Die Liebe weist dir den Weg 2/2

Die Bibel sagt: Wenn du Gottes Weisheit suchen, wirst du Erfolg, Ansehen, Schutz und Förderung erlangen. Gottes Weisheit möchte sich zudem auf deine Beziehungen auswirken, indem sie dich zum umsichtigen Handeln anleitet. Auf dieser Basis werden deine Beziehungen noch besser gelingen und dir noch größere Erfüllung schenken.

Dies ist der zweite Teil einer Predigt, den ersten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

In der Predigt von letzter Woche und von heute geht es um die Liebe zur Unterweisung und die Unterweisung der Liebe. Letztes Mal ging es um die Liebe zur Unterweisung. Heute will ich über die Unterweisung der Liebe sprechen. Ich glaube, einige Prinzipien, die ich erklären werde, könnten auch für Sie interessant sein oder sogar Ihr Leben von Grund auf verändern. Holen Sie Ihre Bibel und lassen Sie uns über die Unterweisung der Liebe nachdenken.

Drittens bedeutet Unterweisung zu lieben auch sensibel für andere zu sein. Man könnte sagen: Wir müssen ihre Nachbarn und Freunde kennenlernen. Lesen wir

Sprüche 8:12
„Ich, die Weisheit, bin die Nachbarin der Klugheit und besonnene Erkenntnis finde ich.“

Im Neuen Testament in Epheser 1:8 werden Weisheit und Klugheit ebenfalls zusammen genannt. In der Bibelübertragung „The Message“ ist es so formuliert: „Ich bin Frau Weisheit. Ich lebe neben dem gesunden Menschenverstand. Erkenntnis und Umsicht wohnen ein paar Häuser weiter.“ Die Unterweisung hat ihre Nachbarn und Freunde sorgfältig ausgesucht. Sie fühlt sich wohl bei ihnen. Erkenntnis findet sich meist bei Menschen, die wachsen wollen, die Klugheit und Umsicht im Umgang mit anderen haben. Diese Dinge sind anziehend für die Weisheit. Im Neuen Testament in Jakobus 3:17 heißt es, dass die Weisheit von oben friedliebend, sanft und nachgiebig ist. Doch Menschen, die einen starren Charakter haben, die unausstehlich und arrogant und unsensibel sind, können die Unterweisung nie richtig lieben. Und sie liebt, die sie lieben. Wer den guten Rat von Frau Unterweisung will, muss zu ihren Freunden und Nachbarn passen.

Ich war mit ein paar Bekannten angeln. Damals kannte ich sie noch nicht so gut. Wir fuhren mit dem Boot hinaus und wir waren von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang auf dem Wasser. Die Fische bissen fantastisch! Wir fingen Goldmakrelen und Gelbschwanzmakrelen, eine nach der anderen. Es war wirklich spannend. Aber auf dem Boot war auch ein aufgeblasener, arroganter, großspuriger Alleswisser, der uns den Tag verdarb. Und obwohl wir alle etwas taten, das wir sehr gern taten, konnte keiner von uns es erwarten, wieder in den Hafen und vom Boot zu kommen, um diesen Kerl loszuwerden. Seine Persönlichkeit, sein Charakter war einfach abstoßend. Die gleichen Eigenschaften sind auch für die Unterweisung abstoßend. Aber Klugheit, Erkenntnis, Sanftheit und Umsicht sind für sie anziehend.

Viertens bedeutet Unterweisung zu lieben beständig zu sein.

Sprüche 8:34
„Glücklich der Mensch, der auf mich hört, indem er wacht an meinen Türen Tag für Tag, die Pfosten meiner Tore hütet!“

Mal ja, mal nein ist nicht gut. Man soll sie auch nicht erst frühzeitig suchen, wenn die große Lebenskrise da ist. Es heißt nicht: „Glücklich ist der Mensch, der auf mich hört, wenn eine Krise kommt“, sondern: „Glücklich ist der Mann, der auf mich hört, indem er an meinen Türen wacht Tag für Tag.“ Es geht darum, sie täglich zu suchen, auch in den kleinen Dingen des Lebens. Wir alle, selbst Menschen ohne Glauben, gehen auf die Knie, wenn eine Krise kommt. Im Notfall werden die Menschen religiös: „Gott, wenn Du mir hilfst, wenn Du mir zeigst, was ich tun soll, wenn Du mich aus dieser Lage befreist…!“ Und dann ist die Krise vorbei und wir vergessen unsere Versprechen und reden nicht mehr mit Gott bis zur nächsten Krise. Doch die Liebe zu Weisheit und Unterweisung muss jeden Tag da sein, auch in den kleinen Dingen. Nicht erst, wenn eine kritische Situation droht.

