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Gott kann nichts überraschen 1/2

Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, können Gott nicht davon abhalten, die wunderbaren Dinge zu tun, die er für uns geplant hat. Wenn wir lernen, Rückschläge und Schwierigkeiten richtig einzuordnen und angemessen darauf zu reagieren, kann Gott sogar unsere Fehler und Schwächen zum Teil seines großartigen Plans für unser Leben machen.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Fragen Sie sich manchmal, wenn Sie einen Fehler gemacht oder eine falsche Entscheidung getroffen haben, ob Sie jetzt Gottes Plan für Ihr Leben durcheinandergebracht haben? Ich glaube, manche Menschen denken genau das. Wir wollen heute ein wenig der Frage nachgehen, ob unsere falschen Entscheidungen Gottes Plan für unser Leben scheitern lassen können. Ich glaube, einiges, worüber wir sprechen werden, könnte für Sie sehr aufschlussreich sein! Lassen Sie uns zu Anfang beten: „Vater im Himmel, danke für die Zeit, die wir jetzt haben. Bitte gib uns heute etwas mit, das unser Leben prägt. Wir wollen uns ganz auf dich konzentrieren. Wir strecken uns nach dir aus und bitten dich, dass du uns Weisheit und Erkenntnis schenkst, damit wir dein Wort verstehen und praktisch in unser Leben umsetzen können. Jesus, du bist hoch erhoben, höher als alles, was es gibt. Lass uns dich so sehen. Amen.“ Gott weiß von Anfang an, was am Ende sein wird und wirkt von der Zukunft her in die Gegenwart hinein. Nichts kann Gott unvorbereitet treffen; nichts kann Gott überraschen. Ganz gleich was wir in unserem Leben durchmachen, so schwer es auch ist – alle unsere guten und schlechten Entscheidungen – alle Angriffe des Feindes auf unser Leben: Nichts von alledem hat Gott überrascht. Und weil er das Ende schon von Anfang an kennt, kann er auch unsere Rückschläge, unsere Fehler und sogar die Intrigen des Feindes in seinen Plan einbauen. Gott ist vielleicht nicht verantwortlich für unsere Probleme, aber er kann sie gebrauchen, um seinen Plan auszuführen. Bitte schlagen Sie mit mir in der Bibel Jesaja, Kapitel 46 auf. Hier vergleicht Gott sich mit den Götzen der Heiden. Und ab Vers 3 von Jesaja 46 sagt er Folgendes: „Hört auf mich, Haus Jakob und der ganze Rest des Hauses Israel, die ihr von Mutterleib an mir aufgeladen, von Mutterschoß an von mir getragen worden seid! Auch bis in euer Greisenalter bin ich derselbe, und bis zu eurem grauen Haar werde ich selbst euch tragen. Ich, ich habe es getan, und ich selbst werde heben, und ich selbst werde tragen und werde retten. Mit wem wollt ihr mich vergleichen und gleichstellen und mich ähnlich machen, dass wir uns gleichen?“ Und hier ist der Vergleich: „Sie, die Gold aus dem Beutel schütten und Silber auf der Waage abwiegen, heuern einen Goldschmied an, dass er einen Gott daraus macht. Sie beugen sich, ja, sie werfen sich nieder. Sie heben ihn auf die Schulter, tragen ihn umher und setzen ihn nieder an seine Stelle, und er steht da: von seinem Platz weicht er nicht. Auch schreit man zu ihm, aber er antwortet nicht, hilft ihm nicht aus seiner Not.“ Gott sagt: „Diese Götzen müssen von Menschen gemacht werden, und sie müssen sich herumtragen lassen. Aber ich habe euch gemacht, und ich werde euch tragen. Die Götzen der Heiden können euch nicht retten, aber ich werde euch retten.“ Ich möchte Ihnen einen der Gründe zeigen, warum Gott uns auch in den schwierigsten Zeiten unseres Lebens tragen und retten kann, unabhängig von den Umständen. Lesen wir weiter ab Vers 9. Dort sagt Gott: „Gedenket des Früheren von der Urzeit her, dass ich Gott bin. Es gibt keinen sonst, keinen Gott gleich mir, der ich von Anfang an den Ausgang verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist, – der ich spreche: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, führe ich aus.