Führe ein Leben, das Bedeutung hat

Von 09.11.2018 9244 Views133 Keine Kommentare
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Der große Unterschied zwischen Erfolg und Bedeutsamkeit kann in wenigen Worten zusammengefasst werden: unseren Umgang mit anderen Menschen. Ein Mensch, der ein bedeutungsvolles Leben führt, schaut über sich selbst hinaus. Er konzentriert sich darauf herauszufinden und zu tun, was seine Aufgabe in Gottes großem Plan ist.

In dieser Predigt lernst du, nicht nur auf deine eigenen Ziele und Bedürfnisse zu schauen und anderen den Weg zu Gott zu weisen. Übrigens: Kein Erfolg ist annähernd so zufriedenstellend wie die Aufgabe, ein lebendiger Wegweiser zu sein, der auf Gott hinweist!

Predigtmanuskript

Hallo Freunde! Willkommen zur heutigen Sendung. Ich freue mich, dass Sie bei uns sind. Viele Menschen streben nach Erfolg in ihrem Leben. Und ich glaube, unser Gott ist ein Gott des Erfolgs. Er schenkt Seinen Segen, ohne dass wir uns dafür abmühen müssen. Er möchte, dass wir gesund sind, dass es uns gut geht und dass wir Erfolg und Einfluss haben. Aber es gibt etwas, das noch wichtiger ist als das, was wir aus menschlicher Sicht als Erfolg bezeichnen, und das ist, bedeutend zu sein. Ein bedeutender Mensch zu sein ist wichtiger als ein erfolgreicher Mensch zu sein. Wenn jemand viel erreicht hat, denken die Menschen: „Er hat großen Erfolg.“ Aber Bedeutung oder Signifikanz ist wichtiger als Erfolg. In dem Wort „Signifikanz“ steckt das Wort „Signal“ oder „Zeichen“. Ein signifikantes Leben ist ein Leben, das ein Zeichen setzt; ein Zeichen, das auf etwas hindeutet. Das ist heute unser Thema.

Zuerst möchte ich kurz darüber sprechen, was es heißt, ein bedeutendes, ein signifikantes Leben zu führen. Das Wort „signifikant“ stammt von dem lateinischen Wort „signum“, das „Zeichen“ bedeutet. Das Wort „signalisieren“ für „auf etwas Wichtiges hinweisen, etwas deutlich machen“ gehört ebenfalls zu dieser Wortgruppe. Ein signifikantes Leben ist also letztendlich ein Leben, das anderen den Weg zu Gott weist. Meine Predigt heute ist sehr einfach. Ich möchte über vier Merkmale sprechen, die ein signifikantes Leben aufweist. Sind Sie bereit?

Gut, Nummer eins: Ein signifikantes Leben wird sichtbar durch das Geben. Hebräer, Kapitel 11, Vers 4:

Hebräer 11:4
„Durch Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain, durch welchen Glauben er das Zeugnis erhielt, gerecht zu sein, indem Gott Zeugnis gab zu seinen Gaben; und durch diesen Glauben redet er noch, obgleich er gestorben ist.“

Durch seine Gabe, durch sein Opfer für Gott redet er immer noch, obwohl er schon seit Jahrtausenden tot ist. Aber dieser Vers offenbart uns noch mehr. Erstens: Abel gab. Er brachte Gott im Glauben ein Opfer. Was bedeutet das nun? Die Antwort darauf finden wir im ersten Vers dieses Kapitels. Das ist die biblische Definition von Glauben.

Hebräer 11:1
„Der Glaube aber ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.“

Das also ist die Definition von Glauben und das erste Beispiel, das uns dafür gegeben wird, ist Abel, der im Glauben gab. Glaube ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht. Abel sah und fühlte Gott nicht mehr als Sie. Was er tat, tat er im Glauben. Er glaubte, dass ein Gott, den er nicht sehen und fühlen konnte, zusah, wie er opferte. Er glaubte, dass ein Gott, den er nicht sehen und fühlen konnte, durch seine Gaben geehrt wurde. Und er glaubte, dass ein Gott, den er nicht sehen und fühlen konnte, ihn für sein Opfer belohnen und segnen würde.

