Gedanken über Gott – von A bis Z 1/2

Hast du dich auch schon mal gefragt, wie Gott eigentlich ist? Und wolltest du schon immer mal wissen, was er über dich denkt und was ihm besonders wichtig ist?

In dieser Predigt beschreibt Bayless Conley dir die Eigenschaften Gottes anhand des Alphabets von A-Z.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Was würden Sie von einer Predigt halten, die 26 verschiedene Gedanken über Gott enthält, von denen jeder mit einem Buchstaben unseres Alphabets beginnt? Ich bin das Alphabet von A bis Z durchgegangen und jeder Buchstabe steht für einen Gedanken über Gott. Vermutlich werden Sie einige von ihnen ein wenig provokativ, andere hingegen ziemlich lustig finden. Aber bei sechsundzwanzig Gedanken glaube ich, dass Sie etwas aus dieser Predigt mitnehmen werden. Und wenn nicht, ist es nicht meine Schuld. Ich habe es versucht! Es wäre Ihre eigene Schuld, wenn Sie nichts daraus mitnehmen. Nehmen Sie Papier, einen Stift und Ihre Bibel zur Hand. Das Gute an dieser Predigt ist, dass Sie immer wissen, wie weit wir schon sind. Zumindest, wenn Sie das Alphabet kennen. Wir werden auf jeden Fall Spaß dabei haben und ich bin sicher, die Predigt wird Sie ermutigen. Sehen wir uns also zusammen Gottes Wort an.

Ich möchte heute einige meiner persönlichen Gedanken über Gott mit Ihnen teilen. Ich dachte, wir machen das anhand des Alphabets. Wenn Sie das Alphabet beherrschen, werden Sie also immer wissen, wie weit wir schon gekommen sind. Okay? Manche Buchstaben werden ein wenig mehr Zeit in Anspruch nehmen, andere weniger. Aber ich dachte, das wäre mal eine nette Abwechslung. Gut, fangen wir an. Das A steht für Assekuranz, die Gewissheit. In 1. Thessalonicher 1:5 heißt es:

1. Thessalonicher 1:5
„… denn unser Evangelium erging an euch nicht im Wort allein, sondern auch in Kraft und im Heiligen Geist und in großer Gewissheit; ihr wisst ja, als was für Leute wir um euretwillen unter euch auftraten.“

Paulus sagte, als das Evangelium kam, kam es in Kraft und im Heiligen Geist und in großer Gewissheit. Er gibt uns äußere Gewissheit und er gibt uns innere Gewissheit. In 1. Johannes heißt es, der Heilige Geist bezeugt die Wahrheit in unserem Inneren. Wer gerettet ist, trägt das Zeugnis in sich. Im Römerbrief lesen wir, dass der Geist zusammen mit unserem Geist bezeugt, dass wir Kinder Gottes sind. Dabei muss ich an mein eigenes Leben denken. Manche von Ihnen werden das verstehen.