“ Weil Gott den Anfang vom Ende her sieht, kann er alles, sogar das Gute und Schlechte, so in seinen Plan einbauen, dass er seine Ziele erreicht. Darum heißt es in Psalm 76,11, dass Gott selbst den Zorn des Menschen zu seinem Lob benutzt. Darum ist auch wahr, was in Römer 8,28 steht: dass Gott alle Dinge zum Guten der Menschen zusammenwirken lässt, die ihn lieben und die er nach seinem Plan berufen hat. Gott kann alles zum Guten zusammenwirken lassen, weil er weiß, was geschehen wird, bevor es geschieht. Denken wir nur an Josef. Diese biblische Geschichte ist recht bekannt und sehr beliebt. In einem Traum von Gott sah Josef eine helle, bedeutende, einflussreiche und gesegnete Zukunft für sich. Aber auf seinem Weg dorthin konnte er nicht immer sehen, wie Gott wirkte. Er verstand nicht immer, was ihm zustieß. Doch Gott, der den Anfang vom Ende her sieht, wusste alles, was passieren würde und baute es in seinen Plan ein. Gott kannte die bösen Intrigen von Josefs Brüdern. Er wusste, dass sie ihn als Sklave nach Ägypten verkaufen würden. Er wusste, dass Potifars Frau versuchen würde, ihn zu verführen und dann lügen und ihn ins Gefängnis bringen würde. Gott wusste, dass der Mundschenk sein Versprechen brechen und Josef fast zwei Jahre lang im Gefängnis vergessen würde. Und genau so kam es. Josefs Vater zog ihn seinen Geschwistern vor. Darüber waren sie so aufgebracht, dass sie ihn aus Neid in eine Zisterne warfen und an Midianiter verkauften, die ihn nach Ägypten brachten, wo er nochmals als Sklave verkauft wurde, nämlich an Potifar. Dessen Frau hatte ein Auge auf Josef geworfen. Offenbar war er ein sehr gut aussehender junger Mann und sie bedrängte ihn jeden Tag, mit ihr zu schlafen, also Ehebruch zu begehen. Josef weigerte sich und so log sie ihren Mann an und sagte: „Dieser Hebräer, den du in unser Haus geholt hast, hat versucht, mich zu vergewaltigen.“ Potifar wurde zornig und ließ Josef ins Gefängnis werfen. Dort legte er dem Mundschenk und dem Bäcker des Pharao ihre Träume aus. Dem Mundschenk sagte er: „Du wirst deine Stellung beim Pharao zurückerhalten. Wenn es so weit ist, dann denk an mich.“ Der Mundschenk versprach es ihm zwar, vergaß es aber. Und so blieb Josef eine ganze Zeit im Gefängnis. Im Blick nach vorn konnte Josef sicher nur Probleme und einen abwesenden Gott sehen. „Gott, wo bist du? Was ist mit dem Traum? Was ist aus dem Segen und dem Einfluss und all den guten Dingen geworden? Wo warst du all die Jahre?“ Aber wissen Sie, im Rückblick konnte Josef Gottes Güte erkennen und verstehen, dass Gottes Plan sich erfüllte. Ja, er wurde von seinen Brüdern verkauft, doch dadurch kam er nach Ägypten. Dort lernte er die Landessprache, ohne die er nicht in seine spätere Position gekommen wäre. Vielleicht dachte er sich, dass es leichter gewesen wäre, einen Sprachkurs zu machen, aber auf jeden Fall lernte er die ägyptische Sprache fließend zu sprechen. Das war unbedingt notwendig. Er wurde an Potifar verkauft. Der Mann hatte ein riesiges Anwesen und Josef wurde der Verwalter. Dort entwickelte er seine verwalterischen und organisatorischen Fähigkeiten, die er später einmal brauchen würde. Und als er im Gefängnis landete und der Mundschenk sein Versprechen vergaß, war selbst das göttliches Timing, denn der Pharao hatte noch nicht seine beunruhigenden Träume gehabt. Die Hungersnot lag noch weit in der Zukunft. Als der Pharao dann Träume hatte, die er nicht verstand, sagte der Mundschenk: „Mir fällt meine Sünde wieder ein. Im Gefängnis ist ein Mann, den ich vergessen habe. Ich hatte einen Traum, den er mir auslegte. Er sagte, ich würde wieder beim Pharao arbeiten, und genau so ist es gekommen.