Leben als Christ

Die gute Nachricht weitersagen – Bootstour mit Bayless

Heute nimmt Bayless dich dorthin mit, wo er glücklich ist: auf dem Meer und beim Fischen. Fahr mit ihm hinaus auf den Pazifik und entdecke, was das Fischen damit zu tun hat, die gute Nachricht von Jesus weiterzusagen. Genieße diese besondere Bootstour-Predigt – sie zeigt dir, wie du Gottes Auftrag auch heute in deinem Leben ganz praktisch umsetzen kannst.

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Predigtmanuskript

 

Hallo Freund, ich heiße Sie herzlich willkommen!

 

Wir sind heute auf dem Meer. Ich liebe das Fischen. Und ich liebe das Speerfischen. Dabei springt man ins Wasser und macht das, was man Freitauchen nennt. Man hält die Luft an, taucht mit einer Harpune ins Meer, wird Teil der Nahrungskette und jagt sein Essen selbst. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, um draußen zu sein, Essen für die Familie und ein paar Nachbarn zu beschaffen, Bewegung zu haben und mal für sich zu sein.

 

Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Folgt mir nach. Ich will euch zu Menschenfischern machen.“ Es gibt viele Parallelen zwischen dem Fischen im Meer und dem Fischen nach Menschen. Für die vielen verschiedenen Fische gibt es viele verschiedene Fangmethoden. Man kann an der Oberfläche fischen oder in der Tiefe. Man kann angeln, Köder verwenden, Lebendköder nehmen oder mit dem Speer fischen wie ich. Es gibt ganz viele verschiedene Methoden. Und genauso fischt man auch nicht jeden Menschen mit der gleichen Methode. Jeder ist anders und reagiert anders. Jeder hört auf andere Weise. Wir wollen verschiedene Fischfangmethoden mit verschiedenen Methoden zum Menschenfischen vergleichen. Ich bin sicher, dass diese Predigt ein Segen für Sie sein wird. Ja, sie ist etwas außergewöhnlich. Aber ich möchte Sie dorthin mitnehmen, wo ich glücklich bin. Und wir wollen darüber reden, wie man Menschen fischt.

 

In Matthäus 4,18-20 heißt es in der Bibel:

 

„Als er aber am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder: Simon, genannt Petrus, und Andreas, seinen Bruder, die ein Netz in den See warfen, denn sie waren Fischer. Und er spricht zu ihnen: Kommt, mir nach! Und ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sie aber verließen sogleich die Netze und folgten ihm nach.“

 

Wenn wir Jesus ehrlich nachfolgen, wird er uns zu Menschenfischern machen. Die Seelen der Menschen sollen uns ein Anliegen sein.

 

Ich möchte Sie heute mit aufs Meer nehmen. Wir fahren mit dem Boot 80 Kilometer in den Pazifik hinaus zu den Fischgründen für Thunfisch und gehen fischen. Aber wissen Sie was? Dazu müssen wir das Schiff bereit machen. Wir müssen die Ausrüstung bereit machen. Und wenn wir Fische fangen wollen, müssen wir dort hinfahren, wo die Fische sind.

 

Jesus wurde nicht zwischen zwei Kerzen auf einem Kirchenaltar gekreuzigt. Sein Kreuz stand draußen mitten unter den Menschen. Wenn wir Menschenfischer sein wollen, müssen wir Kontakt zu den Leuten haben. Wir müssen dort hinfahren, wo die Fische sind. Wir müssen zum Seufzen und Sterben und zu der kaputten Menschheit hinausfahren und ihnen die gute Nachricht von Jesus bringen. Und wir wollen uns verschiedene Methoden dafür anschauen.

 

Aber gleich eins zu Beginn: Als Nachfolger von Jesus müssen Sie sich dafür entscheiden, ein Menschenfischer zu werden. Und Gott wird Sie mit Ihrer einzigartigen Persönlichkeit und Ihren einzigartigen Gaben gebrauchen. Die Art, wie Sie nach Menschen fischen sollen, wird in mehrerlei Hinsicht genau zu Ihnen passen. Fahren wir also hinaus aufs Wasser und lernen wir etwas über das Menschenfischen.