Zu der Zeit, als ich über die Grundsätze des Evangeliums nachdachte, steckte ich emotional und geistlich im größten Kampf meines Lebens. Ich hatte mir so vieles andere angesehen und so vieles ausprobiert. Und dann traf ich diese Christen und mit dem, was sie mir über Jesus erzählten, berührten sie mein Herz. Aber ich hatte so viele Fragen! Und es gab Dinge, die ich nicht wiedergutmachen konnte. Ich quälte mich wirklich herum. Eines Abends war ich bei Freunden. Sie wohnten an einer verlassenen Straße weit oben in den Bergen. Mitten in der Nacht ging ich hinaus, legte mich auf die Motorhaube meines Trucks und betete. Ich sagte: „Gott, wenn das Evangelium wahr ist, wenn Jesus Dein Sohn ist und es Erlösung gibt, was ist dann damit?“ Und ich stellte ihm einige Fragen, ich schrie sie Ihm regelrecht entgegen, aber ich bekam keine Antwort. Da begann ich zu weinen. Irgendwann wischte ich mir die Tränen ab und rutschte von meinem Truck. Ich war entmutigt und verwirrt. Und am nächsten Tag sprach Gott zu mir. Ich hörte Ihn in meinem Herzen. Er sagte, ich solle zum Haus des Jungen gehen, der mir sein Zeugnis gegeben hatte. Als ich dort ankam, wollten sie gerade zu einer kleinen Kirche in der nächsten Stadt aufbrechen. Da sprach Gott ein zweites Mal zu mir. Ich hörte Ihn ganz klar und deutlich in meinem Inneren und ich wusste intuitiv, dass es Gott war. Ich war damals in den Zwanzigern. Er sagte: „Ich möchte, dass du sie begleitest.” Erst widersprach ich Ihm innerlich, aber dann sagte ich: „Gott, ich mache Dir einen Vorschlag. Wenn sie mich fragen, gehe ich mit.“ Einen Moment später drehte sich die Frau, Ramona, zu mir um und fragte: „Bay, begleitest du uns?“ Ich sagte: „Okay.“ In der kleinen Straßenmission hatten sich viele  Alkoholiker, Obdachlose und Drogenabhängige eingefunden. Ich war praktisch zu Hause. Ich saß in der ersten Reihe vor einem riesigen Holzpult, an dem ein paar Leute ihr Zeugnis geben sollten. Ich hatte keine Ahnung, was das bedeutete. Ich ging damals nicht in die Kirche. Da stand eine Frau auf und trat hinter das Rednerpult. Sie war so klein, dass sie fast dahinter verschwand. Sie zitierte fast Wort für Wort die erste Frage, die ich Gott in der Nacht zuvor auf der Motorhaube meines Trucks gestellt hatte und gab dann die Antwort aus der Bibel darauf. Nach ihr stand eine andere Person auf, zitierte meine zweite Frage und gab ebenfalls die Antwort aus der Bibel darauf. Und so wurde jede Einzelne meiner Fragen zitiert und anhand der Bibel beantwortet. Ich saß in der ersten Reihe und schluchzte und schluchzte. Es war alles wahr. Jetzt hatte ich Gewissheit.

Was immer Sie brauchen – Gott wird es Ihnen geben. Manchmal brauchen wir nicht, was wir zu brauchen glauben. Aber Gott wusste, was ich brauchte. Ich weiß noch, wie ich als Einziger an diesem Abend nach vorn ging und mein Herz Jesus gab. Und da war dieser Bär von einem Mann mit einem großen Bart. Er hieß Andy Green. Ich sank an seine Brust und er hielt mich, während ich schluchzte und schluchzte. – Ich bekam kürzlich die Nachricht, dass Andy in den Himmel gegangen ist. Er ist mir also ein Stück voraus, aber er hat mein Leben wirklich beeinflusst. Wenn das Evangelium kommt, kommt es in Kraft und der Heilige Geist gibt uns Gewissheit. Manchmal ist es eine äußere Gewissheit, manchmal eine innere. Wir wissen es einfach. Gott ist ein Gott der Gewissheit. Und wenn Sie einmal eine Erfahrung mit Gott gemacht haben, können menschliche Argumente Sie nicht mehr beeindrucken. Gut, zweitens, B: Gott ist barmherzig.

Psalm 86:15
„Du aber, Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott, langsam zum Zorn und groß an Gnade und Wahrheit.“

Er ist großzügig zu allen, die sich auf Ihn berufen. Gott ist barmherzig. Er ist freundlich und gut.

Als Teenager arbeitete ich in einer Firma. Ich sage den Namen jetzt nicht, falls es sie noch gibt. Sie stellten Neonschriften für Fußgängerüberwege her, also „Gehen“ und „Stehen“. Dafür gab es Farben, die bundesgelb, mondgrün und so ähnlich hießen. Ich arbeitete am Fließband. Acht Stunden am Tag schraubte ich mit einem Schraubendreher Teile zusammen. Wir durften uns den ganzen Tag nicht hinsetzen. Damals konnte man das noch machen. Der Besitzer, der die Firma aus dem Nichts aufgebaut hatte, war ein ziemlich grausamer Kerl. Wenn er hereinkam und jemanden dabei erwischte, dass er sich in der achtstündigen Schicht hingesetzt hatte, wurde er auf der Stelle gefeuert. Wir hatten alle Angst vor ihm. Und wenn sich jemand hingesetzt hatte und der Chef kam, versuchten wir immer, unseren Kollegen rechtzeitig zu warnen, weil er sonst seinen Job verloren hätte. Gegen halb vier am Nachmittag pulsierten unsere Beine wie wild, aber wir durften uns nicht hinsetzen. Aber Gott ist kein grausamer Zuchtmeister, der ständig über Ihnen schwebt und nur darauf wartet, Ihnen ins Genick zu springen, wenn Sie etwas falsch machen. Er ist barmherzig, freundlich, gütig und geduldig – Er ist einfach wunderbar!

