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Der wunderbare Sohn Gottes

Bayless Conley begibt sich auf eine Reise durch den Kolosserbrief, du erfährst darin mehr über Jesus – deinen Retter, Erlöser und Helfer.

Wenn du verstehst, wer Jesus ist, wird dir das ein besseres Verständnis von Gottes Liebe, seiner Kraft und Barmherzigkeit vermitteln. Jesus ist das exakte Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der das Universum und unser Leben zusammenhält. Wenn du ihm die erste Stelle in deinem Leben einräumst, wird er dich Schritt für Schritt verändern!

Predigtmanuskript

Haben Sie in Ihrem Leben gerade Probleme? Haben Sie den Boden unter den Füßen verloren? Vielleicht ist etwas Unerwartetes in Ihrem Leben geschehen und nun steht von einer Minute auf die andere alles auf dem Kopf. Wissen Sie, es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt. Für Ihn sind Sie keine gesichtslose Person in der Menge, keine Nummer auf einer endlosen Liste. Gott kennt Sie ganz genau und Er will Ihnen helfen. Hören Sie doch in den nächsten Minuten zu. Lassen Sie liegen, was Sie gerade tun. Wir wollen Gottes Wort den ersten Platz einräumen. Ich vertraue darauf, dass Gott Sie heute durch Seinen Geist und Sein Wort anspricht. Ich glaube, Sie werden bekommen, was Sie benötigen.   Heute soll es um den Kolosserbrief gehen, und zwar um vier Dinge, die dort über Jesus, den Sohn Gottes stehen. Sicher werden mehr als vier Dinge genannt, doch wir haben nicht genug Zeit, auf alle einzugehen.   Der erste Punkt, den wir uns anschauen wollen, ist, dass Jesus vor allem anderen existiert hat. In Kolosser, Kapitel 1, Vers 15, heißt es über Jesus:   Kolosser 1:15 „Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung.“   Jesus zu sehen bedeutet den Vater zu sehen. Der sichtbare Jesus ist das genaue Abbild des unsichtbaren Gottes. Und Er ist „der Erstgeborene aller Schöpfung“. Das heißt nicht, dass Jesus als Teil der Schöpfung geboren wurde. Genau genommen war das eine Redewendung, die jeder hebräisch denkende Mensch verstand. Sie spielt auf die Autorität, Herrschaft und Macht an, die ein erstgeborener Sohn hatte, so wie in einer jüdischen Familie der erstgeborene Sohn das Sagen hatte und ihm fiel das Erbe zu. Jesus hat die Macht. Er herrscht über die ganze Schöpfung. Das ist gemeint, wenn es über Ihn heißt „der Erstgeborene aller Schöpfung“.   Der nächste Vers erklärt, warum Jesus über der ganzen Schöpfung steht. Vers 16:   Kolosser 1:16 „Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen. Und er ist vor allem...“   Wörtlich: „Er existierte vor allem“; „... und alles besteht durch ihn“ oder: „Er hält alle Dinge zusammen.“   Liebe Freunde, Jesu Existenz begann nicht im Stall von Bethlehem. Er existierte seit aller Ewigkeit beim Vater. Er existierte bereits, bevor es die Zeit gab. Er ist der Schöpfer und Er tat das Erstaunlichste, was man sich vorstellen kann: Er verließ die Ewigkeit und kam in die Zeit. Er legte alle Herrlichkeit, Vorrechte und Seinen Rang ab. Der Schöpfer unterstellte sich willig Seiner eigenen Schöpfung. Er wurde nicht in einem Palast, sondern in einem Stall geboren und wuchs im Haus eines armen Zimmermanns auf. Denken Sie nur: Der Schöpfer opfert sich selbst und stirbt für Seine Schöpfung. Sie wollen etwas Dramatisches? Hier haben Sie es. Hier finden Sie Schönheit und Extravaganz und Liebe. Es ist die Geschichte aller Geschichten.   