“ Der Pharao holte also Josef aus dem Gefängnis und setzte ihn über ganz Ägypten. Josef entwickelte ein System für die Kornvorräte, durch die später die ganze damals bekannte Welt vor dem Verhungern gerettet wurde. Im Rückblick sagte Josef sicher: „Gott, ich hatte ja keine Ahnung! Wenn du das alles nicht getan hättest, hätte ich nicht überlebt. Ich wäre in der Hungersnot gestorben. Und du hast das Leben meiner ganzen Familie gerettet. Sie wären alle umgekommen. Gott, du hast mich gebraucht, um die ganze Erde zu retten.“ Josefs Traum von Bedeutung und Einfluss und guten Dingen erfüllte sich in einem Maß, das er sich nie hätte vorstellen können. Schon vor der Hungersnot, nachdem der Pharao Josef zum Regenten über das ganze Land gemacht hatte, gab er ihm auch seine Tochter zur Frau. Josef heiratete die Tochter des Pharao und bekam zwei Söhne, Manasse und Ephraim. Manasse bedeutet „vergessen“ und Ephraim bedeutet „doppelter Wohlstand“ oder „doppelte Fruchtbarkeit“. Und Josef sagte: „Ich habe meine Söhne so genannt, Gott, weil du mich meine Probleme und meine Mühe hast vergessen lassen. Und Gott, du hast mich im Land meines Elends wohlhabend und doppelt fruchtbar gemacht.“ Im letzten Kapitel von 1.Mose wird noch einmal alles zusammengefasst. Josefs Vater, der bei ihm in Ägypten gelebt hatte, war gestorben und plötzlich hatten seine Brüder Angst. Sie dachten: „Jetzt, da unser Vater tot ist, wird er sich für alles Schlimme rächen, was wir ihm angetan haben.“ Und sie gingen zu ihm und Josef sagte: „Habt keine Angst“ und begann zu weinen. Dann fasste er alles zusammen, was geschehen war. In 1.Mose 50,20 lesen wir, dass er sagte: „Ihr zwar, ihr hattet Böses gegen mich beabsichtigt; Gott aber hatte beabsichtigt, es zum Guten zu wenden, damit er tue, wie es an diesem Tag ist, ein großes Volk am Leben zu erhalten.“ Gott ist Experte, wenn es darum geht, Böses in Gutes zu verwandeln. Er kann auch aus Ihrer Situation etwas Gutes machen, ganz gleich wie schwierig sie ist oder wie lange sich die Probleme schon hinziehen. Oder denken wir an Hiob, das wohl älteste Buch der Bibel. Am Anfang der Geschichte erscheint der Satan vor Gott und sein einziges Ziel ist, Hiob dazu zu bringen, Gott zu verfluchen. Er sagte: „Gott, wenn dies oder jenes passiert, dann wird Hiob dich verfluchen.“ Und Hiob verlor seinen gesamten Wohlstand. Er verlor sein Haus, seine Stellung in der Gesellschaft und alle seine Kinder starben am selben Tag bei einem schrecklichen Unglück. Als Nächstes verliert Hiob seine Gesundheit und in der Bibel steht eindeutig, dass der Satan daran schuld war. In Hiob 2,7 steht: „Der Satan schlug Hiob.“ Er war derjenige, der die Naturgewalten durcheinanderbrachte und das tödliche Unglück verursachte, bei dem Hiobs Kinder umkamen. Satan brachte Hiobs Feinde gegen ihn auf, sodass er seinen Reichtum verlor. Satan war derjenige, der ihn krank machte. Das alles sagt die Bibel sehr deutlich. Da war Hiob also. In der Bibel steht, er saß in der Asche. Sein Leben war ruiniert. Mit einer Tonscherbe kratzte er sich die Geschwüre auf seiner Haut. Und seine Frau war so schockiert ... sie hatte alle zehn Kinder an einem Tag verloren, sie hatte ihr Zuhause verloren, ihre Freunde, alles. Und der Teufel ist gemein; er nutzt die Verletzlichkeit und emotionale Schwäche von Menschen aus. So nutzte er auch Hiobs Frau aus und sprach durch sie. Hiobs Frau sagte also genau das, wozu der Satan Hiob bringen wollte. Sie sagte: „Hiob, bring es einfach hinter dich. Verfluche Gott und stirb.