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Für dich nur das Beste – bedeutende Gebete der Bibel 3/8

Gebet ist Gespräch mit Gott. Es bedeutet Reden und Zuhören. Und ebenso, wie wir bei jeder Form des Redens daran arbeiten sollten, unser gemeinsames Gespräch zu verbessern, so sollten wir es auch bei unseren Gebeten tun.

In dieser sechsteiligen Serie zeigt Bayless Conley dir anhand einiger der eindrucksvollsten Gebete in der Bibel, wie du in deinem Gespräch mit Gott Fortschritte machen kannst. Du wirst lernen, wie du Gottes Herz berühren und Gebete sprechen kannst, die zu Ergebnissen führen. Und du wirst erfahren, wie du durch Gebet Zugang zu deinem himmlischen Erbe erhalten kannst.

Entdecke, was Gebet alles in deinem Leben bewirken kann!

Dies ist der dritte Teil einer Predigtreihe, den vierten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Hallo Freunde! Wir sind mitten in einer Serie mit dem Titel „Für dich nur das Beste - bedeutende Gebete der Bibel“. Wir beschäftigen uns mit Gebeten von Personen aus der Bibel. Gebete aus Krankheitszeiten, aus Krisenzeiten, wenn sie gesündigt hatten oder Wegweisung brauchten. Und wir haben schon viel aus diesen Gebeten gelernt. Manche sind kurz und intensiv und andere sind länger und wortreich. Aber in allen stecken Wahrheiten, die uns selbst beim Beten helfen können. Am besten nehmen Sie Ihre Bibel zur Hand und dann schauen wir uns die Gebete gemeinsam an! Bitte schlagen Sie Ihre Bibel auf, und zwar 2.Mose 32. In den vorangegangenen Kapiteln sehen wir Mose auf dem Berg Sinai, wo er Gott begegnete, und Gott schrieb die Zehn Gebote eigenhändig auf zwei Steintafeln. Er gab Mose die beiden Tafeln, doch plötzlich, mitten in ihrer persönlichen Begegnung, sagt Gott: „Mose, das Volk hat sich schuldig gemacht.“ Währenddessen sagte das Volk Israel am Fuß des Berges zu Aaron, Moses Bruder: „Wir wissen nicht, was mit Mose passiert ist. Er ist auf den Berg gestiegen und nicht mehr zurückgekommen. Du musst uns einen neuen Gott machen. Aaron fühlte sich offenbar unter Druck gesetzt und entgegnete: „In Ordnung, gebt mir alle eure goldenen Ohrringe.“ Und er nahm ihren ganzen Goldschmuck, schmolz ihn ein, goss ein goldenes Kalb daraus und sagte zum Volk: „Schaut her, das ist euer Gott.“ Und sie sagten: „Er ist derjenige, der uns aus Ägypten geführt hat.“ Dann brachten sie Opfer für das Goldene Kalb. Und was später geschieht, ist ziemlich ironisch, denn als Mose schließlich zurückkommt, fragt er: „Aaron, was ist passiert?“ Aaron antwortet: „Das Volk wusste nicht, wo du warst, und sie sagten: Mache uns einen Gott. Also ließ ich sie ihre Ohrringe abnehmen und habe das ganze Gold eingeschmolzen und dabei kam dieses Kalb heraus.“ Genau das sagte Aaron. Und sicher dachte Mose: „Na klar. Genau das ist passiert.“ Aber während Mose mit Gott auf dem Berg ist und Gott ihm sagt, was passiert ist, geschieht etwas ganz Außerordentliches. 2.Mose 32,7: „Da sprach der Herr zu Mose: Geh, steig hinab! Denn dein Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast, hat schändlich gehandelt.“ Offenbar ist Gott gerade dabei, das ganze Volk zu verstoßen. „Sie sind schnell von dem Weg abgewichen, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht, sind vor ihm niedergefallen, haben ihm geopfert und gesagt: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben! Weiter sagte der Herr zu Mose: Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe, es ist ein halsstarriges Volk. Und nun lass mich, damit mein Zorn gegen sie entbrenne und ich sie vernichte, dich aber will ich zu einer großen Nation machen.