Ich glaube, Charles Wesley hatte recht, als er in seinem Lied schrieb: „Wunderbare Liebe, wie kann es sein, dass du, mein Gott, für mich starbst?“ Allein der Gedanke ist überwältigend. Eine solch gewaltige, herrliche Gnade! Was für ein Retter! Das ist unser Jesus! Und wissen Sie, wenn Er das gesamte Universum durch die Macht Seines Wortes zusammenhält, dann kann Er auch Ihr kleines Leben zusammenhalten. Er kann verhindern, dass Ihr Leben auseinanderfällt.   Das bringt uns zum zweiten Punkt im Kolosserbrief, über den wir sprechen wollen, und zwar, dass Jesus über allem anderen steht. Jesus steht über allem. Er ist nicht nur das Haupt der ganzen Schöpfung, sondern insbesondere das Haupt der Gemeinde. Schlagen Sie bitte mit mir Vers 18 auf, den nächsten Vers in Kapitel 1.   Kolosser 1:18 „Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe.“   Damit Er der Erste sei, damit Er der Oberste sei, damit Er in allem den Vorrang habe. Und hier heißt es, Er ist der „Erstgeborene aus den Toten“. Wir haben vorhin in Vers 15 gelesen, dass Er der „Erstgeborene aller Schöpfung“ ist. Vers 15 spricht von Seiner Würde und Autorität und Macht; Vers 18 spricht von Seiner Auferstehung: „der Erstgeborene aus den Toten“.   Rein sachlich betrachtet war Jesus nicht der Erste, der von den Toten auferweckt wurde. Elia weckte den Sohn der Witwe von Zarpat auf. Elisa weckte den Sohn der schunemitischen Frau von den Toten auf. Als Elisa starb, legte man ihn in ein Grab. Viele Jahre später waren einige Soldaten mit einem toten Kameraden auf dem Rückweg zu ihrer eigenen Truppe. Als sie feindliche Truppen sahen, wurde ihnen klar, dass sie die Leiche zurücklassen müssen. Sie sahen ein Grab, warfen die Leiche hinein und sie berührte Elisas Knochen. Da wurde der Mann wieder lebendig. Jesus weckte den Sohn der Witwe von Nain von den Toten auf. Er weckte die Tochter von Jaïrus und Lazarus von den Toten auf - und das alles vor Seiner eigenen Auferstehung.   Aber wissen Sie, alle diese Menschen starben irgendwann wieder. Jesus war der Erste, der von den Toten auferstand und nie wieder starb; und Er war der Einzige, der aus eigener Kraft wiederauferstand.   Jesus sagte in Johannes 10:18: „Niemand nimmt [mein Leben] von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wieder zu nehmen.“   Er ist der Einzige, der von den Toten auferstand und als Sohn Gottes und Herr über alles bezeichnet wurde. Darum ist Er der „Erstgeborene aus den Toten“.   Aber wissen Sie, dass Jesus der Erstgeborene ist, weist auch darauf hin, dass es einen Zweit- und Drittgeborenen geben wird und weitere andere. Das heißt: Wer Jesus annimmt und darauf vertraut, dass Er starb, begraben wurde und auferstanden ist, der wird ebenfalls auferstehen. Es findet eine geistliche Auferstehung statt. Durch unsere Sünden sind wir tot vor Gott; unser Geist ist von Gott getrennt. Doch wer auf Jesus Christus vertraut, dessen Geist wird neu geboren und erlebt sozusagen eine Auferstehung.   