Neulich, erst vor ein paar Tagen, rief mich ein Freund an. Allerdings ruft er mich nur an, wenn er meine Unterstützung für irgendein Projekt im christlichen Bereich braucht, an dem er beteiligt ist. Er ruft mich nur an, wenn er Geld will. Als ich aufgelegt hatte, kam Janet ins Zimmer und ich sagte zu ihr: „Schatz, das ärgert mich so sehr! Ich kenne diesen Mann seit Jahren und er ruft immer nur an, wenn… Er ruft nie an, um einfach mit mir zu reden oder zu fragen, wie es mir geht. Ich höre nur von ihm, wenn er meine Unterstützung für irgendetwas will.“ So sollten wir mit der Unterweisung nicht umgehen. Wenn wir sie lieben, wird sie uns voranbringen. Sie wird ein Segen für uns sein und uns zu Ehre bringen. Sie sagt: „Ich liebe, die mich lieben.“

Aber kommen wir nun zur anderen Seite der Medaille, dem zweiten Teil der Predigt: „Die Unterweisung der Liebe.“ Unterweisung lieben, und nun die Unterweisung der Liebe. In Römer 5:5 heißt es, Gottes Liebe ist in unsere Herzen ausgegossen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Haben Sie diesen Vers schon einmal gelesen? Gottes Liebe wurde in unsere Herzen ausgegossen. Lesen wir noch einen zweiten Vers dazu, und zwar 2. Korinther 5:14. Dort schreibt der Apostel Paulus: „Denn die Liebe Christi drängt uns.“ Diese Liebe Gottes, diese Liebe von Jesus Christus, die in unsere Herzen ausgegossen ist, drängt uns. In anderen Übersetzungen heißt es, die Liebe von Jesus Christus „treibt uns an“ oder „bewegt uns“ oder „leitet uns“ oder „lenkt uns“. Mir gefällt, wie es die alte King-James-Bibel übersetzt hat. Dort heißt es: „Die Liebe Christi nötigt uns.“ Das griechische Wort an dieser Stelle kann auch „zügeln“ bedeuten. Die Liebe von Jesus „zügelt“ uns. Dieses Wort geht in zwei Richtungen: Entweder zieht sie an den Zügeln und drängt uns, in eine bestimmte Richtung zu gehen oder sie zügelt uns, damit wir stehen bleiben und uns nicht bewegen. Es kann beides sein. Die Liebe Gottes drängt mich, sie zügelt mich, sie bewegt mich, sie bringt mich zum Stillstehen. Je nach Situation kann Gottes Liebe uns in beide Richtungen beeinflussen und wir müssen gut hinhören, welche es sein soll.

Schlagen Sie bitte einmal Lukas 15 auf; das Lukasevangelium, Kapitel 15. In Vers 1 bis 7 dieses Kapitels erzählt Jesus das Gleichnis vom verlorenen Schaf. Das kennen viele von Ihnen. Ein Mann hat 100 Schafe, eines verläuft sich und er lässt die 99 stehen und geht in die Wüste, um das verlorene Schaf zu suchen. Er bringt es zurück, freut sich und veranstaltet ein Fest. Ich weiß nicht, wer ein Fest für ein wiedergefundenes Schaf geben würde, aber der Mann im Gleichnis tut es. Im nächsten Gleichnis geht es um eine verlorene Münze. Eine Frau verliert eine Münze und beginnt sofort danach zu suchen, bis sie sie findet. Sie ruft ihre Freunde und sagt: „Freut euch! Ich habe meine Münze wiedergefunden!“

Das dritte Gleichnis in Vers 11 bis 32 ist das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Doch anders als im Gleichnis vom verlorenen Schaf und der verlorenen Münze ging der Vater dem verlorenen Sohn nicht nach, um ihn zu suchen. Das ist ein deutlicher Unterschied in diesem Gleichnis. Lesen wir jetzt ab Vers 11:

Lukas 15:11-13
„Er sprach aber: Ein Mensch hatte zwei Söhne; und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Vater, gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt! Und er teilte ihnen die Habe. Und nach nicht vielen Tagen brachte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste weg in ein fernes Land und dort vergeudete er sein Vermögen, indem er verschwenderisch lebte.“