 

Wir sind draußen in den Thunfischgründen oder zumindest in der Nähe davon. Das ist ein guter Ort für Blauflossenthunfisch. Wir haben hier schon Gelbflossenthunfisch gefangen. Und es ist auch ein guter Ort für Gelbschwanzmakrelen. Schon allein für diese Fischarten gibt es ganz viele verschiedene Fangmethoden. Heute Morgen um vier, als es noch dunkel war, haben wir Flatfall-Jigs ausgeworfen, ein guter Köder für Blauflossenthunfische. Die werden bis zu 130 Kilo schwer. Leider haben wir letzte Nacht keinen erwischt, aber wir sind noch nicht fertig. Man kann auch mit Lebendködern angeln. Wir haben hier einen Ködertank und das ist eine kleine Makrele. Heute Morgen haben wir ein paar Makrelen gefangen. Man kann also auch mit Makrelen Thunfische angeln. Und hier habe ich einen kleinen Jig. Der funktioniert gut bei Gelbflossenthunfisch. All diese Köder kann man schon allein für diese paar Fischarten auf ganz verschiedene Art und Weise verwenden. Man kann in der Tiefe angeln oder an der Oberfläche. Und so, wie es verschiedene Fische gibt und man sie auf ganz verschiedene Art und Weise fängt, gibt es auch viele verschiedene Möglichkeiten, Menschen für Jesus zu erreichen.

 

Ich werde jetzt etwas tun, das ich sehr gern mache: Ich springe ins Meer, halte die Luft an, tauche hinunter, suche hoffentlich einen schönen Fisch aus und fange ihn, damit wir ihn essen können. Speerfischen ist eine der nachhaltigsten oder vielleicht sogar die nachhaltigste Art, Fische aus dem Meer zu holen. Weniger als 1 Prozent aller Fischfänge auf der Welt gehen auf die Speerfischerei zurück. Wir können einen erwachsenen Fisch aussuchen. Es gibt keinen Beifang und keine Verschwendung. Und wir, unsere Familien und unsere Freunde, haben etwas zu essen. Das mache ich also gleich. Es ist einfach eine andere Fangmethode.

 

Wir haben ja darüber geredet, dass uns Jesus zu Menschenfischern machen will und dass es verschiedene Fangmethoden gibt, so wie sich das Speerfischen vom Angeln unterscheidet.

 

Zu Pfingsten stand Petrus auf und predigte. Und er hatte eine sehr interessante Methode, Menschen für Jesus zu erreichen. Ich nenne es Konfrontation. Zu manchen von Ihnen passt das sehr gut, zu anderen überhaupt nicht. Lesen wir Apostelgeschichte 2, ab Vers 22. Da stand Petrus auf und sagte:

 

„Hört zu, ihr Menschen aus Israel! Ihr alle wisst, dass Gott durch Jesus von Nazareth große Taten, Wunder und Zeichen wirkte und ihn dadurch vor euch allen bestätigte. Ihr aber habt ihn mit der Hilfe von Menschen, die das Gesetz Gottes nicht kennen, ans Kreuz nageln und ermorden lassen. Damit erfüllte sich, was bei Gott lang zuvor beschlossen war. Doch Gott hat ihn aus den Schrecken des Todes befreit und wieder zum Leben auferweckt, denn der Tod konnte ihn nicht festhalten.“

 

Petrus sagte ihnen auch, dass sie Buße tun sollten. Und an diesem Tag kamen 3000 Menschen zu Jesus.

 

Das war einfach die Art, wie Gott Petrus begabt und geschaffen hatte. Er war von den Jüngern immer der Erste, der aktiv wurde oder etwas sagte. Oder zumindest sieht es so aus. Er war ein Macher. Er wollte, dass etwas passierte. Und seine Begabung passte wunderbar dazu. Petrus verhielt sich nicht völlig gegensätzlich zu dem, wie Gott ihn geschaffen hatte. Und das funktionierte. Manche Menschen muss man wirklich mit dem Evangelium bombardieren und mit ihrer Sünde konfrontieren. Man muss ihnen sagen, dass sie Buße tun, von ihren Sünden umkehren und den lebendigen Herrn Jesus annehmen müssen.

