Der Heilige Geist 2/4

Finde heraus, wie du in deinem Leben durch den Heiligen Geist mehr Freude, geistliche Erkenntnis, Ermutigung, Kühnheit, Kraft und Frieden erfahren kannst. In dieser Predigtserie zeigt Bayless Conley, welche Vorteile ein mit dem Heiligen Geist erfülltes Leben hat.

Dies ist der zweite Teil der Predig. Den dritten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Willkommen zur heutigen Sendung. Sie ist Teil einer Serie über den Heiligen Geist. Ich bin sehr begeistert. Es ist ein wirklich ergiebiges Thema. Vielleicht haben Sie die vorige Sendung versäumt. Ich werde ein wenig davon wiederholen. Unser Thema lautet: Merkmale eines Geisterfüllten Lebens. Nehmen Sie doch Ihre Bibel zur Hand. Kommen wir zum Wort Gottes.

Apostelgeschichte 7:55-56
Da er aber voll Heiligen Geistes war und fest zum Himmel schaute, sah er die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen, und er sprach: Siehe, ich sehe die Himmel geöffnet und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!“

Er war voll Heiligen Geistes und sagte: „Ich sehe die Himmel geöffnet.“ Das muss nicht genau so aussehen, wie wir es hier lesen und wie er es erlebte, obwohl das auch passieren kann. Ich glaube, wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, fällt es uns leichter, Gottes Wirken und verborgene Dinge zu erkennen. Ich wiederhole das: Ich denke, wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, fällt es uns leichter, Gottes Wirken und verborgene Dinge zu erkennen. Interessanterweise wird das Wort, was hier mit „fest aufschauen“ übersetzt wird nur 14 Mal in der Bibel erwähnt: „Er war voll Heiligen Geistes und schaute fest zum Himmel auf“. Und in 11 von 14 Fällen im Zusammenhang mit dem Übernatürlichen. Hochinteressant! Er ist vom Heiligen Geist erfüllt, schaute auf und der Himmel wurde geöffnet. Von den 14 Erwähnungen, steht es nur drei Mal  im Zusammenhang mit etwas Natürlichem. Der Heilige Geist wirkt im Grunde immer, wenn das Wort „aufschauen“ auch in unterschiedlichen Übersetzungen im Neuen Testament steht und Dinge anfangen zu geschehen. Ich nenne es den „Heilig-Geist-Blick“. In Apostelgeschichte 3, als Petrus den gelähmten Bettler anschaute, wurde er kurz darauf geheilt. Sie kennen die Geschichte. Sie gingen zur Stunde des Gebets in den Tempel. Dort saß ein Bettler. Er saß schon wer weiß wie lange da. Er war während des gesamten Dienstes von Jesus dort, ohne geheilt zu werden. Und dann ging Petrus zur Stunde des Gebets hin. Die Bibel sagt über Petrus, dass er ihn fest anblickte. Plötzlich blieb sein Blick an diesem gelähmten Bettler hängen. Ich sage Ihnen, dafür hätte sich Ihr Kommen heute schon gelohnt: Der Heilige Geist wird Ihre Augen gebrauchen. Manchmal bleibt Ihr Blick an jemandem hängen und Gott zeigt Ihnen die wahren Hintergründe. Der Himmel öffnet sich und Gott fängt an, über die Person oder die Situation zu Ihnen zu reden, weil Gott eingreifen und Menschen helfen möchte. Petrus sah ihn an und sagte: „Schau uns an.“ Der Mann schaute in der Erwartung auf, etwas zu empfangen. Petrus sagte: „Silber und Gold habe ich nicht, aber was ich habe, gebe ich dir“, und ergriff ihn. Sofort wurden seine Füße und seine Knöchel stark und er wurde geheilt. Aber vorher schaute er ihn mit diesem Heilig-Geist-Blick an. In Apostelgeschichte 10 sah Kornelius gespannt den Engel an, der ihm erschienen war. In Apostelgeschichte 11 erwähnte Petrus, als er erzählte, dass ein Tuch herabkam, dass er es gespannt anschaute, woraufhin er eine Offenbarung von Gott bekam, was ich vorhin schon sagte. Schauen Sie sich mit mir Apostelgeschichte 14 an. Das ist eine markante Stelle.