Gut, C. Ich will Ihnen etwas sagen, das Gott nicht kann. C steht für chancenlos. Gott hat keine Chance zu lügen, weil Er es nicht kann. Gott kann also nicht alles. Es gibt auch Dinge, die Er nicht kann. In Hebräer 6:18 heißt es, Gott ist es unmöglich zu lügen.

Es ist interessant, in welchem Zusammenhang das hier steht. Hier geht es um unsere Hoffnung auf den Himmel und die Ewigkeit mit Gott. Und es ist die Rede von Jesus als unserem Vorläufer, der uns in das Innere des Vorhangs vorausgegangen ist und dass Gott uns durch alles, was passiert ist, die Verheißung des Himmels und der Ewigkeit mit Ihm gegeben hat. Das Wort Vorläufer stammt ursprünglich aus der Schifffahrt. Wenn gerade Ebbe herrschte, konnte ein Schiff nicht in den Hafen einlaufen. Selbst wenn ein Sturm tobte, mussten sie warten, bis der Wasserstand wieder hoch genug war, um das Schiff über die Riffs zu tragen. In solchen Fällen schickten sie einen Vorläufer an Land. Sie luden den Anker des Schiffs mit einem langen Seil daran in ein kleineres Boot und ein paar Männer ruderten damit in den sicheren Hafen. Dort warfen sie den Anker aus. Und auch wenn nun die Dunkelheit hereinbrach oder das Schiff in einem Sturm hin- und hergeworfen wurde, wussten sie, dass sie es an dem Seil in den sicheren Hafen ziehen konnten, sobald die Flut kam. Und Jesus ist uns in den Himmel vorausgegangen. Die geistliche Flut steigt und es wird nicht mehr lange dauern, bis auch wir hineingezogen werden und den Gott sehen, der uns erlöst hat und in Seine Augen blicken, die flüssiger Liebe gleichen. Gott hat weder im Hinblick auf den Himmel noch auf irgendetwas anderes gelogen.

Das D steht für Defensive. Er ist unser Verteidiger gegen den Feind und gegen die Katastrophen des Lebens. In Psalm 59:17-18 heißt es: „Ich aber will singen von deiner Stärke und am Morgen jubelnd preisen deine Gnade; denn du bist mir eine Festung gewesen und eine Zuflucht am Tag meiner Not. Meine Stärke, dir will ich spielen; denn Gott ist meine Festung, der Gott meiner Gnade.“ In Psalm 140:8 sagt König David über Gott: „… du schützt mein Haupt am Tag der Schlacht!“

Steckt von Ihnen gerade jemand in einer Schlacht? Ein kleiner Konflikt in einem Bereich Ihres Lebens? Nun, wissen Sie was? Gott ist Ihr hoher Turm, Ihr Verteidiger und Er wird am Tag der Schlacht Ihr Haupt schützen. Er hat Sie nicht vergessen. Er wird Sie unter Seinem Flügel beschützen. Unter Seinen Flügeln finden Sie Zuflucht; Ihm können Sie vertrauen.

Mir gefällt Psalm 91: „Tausend fallen an deiner Seite, Zehntausend an deiner Rechten – dich erreicht es nicht. Nur schaust du es mit deinen Augen, und du siehst die Vergeltung an den Gottlosen.“ Wir haben einen Gott, der uns verteidigt.