Das Zweite, was wir hier sehen, ist, dass er im Glauben ein besseres Opfer darbrachte als sein Bruder Kain. Und „besser“ bedeutet, dass es von höherer Qualität war. Sie können die Geschichte in 1. Mose 4, Verse 1 bis 7 nachlesen. Kain war ein Ackerbauer und er brachte dem Herrn ein Opfer von den Früchten des Feldes dar, was absolut akzeptabel ist. Wir lesen in der ganzen Bibel, dass Gott Opfer von den Früchten des Feldes und des Getreides dargebracht wurden. Aber das Opfer von Kain wird hier nicht näher beschrieben. Es heißt nur, dass er dem Herrn ein Opfer von den Früchten des Ackerbodens brachte. Von seinem Bruder Abel hingegen heißt es: „Er brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett.“ Abel gab Gott sein Erstes und sein Bestes.

Und der dritte Punkt ist: Dadurch erhielt er das Zeugnis, dass er gerecht war. Sein Opfer war eine Offenbarung seiner Beziehung zu Gott. Er erhielt das Zeugnis, dass er gerecht vor Gott stand und dieses Zeugnis war sein Opfer. Abel gab Gott sein Erstes und sein Bestes, weil Gott das Erste und das Wichtigste in seinem Leben war. Die unausweichliche Wahrheit ist: Wenn Gott und das Geben in Sein Reich weit unten auf unserer Prioritätenliste stehen, steht auch Gott weit unten auf unserer Prioritätenliste. Auch Kains Opfer offenbarte seine Beziehung zu Gott. Wenn er sein Erstes und sein Bestes gegeben hätte, wäre sein Opfer in der Bibel als dem seines Bruders Abel ebenbürtig bezeichnet worden. Aber Kain brachte nur ein nicht näher beschriebenes Opfer; ein Opfer, das ihn nichts oder nur sehr wenig kostete, das unerheblich war. Als Kain sah, dass Gott Wohlgefallen an Abel und dessen Opfer hatte, sagte Gott zu Kain: „Warum blickst du so finster drein? Ist es nicht so, dass du akzeptiert wirst, wenn du recht tust (oder wörtlich: wenn du dein Bestes tust)? Wenn du aber nicht recht tust, lagert die Sünde vor der Tür.“ Die Sünde stört unsere Beziehung zu Gott. Kains halbherziges Opfer war eine Offenbarung seiner halbherzigen Beziehung zu Gott. Die Tatsache, dass Abel sein Erstes und Bestes gegeben hatte, zeigte, dass Gott die oberste Priorität in seinem Leben hatte. Jesus drückte das in Matthäus 6:21 so aus: „Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“

Und das Vierte, was ich hier sehe, ist, dass Abel regelmäßig gab. Es heißt hier: „Gott gab Zeugnis zu seinen Gaben.“ Das ist Plural. In der NIV heißt es: „Gott sprach gut von seinen Gaben.“ Das war keine einmalige Sache; es war kein einmaliges Opfer. Abel war dauerhaft großzügig. Es geht nicht darum, ein Mal ein außergewöhnliches Opfer zu geben, wenn eine Predigt einen besonders berührt hat. Es geht um die Entscheidung, mit unserem Leben und unseren Ressourcen dauerhaft großzügig zu sein. Das macht einen bedeutenden Menschen aus. Und schließlich heißt es: „Durch diesen Glauben – diese Gaben – redet er noch.“ Abel spricht auch heute noch zu uns. Durch die Opfer, die er brachte, spricht er genau jetzt zu uns.

Letzten Monat führte ich Janet in ein teures Steakhouse aus, das wir beide sehr mögen. Es war schön, aber das Geld, das wir dort ausgegeben haben, spricht nicht mehr. Die Angelrute und die Golfausrüstung, die Autos und Kleider, die wir kaufen, sind schön, aber sie haben keine ewige Stimme. Was wir jedoch in Gott und Sein Reich investieren, spricht über Generationen hinweg. Die meisten der Menschen, die in die kleine Missionsgemeinde investierten, wo ich vor 40 Jahren als Drogenabhängiger gerettet wurde, sind vermutlich schon gestorben und jetzt im Himmel, aber ihre Gaben tragen das Evangelium noch immer in die ganze Welt. Sie reden immer noch.