„Verloren“ bedeutet hier einfach ein wildes, ungezügeltes, sündiges Leben. Eine Bibelübersetzung schreibt, er verschwendete seinen gesamten Besitz auf Prostituierte und Partys. Das ist ziemlich ins Schwarze getroffen. Gerüchte davon waren offenbar aus dem fernen Land bis nach Hause gedrungen. Der ältere Sohn, der auf dem Feld war, hörte die Musik und das Tanzen, nachdem sein Vater den heimgekommenen Sohn wieder aufgenommen hatte. Der ältere Sohn erkundigt sich bei einem Diener, was los ist, und der sagt: „Dein Bruder ist heimgekommen!“ Und der ältere Bruder ist so wütend, dass er nicht zum Fest kommt. Also geht sein Vater zu ihm und will ihn hereinholen. Der ältere Sohn sagt: „Dein Sohn hat sein ganzes Erbe auf Huren verschwendet und du gibst ein Fest für ihn?“

Der Vater und der Bruder hatten also die Gerüchte darüber gehört, was der Sohn/Bruder so getrieben hatte. Und der Vater wusste sicher schon, was sein Sohn vorhatte, bevor er wegging. Er kannte seine Einstellung. Nachdem der Sohn sein Erbe bekommen hatte, dauerte es nur noch wenige Tage, bis er alles zusammenpackte und sagte: „Ich gehe weg hier, weg von euch, weg von diesem Leben. Vergiss es, dass ich hier Bauer spiele und Schafe züchte.“ Und er zog in die große Stadt. Auf jeden Fall kannte der Vater die Einstellung seines Sohnes und liebte ihn trotzdem. Noch einmal Vers 13:

Lukas 15:13
„Und nach nicht vielen Tagen brachte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste weg in ein fernes Land und dort vergeudete er sein Vermögen, indem er verschwenderisch lebte.“

Er ging in ein fernes Land, aber der Vater unternahm nichts zu seiner Rettung. Der junge Mann verschwendete alles – ein wildes, loses Leben. Der Vater weiß Bescheid, aber er kommt nicht. Das Herz und die Einstellung des Sohnes waren an diesem Punkt noch unverändert. Die Unterweisung der Liebe zügelt den Vater. Vers 14:

Lukas 15:14
„Als er aber alles verzehrt hatte, kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land und er selbst fing an, Mangel zu leiden.“

Er hat also alles verloren. Alle seine Freunde sind weg. In der Bibel steht, jeder ist ein Freund von jemandem, der Geschenke verteilt. Aber wenn die Geschenke ausgehen, hört in der Regel auch die Freundschaft auf. Der junge Mann ist also in Not; alle haben ihn verlassen und der Vater kommt nicht, weil die Einstellung des Sohnes sich immer noch nicht verändert hat. Vers 15:

Lukas 15:15
„Und er ging hin und hängte sich an einen der Bürger jenes Landes, der schickte ihn auf seine Äcker, Schweine zu hüten.“

Für die jüdischen Zuhörer von Jesus konnte man gar nicht tiefer sinken. Der junge Mann hat sich an einen Heiden gehängt; er ist der Diener eines Nichtjuden und er füttert dessen Schweine! Doch die Einstellung des Sohnes ist noch immer unverändert und der Vater unternimmt rein gar nichts zu seiner Rettung. Der Vater hatte alle nötigen Mittel, um ihn zu retten; er hatte das nötige Wissen, um ihn zu retten; er hatte die Möglichkeit, ihn zu retten – aber er kam nicht. Vers 16:

Lukas 15:16
„Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Schweine fraßen; und niemand gab sie ihm.“

Er sinkt noch tiefer. Jetzt beneidet er sogar die Schweine. Kommt der Vater? Nein. Die Einstellung des Sohnes ist immer noch unverändert. Aber dann, Vers 17:

Lukas 15:17
„Als er aber zu sich kam…“ Das sollten Sie sich unterstreichen. „Als er aber zu sich kam, sprach er: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Überfluss an Brot, ich aber komme hier um vor Hunger. Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und will zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen! Mach mich wie einen deiner Tagelöhner! Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater.“

Jetzt hat sein Herz sich verändert. Sein Stolz ist zerbrochen. Er macht sich auf den langen Heimweg und er ist völlig ruiniert. Alle Arroganz und aller Stolz sind verschwunden. In Vers 12 sagte er noch: „Gib mir“; jetzt in Vers 19 sagt er: „Mach mich…“ Was für ein Unterschied! Von: „Gib mir, was mir zusteht. Gib mir mein Erbe“ zu: „Vater, mach mich wie einen deiner Tagelöhner.“ Was für eine Veränderung in Herz und Einstellung. Vers 20:

