Bist du auf Empfang? Wie du Gottes Reden hörst

Gott hat dir wichtige Dinge zu sagen. Ob du es nun glaubst oder nicht – er spricht die ganze Zeit zu dir! Möchtest du lernen, wie du ihn besser hören kannst?

In dieser Predigt erklärt Bayless Conley, was wir tun müssen, um Gottes Stimme besser wahrzunehmen und für die Impulse, Weisungen und Warnungen des Heiligen Geistes sensibler zu werden.

Darüber hinaus erfahren wir, welche unglaubliche Kraft der einfache Gehorsam gegenüber Gottes Wegweisung auslöst.

Gewinne neue Einsichten für dein Leben und empfange Gottes Segen, während du auf sein Reden achtest!

Predigtmanuskript

Was wäre, wenn Gott heute zu Ihnen reden würde? Wenn Sie heute seine Stimme hören würden? Wussten Sie, dass es an mehreren Stellen in der Bibel heißt: „Heute sollt ihr auf seine Stimme hören“ und dann Anweisungen erfolgen? Über diese Anweisungen wollen wir heute sprechen. Was wäre, wenn Gott heute zu Ihnen sprechen würde? Machen Sie sich bereit für Gottes Wort.

Viele von Ihnen kennen zumindest einen Teil der Geschichte, wie ich zu Christus kam. Ich lernte eine christliche Familie kennen, einen kleinen Jungen und seine Mutter. Aber es dauerte, bis ich gerettet wurde.

Ich hatte die Staaten verlassen und lebte einige Zeit in Mexico City. Dann kehrte ich zurück nach Oregon und irgendwie war ich immer mehr davon überzeugt, dass an der Sache mit Jesus etwas dran sein musste.

Aber ich hatte Fragen, auf die ich keine Antwort wusste, und das frustrierte mich sehr. Ich sagte zu meinen Freunden: „Ich glaube, an der ganzen Sache mit Jesus und der Erlösung ist irgendetwas dran. Es könnte wirklich wahr sein.“

 

 

Daraufhin bestürmten sie mich mit Fragen, auf die ich auch keine Antwort wusste. Einmal war ich zu Besuch bei Freunden in den Bergen. Es führte nur eine einzige Straße dorthin. Sie wohnten ziemlich abgelegen.

Eines Nachts ging ich hinunter zu der Straße, wo mein Truck stand, legte mich auf die Motorhaube und betete. Ich sagte: „Gott, wenn das wahr ist, was ist dann mit dieser bestimmten Sache?“

Ich stellte meine Frage und lauschte, aber ich bekam keine Antwort. Auch meine zweite Frage blieb unbeantwortet. Da begann ich zu weinen und Gott anzuschreien.

Ich schrie weitere Fragen heraus: „Was ist damit? Und damit?“ Aber der Himmel schwieg. Ich bekam keine Antwort. Schließlich ging ich zu Bett. Und am nächsten Tag sprach Gott zu mir.

Ich weiß nicht, woher ich wusste, dass es Gott war. Ich wusste es einfach intuitiv. Ich hörte ihn klarer als alles, was ich je gehört hatte. Er trug mir auf, zum Haus dieses Jungen und seiner Mutter zu gehen.

Ich wusste einfach, dass das Gott war. Also stieg ich in meinen Truck und fuhr zu ihnen. Sie waren gerade in der Küche und packten ein paar Sachen zusammen.

Ich fragte: „Wo wollt ihr hin?“ Sie sagten: „Wir fahren in die nächste Stadt zu einer kleinen Straßenmission.“ Da sprach Gott ein zweites Mal zu mir, und wieder wusste ich, dass er es war.

Ich hörte ihn in meinem Inneren. Er sagte: „Geh mit ihnen.“ Das war erst das zweite Mal in meinem Leben, dass ich ihn hörte, aber ich widersprach ihm.

Ich sagte: „Nein, lieber nicht.“ Aber dann fügte ich hinzu: „Gott, lass uns einen Handel abschließen. Wenn sie mich einladen, gehe ich mit.“ Im nächsten Moment drehte sich die Frau um und fragte: „Bay, willst du uns begleiten?“

Ich sagte: „Okay.“ In der kleinen Missionsstation gaben die Leute oft ihr Zeugnis.