Kommen wir zum nächsten Punkt. Ein Mensch, der ein bedeutendes Leben führt, investiert in andere. Und damit meine ich nicht nur Geld. Wir können Zeit investieren, Weisheit und Erkenntnis; wir können an andere weitergeben, was wir von Gott wissen. Bitte schlagen Sie mit mir Johannes 17 auf. Hier betet Jesus vor Seiner Gefangennahme und Seiner Kreuzigung zum Vater und Er spricht über das, was Ihm am wichtigsten ist; was Ihm am meisten am Herzen liegt. In Vers 4 von Johannes 17 sagt Er über den Vater:

Johannes 17:4
„Ich habe dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht, das du mir gegeben hast, dass ich es tun sollte.“

Er spricht hier nicht über das Werk der Erlösung. Noch ist Er nicht für die Sünden der Welt gestorben. In Johannes, Kapitel 19, rief er, kurz bevor Er am Kreuz starb aus: „Es ist vollbracht!“ Das ist der Moment, wo Er den Preis für die Sünden der Welt bezahlte. Aber wovon spricht Er nun hier? Er sagte: „Ich habe das Werk, das du mir gegeben hast, vollbracht. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht.“ Der nächste Teil Seiner Mission sollte Ihn von der Erde nehmen. Es gibt einen Vers, in dem es heißt: „Er wurde abgeschnitten vom Land der Lebendigen.“ Wovon spricht Er also hier? Welches Werk war Jesus so wichtig, dass Er vor Seiner Gefangennahme mit dem Vater darüber sprach? Es war das Werk, in die Jünger zu investieren und sie zu schulen. Das sagte er ab Vers 6:

Johannes 17:6-8
„Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Dein waren sie, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Jetzt haben sie erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist; denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und haben geglaubt, dass du mich gesandt hast.“

Er hatte die Aufgabe, sie zu schulen, beendet. Er hatte dreieinhalb Jahre in sie investiert; Er hatte ihnen gezeigt, wie sie leben sollten, sie Seine Worte gelehrt und ihnen gezeigt, wie sie die Kranken heilen und Dämonen austreiben konnten. Jetzt waren sie bereit. Hätte Er das Werk nicht vollendet, hätte Er trotzdem am Kreuz sterben können, aber dann wäre die Botschaft mit Ihm gestorben. Dann wären diese Männer nicht dafür ausgestattet gewesen, die Botschaft weiterzutragen.

Der Apostel Paulus hatte Titus und Timotheus, Onesimus und andere. Das ist eines der Hauptthemen in dem Buch „Von Generation zu Generation“, das wir zusammen durchgegangen sind. Wir müssen in die nachfolgenden Generationen investieren. König David sagte in Psalm 71: „Und auch bis zum Alter und bis zum Greisentum verlass mich nicht, Gott, bis ich verkündige deinen Arm der künftigen Generation, allen, die da kommen werden, deine Macht…“ Mit anderen Worten: „Gott, lass mich nicht sterben, bevor ich den kommenden Generationen alles gesagt habe, was ich über Dich weiß. Lass mich ihnen Deine Macht zeigen.“ Jeder von uns weiß etwas über die Macht Gottes. Seine Macht hat viele Facetten.