“ Das ist interessant. Ich meine, Gott verhält sich hier fast menschlich. Er sagt: „Dein Volk, das du aus Ägypten geführt hast, hat Schande über sich gebracht.“ Und dann sagt Gott: „Lass mich in Ruhe.“ Wörtlich: „Versuch nicht, mich aufzuhalten.“ Stellen Sie sich einmal vor, dass Gott das zu einem Menschen sagt! Doch Gott tat es, weil er wusste, dass Mose versuchen würde, Fürbitte für das Volk zu leisten. Er sagt: „Mose, lass mich. Ich will sie vom Erdboden vertilgen. Ich werde mit dir ganz neu anfangen. Du weißt, dass ich das kann. Wenn ich muss, kann ich sogar aus Steinen ein ganzes Volk hervorbringen. Wir fangen einfach ganz von vorn an.“ Lesen wir weiter, 2.Mose 32,11: „Mose jedoch flehte den Herrn, seinen Gott, an und sagte: Wozu, Herr, entbrennt dein Zorn gegen dein Volk, das du mit großer Kraft und starker Hand aus dem Land Ägypten herausgeführt hast? Wozu sollen die Ägypter sagen: In böser Absicht hat er sie herausgeführt, um sie im Gebirge umzubringen und sie von der Fläche des Erdbodens zu vertilgen? Lass ab von der Glut deines Zornes und lass dich das Unheil gereuen, das du über dein Volk bringen willst! Denke an deine Knechte Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und denen du gesagt hast: Ich will eure Nachkommen so zahlreich machen wie die Sterne des Himmels, und dieses ganze Land, von dem ich gesagt habe: Ich werde es euren Nachkommen geben, das werden sie für ewig in Besitz nehmen. Da gereute den Herrn das Unheil, von dem er gesagt hatte, er werde es seinem Volk antun.“ Gott ändert seine Meinung. Mose sagt in Vers 13: „Erinnere dich ...“ und hält Gott seine eigenen Worte vor. Er sagt: „Gott, erinnere dich. Du hast versprochen, dass du den Nachkommen von Abraham, Isaak und Jakob dieses Land geben und sie zu einem großen Volk machen würdest. Du hast ihnen dein Wort gegeben, Gott.“ Ich glaube, das gefällt Gott. In Jesaja 43,26 sagt Gott: „Ermahne mich, damit es mir wieder einfällt, lass uns miteinander rechten, zähle alles auf, damit du Recht behältst!“ Gott wird gern an seine Versprechen erinnert. Es gefällt ihm, wenn wir ihm sein eigenes Wort vorlegen. Und genau das tat Mose hier. Und Gott änderte seine Meinung. Er sagte: „In Ordnung“ und gab nach. Stärker ist die alte Formulierung „es gereute ihn“. Natürlich ist das nicht die gleiche Reue wie bei einem Menschen, der gesündigt hat, so als wäre Gott kurz davor gewesen zu sündigen und Mose hätte ihn davon abgehalten. Es heißt einfach, dass Gott seine Meinung änderte. Also steigt Mose vom Berg herunter. – Haben wir alle das Bild vor Augen? Mose war auf dem Berg und Gott sagte ihm, was das Volk getan hatte. Okay? Und Mose sagt: „Gott, tu es nicht. Du hast das Volk doch befreit. Die Ägypter werden darüber spotten, und du hast doch Abraham ein Versprechen gegeben.“ Und Gott sagt: „In Ordnung, ich werde es nicht tun.“ Mose freut sich: „Wunderbar!“ und steigt vom Berg hinunter. Als er unten ankommt und sieht, was geschehen ist, explodiert er! Nur gut, dass er das nicht mit eigenen Augen sehen musste, denn dann hätte er nie so für das Volk gebetet. Manchmal ist es leichter, für etwas zu beten, wenn man die Situation nicht vor Augen hat und emotional nicht so beteiligt ist. Schauen wir nun, was Mose tat, als er ins Lager der Israeliten kam. Vers 19: „Und es geschah, als Mose sich dem Lager näherte und das Kalb und die Reigentänze sah, da entbrannte der Zorn Moses, und er warf die Tafeln aus seinen Händen und zerschmetterte sie unten am Berg.