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Lobpreis verstehen lernen 1/2

Im Lobpreis begegnen wir Gott. Durch Lobpreis sagen wir Gott, wie großartig er ist und wie wunderbar all seine Taten sind. Wenn wir Gott loben, kommen wir ihm näher und er kann unser Leben verändern. Bayless Conley nimmt in dieser Predigt verschiedene tiefer gehende Bedeutungen des hebräischen Wortes unter die Lupe, das in der Bibel zumeist mit „Lobpreis“ übersetzt wird. Wenn du dein Herz öffnest und Gott aus ganzem Herzen lobst und preist, können wunderbare Dinge geschehen. Lobpreis, der von Herzen kommt, beseitigt alle Hindernisse und beflügelt deinen Glauben, so dass Gott in deinem Leben wirken kann.

Dies ist der erste Teil einer Predigt, den zweiten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Beim Thema Lobpreis und Anbetung gibt es ganz verschiedene Meinungen und Vorlieben. Manche loben Gott am liebsten im Stillen mit geschlossenen Augen. Andere rufen laut. Die einen heben gern ihre Hände, wieder andere klatschen. Die Frage ist: Was sagt die Bibel? Gibt uns Gott einen Stil oder eine Art der Anbetung vor, die Ihm gefällt? Das wollen wir heute herausfinden. Wir wollen in der Bibel nachforschen, wie wir Gott mit unserem Lobpreis ehren. Wenn Sie eine Bibel haben, schlagen Sie mit mir Psalm 47 auf. Wir lesen die Verse 7 und 8 aus Psalm 47. Da steht: Psalm 47:7-8 „Singt und spielt zu Gottes Ehre, singt und spielt unserem König! Denn Gott ist König der ganzen Erde, singt ihm mit Verstand!“ Wir sollen Gott Lobpreis singen, aber es ist wichtig, dass wir verstehen, was wir da tun. Und dieses Verständnis gewinnen wir aus dem Wort Gottes. Die allerersten Christen hatten ein viel besseres Verständnis für Lobpreis und Anbetung als der heutige Durchschnittschrist. Das liegt vor allem daran, dass die meisten Mitglieder der Urgemeinde Juden waren. Etwa zehn Jahre lang bestand die erste Kirche ausschließlich aus Juden. Und jeder Jude kannte die Psalmen. Sie kannten die Lobgesänge und Anbetungslieder, die von David geschrieben worden waren. Ihre Wurzeln und ihre Herkunft waren eng mit der Anbetung Gottes verwoben. Das Buch der Psalmen war das Liederbuch der neutestamentlichen Kirche. Ja, mehrere römische Historiker nannten die ersten Christen sogar „diese verrückten, Psalmen singenden Christen“. In Lukas 24 lesen wir, dass die Jünger, nachdem Jesus vom Ölberg in den Himmel aufgefahren war, immer im Tempel waren und dort Gott lobten und anbeteten. Nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war, gingen sie als Erstes in den Tempel und sangen Gott pausenlos Loblieder. Und das taten sie so, wie sie es von klein auf gelernt hatten - so, wie sie es als jüdische Männer kannten. Doch nun taten sie es mit einem neuen Verständnis und aus einer neuen Beziehung zu Gott heraus. Im Alten Testament werden auf Hebräisch sieben verschiedene Wörter verwendet, die in unserer Bibel als „Lobpreis“ übersetzt sind. Im Buch der Psalmen sind sie alle zu finden. Wenn wir auf Deutsch „Preist den Herrn“ oder „Lobpreis sei Gott“ lesen, denken wir „Aha“ und verbinden damit das, was wir unter Lobpreis verstehen. Aber jedes einzelne dieser sieben Wörter bedeutet etwas anderes und jedes zeigt uns eine andere Seite von Gottes Charakter und Seinem Wesen. Wenn ein Jude diese Wörter im Zusammenhang mit Lobpreis hörte, stieg in ihm unwillkürlich ein bestimmtes Bild auf, wofür man Gott loben und preisen sollte oder was genau man tun sollte, um