Gebet

Bete wie Mose – und sei Gott ganz nah

Beten ist so wichtig! Aber wie macht man das und worauf sollte man achten? Sehr viel darüber können wir von Mose lernen. Während seiner Wanderung durch die Wüste führte er einige äußerst interessante Gespräche mit Gott. Mose war Gott in diesen schweren Zeiten sehr nah – auch du kannst Gott nah sein! Nimm dir Mose als Vorbild. Mach das Gespräch mit Gott zur ersten Priorität und erlebe, wie sich in deinem Leben Dinge zum Guten verändern.

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Predigtmanuskript

Bitte schlagen Sie Ihre Bibel bei 2. Mose, Kapitel 15 auf. Wir werden uns heute ansehen, wie Mose betete. Mose führte viele Gespräche mit Gott und betete viel, sowohl bevor er nach Ägypten zurückkehrte als auch während er dort war und Gottes Volk aus der Knechtschaft befreite. Wir werden uns heute einige der Gebete ansehen, die Mose sprach, nachdem sie das Rote Meer durchquert hatten und ihre Reise durch die Wüste antraten.

2. Mose 15,22ff: „Danach führte Mose die Israeliten vom Roten Meer fort und sie zogen in die Wüste Schur. Drei Tage lang wanderten sie durch die Wüste, ohne Wasser zu finden. Als sie nach Mara kamen, fanden sie schließlich Wasser. Doch sie konnten es nicht trinken, denn es war bitter. Deshalb erhielt der Ort den Namen Mara. Da beschwerte sich das Volk bei Mose: Was sollen wir trinken? Mose rief den Herrn um Hilfe an. Da zeigte der Herr ihm ein Stück Holz. Nachdem Mose das Holz in das Wasser geworfen hatte, wurde das Wasser trinkbar.

In Mara gab der Herr ihnen Vorschriften und Gesetze und stellte sie auf die Probe, indem er sagte: Hört auf mich, den Herrn, euren Gott, und lebt so, wie es mir gefällt: Befolgt meine Gebote und Vorschriften! Dann werde ich euch nicht an den Krankheiten leiden lassen, die ich über die Ägypter gebracht habe, denn ich bin der Herr, der euch gesund macht.“

In der Wüste gab es kein Wasser. Das Volk beschwerte sich, und Mose sprach ein sehr kurzes, prägnantes Gebet. Wir kennen den Wortlaut nicht, aber wahrscheinlich rief er etwas wie „Hilfe!“, und Gott zeigte ihm ein Stück Holz. Er warf es in das bittere Wasser und es wurde trinkbar. Beachten Sie, dass Gott sich als Israels Heiler offenbart, noch bevor er ihnen die Zehn Gebote oder andere Vorschriften gab.

Das gleicht einer Mutter, die erst auf das körperliche Wohlbefinden ihres Kindes achtet, bevor sie sich um seine Erziehung kümmert. Ich glaube, Gott ist es sehr wichtig, dass jeder neue Christ ihn als Heiler kennenlernt. Das alles geschah vor dem Gesetz, und es war nicht mit dem Gesetz vorüber. Gott ist seinem Wesen nach ein Heiler, und sein Wesen ändert sich nicht. Das lässt sich nicht auf das Alte oder das Neue Testament begrenzen. Das ist, wer Gott ist. Und er zeigt seine Beständigkeit, indem er es ein Gesetz nennt. Natürlich hängt das mit der Erlösung zusammen, weil es ein Bild von Jesus ist. Das Holz ist ein Symbol für Golgatha. Es macht das bittere Wasser des Lebens süß. Und Heilung ist in der Erlösung Jesu inbegriffen.