Mag jemand von Ihnen Videospiele? Kennen Sie die Asteroids noch? Das sind die einzigen Spiele, die ich je gespielt habe. Die neuen spiele ich nicht, weil ich so schlecht darin bin. Sogar als unsere Kinder noch ganz klein waren, haben sie mich jedes Mal abgezogen. Und bevor ich mich schlagen lasse, spiele ich nicht. Das wird Ihnen etwas über mich verraten. Aber früher mochte ich Asteroids. Und kurz nach Asteroids kam eines heraus, das Defender hieß. Manche von Ihnen erinnern sich noch daran. Ein paar ältere Leute hier neben mir. Nun, wissen Sie was? Gott ist unser Verteidiger und Er wird Sie verteidigen. Er wird Ihren Fall übernehmen.

Gut, E steht für Empfang. Gott ist auf Empfang für unsere Gebete. Er neigt uns sein Ohr zu. In

  1. Petrus 3:12 heißt es: „… die Augen des Herrn sind gerichtet auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Flehen.“ Jesus hat es uns wirklich einfach gemacht. Er sagte: „Bittet, und euch wird gegeben werden.“ Das lässt sich kaum kompliziert machen oder falsch verstehen. Er meinte genau das, was Er sagte. Jeder, der bittet, empfängt; jedem, der klopft, wird aufgetan; wer sucht, wird finden und wer bittet, dem wird gegeben.Ich habe diese Geschichte schon oft erzählt, aber als unser ältester Sohn Harrison noch ziemlich klein war – ich glaube, er war nicht viel kleiner als sein Sohn Asher heute – fuhren wir einmal für ein paar Tage nach San Diego. Er war damals total begeistert von Cowboys und ist es auch heute noch. Auf der Rückfahrt saß er hinten im Auto in seinem Kindersitz und sagte: „Ich will ein braunes Pferd sehen.“ Wir sagten: „Sohn, wir sind auf der Autobahn. Da sind keine braunen Pferde.“ Er sagte: „Ich will ein braunes Pferd sehen.“ Da schlugen wir ihm vor: „Dann solltest du vielleicht dafür beten.“ Und ich werde nie vergessen, wie er sagte: „Vater, schick mir ein braunes Pferd, in Jesu Namen, Amen.“ Ich sah Janet an und sie sah mich an. „Ist er nicht süß?“ Da kamen wir an einer Marlboro-Werbung vorbei, wo ein Cowboy auf einem Pferd saß. Ich sagte: „Sieh, Harrison! Ein braunes Pferd!“ Er sagte: „Nein. Ich will ein echtes Pferd.“ Ich glaubte nicht daran, dass dieses Kind ein Pferd zu sehen bekäme. Schließlich wurden Janet und ich hungrig und als wir den nächsten McDonald’s sahen, fuhren wir von der Autobahn ab auf den Parkplatz. Dort waren drei Pferde angebunden und das in der Mitte war, wie Sie sicher schon vermutet haben, braun. Ich sagte: „Gott, vergib mir meinen Unglauben.“ Wir haben einen Gott, der Gebete hört.Kommen wir zum F. Er steht fest wie ein Fels. Er bleibt Seinem Wesen und Seinem Wort stets treu. In 2. Timotheus 2:13 heißt es:2. Timotheus 2:13
    „… wenn wir untreu sind – er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.“Er ist Seinem Wesen und Seinem Wort treu. Der folgende Spruch mag sich ein wenig klischeehaft anhören, aber deshalb ist er nicht weniger wahr: „Gott ist gut allezeit und allezeit ist Gott gut.“ Das ist wahr. Er verändert sich nicht. Nicht die kleinste Kleinigkeit ändert sich an Ihm. Er hält Sein Wort. Sie können sich darauf verlassen. Und auch Sein Wesen ist immer dasselbe.

    Hören Sie: Manche Menschen sagen, dass bestimmte Dinge vorüber sind und Gott sie heute nicht mehr tut. Manche behaupten, Gott würde heute nicht mehr heilen, weil das einer bestimmten Menge von Menschen oder einer bestimmten Zeit vorbehalten gewesen sei. Aber Gottes Wesen kennt keine Grenzen. Er ist ein Heiler. Das offenbart uns auch einer Seiner zusammengesetzten Namen. Jedes Mal, wenn Gott einen Satz mit „Ich bin“ beginnt, spricht Er über Sein Wesen. Und Er sagte: „Ich bin Jahwe Rapha.“ In 2. Mose 15, Vers 26 lesen wir: „Ich bin der Herr, der heilt. Ich bin der Herr, dein Arzt.“ Das offenbart Sein Wesen. Und das hat nichts mit bestimmten Zeitspannen oder auserwählten Gruppen zu tun. Gottes Wesen ist Gesundheit und Ganzheit und Er ist Seinem Wort und Seinem Wesen immer treu. Gott und der Teufel werden nie die Rollen tauschen. Der Teufel ist immer schlecht; Gott ist immer gut.