Apostelgeschichte 14:8-10
„Und ein Mann in Lystra saß da, kraftlos an den Füßen, der niemals umher gegangen war. Dieser hörte Paulus reden. Als der ihn fest anblickte…

… Genau, das ist unsere Formulierung. Er blickte ihn fest an. Hier steht dasselbe griechische Wort. Er sah ihn eindringlich an. Er schaute ihn aufmerksam an.

… und sah, dass er Glauben hatte, geheilt zu werden, sprach er mit lauter Stimme: Stell dich gerade hin auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.“

Ich möchte hier unterbrechen. Wie kann man jemanden anschauen und wissen, dass derjenige Glauben hat, geheilt zu werden? Welche Farbe hat der Glaube? Wie sieht er aus? In diesem Moment tut der Betreffende nichts. Man könnte sagen: „Sicher, Glaube sieht man an entsprechenden Taten.“ Das stimmt, denn Glaube ist eine Handlung. Aber dieser Mann war noch verkrüppelt. Er ist noch nie gelaufen. Und Paulus schaut ihn an und erkennt seinen Glauben. Es war dieser „Heilig-Geist-Blick“. Plötzlich zeigte Gott ihm etwas. Ich glaube, dass Gott so etwas tun möchte. Ich glaube, solche Dinge sollten Teil des normalen Gemeindelebens sein. Offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen der Erfüllung mit dem Heiligen Geist und dieser Wahrnehmung, einem „Heilig-Geist- Blick“, der uns Geheimnisse des Himmels erschließt.

Folgendes geschah auf unserem kleinen Campus in der Katella Avenue, bevor wir hierher zogen. Ich predigte an einem Sonntag. Eine Frau war anwesend, die neu in der Gemeinde war. Ich schaute sie an und die restliche Versammlung war wie ausgeblendet. Ich sah sie und hatte eine innere Gewissheit. Keine Ahnung, wie sie zustande kam. Sie war plötzlich da. Ich wusste, was ich tun sollte. Ich wusste, was geschehen würde. Ich erkannte es. Ich unterbrach die Predigt und sprach sie an: „Junge Frau, stehen Sie auf.“ Sie stand auf und ich sagte: „Empfange den Heiligen Geist.“ Sie brach sofort in Tränen aus, schluchzte und fing an, in anderen Sprachen zu reden. Der Gottesdienst war überaus lebendig an diesem Sonntagmorgen. Gott tat erstaunliche Dinge. Jemand fragte: „Woher wusstest Du, dass das geschehen würde?“ Keine Ahnung. Ich konnte nicht mehr von ihr wegschauen und wusste es einfach. Ich sprach hinterher mit ihr und ihrem früheren Chef. Er brachte sie zum Gottesdienst mit. Sie wurde kurz davor errettet, war noch nicht vom Heiligen Geist erfüllt und wollte einfach mehr. Gott hat eingegriffen und das tut Er gerne. Ich denke, wenn wir uns dem Heiligen Geist zur Verfügung stellen, werden wir derartige Dinge immer häufiger sehen.

Gut, der vierte Punkt. Es sind nicht viele, vielleicht insgesamt sechs. Schauen wir uns Apostelgeschichte 11 an. Ein weiteres Merkmal Geisterfüllten Lebens ist, dass Gläubige ermutigt werden und Menschen zum Herrn finden. Gläubige werden ermutigt und Menschen finden zum Herrn.