Gott zu loben. Heute möchte ich nur über eines dieser Wörter sprechen. Es ist das hebräische Wort „yadah“. Falls Sie mitschreiben, können Sie es sich aufschreiben: Y-A-D-A-H. Es ist hebräisch und wird in Ihrer und meiner Bibel mit „Lobpreis“ übersetzt. Es ist übrigens eines der häufigsten Worte, die im Alten Testament mit „Lobpreis“ übersetzt werden. In Psalm 33 ab Vers 1 steht: Psalm 33:1-3 „Jubelt über den Herrn, die ihr nach seinem Willen lebt! Ja, gut ist es, wenn aufrichtige Menschen Gott loben! Preist den Herrn zum Klang der Zither, spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe! Singt ihm ein neues Lied, lasst eure Instrumente schön erklingen und ruft eure Freude laut hinaus!“ In Vers 2, wo steht: „Preist den Herrn zum Klang der Zither“, wird das Wort „yadah“ verwendet. Es gibt auch noch andere Wörter. In Vers 1 steht für „loben“ ein anderes hebräisches Wort. Aber ich will mich heute auf das Wort „yadah“ konzentrieren. Rund um das Wort „yadah“ herum stehen die Wörter Freude, Instrumente, Musik, neues Lied, rufen… Das klingt eigentlich ein bisschen nach der Cottonwood-Gemeinde, finde ich. Aber was bedeutet dieses „yadah“ eigentlich? Es ist ein zusammengesetztes Wort. „Yad“ ist das hebräische Wort für Hand - Y-A-D. Und „Ah“ ist das Wort für Gott. Es ist eine Kurzform des Namens Yahweh. Yadah bedeutet also wörtlich: Hände zu Gott. Yad-Ah. In der Bibel bedeutet es wörtlich auch „werfen“. „Yadah“ heißt also wörtlich „die Hände erheben“ oder „in die Luft werfen, um Gott zu loben“. Ich habe yadah gemacht - ich habe meine Hände erhoben. Ich habe meine Hände zu Gott erhoben. Es ist ein Zeichen, dass ich mich in Liebe und Unterwerfung nach Gott ausstrecke. Interessant ist, dass der Psalmist in Psalm 9, Vers 1, sagt: „Dich, Herr, will ich loben (yadah) von ganzem Herzen.“ Ich will Dich von ganzem Herzen yadah-en. Die Hände zu Gott zu erheben ist also ein äußerlicher Ausdruck dessen, was in meinem Herzen vor sich geht. Ich strecke mich aus. Ich demütige mich. Ich lobe Gott und tue äußerlich das, was innerlich in meinem Herzen geschieht oder bereits geschehen ist. Die Juden und die ersten Christen sangen voll Freude, spielten ihre Instrumente, erhoben ihre Hände und riefen: „Yadah!“ - „Lob sei Gott!“ So fangen wir an zu verstehen, was das Wort „yadah“ bedeutet. Doch in der Bibel steht es noch für viel mehr. Wenn die Menschen Gott auf diese Weise lobten, hatte das für sie eine mehrfache Bedeutung, die sie kannten, weil sie mit der Bibel aufgewachsen waren. Ich möchte über einige dieser Dinge sprechen, die dieses Wort „yadah“, diese Art von Lobpreis, beinhaltet und die wir in der Bibel finden. Schlagen Sie doch mit mir Psalm 32, Vers 5 auf. Psalm 32:5 „Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg meine Schuld nicht; ich sprach: Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen! Da vergabst du mir meine Sündenschuld. (Sela.)“ Das Wort „bekennen“ in Vers 5 ist unser hebräisches Wort „yadah“. Es bedeutet, dass ich meine Hände zu Gott erhebe, meine Schuld bekenne und Gnade und Vergebung empfange. Ich danke Ihm, dass Er mir vergibt, mich von meiner Schuld befreit und mir einen Neuanfang ermöglicht. Yadah. Wer findet auch, dass Gott dafür gelobt werden sollte? Halten Sie die Stelle in den Psalmen noch offen - wir werden dorthin zurückkehren. Aber jetzt schlagen wir zuerst einmal eine Stelle im 3. Mose auf, dem dritten Buch der Bibel. In 3.  