Nun bin ich vielleicht nicht der Zweit- oder Dritt- oder Viertgeborene, sondern irgendwo ganz hinten in der Masse. Wissen Sie, Jesus bekam bei Seiner Auferstehung einen neuen Körper. Er konnte immer noch Fisch und Honig essen und durch Wände gehen und den Fisch und Honig „mitnehmen“. Eines Tages bekomme ich einen Auferstehungskörper, so wie Jesus. Das wird schön, denn dieser Körper hier macht mir manchmal Probleme.   Im Römerbrief wird Jesus der „Erstgeborene von vielen Brüdern“ genannt. Wussten Sie eigentlich, dass der Teufel das nicht geahnt hat? Er versuchte die Menschenmenge gegen Jesus aufzubringen, damit sie Ihn packen und umbringen. Warum? In der Bibel steht, weil Jesus umherzog und Gutes tat und alle heilte, die der Teufel bedrängte, denn Gott war mit Ihm.   In 1. Johannes heißt es: „Hierzu ist der Sohn Gottes offenbart worden, damit er die Werke“ - Mehrzahl! - „des Teufels vernichte.“ In Seinem irdischen Leben heilte Jesus Kranke, wohin Er auch kam; Er weckte Tote auf, reinigte Aussätzige, rettete Menschen aus den Fängen der Sünde und gab den Hoffnungslosen Hoffnung. Und Satan versuchte immer wieder, Ihn zu stoppen, aber die Bibel sagt, Jesus ging einfach durch die Menschenmenge hindurch und weg. Satan sagte: „Das verstehe ich nicht. Ich bekomme ihn einfach nicht zu fassen!“ Doch eines Tages wurde Jesus gefangen genommen und der Teufel dachte sich: „Seltsam, dieses Mal ist er nicht weggegangen.“ Jesus wurde ein Scheinprozess gemacht und gefoltert. Satan dachte: „Jetzt läuft alles so, wie ich es will.“ Jesus wird nach Golgatha gebracht, wird gekreuzigt und stirbt. Und Satan denkt sich: „Ich habe gewonnen!“ Wenn die Herrscher dieser Welt das gewusst hätten, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nie ans Kreuz geschlagen. Die Erlösung war ein Geheimnis Gottes. Satan hatte keine Ahnung, was passieren würde. Und er dachte: „Endlich bin ich ihn los. Ich habe gewonnen.“ Doch drei Tage später geschah etwas. O ja! Jesus wurde von den Toten auferweckt. Er hat den Teufel unter Seine Füße getreten und nahm die Schlüssel des Todes und der Hölle an sich. Jesus sagte: „Ich lebe in Ewigkeit und ich habe die Schlüssel. Alle Macht im Himmel und auf Erden gehört mir. Deswegen geht in meinem Namen in die Welt. Treibt böse Geister aus. Ordnet euch Gott unter, widersteht dem Teufel und er wird von euch fliehen“, heißt es in der Bibel. Als Satan Jesu Fuß im Nacken spürte, dachte er sicher: „Ich glaube, ich habe einen Fehler gemacht.“   Aufgrund dessen, wer Jesus ist und was Er getan hat, sollte Er in allen Dingen der Erste sein. Er sollte über allem stehen, ganz besonders in Bezug auf die Gemeinde, wie es in unserem Vers heißt. Er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde und Er sollte über allem anderen stehen. Er sollte in allen Dingen der Erste sein. Und für uns als Gemeinde sollte Er im Mittelpunkt von allem stehen, was wir tun: im Mittelpunkt unserer Arbeit, im Mittelpunkt unserer Anbetung. Wenn Jesus nicht mehr im Mittelpunkt steht, ist die Gemeinde vom Weg abgekommen.   