Apostelgeschichte 11:20. Dort steht:

Apostelgeschichte 11:20-24
„Aber einige von ihnen, die aus Zypern und Zyrene stammten, kamen nach Antiochia und verkündeten dort auch den Nichtjuden das Evangelium von Jesus, dem Herrn. Gott stand ihnen zur Seite, sodass viele Menschen zum Glauben kamen und Jesus als den Herrn annahmen. Die Gemeinde in Jerusalem hörte davon, und die Apostel schickten Barnabas nach Antiochia. Als er hinkam und sah, was Gott dort gewirkt hatte, freute er sich. Er machte allen Mut und bestärkte sie in ihrem Vorsatz, dem Herrn treu zu bleiben. Denn Barnabas war ein guter Mann, erfüllt mit dem Heiligen Geist und mit Glauben. Gott führte der Gemeinde immer mehr Menschen zu.“ Barnabas war also ein guter Mann, der vom Heiligen Geist erfüllt war. Wir sehen, wozu das führte: er ermutigte andere. Die genaue Wortbedeutung ist: Gläubige wurden gestärkt. Er führte durch seinen Dienst auch Menschen zum Herrn – vielmehr bewirkte Gott das durch seinen Dienst. Sie kamen zu denen hinzu, die gemäß Vers 21 errettet wurden: „Viele Menschen kamen zum Glauben.“ Und in Vers 24 heißt es: „Immer mehr Menschen kamen zum Herrn.“ Viele kamen also zu Gott und dann kam Barnabas. Weil er vom Heiligen Geist erfüllt war, wurden die Gläubigen ermutigt und weitere Menschen kamen zu Glauben. Ein Geisterfüllter Mensch wird keine Gemeinde spalten, sondern sie stärken und zum Wachstum beitragen.

Über die Jahre habe ich Menschen erlebt – und ich habe schon so ziemlich alles gesehen – aber immer, wenn ich das sage, passiert etwas Neues. Jedenfalls gab es Menschen, die im Heiligen Geist getauft waren und die länger, als ich bereits lebe, in neuen Sprachen reden und doch nur Trennung und Rückgang bewirkten. Menschen wurden nicht ermutigt, sondern entmutigt. Beachten Sie, dass er sie ermutigte und darin bestärkte, dem Herrn treu zu bleiben. Sagen Sie alle: „treu bleiben.“ Wenn Leute nicht mehr in die Gemeinde gehen und keine Gemeinschaft mit Gläubigen suchen, wenn Menschen wegbleiben und sich von anderen zurückziehen, die vom Heiligen Geist erfüllt sind, dann kommt das nicht vom Heiligen Geist. Ein Merkmal von Geisterfülltem Leben ist Zuwachs: Zahlenmäßiges Wachstum, ermutigte Gläubige, Menschen, die treu bleiben. Wer von Ihnen ist bereits seit über zehn Jahren Mitglied einer Gemeinde? Ich meine jetzt nicht Cottonwood, sondern ob Sie seit über zehn Jahren zu Gottes Familie gehören. Wer bereits seit über 20 Jahren? Seit über 30 Jahren? Wer hat in dieser langen Zeit bereits eine Gemeindespaltung erlebt? Einige. Das ist sehr unangenehm, nicht wahr? Viele werden verletzt, stimmt’s? Es führt zu Verlusten in der Gemeinde. Manche bleiben weg. Bestimmt kennen Sie Menschen, so wie ich selbst auch, die eine solche Spaltung erlebt haben und die Gott seit damals nicht mehr dienen und nicht mehr für Ihn brennen, weil die Verletzungen so tief gingen. Weiß jemand, was ich meine? Ein Merkmal des Geisterfüllten Lebens ist, dass die Gemeinde durch mich wächst und Gottes Wirken zunimmt. Ich bestärke Menschen darin, treu zu bleiben. Ich stärke und ermutige andere. Wenn das Gegenteil geschieht, entspricht das nicht Gottes Geist, ob Sie in Sprachen reden oder nicht. Wie meine Frau mir immer sagt, muss ich lernen, mehr zu lächeln. Ich versuche es. Ich gebe mir die größte Mühe. Man kann harte Fakten mit einem Lächeln sagen und Menschen nehmen sie an. Gut, Geisterfüllte Menschen sind aufbauend und ermutigend. Sie entmutigen nicht und verursachen keine Spaltung.

Der fünfte Punkt: Kühnheit. Das ist ein Merkmal Geisterfüllten Lebens. Apostelgeschichte 4, Kühnheit.

Apostelgeschichte 4:8-13. Ich liebe diese Verse.