    Das G steht für Gnade. Gnade sind die Wohltaten, die wir von Gott bekommen können, weil Jesus unsere Sünden auf sich nahm und für uns den Opfertod am Kreuz starb. Ich glaube, das ist eine gute Definition für die Gnade Gottes. Jesus hat für alles bezahlt. Das lässt sich so erklären: Nehmen wir einmal an, ein Mann hat einen herausragenden Charakter und wunderbare Wertvorstellungen. Er ist sehr erfolgreich und häuft ein Vermögen an. Dann verliebt er sich in ein Mädchen, sie heiraten und jetzt ist sie sagenhaft reich. All das hat er durch seinen herausragenden Charakter erreicht. Und was tat sie? Sie heiratete nur. Wissen Sie was? Es war der Charakter von Jesus, der Ihn die Sünde überwinden ließ. Er hat am Kreuz unsere Erlösung erwirkt. Er hat alles für uns getan! Und Er verliebte sich. Wir haben nichts dazu beigetragen. Wir haben nur geheiratet. Und jetzt gehört all dieser Reichtum uns. Und die Bibel sagt – wir sehen uns das kurz an – das steht in Römer, Kapitel 5. Hier lesen wir, wie Gott alles geplant hat. Die Verse 1 und 2 lauten:

    Römer 5:1-2
    „Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erhalten haben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns aufgrund der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.“

    Haben Sie das gesehen? Durch Glauben haben wir Zugang zu der Gnade Gottes. Glaube ist die Hand, die sich danach ausstreckt, was Gottes Hand uns bereitwillig gibt. Es ist nicht unser Glaube, der Gott dazu anregt, irgendetwas zu tun. So handelt Gott nicht. Glaube streckt sich aus und nimmt das an, was Gott bereits getan hat. Der Glaube gewährt uns Zugang zur Gnade Gottes.

    Gut, H steht für Hilfe. In Zeiten der Not ist Gott direkt an unserer Seite, um uns zu helfen. Er will Ihnen helfen.

    Hebräer 4:16
    „Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe!“

    In Psalm 46:2 heißt es, Gott ist als Beistand in Nöten reichlich gefunden. Steckt jemand von Ihnen gerade in Schwierigkeiten? Nun, Gott bietet uns Seine Hilfe an und wir können mutig vor den Thron der Gnade treten und die Barmherzigkeit und Gnade empfangen, die wir brauchen. Er kommt immer zur rechten Zeit. Vielleicht denken Sie: „Aber dann muss es noch vor dem Ende des Gottesdienstes passieren.“ Seine Gnade hilft Ihnen. Und ich sage Ihnen ganz offen: Ich glaube nicht, dass Sie heute zufällig zuhören. Auch wenn Sie es ursprünglich gar nicht vorhatten, ist das kein Zufall. Es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt. Er liebt Sie mehr als Sie es sich vorstellen können und Er will Ihnen in Ihren Kämpfen helfen. Sie sind nicht allein. Er will Ihnen helfen.

    Das führt uns zum nächsten Buchstaben. Das I steht für involviert. Gott ist nicht nur ein Zuschauer im Drama des Lebens. Er nimmt an allem Anteil. Ich mache Ihnen ein Geständnis. In meinem Alter kennt man Defender und Dick Cavett… sind heute Trekkies mit dabei? O ja, gut. Meine Kinder halten mich für verrückt, weil ich Star Trek mag. Sie erfahren immer wieder etwas Neues über Ihren Pastor. Also, Trekkies, Sie kennen den obersten Grundsatz, stimmts? Wenn Sie in eine neue Welt kommen, können Sie nur beobachten, aber nichts tun. Sie können ihnen keine technischen Hilfsmittel geben, Sie können nichts für sie tun. Sie bleiben anonym und beobachten sie, bis sie sich so weit entwickeln, dass sie erwachsen genug sind, um ein Teil des Bündnisses der Planeten zu werden. Nun, wissen Sie was? Gottes oberster Grundsatz lautet nicht: „Ich beobachte nur. Ich weiß, dass sie dann zum dritten Mal untergehen, aber ich kann den obersten Grundsatz nicht verletzen. Tut mir leid!“ Nein, Gott will an unserem Leben teilhaben.