“ Er zerbrach die Zehn Gebote! Vers 20: „Dann nahm er das Kalb, das sie gemacht hatten, verbrannte es im Feuer und zermalmte es, bis es feiner Staub war, streute es auf die Oberfläche des Wassers und gab es den Söhnen Israel zu trinken.“ Dann sagte er: „In Ordnung. Alle, die für Gott sind, gehen hier hinüber.“ Alle, die das taten, wurden begnadigt. Aber denjenigen, die ihre Rebellion nicht aufgeben wollten, erging es schlecht. Mose sagte zu den Priestern: „Holt eure Schwerter und tötet sie!“ Und sie töteten 3000 Menschen. – Mose kommt also vom Berg, sieht das Desaster und zerbricht die Tafeln mit den Zehn Geboten, die Gott gerade eigenhändig geschrieben hat. Lesen wir weiter ab Vers 30: „Und es geschah am folgenden Tag, da sagte Mose zum Volk: Ihr habt eine große Sünde begangen. Doch jetzt will ich zum Herrn hinaufsteigen, vielleicht kann ich Sühnung für eure Sünde erwirken. Darauf kehrte Mose zum Herrn zurück und sagte: Ach, dieses Volk hat eine große Sünde begangen: Sie haben sich einen Gott aus Gold gemacht. Und nun, wenn du doch ihre Sünde vergeben wolltest! Wenn aber nicht, so lösche mich denn aus deinem Buch, das du geschrieben hast, aus. Der Herr aber sprach zu Mose: Wer gegen mich gesündigt hat, den lösche ich aus meinem Buch aus.“ Dieses Gebet, das Mose betete, zeigt die Größe und Uneigennützigkeit seines Herzens. Er wollte Abbitte für das Volk leisten und bot sich selbst als Stellvertreter an. Er bot sich als Opfer für ihre Sünden an. „Gott, verschone sie und streiche mich aus deinem Buch.“ Aber wissen Sie was? Es war unmöglich. Sein Leben konnte nicht als Opfer für die Sünde dienen, weil Mose, so wie die ganze Menschheit, selbst von Natur aus sündig war. Er war durch die Sünde so wie alle anderen Menschen von Gott getrennt. Sein Blut war durch die Sünde ebenso verunreinigt wie das der ganzen Menschheit. Es gab nur einen, der der Stellvertreter für die ganze Menschheit sein konnte, nur einen, dessen Blut ganz rein war: Gottes Sohn Jesus und er wurde zum Sündopfer. Er wurde vorübergehend aus Gottes Buch gestrichen, als er am Kreuz schrie: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Er, der selbst nie gesündigt hatte, wurde für uns zur Sünde gemacht. Gott goss seinen Zorn über uns und unsere Sünden auf Jesus als Stellvertreter aus, damit wir auf ewig in Gottes Buch des Lebens stehen können. Gott sei Dank dafür! Nach diesem wunderbaren Gebet aus 2.Mose 32 sehen wir Mose im nächsten Kapitel schon wieder, wie er versucht, Gott umzustimmen. Lesen wir ab 2.Mose 33,1: „Und der Herr redete zu Mose: Geh, ziehe von hier hinauf, du und das Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast, in das Land ...“ (Gott ist immer noch sauer, das werden wir gleich sehen) „... von dem ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Deinen Nachkommen will ich es geben!“ Gott greift also die Worte auf, an die Mose ihn vor nicht allzu langer Zeit erinnert hat. Vers 2: „Und ich werde einen Engel vor dir hersenden und die Kanaaniter, Amoriter, Hetiter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben – in ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Denn ich werde nicht in deiner Mitte hinaufziehen – du bist nämlich ein halsstarriges Volk –, damit ich dich nicht auf dem Wege vernichte.