aber ich sage Ihnen: Unser Gott kann ein Spinnennetz in eine undurchdringliche Stahlwand verwandeln, wenn Er es will. Setzen Sie Ihr Vertrauen auf Ihn, verankern Sie Ihr Herz in Seine Verheißungen. Er ist treu. Kann dazu jemand ein Amen sagen?

Gut, Nummer sechs. Dieser Punkt begeistert mich. Sehen wir uns Psalm 142 an. David hatte ein aufrichtiges Herz und ich glaube, das liebte Gott an ihm. Psalm 142. Wir wollen uns Vers 3 ansehen. David sagte: „Ich schütte mein Anliegen vor ihm aus, meine Not erzähle ich vor ihm.“ Im nächsten Vers heißt es: „Als mein Geist in mir ermattete…“

David sagte: „Als ich ermattete, klagte ich.“ Manche der Psalmen lesen sich wie Texte von Bluessongs. David war immer aufrichtig gegenüber Gott. So fragte er beispielsweise: „Gott, wo bist du? Es scheint, als würde es den Bösen gut gehen, während die Gerechten zu kurz kommen. Gott, warum hörst du meine Schreie nicht? Wo bist du? Das scheint so ungerecht zu sein!”

David schüttete Gott sein Herz aus. Gott liebt ein aufrichtiges Herz. Hören Sie, wenn Sie ärgerlich auf Gott sind, können Sie es Ihm ebenso gut sagen. Er weiß es sowieso. Und auch wenn Sie enttäuscht von Ihm sind, können Sie es Ihm sagen. Er weiß es sowieso. Wenn Sie verärgert oder überfordert sind, sagen Sie es Ihm. Manche Menschen tragen sogar in der Gegenwart Gottes eine Fassade. Aber David war Gott gegenüber vollkommen offen. Er schüttete Ihm in den Psalmen sein Herz aus, doch wie wir sehen, blieb er am Ende eines jeden Psalms lange genug in der Gegenwart Gottes, dass sein Herz wieder mit Vertrauen und Zuversicht erfüllt wurde. Und, Freunde, das ist der Schlüssel. Lassen Sie uns Vers 7 dieses Psalms ansehen. In Vers 3 klagt er; in Vers 8 sagt er: „Führe aus dem Gefängnis heraus meine Seele, damit ich deinen Namen preise! Die Gerechten werden mich umringen, wenn du mir wohlgetan hast.“

David sprach also über seine Schwierigkeiten, aber dann blieb er lange genug in der Gegenwart Gottes, dass dieser sein Herz beeinflussen konnte. Und auch Sie sollten Gott einfach sagen, wie sie sich fühlen und dann in Seiner Gegenwart bleiben. Er wird Sie durch Sein Wort und Seine Gegenwart beeinflussen und Ihnen helfen, wieder Vertrauen zu Ihm zu schöpfen. Vielleicht klagen Sie Ihm am  Anfang Ihr Leid, aber am Ende werden Sie Ihn loben und preisen. Gott liebt ein aufrichtiges Herz. Warum, glauben Sie, sagte Jesus im Buch der Offenbarung: „Ich wünschte, du wärest heiß oder kalt; aber wenn du lau bist, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde“? Ein Mensch, der kalt ist, ist zumindest ehrlich. „Ja, ich bin kalt gegenüber Gott. Ich gehe nicht in die Kirche. Ich sündige. Ich weiß es; Gott weiß es. Okay?“ Gott sagt: „Das ist mir lieber als jemand, der so tut als ob. Wenn jemand kalt ist, kann ich wenigstens mit ihm arbeiten.“

Gut, Nummer sieben. Sagen Sie alle: Nummer sieben. Wenden Sie sich Ihrem Nachbarn zu und sagen Sie: „Er ist fast fertig.“ Ich glaube, Gott liebte Davids Herz, weil David das Haus Gottes liebte. Bitte schlagen Sie 2. Chronik, Kapitel 7 auf. 2. Chronik, Kapitel 7. David war ein Mann nach dem Herzen Gottes. In der Message Bible heißt es: „Sein Herz schlägt im Einklang mit meinem.“
2. Chronik 7: Gott sprach hier zu Salomo über das Haus Gottes, das heute für den Ort steht, wo Christen sich versammeln. Denken Sie einmal über diese Worte nach. 2. Chronik 7, Vers 16. Gott sagte:

2. Chronik 7:16
„Und jetzt habe ich dieses Haus erwählt und geheiligt, damit mein Name dort sei für ewig. Und meine Augen und mein Herz sollen dort sein alle Tage.“

Ich weiß, wo Gottes Augen gerade sind. Ich weiß, wo Gottes Herz gerade ist. Gottes Augen und Sein Herz sind hier in diesem Haus. Gehen wir ein paar Seiten zurück zu 1. Chronik 29 und sehen uns dort Vers 3 an. Hier spricht David.

