Jesus sagt: „Ich bin die Tür“ – Harrison Conley

Von 16.11.2018 4821 Views169 Keine Kommentare
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Jesus verwendet eine einfache Beschreibung von sich, um uns zu zeigen, wie wir das überfließende Leben, das Gott sich für uns wünscht, bekommen können. In dieser Predigt erklärt Harrison Conley, was Jesus meint, wenn er sagt: „Ich bin die Tür” (Johannes 10,9). Entdecke diese eine Tür, die dich zur Erlösung, zur Freiheit und zum Frieden in Gott führen wird.

Predigtmanuskript

Hallo, ich bin Bayless Conley und wir haben heute eine tolle Botschaft für Sie. Haben Sie sich je gefragt, was Jesus mit dem Satz „Ich bin die Tür“ gemeint hat? Ist das eine rätselhafte Aussage, die wir gar nicht verstehen sollen? Oder können wir sie auf unser Leben anwenden? Mein Sohn Harrison hat eine geniale Predigt darüber gehalten, in der er erklärt, was Jesus meint, wenn Er sagt: „Ich bin die Tür.“ Ich glaube, dass sie ein Segen für Sie sein wird.

Johannes 10, ab Vers 7:

Johannes 10:7-10
„Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür der Schafe. Alle, die vor mir gekommen sind, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe hörten nicht auf sie. Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben.“

Lesen wir noch einmal Vers 9. Das wird unser Schlüsselvers, um den es in dieser Predigt gehen soll. Vers 9: „Jesus sagt: Ich bin die Tür.“ Wenn Sie einen Stift haben, können Sie diese Worte unterstreichen. Jesus sagt: „Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“ In den Evangelien bezeichnet sich Jesus auch als Brot: „Ich bin das Brot des Lebens.“ An einer anderen Stelle bezeichnet Er sich als Wasser: „Wen dürstet, der komme zu mir und trinke.“ Das sind alltägliche Dinge, die jeder versteht. Hier in unserem Text bezeichnet Er sich als Tür, ein Objekt und Bild, das sogar ein Kind verstehen und gebrauchen kann. Wie demütig und menschlich ist unser Erlöser! Ich möchte heute über Jesus, die Tür, sprechen. Wenn Sie einen Titel für diese Predigt brauchen, ist das mein Thema: Jesus, die Tür. Ich habe hier meine tolle Tür, zu der wir gleich kommen werden. Aber zuerst möchte ich ein paar Dinge aus dem Text hervorheben, den wir gerade gelesen haben. Gehen wir wieder zurück zum Text. Ich möchte drei verschiedene Dinge ansprechen: erstens die Tür selbst, zweitens die Benutzer der Tür, die durch sie hindurchgehen und als Letztes die Folgen davon, wenn man durch die Tür geht. Im Zentrum steht, wie gesagt, immer Vers 9, auf den wir uns dabei beziehen. Sie können Ihre Bibel offen lassen.

Fangen wir mit der Tür selbst an. Hier möchte ich Ihnen zwei Dinge zeigen. Wir müssen erstens verstehen, dass die Tür notwendig ist und zweitens, dass sie einmalig ist. Es gibt nur eine Tür. Um Zugang zur Rettung zu bekommen und Teil der Barmherzigkeit Gottes zu werden, muss es einen Eingang, eine Tür, geben. Jesus sagt: „Ich bin diese Tür.“ Ich bin diese Tür. Jesus ist also unsere Tür. Und Er ist die einzige Tür. Er sagt nicht: „Ich bin eine von vielen Türen.“ Er sagt: „Ich bin die Tür.“ Nur eine Tür führt in das Reich Gottes, nur eine einzige. Jesus sagt: „Ich bin diese Tür.“