“ Okay. Gott sagt: „Mose, geh. Ich schicke einen Engel, aber ich komme nicht selbst.“ Gehen wir weiter zu Vers 9. Mose hatte ein Zelt weit außerhalb des Lagers aufgeschlagen und es „Zelt der Begegnung“ genannt. Wenn Mose in dieses Zelt ging, kam die Wolkensäule auf das Zelt herab – das sichtbare Zeichen für Gottes Gegenwart. Dann trat das ganze Volk aus ihren Zelten und sah zu, während Mose mit Gott sprach. Von einer solchen Begegnung lesen wir ab Vers 9. Schauen wir uns an, was dort geschieht. „Und es geschah jedes Mal, wenn Mose in das Zelt kam, dann stieg die Wolkensäule herab und blieb am Eingang des Zeltes stehen; und der Herr redete mit Mose. Und das ganze Volk sah die Wolkensäule am Eingang des Zeltes stehen. Und das ganze Volk erhob sich und sie warfen sich nieder, jeder am Eingang seines Zeltes. Und der Herr redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet; dann kehrte er, Mose, ins Lager zurück. Sein Diener Josua aber, der Sohn des Nun, ein junger Mann, wich nicht aus dem Innern des Zeltes.“ Wer von Ihnen findet das auch fantastisch? Gott sprach mit Mose, wie ein Mann mit seinem Freund spricht. Und Mose kehrte ins Lager zurück, doch sein Diener Josua, ein junger Mann, blieb dauerhaft im Zelt der Begegnung. Mose hatte eine ganz besondere Beziehung zu Gott, eine Beziehung, die andere Menschen seiner Zeit nicht hatten. Im Neuen Testament, in Römer 5,1, heißt es: „Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“ Weil wir durch den Glauben vor Gott gerechtfertigt oder gerecht gemacht sind, haben wir durch Jesus Christus Frieden mit Gott. Das griechische Wort, das wir als „mit“ übersetzen, bedeutet wörtlich „gegenüber“. Weil wir durch den Glauben gerechtfertigt sind, haben wir durch unseren Herrn Jesus Christus Gott gegenüber Frieden. Durch das, was Jesus getan hat, können wir zuversichtlich vor den Thron der Gnade treten und Hilfe finden, wenn wir in Not sind. Durch das, was Jesus getan hat, können wir eine direkte, vertraute, persönliche Beziehung zu Gott haben. Lesen wir weiter ab Vers 12: „Mose nun sagte zum Herrn: Siehe, du sagst zu mir: Führe dieses Volk hinauf! – aber du hast mich nicht erkennen lassen, wen du mit mir senden willst, wo du doch selbst gesagt hast: Ich kenne dich mit Namen, ja, du hast Gunst gefunden in meinen Augen.“ Das ist Gebet. Natürlich findet hier ein Gespräch statt, aber das ist Gebet. Mose sagt im Prinzip: „Gott, seit wir Ägypten verlassen haben, hat deine Gegenwart uns ständig begleitet. Die Feuersäule bei Nacht, die Wolkensäule bei Tag. Du warst ununterbrochen bei uns. Und jetzt sagst du mir, dass du nicht mehr mitkommst? Weil du Angst hast, dass du wütend wirst und alle tötest? Du willst uns einen Engel mitschicken? Und trotzdem sagst du, ich habe Gnade vor deinen Augen gefunden und du kennst mich mit Namen? Du willst nicht mitkommen, sondern schickst einen Engel?“ Vers 13: „Und nun, wenn ich also Gunst gefunden habe in deinen Augen, dann lass mich doch deine Wege erkennen, so dass ich dich erkenne, damit ich Gunst finde in deinen Augen, und bedenke, dass diese Nation dein Volk ist!“ Achten Sie einmal darauf, wie das Gespräch zwischen Mose und Gott hin, und hergeht. Gott sagt: „Es ist dein Volk. Du hast sie hergebracht. Dein Problem.“ Mose erwidert: „Nein, nein, Gott. Es ist dein Volk.