Moses erstes Gebet in der Wüste lautete also im Wesentlichen: „Gott, hilf.“

2. Mose 17, Vers 2. Das war nur kurze Zeit später. Ab Vers 2:

2. Mose 17,2ff: „Da machten die Israeliten Mose Vorwürfe und forderten: Gib uns Wasser zum Trinken!
Warum macht ihr mir Vorwürfe?, entgegnete Mose. Und warum fordert ihr den Herrn heraus?
Die Israeliten aber waren sehr durstig und sie beklagten sich bei Mose: Warum hast du uns bloß aus Ägypten geführt? Etwa damit wir, unsere Kinder und unser Vieh verdursten?
Da schrie Mose zum Herrn: Was soll ich nur mit diesem Volk tun? Es fehlt nicht viel und sie steinigen mich!
Der Herr entgegnete Mose: Geh mit einigen führenden Männern der Israeliten vor dem Volk her. Nimm deinen Stab, mit dem du auf den Nil geschlagen hast, mit. Ich werde auf einem Felsen am Horeb vor dich treten. Schlag auf den Felsen. Dann wird Wasser herausströmen und das Volk wird trinken können.
Und Mose tat es vor den Augen der führenden Männer Israels.“

Das war nach all den Wundern in Ägypten, nach der Teilung des Roten Meeres und nur wenige Tage nachdem das bittere Wasser in trinkbares Wasser verwandelt wurde. Und wiederum forderten die Israeliten den Herrn heraus und klagten. Ihre Sünde war nicht ihr Verlangen, sondern ihre Einstellung. Sünde war nicht, dass sie baten, sondern wie. Und Moses Gebet war wieder sehr kurz. „Herr, was soll ich mit diesem Volk tun? Sie wollen mich töten.“ Und Gott zeigte Mose, was er tun sollte.

Beachten Sie, dass Mose Gott keinen Vorschlag machte, wie er das Problem lösen könnte. Wir sehen in Epheser 1,11, welche Schwierigkeiten es mit sich bringt, wenn wir Gott vorschreiben, was er tun soll: Er wirkt nur so, wie er es mit seinem Willen beschlossen hat, nicht nach unserem Willen oder unserer Strategie. Wenn wir versuchen, Gott das Wie vorzuschreiben, begrenzt das unsere Wahrnehmung für sein Wirken.

Ich glaube, dass wir Gottes Antworten manchmal übersehen, weil wir ihn in eine Schublade stecken und erwarten, dass er nur auf ganz bestimmte Weise handelt.

Gut, lassen Sie uns 2. Mose, Kapitel 32, ab Vers 7 ansehen. Hier finden wir eine weitere Begebenheit, die sich nicht lange danach zutrug.

2. Mose, Kapitel 32,7: „Der Herr befahl Mose: Steig schnell hinunter!“

Er war auf dem Berg und hatte gerade die Zehn Gebote bekommen. Und Gott sagte:

„Steig schnell hinunter! Dein Volk, das du aus Ägypten geführt hast, tut etwas Schlimmes.“

Das ist interessant. Gott hatte ihm gerade die Zehn Gebote gegeben und dann sagte er: „Steig schnell hinunter! Dein Volk, das du aus Ägypten geführt hast, tut etwas Schlimmes.“ Verse 8-10:

„Es hat sich von den Geboten, die ich ihnen gegeben habe, abgewandt. Die Israeliten haben sich ein Kalb angefertigt, es angebetet, ihm geopfert und gerufen: Dies ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägypten geführt hat! Ich habe erlebt, wie eigenwillig dieses Volk ist, fuhr der Herr fort. Ich will meinen Zorn über sie kommen lassen und sie alle vernichten. Dich will ich jedoch zu einem großen Volk machen.“

Er sagte also: „Mose, lass uns neu beginnen. Ich werde alle vernichten und nur aus dir ein ganz neues Volk entstehen lassen.“ Mose sagte, Vers 11:

„Aber Mose flehte den Herrn, seinen Gott, an: Herr, warum willst du dein Volk in deinem Zorn vernichten, das du doch mit so großer Macht und starker Hand aus Ägypten geführt hast?“

Gott, du musst das verstehen. Das ist nicht mein Volk, sondern deines, und nicht ich habe sie aus Ägypten geführt, sondern du.