Vor einigen Jahren war ich mit Pastor Bayless in Deutschland. Wir haben bei mehreren Veranstaltungen gepredigt und die letzte war in einer großen Arena in Ostberlin. Man brachte uns zur Seitentür hinein, führte uns durch ein Labyrinth von Fluren in einen Aufenthaltsraum im Keller, wo wir unsere Sachen ablegen, uns hinsetzen und vor der Veranstaltung noch eine Tasse Tee trinken konnten. Kurz bevor es losgehen sollte, verließen wir den Raum und gingen hoch in den Saal. Wir saßen in der ersten Reihe. Die Musiker nahmen ihre Plätze ein. Die Veranstaltung sollte gleich losgehen. Der Countdown lief – zehn, neun, acht … Da fiel mir ein, dass ich mein Handy backstage im Aufenthaltsraum vergessen hatte. Ich wollte es holen, damit ich ein paar Bilder machen konnte. Also entschuldigte ich mich und rannte nach unten in den Keller, suchte den Aufenthaltsraum, schloss die Tür auf und ging hinein. Die Tür fiel hinter mir zu. Ich ging zu meiner Tasche, suchte nach meinem Handy und wollte wieder zurück in den Saal. Aber die Tür war hinter mir ins Schloss gefallen und hatte sich verriegelt. Ich weiß nicht, ob sich jede Tür in Deutschland von außen verriegelt, aber in den USA tun sie das von innen. Ich klopfte zehn Minuten lang an die Tür. Ich hörte, wie die Musik über mir anfing zu spielen und klopfte im Rhythmus der Musik an die Tür. Ich rief, so laut ich konnte, aber keiner hörte mich. Ich versuchte Leute anzurufen und Nachrichten zu schreiben, aber da unten im Keller hatte ich keinen Empfang. Nach zehn, fünfzehn Minuten gab ich schließlich auf und dachte: „Gut, dann verpasse ich eben die Veranstaltung.“ Ich setzte mich also hin, um wieder zu Atem zu kommen. Dabei schaute ich hoch und sah, dass an der Decke Gitter waren und da ein Lüftungskanal verlief. Ich habe schon viele James-Bond-Filme gesehen und ich dachte: „Sieht ziemlich groß aus. Ob ich da reinpasse?“ Ich zog einen Tisch hin, stellte Stühle darauf, kletterte hoch, nahm die Abdeckung weg und schaute in den Lüftungskanal. Und ich dachte: „Wird ein bisschen eng, aber ich glaube, ich schaffe das.“ Am Ende des Kanals, etwa drei Meter entfernt, konnte ich Licht sehen. Ich sagte mir: „YOLO, du lebst nur einmal.“ Ich kletterte also rein und fing an, auf allen vieren durch den Kanal zu kriechen. Als ich am Ende ankam, wo das Licht war, schob ich das Gitter weg, steckte meinen Kopf raus und schaute runter – ich war aus dem Aufenthaltsraum draußen. Ich kletterte raus, putzte mir den Staub ab und lief zurück in den Saal. Als ich mich wieder in die vorderste Reihe neben Pastor B. setzte, schaute er mich an und fragte: „Wo warst du?“ Ich sagte: „Falsch. Die Frage ist nicht, wo ich war, sondern wer ich war. Ich war nämlich 007. Du hast ja keine Ahnung.“

Aber im Gegensatz zu den Backstage-Räumen in Deutschland gibt es ins Reich Gottes keine anderen Wege. Sie können sich nicht durch einen Lüftungskanal hineinschleichen. Nein. Es gibt nur einen Eingang: die Tür. Und das ist Christus. Die Welt, die Gesellschaft und die Religionen sagen uns etwas ganz anderes. Sie sagen: „Es gibt viele Wege. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Es gibt keine absolute Wahrheit. Was für dich funktioniert, muss bei mir nicht funktionieren. Was bei mir funktioniert, muss nicht bei dir funktionieren. Es gibt alle möglichen Türen. Alle Straßen führen zum Glück. Alle Wege führen zu Gott. Nimm ein bisschen Spiritualität hiervon und ein bisschen Philosophie davon, wie es dir gerade passt und schaffe dir deine eigene Wahrheit. Und wenn dir nichts davon gefällt, erschaffe deinen eigenen Weg und leb dein eigenes Leben.“