Aber an diesem Tag sprachen sie über genau die Fragen, die ich Gott in der Nacht zuvor auf der Motorhaube meines Trucks in den Bergen gestellt hatte, und erklärten dann, welche Antwort die Bibel darauf hatte.

All die Fragen, die ich Gott entgegengeschrien hatte, wurden fast wörtlich zitiert, und dann gaben sie darauf die Antwort aus der Bibel. Ich merkte, wie mir die Tränen kamen.

Und als meine letzte Frage zitiert und beantwortet wurde, schluchzte ich hemmungslos. Ich hatte völlig die Kontrolle verloren. Ich erkannte, dass wirklich alles wahr war. Jesus ist der Sohn Gottes.

An diesem Abend in der kleinen Mission wurde ich gerettet. Und – manche von Ihnen sind vielleicht zu jung, um ihn zu kennen, aber da war ein Mann, der aussah wie Grizzly Adams. Er war ein Bär von Mann und hatte einen riesigen Bart. Er packte mich und ich weinte.

Ich schluchzte etwa zehn Minuten lang an der Brust dieses Mannes. Er hielt mich einfach fest. An diesem Abend wurde ich gerettet und als sie mir die Hände auflegten und für mich beteten, wurde ich auch von meiner Drogensucht befreit.

 

Nun war ich also gerettet, aber meine Freunde waren alle noch nicht gerettet. Ich erzählte ihnen von Jesus und ich begann, in eine kleine Kirche zu gehen, wo ich zuvor noch nie gewesen war.

Mir fiel auf, dass dort jeder sagte: „Der Herr hat dieses gesagt und der Herr hat jenes gesagt.“ Damals war mir noch nicht klar, dass sie mit solchen Aussagen vieles in einen Topf warfen.

Vielleicht hatte Gott durch einen Eindruck zu ihnen gesprochen oder durch etwas, das sie in seinem Wort gelesen hatten oder sie hatten sich selbst etwas zusammengebastelt und es dann Gott zugeschrieben.

Aber es schien jeder zu sagen: „Der Herr hat dieses und jenes gesagt. Heute Morgen habe ich etwas gelesen und der Herr sagte, nein, mach das so.

Ich wollte es anders machen, aber der Herr korrigierte mich.“ Ich dachte: „Wow! Gott spricht viel zu den Menschen.“ Ich wusste, dass er zu den Menschen sprach, weil er auch zu mir gesprochen, hatte, aber jetzt tat er es nicht mehr.

Als ich hörte, dass er so oft zu den Menschen hier sprach, war ich alarmiert. War mit mir irgendetwas nicht in Ordnung? Ich fragte: „Gott, warum sprichst du nicht mehr zu mir? Bitte sprich zu mir.

Die Leute hier sagen, du sprichst die ganze Zeit zu ihnen. Gott, sprich zu mir. Bitte sprich zu mir.“ Viele Wochen lang bat ich Gott jeden Tag, zu mir zu reden. „Gott, warum sprichst du nicht zu mir? Du sprichst auch zu ihnen. Warum sprichst du nicht zu mir?

 

Bitte sprich zu mir. Gott, rede zu mir. Du hast ein einziges Mal zu mir geredet, aber danach nie mehr. Bitte rede zu mir.“ Aber nichts passierte. Doch dann, eines Tages, tat er es wieder.

Als ich gerettet wurde, lebte ich in einem kleinen Zimmer über einer Bar. Dort gab es nicht einmal elektrisches Licht, deshalb zündete ich immer Kerzen an.

Niemand sagte mir, dass es klug wäre, in der Bibel als Erstes das Neue Testament zu lesen. Niemand sagte mir, ich solle mit Matthäus oder Johannes anfangen, und so fing ich einfach ganz vorn an.

1. Mose war fantastisch. 2. Mose war sehr interessant. In 3. Mose blieb ich irgendwann stecken. Ich wünschte, ich hätte mit dem Neuen Testament angefangen. Aber dann sprach Gott zum dritten Mal zu mir.