Mose, Kapitel 5, wird das Wort „Yadah“ wieder im gleichen Zusammenhang verwendet. 3. Mose 5, ab Vers 5. 3. Mose 5:5-6 „Und es soll geschehen, wenn er in einem von diesen Dingen schuldig wird, dann bekenne er, worin er gesündigt hat; und er bringe dem Herrn sein Schuldopfer für seine Sünde, die er begangen hat: ein weibliches Tier vom Kleinvieh, ein Schaf oder eine Ziege, zum Sündopfer. So soll der Priester wegen seiner Sünde Sühnung für ihn erwirken.“ Was für ein Bild! Der Mensch hebt die Hände, bekennt seine Schuld und ihm wird vergeben und seine Schuld wird gesühnt. Unser Hohepriester ist natürlich Jesus und für unsere Schuld wurde bereits bezahlt. Daher ist es vollkommen in Ordnung, dass wir unsere Hände erheben und sagen: „Jesus, danke für das, was Du am Kreuz getan hast. Du bist mein Hohepriester, Du hast das Sühneopfer gebracht und Du hast meine Schuld weggenommen. Ich lobe Dich!“ Im Alten Testament gibt es auch noch ein anderes Bild. Wir schlagen es jetzt nicht auf, aber ich glaube es steht in 3. Mose 16 oder dort in der Nähe. Der Hohepriester nahm einen Sündenbock - ja, das ist ein biblisches Wort! Jeder kennt es, aber nur wenige wissen, dass es aus der Bibel stammt. Man brachte den Sündenbock zum Hohepriester und er legte seine Hände auf den Kopf des Ziegenbockes. Er bekannte - yadah - die Schuld des Volkes und übertrug sie damit auf den Bock. Und dann brachte man den Bock hinaus in die Wildnis und ließ ihn dort frei. Freunde, Jesus ist unser Sündenbock. Als Er auf Golgatha am Kreuz hing, legte der Vater die Hand auf Seinen Sohn und bekannte meine Schuld über Ihm. Er bekannte Ihre Schuld über Jesus. Aber Jesus brachte diese Schuld nicht nur in die Wildnis hinaus. So weit der Westen vom Osten entfernt ist, so weit hat Er unsere Schuld von uns entfernt. Sollten wir Ihn dafür nicht loben oder Yadah sagen? Sollten wir dafür nicht unsere Hände erheben und Gott danken? Uns ist vergeben worden! Nun zu einem weiteren Aspekt des Wortes „yadah“. Schlagen Sie mit mir 1. Chronik 29 auf. Es geht um Gottes Herrschaft über uns. Zum einen steht „yadah“ dafür, Gottes Gnade und Vergebung anzunehmen. „Wenn wir unsere Schuld bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit“, steht in 1. Johannes 1:9. Aber hier finden wir das Wort „yadah“ im Zusammenhang damit, Gottes Herrschaft anzuerkennen. Es geht um Dinge, die für den Bau des Tempels gespendet wurden. Derjenige, der spricht, ist König David. Da steht in
  1. Chronik 29:11.1. Chronik 29:11-14 „Dein, Herr, ist die Größe und die Stärke und die Herrlichkeit und der Glanz und die Majestät; denn alles im Himmel und auf Erden ist dein. Dein, Herr, ist das Königtum, und du bist über alles erhaben als Haupt. Und Reichtum und Ehre kommen von dir, und du bist Herrscher über alles. Und in deiner Hand sind Macht und Stärke, und in deiner Hand liegt es, einen jeden groß und stark zu machen. Und nun, unser Gott, wir preisen dich,“ (das Wort „yadah“ wird hier in Vers 13 mit „preisen“ übersetzt) „und wir loben deinen herrlichen Namen. Denn wer bin ich, und was ist mein Volk, dass wir imstande waren, auf solche Weise freigebig zu sein? Denn von dir kommt alles, und aus deiner Hand haben wir dir gegeben.“Meine Güte. Was für bedeutungsschwere Verse! Alles kommt von Gott. Er steht über allem. Wir erheben unsere Hände und loben Ihn und erkennen Seine Herrschaft an. Wir erkennen an, dass alles Gute in unserem Leben von Ihm kommt. Damit erkennen wir den Platz an, der Ihm zusteht und danken Ihm, dass Er uns an Seiner Fülle teilhaben lässt. William Shakespeare sagte: „Wie viel schärfer als einer Schlange Biss es ist, ein undankbares Kind zu haben!