 

Vielleicht sind auch Sie eher der Konfrontations-Typ. Sie wollen sagen, was Sache ist. Bei Ihnen gibt es vor allem Schwarz und Weiß. Und Gott gebraucht Menschen auf diese Weise. Ich möchte Sie aber ermutigen, sich vom Heiligen Geist führen zu lassen. Denn Ihr Weg ist nicht der einzige Weg, wie man Menschen mit der Botschaft von Jesus erreichen kann. Sie sind vielleicht so geschaffen. Und Gott wird Sie auf diese Weise gebrauchen. Doch es gibt auch noch andere Methoden, um Menschen zu erreichen. Aber wenn Sie ein Mensch sind, der gern aktiv wird und Sachen anpackt, dann sind Sie vielleicht ein konfrontativer  Fischer. Nun gut. Ich springe jetzt mal ins Wasser und konfrontiere ein paar Fische.

 

Wir liegen gerade vor Anker. Es ist früh am Morgen. Jemand macht ein tolles Frühstück, das wir gleich essen werden. Und ich möchte über eine zweite Evangelisationsmethode sprechen. Ich nenne sie „die Logik“. Hören Sie auf diese Worte aus Apostelgeschichte 17,1-3:

 

„Nachdem sie aber durch Amphipolis und Apollonia gereist waren, kamen sie nach Thessalonich, wo eine Synagoge der Juden war. Nach seiner Gewohnheit aber ging Paulus zu ihnen hinein und unterredete sich an drei Sabbaten mit ihnen aus den Schriften, indem er eröffnete und darlegte, dass der Christus leiden und aus den Toten auferstehen musste, und dass dieser der Christus ist; der Jesus, den ich euch verkündige.“

 

Paulus hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, in die Synagoge zu gehen und ihnen von Jesus zu erzählen. Und das ist interessant. Er begründete und erklärte anhand der Heiligen Schrift, dass Jesus gestorben und auferstanden und der Sohn Gottes ist. Vielleicht passt eine solche Methode gut zu Ihnen. Sie reden über das, was Sie wissen, was Sie studiert haben und vom dem Sie wissen, dass es wahr ist. Sie führen all das in aufeinanderfolgender Reihe als Beweis oder Erklärung für die Notwendigkeit der Rettung und als historischen Beleg für Jesus an. Und Sie wollen die anderen damit nicht in Grund und Boden diskutieren; es ist Ihr Anliegen, das Herz anderer Menschen auf dem Weg der Logik zu erreichen.

 

Viele Menschen sind durch Bücher von Autoren wie C.S. Lewis gerettet worden, die das Evangelium sowohl historisch als auch vom Verstand her begründet haben. Es hat Menschen dazu gebracht, die Aussagen von Jesus ernst zu nehmen. Vielleicht ist das Ihr Stil. Dann wird Gott Sie auf diese Weise gebrauchen. Wie gesagt: Es geht nicht darum, andere mit Argumenten zu bombardieren. Wir müssen uns immer vom Heiligen Geist führen lassen und unser Herz, aber auch unseren Verstand gebrauchen. Wenn das auf Sie zutrifft, dann tun Sie das. Beten Sie für Gelegenheiten. Gott wird Ihnen Türen öffnen, so dass Sie jemand anderem von dem erzählen können, was Sie wissen oder genauer studiert haben. Vielleicht ist das der Schlüssel, durch den sich ein Herz für das Evangelium und die Wahrheit von Jesus öffnet.

 

Die nächste Art der Evangelisation ist durch Ihr Zeugnis. Es bedeutet im Grunde einfach, seine Geschichte zu erzählen. In Johannes 9 gibt es diesen tollen Bericht darüber, wie Jesus einen blind geborenen Mann heilte. Jeder kannte ihn. Und die geistlichen Anführer kamen, nahmen ihn ins Kreuzverhör und fragten: „Wer hat dich geheilt? Wie ist das passiert?“ Seine Eltern, die keinen Ärger mit den Anführern wollten, sagten: „Er ist erwachsen. Fragt ihn selbst.“ Und dann steht in Johannes 9,24:

 

„Sie riefen nun zum zweiten Mal den Menschen, der blind gewesen war, und sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist.“

 

Damit meinten sie Jesus, der ihn geheilt hatte.