Er sagte: „Hebräer 4,7.“ Ich hörte es ganz klar und ich kannte die Stimme, weil sie schon früher zu mir gesprochen hatte, noch bevor ich Christ war. Jetzt sprach er zum ersten Mal zu mir, seitdem ich Christ geworden war. Er sagte: „Hebräer 4,7.“

Ich hatte den Hebräerbrief noch nie gelesen. Ich arbeitete mich immer noch durch 3. Mose. Ich nahm meine Bibel und schlug Hebräer 4, Vers 7 auf. Als ich las, was dort stand, war ich verblüfft:

„Deshalb hat Gott einen neuen Zeitpunkt festgelegt, ein neues ‚Heute‘. Davon hat Gott nach so langer Zeit durch David gesprochen; es sind die schon bekannten Worte: ‚Heute sollt ihr auf seine Stimme hören. Verschließt eure Herzen nicht gegen ihn.‘“

 

Plötzlich wurde mir klar, dass es eine große Verantwortung mit sich bringt, die Stimme Gottes zu hören. Vielleicht gefällt uns nicht, was wir Gott sagen hören, aber wenn wir hören und nicht gehorchen, wird sich unser Herz verhärten.

Ich dachte: „O, ich bin mir nicht so sicher, ob ich will, dass du jetzt zu mir redest.“ Aber um Ihnen zu zeigen, wie wichtig das ist, sehen wir uns Kapitel 3, Vers 7 an:

„Deshalb spricht der Heilige Geist: Heute sollt ihr auf seine Stimme hören. Verschließt eure Herzen nicht gegen ihn, wie die Israeliten es taten, als sie sich auflehnten am Tag der Versuchung in der Wüste.“

Und nochmals in Vers 15:

„Aber vergesst nicht das Wort der Schrift: Heute sollt ihr auf seine Stimme hören. Verschließt eure Herzen nicht gegen ihn, wie die Israeliten es taten, als sie sich auflehnten.“

Drei Mal kurz hintereinander wird uns gesagt: „Heute sollt ihr auf seine Stimme hören.“ Freunde, die Wahrheit ist: Gott spricht zu seinen Kindern. Gott spricht zu den Menschen.

In Vers 7 heißt es: „Der Heilige Geist spricht“, in Vers 15 lesen wir: „Vergesst nicht das Wort der Schrift.“

Und die Sätze: „Heute sollt ihr auf seine Stimme hören. Verschließt eure Herzen nicht gegen ihn“, sind Zitate von König David aus Psalm 95,7-8. Wenn ich das lese, stechen für mich zwei Dinge heraus.

 

 

Erstens, das Wort Gottes ist von Gott inspiriert. Es ist vom Heiligen Geist inspiriert. Wie es in Timotheus heißt: „Die ganze Schrift ist von Gottes Geist eingegeben.“

Und so waren David und alle anderen, die Teile der Bibel aufschrieben oder das Wort prophezeiten oder verkündeten, vom Heiligen Geist inspiriert.

Damit wissen wir also, dass uns das Wort, einschließlich des speziellen Wortes aus Hebräer 4,7, 3,7-8 und 3,15 vom Heiligen Geist gegeben wurde.

Aber ich glaube, das sagt uns auch, dass der Heilige Geist immer noch durch das Wort zu uns spricht. Es wurde vom Heiligen Geist gegeben und das Wort Gottes sagt: „Deshalb spricht der Heilige Geist.“ Und Gott spricht zu seinem Volk durch sein geschriebenes Wort.

Letzte Woche sprach ich mit Gott über ein paar Dinge, die mich beunruhigten. Ich weiß, von Ihnen hat niemand Probleme in seinem Leben, deshalb denken Sie bei dem, was ich Ihnen gleich sagen werde, einfach an einen Freund, dem Sie damit helfen könnten.

Ich war wirklich besorgt und schrie zu Gott. Ich hatte ein paar Gebetsspaziergänge unternommen und mit Gott gesprochen und das Gebet und die Gemeinschaft mit Gott trösteten mich auch, aber ich bekam keine Antwort.

Ich war auf die Knie gegangen und hatte mein Anliegen vor Gott gebracht. Keine Antwort. Aber als ich den wöchentlichen Abschnitt im Hebräerbrief las, den wir gerade als ganze Gemeinde lesen, sprach Gott zu mir durch ein paar für mich sehr ungewöhnliche Verse aus seinem Wort.
Ich will jetzt gar nicht darauf eingehen, was Gott zu mir sagte. Das war sehr privat und ich denke nicht, dass es Teil dieser Predigt sein sollte. Aber ich wusste, dass Gott zu mir sprach.