Freund, lassen Sie sich von der Weisheit der Zeit nicht täuschen. Es gibt nur eine Tür, einen Weg, eine Wahrheit und ein Leben und sein Name ist Jesus. In Johannes 14:6 sagt Jesus: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. Ich bin die Tür. Durch mich kommt ihr zum Vater.“ Sie können die ganze Erde absuchen und alle Bücher und Worte der Philosophen lesen; Sie können singen, religiöse Riten befolgen und Zeremonien beiwohnen, aber Sie werden keine andere Tür finden. Sie werden keine Tür finden, die durch Selbstgerechtigkeit oder eigene Kraft funktioniert oder durch Selbstwahrnehmung oder Disziplin. Nein. Es gibt nur eine Tür. „Kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen.“ Und dieser Name, diese Tür, ist Jesus. Auf der einen Seite der Tür steht Seine Menschlichkeit und auf der anderen Seine Göttlichkeit. Freund, Er ist der menschgewordene Gott, der gekommen und für unsere Sünden gestorben ist, der durch den Geist Gottes wieder lebendig wurde, aufgefahren ist, an der rechten Seite des Vaters sitzt und als unser Fürsprecher für uns eintritt. Das ist Jesus, der wiederkommt, um Seine Kirche zu holen. Er und Er allein, ist unsere Tür. Er sagte: „Ich bin die Tür. Alle, die durch mich hindurchgehen, werden gerettet.“

 

Gut, wir haben über die Tür gesprochen. Kommen wir zu den Benutzern der Tür. Wie wir bereits festgestellt haben, ist eine Tür dazu da, um in ein Haus zu gelangen. Aber es gibt Leute, denen es genügt, nur bis zur Tür zu gehen, davor stehen zu bleiben und sie anzuschauen, ja, sie vielleicht sogar zu bewundern. Sie sagen: „Wow, das ist aber eine schöne Tür.“ Manche setzen sich sogar auf die Schwelle. Aber sie treten nie ein. Es gibt Leute, die jede Woche im Gottesdienst sitzen, die im Internet zuschauen, Musik hören, bei manchen Liedern mitsingen und Predigten hören. Wenn der Gottesdienst zu Ende ist, erzählen sie ihren Freunden oder schreiben in den sozialen Medien, wie großartig es war. Aber sie haben noch nie dem Jesus, der da gepredigt wurde, ihr Leben anvertraut. Sie schauen die Tür an. Sie bewundern die Tür. Aber sie sind nicht durch die Tür hindurchgegangen.

Wenn Sie heute hier im Gottesdienst sitzen, weil Sie sich mal umschauen wollen, dann sind Sie herzlich willkommen. Großartig. Kommen Sie wieder. Singen Sie mit. Hören Sie zu. Schauen Sie sich um. Aber wir beten dafür, dass Sie sich in Jesus verlieben; dass Sie Ihm Ihr Leben geben und durch die Tür gehen. Andere sind vielleicht schon einen Schritt weitergegangen. Sie stehen nicht nur vor der Tür und bewundern sie, sie klopfen auch ab und zu mal an. Es gibt Leute, die ab und zu ein Gebet zu Gott hochschicken, aber

sie glauben nicht, dass Er sie hört, weil Gott nicht so reagiert, wie sie es sich wünschen oder erwarten. Es ist gut, an die Tür zu klopfen, aber Klopfen allein reicht nicht. In der Bibel steht nicht: „Jeder, der klopft, wird gerettet.“ Nein. „Wer durch sie hindurchgeht, wird gerettet.“ Klopfen ist ein guter Anfang. In Matthäus 7:7 bekommen wir die Zusage: „Sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden!“ Klopfen ist gut. Aber bleiben Sie nicht dort stehen. Sie müssen durch die Tür hindurchgehen.

Ich habe auch noch andere Leute beobachtet. Wir müssen das nicht vertiefen, aber ich nenne sie die Wächter der Tür. Sie haben Schilder, wütende Gesichter und eine grimmige Haltung und marschieren wie Wachposten vor der Tür hin und her. Ich habe mit meinen 33 Jahren hier auf der Erde schon Menschen getroffen, die das Evangelium wie Bulldoggen verteidigen, es aber nie selbst angenommen und erlebt haben. Der Lieblingsvers von vielen ist 1. Korinther 6:9 und 10 und den zitieren sie vor anderen. Sie sehen ihn drüben auf dem Bildschirm. Sie stehen mit ihren Schildern da und lesen Verse wie: „Wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder noch Diebe noch Habsüchtige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes erben.“ Sie stehen mit ihrem Schild da: „Hashtag NEIN! Du kommst nicht rein, du nicht, du nicht, du nicht. Nein. Nein. Nein.“ Sie verteidigen das Evangelium, obwohl sie es selbst nie angenommen haben. Soweit ich weiß, ist es Gottes Aufgabe, Gott zu sein und nicht unsere.