 

„Da antwortete er: Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht; eins weiß ich, dass ich blind war und jetzt sehe.“

 

Daraufhin fielen die geistlichen Anführer über ihn her und sagten ihm, er habe keine Ahnung. Doch der Mann sagte: „Seit Anfang der Welt ist noch nie ein Mensch sehend geworden, der blind geboren wurde. Wenn dieser Mann nicht von Gott kommen würde, könnte er nichts tun.“ Er hat nicht argumentiert und niemanden konfrontiert. Er erzählte einfach seine Geschichte. Er sagte: „Eines weiß ich: Was Jesus für mich getan hat.“ Wenn man eher dieser Typ ist, neigt man nicht zum Konfrontieren und ist auch nicht der Verstandesmensch, der seine Argumente systematisch erklärt. Aber man hat eine Geschichte zu erzählen.

 

Ich bin wahrscheinlich am meisten auf diese Weise gebraucht worden, um Menschen zu Jesus zu führen. Ich wurde gerettet, als ich drogenabhängig war und landete in einer Straßenkirche. Davor hatte mir eines Tages in einem Park ein zwölfjähriger Junge von Jesus erzählt. Ich kann sagen: „Ich weiß nur, dass mich die Drogen kaputt gemacht hatten. Ich hatte keine Hoffnung. Mein Leben lag in Trümmern. Doch Jesus hat mich befreit. Man hat mir die Hände aufgelegt und für mich gebetet und ich wurde nach jahrelanger Drogensucht vom Drang nach Drogen befreit. Jesus hat mein Leben verändert.“ Auch Sie haben eine Geschichte. Erzählen Sie sie. Vielleicht denken Sie zuerst einmal darüber nach und üben es. Und wenn sich dann eine Gelegenheit ergibt, legen Sie los. Gott wird es gebrauchen. Sie säen damit Samen für die Ewigkeit von jemandem. Geben Sie Ihr Zeugnis.

 

Der Apostel Paulus war einer der klügsten Köpfe, den es je auf der Welt gegeben hat. Doch was tat er, als er am Ende seines Lebens vor Königen stand? Er sagte: „Wisst ihr, auf dem Weg nach Damaskus kam ein Licht vom Himmel und Jesus hat zu mir gesprochen.“ Er erzählte von seinem Bekehrungserlebnis und seiner Geschichte. Ihre Geschichte hat Kraft, mein Freund. Gott wird sie gebrauchen, wenn Sie sie anderen Leuten erzählen.

 

Die nächste Methode, um nach Menschen zu fischen, nenne ich Beziehungen. In den Evangelien gibt es eine Geschichte über einen Mann, der von Dämonen besessen war und zwischen den Gräbern hauste und von Jesus befreit wurde. Keiner konnte ihn zähmen. Sie legten ihn in Ketten, die er einfach zerriss. Aber Jesus kam und befreite ihn. Er trieb die Dämonen aus. Und in der Geschichte in Markus 5 heißt es, als Jesus gehen wollte:

 

„Und als er in das Boot stieg, bat ihn der, der besessen gewesen war, dass er bei ihm sein dürfe. Und er gestattete es ihm nicht, sondern spricht zu ihm: Geh in dein Haus zu den deinen und verkünde ihnen, wie viel der Herr an dir getan und wie sehr er sich deiner erbarmt hat. Und er ging hin und fing an, im Zehnstädtegebiet auszurufen, wie viel Jesus an ihm getan hatte; und alle wunderten sich.“

 

Jesus sagte nicht: „Geh zu fremden Leuten.“ Das ist auch okay. Doch er sagte: „Geh nach Hause zu deinen Freunden und sage ihnen, was der Herr an dir getan hat.“ Und der Mann ging ins Zehnstädtegebiet. Es gab also in dieser Region zehn Städte. Und in den anderen Evangelien steht dann: Als Jesus das nächste Mal dorthin kam, kam eine große Menschenmenge heraus, um ihn zu sehen. Ich bin mir sicher, dass die Geschichte dieses Mannes der Grund dafür war. Vielleicht hatte er genau wie Sie überall Freunde und tat, was Jesus ihm gesagt hatte: Er ging zu ihnen und erzählte, was der Herr Großes getan hatte. Und das löste offensichtlich einen Dominoeffekt aus.