Als ich das las, dachte ich: „Das ist meine Antwort!“ In diesem Licht hatte ich diese Verse noch nie betrachtet, aber der Heilige Geist schenkte mir eine Art Erleuchtung und so bekam ich meine Antworten. Durch zwei Verse aus der Bibel sprach Gott tief in mein Herz.

Und da wir alle intelligente Menschen sind, ist jetzt sicher jedem klar, dass wir Zeit mit Gottes Wort verbringen müssen, wenn er durch sein Wort zu uns reden soll.

Stimmen Sie mir zu? Wenn Sie also sagen: „Gott, ich will deine Stimme hören“, dann öffnen Sie die Bibel. Gott wird durch sie zu Ihnen sprechen.

Und wie ich schon am Anfang der Predigt erwähnte, wissen wir, dass Gott durch seinen Heiligen Geist auch direkt zu uns spricht. Er spricht Worte in unsere Herzen. Klare, hörbare Worte.

Die Bibel sagt in Apostelgeschichte 8,29: „Der Heilige Geist sagte zu Philippus: Lauf hinüber und geh neben dem Wagen her.“ Der Heilige Geist sprach Worte in sein Herz.

Apostelgeschichte 10,19. Der Heilige Geist sprach zu Petrus: „Drei Männer sind gekommen, die dich suchen.“

In Johannes 16,13 sagte Jesus über den kommenden Heiligen Geist: Er „wird euch sagen, was er gehört hat. Er wird euch von dem erzählen, was kommt.“

Und ich weiß aus Erfahrung, dass der Heilige Geist manchmal Worte spricht.

Aber auch wenn er das gelegentlich tut, müssen wir wissen, dass der Heilige Geist uns normalerweise eher drängt oder unser Herz berührt, wie die Bibel in Römer 8,16 sagt: „Denn der Geist Gottes selbst bestätigt uns tief im Herzen, dass wir Gottes Kinder sind.“

Ja, Gott spricht manchmal in hörbaren Worten und er spricht sowohl zu Menschen, die gerettet sind, als auch zu Menschen, die es nicht sind. Das ist meine Erfahrung. Aber das können sie auch in der Bibel nachlesen.

Gott spricht zu den Menschen. Aber auch wenn er das gelegentlich tut, will ich nochmals sagen:

Wenn Gott im Neuen Testament durch den Heiligen Geist zu den Herzen der Menschen spricht, sehen wir, dass es in den meisten Fällen eher eine Berührung, ein Drängen, ein inneres Wissen ist, als Worte. Wir lesen von Menschen, die in ihrem Geist betrübt waren und dadurch Wegweisung erhielten.

Oder sie waren beunruhigt oder bedrängt oder gereizt oder erfrischt in ihrem Geist oder es mangelte ihnen an Freiheit oder an Ruhe.

Und wenn Sie die Bibel lesen, werden Sie feststellen, dass all das ein Drängen des Heiligen Geistes war. Dadurch führte Gott seine Kinder oder sprach zu ihnen.

So warnt er uns vor den Menschen oder Dingen, die wir meiden sollten und bestätigt uns, womit oder mit wem wir uns befassen sollten.

 

Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Sie erinnern sich an Elisabeth und Zacharias. Sie konnten keine Kinder bekommen. Sie waren alt. Da erschien Zacharias ein Engel, der ihm sagte: „Siehe, Gott hat euer Gebet gehört. Ihr werdet ein Kind haben.“

Seine Frau wurde schwanger. Und, natürlich, sie trug Johannes den Täufer in sich. Sie war schon länger schwanger als ihre Cousine Maria.

Maria war durch den Heiligen Geist schwanger geworden. Eines Tages besuchte sie Elisabeth. Und was tat der kleine Johannes in ihrem Leib, als Maria hereinkam?

Er hüpfte. Und der Grund warum Johannes in ihrem Leib hüpfte, war, wie die Bibel sagt, dass er im Leib seiner Mutter mit dem Heiligen Geist erfüllt wurde.

Und als Maria hereinkam, reagierte der Heilige Geist in Johannes im Leib von Elisabeth. Der Heilige Geist hüpfte und deshalb hüpfte auch Johannes. Der Heilige Geist reagierte auf die Tatsache, dass Maria den Sohn Gottes in sich trug.

Maria kam also herein und der Heilige Geist in Johannes dem Täufer, der in Elisabeths Leib heranwuchs, reagierte auf die Tatsache, dass Gott in Maria war.