1. Chronik 29:3
„Und außerdem, weil ich Gefallen habe an dem Haus meines Gottes, habe ich, was ich als Eigentum an Gold und Silber selbst besitze, für das Haus meines Gottes gegeben, über all das hinaus, was ich für das Haus des Heiligtums bereitgestellt habe…“

David liebte Gottes Haus, den Ort, wo sich Gottes Volk versammelte, um Ihn anzubeten, Gemeinschaft zu haben und von Ihm geleitet zu werden. Und als er sagte: „Ich habe Gefallen an dem Haus meines Gottes“, sprach er nicht nur von einem Gefühl. „Mann, ich habe ein total gutes Gefühl, wenn ich an die Gemeinde denke.“ Nein, er drückte seine Liebe durch seine Großzügigkeit aus, indem er mehr gab als nötig. Diese Worte begeistern mich. Ich mag es, wenn wir im Übermaß in Gott und Sein Reich investieren. Und David gab so großzügig, dass er die anderen Leiter dazu inspirierte, ebenfalls zu geben. Lesen wir Vers 6:

1. Chronik 29:6
„Und die Obersten der Sippen und die Obersten der Stämme Israels und die Obersten über Tausend und über Hundert und die Obersten über den königlichen Dienst zeigten sich bereitwillig…“

 

Und in den nächsten paar Versen lesen wir von all dem Silber und Gold und den kostbaren Edelsteinen, die sie brachten. Das inspirierte die Menschen. Vers 9:

1. Chronik 29:9
„Und das Volk freute sich über ihre Bereitwilligkeit, denn mit ungeteiltem Herzen zeigten sie sich bereitwillig für den Herrn; und auch der König David freute sich mit großer Freude.“

Ich wünschte, wir hätten die Zeit, uns das ganze Kapitel anzusehen. Aber ich will noch auf ein Gebet von David eingehen, in dem es ebenfalls um die Liebe zu Gottes Haus und großzügiges Geben geht. David hatte Gottes Herzenshaltung verstanden. Sein Herz schlug im Einklang mit dem Herzen Gottes. Sehen wir uns Vers 18 an, einen Teil von Davids Gebet:

1. Chronik 29:18
„Herr, Gott unserer Väter Abraham, Isaak und Israel, bewahre dieses für ewig als Streben der Gedanken im Herzen deines Volkes und richte ihr Herz zu dir!“

„Bitte bewahre diese Liebe, diese Großzügigkeit und diesen bereitwilligen Geist gegenüber deinem Haus für immer und in jeder Generation im Streben und in den Herzen der Menschen.“ David betete, dass Gottes Volk diese Einstellung niemals verlieren würde.

Ich habe mich sehr gefreut, als mich jemand einlud, mit ins Haus des Herrn zu kommen. Ich liebe die Gemeinde und ich mag es, wenn Christen sich treffen. Wenn Sie Jesus lieben und Ihm Ihr Herz gegeben haben, wenn Sie Gott lieben, schließen Sie sich doch einer Gemeinde an. Jene, die gepflanzt sind im Haus des Herrn, werden grünen in den Vorhöfen unseres Gottes. Gott hat einen Platz für Sie. Er gibt den Einsamen ein Zuhause, heißt es in der Bibel. Gott segne Sie.

Ein Kommentar

  • Katharina Verena Sieber sagt:

    Guten Tag
    Sehr schöne Predigt. Grundsätzlich hat sie mir sehr gut gefallen. Manchmal wünschte ich mir ich könnte Gott oder Jesus einfach heranziehen damit sie mir direkt sagen könnten wie ich in dieser oder jener Situation mit meiner Mitarbeiterin umgehen sollte. Da es nicht gross geeignetes Spielzeug hatte zum Spielen und für Sprachförderung brachte ich von mir zu Hause mit. Sie wollte immer alles haben, ihr Kind sollte gleich gekleidet sein wie die Schweizer. Keine Wertschätzung, keinen Dank, Diebstahl, lügen, nur fordern. Da habe ich grosse Mühe wenn ich diese Predigt höre. Ich frage mich dann ob unsere Flüchtlingspolitik richtig ist.

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