Apostelgeschichte 4:8-13
„Da sprach Petrus, erfüllt  mit Heiligem Geist, zu ihnen: Oberste des Volkes und Älteste! Wenn wir heute über die Wohltat an einem kranken Menschen verhört werden, wodurch dieser geheilt worden ist, so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kund: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten – in diesem Namen steht dieser gesund vor euch. Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verachtet, der zum Eckstein geworden ist. Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen. Als sie aber die Kühnheit des Petrus und Johannes sahen und bemerkten, dass es ungelehrte und ungebildete Leute seien, verwunderten sie sich; und sie erkannten sie, dass sie mit Jesus gewesen waren.“

Wie schön wäre es, wenn Menschen sich wundern und denken würden, wir waren mit Jesus zusammen. Jemand hat das einmal treffend ausgedrückt. Vielleicht kennen Sie das. Sie waren ungelehrte und ungebildete Leute, was das Gesetz angeht. Natürlich sind sie als Juden in der Synagoge aufgewachsen und wussten sehr vieles. Aber im Vergleich zu den Pharisäern und den Gesetzeslehrern und denen, die sie damals musterten, waren sie ungelehrt und ungebildet. Die anderen hatten alle möglichen Titel, Doktortitel und dergleichen. Hinter den Namen Petrus und Johannes stand nur: MJG, mit Jesus gewesen. Das reicht aus. Sie sahen ihre Kühnheit. Petrus war vom Heiligen Geist erfüllt und sie staunten über seine Kühnheit. Apostelgeschichte 4:31: „Und nachdem sie gebetet hatten… Sie sind alle miteinander versammelt.

Apostelgeschichte 4:31
„Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes…“ wie? “…  mit Kühnheit.“

Sie redeten kühn über Jesus. Das bedeutet nicht schroff, derb oder laut. Kühnheit bedeutet, sie ließen sich nicht durch die Mienen und Meinungen anderer einschüchtern. Interessanterweise erfahren wir in Johannes 20:19, dass die Jünger aus Angst vor den Juden die Tür hinter sich gut verschlossen hatten. Das sah so aus. Die Auferstehung geschah bereits. Die Jünger versteckten sich hinter verschlossenen Türen aus Angst vor den Juden. Dann wurden sie mit dem Heiligen Geist erfüllt. Was passierte danach? Sie gingen hinaus und redeten in anderen Sprachen! Sie feierten auf der Straße weiter! Was wurde aus der Zurückgezogenheit und der Angst? Der Heilige Geist gibt Ihnen Kühnheit, wenn Sie erfüllt sind. Das ist etwas sehr Gutes. Geisterfüllte Menschen sind kühn. Sie merken, Gott gab ihnen keinen Geist der Furcht, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und des gesunden Verstandes.

Ich habe meine Geschichte schon oft erzählt. Ich habe das Evangelium erst gehört, als es mir eines Tages ein zwölfjähriger Junge in einem Park erzählte. Sehr radikal! Er erschütterte mein Gefängnis! Ich wurde durch die Begegnung mit diesem Zwölfjährigen tief greifend verändert, der mir so kühn von Jesus erzählte. Das veränderte meine Welt! Wissen Sie, eines Tages ging ich mit diesem Jungen zusammen mit ein paar anderen Leuten in ein Krankenhaus. Vielleicht war er damals schon dreizehn. Wir waren im Krankenhaus, um einen Verwandten zu besuchen. Wir besuchten ihn, sprachen mit ihm usw. und plötzlich war der Junge weg. Ich hatte keine Ahnung wo er war. Er verschwand in diesem Krankenhaus! Ich lief die Gänge entlang, suchte ihn. Ein Mann saß auf einer Bank in seinem Krankenhaushemd, das hinten ganz offen war. Er saß dort, verbarg sein Gesicht in den Händen und heulte hemmungslos. Er schluchzte und schluchzte! Er schluchzte und atmete schwer! Ich ging zu ihm und fragte ihn: „Kann ich Ihnen helfen?“ Er sagte: Oh dieser Junge!“ Er weinte und weinte. Er sagte: „Dieser Junge kam in mein Zimmer und erzählte mir von Jesus und von der Striemen auf seinem Rücken. Ich habe so etwas noch nie gehört. Es ging mir durch und durch.“ Es war dieser Junge! Ich hätte fast gesagt: „Ich weiß, was Sie meinen. Er hat auch mich so berührt!“ Ein Dreizehnjähriger ging in ein Krankenzimmer und diente diesem Mann. Ich sprach mit ihm und fand heraus, dass er vor wenigen Stunden vom Arzt eine total verheerende Diagnose erhalten hatte. Seine Welt war zusammengebrochen. Und plötzlich kam dieser Botschafter Jesu, ein Dreizehnjähriger, berührte ihn tief und sagte ihm, dass es bei Gott Hoffnung gibt. Kühnheit. Gott möchte uns Kühnheit geben. Es ist ein Merkmal Geisterfüllten Lebens.

