Glauben verstehen 2/2

Kann man Glauben verstehen? Bayless Conley meint „Ja“ und erklärt, dass Jesus der Ursprung und Vollender unseres Glaubens ist. Wenn wir auf ihn schauen und mit ihm Gemeinschaft haben, wächst unser Verständnis und wir reifen im Glauben.

Entdecke in dieser Predigt vier einfache Prinzipien, wie dein Leben von Glaube erfüllt sein kann. Es geht um Vertrauen in Jesus, wie sich der Glaube an ihn durch Bekennen und Beten zeigt und warum Unversöhnlichkeit das größte Hindernis des Glaubens ist. Lass dir diese praktische Predigt nicht entgehen!

Dies ist der zweite Teil der Predigt, den ersten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Hallo, hier ist Bayless Conley! Willkommen zu unserer heutigen Sendung mit der Fortsetzung einer Predigt, die das Thema „Glauben verstehen“ hat. Wenn Sie letztes Mal nicht dabei waren, keine Sorge, dieser Teil ist in sich abgeschlossen. Heute werden wir über verschiedene Ausdrucksformen des Glaubens reden. Und wir steigen ein an der Stelle, wo ich darüber spreche, wie Glauben durch Beten wirkt. Es geht also um das Reden mit Gott und darum, wie Glaube „funktioniert“.

Denken Sie an die Verse aus Römer 10,8-10. Dort heißt es zunächst:

„Sondern was sagt sie? ‚Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen.‘ Das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen …“
Wir brauchen das Wort des Glaubens an zwei Stellen – in unserem Mund, und wo noch? In unserem Herzen. Paulus schreibt:

„… dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du gerettet werden wirst. *Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil.“

Herz und Mund müssen zusammenkommen. Die Bibel sagt sogar, dass wir so gerettet werden. Das ist das Wichtigste, das Bedeutsamste, das im Leben eines Menschen geschehen kann: Er war verdorben durch die Sünde, auf dem Weg in eine Ewigkeit ohne Jesus, ohne Gott – und dann glaubt er mit dem Herzen und bekennt mit dem Mund.
Wenn Herz und Mund das Gleiche sagen, kommt plötzlich der Heilige Geist und verändert uns. Wir werden wiedergeboren. Wir steuern nicht mehr auf die Hölle zu, sondern auf eine Ewigkeit im Himmel. Unser ganzes Innere ändert sich. Die sündige Natur wird weggenommen. Das größte Wunder überhaupt geschieht, wenn Herz und Mund zusammenkommen.

Das dritte, das nächste Prinzip, das Jesus uns beibringt, ist: Glaube wirkt durch das Gebet. Er wirkt durch Worte, aber Glaube an Gott wirkt auch durch Gebet. Markus 11,24:

„Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.“
„Alles, um was ihr betet und bittet, glaubt.“ Was meint Jesus hier, was wir glauben sollen? Glaubt, dass ihr es empfangt und ihr werdet es bekommen. Das mit dem Bekommen, das ist Gottes Sache. Das mit dem Empfangen ist unser Beitrag. Wenn ich bete, nicht, wenn die Situation anders aussieht, nicht, wenn sich meine Gefühle verändern, nicht mit einer äußerlichen Bestätigung, sondern wenn ich bete, soll ich glauben, dass ich es empfange, und Gott sagt, er wird dafür sorgen, dass ich es bekomme.

Mir gefällt die Übertragung der Amplified Bible: „Glaubt, dass es euch gewährt wurde, und ihr werdet es erhalten.“ Wir müssen glauben, dass Gott die positive Antwort bereits auf den Weg gebracht hat, wenn wir beten. Interessant.