 

Hier steht: „Alle wunderten sich.“ Einer erzählte es dem anderen und der wieder einem anderen. Es gab einen Dominoeffekt. Man weiß nie. Vielleicht erzählen Sie Ihren Freunden oder Ihrer Familie, was Gott für Sie getan hat.

 

Und dann gibt es vielleicht bei der Arbeit jemanden, der verzweifelt ist. Und einer von denen, denen Sie von Jesus erzählt haben, sagt: „Weißt du was? Du bist gerade niedergeschlagen, weil dein Sohn Drogen nimmt oder diese Probleme hat. Aber jemand aus meiner Familie, mein Onkel oder wer auch immer, war noch viel kaputter. Und er sagt, dass Jesus ihn befreit hat. Ich weiß, dass er keine Drogen mehr nimmt und Frieden hat. Seine Familie war zerrissen und ist jetzt wieder vereint. Vielleicht ist an diesem Jesus doch etwas dran.“ Man weiß nie. Es kann einen Dominoeffekt geben, wenn wir unseren Freunden, Familienmitgliedern, Bekannten und Leuten, die wir kennen, von Jesus erzählen.

 

Es geht nicht darum, auf Fremde zuzugehen. Das ist auch okay. Und manchmal will Gott, dass wir das tun. Aber hier geht es darum, einem Freund von Jesus zu erzählen. Ich glaube, das können wir alle.

 

Beim Thema Evangelisation und Menschenfischen und dem, was Jesus mit jedem macht, der ehrlich zu ihm kommt und ihm nachfolgt, gibt es eine Methode, die oft übersehen wird. Dabei ist sie eine der fruchtbarsten. Ich nenne sie die Einladung. Einfach jemanden einladen. In Johannes 4 gibt es eine Geschichte, in der Jesus eine Frau an einem Brunnen trifft. Er hatte seine Jünger in die Stadt geschickt, um Essen zu kaufen. Es war eine samaritanische Frau. Und eigentlich hielten sich die Juden von den Samaritern fern, weil sie sie als Mischlinge betrachteten. Sie waren jüdischer Abstammung, hatten aber in die kanaanäischen Stämme eingeheiratet.

 

Und diese Frau am Brunnen hatten viele Probleme. Sie war fünfmal verheiratet und lebte nun mit einem Mann zusammen, mit dem sie nicht verheiratet war. Doch Jesus verurteilte sie nicht, sondern zeigte ihr, was in ihrem Herzen verborgen war. Und er offenbarte ihr, dass er der Messias war. Sie war so aufgeregt, dass sie ihren Krug stehenließ, in die Stadt lief und sagte:

 

„Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Dieser ist doch nicht etwa der Christus? Sie gingen zu der Stadt hinaus und kamen zu ihm.“

 

Und weiter heißt es in der Geschichte:

 

„Aus jener Stadt aber glaubten viele von den Samaritanern an ihn um des Wortes der Frau willen, die bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Als nun die Samaritaner zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb dort zwei Tage. Und noch viel mehr glaubten um seines Wortes willen.“

 

Es gab also eine Erweckung in der ganzen Stadt, weil diese Frau gesagt hatte: „Kommt und seht!“ Wirklich erstaunlich. „Kommt und seht selbst!“ Manche Menschen halten sich nicht für fähig, selbst das Evangelium zu verkünden. Aber Sie können andere einladen! Sagen Sie zu Ihrem Nachbarn: „Hey, komm doch mit zum Gottesdienst und hör dir meinen Pastor an. Und hinterher trinken wir einen Kaffee und du sagst mir, was du davon hältst.“

 

In der Cottonwood Church, wo ich Pastor bin, gibt es jede Woche Leute, die Jesus ihr Leben anvertrauen, weil jemand sie eingeladen hat. Suchen Sie nach christlichen Veranstaltungen oder Konzerten oder denken Sie an den Gottesdienst und laden Sie jemanden dazu ein. Ich garantiere Ihnen, dass jemand in Ihrem Umfeld – eine Arbeitskollegin oder ein Nachbar – gerade eine schwere Zeit durchmacht. Sein Leben scheint auseinanderzufallen. Und wenn Sie eine Einladung aussprechen, wird Gott Sie gebrauchen. Er wird das Herz dieser Person berühren und sie wird mitkommen, obwohl sie sonst vielleicht nicht mitgekommen wäre.

