Das Ziel erreichen 2/2

Was ist deine Berufung? Manchmal werden wir von Hindernissen aufgehalten, Herausforderungen und schwierige Zeiten wollen uns lahmlegen. Aber die gute Nachricht ist: Wir haben einen von Gott gegebenen Auftrag, und wer sein Ziel erreicht, erhält eine großartige Belohnung!

Bayless Conley gibt uns in dieser Predigt vier hilfreiche Werkzeuge an die Hand, die uns dabei helfen, Gottes Bestimmung für unser Leben zu verstehen und umzusetzen.

Das Leben besteht aus vielen verschiedenen Etappen. Finde noch heute heraus, wie Gott dir dabei helfen möchte, deinen Weg in Treue zu gehen!

Dies ist der zweite Teil der Predigt, den ersten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Heute geht darum, wie wir unseren Auftrag für Gott vollenden können. Wir haben ganz besonders darüber nachgedacht, dass unser Weg, unser Auftrag, unsere Lebensmission in Etappen verläuft.
Wir müssen jeden Abschnitt zu Ende bringen, bevor wir zum nächsten übergehen. Alle Etappen sind miteinander verbunden und wir können keine davon überspringen. Ich hoffe, dass Sie dieses Thema nicht nur interessant finden, sondern auch aufschlussreich und hilfreich.

Der dritte Gedanke zu diesem Thema ist folgender: Machen Sie sich klar, dass eine Aufgabe in verschiedenen Abschnitten abläuft. Das Rennen, das Sie für Gott laufen, hat mehrere Phasen.
Ich habe eine Bibelstelle dazu, 2. Mose 17,1. Dort heißt es in der Message Bible: „Auf Gottes Anweisung hin verließ das ganze Volk Israel die Wüste in mehreren Etappen.“
Auf Gottes Anweisung, in mehreren Etappen. In einer anderen Übersetzung heißt es: „Gott führte Israel Schritt für Schritt.“

Schlagen Sie bitte mit mir Apostelgeschichte Kapitel 11 auf. Wegen der Verfolgung sind viele Christen aus Jerusalem geflüchtet und in alle Himmelsrichtungen gezogen, und nun predigen sie überall.
Eine Gruppe von ihnen kam nach Antiochia. Antiochia war nach Rom und Alexandria die dritte große Stadt der Antike. Sie wurde auch das „Auge Asiens“ genannt und war eine wichtige Metropole. Außerdem war es eine durch und durch heidnische Stadt.
Sie predigen das Evangelium also vor diesen eingefleischten Heiden, von denen einige Christen werden. Die Gemeinde in Jerusalem hört davon und schickt Barnabas. Er kommt und ist erfreut über die Entwicklung.
Er macht den jungen Christen Mut und ermahnt sie, weiter mit Jesus zu leben. Immer mehr Menschen kommen zum Glauben. Und statt nach Jerusalem zurückzugehen und dort Bericht zu erstatten, tut Barnabas etwas Interessantes.
Durch Gottes Geist inspiriert geht er nach Tarsus und sucht einen Mann namens Saulus auf – Saulus, der später der Apostel Paulus wird. Saulus war in Damaskus Christ geworden. Man versuchte, ihn umzubringen, also floh er nach Jerusalem, doch auch dort wollte man ihn umbringen.
Also schickten Barnabas und die anderen Gemeindeleiter ihn nach Tarsus. Seit zwei Jahren lebt er schon dort. Was er in dieser Zeit getan hat oder was in seinem Leben passiert, wird uns in der Bibel nicht berichtet.
Offenbar hat Gott innerlich an ihm gearbeitet. Auch bei uns arbeitet Gott an den Bereichen unseres Lebens, die es nötig haben. Doch Barnabas beschloss, nach Tarsus zu gehen, Saulus zu suchen und ihn nach Antiochia zu holen. Wir lesen ab Apostelgeschichte 11,25:

„Er zog aber aus nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen;
und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. Es geschah ihnen aber, dass sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde zusammenkamen und eine zahlreiche Menge lehrten und dass die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden.
In diesen Tagen aber kamen Propheten von Jerusalem nach Antiochia herab.
Einer aber von ihnen, mit Namen Agabus, stand auf und zeigte durch den Geist eine große Hungersnot an, die über den ganzen Erdkreis kommen sollte; sie trat auch unter Klaudius ein.
Sie beschlossen aber, dass, je nachdem wie einer der Jünger begütert war, jeder von ihnen zur Hilfeleistung den Brüdern, die in Judäa wohnten, etwas senden sollte;
das taten sie auch, indem sie es durch die Hand des Barnabas und Saulus an die Ältesten sandten.“

Diese jungen Heidenchristen sammelten also spontan Spenden und schickten sie nach Judäa und Jerusalem, weil die Hungersnot dort sicher am härtesten zuschlagen würde. Weiter Apostelgeschichte 12,25:
„Barnabas aber und Saulus kehrten, nachdem sie den Dienst erfüllt hatten, von Jerusalem zurück und nahmen auch Johannes mit dem Beinamen Markus mit.“

Sie kehrten also nach Antiochia zurück, als sie ihre Aufgabe erfüllt hatten. Moment mal! „Erfüllt“ heißt doch eigentlich vollständig ausgeführt.
Aber sie hatten doch noch gar nicht ihre Aufgabe erfüllt?! Ich meine, sie hatten noch keine einzige Missionsreise gemacht! Sie hatten noch keine einzige Gemeinde gegründet. Paulus hatte noch keinen einzigen Brief geschrieben, denn die Gemeinden gab es noch gar nicht.
Was heißt das also: Sie hatten ihre Aufgabe erfüllt? – Sie hatten eine Phase ihres Auftrags abgeschlossen. Es geht wohl darum, dass Gott in den zwei Jahren in Tarsus an Paulus gearbeitet hatte.
Barnabas hatte die Christen in Antiochia ermutigt und dann Paulus nach Antiochia geholt. Dort haben die beiden die Christen ein ganzes Jahr lang geschult und gelehrt. Und als das alles abgeschlossen war, brachten sie das großzügige Geschenk aus Antiochia zu den Christen in Jerusalem.
All das war ein ziemlich langer Abschnitt ihrer Aufgabe, den sie jetzt abgeschlossen hatten. Und nun schauen wir weiter in Apostelgeschichte 13,1:

„Es waren aber in Antiochia, in der dortigen Gemeinde, Propheten und Lehrer: Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Luzius von Kyrene (Kyrene ist übrigens das heutige Tripolis in Libyen) und Manaën, der mit Herodes, dem Vierfürsten, auferzogen worden war, und Saulus.
Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe!
Da fasteten und beteten sie; und als sie ihnen die Hände aufgelegt hatten, entließen sie sie.
Sie nun, ausgesandt von dem Heiligen Geist, gingen hinab nach Seleuzia, und von dort segelten sie nach Zypern.“
Jetzt gingen sie auf die erste Missionsreise. Interessant, dass der Heilige Geist sagt: „Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe!“ Doch Apostelgeschichte 13,2 gäbe es nicht ohne das, was wir in Apostelgeschichte 12,25 gelesen haben.
Sie haben ihre Aufgabe vollendet. Sie haben den ersten Abschnitt abgeschlossen und dann öffnete sich die Tür für den zweiten Abschnitt, nämlich die erste Missionsreise. Sie wären nie für die neue Aufgabe ausgewählt worden, wenn sie nicht ihre ursprüngliche Aufgabe von Gott ausgeführt hätten.
Wir müssen verstehen, dass das Leben und unsere Arbeit in Phasen verläuft. Viele Menschen wünschen sich, dass Gott ihnen etwas Neues sagt – aber das geschieht nicht, bevor sie nicht erst abgeschlossen haben, was Gott ihnen zuletzt aufgetragen hatte.