Ich war als Teilnehmer bei einem Golfturnier. Jemand rief mich an und sagte: „Bayless, meine Frau und ich müssen zu einer Benefiz-Veranstaltung. Wir haben aber für das Golfturnier schon die drei Nächte im Hotel bezahlt. Zwei Tage Golf in Pebble Beach und Spanish Bay. Alles ist schon bezahlt, auch die Mahlzeiten, aber wir haben gerade festgestellt, dass wir nicht teilnehmen können. Würdet ihr gern für uns hinfahren? Es kostet euch nichts.“ Ich sagte: „Lass mich darüber beten.“ Und schließlich sagte ich zu.
Also fuhren wir hin und ich bekam jemanden als Golfpartner, mit dem ich noch nie gespielt hatte. Wir wurden Zweite in unserer Gruppe. Als wir das am Ende des Turniertages erfuhren, sagte man uns: „Sie können als Preis entweder einen ganz neuen Driver haben oder ein Fairwayholz.“ Ich sagte: „Wissen Sie, eigentlich brauche ich ein Fünfer-Holz.“ Sie sagten: „Okay, aber die haben wir nicht mehr hier. Geben Sie uns Ihre Adresse, dann schicken wir es Ihnen zu.“ Ich stimmte zu, wir gaben uns die Hand, und ich bedankte mich.
Soweit es mich betraf, war die Sache besiegelt. Das Fünfer-Holz gehörte mir. Wenn Sie mich gefragt hätten, ob ich ein Fünfer-Holz habe, hätte ich Ja gesagt. Wo ist es? Ich kann es noch nicht sehen, aber ich habe es, in seiner „unsichtbaren“ Form. So wie bei dem Feigenbaum. Als Jesus ihn verfluchte, begann die Wirkung bei den Wurzeln, in einem Bereich, den man nicht sehen konnte. Und dann setzte sich die Wirkung in die sichtbare Sphäre fort.

Wir müssen unsere Antworten im unsichtbaren Bereich erhalten, bevor wir sie im sichtbaren empfangen können.

Denken Sie an Hebräer 11,1: „Der Glaube aber ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ Glaube ist der Beweis von unsichtbaren Dingen. Die Amplified Bible schreibt: „Glaube ist die Eigentumsurkunde.“ Wir sind überzeugt von der Wirklichkeit von Dingen, die wir nicht sehen, nicht mit den Sinnen wahrnehmen können.
Wenn ich bete, glaube ich, dass ich empfangen werde. Ich glaube, dass Gott es mir gewährt hat, und ich kann die Verheißung hochhalten und sagen: „Ich habe die Eigentumsurkunde.“ Vielleicht fragte jemand: „Wo ist es denn? Fühlst du dich anders?“ Es geht nicht darum, wie ich mich fühle oder wie es aussieht. Glaube ist der Beweis für unsichtbare Dinge. Wenn die Sache eintrifft, brauche ich keinen Glauben mehr. Der Glaube befasst sich nur mit unsichtbaren Wirklichkeiten.
Wenn ich es nicht sehe und nicht spüren kann, wenn alles dagegenspricht, ist der Glaube an Gott mein Beweis. Der Glaube an seine Verheißung, an sein Wort ist mein Beweis.
Ich sage also nicht, dass ich mich anders fühle oder dass die Situation anders aussieht. Ich sage nur, dass ich die Eigentumsurkunde habe. Ich habe es im unsichtbaren Bereich empfangen. Ich glaube, dass es mir gewährt wurde.