 

Ich finde das erstaunlich. Bei uns kommen so oft Menschen zum Altar, die zum ersten Mal im Gottesdienst sind. Und daneben steht ein Freund, der über das ganze Gesicht strahlt und sagt: „Ich habe ihn mitgebracht und jetzt ist er gerettet.“ Und der andere sagt: „Eine Frage. Hat mein Freund Ihnen von unserer Unterhaltung erzählt? Hat er Ihnen gesagt, was Sie sagen müssen?“ Und ich sage: „Nein.“ Er sagt: „Aber Sie haben genau die Sätze gesagt, die ich in unserer Unterhaltung über meine Probleme gesagt habe. Und dann haben Sie darauf geantwortet. Sind Sie sicher, dass er Ihnen nichts davon erzählt hat?“ Und ich sage: „Nein, mit mir hat er nicht geredet, aber vermutlich mit Gott.“ Das ist alles der Heilige Geist. Manche Leute sind ganz überwältigt davon, dass Gott sie kennt.

 

Vertrauen wir einfach, dass Gott seinen Teil tut, wenn wir unseren Teil tun – und das bedeutet, einzuladen. Laden Sie also jemanden zum Gottesdienst oder einer Bibelstunde ein und schauen Sie, was der Herr tut.

 

Die letzte Methode, wie man evangelisieren oder Menschen fischen kann, ist das Dienen. Wir sollen Menschen durch die Liebe von Jesus und in seinem Namen dienen. In Apostelgeschichte 9 gibt es eine Geschichte, wo eine Frau namens Dorkas gestorben war. Die Leute ließen Petrus holen. Er kam und erweckte sie wieder zum Leben. Aber in dieser Geschichte gibt es noch mehr Interessantes. Über die Frau namens Tabita – oder übersetzt Dorkas – heißt es, dass sie viel Gutes und Barmherziges getan hatte. Als Petrus ankam, steht da:

 

„Und alle Witwen traten weinend zu ihm und zeigten ihm die Unter- und Oberkleider, die Dorkas gemacht hatte, während sie bei ihnen war.“

 

Diese Frau hatte Kleider für die Armen und die Witwen gemacht und ihr Leben geprägt. Manchmal genügt ein ganz einfacher Akt des Dienens, um das Herz von jemandem weich zu machen, damit er den Samen des Evangeliums annimmt.

 

Es gibt viele nicht gerettete Menschen, die schon wissen, was sie tun müssten. Aber es fehlt noch eine freundliche Tat, durch die ihr Herz weich wird – wie ein letztes Glied in der Kette, die sie zum Glauben an Jesus führt. Jesus sagte: „Lasst euer Licht vor den Menschen leuchten“ und sprach darüber, gute Werke zu tun. Aber die Wahrheit ist, dass Dienen und Freundlichkeit nicht immer so einfach sind, wie es aussieht. Jesus sagte: „Tut denen Gutes, die euch hassen. Betet für die, die euch beleidigen und verfolgen.“

 

Ich erinnere mich an eine Geschichte, die ich einmal gelesen habe. Es ging darin um einen Mann, der viel in seiner Garage bastelte und Dinge baute. Und weil er so oft dort unten war, beschloss er, eine Lampe zu bauen, die anging, wenn jemand an seiner Haustür klingelte. Statt dass es klingelte, sollte das Licht angehen. Also baute er diese Lampe. Aber sie leuchtete nur ganz schwach, wenn jemand auf die Klingel drückte. Also fragte er einen Freund, der Elektriker war und noch jemand anderen. Und einer von ihnen sagte: „Du musst eines verstehen: Sie leuchtet nur ganz schwach, weil zum Leuchten viel mehr Energie nötig ist als für Lärm.“

 

Und das stimmt. Zum Leuchten braucht man mehr Energie als für Lärm. Leuchten wir also für Jesus!