“ Im Grunde erinnert er Gott daran und bittet: „Gott, du musst uns begleiten. Es ist dein Volk. Bisher warst du immer bei ihnen und du warst immer bei mir. Bitte schick keinen Engel als Ersatz.“ Mose bittet Gott und im nächsten Vers sehen wir, dass Gott wieder seine Meinung ändert und zustimmt. Vers 14: „Er antwortete: Mein Angesicht wird mitgehen und dich zur Ruhe bringen. Er aber sagte zu ihm: Wenn dein Angesicht nicht mitgeht, dann führe uns nicht von hier hinauf! Woran soll man denn sonst erkennen, dass ich Gunst gefunden habe in deinen Augen, ich und dein Volk? Nicht daran, dass du mit uns gehst und wir, ich und dein Volk, dadurch vor jedem Volk auf dem Erdboden ausgezeichnet werden?“ „Gott, wenn du nicht mit uns kommst, kannst du unsere Buchung für das verheißene Land gleich streichen. Wenn du raus bist, bin ich auch raus. Das Einzige, was uns von allen anderen Völkern der Welt unterscheidet, ist deine Gegenwart.“ Liebe Freunde, das Einzige, was uns vom Rest der Welt unterscheidet, ist Gottes Gegenwart. Paulus sagt: „Wisst ihr nicht, dass euer Körper der Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt?“ Gottes Gegenwart unterscheidet uns von allen anderen. Wissen Sie, ich habe vor 35 Jahren nicht einfach einen guten Vorsatz zum neuen Jahr gefasst: keine Drogen mehr, so will ich nicht mehr leben, ich muss mein Leben auf die Reihe bekommen. Ich habe mich all die Jahre nicht einfach aus reiner Willenskraft angestrengt, das Richtige zu tun. Das könnte doch jeder. Glauben ist kein Selbsthilfeprogramm, sondern ein Gottes-Gegenwart-Programm. Das Entscheidende in unserem Leben ist seine Gegenwart. Lesen wir ab Vers 17, wie das Gespräch weitergeht: „Der Herr antwortete Mose: Auch diesen Wunsch, den du jetzt ausgesprochen hast, werde ich erfüllen; denn du hast Gunst gefunden in meinen Augen und ich kenne dich mit Namen.“ Das ist eine interessante Aussage. Gott sagt: „Ich werde dir auch diesen Wunsch erfüllen.“ Auch – und was noch? Zusätzlich dazu, dass Gott mit dem Volk ins verheißene Land geht, denn Gott hat bereits in Vers 14 versprochen: „Mein Angesicht wird mitgehen.“ Und jetzt sagt er: „Das andere, worum du mich gebeten hast, Mose, das werde ich auch tun.“ Was war nun Moses anderer Wunsch? Ich denke, das, was ich in den nächsten Minuten sagen werde, ist der wichtigste Teil dieser gesamten Predigt. Es geht um dieses „auch“. Gott sagt: „Ich werde mitkommen. Der Teil ist geregelt, Mose. Und das andere, was du dir gewünscht hast, das werde ich auch tun.“ Mose, was hast du dir denn gewünscht? Schauen wir noch einmal zurück zu Vers 13: „... wenn ich also Gunst gefunden habe in deinen Augen, dann lass mich doch deine Wege erkennen, so dass ich dich erkenne.“ Das war der andere Teil von Moses Bitte: „Gott, zeige mir deine Wege. Ich möchte dich kennen.“ Und in Vers 18 sehen wir, dass Mose noch eine weitere Bitte an Gott hinzufügt: „Er aber sagte: Lass mich doch deine Herrlichkeit sehen!“ Das hebräische Wort für Herrlichkeit bedeutet buchstäblich Gewicht, Masse oder Substanz. Mose betet: „Gott, ich möchte wissen, worin dein Wesen besteht. Ich möchte nichts über dich wissen, sondern ich will dich kennen. Ich will wissen, wer du bist.“ Das Wort für „erkennen“, das Mose hier verwendet, ist das gleiche wie an anderen Stellen in der Bibel, zum Beispiel wenn es über Adam und Eva heißt: „Adam erkannte seine Frau Eva.