Ein Freund von mir litt jahrelang an einer schrecklichen Hauterkrankung. Täglich hatte er Entsetzliches auszuhalten. Er tat alles, was medizinisch möglich war. Er ging zu Ärzten, die ihm alle möglichen Spezialsalben verschrieben. Er löste jedes Rezept ein und trug die Salben auf, doch nichts half. Er betete jahrelang, aber es wurde nicht besser. Er litt jeden Tag ganz entsetzlich.
Eines Tages – die Geschichte hat er mir und einigen anderen Männern selbst erzählt – eines Tages war er in einer Versammlung und jemand predigte über Markus 11, besonders über Vers 24: „Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.“ Glaubt, dass eure Bitte erhört wurde, und ihr werdet es bekommen. Und mein Freund sagte: „Ich hatte das immer praktiziert, aber in umgekehrter Reihenfolge. Ich würde es glauben, wenn ich es bekam. Ich fragte immer: ‚Gott, wann, wann? Wann wirst du es tun? Gott, ich warte, ich warte, wann wirst du es tun?‘
Gott wartete die ganze Zeit darauf, dass ich es annehme und ihm dafür danke. Ich sollte es im unsichtbaren Bereich empfangen. Ich sollte tatsächlich glauben und mich auf die Realität des Erhofften und den Beweis des Unsichtbaren verlassen.“ Es traf ihn wie ein Blitz. „Ich weiß heute, dass ich wartete, bis ich es fühlen konnte. Ich wollte es sehen, bevor ich es glaubte. Aber Gott wollte, dass ich glaube, bevor ich es sehen und spüren konnte. In dem Moment habe ich mich verändert.“ Er betete: „Gott, ich tue Buße für meinen Unglauben. Ich bitte dich erneut, kümmere dich um diese Krankheit. Im Namen Jesu glaube ich, dass du die Antwort auf den Weg geschickt hast und mein Gebet jetzt hörst. Danke.“
Und dann sagte er: „Ich habe die Hände gehoben und einige Minuten lang Gott angebetet und ihm gedankt, dass ich es im Glauben empfangen habe.“ Binnen weniger Tage verschwand die Krankheit völlig. Er hatte 10 Jahre um Heilung gebetet, gewartet und gewartet. Aber als er die Heilung empfing, als er seinen Glauben ausübte, geschah es. Jesus sagte: Habt Glauben an Gott. Und so sieht das praktisch aus:
Es ist wie bei Jesus, als er zu dem Baum sprach. Zunächst änderte sich äußerlich nichts, erst 24 Stunden später. Aber im unsichtbaren Bereich begann es sofort, auch wenn es noch nicht festzustellen und zu spüren war. Der Baum konnte mit den Blättern wedeln und sagen: „Ha ha ha, hat nicht funktioniert, wird nicht funktionieren. Es hat sich nichts verändert. Es wird sich nichts verändern.“ Vielleicht beschreibt das Ihre momentanen Umstände. Es ist schon seit Jahren so, nichts wird sich ändern. Schaut mich an, schaut mich an, ich bin nur mit mir beschäftigt … Nein, Freunde. Seien Sie mit Gott beschäftigt, mit seiner Verheißung. Und danken Sie ihm bewusst dafür!

Das bringt uns zum großen Hindernis für den Glauben, nämlich Unversöhnlichkeit. Jesus sagte: „Wenn ihr betet“ – das heißt, wenn ihr betet und glaubt, dass ihr es empfangen werdet – „… wenn ihr etwas gegen jemanden habt, dann vergebt ihm oder ihr.“
Ich las etwas, das ein Pastor vor Jahren geschrieben hatte. Als 10-jähriger Junge fand er einmal eine Zigarre. Er ging in eine nahe gelegene Seitengasse und zündete die Zigarre an. Er war erst 10 Jahre alt, aber er fühlte sich als starker Typ. Er sagte, die Zigarre schmeckte schrecklich, aber er rauchte sie trotzdem. Und dann trat eine Gestalt in die Seitengasse, wie ein Schatten. Er schaute hin, und plötzlich stand da sein Vater, wie aus dem Nichts. O nein! Er hielt die Zigarre hinter dem Rücken versteckt, voller Angst, dass sein Vater gekommen war und ihn nun mit der Zigarre erwischen würde. Er war verzweifelt. Da sah er an der Wand ein Plakat für einen Zirkus, der in die Stadt kommen würde. Er sagte: „Papa, schau nur! Der Zirkus kommt! Gehst du mit mir hin?“ Und dann sagte er: „An dem Tag lernte ich eine Lektion fürs Leben. Mein Vater schaute mich an und sagte ganz ruhig aber sehr streng: ‚Mein Sohn, bitte nie um etwas, während du gleichzeitig versuchst, einen schwelenden Ungehorsam zu verstecken.‘“ Freunde, wir müssen vergeben, wenn wir wollen, dass unsere Gebete erhört werden.
Und nicht so wie der alte Bill. Sein Glaube und seine Gesundheit waren kaputt. Er lag im Krankenhaus, und der Arzt sagte: „Sie haben eine 50:50-Chance, dass das nicht gut ausgeht. Ich habe also folgenden Vorschlag: Wir tun alles, was wir können. Warten wir ab, ob die Medikamente, die wir verschreiben, tatsächlich helfen. Aber vielleicht sollten Sie darüber nachdenken, Ihre Angelegenheiten zu ordnen.“ Also sprach Bill mit seiner Familie, und etwas lag ihm auf der Seele. Er hatte sich vor Jahren mit seinem Freund Tom gründlich verkracht. Also rief er ihn an und sagte: „Tom, kannst du mich im Krankenhaus besuchen kommen? Ich muss mit dir reden.“ Tom willigte ein, und als er ins Krankenhaus kam, sagte Bill: „Weißt du noch, unser Streit vor ein paar Jahren? Es tut mir leid. Ich bitte dich um Vergebung und ich vergebe dir.“ Tom sagte. „Natürlich!“ Sie gaben sich die Hand und unterhielten sich noch ein paar Minuten. Und als Tom gehen wollte und schon fast zur Tür hinaus war, rief Bill ihm nach: „Wenn ich wieder gesund werde, ist das alles ungültig!“ Das ist nicht die Art Vergebung, die wir praktizieren.