Wir spüren Gottes Macht in den Bereichen, die uns am meisten am Herzen liegen, sei es göttliche Heilung oder die Fähigkeit, Gottes Stimme zu erkennen und auf das Drängen des Heiligen Geistes zu hören. Anderen ist es wichtig, gute Verwalter zu sein und Sein Reich an die erste Stelle zu setzen oder sicherzustellen, dass sie sich mit den richtigen Menschen umgeben und nicht mit Dummköpfen und in Gottes Haus gepflanzt zu sein, damit sie gedeihen können. Wir alle haben etwas von der Macht Gottes. Und was immer stark in Ihnen ist, sollten Sie an die kommenden Generationen weitergeben. Investieren Sie es ganz bewusst in andere, auch wenn Sie nicht immer mit einer sofortigen Reaktion belohnt werden. Manchmal sehen wir nicht sofort eine Frucht und das kann entmutigend sein. Der Apostel Paulus sagte in 2. Korinther 12:15 über die korinthische Gemeinde: „Ich will aber sehr gern alles aufwenden und mich aufopfern für eure Seelen. Wenn ich euch also noch mehr liebe, werde ich dann weniger wiedergeliebt?“

Vor ein paar Tagen rief mich ein Freund aus Frankreich an. Er war sehr entmutigt. Er hatte hart gearbeitet und alles getan, um in das Leben anderer Menschen zu investieren und das Feuer des Evangeliums in seiner Gemeinde zu entfachen, aber seine Mühe trug kaum Frucht. Er sagte: „Bayless, ich bin entmutigt.“ Ich sagte ihm: „Hör nicht auf zu säen. Es kann nie eine Ernte geben, wenn niemand bereit ist, die Arbeit zu tun und das Feld zu bepflanzen. Du musst weitermachen.“ Und ich nannte ihm den Vers Galater 6:9, wo es heißt: „Lasst uns aber im Gutes tun nicht müde werden! Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.“

Kommen wir zum nächsten Punkt: Dankbarkeit. Dankbarkeit ist von großer Bedeutung. Sie hilft uns, eine angemessene Perspektive zu wahren und demonstriert Abhängigkeit. In Prediger 5:1 heißt es: „Sei nicht vorschnell mit deinem Mund, und dein Herz eile nicht, ein Wort vor Gott hervorzubringen! Denn Gott ist im Himmel, und du bist auf der Erde; darum seien deine Worte wenige.“ Wir müssen immer daran denken, dass Er es ist, der mit dem Wort Seiner Kraft alles zusammenhält, nicht wir.

Im Buch der Psalmen heißt es, Gott tut Seine Hand auf und sättigt das Verlangen alles Lebendigen. Das schließt uns ein. Gott allein ist unser Versorger und unsere Quelle und Dankbarkeit hilft uns, das im Gedächtnis zu behalten. Ein Geist der Demut und der Dankbarkeit ist eines der größten Vermächtnisse, die wir der nächsten Generation weitergeben können. Wir sollten nicht handeln wie der Mann in Jesu Gleichnis in Lukas, Kapitel 12. Ich lese es Ihnen vor. Wir beginnen mit Vers 16:

Lukas 12:16-21
„Er sagte aber ein Gleichnis zu ihnen und sprach: Das Land eines reichen Menschen trug viel ein. Und er überlegte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Denn ich habe nicht, wohin ich meine Früchte einsammeln soll. Und er sprach: Dies will ich tun: Ich will meine Scheunen niederreißen und größere bauen und will dahin all mein Korn und meine Güter einsammeln; und ich will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast viele Güter liegen auf viele Jahre. Ruhe aus, iss, trink, sei fröhlich! Gott aber sprach zu ihm: Du Tor! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Was du aber bereitet hast, für wen wird es sein? So ist, der für sich Schätze sammelt und nicht reich ist im Blick auf Gott.“

Achtet darauf, welche Worte der Mann benutzte. „Meine Früchte, meine Scheunen, meine Güter, meine Seele.“ Er dachte: „Was soll ich tun? Ich habe keinen Platz. Ich will niederreißen, ich will einsammeln, ich will zu meiner Seele sagen…“ Weder denkt er an Gott noch erwähnt er ihn; da ist nicht der Hauch von Dankbarkeit in ihm. Seine Perspektive stimmt ganz und gar nicht. Da ist keine Anerkennung noch das Bewusstsein seiner Abhängigkeit von Gott. Wer hat ihm den Verstand gegeben, mit dem er dachte und plante? Gott. Wer gab ihm die körperliche Kraft, um zu arbeiten? Gott. Wer hat den Samen erschaffen, der seine Ernte hervorbrachte? Gott. Wer hat den Boden erschaffen? Wer ließ es regnen? Wer ließ die Sonne scheinen? Und wer hat seine ewige Seele erschaffen? Gott. Ein bedeutendes Leben ist ein dankbares Leben.