Mose änderte hier quasi das Drehbuch. Vers 14:

„Da tat es dem Herrn leid und er ließ das angedrohte Unheil nicht über sie kommen.“

Hier haben wir ein Bild von Mose als dem Vermittler. Er stand zwischen dem Volk und der Zerstörung. Er wusste um die Schwere der Sünde, die das Volk begangen hatte. Kurz danach wandte Mose sich abermals an Gott.

Ab Vers 30:

2. Mose 32,30-33: „Am nächsten Tag sagte Mose zum Volk: Ihr habt eine schwerwiegende Sünde begangen, aber ich will noch einmal zum Herrn auf den Berg steigen. Vielleicht kann ich es erreichen, dass er euch vergibt. So kehrte Mose zum Herrn zurück und bat: Diese Leute haben eine große Sünde begangen: Sie haben sich einen Gott aus Gold gemacht. Doch ich bitte dich, vergib ihnen ihre Sünde – wenn nicht, dann streiche mich aus dem Buch, das du führst.
Der Herr antwortete Mose: Ich werde nur die aus meinem Buch streichen, die gegen mich gesündigt haben.“

Beachten Sie, mit welcher Herzenshaltung Mose betete. Er bat Gott: „Lass mich ihr Stellvertreter sein. Streich nicht sie aus deinem Buch, sondern statt ihrer mich. Ich will ihren Platz einnehmen.“ So sehr lag ihm das Volk am Herzen.

Gemäß 1. Timotheus 2, Vers 1 ist eines der Gebete, die wir als Christen beten sollen, die Fürbitte für andere Menschen. Wenn wir für andere beten, treten wir für sie in den Riss.

In Apostelgeschichte 12 heißt es, dass König Herodes Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert hinrichten ließ. Und er sah, dass das den Juden gefiel. Er war einer der zwölf Apostel. So beschloss er, Petrus auf dieselbe Weise hinrichten zu lassen. Aber Petrus wurde durch ein Wunder gerettet. Jakobus wurde getötet, Petrus wurde gerettet. Der einzige Unterschied war, dass für Petrus anhaltend gebetet wurde. Wenn sie auch nur ein einziges Gebet für Jakobus sprachen, erfahren wir zumindest nicht davon. Für Petrus traten andere in den Riss. Der einzige Unterschied war Fürbitte. Vielleicht dachten sie: „Jakobus schafft das schon.“ Schließlich war er einer der 12 Apostel.

Wir müssen für unsere Leiter beten. Jeder braucht Gebet. Mose lehrt uns, Fürbitter zu sein. Das ist so wichtig.

Wir kommen zu 2. Mose, Kapitel 33. Inzwischen war Gott ziemlich genervt von dem Volk. Am Anfang des Kapitels sagt er: „Ihr werdet in das
verheißene Land einziehen und es in Besitz nehmen, aber ich ziehe nicht mit euch hinauf, sondern schicke euch stattdessen einen Engel, der vor euch hergeht. Ihr werdet die Jebusiter, die Perisiter, die Hiwiter und alle anderen Bewohner daraus vertreiben.“

Wir lesen ab Vers 12 von 2. Mose 33. Da heißt es:

2. Mose 33,12ff: „Mose sagte zum Herrn: Du hast mir zwar den Auftrag gegeben, dieses Volk nach Kanaan zu führen, aber du hast mir nicht gesagt, wen du mit mir schicken willst. Du hast gesagt, dass du mich kennst und dass du mir freundlich gesinnt bist. Wenn dem wirklich so ist, dann zeig mir doch, was du vorhast, damit ich dich besser verstehe und merke, dass du mir freundlich gesinnt bist. Denk doch daran, dass dieses Volk dein Volk ist.
Der Herr antwortete ihm: Ich selbst werde mit dir gehen, Mose. Ich will dir Ruhe verschaffen.
Da entgegnete Mose: Wenn du nicht selbst mit uns gehst, dann führe uns nicht von hier weg. Denn woran soll man erkennen, dass du deinem Volk und mir wohlgesinnt bist? Doch einzig daran, dass du mit uns ziehst und wir uns deshalb vor allen anderen Völkern auf der Erde auszeichnen.
Der Herr sagte zu Mose: Ich will dir auch diesen Wunsch erfüllen, den du gerade geäußert hast. Denn du stehst in meiner Gunst und ich kenne dich.“

Wiederum trat Mose für das Volk ein. Gott sagte: „Ich gehe nicht mit. Ich schicke einen Engel.“ Mose sagte: „Moment mal, wenn du nicht mitgehst, storniere bitte meine Reservierung für das verheißene Land. Das Einzige, das uns von allen anderen Völkern auf der Erde unterscheidet, ist deine Gegenwart.“ Gott sagte: „Okay. Ich werde tun, worum du mich bittest.“

Das Einzige, was Sie von anderen Menschen auf der Welt unterscheidet – was uns als Christen vom Rest der Welt abhebt –, ist die Gegenwart Gottes.

Als Nächstes finden wir hier ein sehr persönliches Gebetsanliegen von Mose. Er dachte zweifellos darüber nach, wie Gottes Gegenwart uns von anderen abhebt. In Vers 18 desselben Kapitels sagte er:

2. Mose 33,18-19: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen.
Der Herr antwortete: Ich will meine Güte an dir vorüberziehen lassen und will meinen Namen ‚der Herr‘ vor dir ausrufen. Ich schenke meine Gnade und mein Erbarmen, wem ich will.“

Das hebräische Wort, das hier mit Herrlichkeit übersetzt wurde, bedeutet wörtlich Gewicht, Masse oder Substanz.

Als Mose sagte: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen“, sagte er: „Gott, ich möchte wissen, wer du bist. Ich möchte nicht nur wissen, was du tust, sondern auch, warum. Gott, zeige mir, wer du bist, dein Gewicht, deine Masse, deine Substanz. Wer bist du in deinem Inneren? Wer ist der Gott, der uns aus Ägypten herausgeführt hat?“

Gott sagte: „Ich will meine Güte an dir vorüberziehen lassen. Ich schenke meine Gnade und mein Erbarmen, wem ich will“, denn vor allem ist Gott gut, und er ist gnädig und mitfühlend und er ist Liebe. Gott sagte: „Ich werde dir meine Güte zeigen, denn sie ist, wer und was ich in meinem Inneren bin.“

Das war die Bitte, Gott persönlich kennen zu dürfen.

Ich finde, „Gott, zeig mir deine Herrlichkeit“ ist ein wunderbares Gebet. Viele Leute beten das nicht. Wenn Sie anfangen so zu beten, befinden Sie sich in sehr exklusiver Gesellschaft. Anders als Mose beten die meisten nicht für andere, sondern nur für ihre eigenen Bedürfnisse. Mose wuchs schon darüber hinaus und wurde zum Fürsprecher, was fantastisch ist. Aber er ging sogar noch einen Schritt weiter und betete: „Gott, ich möchte nichts für mich oder für andere. Ich möchte dich einfach kennenlernen.“ Ich glaube, dass wir Gott so nahekommen können, wie wir möchten.