Ich glaube, Unversöhnlichkeit ist das größte Hindernis für unseren Glauben, den es gibt. Ich denke, in unserem Gebetsleben und geistlichem Wachstum könnte Erstaunliches geschehen, wenn wir aufräumen und unsere Verbitterung und Unversöhnlichkeit ausräumen würden.
„Point Man International“ ist eine Organisation, die sich um Vietnamveteranen kümmert. Chuck Dean, der internationale Direktor und selbst Veteran, erzählt, wie er vor Jahren einmal vor 200 Veteranen ein Seminar zu Aggressionsbewältigung hielt. Diese Männer hatten alle Probleme. Es fiel ihnen schwer, sich wieder in die Gesellschaft einzufinden, und sie kämpften noch mit Dingen, die sie in Vietnam erlebt hatten. Und während er über Aggressionsbewältigung sprach – so erzählt er –, tat er etwas Undenkbares: Er erwähnte eine bestimmte Person.
Wer von Ihnen in meinem Alter ist, wird sich gut daran erinnern. Wir verloren knapp 60.000 junge Männer im Vietnamkrieg. Sie opferten ihr Leben. Und ein bestimmter Hollywoodstar wurde zur Aushängefigur gegen den Krieg. Aber diese Person ging so weit in ihrem Protest, dass viele bis heute das Gefühl haben, diese Person habe unser Land verraten. Sie sprach sich nicht nur gegen den Krieg aus, sondern ausdrücklich auch gegen unsere Armee, und tat einiges, das einfach unerhört war. Es entehrte nicht nur diejenigen, die ihr Leben gegeben und Opfer gebracht und gekämpft hatten. Es unterlief auch bestimmte Dinge in diesem Land.
Chuck erwähnte also diese Person und sagte zu den Veteranen: „Ihr müsst dieser Person vergeben.“ Die Zuhörer wurden unruhig. Manche schauten sich nach dem Ausgang um. Er sagte: „Manche schauten mich an, als würden sie mich am liebsten nach draußen schleifen und verprügeln. Aber dann bat ich, ihnen meine Geschichte erzählen zu dürfen.“ Er erklärte: „Ich war wütend auf diese Person und so verbittert über sie wie ihr. Aber Gott begann an mir zu arbeiten. Meine Bitterkeit wirkte sich sehr negativ auf meine Beziehung zu Gott aus. Und ich hatte mich auf sehr ungesunde Weise an diese Person gebunden. Solange ich ihr nicht vergab, blieb ich an sie gebunden. Aber das wollte ich nicht mehr. Also entschied ich mich, ihr zu vergeben – und ich erlebte große Freiheit.“
Dann fragte er seine Zuhörer: „Wie viele von euch wollen nicht mehr an diese Person gebunden sein?“ Und jede Hand im Raum schoss nach oben. Dann führte er die Männer in ein Gebet der Vergebung. Als das Gebet endete, hörte er, wie die Hintertür aufging, und schaute hoch. Ein großer Mann im Rollstuhl, ein ehemaliger Marine, verließ den Raum. Er hieß Rob und war erst seit etwa einem Monat Christ. Ein großer, kampferfahrener Marine – bis er von einer Kugel in die Wirbelsäule getroffen wurde. Nun saß er im Rollstuhl und konnte aufgrund seiner Kriegsverletzung seit 20 Jahren nicht mehr laufen.
Und Chuck dachte: „Entweder holt er jetzt eine Waffe, kommt zurück und erschießt mich oder er ist einfach so aufgebracht von dem, was ich gesagt habe, dass er es nicht ertragen konnte. Das kann ich auch nicht ändern.“ Das Treffen lief noch 30 oder 45 Minuten weiter. Chuck erzählte: „Anschließend blieb ich noch etwa eine Stunde, um mit einigen Männern zu reden. Und während ich mit einigen der Veteranen im Flur stand, ging plötzlich die Hintertür wieder auf und Rob kam herein – aber ohne Rollstuhl. Er kam auf seinen eigenen beiden Beinen gelaufen! Wir rannten zu ihm hin und fragten, was passiert sei, und er antwortete: ‚Ich habe erkannt, dass ich innerlich sehr verbittert gegen diese Person war und ich habe das Gebet mitgebetet. Da fingen meine Beine an zu kribbeln und das machte mir Angst. Also verschwand ich und fuhr ich ins Veteranen-Krankenhaus. Dort haben sie mich gründlich untersucht und festgestellt, dass das Gefühl in meinen Beinen komplett zurückgekommen war. Ich stand aus dem Rollstuhl auf, ließ ihn im Krankenhaus stehen und kam direkt wieder hierher.“
Es war interessant. Chuck bat Rob immer wieder, an vielen Orten und zu vielen Gelegenheiten, seine Geschichte zu erzählen, und er musste Rob mehrmals daran erinnern, den Teil von seiner Heilung nicht zu vergessen. Denn für Rob war das nicht so wichtig. Er sagte: „Die Hauptsache war, dass mein Glaube an Gott, meine Beziehung mit Gott plötzlich explodierte. Es passierte etwas Bedeutendes mit mir, als ich die Verbitterung losließ. Die Heilung war nur ein Nebenprodukt davon.“
Liebe Freunde, Vergebung ist der richtige Weg. Das heißt nicht, dass Ihr oder mein Schmerz nicht echt ist. Es leugnet auch nicht die entsetzlichen Erfahrungen oder verharmlost sie. Ich weiß, dass manchen hier genau die Menschen Gewalt angetan haben, die sie hätten beschützen sollen. Manche Menschen haben unsägliche Dinge erlebt. Manche wurden von denen betrogen, die ihnen am nächsten standen und denen sie am meisten vertrauten. Ich weiß, dass Wunden sehr, sehr tief gehen können. Aber Gottes Gnade reicht tiefer.
Gottes Liebe ist durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen, und wir können uns dazu entscheiden, diejenigen loszulassen, die uns Unrecht getan haben. Das heißt nicht, dass wir ihnen vertrauen. Vertrauen muss man sich immer verdienen. Es gibt einen Unterschied zwischen Vertrauen und Vergebung. Vergebung ist ein Geschenk; andernfalls ist es keine Vergebung. Wenn man es sich verdienen muss, ist es kein Geschenk. Vertrauen muss man sich immer verdienen. Aber zu unserem eigenen Wohl müssen wir vergeben.