Hören Sie: Wenn Sie auf jemandem oder etwas treffen, in dem Gott wohnt, wird der Heilige Geist in Ihnen reagieren. Da ist ein inneres Zeugnis, es findet eine innere Reaktion statt. Und wir sagen: „Mann, das fühlt sich an, als wäre es Gott.“

 

 

Wenn Sie mit Menschen in Kontakt kommen, die Gott in sich tragen oder mit einem Projekt oder Ähnlichem, an dem Gott beteiligt ist, wird der Heilige Geist genauso reagieren, wie er es tat, als Maria kam und Gott in Maria war.

Und wenn der Teufel seine Finger im Spiel hat, wird der Heilige Geist uns warnen. Sie können im Johannesevangelium nachlesen, wie Satan Judas dazu anstiftete, Jesus zu verraten.

Aber kaum hatte Judas beschlossen, es zu tun – ich glaube, das ist in Kapitel 13 – sagt die Bibel, dass Satan in ihn fuhr. Nachdem er seine Entscheidung getroffen hatte, übernahm Satan die Führung.

Und als Nächstes lesen wir, dass Jesus bis ins Tiefste erschüttert war und sagte: „Einer von euch wird mich verraten.“ Jetzt reagierte der Heilige Geist in Jesus und er war erschüttert.

Ich glaube, der Grund für unsere größten Fehler und unsere schlechtesten Entscheidungen ist, dass wir nicht auf dieses innere Zeugnis hören. Er sagt uns, worauf wir uns einlassen sollen und was wir meiden sollten.

Vielleicht denken Sie jetzt: „Aber warum höre ich das nicht? Warum bin ich dafür nicht sensibel?“ Nun, das ist etwas, das Gott in jedem seiner Kinder tut.

Der Heilige Geist bestätigt uns allen in unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Aber ich glaube, manchmal geht in unserem Leben so viel vor sich und wir sind so beschäftigt, dass wir nicht hören.

 

 

Es war vor einigen Jahren, da wachte ich etwa um drei Uhr morgens auf und hörte im Halbschlaf einen leisen Piepston. Aber als ich richtig zu mir gekommen war, hörte es auf.

Also legte ich mich wieder hin. Ein paar Nächte später hörte ich dieses Piepsen wieder. Es war ganz leise. Ich war nur halb wach und dachte: „Ach, das war nichts.“ So ging das eine Weile.

Schließlich sagte ich mir: „Irgendwo muss es ja herkommen.“ Als ich es das nächste Mal hörte, stolperte ich aus dem Bett, aber da war es schon wieder vorbei. Ich hatte keine Ahnung, wo ich suchen sollte. Aber ich beschloss: „Ich werde es finden.“

Als mich dieser Piepston erneut aus dem Tiefschlaf riss, sprang ich auf und rannte durchs Zimmer. Ich hatte wirklich Glück, dass ich nirgends dagegenrannte.

Es piepste immer noch. Ich ging dem Geräusch nach. Es schien aus einer Schublade zu kommen. Ich zog sie auf. Sie war voller Krimskrams.

Ich warf alles hinaus und schließlich fand ich ganz unten eine alte Armbanduhr, die ich völlig vergessen hatte. Der Alarm war auf drei Uhr morgens eingestellt.

Die Uhr hatte also monatelang jeden Morgen um drei Uhr geklingelt. Aber sie lag unter allem möglichen Krimskrams ganz unten in einer Schublade.

Und ich glaube, so ist es oft auch in unserem Leben. Wir haben immer viel zu viel zu tun, wir müssen uns um dieses und jenes kümmern und machen ein bisschen zu viel von diesem und ein bisschen zu viel von jenem.

Dabei ist es nicht so, dass der Heilige Geist uns nicht warnt, aber ich glaube, wir haben seine Stimme irgendwie erstickt.

Manche von uns täten gut daran, einen Blick auf ihr Leben zu werfen und zu sagen: „Ich könnte dieses aufgeben, mit mit jenem aufhören und dort ein bisschen weniger tun und stattdessen mehr Zeit damit verbringen, in der Bibel zu lesen …

… und vielleicht ein wenig mehr stille Zeit haben. Ich glaube, dann wären wir sensibler für Gottes Reden, denn Gott redet wirklich. Er spricht durch seinen Sohn, er spricht durch sein Wort.