“ Dort ist von der intimsten Beziehung zwischen Mann und Frau die Rede. Und obwohl das Wort hier natürlich keinesfalls sexuell gemeint ist, bittet Mose darum, Gott so persönlich und vertraut wie möglich kennenzulernen. „Gott, ich möchte dich kennen. Wer bist du in deinem Herzen?“ Gebete wie dieses berühren Gottes Herz, weil sie so selten sind. Meine Frau kennt mich ziemlich gut. Selbst wenn sie nicht da ist und ich eine Entscheidung treffen muss, und jemand erzählt ihr später davon und erklärt ihr die Möglichkeiten und die Umstände, sagt meine Frau in neun von zehn Fällen: „Dafür würde er sich entscheiden. Diesen Weg würde er einschlagen“ – und hat recht damit. Denn sie versteht mich. Sie weiß, wie ich denke. Sie weiß, wie ich handle. Sie weiß, wie ich reagiere. Sie weiß, was mich wütend macht und was ich gern habe. Und genau darum bat Mose Gott: „Gott, ich möchte wissen, wer du im Herzen bist. Ich will nicht nur wissen, was du tust. Ich will wissen, warum du tust, was du tust.“ Und in diesem Bibelvers heißt es, Gott hat Mose seine Wege wissen lassen und die Kinder Israel sein Handeln. Die äußerlichen Dinge wusste das Volk Israel, doch für Mose stand noch eine andere Tür zu Gott offen: die Tür zu Gottes Herzen. Gott erhörte Moses Gebet, Gottes Wege erkennen und Gott kennen zu dürfen. Gott erhörte das Gebet. Er zeigte Mose seine Wege. Bitte schlagen Sie einmal Psalm 95, Vers 10 auf und hören Sie, was Gott über Israel sagt. „Vierzig Jahre empfand ich Ekel vor diesem Geschlecht, und ich sprach: Ein Volk irrenden Herzens sind sie, und sie haben meine Wege nicht erkannt.“ Warum sollte Gott von ihnen angewidert sein und sagen: „Sie haben meine Wege nicht erkannt“, wenn ihnen der Weg nicht offengestanden hätte? Das wäre doch ungerecht und unfair. Wenn Gott nicht jedem den Zugang zu sich ermöglicht hätte, würde er hier nicht klagen. Aber der Weg zu Gott stand jedem offen und keiner bemühte sich darum. Nur Mose. Schlagen Sie bitte mit mir Psalm 81,14 auf und hören Sie, was Gott hier voller Trauer sagt: „Dass mein Volk auf mich hörte, Israel in meinen Wegen wandelte!“ Das Gleiche ruft Gott heute immer noch aus. Viele seiner Kinder in der Gemeinde kennen ihn nur durch das, was er äußerlich tut. Aber Gott will, dass wir seine Wege kennenlernen. Ein Bild davon können wir uns machen, wenn wir an das letzte Abendmahl denken. Umgeben von der Aktivität der anderen, legte Johannes, der Jünger, den Jesus liebhatte, seinen Kopf an die Brust Jesu ... Er ist empfänglich für dessen leiseste Regung. Was für ein Bild! „Ich will erfahren, was dein Wille ist.“ Während andere Menschen sich fragen: „Was wird Gott jetzt tun?“, glaube ich, dass wir es tatsächlich wissen können. Das geht natürlich nicht unabhängig von seinem Wort. Wenn wir wagen zu beten: „Gott, zeig mir deine Wege. Ich will dich kennen. Zeig mir deine Herrlichkeit“, dann wird Gott uns vor allem sein Wort öffnen und sich aus seinem Wort heraus offenbaren. Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Jeder von uns ist eingeladen, Gott nicht nur äußerlich an dem zu erkennen, was geschieht: „Ach, Gott war da, weil XYZ geheilt wurde“ oder „Gott war da, weil ...