“ Ich frage mich, wie viele von Gottes guten Gaben wir jeden Tag ganz selbstverständlich hinnehmen.Ich hatte das Privileg, den großen Evangelisten T. L. Osborn persönlich zu kennen. Ich war einige Jahre mit ihm befreundet, bevor er in den Himmel ging. Und einmal, noch bevor ich ihn persönlich kennenlernte, besuchte ich eine seiner Veranstaltungen. Das ist jetzt wohl etwa 35 Jahre her. Er hatte zwei sehr junge französische Ehepaare dabei, die er aus Frankreich mit nach Oklahoma gebracht hatte. Er erzählte uns, warum sie hier waren, und dann standen sie selbst auf und gaben Zeugnis. Sie sprachen französisch und T. L. übersetzte, denn er konnte fließend Französisch. Es war eine unglaublich spannende Geschichte. Er hatte sie auf den Straßen von Paris getroffen, wo sie Zeugnis gaben, predigten und Traktate verteilten. Es waren Traktate, die T. L. geschrieben und ins Französische übersetzt hatte. Als er sie auf der Straße traf, waren sie gerade sehr entmutigt, führten die Arbeit des Herrn aber trotzdem weiter. Doch sie waren enttäuscht, weil sie keinerlei Früchte sehen konnten. Sie erlebten keine einzige Bekehrung und es geschah auch sonst nichts. Es war, als hinge eine dunkle Wolke über ihnen. Und T. L. sagte: „Kommt mit. Ich bringe euch von hier weg in eine andere Umgebung, weg von dieser dunklen Wolke und ich werde alles für euch bezahlen.“ Aber schon nach einer Woche hatte er die Nase voll von ihnen, weil sie immer nur davon sprachen, was sie nicht hatten: „Wir haben das nicht und wir haben jenes nicht. Wir haben eben nicht diese Möglichkeiten. In Frankreich ist es so schwierig. Es ist nicht so wie in den USA. Uns fehlt eben dieses und jenes.“ Da reichte es T. L. Er befahl ihnen, sich an den Tisch zu setzen. Er sagte, er sei ziemlich barsch zu ihnen gewesen. Sie setzten sich und er knallte ihnen vier Notizblöcke hin, jedem einen. Dann ging er hinüber zum Bleistiftspitzer. Er hatte einen elektrischen Bleistiftspitzer und vier nagelneue Bleistifte. Drr, drr, drr, drr, wurden alle vier angespitzt, dann warf er vor jedem einen auf den Tisch. Und dann sagte T. L. zu ihnen: „Seit einer Woche erzählt ihr mir, was ihr alles nicht habt. Jetzt schreibt ihr mal auf, was ihr alles habt.“ Sie schauten ihn an wie: „Wovon redest du eigentlich?“ Aber er sagte: „Na los! Ihr habt alle zwei Arme, oder? Ich sehe zumindest keine Prothesen. Also, schreibt auf: zwei Arme. Worauf wartet ihr? Schreibt es auf!“ Also schrieben sie: zwei Arme. Dann sagte er: „Ihr habt an jedem Arm eine Hand, nicht wahr?“ Sie sagten: „Hm, ja.“ Er sagte: „Also, schreibt auf: Ich habe zwei Hände.“ Dann sagte er: „Ihr habt Beine, oder? Ihr könnt laufen, oder nicht? Schreibt es auf. Worauf wartet ihr? Schreibt es auf!“ Also schrieben sie: zwei Beine. Dann sagte er: „Ihr habt doch ein Herz? Es pumpt Blut durch euren Körper. Und ihr spürt die Bedürfnisse der Leute. Ja, worauf wartet ihr denn noch? Schreibt es auf! Ein Herz. Und ihr habt ein Gehirn, nicht wahr? Ihr könnt denken und ihr habt Kreativität. Schreibt auf: ein Gehirn.“ Sie schrieben es auf. Dann sagte er: „Ihr habt Augen. Jeder von euch hat zwei Augen. Soweit ich weiß, ist keiner von euch blind. Schreibt es auf. Ihr habt so viel! Schreibt es auf!