Der Heilige Geist spricht zu unserem Herzen und gibt Zeugnis in unserem Geist. Aber ich bitte Sie: Wenn Sie heute seine Stimme hören, verhärten Sie Ihr Herz nicht.

Wir müssen schnell gehorchen, wenn Gott zu uns spricht, ob er uns etwas aufträgt, etwas bestätigt oder uns sagt, dass wir etwas meiden sollten, denn wenn wir „Nein“ sagen, fängt unser Herz bereits an, sich zu verhärten.

Aber je öfter wir „Ja“ sagen, umso sanfter, empfänglicher und sensibler wird es.

Gut, schlagen Sie schnell nochmals Kapitel 4 im Hebräerbrief mit mir auf. Hebräer 4,14:

„Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch den Himmel gegangen ist – Jesus, den Sohn Gottes –, wollen wir an unserem Bekenntnis zu ihm festhalten.

 

 

Dieser Hohepriester versteht unsere Schwächen, weil ihm dieselben Versuchungen begegnet sind wie uns, doch er wurde nicht schuldig.“

Jesus wurde in allem genauso versucht wie wir. Es ist keine Sünde, versucht zu werden, aber es ist Sünde, ihr nachzugeben. Jesus sündigte nie, aber er weiß, wie es ist, dem Druck der Versuchung ausgesetzt zu sein.

Sehen wir uns Kapitel 2, Vers 18 an. Hier finden wir dieselbe Aussage:

„Da er selbst gelitten und Versuchungen erfahren hat, kann er denen helfen, die in Versuchungen geraten.“

Er weiß also, wie das ist. Er kann Ihnen helfen, wenn Sie versucht werden. Wenn Versuchungen Sie bestürmen und Sie leiden, weiß er, wie das ist. Deshalb heißt es in Kapitel 4, Vers 16:

„Lasst uns deshalb zuversichtlich vor den Thron unseres gnädigen Gottes treten. Dort werden wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden, die uns helfen wird, wenn wir sie brauchen.“

Gott ist nicht distanziert. Er steht uns nicht verständnislos gegenüber. Wir brauchen ihn nicht erst zu fragen: „Gott, weißt du, wie das ist? Weißt du, welchem Druck ich ausgesetzt bin?

Weißt du, wie es ist, versucht zu werden? Kennst du das teuflische Verlangen, das mich dann überkommt?“ Er kennt all das aus eigener Erfahrung.

Jesus wurde in allem genauso versucht wie wir. Deshalb weiß er, wie es uns geht, deshalb hat er Mitleid mit uns. Und es heißt: „Lasst uns zuversichtlich vor ihn treten.“

Das bedeutet, wir können völlig offen, furchtlos und vertrauensvoll zu ihm kommen. Er weiß, wie es uns geht, und er fühlt mit uns. Gott wurde Mensch. Und es heißt: „Kommt kühn zu ihm, damit ihr erneut enttäuscht werdet, weil er euch wieder ohne Antwort abspeist.“

Nein, er sagte: „Lasst uns deshalb zuversichtlich vor den Thron unseres gnädigen Gottes treten. Dort werden wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden, die uns helfen wird, wenn wir sie brauchen.“

Die Barmherzigkeit Gottes bewirkt, dass wir nicht das bekommen, was wir verdienen. Manche von Ihnen brauchen Barmherzigkeit. Gott hat jede Menge davon.

Die Gnade Gottes bewirkt, dass wir bekommen, was wir nicht verdienen: Kraft, Trost, Hilfe, Gesundheit, Anleitung, Weisheit. All das sind Facetten der Gnade Gottes. Und er sagte: „Lasst uns zuversichtlich vor seinen Thron treten.“

Sehen wir uns zum Schluss noch einen weiteren Vers an, in dem es darum geht, zu ihm zu kommen und seine Gnade und Barmherzigkeit zu empfangen. Kapitel 7. Bitte schlagen Sie mit mir Vers 25 auf.