“ Gott wünscht sich eine viel tiefere Beziehung zu uns, die über Äußerlichkeiten hinausgeht. Viele Christen strömen in Veranstaltungen, wo sie ein persönliches prophetisches Wort bekommen, ein garantiert persönliches Wort von Gott. Wissen Sie, ich glaube an Prophetie. Ich glaube aber nicht, dass sie zur persönlichen Wegweisung da ist. Die Bibel bestätigt das. Dort heißt es, prophetische Worte sind dazu da, Menschen aufzubauen, zu ermahnen und zu trösten. Die Bibel sagt, Prophetie ist für die Auferbauung der Gemeinde da, nicht zur Wegweisung. Und wenn Sie irgendwo sind und jemand teilt Ihnen ein prophetisches Wort als Wegweisung mit, dann nehmen Sie lieber die Beine in die Hand. Oder noch besser, bringen Sie denjenigen mit, denn Sie können ja nicht wissen, was als Nächstes passiert, wenn derjenige nicht da ist. „Herr Pastor, was meinen Sie? Ich war bei dieser Veranstaltung und es wurde prophezeit, dass Gott mich in ein fremdes Land stellen wird. Sie sahen mich in Afrika.“ Nehmen Sie den Propheten am besten mit, denn andernfalls wissen Sie ja nicht, wann Sie aus Afrika zurückkommen sollen. Und die Menschen laufen diesen Dingen nach, weil sie selbst keine vertraute Beziehung zu Gott haben. Also wollen sie sie stellvertretend durch jemand anderen bekommen. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich glaube an Prophetie und an die Gaben des Heiligen Geistes. Natürlich glaube ich, dass der Heilige Geist uns zukünftige Dinge zeigt. Aber wenn Gott Ihnen etwas sagt, das mir Wegweisung für meine Zukunft geben soll, und es bestätigt nicht, was Gott mir ohnehin schon aufs Herz gelegt hat, dann werde ich es in der Rundablage ablegen. Das ist mein Rat als hoffentlich guter Pastor. Ich weiß nicht, ob es Ihnen klar ist, aber ich versuche, Ihnen zu helfen. Viele Menschen kennen Gott nur von seinem Handeln her. Was ist aber mit ihm selbst? Im Philipperbrief ruft Paulus aus: „Ich will ihn und die Kraft seiner Auferstehung erkennen!“ Manche Menschen sind auf Anerkennung und Lohn aus, aber sie müssen erkennen, was Abraham erkannte, als Gott in 1.Mose 15 zu ihm sagte: „Ich bin dir ein Schild, ich werde deinen Lohn sehr groß machen.“ Vielleicht müssen sie herausfinden, was Mose in 5.Mose 30 erklärte, als er zum Volk Israel sagte: „Ich lege euch heute Leben und Tod vor. Wählt das Leben, damit ihr und eure Nachkommen leben werdet.“ Übrigens ist Gott unser ganzes Leben! Das sagte schon Mose. Er ist unser Schild, unser überaus großer Lohn. Er ist unser Leben und nicht nur ein Anhängsel zu dem, was ich tue. Es reicht nicht zu meinen: „Okay, ich gehe sonntags in die Gemeinde, ich muss ein guter Christ sein.“ Oder: „Ich muss in die Gemeinde, weil ich der Pastor bin, aber Montag bis Freitag gehören mir. Und Christentum und Gemeinde sind nur ein Anhängsel.“ Nein, er ist mein Leben! Ich hoffe, dass Sie etwas aus der Sendung heute mitnehmen konnten und dass sie Ihnen geholfen hat. Ich möchte in den letzten Minuten noch etwas loswerden, das für alle Pastoren, Evangelisten, Lehrer und andere vollzeitliche Mitarbeiter bestimmt ist. Fühlen Sie sich entmutigt? Dann sollen Sie wissen: Gott liebt Sie und seine Liebe zu Ihnen hängt nicht von Ihrer Leistung ab. Gott liebt Sie einfach. Er hat Sie schon geliebt, bevor Sie Ihren Dienst begonnen haben; er hat Sie schon geliebt, bevor Sie überhaupt geboren wurden. Er kennt Sie und Sie dürfen die Gewissheit haben, dass Sie von Gott geliebt sind. Er wird Ihnen helfen und Sie ermutigen, ganz gleich was in Ihrem Leben und Ihrem Dienst passiert. Wir sind alle seine Mitarbeiter. Er trägt die Hauptlast, wir tragen nur die leichten Dinge. Gehen Sie einfach im Namen Jesu voran. Bis zum nächsten Mal!

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