Weiter im Text: Die erste Missionsreise ist vorüber. Menschen sind zum Glauben an Christus gekommen, Wunder sind geschehen, Gemeinden wurden gegründet und Menschen ermutigt. Apostelgeschichte 14,25:

„Und als sie in Perge das Wort geredet hatten, gingen sie hinab nach Attalia;
und von da segelten sie ab nach Antiochia, von wo sie der Gnade Gottes befohlen worden waren zu dem Werk, das sie erfüllt hatten.“

Das ist das gleiche Wort: vollständig ausgeführt, erfüllt. Aber sie haben immer noch nicht den ganzen Auftrag erfüllt, sondern nur einen weiteren Abschnitt. Es kommt noch viel mehr: Paulus wird nach Mazedonien gehen und die ersten Europäer mit Jesus bekannt machen.
Er wird eineinhalb Jahre in Korinth verbringen, Menschen für Christus gewinnen und eine Gemeinde gründen. Er wird nach Ephesus gehen und über zwei Jahre in dieser Stadt verbringen.
Davon lesen wir in Apostelgeschichte 19. Paulus ist zum zweiten Mal in Ephesus. Wir lesen die Verse 8 bis 10. Dort heißt es, dass er in Ephesus zwei ganze Jahre das Wort Gottes predigte. Apostelgeschichte 19,10:
„Dies aber geschah zwei Jahre lang, so dass alle, die in Asien wohnten, sowohl Juden als auch Griechen, das Wort des Herrn hörten.”

In dieser heidnischen Stadt gibt es eine große Bekehrungswelle. Vers 20 fasst es zusammen: „So wuchs das Wort des Herrn mit Macht und erwies sich kräftig.“ Und dann heißt es in Vers 21:
„Als dies aber beendet war …“
Hier steht wieder das gleiche Wort, das wir in allen anderen Versen bisher gelesen haben. Als dieses erfüllt und als jenes beendet war …
„… nahm sich Paulus im Geist vor, durch Mazedonien und Achaja zu ziehen und nach Jerusalem zu reisen, und sprach: Wenn ich dort gewesen bin, muss ich auch Rom sehen.“
Er war über zwei Jahre in Ephesus, und davor gab es andere Aufgaben. „Als dies aber beendet war …“
Ein weiterer Abschnitt in seinem Auftrag, in seinem Rennen, ist abgeschlossen. Und jetzt sagt er: „Ich muss …“ Alle zusammen: „Ich muss.“ „Ich muss nach Rom …“ Gottes Auftrag zieht ihn.
Erinnern Sie sich noch, Apostelgeschichte 9, wo Paulus mit diesem Superlaser vom Pferd geschossen wurde? Er musste in die Stadt geführt werden, weil er nichts sehen konnte.
Und Gott sagt in einer Vision zu einem Mann namens Hananias: „Du musst dich um Saulus von Tarsus kümmern.“ Hananias sagt: „Herr, ich habe von diesem Kerl gehört. Ein ganz schlimmer Typ.“ Gott sagt: „Geh hin! Er ist mein auserwähltes Werkzeug.
Er soll meine Botschaft den Völkern bringen und auch dem Volk Israel.“ Paulus hat also bisher alle Aufgaben erfüllt. Doch Gott hatte noch etwas anders zu Hananias gesagt, und übrigens auch zu Paulus: „Er soll meine Botschaft den Königen bringen.“
Dieser Teil seines Auftrags war noch nicht erfüllt. Ein Abschnitt kommt noch. Doch dieser Abschnitt wäre nie eingetreten, wenn er nicht zuerst die anderen Phasen durchlaufen hätte.
Er muss also nach Rom und er wird tatsächlich vor König Agrippa stehen und zum Kaiser geschickt werden. Doch das alles verlief in Etappen. Hätte er nicht Phase 1 abgeschlossen, wäre Phase 2 nicht gekommen und so weiter.