Da heißt es:

„Deshalb kann er auch für immer alle retten, die durch ihn zu Gott kommen. Er lebt ewig und wird vor Gott für sie eintreten.“

Ein alter Prediger sagte einmal: „Gott rettet alle, auch wenn sie noch so tief im Dreck stecken.“

 

Das bedeutet, Gott weist niemanden ab. Jesus Christus ist unser Vermittler. Er wurde von einer Jungfrau geboren, lebte ein schuldloses Leben, wurde von Neidern ergriffen, einem Scheinprozess unterzogen und ohne Gnade geschlagen und gekreuzigt.

Und am Kreuz wurde die Sünde der Welt auf ihn gelegt. Gott hat unsere Sünde gerichtet. Gott ist ein heiliger Gott. Es gab keinen Weg, wie ein heiliger Gott und sündige Menschen zusammenkommen konnten, wenn für die Sünde keine Lösung gefunden wurde.

Gott legte seinem eigenen Sohn die Strafe für unsere Sünden auf. Jesus bezahlte den Preis, tat dem Anspruch ewiger Gerechtigkeit Genüge und wurde von den Toten auferweckt, und jetzt steht er zwischen einem heiligen Gott und den sündigen Menschen und sagt:

„Ich habe euch den Weg geebnet. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich. Der Preis wurde bezahlt.“

Ich las kürzlich die Geschichte von einem kleinen Jungen, der den Bausatz für ein Boot bekam. Er verbrachte Monate damit, es zusammenzubauen, abzuschmirgeln, anzumalen und die Segel zu hissen.

Zum Schluss schrieb er noch seinen Namen darauf. Dann nahm er es mit zu einem kleinen Fluss in seiner Stadt, befestigte eine lange Schnur daran und setzte es aufs Wasser.

Es fuhr den Fluss hinunter und er ging am Ufer neben ihm her und sah zu, wie es immer weitergetragen wurde. Aber plötzlich geriet das Boot in eine starke Strömung und die Schnur riss.
Er rief: „Nein, nicht!“ Aber das Boot wurde immer schneller. Er rannte ihm am Ufer entlang nach, aber schon bald war es aus seiner Sichtweite verschwunden. Er hatte es verloren.

Etwa drei Tage später sah er in einem Schaufenster ein Boot, das zum Verkauf angeboten wurde. Er ging hinein und sagte: „Das ist mein Boot!“

Der Verkäufer sagte: „Nun, wie auch immer, du wirst es bezahlen müssen. Vor zwei Tagen kam jemand und hat es mir verkauft.“

Der Junge sagte: „Dann werde ich das tun.“ Er ging nach Hause und plünderte sein Sparschwein. Das war alles, was er hatte. Es waren elf Dollar, genau so viel, wie das Boot kosten sollte.

Er ging zurück, warf sein ganzes Geld auf den Tresen und verließ den Laden mit seinem Boot. Und als er hinausging, drückte er es an sich und sagte: „Jetzt gehörst du doppelt mir. Erst habe ich dich gemacht und jetzt habe ich dich gekauft.“

Und genauso verhält es sich mit uns und Gott. Auch wir gehören ihm gleich zweifach, denn erst hat er uns erschaffen und dann hat er uns erkauft. Das Blut Jesu ist der Kaufpreis für unsere Erlösung.

Wir waren auf dem Fluss des Lebens, und das Band der Gemeinschaft zwischen uns und Gott riss aufgrund der Sünde. Wir waren für Gott verloren. Aber er plünderte den Himmel, um uns zurückzukaufen.

Und wenn wir jetzt durch Jesus Christus zu ihm kommen, sagt er: „Ihr gehört gleich zweifach mir. Erst habe ich euch erschaffen und dann habe ich euch erkauft.“ Freunde, der Preis ist bezahlt.

Wir gehören ihm, weil er uns gemacht hat, wie ich es in dieser Geschichte erzählt habe. Wir sind seine Schöpfung. Er hat uns nach seinem Bild erschaffen. Aber die Sünde hat uns von Gott getrennt. Die Bibel sagt, alle haben gesündigt und das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren. Aufgrund der Übertretung von Adam – die Menschheitsgeschichte begann mit ihm – ging der Zustand des geistlichen Todes auf alle Menschen über, wie es in Römer, Kapitel 5 steht. Aber auch Sie können ihm zweifach gehören. Jesus starb am Kreuz, um uns mit seinem kostbaren Blut zurückzukaufen. Rufen Sie ihn heute an. Machen Sie ihn zum Herrn Ihres Lebens und seien Sie gleich zweifach ein Kind Gottes.

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