Manchmal wünschte ich, diese Wächter würden den nächsten Vers lesen, Vers 11: „Und das sind manche von euch gewesen.“ Ups. Wir vergessen so schnell, nicht wahr? Wir sind abgewaschen. Wir sind geheiligt. Wir sind durch den Herrn Jesus und den Geist Gottes gerechtfertigt. Ich will nicht in religiösem Eifer eine Tür bewachen, durch die ich selbst nie gegangen bin. Paulus schreibt in 1. Timotheus 4:16 an Timotheus, seinen jungen Protegé: „Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Dingen! Wenn du dies tust, wirst du sowohl dich selbst retten als auch die, die dich hören.“ Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre.

Nicht jeder, der über den Himmel redet, wird schließlich auch im Himmel sein. Wir müssen durch die Tür gehen. Und wer kann durch diese Tür gehen? In Vers 9 steht: „Wenn jemand durch mich hindurchgeht, wird er gerettet.“ Wenn jemand. Da steht nicht: „Eintritt nur für bedeutende Menschen, Präsidenten, Könige, Königinnen und Würdenträger“. Da steht nicht, dass nur Berühmtheiten, Firmenchefs oder Menschen mit Einfluss hinein dürfen. Da steht nicht, dass Sie reich oder klug sein oder aus einem bestimmten Land stammen müssen, ganz gleich, was Ihnen manche Christen erzählen. In diesem Vers steht nichts davon, dass nur Leute eintreten dürfen, deren Leben wohlgeordnet und fehlerlos ist, die kein Gepäck, keine Vergangenheit, keine Probleme und keine Fragen haben, die nichts bereuen und noch nie gegen ein Gesetz verstoßen haben. Nein. Davon steht hier nichts. Sondern…? „Wenn jemand. Wenn jemand durch mich hindurchgeht.“ Jemand. Damit sind Zöllner, Prostituierte, Auftragskiller, Prediger, Sportler, Studenten, Künstler und die mit dem NEIN-Schild gemeint, ja sogar Republikaner, sogar Demokraten, Männer, Frauen, Jungen, Mädchen… Rot, Gelb, Schwarz, Weiß, in Seinen Augen sind alle wertvoll. Jeder, Freunde! Das ist die Prämisse des Evangeliums. Das ist das Herz und das Anliegen unseres Gottes. Jeder! Das Evangelium gilt für jeden! Es schließt keinen aus. „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Wer ist „jeder“? Jeder!

Freund, durch diese Tür zu gehen ist das Bild und die Definition von Glaube. Wir gehen von einer Seite von Jesus auf die andere. Auf dieser Seite der Tür stehe ich hier in meiner Selbstgerechtigkeit. Aber wenn ich durch die Tür, Christus, gehe, geschieht in meinem Inneren etwas Übernatürliches. Meine Selbstgerechtigkeit bleibt auf der anderen Seite und auf dieser Seite werde ich zur Gerechtigkeit Gottes in Jesus Christus, der Heilige Geist schüttet die Liebe des Vaters in mein Herz aus, ich werde eine neue Kreatur in Jesus, das Alte ist verschwunden und ich bin nagelneu. Wenn wir durch diese Tür gehen, geschieht etwas Übernatürliches. Aber: Wenn Sie durch diese Tür gehen, müssen Sie ein paar Dinge zurücklassen. Manches können Sie nicht mitnehmen. Ich habe viele Leute kennengelernt, die ihr Leben lang gute Taten sammeln und anhäufen. Sie denken, dass sie damit durch die Tür kommen. Sie schuften und rackern und denken: „Ich habe dies und jenes gemacht. Gott wird mich sicher annehmen!“ und wollen durch die Tür gehen. Aber sie passen nicht durch. Sie versuchen es noch einmal, aber es geht nicht. Sie denken: „Vielleicht muss ich es mit Schwung probieren.“ Sie versuchen es, aber es geht immer noch nicht. Wenn Sie durch die Tür gehen wollen, müssen Sie Ihre guten Taten zurücklassen. Der Prophet Jesaja sagt uns, dass unsere guten Taten selbst an unseren besten Tagen vor Gott nur wie schmutzige Lumpen sind. Nicht unsere guten Taten bringen uns durch die Tür, sondern die gute Tat, das vollendete Werk Jesu.