Wir sollten nicht wie die Gemeinde in Ephesus werden, zu der Jesus in der Offenbarung sagt: „Ihr habt eure erste Liebe verlassen.“ Jesus muss in unserem Herzen und Leben an erster Stelle stehen. Selbst wenn Jesus in Ihrer Gemeinde an erster Stelle steht, wenn dort die Menschen von Ihm singen, Ihn anbeten, über Ihn predigen und spenden, damit die Welt von Ihm erfährt, heißt das nicht, dass Jesus auch in Ihrem persönlichen Leben an erster Stelle kommt.   Ich glaube, Jesus muss in der Gemeinde an erster Stelle stehen, aber auch in unserem ganz persönlichen Leben. Er muss zum Beispiel bei unserer Zeit an erster Stelle stehen. Jesus verdient etwas Besseres als „übrig gebliebene“ Zeit, nachdem wir alles andere geplant haben, das wir tun wollen. Er muss bei unserer Zeitplanung an erster Stelle kommen. Das Gleiche gilt für unsere Finanzen. Jesus sagte: „Wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“ Was wir mit unserem Geld tun, zeigt immer ziemlich deutlich, wo wir mit Gott stehen. Darum sagt die Bibel, wir sollen Ihn ehren, indem wir Ihm das Erste von allem geben, was wir bekommen. Mehr als alles andere will Gott unser Herz haben. Wenn Er unser Geld hat, hat Er auch unser Herz. Und wenn Er unser Herz hat, kann Er durch uns und für uns erstaunliche Dinge tun.   Vielleicht kennen Sie die folgende Geschichte. Ein Mann sagte zu seinen beiden Freunden: „Gott kommt bei meinem Geld an erster Stelle. Ich ziehe einen Kreis auf dem Boden und werfe mein Geld in die Luft. Alles was in den Kreis fällt, gehört Gott; alles was außerhalb davon landet, gehört mir.“ Aber er warf das Geld meistens so, dass nicht viel davon im Kreis landete. Der zweite Freund sagte: „Ich mache das genauso: Ich ziehe einen Kreis, werfe das Geld in die Luft und alles was außerhalb vom Kreis landet, gehört Gott. Alles andere gehört mir.“ Doch meistens warf er das Geld so, dass das meiste auf seinem Fleck landete. Der dritte Freund sagte: „Ich werfe mein Geld einfach in die Luft und sage: Gott, nimm dir einfach, was du willst; ich nehme dann alles, was wieder runterkommt.“ Genau.   Außerdem muss Jesus auch bei unseren Entscheidungen an erster Stelle stehen. Wir müssen Ihn bei unseren Entscheidungen um Seinen Rat fragen.   Meine Frau und ich besuchten einmal eine gute Freundin. Sie hatte eine Entscheidung getroffen, die in unseren Augen schlimme Folgen haben würde, also besuchten wir sie und wollten mit ihr darüber reden. Am Ende geschah Folgendes. Wir saßen mit ihr auf der Couch und ich fragte sie: „Hast du je Gott gefragt, was Er davon hält?“ Und unsere Freundin hat eigentlich eine lebendige Beziehung zu Jesus. Sie sagte „Nein.“ Ich fragte: „Warum?“ und sie antwortete: „Wenn ich Ihn frage, wird Er mir antworten und ich will, glaube ich, nicht hören, was Er zu sagen hat. Darum habe ich Ihn nicht gefragt.“ Wenigstens war sie ehrlich. Besser als „lauwarm“ zu sein. Aber Jesus muss bei unseren Entscheidungen und unserer Zeitplanung und unserem Geld an erster Stelle kommen. Er sollte über allem anderen stehen.   