Gut, ein letzter Punkt, Apostelgeschichte 1: Kraft. Apostelgeschichte 1:4

Apostelgeschichte 1:4-5
„Und als er mit ihnen versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten – die ihr, sagte er, von mir gehört habt; denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach diesen wenigen Tagen.“ Verlasst Jerusalem nicht. Gründet keinen Bibelkreis. Macht gar nichts, bis ihr mit Heiligem Geist getauft werdet. Apostelgeschichte 1:8. Schauen Sie, was dort steht: „Aber ihr werdet Kraft empfangen…“ Sagen Sie alle: Kraft.

Apostelgeschichte 1:8
„Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.“

Wir müssen die Welt erreichen. Ich bin verrückt genug zu glauben, dass wir unsere Generation verändern können – aber nicht nur in der Nachbarschaft. Ich denke, Gott kann das durch unsere Gemeinde tun – natürlich nicht nur durch unsere Gemeinde. Gott wirkt in Gemeinden auf der ganzen Welt und überall in unserem Land. Gott sei Dank für so wunderbare  und  hingegebene Christen! Ich glaube, das, was von hier ausgeht, kann die Welt verändern. Ich glaube, wir können in erstaunlicher Weise in Länder hineinwirken. Aber wenn wir unser Jerusalem, Judäa, Samaria und die Enden der Erde erreichen wollen, dann brauchen wir unbedingt Kraft. Wir müssen erst einmal vom Geist erfüllt werden. Wir können es nicht durch menschlichen Einfallsreichtum oder das richtige Marketing schaffen. Ich bin sehr dafür, dass wir weise sind und den technischen Fortschritt nutzen. Zu Jesu Zeiten wäre ich mit dem Boot  hinausgefahren und hätte mir die verstärkenden Eigenschaften des Wassers zunutze gemacht, um zu predigen. Aber jetzt benutze ich ein Mikrofon. Das klappt recht gut. Ich bin dafür, moderne Technik einzusetzen. Manche von Ihnen haben Ihre Bibel auf dem iPod. Das ist der technische Fortschritt. Es ist eine neue Zeit. Manche sagen: „Ich mag die Bibel als Buch.“ Ja, das geht mir auch so. Ich denke, es gibt ein paar Vorteile und ein paar Nachteile. Das iPod kann man überall mit hinnehmen. Das ist toll. Aber mir gefällt es, das ich in meiner Bibel Dinge unterstreichen und Anmerkungen schreiben kann. Das ist mir wichtig. Vielleicht ist es auch nur eine Angewohnheit und ich werde eines Tages auf die neuere Technologie umsteigen. Heute saß ich mal wieder auf dem Boden und las intensiv in meiner Bibel. Das mache ich seit dreißig Jahren so. Ich habe zwar einen wunderbaren Schreibtisch, aber ich nahm alle meine Bücher, setzte mich auf den Boden und ging dann etwa drei bis vier Stunden einem bestimmten Thema nach. Mir gefällt das einfach… ich bin seltsam. Nichts gegen Stühle… Ich bin sehr dafür. Früher musste man von einer Schriftrolle ablesen. Ich lese nicht von einer Rolle ab. Ich habe heute Abend auch keine Kerze dabei. Ich versuche, mit der Technik Schritt zu halten. Wir wollen tun, was wir können. Ich bin nicht gegen Werbung und gegen moderne Technik. Wir können alle erdenkliche Technik und die beste Werbung einsetzen, unser Bestes geben und eine hervorragende Haltung haben – aber ohne die Kraft des Heiligen Geistes ist all das nur menschliches Bemühen, das keinen Erfolg haben wird. Wenn Gott nicht der Wind in unseren Segeln ist, wenn wir nicht Seine Kraft und Führung