 

Tun wir gute Werke. Backen Sie jemandem einen Kuchen, bringen Sie ihn vorbei und sagen Sie: „Ich wollte dir nur sagen, dass Jesus dich liebt.“ Dienen Sie anderen. Frauen, dienen Sie Ihren Männern in der Liebe von Jesus. Männer, dienen Sie Ihren Frauen so, wie Jesus Ihnen gedient hat. Dann werden wir erleben, wie viele Menschen zu Jesus kommen.

 

Ob Sie nun derjenige sind, der pflanzt oder derjenige, der gießt oder derjenige, der ernten darf – freuen Sie sich darüber. Wenn niemand sät und niemand gießt, gibt es auch keine Ernte. Ganz gleich, welche Methoden Sie verwenden, um von Jesus zu erzählen – tun Sie, was zu Ihnen passt, aber tun Sie etwas.

 

Wir haben eine großartige Zweitagestour hinter uns. Und das Beste ist, dass wir mit Freunden unterwegs waren, was es sehr wertvoll gemacht hat. Wir haben die gemeinsame Zeit genossen und gefischt. Vor allem getaucht. An den meisten Stellen haben wir leider keine Fische gesehen. Erst hinter Catalina Island gab es ein paar Schwärme schöner großer Gelbschwanzmakrelen. Ich habe zweimal danebengeschossen. Bei einem dachte ich, dass ich ihn bestimmt hätte, aber keine Ahnung, was passiert ist – ich habe ihn einfach nicht getroffen.

 

Dann sind wir ins Bett. Und heute Morgen sind wir zu einem Ort namens Ship Rock auf der Vorderseite von Catalina Island gefahren. Ich war mit einem Freund namens Mike im Wasser. Ein Schwarm mit schönen Gelbschwanzmakrelen kam vorbei und ich konnte einen gezielten Schuss setzen und einen großen Fisch fangen – über 13 Kilo schwer. Das war wirklich ein Spaß. Der Fisch ist sofort in die Felsen hinuntergetaucht. Ich habe festgehalten und versucht, ihn von den Felsen fernzuhalten. Ich habe mich ziemlich verausgabt. Aber schließlich haben wir es geschafft. Mike hat ihn auch noch harpuniert und wir haben ihn zusammen hochgeholt. Es gibt also bald frische Sashimi.

 

Während wir auf dem Wasser waren, haben wir über Evangelisation geredet und wie man Menschen fischt. Und wissen Sie, wir waren ein paar Tage fischen, aber wir haben nur einen ordentlichen Fisch gefangen. Ich habe auch einen schönen Sägebarsch erwischt, aber nur einen unserer Zielfische. Wenn Sie Menschen von Jesus erzählen, bekehrt sich nicht jeder sofort. Aber es lohnt sich schon für einen einzigen. Gott sieht keine Zahlen; Gott sieht den Einen. Gott sieht nicht die Menge; Gott sieht den Einen. Gott sieht immer den Einzelnen. Jesus erzählte ein Gleichnis von einem Hirten, der 99 Schafe alleinließ, um nach dem Einen zu suchen, das verloren war. Der „Eine“ ist Gott immer wichtig. Suchen wir also im Namen von Jesus nach dem Einen.

Kommentare (2)

2 Kommentare

  • Christina Ndimbalan sagt:

    Danke Bayless
    Die Ernte ist groß und der Arbeiter sind wenige ich bete dass noch viele viele ihre Bestimmung sehen und Gottes Wort und Botschaft weitertragen. Ich will meinen Beitrag dazu leisten, denn mein Herz brennt für Jesus. In der vollkommenen Abhängigkeit von Gott und dem heiligen Geist , werde ich meinen Dienst tun. Und Fürbitte , Gebet und Dienst.
    Christina

    • Team Bayless sagt:

      Liebe Christina, es ist so schön zu hören, wie du davon erzählst! Man spürt deine Liebe regelrecht und wir sind überzeugt, dass Gott einen großartigen Plan für dich hat. Vertraue auf ihn und er wird dir die nächsten Schritte zeigen.

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