Lukas 15:20-24
„Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals und küsste ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen.“ „Der Vater aber sprach zu seinen Sklaven: Bringt schnell das beste Gewand heraus und zieht es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße; und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es, und lasst uns essen und fröhlich sein! Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.“

Jetzt wird der Vater von Liebe überwältigt und gedrängt, dem Sohn entgegenzulaufen. Er umarmt ihn, küsst ihn und segnet ihn. Als der Sohn ging, suchte der Vater nicht nach ihm wie im Gleichnis vom verlorenen Schaf und von der verlorenen Münze. Er ließ den Sturm toben. Vorher wäre es zwecklos gewesen, mehr zu tun als für ihn zu beten, denn der Sohn war noch nicht zu sich gekommen. Er war noch nicht von „gib mir“ zu „bitte mach mich“ gekommen. Als der Vater seine Hilfe zurückhielt, war es die Unterweisung der Liebe. Als er ihm entgegenlief und ihn umarmte und seinen Segen ausschüttete, war es die Unterweisung der Liebe. Gottes Liebe treibt mich und zügelt mich. Aber wenn wir Unterweisung lieben, wird sie uns den Unterschied zeigen.

Vor Jahren kam einmal ein Mann zu mir, der nicht zu unserer Gemeinde gehörte. Er hatte ein Projekt, mit dem vierteljährlich Teams aus verschiedenen Gemeinden Missionsreisen in ein bestimmtes afrikanisches Land unternahmen. Nun war er in finanzielle Schwierigkeiten geraten und kam zu mir: „Ich kann meine Miete nicht zahlen. Meine Familie und ich stehen unter Druck. Wir machen Folgendes…“ Also forschte ich nach und fand heraus, dass das, was er tat, seriös war. Ich betete darüber und spürte, dass Gottes Liebe mich drängte, ihm zu helfen. Also traf ich mich mit ihm und sagte: „Bruder, ich werde dir helfen. Gott segne deinen Dienst. Aber ich möchte dir einen guten Rat geben. Ihr macht vierteljährlich diese Reisen. Du musst dir eine Arbeit suchen, auch wenn es nur eine Teilzeitstelle ist, um die Differenz auszugleichen. Offenbar hast du nicht genügend Ressourcen, um neben den Reisen noch für deine Familie zu sorgen, deine Miete zu zahlen und deinen Verpflichtungen nachzukommen. Ich werde dir helfen, aber such dir eine Arbeit.“ Er sagte: „Vielen Dank! Das mache ich. Ich sehe ein, dass du damit recht hast.“ Ein halbes Jahr später bekam ich wieder einen Anruf von ihm. „Ich brauche deine Hilfe. Ich weiß, du hast mir schon mal geholfen, und ich habe wieder ein Problem und brauche deine Hilfe. Nur noch dieses eine Mal.“ Also traf ich mich mit ihm und fragte ihn, ob er versucht hatte, Arbeit zu finden. „Ja, irgendwie. Ich habs probiert.“ Die Wirtschaftslage war damals gut; er konnte Arbeit bekommen, wenn er wollte. Ich sagte: „Lass mich darüber beten.“ Das tat ich und hatte den Eindruck, dass Gottes Liebe mich drängte, ihm zu helfen – mit einer Einschränkung. Also traf ich mich wieder mit ihm und sagte: „Bruder, ich werde dir noch einmal helfen. Aber ich habe den Eindruck, ich soll dir auch etwas dazu zu sagen: Was ich dir jetzt gebe, ist keine Antwort auf deinen Glauben. Es ist nicht die Frucht deines Glaubens und keine Gebetserhörung. Es ist reine Barmherzigkeit, weiter nichts – Barmherzigkeit. Du musst dir eine Arbeit suchen. Verstehst du das? Ich glaube, Gott hat mir aufgetragen, dir das zu sagen. Das ist keine Gebetserhörung und nicht die Frucht deines großen Glaubens. Es ist reine Barmherzigkeit, nichts anderes. Ich habe den Eindruck, dass Gottes Liebe mir aufträgt, dir noch einmal zu helfen. Aber such dir eine Arbeit.“ „Das mache ich. Vielen Dank.“ Ein halbes Jahr später: „Kannst du mir noch einmal helfen?“ Ich sagte: „Nein.“ Er bettelte mich an. Er hatte meine private Telefonnummer herausgefunden – das war noch vor dem Zeitalter der Mobiltelefone. Und er rief mich ständig zu Hause an, sogar um sechs Uhr morgens: „Bitte, ich stehe unter Druck. Meine Familie steckt in Schwierigkeiten.“ Er versuchte mir Schuldgefühle einzureden und rief mich jeden Tag an. Ich sagte: „Ich treffe mich mit dir, aber ich kann dir nichts versprechen.“ Ich traf mich mit ihm, hörte ihm zu und sagte: „Ich werde dir nicht helfen. Du hast im letzten halben Jahr nicht einmal versucht, Arbeit zu finden. Ich hatte dir doch erklärt, dass Gott mir das als Nachricht an dich aufgetragen hatte.“ „Aber du musst doch…“ Und dann überhäufte er mich mit Bibelstellen. „Jesus hat gesagt: Gebt demjenigen, der euch bittet. In der Bibel steht: Wer seinen Bruder Mangel leiden sieht und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt die Liebe Gottes in ihm?“ Er zog mir quasi mit der Bibel eins über den Kopf. Also schlug ich zurück. „Hat Jesus gesagt: Geht in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur?“ Er sagte: „Ja.“ Ich fragte: „Weißt du, wie Paulus und Silas nach Bithynien gehen und das Evangelium predigen wollten und der Heilige Geist erlaubte es ihnen nicht? Und sie versuchten nach Kleinasien zu gehen und der Heilige Geist verbot ihnen auch das?“ Er sagte: „Ja.“ Ich sagte: „Ist Bithynien Teil der ganzen Welt?“ – „Ja.“ „Ist Kleinasien Teil der ganzen Welt?“ – „Ja.“ Ich sagte: „Aber der Heilige Geist verbot ihnen hinzugehen, obwohl Jesus gesagt hatte: Geht in alle Welt? Sie hatten also offenbar eine konkrete Aufgabe zu erledigen.“ – „Kann sein.“ Ich sagte: „Der gleiche Heilige Geist, der Paulus und Silas verbot, nach Kleinasien und Bithynien zu gehen, verbietet mir, dir noch mehr Geld zu geben.“ Und ich half ihm nicht. Ich wollte nicht gemein sein, aber es war wichtig. Beim ersten Mal drängte mich Gottes Liebe, ihm zu helfen, ebenso wie beim zweiten Mal. Beim dritten Mal zügelte mich Gottes Liebe. Es war das Beste für ihn. Es wäre keine Hilfe für ihn gewesen, ebenso wie es dem verlorenen Sohn vor seiner inneren Veränderung nicht geholfen hätte, wenn sein Vater ihm in das ferne Land gefolgt wäre und ihn herausgeholt hätte.