Schlagen Sie bitte einmal 2. Timotheus, Kapitel 4 auf. Paulus schreibt hier als alter Mann kurz vor seinem Tod an einen seiner geistlichen Söhne. 2. Timotheus, Kapitel 4, Vers 6. 2. Timotheus 4,6:
„Denn ich werde schon als Trankopfer gesprengt, und die Zeit meines Abscheidens steht bevor. Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt.“
Paulus schaut zurück. Er hat seinen Auftrag vollendet, doch dieser Auftrag hatte verschiedene Phasen, verschiedene Abschnitte. Paulus hatte eine große Berufung, doch es gab verschiedene Phasen und unterschiedliche Aufgaben. All das zusammen bildete sein Lebenswerk.
Er hätte nie am Ende sagen können: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet“, wenn er nicht jene erste Phase in Antiochia vollendet hätte.
Er hätte das auch nicht sagen können, wenn er nicht auf der nächsten Etappe die Missionsreise gemacht hätte und dann in Jerusalem der Gemeinde Bericht erstattet hätte.
Dann folgte Ephesus und noch vieles andere, und schließlich die letzte Etappe, in der er sogar Königen von Jesus erzählte und die Briefe schrieb, die heute im Neuen Testament stehen. Er sagte: „Ich habe gekämpft, durchgehalten und das Ziel erreicht.“ Aber eins kam nach dem anderen.
Schauen Sie, bei Gott können wir nicht einfach etwas überspringen. Manche Menschen lassen sich jahrelang ablenken, und trotzdem kommen sie fast immer wieder zu dem zurück, was sie als Letztes für Gott hatten tun sollen.

Ich habe einen Freund, den ich schon seit meiner Zeit als Junkie kenne. Ich wurde Christ und durfte ihm helfen, Christ zu werden. Einige Jahre lang diente er Gott mit ganzem Einsatz. Schließlich sagte er: „Bayless, ich denke, Gott möchte, dass ich Flugzeugingenieur werde.“
Ich fand das toll. Es ging ihm wirklich gut. Doch dann passierten verschiedene Dinge und er hatte einen Rückfall. Fünfzehn Jahre lang versackte er wieder in Drogen und Alkohol und es folgten jede Menge Entziehungskuren und Krankenhausaufenthalte.
In dieser Zeit hörte ich mindestens zehn Jahre nichts von ihm. Ich wusste nicht mal, wo er war. Später erfuhr ich, dass er mit einer ebenfalls drogenabhängigen Frau in Übersee zusammenlebte.
Doch er kam zurück zu Gott. Wie der verlorene Sohn kam er wieder zu Verstand und sagte: „Jesus, ich glaube an dich, und trotzdem habe ich all diese Jahre lang nicht für dich gelebt.“ Er vertraute Jesus sein Leben ganz neu an. Dann rief er mich an und erklärte: „Bayless, Jesus hat mir etwas gesagt.
Er sagte: Barry, dein Freund Bayless hat in Kalifornien eine Gemeinde gegründet. Du musst zurück nach Kalifornien und anfangen, in diese Gemeinde zu gehen.“ Also kam Barry zurück, und siehe da, wir hatten inzwischen die Cottonwood-Gemeinde gegründet. Er kam also in die Gemeinde und fragte: „Okay, Herr, und was jetzt?“
Und Gott sagte zu ihm: „Wo waren wir denn stehen geblieben?“ Ach ja, Flugzeugingenieur. Ich musste sogar für Barry bürgen, weil sie ihn mit seiner Vorgeschichte sonst nicht genommen hätten.
Ich erklärte: „Er wird es schaffen. Dafür stehe ich gerade.“ Und er blieb dran und schloss die Ausbildung als der beste Absolvent im ganzen Staat Kalifornien ab. Das war fantastisch! Ich glaube, Gott ließ ihn das aus verschiedenen Gründen tun, die Barry damals gar nicht klar waren.
Aber dazwischen lagen fünfzehn Jahre. Er kam zurück und fragte: „Okay, Herr, wo machen wir weiter?“ Genau da, wo wir stehen geblieben waren. Bei Gott fällt nichts unter den Tisch.

Zugegebenermaßen haben einige Dinge ein Verfallsdatum. Sie lassen sich nicht ewig aufschieben. Wenn die Zeit dafür vorbei ist, kann man nicht einfach darauf zurückkommen und sie nachholen.
Doch die Lektion, die wir damals hätten lernen sollen, müssen wir trotzdem lernen, wenn auch auf andere Art und Weise. Gott wird uns also dahin bringen, dass wir diese Lektion lernen können. Denn wenn wir das nicht tun, sind wir nicht bereit für die nächste Phase.
Darum können wir Dinge nicht einfach überspringen. Wenn wir die Lektionen nicht lernen, schaffen wir die nächste Etappe nicht.