Wisst Ihr, Atheisten tun mir leid. Wenn sie einen schönen Sonnenuntergang oder eines der Wunder der Schöpfung sehen, haben sie niemandem, dem sie danken können. Sie sind wie der reiche Geschäftsmann, der einen seiner Freunde auf das Dach seines Hauses führte und sagte: „Sieh dich um. Siehst du die Obstplantagen dort? Sie gehören mir. Sie erstrecken sich, soweit das Auge reicht.“ Er zeigte in eine andere Richtung. „Siehst du die Bohrtürme? Sie gehören mir. Das ist mein Öl.“ Und er deutete wieder in eine andere Richtung: „Siehst du, wie dort drüben gebaut wird? Ich habe die ganze Siedlung geplant und baue sie. Und siehst du das Waldgebiet dort? All das Bauholz? Das gehört alles mir.“ Er zeigte nach unten: „Dieses Haus mit 2.400 Quadratmetern habe ich selbst geplant und gebaut. Und es ist komplett bezahlt.“ Sein Freund sah ihn an und sagte: „Du hast in alle Richtungen gezeigt, außer einer. Nach oben.“ Ein bedeutendes Leben ist ein dankbares Leben.

Der letzte Punkt: Ein bedeutendes Leben will nicht im Rampenlicht stehen. Wisst Ihr noch? Ein Zeichen, das auf Gott hindeutet. Nicht das Zeichen soll im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Es zeigt uns nur, worauf wir unseren Fokus richten sollten.

Vor ein paar Jahren erschien in einer örtlichen Zeitung ein Artikel über das Leiterschaftscollege von Cottonwood. Es war der Leitartikel. Er begann auf der ersten Seite und zog sich durch die ganze Zeitung hindurch. Als die Interviews durchgeführt wurden, war ich gerade auf Reisen und als ich zurück kam, zeigte mir jemand den Artikel und ich las ihn. Von jedem, der mit dem College zu tun hatte, waren ein Bild und ein paar Sätze zu seiner Geschichte abgedruckt. Ich wurde erst im letzten Satz auf der letzten Seite erwähnt. Da hieß es: „Der Hauptpastor, Bayless Conley, hat das Leiterschaftscollege von Cottonwood nicht besucht.“ Kein Bild, keine Geschichte. Mehr stand da nicht über mich. Ich musste lachen. Aber als mir auffiel, dass es mir absolut nichts ausmachte, dass ich in dem Artikel nicht gewürdigt wurde, dachte ich: „Bayless, vielleicht machst du in deinem Leben mit Jesus gerade einen kleinen Fortschritt.“ Der Esel, der Jesus nach Jerusalem hinein trug, wäre ziemlich dumm gewesen, wenn er geglaubt hätte, dass er es war, der gefeiert wurde. Es scheint, als wollten die Menschen sich heute ständig auf die Fotos anderer drängen. Sobald ein Kamerateam irgendwo auftaucht, schieben sie sich sofort vor die Linse und ruinieren die Aufnahmen.

Ich hielt einmal in Deutschland ein paar Gottesdienste ab und auf unserer Reise kamen wir auch nach München, wo gerade das Oktoberfest stattfand. München und ganz Bayern ist wie ein eigenes Land in einem Land, so ähnlich wie unser Texas. Wir gingen in einen Park und ich wollte dort nur eine fünf-minütige Aufnahme machen. Aber wir schafften es nicht, weil alle 20 Sekunden jemand dazwischen kam und die meisten von ihnen hatten schon ein paar Bier zu viel. Der Park war ganz in der Nähe des Festes. Da kam der Erste: „Hey, ich wollte nur meiner Freundin Hallo sagen.“ Also fingen wir wieder von vorn an, aber schon bald kam der Nächste und störte uns oder lief hinter uns ins Bild. Schließlich packten wir zusammen und suchten uns einen anderen Ort, weil wir dort einfach keine Ruhe hatten.