Kommen wir jetzt zum dritten Punkt, den wir im Kolosserbrief über Jesus finden, nämlich dass Jesus der Sieger ist. Kolosser, Kapitel 2, Vers 13:   Kolosser 2:13-15 „Und euch, die ihr tot wart in den Vergehungen und in dem Unbeschnittensein eures Fleisches, hat er mit lebendig gemacht mit ihm, indem er uns alle Vergehungen vergeben hat. Er hat den Schuldschein gegen uns gelöscht, den in Satzungen bestehenden, der gegen uns war, und ihn auch aus unserer Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte; er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph über sie gehalten.“   „In ihm“ heißt hier „durch das Kreuz“. Jesus hat Gewalten und Mächte entwaffnet. Mit diesen Worten beschrieb Paulus gern die dämonischen Kräfte. Im Epheserbrief, der eng mit dem Kolosserbrief zusammengehört, heißt es in Kapitel 6, Vers 11 und 12: „Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an... Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt.“   Ich sage gleich noch etwas zu diesem Vers und darüber, dass Jesus durch das, was Er am Kreuz getan hat, diese Mächte entwaffnet hat. Doch schauen wir uns erst noch den Vers direkt davor an.   Kolosser 2:14 „Er hat den Schuldschein gelöscht, der gegen uns war, und ihn ans Kreuz genagelt.“   Das ist eigentlich eine juristische Formulierung aus dem Schuldrecht. Sie beschreibt ein juristisches Dokument, in dem die Schulden eines Menschen festgehalten sind. Das hat Jesus weggenommen und ans Kreuz genagelt.   Jüdische Menschen, die zur Zeit der Bibel lebten, verstanden genau, was damit gemeint war, denn es bezog sich auf einen bestimmten Rechtsbrauch im alten Israel. Davon ist in Jesaja 40:2 die Rede. Wahrscheinlich haben Sie diesen Vers schon einmal gehört. Gott sagt hier: „Redet zum Herzen Jerusalems und ruft ihm zu, dass seine Zwangsarbeit vollendet, dass seine Schuld abgetragen ist! Denn es hat von der Hand des Herrn das Doppelte empfangen für all seine Sünden.“ Wenn Gott uns zweimal für etwas bestrafen würde, das wir einmal getan haben, wäre das nicht sehr beruhigend. Aber das heißt es gar nicht. Hier steht: „Deine Zwangsarbeit ist vollendet, deine Schuld ist abgetragen, du hast vom Herrn das Doppelte für deine Sünden empfangen.“   Das Wort „Doppeltes“ heißt eigentlich „etwas Zusammengefaltetes“. Das gleiche Wort taucht in
  1. Mose 26 auf, wo es heißt, dass die Zeltdecke doppelt gelegt werden soll. Wenn jemand sich so sehr verschuldet hatte, dass er die Schuld nie wieder abtragen konnte, gab er eine Bankrotterklärung ab. Dann ging man zum Stadttor, wo die Ältesten ihre Geschäfte abwickelten. Dort wurde diese schriftliche Bankrotterklärung, das Dokument, dass der Betreffende seine Schulden nicht abzahlen konnte, an eine Säule geheftet. Das war im Prinzip die öffentliche Informationstafel. Und dieser Akt war eine letzte Bitte um Erbarmen, denn wenn die Schuld nicht bezahlt wurde, musste derjenige ins Gefängnis und sich als Leibeigener verkaufen. Wenn jemand anderes Mitleid und die nötigen Mittel hatte und sich bereit erklärte, nahm er den Schuldschein und zahlte den entsprechenden Betrag an die Ältesten. Die nahmen dann den Schuldschein, falteten ihn in der Mitte und nagelten ihn wieder an die Säule. Damit waren alle Schulden bezahlt und der Betreffende war frei.