Jesus lehrt uns also, Glauben an Gott zu haben. Und Glaube an Gott wirkt sich im Reden aus, wenn Herz und Mund übereinstimmen. Er wirkt sich im Beten aus, wenn wir glauben, dass wir empfangen werden und dass Gott es uns gewährt hat, wenn wir beten. Und wenn wir beten, müssen wir vergeben.
Gehen wir noch einmal kurz zurück. Das Wort „Vergebung“, das griechische Wort dafür bedeutet „freilassen“ und „wegschicken“. Es erinnert an eines der Bilder, eine der Vorschattungen im Alten Testament. Es gibt in der Bibel etwas, das man „Sündenbock“ nennt. Dieser Begriff, den wir in unserer Kultur kennen, stammt aus der Bibel. Unter dem alten Bund nahm der Hohepriester eine Ziege, die zum Sündenbock bestimmt wurde. Der Priester legte die Hände auf den Kopf des Ziegenbocks und legte ihm symbolisch die Sünde des Volkes auf. Dann wurde der Bock in unbewohntes Land weggejagt und freigelassen.
Es ist ein Bild, das uns zeigt, was Jesus für uns getan hat, als er auf Golgatha am Kreuz hing. Er wurde unser Stellvertreter. Im Grunde legte der Vater seine Hände Jesus auf den Kopf und legte ihm meine Sünden auf. Er sprach unsere Rebellion, alle unsere Fehler in Taten, Worten und Gedanken, Jesus zu. Und Jesus nahm diese Sünde weg. So weit, wie der Osten vom Westen entfernt, hat er unsere Übertretungen von uns entfernt.