Wir müssen auch anderes zurücklassen. Manche Leute laufen an der Tür vorbei, weil sie ihren Kopf aus Stolz zu hoch tragen. „Ich brauche keinen anderen, ich bin selbst gerecht.“ Und sie laufen vorbei. Freunde, wir brauchen keine Selbstgerechtigkeit und keinen Stolz. Wir müssen uns nicht selbst am Schopf aus dem Sumpf ziehen können. Wir brauchen nur Jesus, nur Ihn allein. Aber wie kommt man nun durch diese Tür? Ich zeige es Ihnen. Auf den Knien, mit Unterwerfung und Demut. Wir kommen zur Tür und sagen: „Gott, ich kann Dir nichts geben. Aber ich nehme alles an. Ich kann nicht durch meine Verdienste, meine Erfolge und meine Leistungen zu Dir kommen, sondern allein durch Deinen Sohn Jesus.“ Ich sage Ihnen: Wenn Sie so zu Ihm kommen, dann werden Sie feststellen, dass die Tür offen steht. Und wenn Sie hindurchgehen, wird Ihnen klar, dass Sie nicht wegen Ihrer Taten angenommen sind oder weil Sie sich selbst aus dem Sumpf gezogen haben, weil Sie Buße tun oder aufgrund dessen, was Sie können. Ihnen ist vergeben und Sie sind angenommen, weil Jesus angenommen ist. Jesus ist angenommen und Er hat unseren Platz eingenommen. Wir treten durch Ihn ein.

Und dann, während die Band vorkommt und der Klavierspieler mich total geistlich klingen lässt, spreche ich über den dritten Punkt. Dritte Beobachtung. Schauen wir uns die Folgen davon an, wenn man durch die Tür geht. Die erste Folge ist Rettung. Ich liebe unseren Bibeltext. Da steht: „Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet.“ Rettung. Danach sehnt sich jedes menschliche Herz. Danach sehnt sich jede Seele. Tief drin wissen wir, dass etwas nicht stimmt. Wenn wir durch die Tür gehen, finden wir Rettung – Rettung von der Schuld der Sünde, von der Macht der Sünde und von der Strafe für die Sünde, nämlich dem Tod. Wir werden davor gerettet, wer wir waren. Wenn wir durch die Tür gehen, bezeichnet uns die Bibel als wiedergeboren. Wir verändern uns innerlich. Wir werden in Jesus eine neue Kreatur. Das Alte ist vergangen und alles ist neu geworden. In Gottes Augen sind wir neu. Wir sind wiedergeboren. Wenn Gott uns anschaut, sieht Er keine Fehler, kein Versagen und keine Schuld. Er sieht Gerechtigkeit.