  Liebe Freunde, die Menschheit ist geistlich bankrott. Wir haben nicht die Mittel, um die Schuld unserer Sünde abzuzahlen. Doch Jesus kam in Seiner großen Barmherzigkeit und sagte: „Ich kümmere mich darum.“ Er faltete den Schuldschein und nagelte ihn an Sein Kreuz und schrieb darauf mit Seinem eigenen Blut: „Vollständig bezahlt.“ Das ist Barmherzigkeit! Das ist Mitgefühl! Unsere Schuld ist bezahlt. Und gleichzeitig, sozusagen in einem Doppelschlag, entwaffnete Er die Mächte und Gewalten, die gegen uns standen. Er stellte sie öffentlich zur Schau und triumphierte am Kreuz über sie.   „Öffentlich zur Schau stellen“ bedeutet genau das: öffentlich. Es geschieht nicht in irgendeiner Ecke. Im Griechischen hat es die Nebenbedeutung, dass etwas unerschrocken getan wird, selbstbewusst und laut.   Als Jesus von den Toten auferstand und die Mächte der Finsternis besiegte, stellte Er sie öffentlich zur Schau. Der ganze Himmel konnte sehen, wie Er über sie triumphierte. Das ist eine Anspielung auf einen römischen Brauch, den Triumphzug. Die Menschen zur Zeit der Bibel, besonders in der Stadt Kolossä, verstanden dieses Bild, weil so etwas in ihrer eigenen Stadt geschah. Wenn ein römischer Feldherr gegen die Feinde Roms in den Kampf zog und die feindliche Armee besiegte, dann zog er auf dem Rückweg nach Rom mit einer großen Parade durch alle Städte, die auf dem Weg dorthin lagen. Das nannte sich „Triumphzug“. Der Feldherr ritt auf seinem Schlachtross und in seiner Rüstung durch die Stadt und alle Kriegshelden mit ihm und die Menschen standen auf den Straßen und jubelten. Und hinter ihm her zogen alle Kriegsgefangenen aus der unterlegenen Armee, gefolgt von allen Waffen und aller Kriegsausrüstung, die man dem Feind abgenommen hatte. Und schließlich, ganz am Ende dieses Zuges, kam der feindliche Feldherr oder König, der besiegt worden war, und zwar nackt, gedemütigt und in Ketten. Und alle kamen und schauten ihn sich an: „Das ist derjenige, der uns bedroht hat? Das ist der, vor dem wir Angst hatten? Das ist der, der unser Leben bedroht hat? Er? Er ist besiegt und gedemütigt.“   Und die Bibel sagt uns, dass Jesus Christus, als Er von den Toten auferweckt wurde, Seine Feinde öffentlich zur Schau gestellt hat. Die Engel des Himmels kamen und fragten: „Ist das der, der ein Drittel unserer Brüder mit auf die Erde genommen hat? Ist er derjenige, der zornig umhergezogen ist? Ist er derjenige, der die Menschheit geplagt hat? Er ist besiegt! Er ist entwaffnet! Sein Heer ist vollständig besiegt!“   Und, ja, es gibt einen geistlichen Konflikt. Die Bibel sagt, dass es einen geistlichen Krieg gibt. Satan ist noch eine Weile da, aber nicht für immer. Doch wir dürfen nicht vergessen, dass er ein besiegter Feind ist. An diesen geistlichen Krieg sollten wir nie aus einer Opferposition heraus herangehen, sondern immer als Sieger, denn Jesus hat diesen Krieg bereits für uns gewonnen. Darum heißt es in der Bibel: „Ordnet euch Gott unter. Widersteht dem Teufel, dann flieht er von euch.“ Darum sagte Jesus: „Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben; darum geht hin in meinem Namen.“ Wenn man das nicht weiß, wird der Teufel dieses Unwissen immer ausnutzen. Aber er ist ein besiegter Feind.   Schauen wir uns nun noch den vierten Punkt an: Jesus ist für alle da. Vielleicht können Sie kurz hier nach vorn schauen, denn ich will diese Verse nach einer anderen Übersetzung vorlesen.   Kolosser 3:10-11 „Ihr seid neue Menschen geworden, die ständig erneuert werden. Dies geschieht, indem ihr Christus immer ähnlicher werdet, so wie Gott es sich gedacht hat. Es kommt in diesem neuen Leben nicht darauf an, ob ihr Jude oder Grieche, beschnitten oder unbeschnitten seid, ob euer Volk zivilisiert oder primitiv ist, ob ihr versklavt oder frei seid, sondern es kommt in allem nur auf Christus an und darauf, dass er in uns allen lebt!