“ Das war ein schlimmer Tag für Hiob. Doch wenn wir diese Geschichte in der Bibel lesen, ist uns, glaube ich, manchmal nicht klar, dass Hiob gar nicht wusste, dass der Satan hinter alledem steckte. Er konnte nicht einfach Hiob, Kapitel 1 aufschlagen und es nachlesen. Hiob wusste es nicht, aber wir wissen es. Ein paar Kapitel später setzt die Verbitterung bei Hiob ein. Dann wirft er Gott sogar vor, ungerecht und unfair zu sein. Und gegen Ende des Buches taucht Gott selbst auf und rückt Hiob und seinen Freunden den Kopf zurecht. Er sagt, dass sie alle Unrecht mit ihren Aussagen und Vorwürfen gegen Gott hatten. Und Hiob sagt: „Ich lege meine Hand auf meinen Mund. Ich wusste nicht, was ich rede.“ Und dann wendet Gott das Blatt vollkommen. Interessanterweise schätzen die meisten Theologen Hiobs Leidenszeit auf maximal neun Monate. Sie dauerte nicht ewig. Ich glaube, sie könnte sogar viel kürzer gewesen sein, denn 95 Prozent des Buches bestehen aus einem Gespräch, das an einem Tag stattfand. Am Ende segnete Gott Hiob. Im letzten Kapitel erfahren wir, dass Gott Hiob doppelt so viel gab, wie er zuvor hatte. Er bekam zehn weitere Kinder, lebte noch 140 Jahre und erlebte vier weitere Generationen seiner Familie. Als der Satan Hiob angriff, wusste er nicht, dass Gott den Spieß umdrehen und Hiob doppelt so sehr segnen würde wie zuvor. Der Satan wusste nicht, dass man ein Buch über die Sache schreiben würde, in dem er und seine Taktik für jede kommende Generation sichtbar bloßgestellt werden. Wenn er das gewusst hätte, hätte er Hiob vielleicht gar nicht erst angegriffen. Das Ganze war ein Eigentor! „Ich wollte Hiob manipulieren, aber er hat Gott nicht verflucht, er wird doppelt gesegnet und meine Taktik ist entlarvt. Vorher konnte ich hinter den Kulissen agieren. Jetzt sitze ich in der Tinte!“ Hier bewahrheitete sich, was Salomo in Sprüche 26,27 beschreibt: „Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein; und wer einen Stein wälzt, auf den rollt er zurück.“ Der Satan grub eine Grube für Hiob und wer fiel hinein? Der Teufel. Er versuchte Hiob mit einem Stein zu überrollen, aber der Stein überrollte ihn selbst. Gott ist Experte, wenn es darum geht, aus schlimmen Situationen etwas Gutes zu machen. Ich muss auch an die Geschichte von Ester und ihrem Verwandten Mordechai denken. Der Satan stachelt einen Mann namens Haman an, den König zu einem Erlass zu überreden, dass alle Juden in seinem Reich an einem einzigen Tag getötet werden sollen. Haman hat einen besonderen Hass auf den Juden Mordechai, weil er sich nicht vor ihm niederwerfen will. Daraufhin beginnen Ester und alle Juden zu fasten und zu beten und Gott wendet das Blatt. Haman wird an dem Galgen hingerichtet, den er für Mordechai hatte aufstellen lassen und der König erlässt ein zweites Dekret, dass alle Juden gegen ihre Feinde kämpfen und sie töten dürfen. Statt den Juden werden nun alle ihre Feinde getötet. Was nach einer Katastrophe und Niederlage aussah, stellte sich als einer ihrer größten Siege heraus. Warum? Weil Gott den Anfang vom Ende her sieht. Und Gott schickt vielleicht nicht die schlechten Dinge, aber er kann einen Weg hindurch bahnen und Situationen schaffen, aus denen Gutes entstehen kann. Gehen wir nun im Neuen Testament zum Apostel Paulus: Er kam unter eine falsche Anklage, wurde ins Gefängnis geworfen, legte Widerspruch beim Kaiser ein und wurde daraufhin als Gefangener nach Rom gebracht. Es sah so aus, als wäre seine Arbeit lahmgelegt. Es sah so aus, als wäre sein Einfluss dahin, sein Erfolg als Prediger vorbei, als wäre das alles eine Behinderung für das Evangelium. Wirklich? Hat Gott das alles kommen sehen oder hat es ihn überrascht? Nein – ebenso wenig, wie ihn unsere Lage oder auch unsere Fehler überraschen. Gott wusste es. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich glaube, dass Gott uns beschützt, aber ich glaube, dass niemand von uns ganz ohne blaue Flecken durchs Leben kommt. Ich kenne niemanden, der nicht einmal danebentritt oder hin und wieder nicht auf die leise Stimme des Heiligen Geistes hört. Aber selbst wenn wir Fehler machen und etwas schiefgeht, weiß Gott das bereits im Voraus. Er ist groß genug, um es in seinen guten Plan einzubauen, wenn wir nur unser Herz auf ihn ausgerichtet halten. Als Paulus sich auf der Straße nach Damaskus bekehrte, schickte Gott einen Christen namens Ananias zu ihm. Ananias wollte nicht und sagte: „Er hat einen schlechten Ruf.“ Und Gott antwortete ihm: „Nein, geh und sprich mit ihm. Er ist mein auserwähltes Werkzeug und wird meinen Namen vor die nicht jüdischen Völker, vor Könige und vor das Volk Israel tragen.“ Tatsächlich predigte Paulus vor Israeliten und Nichtjuden, aber was war mit den Königen? Ja, auch dort. Er stand vor Agrippa, der wahrscheinlich nicht der einzige war, aber über ihn gibt es einen Bericht. Und wenn Paulus das Evangelium vor Königen predigte, dann immer nur als Gefangener und in Ketten. Offenbar war Gott von der Situation also nicht überrascht, denn Jesus hatte es bereits Ananias vorausgesagt – mehr oder weniger nur Stunden, nachdem Paulus selbst Christ geworden war. Schlagen wir einmal Apostelgeschichte 19 auf, Apostelgeschichte 19,21: „Als dies aber beendet war, nahm sich Paulus im Geist vor, nachdem er Mazedonien und Achaja durchzogen habe, nach Jerusalem zu reisen, und sprach: Nachdem ich dort gewesen bin, muss ich auch Rom sehen.“ Paulus sagte nicht einfach aus einer Laune heraus: „Ich würde ja so gerne mal das Kolosseum sehen! Das wäre toll!“ – Nein, er sagte: „Ich muss Rom sehen.“ Das war vom Heiligen Geist gelenkt; „Er nahm sich im Geist vor ...“, heißt es. – Es gibt Dinge, die auch wir tun müssen. Und wenn wir auf den Heiligen Geist hören, wissen wir welche. Wenn es um Gottes Plan für unser Leben geht, gibt es Dinge, die wir einfach tun müssen. Der Heilige Geist wird sie uns zeigen. Das alles geschah, bevor Paulus verhaftet wurde, bevor er in Ketten lag. Aber lesen wir einmal in Kapitel 23 nach, wie es nach seiner Verhaftung war. Apostelgeschichte 23,11: „In der folgenden Nacht aber stand der Herr bei ihm und sprach: Sei guten Mutes! Denn wie du meine Sache in Jerusalem bezeugt hast, so musst du sie auch in Rom bezeugen.“ Jetzt sagt Jesus zu ihm: „Nun geht es nach Rom. Du hast mich richtig verstanden.“ Der Umstand, dass Paulus ein Häftling war, dass er unter einer falschen Anklage stand und beim Kaiser Widerspruch einlegen und dazu nach Rom musste, das alles überraschte Jesus nicht. Offenbar hatte er es schon in den Plan für Paulus’ Leben eingebaut. Paulus kam also nach Rom. Dort sammelte er die Juden um sich und sie sagten zu ihm: „Wir haben aus Jerusalem nichts über dich gehört. Wir kennen dich nicht. Aber gegen diese Sekte der Jesusnachfolger gibt es überall Widerstand. Sag uns, was du weißt.“ Und so hält Paulus den Juden in Rom eine Predigt über Jesus, indem er das Alte Testament auslegt. Dann lesen wir weiter im letzten Kapitel der Apostelgeschichte, Kapitel 28, und zwar die letzten zwei Verse in diesem Kapitel. Paulus ist immer noch in Haft; er hat immer noch ständig einen römischen Wachposten bei sich. Aber in Vers 30 heißt es: „Er aber blieb zwei ganze Jahre in seiner eigenen Mietwohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen; er predigte das Reich Gottes und lehrte die Dinge, die den Herrn Jesus Christus betreffen, mit aller Freimütigkeit ungehindert.