erleben, werden wir die Welt nicht für Jesus erreichen. Wissen Sie, was noch passieren wird? Wir werden unterwegs ausbrennen. Wir brauchen Seine Kraft. Ich glaube, hier geht es darum, seine Zeugen zu sein – Kraft zu haben, um zu predigen und das Evangelium weiterzusagen. Wir lasen, dass Petrus zu Pfingsten predigte und 3000 Menschen errettet wurden. Ich frage mich, wie die Quote heute ist. Dreitausend Predigten, damit einer errettet wird? Keine Ahnung. Er war jedenfalls vom Heiligen Geist erfüllt. Er predigte und das hatte Auswirkungen auf die Menschen. Ihre Herzen wurden ergriffen, weil eine übernatürliche Kraft durch seine Worte wirkte. Es war nicht nur ein Mensch, der aus dem Verstand heraus Menschen intellektuell ansprach. Es floss aus seinem Herzen, das vom Heiligen Geist inspiriert war, und hatte eine tief greifende Wirkung auf die Herzen der Zuhörer. Liebe Freunde, wir müssen das Herz der Menschen erreichen. Menschen glauben mit ihren Herzen. Und wenn der Heilige Geist uns nicht befähigt, werden sich manche vielleicht mit Gott befassen, aber nicht dabeibleiben. Wir brauchen Herzensveränderungen und Sie müssen Gottes Herz durch Ihr Herz zum Ausdruck bringen, um Menschen wirklich zu erreichen. Das gilt für Predigten wie diese, genauso wie für das Predigen auf der Straße, was nicht jedermanns Sache ist. Ich habe es gemacht. Nicht weil ich dachte, dass es anderen helfen würde, sondern weil ich wusste, dass es gut für mich wäre, weil ich ein paar Hemmungen hatte. Freunde brachten mich hin und ich predigte an einer Straßenecke. Meine Güte! Ich dachte mir: „Was mache ich hier?“ Ich erhob meine Stimme und predigte. Leute fuhren bis zur Ampel, kurbelten die Scheiben herunter, sahen mich an, kurbelten die Scheiben wieder hoch und fuhren weg. Ich sollte acht Minuten predigen, also predigte ich. Leute, die gegenüber an der Tankstelle ihr Auto betankten, schüttelten den Kopf und suchten das Weite. – Ich tat es, wie gesagt, um zu lernen. Ich weigerte mich einfach, mich der Angst zu beugen. Wie gesagt, es ist nicht jedermanns Sache, aber es war wichtig, dass ich das damals getan habe. Ich tat es nie wieder. Also, dann sagte der Mann, der mich anleitete: „Sprich eine Einladung aus.“ Ich sagte: „Hier ist niemand!“ Er sagte: „Mach es!“ Ich sagte: „Wenn Du Jesus annehmen möchtest, komm bitte jetzt her.“ Sechs Leute kamen hinter einem Zaun hervor und beteten mit uns. Ich fragte: „Woher kommt Ihr denn?“ Sie sagten: „Wir waren hinter dem Zaun und hörten Dir zu.“ Alle sechs wurden errettet!

Ich habe einen anderen Freund, der das liebend gerne tat. Er predigte vor Einkaufszentren oder an Straßenecken – ganz egal. Das war seine Sache. Einmal brachte er eine ganze Familie mit in die Gemeinde. Vater, Mutter und drei oder vier kleine Kinder. Alle wurden errettet. Ich sprach an diesem Sonntagmorgen mit dem Vater und fragte: „Was ist passiert?“ Er sagte: „Wir wollten in den Laden und der stand da und predigte. Und etwas, was er sagte, packte mich. Und ich fing an zu weinen. Ich ging zu ihm und sagte: „Ich weiß, dass ich Gott brauche und dass meine Familie Gott braucht.“ Er betete vor dem Laden mit uns und wir wurden errettet.” Er brachte sie in die Gemeinde. Das ist toll.