“   Dieser Jesus, der schon immer da war, der über allem steht und der der Sieger ist, ist für Sie da. Vielleicht denken Sie: „Ich weiß nicht, ob Er mich wollen würde“, aber ich sage Ihnen: Er will Sie. „Aber Sie wissen gar nicht, was ich für ein schlechtes Leben geführt habe.“ Nichts, was Sie tun, bringt Jesus dazu, dass Er aufhört, Sie zu lieben. Selbst wo Sie versagt haben und Ihr Gewissen Sie plagt: Jesus ist für jede dieser Sünden gestorben, ganz gleich ob Sie durch Tun oder Unterlassen gesündigt haben. Er ist für Sie gestorben. Gott liebt Sie. Und es geht nicht um Rituale oder Zeremonien. Es geht um eine lebendige Beziehung zum Schöpfer. Ich kann Ihnen sagen: Gott gibt es wirklich!   Vor über dreißig Jahren habe ich Ihn in einer kleinen Missionskirche kennengelernt. Ich war drogenabhängig. Ein zwölfjähriger Junge hatte mir in einem Park von Jesus erzählt. Damals, ich war um die zwanzig, habe ich zum ersten Mal das Evangelium gehört und „Ja“ zu Jesus gesagt. Ich habe mein Vertrauen auf das gesetzt, was Er durch Seinen Tod am Kreuz und Seine Auferstehung getan hat. Gott hat mich verändert. Wir haben heute keine Zeit, näher darauf einzugehen, aber im Kolosserbrief ist auch von „Jesus in uns“ die Rede: „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Jesus ist nicht nur um uns oder neben uns, wir müssen nicht sagen: „Jesus, komm bitte her.“ Er lebt in uns. Wenn wir „Ja“ zu Ihm sagen, zieht Er durch Seinen Geist in unser Leben ein. Wir werden an der Stelle verändert, die am wichtigsten ist, die uns ausmacht: Wir werden in unserem Geist wieder mit Gott verbunden. Die Auferstehung, von der ich sprach, findet in unserem Geist statt. Von außen sehen wir noch genauso aus - außer dass wir vielleicht wochenlang ein Lächeln auf dem Gesicht haben -, aber innerlich verändert sich alles. Und dann bewirkt Gott eine Veränderung von innen nach außen. Das meint die Bibel, wenn es heißt, dass wir an unserer Errettung mit „Furcht und Zittern“ arbeiten sollen, denn Gott wirkt in uns. Unsere Aufgabe ist es, das umzusetzen, was Gott in uns hineingelegt hat. Darum geht es im Leben als Christ. Es geht nicht um äußerliche Regeln und Normen und den Versuch, besser zu sein. Es geht nicht darum, auf dieses oder jenes zu verzichten. Es geht darum, das Leben, das Gott in uns hineingelegt hat, nach außen wirken zu lassen. Das tun wir als Gemeinschaft, wenn wir gemeinsam beten und Gottes Wort hören. Und es ist ein wunderbares Leben. Es ist nicht immer einfach, aber es ist wunderbar. Jesus hat es so gesagt: „Wer bereit ist, sein Leben zu verlieren um meinetwillen, wird es finden.“ Wir werden herausfinden, was das Leben ausmacht. Wenn wir Jesus annehmen, ist die Welt nicht mehr schwarz-weiß, sondern sie wird bunt!   Als Jesus am Kreuz starb, sah es so aus, als sei alles verloren, als hätte Satan die Oberhand und den Sieg. Es sah so aus, als hätte er triumphiert und als ob Gottes Sache verloren sei. Doch genau das Gegenteil war der Fall. Es war so wie bei Haman, der den Galgen baute, an dem er Mordechai hängen lassen wollte. Mordechai war der Cousin der Königin Ester. Aber am Ende wurde Haman selbst genau an diesem Galgen gehängt. Was wie ein Sieg und Triumph des Teufels aussah, stellte sich als seine größte Niederlage heraus, denn Jesus wurde am dritten Tag von den Toten auferweckt. Er sagte: „Ich war tot, und ich lebe in Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ Liebe Freunde, Jesus ist an der Macht und Satan ist besiegt. Und wenn Sie Ihr Leben für diesen auferstandenen Retter öffnen, wird sich Ihr Leben für immer verändern. Sagen Sie Ja zu Jesus, zu Seiner Rettung, und tun Sie es heute. Schieben Sie es nicht auf. - Gott segne Sie.

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