Ich weiß nicht, vielleicht machen Sie gerade eine besonders harte Phase durch. Hat noch jemand außer mir Erfahrungen mit schweren Zeiten? Ja. Also, bleiben Sie einfach dran. Lernen Sie das, was Sie lernen sollen.
Vielleicht sollen Sie lernen, dass mitten in der Dunkelheit Gott genug ist und Sie ihm vertrauen können, wenn Sie sich auf nichts und niemanden sonst verlassen können. Vielleicht befinden Sie sich gerade in dieser Phase.
Vielleicht sind Sie eine junge Mutter mit kleinen Kindern und versuchen einfach, eine gute Mutter zu sein. Sie versuchen, Ihren Kindern die Liebe zu Jesus nahezubringen. Das ist wichtig. Bleiben Sie treu bei der Sache.
Vielleicht müssen Sie im Moment einfach bei Ihrer Aufgabe in der Gemeinde durchhalten oder bei einer anderen Sache.
Versuchen Sie nicht, eine Abkürzung zu nehmen. Bleiben Sie dran und lernen Sie, sonst schaffen Sie die nächste Etappe nicht. Und wir wollen doch alle das Ziel erreichen und sagen: „Ich habe gekämpft und durchgehalten.“
Der vierte Gedanke, den ich Ihnen weitergeben möchte, ist Folgender: Es gibt eine Belohnung, wenn wir das Ziel erreichen. In Vers 7 sagt Paulus: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt.“ 2. Timotheus 4,8:
„Fortan liegt mir bereit der Siegeskranz der Gerechtigkeit, den der Herr, der gerechte Richter, mir als Belohnung geben wird an jenem Tag; nicht allein aber mir, sondern auch allen, die sein Erscheinen lieb gewonnen haben.“

Paulus spricht hier von dem Tag, an dem Jesus wiederkommen wird. An dem Tag wird Paulus seinen Siegeskranz, seine Krone, seine Belohnung bekommen. Dieser Tag ist noch nicht gekommen.
Wir alle werden an jenem Tag dabeisein, wenn diejenigen, die gekämpft und durchgehalten und das Ziel erreicht haben, ihre Belohnung erhalten.
Paulus sagt hier: „Es geht nicht nur um mich, sondern um alle, die darauf warten, dass Jesus wiederkommt. Es geht um alle, die kämpfen, die ihre Lektionen lernen, die jede Etappe absolvieren, die Gott ihnen aufträgt. Sie alle werden auch ihren Siegeskranz erhalten.“
Eines sollten Sie sich klar machen. Ich möchte, dass Sie es mit eigenen Augen sehen. Jesus hat es zu einer echten Gemeinde gesagt, zu echten Christen wie uns, in Offenbarung 3.

Bitte schlagen Sie mit mir Offenbarung 3, Vers 11 auf. Hier spricht Jesus über sein Erscheinen, so wie Paulus davon gesprochen hat. In Offenbarung 3,11 sagt Jesus:
„Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme!“
In einer Übersetzung heißt es: „Lass dir von niemandem deine Krone wegnehmen.“ Wie in aller Welt kann mir jemand meine Krone wegnehmen? Nur dann, wenn ich nicht tue, was Gott mir aufgetragen hat. Dann muss er den Auftrag jemand anderem geben.
Die anderen bekommen nur dann meine Belohnung, wenn sie meine Arbeit tun. Und so sehr ich Sie mag, liebe Brüder und Schwestern: Wenn ich in den Himmel komme, will ich Sie nicht mit meiner Krone sehen. Deswegen werde ich kämpfen und mich zum Ziel vorarbeiten.
Selbst wenn es dunkle oder schwere Etappen sind, will ich meine Lektionen lernen und tun, was von mir verlangt wird. Selbst wenn es eine langweilige Phase ist. O ja – es gibt langweilige Etappen und in diesen Zeiten lernen wir wichtige Lektionen.
Stellen Sie sich vor, Sie sind seit zwei Jahren in Tarsus und fragen sich: „Was mache ich eigentlich hier? Hier ist nichts los! Gott?!“ Aber halten Sie durch in solchen Zeiten. Am Ende kommt Ihr Barnabas, klopft an Ihre Tür und sagt: „Der Heilige Geist hat mich zu dir geführt. Es ist Zeit für eine neue Etappe.“
Aber Sie müssen in solchen Zeiten treu bleiben. Fürs Durchhalten gibt es eine Belohnung.