Die Frage ist, was das alles für Sie bedeutet. Was sagt Gott heute zu Ihnen? Vielleicht sollen Sie anfangen Unterweisung zu lieben oder auf die Unterweisung der Liebe zu hören. Vielleicht drängt manche von Ihnen Gottes Liebe, einen Schritt zu gehen. Andere hält Gottes Liebe vielleicht zurück und sagt: „Wenn du das tust, hast du nicht meinen Segen dazu.“ Liebe zur Unterweisung, die Unterweisung der Liebe. Bitte beten Sie mit mir.

Vater im Himmel, wir wollen vor Dir still werden. Bitte hilf uns aufzunehmen, was Dein Heiliger Geist jetzt zu uns sagt. Ich möchte Ihnen weitersagen, was Maria den Dienern auf der Hochzeit sagte, als der Wein ausging. Sie sagte über ihren Sohn Jesus: „Was immer er euch aufträgt, das tut.“ Das möchte ich auch Ihnen sagen: Tun Sie, was immer Er Ihnen aufträgt.

Es zahlt sich immer aus, Gott zu gehorchen. Und Gottes Liebe ist in unsere Herzen ausgegossen durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt. Liebe Freunde, die Liebe muss in unserem Leben die Grenzen setzen. Wenn Gott Sie angesprochen hat, dann tun Sie, was Er gesagt hat. Die Worte von Maria, der Mutter von Jesus, bei der Hochzeit von Kana sind da sehr passend: „Was immer er euch aufträgt, das tut!“ Und es lohnt sich immer, wenn wir Gott gehorchen. – Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.

 

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