Ich frage mich: Drängen wir uns auch vor Jesus ins Bild? Alles dreht sich nur um Ihn. Aber wollen wir auch auf dem Bild sein? Wollen wir sicherstellen, dass man sich an unseren Namen erinnert? Denkt daran: Wir sind ein Zeichen, das auf Ihn hindeutet. Es geht nicht um uns. Es geht um Ihn. Lasst mich unsere Aufmerksamkeit für einen Moment auf den auferstandenen Erlöser lenken: Christus gekreuzigt, Christus auferstanden, von einer Jungfrau geboren. Er lebte ein sündloses Leben, Er zeigte den Menschen, dass Gott nicht weit weg und uninteressiert war, sondern ein barmherziger, liebender, Anteil nehmender Vater. Aber dann wurde Jesus gefangen genommen, in einem Scheinprozess verurteilt und gnadenlos geschlagen. Im Alten Testament legten die Hohepriester ihre Hände auf den Kopf des Sündenbocks, wodurch sie die Sünde der Welt auf dessen Kopf übertrugen. Dann wurde der Bock in unbewohntes Land gejagt. Und als Jesus entstellt am Kreuz hing, legte der Vater die Hände auf Seinen Kopf und übertrug die Sünde der Welt auf Ihn. Das war der große Austausch. Der, der keine Sünde kannte, wurde für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in Ihm. Und nach drei Tagen und drei Nächten war dem Anspruch von Gottes ewiger Gerechtigkeit Genüge getan und Jesus Christus wurde von den Toten auferweckt. Mir gefällt, was Johannes in der Offenbarung, Kapitel 1 über Ihn sagt. Er hatte eine Vision des auferstandenen Christus und in dieser war Er kein ausgezehrter Hirte mit einer kleinen Lampe unter dem Arm und einem dummen Grinsen auf dem Gesicht. Nein, in Seiner Beschreibung des auferstandenen Retters sagt Jesus: „Ich bin das Alpha und das Omega. Ich war tot, aber jetzt lebe ich, und ich habe die Schlüssel des Hades und des Todes.“ Er trägt einen goldenen Gürtel. Sein Haar ist weiß wie Schnee und Seine Augen sind wie eine Feuerflamme. Wenn Er geht, zittert die Erde. Es fliegen Funken. Wenn Er spricht, ist es, als würden Tausende Wellen in Tausenden Meeren brechen; als würden eine Million Niagarafälle gleichzeitig in die Tiefe stürzen. Er ist der Allmächtige mit den Sternen in der Hand. Er ist der auferstandene Sohn Gottes! Ihn müssen wir sehen. Auf Ihn müssen unsere Augen gerichtet sein. Und Ihn predige ich Ihnen heute.

Ich wurde vor vierzig Jahren in einer kleinen Missionsgemeinde gerettet. Das ist heute noch genauso lebendig für mich wie es immer war. Meine Welt wurde erschüttert, mein Leben verändert. Und ich sage Euch: Jesus ist real.

Ein wirklich bedeutendes Leben im Hinblick auf die Ewigkeit ist ein Leben, das auf Jesus hinweist. Es geht nicht um mich, es geht nicht um Sie – es geht um Ihn und darum, der verlorenen Welt die rettende Botschaft von Jesus Christus zu erzählen. Leben Sie ein bedeutungsvolles Leben. Vielleicht sind Sie sehr reich. Vielleicht haben Sie in verschiedenen Bereichen großen Einfluss. Nutzen Sie diesen Einfluss, nutzen Sie Ihren Wohlstand, um die Menschen auf Jesus hinzuweisen. Beteiligen Sie sich an dem, was Gott in der Welt tut. Unterstützten Sie Sein Wirken und leben Sie ein wahrhaft bedeutungsvolles Leben. Danke, dass Sie heute dabei waren. Wir haben auch nächstes Mal wieder ein großartiges Programm. Das sollten Sie nicht verpassen. Bis dann, Gott segne Sie.

 

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