Weil wir gerade bei Jesus sind: Jesus ist unser größtes Vorbild im Durchhalten. An seinem Leben können wir auch diese vier Dinge sehen: Absolute Hingabe, bis zum Tod. Wusste er, wozu er berufen war? Ich glaube schon.
Selbst in den anderen Phasen wusste er, dass er den Vater bekannt machen oder Kranke heilen sollte. Er sagte oft: „Aus diesem Grund bin ich gekommen. Kommt, wir müssen auch in anderen Städten predigen. Das ist mein Auftrag. Alle sollen die Botschaft hören.“
In Johannes 4 wird berichtet, wie Jesus die Frau am Jakobsbrunnen trifft, und dort heißt es: „Er musste durch Samarien ziehen.“ Die Stadt lag nicht einfach zufällig auf seinem Weg, denn normalerweise mieden die Juden die samaritanischen Städte.
Dort war eine Frau, die um Hilfe flehte. Ihr Leben war ein totales Chaos und Jesus kam, um ihr zu helfen. Das war aus verschiedenen Gründen wichtig. Es war wichtig für sie persönlich, aber auch weil die Juden normalerweise die Samaritaner mieden.
Einige Juden waren Mischehen in kanaanitischen Stämmen eingegangen, und die anderen Juden betrachteten sie als Menschen zweiter Klasse und „Mischlinge“ und wollten nichts mit ihnen zu tun haben.
Jesus war nicht nur dort, um zu zeigen, dass Gott an dieser Frau interessiert war, sondern durch diese Frau wurde ihre ganze Stadt erreicht. So machte Jesus deutlich, dass Gott mit den Samaritanern war, selbst wenn die Juden sie ausgeschlossen hatten. Das war sehr wichtig.
Als die Jünger zurückkamen, nachdem Jesus mit dieser Frau gesprochen hatte, sagten sie: „Jesus, du musst was essen.“ Und Jesus erwiderte. „Ich lebe von einer Nahrung, von der ihr nichts wisst.
Meine Nahrung ist, dass ich den Willen Gottes tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollende.“ Jesus absolvierte eine Etappe. Er tat Gottes Werk. Und Jesus sagte: „Ich habe Nahrung, die ihr nicht habt.
Es macht mich zufrieden, dass ich tue, was mein Vater von mir möchte, indem ich diese Frau erreiche, die ihre Stadt erreichen wird und damit eine ganze Menschengruppe, die sich andernfalls ausgestoßen und unerwünscht fühlt. Und ich bin zufrieden, weil ich seinen Willen kenne.“
Und Jesus wusste auch, dass sein Auftrag verschiedene Abschnitte hatte. – Lesen wir weiter in Johannes 17. Kurz vor seiner Gefangennahme und Kreuzigung betet Jesus. In seinem Gebet sagt er in Vers 4:
„Ich habe dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht, das du mir gegeben hast, dass ich es tun sollte.“

Moment mal, Jesus. Du bist noch nicht fertig. Du bist noch nicht ans Kreuz gegangen. Du bist noch nicht gestorben und auferstanden. Noch ist niemand gerettet.
Was soll das heißen, dass du das Werk des Vaters vollendet hast? – Jesus spricht von einer Etappe. Der Schlüsselsatz ist: „Ich habe dich auf der Erde verherrlicht.“ Er hat den Vater offenbart und Kranke geheilt und vieles andere mehr.
Wenn Jesus hier sagt: „Ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast“, dann spricht er vor allem davon, dass er seine Jünger gelehrt und ausgebildet hat.
Wenn er sie nämlich nicht ordentlich ausgebildet und gelehrt und sein ganzes Herz in sie investiert hätte, wäre seine Botschaft mit ihm am Kreuz gestorben. Die Welt hätte nie davon erfahren. Schauen Sie einmal, was Jesus als Nächstes sagt. In Vers 6 spricht er davon, das Werk Gottes zu vollenden.

„Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Dein waren sie, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt.
Jetzt haben sie erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist.
Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und haben geglaubt, dass du mich gesandt hast.

Vater, sie sind bereit. Ich habe sie vorbereitet. Ich habe das Werk vollendet.“ Und schauen Sie sich Johannes 17,20 an:
„Aber nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben.“

Indirekt meint er damit jeden von uns heute hier, und direkt und indirekt ist damit jeder Mensch gemeint, der seit dem Tag seiner Auferstehung an Jesus Christus geglaubt hat. Das war durch die Arbeit der Jünger möglich, aber Jesus musste sie erst fertig ausbilden.
Die nächste Etappe seines Weges wird ihn von der Erde wegführen, oder, wie es in Jesaja 53 heißt: „Denn er wurde abgeschnitten vom Lande der Lebendigen.“ – Schlagen Sie jetzt bitte Johannes 19,30 auf. Jesus hängt am Kreuz.
„Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.“

Die letzte Phase ist vollendet. Er hat alles getan, was er konnte. Der Rest liegt in den Händen des Vaters. Und das Wort „vollbringen“ bedeutet buchstäblich „eine Schuld bezahlen“.
Die Schuld der Menschheit ist bezahlt. Jesus hat den ganzen Weg geschafft. Sind Sie auch so froh, dass Jesus alles erfüllt hat? Gut, dass er nicht vorher aufgegeben, sondern bis zum Ende durchgehalten hat. Und seine Belohnung dafür sind – Sie!
In Hebräer 12,2 heißt es: Er war bereit, am Kreuz zu sterben, weil er wusste, welche Freude ihn danach erwartete.“ Er schaute hinter den Schmerz und das Leiden am Kreuz und sah Sie: Geheilt, erlöst, gerettet.
Jesus sah einen kalifornischen Jungen, der drogenabhängig und noch Schlimmeres war, wie er gerettet und für Gottes Reich eingesetzt werden würde. Dieser Junge steht heute hier. Ich bin seine Belohnung.
Sie genauso. Er hat es für Sie getan. Gott sei Dank dafür! Er hat durchgehalten – das wollen wir auch tun.

Jesus ist mehr als nur ein Mensch. Er war ein Mensch, wurde als Mensch geboren. Aber er ist, war und wird immer der Sohn Gottes sein.
Das ist schwer zu begreifen, aber Gott hat Sie so sehr geliebt, dass er selbst Mensch geworden ist. Gott existiert in einer Einheit – in einer Dreieinigkeit – von Vater, Sohn und Heiligem Geist.
Und Gott der Sohn verließ die Herrlichkeit des Himmels und kam auf diese Erde – er wurde Mensch. Er wurde von einer Jungfrau geboren. Er war Gott, aber er war auch hundertprozentig Mensch. Er war völlig ohne Sünde. Er tat Wunder.
Er zeigte uns, wie Gott ist. Er vergab Sündern. Die Menschen liebten ihn, sie hingen ihm an den Lippen. Doch die religiösen Führer waren unglaublich neidisch auf ihn und ließen ihn kreuzigen.
Aber all das gehörte zu Gottes Plan, denn wir Menschen waren durch die Sünde von Gott getrennt. Der heilige Gott und der sündige Mensch können nie zusammenkommen, wenn nicht die Sünde aus der Welt geschafft ist.
Deshalb starb Jesus, obwohl er heilig und sündlos war, als unser Stellvertreter am Kreuz. Die Schuld war bezahlt; Jesus wurde von den Toten auferweckt. Und wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Tun Sie das noch heute!

Schreibe eine Antwort

Pin It on Pinterest

Share This

Ermutige deine Freunde

Teile diesen Beitrag in den sozialen Medien und segne deine Freunde.