“ Sie fingen an zu schreiben und plötzlich fielen ihnen ganz viele Sachen ein. Er sagte, nach einer Stunde seien sie ganz aufgeregt gewesen und hätten gesagt: „Bring uns wieder nach Frankreich! Wir werden Frankreich im Namen von Jesus erobern!“Und so geht es vielen Menschen. Wir vergessen so oft, wie viel wir haben und wie viel Gutes es in unserem Leben gibt und sehen das alles als selbstverständlich an. Wir sollten unsere Hände erheben und Gott danken, denn Er ist der Herrscher über alles, aber Er lässt uns an Seiner Fülle und Seiner Güte teilhaben. Wenn ich meine Hände erhebe, erkenne ich an, dass mir Gott meinen Wohlstand, meine Gesundheit, meine Familie und meine geistigen Fähigkeiten geschenkt hat. Das alles kommt von Ihm!Das Dritte, wofür wir Ihm danken und Ihn ehren sollten und was dieses Wort „yadah“ besagt, ist Gottes Gegenwart. Wir sollen Seine Gegenwart feiern. Schlagen Sie mit mir 1. Chronik 15 auf. Hier steht die Geschichte von David, der die Bundeslade nach Jerusalem bringen wollte. Für diejenigen, die es nicht wissen: Gott hatte Mose Anweisungen für die Bundeslade gegeben und das Volk Israel hatte sie nach diesen Anweisungen gebaut. Es war im Prinzip eine Kiste, die mit Gold überzogen war. Darin lagen der Stab von Aaron, der Knospen getrieben hatte, eine Schüssel mit Manna und die Tafeln mit den Zehn Geboten. Auf der Kiste befanden sich zwei Cherubim - zwei Engel - aus getriebenem Gold. Und der Bereich darüber wurde als Sitz der Barmherzigkeit bezeichnet. Im Alten Bund war das der Ort, an dem Gottes heilige Gegenwart erlebbar war. Gott war am Sitz der Barmherzigkeit über der Bundeslade gegenwärtig. Dieser Ort war ein Zeichen für die Gegenwart Gottes. Die Philister hatten diese Bundeslade erbeutet, weil Israel gesündigt und sich geweigert hatte, Gott zu gehorchen. Ich glaube, die Philister hatten die Lade sieben Monate lang in ihrem Besitz, doch sie bekamen dadurch so viele Schwierigkeiten, dass sie sie wieder loswerden wollten. Schließlich wurde die Bundeslade wieder nach Israel in eine kleine abgelegene Stadt gebracht und geriet für zwanzig Jahre in Vergessenheit. Der Ort von Gottes Gegenwart wurde einfach vergessen! Als David König wurde, war sein erster Gedanke: „Wir müssen die Bundeslade holen. Gott muss wieder in unserem Leben den ersten Platz bekommen. Wir müssen uns wieder auf Seine Gegenwart besinnen.“ Also brachten sie die Bundeslade, das Zeichen für Gottes Gegenwart, nach Jerusalem. Lesen Sie mit mir 1. Chronik 15 ab Vers 29: 1. Chronik 15:29 „Und es geschah, als die Lade des Bundes des Herrn in die Stadt Davids kam, schaute Michal, die Tochter Sauls, aus dem Fenster; und sie sah den König David hüpfen und tanzen, und sie verachtete ihn in ihrem Herzen.“ 1. Chronik 16:1 „Und sie brachten die Lade Gottes hinein und stellten sie in die Mitte des Zeltes, das David für sie aufgeschlagen hatte. Und sie brachten Brandopfer und Heilsopfer dar vor Gott.“ 1. Chronik 16:4 „Und er setzte einige von den Leviten als Diener vor der Lade des Herrn ein, dass sie den Herrn, den Gott Israels, rühmen, preisen (yadah) und loben sollten.“ 1. Chronik 16:7 „Damals, an jenem Tag, trug David zum ersten Mal dem Asaf (dem obersten Musikanten) und seinen Brüdern auf, den Herrn zu preisen (yadah).“ 1. Chronik 16:8 „Preist den Herrn (yadah), ruft seinen Namen an, macht unter den Völkern kund seine Taten!“ 1. Chronik 16:34 „Preist den Herrn (yadah)! Denn er ist gut, denn seine Gnade währt ewig.