Wir haben beim Glauben an Gott angefangen. Es geht um Beziehung. In Johannes 17,3 sagt Jesus: „Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“
Im Kern des christlichen Glaubens steht eine Beziehung. Es geht darum, dass wir Gott und seinen Sohn Jesus Christus kennen, mit ihm reden und leben. Und das gilt jedem, der hier ist: Ganz gleich, was Sie getan haben, das Sie nicht hätten tun sollen, oder was Sie nicht getan haben, das Sie hätten tun sollen, oder was Sie versprochen und nicht gehalten haben – es gibt nichts, weswegen Gott Sie wegschicken wird, wenn Sie sich entscheiden, heute zu ihm zu kommen. Sie können einen Neuanfang haben. Dieser Neuanfang ist so radikal, dass der Apostel Paulus sagte, es ist eine neue Schöpfung. Er ist so radikal, dass Jesus ihn „von Neuem geboren werden“ nannte. Die Errettung wirkt von innen nach außen. Jesus hat bereits für unsere Sünde bezahlt. Es geht nur darum, dass wir im Glauben sein Opfer annehmen und ihn in unser Leben einladen.

Bitte schließen Sie einen Moment die Augen und falten Sie die Hände. Ich möchte ein einfaches Gebet mit Ihnen beten.
Es gibt einen Gott im Himmel, der den Hunger in Ihrem Herzen sieht, und er hat Sie heute hierher und bis zu diesem Augenblick gebracht. Ich spreche als sein Botschafter. Möchten Sie heute Ihr Leben ganz für Jesus öffnen? Diese Entscheidung ist so wichtig, dass Sie sie nicht verschieben sollten.

Ich möchte mit Ihnen beten. Beten wir alle von Herzen mit. Und wenn Sie gerade irgendwo im Land oder auf der Welt zuschauen, können Sie auch mitbeten. Gott ist bei Ihnen im Hotelzimmer, im Wohnzimmer oder in der Küche. Selbst wenn Sie in einer Kneipe zuschauen, ist Gott da. Seien Sie mutig und gehen Sie den Schritt. Sie wissen, dass die Entscheidung dran ist. Beten wir. Sagen Sie einfach:
„Gott, ich komme zu dir. Danke, dass du deinen Sohn Jesus geschickt hast. Ich glaube, dass er ein sündloses Leben führte, aber für meine Sünden geopfert wurde. Danke, Jesus, dass du mich so sehr geliebt hast, dass du an meiner Stelle gestorben bist und die Strafe für meine Sünde getragen hast. Ich glaube, dass du von den Toten auferstanden bist. Und ich lade dich in mein Leben ein. Sei mein Herr und Retter. Ich bete in deinem Namen. Amen.“

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