Wissen Sie, obwohl das vielleicht das Letzte ist, was Sie tun wollen, müssen Sie es vielleicht tun, wie auch ich, um Ihre Angst zu überwinden. Aber selbst wenn Sie Einzelne ansprechen, brauchen Sie die Kraft des Heiligen Geistes. Selbst die Intellektuellen unter uns, und das ist kein Makel… Sie müssen Ihr Gehirn nicht an der Garderobe abgeben, wenn Sie in die Gemeinde gehen. Wir sollen den Herrn, unseren Gott, mit unserm ganzen Verstand, unserer ganzen Seele und unserem ganzen Herzen lieben. Ich denke, kluge Menschen sind wunderbar! Und Gott wird das gebrauchen. Aber selbst die erhabenste Logik und das scharfsinnigste intellektuelle Argument werden ohne das Wirken des Heiligen Geistes keinen von Gott überzeugen. Wir brauchen zum Predigen und Lehren die Kraft des Heiligen Geistes, erst recht bei den Geistesgaben, Wundern und Heilungen. In der Apostelgeschichte war das ganz normal. Es wurde für Menschen gebetet und sie wurden geheilt. Wir schauen uns noch ein oder zwei Stellen an und dann komme ich zum Schluss. Apostelgeschichte 6. Wunderwirkende Kraft. Das Wort, das hier in Apostelgeschichte 1 steht, wo Jesus sagt: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch kommen wird“ ist das griechische Wort „Dynamis“. Daher kommt das deutsche Wort Dynamit. Es bedeutet: Wunderwirkende Kraft. Ihr werdet Dynamis empfangen, Wunderwirkende Kraft, wenn der Heilige Geist auf euch kommt.

Apostelgeschichte 6:5
„Und die Rede gefiel der ganzen Menge; und sie erwählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und…“ Voll was?  „… voll Heiligen Geistes“.

Er ist voll Glaubens und voll Heiligen Geistes. Lassen Sie uns nun Vers 8 anschauen.

Apostelgeschichte 6:8
„Und Stephanus, voll Glauben und Kraft…“ Dynamis! „…tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk!“

Voll Heiligen Geistes zu sein bedeutet offenbar auch, von dieser Wunderwirkenden Kraft erfüllt zu sein. Das zeigte sich durch Zeichen und Wunder, die unter dem Volk geschahen. Ich nenne nur eine weitere Stelle. Sie können Sie später nachschlagen, wenn Sie wollen. Sie steht in Apostelgeschichte 13. Paulus und seine Begleiter predigen und der Statthalter, dieser Politiker, ist sehr am Evangelium interessiert. Dort ist aber ein Zauberer namens Elymas, der ihnen widersteht und versucht, den Statthalter vom Glauben abzubringen. Wissen Sie, was die Bibel sagt? Paulus, voll Heiligen Geistes, sah ihn an und sprach: Du Sohn des Teufels. Plötzlich kam Dunkel und Finsternis auf ihn und der Zauberer wurde eine Zeit lang blind. Sie mussten ihn an der Hand wegführen. Und der Statthalter sagte: „Ich sollte diese Errettung jetzt annehmen.“ Er war voll Geistes und Wunder geschahen.

Wissen Sie, mit die allerstärksten Dinge lesen wir in der Apostelgeschichte. Dort werden nicht nur vergangene Zeiten beschrieben, mit denen wir nichts zu tun haben. Was der Heilige Geist damals im Leben von Menschen tat, möchte Er heute in unserem Leben tun. Liebe Freunde, ich hoffe, Sie schauen sich die ganze Serie an und machen sich mit dem Wirken des Heiligen Geistes vertraut. Bis zum nächsten Mal.

 

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