2. Korinther 5:21
„Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.“

In Jesus. Vor der Tür sind wir nicht gerecht, aber wenn wir hindurch gehen, werden wir gerecht. Gott schaut mich an und sieht mich durch den Filter Seines Sohnes Jesus. Wir werden davor gerettet, so zu bleiben, der wir waren und können neu anfangen. Wir sind neue Geschöpfe in Jesus Christus. Vielleicht sagen Sie: „Aber ich habe so viele Probleme.“ Ja, das habe ich auch. Aber Gott wirkt in uns. In der Bibel steht, dass der Heilige Geist Seine Liebe in unsere Herzen ausgießt, wenn wir durch die Tür gehen und dass Gott zu Seiner Freude in uns das Wollen und das Vollbringen nach Seinen Zielen und Plänen wirkt. Er wirkt in uns, verändert uns und formt uns von innen heraus zu einem Ebenbild Jesu. Wenn wir durch die Tür gehen, werden wir gerettet. Die zweite Folge davon, wenn wir durch die Tür gehen, ist Freiheit. Jesus sagt: „Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet, und er wird ein- und ausgehen.“ Wenn wir zu Jesus kommen, werden wir nicht eingesperrt. Nein, wir werden ein- und ausgehen. In Jesus haben wir Freiheit. Wen der Sohn frei macht, der ist wirklich frei. Wir sind gerettet, um frei zu sein. Wir haben Freiheit, damit wir ohne Angst vor dem Tod abends zu Bett gehen können. Wir sind frei, in unser Umfeld, unsere Familien, unsere Nachbarschaft, unsere Arbeitsstellen, unsere Schulen und unsere Einflussbereiche hineinzugehen und zu wissen, dass die Gnade Gottes in jeder Situation, jeder Schwierigkeit und jedem Umstand, der auftaucht, da ist und uns bedeckt. Sie schenkt uns Weisheit und Kraft, nicht nur zu überleben, sondern inmitten der Schwierigkeiten aufzublühen, eine unerschütterliche Freude zu haben und darauf zu vertrauen, dass Gott für uns und bei uns ist und dass wir zweifelsfrei wissen dürfen, dass keine Waffe und kein Angriff des Teufels über uns siegen werden. Es wird ihnen nicht gelingen, denn der, der in mir ist, ist größer als der, der in der Welt ist. In Jesus finden wir Freiheit. Wir sind auch frei, im Gebet zu Gott zu kommen in dem Wissen, dass Er uns hört, dass Sein Wort wahr ist, dass Er Himmel und Erde in Bewegung setzen wird, um Sein Wort zu halten und dass Seine Worte nicht leer sind. Sie haben die Kraft, uns zu verändern. Wir halten

uns an den Zusagen Gottes fest und sprechen sie im Gebet vor Ihm aus, weil wir wissen, dass Er Sein Wort erfüllt, wenn wir im Glauben bitten. Wir sind frei in Jesus, unserer Tür.

Und die letzte Folge ist Stärkung. Jesus sagt: „Wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“ „Weide finden“ ist ein etwas merkwürdiger Ausdruck, den wir in unserer westlichen Welt nicht mehr oft verwenden. Für die Juden im ersten Jahrhundert war es ein alltäglicher Ausdruck, den alle verstanden haben. Gott bezeichnet uns in der Bibel oft als Schafe. Und Jesus ist der Hirte. Er sagt in Johannes 10 über sich selbst: „Ich bin der gute Hirte.“ Wir sind Seine Schafe und Er führt uns auf die Weide. Die Weide ist der Ort, wo der Hirte seine Schafe hinbringt, damit sie sich ausruhen und auftanken, essen und trinken können. Dort sind sie sicher. Wir haben die Zusage, dass wir Stärkung und eine Weide finden, wenn wir durch die Tür Jesus gehen. Was unsere Herzen auch brauchen, um zu leben, erfüllt zu sein, versorgt zu sein, zu wachsen, getröstet zu sein und vollkommen zu werden – wir finden alles in Jesus. Er ist unser Ein und Alles. Wir singen manchmal ein Lied, in dem es heißt: „Jesus ist der Kelch, der nie leer wird.“ Wenn wir zu Jesus, unserer Tür, kommen, finden wir Leben. In Johannes 10:10 sagt Er: „Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben.“ Dieses Leben ist die Folge davon, wenn wir durch die Tür gehen.

Ich möchte Sie etwas fragen. Sind Sie schon vom Tod zum Leben übergegangen? Sind Sie schon vom Reich der Finsternis ins Reich des Lebens getreten? Sind Sie durch die Tür Jesus gegangen? Haben Sie Ihr Vertrauen auf Ihn gesetzt? Sind Sie zu dem Schluss gekommen, dass Sie Gott nichts geben können, aber alles annehmen können? Hat die Kraft des Heiligen Geistes Ihnen die Erkenntnis geschenkt, dass Sie einen Retter brauchen, dass die Sünde in Ihrem Leben Sie von dem Leben Gottes trennt?