“ Paulus’ Arbeit in Rom trägt also durchaus Früchte und er kann sogar ungehindert arbeiten. – Schlagen Sie bitte einmal den Philipperbrief auf. Während seiner Zeit im Hausarrest in Rom schrieb Paulus mehrere Briefe, die auch manchmal seine „Gefängnisbriefe“ genannt werden. Einer davon ging an die Gemeinde in Philippi, die er und Silas gegründet hatten. Sie bestand anfangs aus Lydia und dem Gefängniswärter und allen, die zu ihren jeweiligen Haushalten gehörten. Die Gemeinde war zweifellos inzwischen gewachsen, aber sie waren der Kern dieser Gemeinde. Und ihnen, die ihn in seiner Arbeit so treu und beständig unterstützt hatten, schreibt Paulus Folgendes. Philipper 1, ab Vers 12: „Ich will aber, dass ihr wisst, Brüder, dass meine Umstände mehr zur Förderung des Evangeliums ausgeschlagen sind, so dass meine Fesseln in Christus im ganzen Prätorium und bei allen anderen offenbar geworden sind und dass die meisten der Brüder im Herrn Vertrauen gewonnen haben durch meine Fesseln und viel mehr wagen, das Wort Gottes ohne Furcht zu reden.“ Paulus sagte: „Im Gegensatz zu dem, was ihr vielleicht gehört habt, wurde das Evangelium gefördert, weil Gott durch die Ereignisse hier gehandelt hat.“ Und er sagte „im ganzen Prätorium“, also „bei der gesamten Palastwache“. Die Prätorianer waren die besten Elitesoldaten von ganz Rom. Sie waren für die gesamte Stadt Rom verantwortlich und die persönliche Leibwache des Kaisers. Paulus sagt nun, dass diese gesamte Palastwache das Evangelium gehört hat und fügt hinzu: „und alle anderen“. Was heißt das? Das ist nicht ganz sicher, aber es war bestimmt von Bedeutung. Einen Hinweis haben wir allerdings, und zwar in Kapitel 4,22. In Philipper 4,22 schreibt Paulus: „Es grüßen euch alle Heiligen, besonders aber die aus des Kaisers Haus.“ Ganz gleich, wie Ihre jetzige Lebensphase aussieht oder vor welchen Schwierigkeiten Sie vielleicht stehen – nichts davon hat Gott überrascht. Er kann für die Menschen, die ihn lieben und die er nach seinem Plan berufen hat, immer noch alles zum Guten zusammenwirken lassen. Er bleibt treu, auch wenn wir untreu sind. Ich könnte den ganzen Tag hier stehen und darüber sprechen, wie erstaunlich, wie großartig, wie gütig, wie wunderbar unser himmlischer Vater ist. Und er möchte in Ihrem Leben gute Dinge tun. Selbst wenn Sie lange auf dem falschen Weg waren: Wenn Sie nur zu ihm umkehren, kann Gott alles verändern. Das geschieht vielleicht nicht über Nacht oder so schnell, wie Sie es gern hätten. Aber Gott ist treu. Er kann Ihr Leben völlig verändern. Und wenn Sie gerade in einer Krise stecken, möchte ich für Sie beten. Beten Sie einfach mit und bringen wir gemeinsam Ihre Schwierigkeiten zu Gott. Ich glaube ganz fest, dass er unser Gebet hören wird. Vater im Himmel, ich möchte für die Menschen beten, die gerade diese Sendung sehen. Du weißt, wer von ihnen in Not ist und wer Schwierigkeiten hat. Bitte gib ihnen Weisheit und lass sie die Stimme deines Heiligen Geistes hören. Gott, bitte bring sie auf den richtigen Weg, den du für sie bestimmt hast. Bitte lass gute Dinge in ihr Leben kommen. Darum bitte ich dich im Namen von Jesus. Amen. Wir würden gern etwas von Ihnen hören! Schreiben Sie uns einfach einen Brief oder eine E-Mail. Bitte lassen Sie es uns wissen, wenn diese Sendung Ihnen geholfen hat – das ist auch für uns eine Ermutigung. Bis zum nächsten Mal. Gottes Segen!

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