    In 1. Mose 16 finden wir die Geschichte von Hagar, einem Mädchen, das in Umstände gerät, die sie nicht mehr kontrollieren kann. Die Frau, für die sie arbeitet, Abrahams Frau Sarah, kann nicht schwanger werden und so ging Sarah zu Abraham und sagte: „Ich habe eine Idee. Meine junge Dienerin Hagar soll als Ersatzmutter fungieren. Warum zeugst du nicht ein Kind mit ihr, dessen Mutter ich dann werde?“ Wir lesen nirgends, dass Abraham sich dagegen wehrte. Er machte einfach mit. Hagar wird also schwanger, aber sie entwickelt eine ziemlich schlechte Einstellung, weshalb Sarah recht hart mit ihr umgeht. Hagar denkt verletzt: „Hey, das war nicht meine Idee!“ Bekümmert läuft sie in die Wüste hinaus. Dort begegnet sie einem Engel Gottes, der mit ihr spricht und ihr Trost spendet. Dann gibt er ihr ein prophetisches Wort über das Kind, das in ihrem Bauch wächst. Und wie reagiert sie darauf? Sie ruft Gott an und gibt ihm einen Namen. Sie sagt: „Du bist der Gott, der sieht. Du weißt, was vor sich geht und nimmst Anteil daran. Du bist nicht nur ein distanziertes Wesen, das gelegentlich einen prüfenden Blick auf mich richtet. Du siehst mich. Du hilfst mir.“ Und Gott sieht auch Sie und Er will in Ihr Leben involviert sein. Das erkennen wir schon allein daran, dass Er uns Jesus sandte.

    Das J steht für Jubel. Gott ist nicht melancholisch oder deprimiert. Er ist voller Freude.

    Zefanja 3:17
    „Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er freut sich über dich in Fröhlichkeit, er schweigt in seiner Liebe, er jauchzt über dich mit Jubel.“

    Gott freut sich über uns. Sollte ich Gott beschreiben, würde ich sagen: Er ist überschwänglich, enthusiastisch, lebendig, elektrisierend, charismatisch, überfließend und alles andere als langweilig. Gott ist voller Freude und Jubel. Und wenn Sie Christ sind, wenn Sie Ihr Leben Christus gegeben haben, sollten auch Sie nicht langweilig sein. Lassen Sie sich Ihre Freude nicht nehmen wie ich. Eines Tages wird es das alles wert sein, aber bis dahin sind wir nur langweilig und tot. Sie gehen in die Gemeinde und es ist langweilig und tot. Nein, so sollte das nicht sein, Freunde. Die Bibel sagt: „Glücklich das Volk, dessen Gott der Herr ist!“

    Vielleicht fragen Sie sich, wo die zweite Hälfte des Alphabets geblieben ist. Leider haben wir für unsere Sendung hier nur dreißig Minuten Zeit, deshalb gibt es eine Fortsetzung. Schalten Sie doch nächste Woche wieder ein und erfahren Sie, was uns der Rest des Alphabets über Gott verrät. Jedenfalls glaube ich nicht, dass es Zufall ist, dass Sie mir heute zusehen. Es gibt einen Gott im Himmel, der weiß, wer Sie sind und der Sie unendlich liebt. Vielleicht haben Sie Ihm noch nie Ihr Herz geöffnet und vielleicht haben Sie gerade eine große Not in Ihrem Leben. Vielleicht fühlt es sich an, als würde alles auseinanderbrechen. Dann müssen Sie wissen, dass Er Ihnen helfen will. Sie liegen Ihm am Herzen und ich glaube, Er würde alles tun, nur um Sie wissen zu lassen, dass Sie Ihm wichtig sind. Im Namen Seines Sohnes Jesus, Er wird Sie nicht enttäuschen. Gott segne Sie.

     

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