“ Sie feierten die Rückkehr der Gegenwart Gottes. Wie viel mehr sollten wir unsere Hände erheben und ihn loben! Im Alten Bund durfte der Hohepriester einmal im Jahr dorthin gehen. Aber wir sind alle Könige und Priester vor Gott. Wir dürfen jederzeit zu Gott kommen und an Seine Barmherzigkeit appellieren, um uns in unseren Nöten zu helfen. Ich habe jederzeit Zugang zu Gottes Gegenwart. Unglaublich! Ich bin Sein Tempel. Sollten wir Ihn dafür nicht loben? Wenn die Gegenwart Gottes in Vergessenheit gerät wie am Anfang dieser Geschichte, erheben wir nicht mehr die Hände und loben Gott. Aber wenn wir uns Seiner Gegenwart bewusst sind und daran denken, was Er getan hat und wo Er ist, müssen wir Ihn einfach loben. Yadah! Schlagen wir noch einmal das Buch der Psalmen auf. Wir haben noch einiges vor uns. Psalm 28. Das Vierte, das dieses Wort „yadah“ beinhaltet, ist Gottes Hilfe und Rettung in der Vergangenheit. Wir danken Gott dafür, dass Er uns in der Vergangenheit geholfen und gerettet hat. Wir danken Ihm, dass Er gut zu uns gewesen ist. Psalm 28, ab Vers 6: Psalm 28:6-7 „Gepriesen sei der Herr, denn er hat die Stimme meines Flehens gehört. Der Herr ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hat mein Herz vertraut, und mir ist geholfen worden; daher jubelt mein Herz, und ich will ihn preisen (yadah) mit meinem Lied.“ Er hat mein Gebet gehört, Er hat mir geholfen, Er hat mich gestärkt - also preise ich Ihn. Hat Gott schon einmal Ihr Gebet erhört? Hat Er Ihnen schon einmal geholfen? Hat Er Sie schon einmal gestärkt? Dachten Sie schon einmal, Sie würden etwas nicht überstehen und doch sind Sie hier? Die richtige Antwort darauf ist Lob. Loben Sie Gott mit erhobenen Händen! Schauen Sie mit mir Psalm 107 an. Psalm 107, ab Vers 1: Psalm 107:1 Preist (yadah) den Herrn, denn er ist gut, denn seine Gnade währt ewig!“ Psalm 107:6-8 „Da schrien sie zum Herrn in ihrer Not: aus ihren Bedrängnissen rettete er sie. Er leitete sie auf rechtem Weg, so dass sie zu einem bewohnten Ort gelangten. Sie sollen den Herrn preisen (yadah) für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern!“ Psalm 107:14-15 „Er führte sie heraus aus Dunkel und Finsternis, er zerriss ihre Fesseln. Sie sollen den Herrn preisen (yadah) für seine Gnade, für seine Wunder an den Menschenkindern!“ Psalm 107:20-21 „Er sandte sein Wort und heilte sie, er rettete sie aus ihren Gruben. Sie sollen den Herrn preisen (yadah, sie sollen yadah) für seine Gnade, für seine Wunder an den Menschenkindern.“ Psalm 107:29-31 „Er verwandelte den Sturm in Stille, und es legten sich die Wellen. Sie freuten sich, dass es still geworden war, und er führte sie in den ersehnten Hafen. Sie sollen den Herrn preisen (yadah) für seine Gnade, für seine Wunder an den Menschenkindern.“ Gott rettet uns immer wieder aus der Dunkelheit, vor unseren Feinden, aus unseren Nöten, aus der Gefangenschaft, vor Krankheit und aus Stürmen. Yadah: Ich will Ihn loben! Yadah - die Hände zu Gott erheben. Für welche Dinge in Ihrem Leben können Sie Gott danken? Dann erheben Sie Ihre Hände und sagen Sie: „Ich danke Dir, Herr. Ich lobe Dich!“ Allein die Tatsache, dass Sie leben und in der Lage sind, mir zuzuhören, zeigt, dass Sie einen Grund haben, Gott zu loben. Sie leben. Wenn Ihnen gerade nichts wehtut, haben Sie viel Grund, Gott zu danken und Ihn zu loben. Wenn wir unser Leben anschauen, werden wir viel entdecken, bei dem wir sagen können: „Gott, wo wäre ich da ohne Dich?“ Gott hat so viel getan. Loben Sie Ihn dafür!  

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