Während ich gepredigt habe, hat der Heilige Geist in Ihrem Herzen gewirkt. Er hat zwei Dinge getan. Er hat Ihr Herz überführt und Er hat es überzeugt. Er hat Ihnen Ihre Sünde gezeigt. Das ist etwas, was ich nicht tun kann und auch gar nicht will. Ich habe meine eigenen Probleme. Ich muss mich mit Angst und Zittern um meine eigene Rettung kümmern. Ich will Ihnen nicht Ihre Sünde zeigen. Das muss der Heilige Geist tun. Er überführt Ihr Herz. Er muss Ihnen die Erkenntnis schenken, dass es in Ihrem Leben Sünde gibt, dass uns die Sünde von Gott trennt und dass zwischen Gott und uns ein Abgrund liegt. Und gleichzeitig überzeugt uns der Heilige Geist, dass die Sünde zwar groß ist, aber der Retter noch größer. Es gibt eine Brücke. Es gibt eine Tür. Sein Name ist Jesus. Wenn Sie Ihr Vertrauen auf Ihn setzen, wird die Sünde vergeben. Gott sagt, dass Er unsere Sünde so weit wegnehmen wird wie der Osten vom Westen entfernt ist. Ist das nicht toll? Wenn Sie neu hier sind, haben Sie das vielleicht noch nie gehört. Wissen Sie, warum Gott sagt, dass Er die Sünde so weit entfernt wie den Osten vom Westen? Weil Osten und Westen sich nie berühren. Stellen Sie sich einen Globus vor. Sie beginnen beim Nordpol und reisen immer weiter nach Süden. Ich fahre nach Süden, nach Süden… bis zum Südpol. Dann fahren Sie wieder nach Norden, nach Norden, bis zum Nordpol, nach Süden, nach Süden, … sehen Sie – Norden und Süden berühren sich. Aber stellen Sie sich vor, Sie würden in Los Angeles starten und nach New York fliegen. Sie fliegen nach Osten, nach Osten, nach Osten, nach Osten, nach Osten, nach Osten, nach Osten, nach Osten, nach Osten, immer noch nach Osten, nach Osten, nach Osten…,

Ost und West berühren sich nie. So weit, wie der Osten vom Westen entfernt ist, so weit wird Gott Ihre Sünde wegnehmen. Und wie tut Er das? Durch die Tür. Durch Jesus. Jesus wurde unsere Sünde und wurde daraufhin bestraft, damit wir vor Gott gerecht werden und in Seine Gerechtigkeit hineinschlüpfen können. Nicht unsere Gerechtigkeit aufgrund unserer guten Werke und unser Verdienst machen das möglich, sondern allein Jesus und Sein vollendetes Werk am Kreuz.

Haben Sie Ihr Vertrauen schon auf Jesus gesetzt? Sind Sie durch die Tür gegangen? Vielleicht sind Sie schon bis zur Tür gekommen. Vielleicht stehen Sie dort und bewundern sie und denken: „Wow, das mit Jesus gefällt mir. Was für ein großartiger Jesus.“ Aber Sie sind nie durch die Tür gegangen. Vielleicht haben Sie schon angeklopft. Klopfen Sie weiter. Aber, Freund, das reicht nicht. Sie müssen hineingehen. Sie müssen durchgehen. Vielleicht haben Sie die Tür bewacht, aber Sie haben das Evangelium, die rettende Gnade von Jesus, nie für sich selbst angenommen. Bitte – gehen Sie heute durch diese Tür. Er liebt Sie. Er ist nicht zornig auf Sie. Das Wunderbare am Evangelium ist, dass Gott uns so liebt, wie wir sind. Ist das nicht verrückt? Gott liebt uns, wie wir sind, mit all unseren Geschichten, unserer Vergangenheit und unseren Aussetzern. Das Wunderbare ist: In dem Moment, wenn wir durch die Tür treten, beginnt Seine Liebe in unserem Leben zu wirken. Er liebt uns, wie wir sind. Aber Seine Liebe lässt uns nicht so. Das ist so genial. Sie verändert uns buchstäblich von innen heraus.

Vielen Dank, dass Sie heute eingeschaltet haben. Ich bete dafür, dass die Predigt etwas in Ihrem Leben bewirkt. Und ich möchte Sie ermutigen, einen unserer YouTube-Kanäle zu abonnieren. Es gibt sie in verschiedenen Sprachen und Sie können sie jederzeit aufrufen, um eine Predigt zu hören, gestärkt zu werden und geistliche Nahrung zu bekommen. Also abonnieren Sie einen unserer YouTube-Kanäle – es gibt viele Sprachen – und erleben Sie reichen Segen. Bis zum nächsten Mal

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