Bitte schlagen Sie das 4. Buch Mose mit mir auf. Wir wollen uns noch ein bisschen mehr von der Geschichte ansehen. 4. Mose, Kapitel 11, ab Vers 4:

„Doch die Fremden, die mit ihnen zogen, sehnten sich nach Annehmlichkeiten, und so klagten auch die Israeliten von Neuem. Wer gibt uns Fleisch zu essen?, jammerten sie. Denkt nur an die vielen Fische, die wir in Ägypten ganz umsonst bekamen. Wir bekamen so viele Gurken und Melonen, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch, wie wir nur wollten. Aber jetzt haben wir alle Lust am Essen verloren, wo wir nichts außer diesem Manna zu sehen bekommen!“

Wir haben nur Engelsnahrung zu essen. Freunde, wenn das Manna Sie nicht länger zufriedenstellt, haben Sie ein wirkliches Problem. Es heißt, sie sehnten sich nach Annehmlichkeiten. Das bedeutet wörtlich, sie verspürten eine unbändige Gier.

Sie klagten also wiederum: „In Ägypten hatten wir Knoblauch und Zwiebeln, jetzt müssen wir Engelsnahrung essen.“ Leistet Mose erneut Fürbitte für sie? Sagt er abermals: „Gott, streiche mich aus deinem Buch“?

Es passierte Folgendes: Gott wurde zornig und Mose wurde zornig. Mose sagte: „Bin ich etwa die Mutter dieses Volkes? Ich kann es nicht länger tragen. Gott, wenn du mich so behandeln willst, töte mich lieber.“ So betete er. Mir gefällt dieses Gebet, weil es ehrlich ist. Mose war am Ende. Er sagte: „Ich kann sie nicht tragen. Ist das Volk ein Säugling, den ich umhertragen soll? Gott, ich habe genug von ihnen. Es geht immer so weiter. Hol mich nach Hause. Ich kann nicht mehr.“

König David sagte in Psalm 142: „Ich bringe meine Klagen vor den Herrn.“ Und Gott gab ihm eine Antwort. Gott mag ehrliche Menschen. Wenn Ihr Herz schwer ist, sprechen Sie mit Gott darüber.

Und so wies Gott Mose an, 70 Älteste zu versammeln; er gab ihnen eine Antwort und legte seinen Geist auf sie, und dann ließ Gott einen Wind aufkommen, der Wachteln in ihr Lager trieb. Und es waren so viele Wachteln, dass sie zwei Tage und eine Nacht brauchten, um sie alle einzusammeln. Sie sollten das zusammen mit Psalm 78 lesen, denn dort wird diese Geschichte ebenfalls erzählt. Und in der Bibel heißt es, obwohl Gott sie versorgte, indem er ein Wunder tat, nahm ihre Gier nicht ab. Dann kam das Gericht, die Schuldigen starben und wurden begraben. Und Mose nannte den Ort „Gräber der Gier“ – nicht nur, weil die Anstifter dort begraben waren, sondern weil er hoffte, auch das Problem der Gier unter Gottes Volk ein für alle Mal begraben zu können. Leider funktionierte das nicht.
Dieses Problem tauchte während ihrer Reise immer wieder auf.

4. Mose 14. Sie sandten die 12 Spione in das verheißene Land. Diese bestätigten alles, was Gott gesagt hatte. Dort flossen Milch und Honig. Sie brachten Früchte des Landes mit, aber 10 von ihnen sagten: „Das geht nicht. Gott sagt, er hat uns jeden Ort gegeben, auf den unsere Fußsohle trifft, aber es spielt keine Rolle, was Gott sagt. Da sind Riesen; da sind mit Mauern befestigte Städte. Das schaffen wir nicht! Gott täuscht sich.“ Nur zwei der Spione, Josua und Kaleb, sagten: „Männer, seid still. Wir können das. Sie sind leichte Beute für uns. Sie haben keinen Schutz, aber der Herr ist mit uns. Fürchtet euch nicht.“ Aber ganz Israel stellte sich auf die Seite der zehn Spione und fing wieder an zu jammern: „Hätte Gott uns doch in Ägypten oder in der Wüste sterben lassen. Ihr habt uns hergebracht, um uns zu töten.“ Sie wollten Mose absetzen und einen neuen Anführer wählen, um dann nach Ägypten in die Sklaverei zurückzukehren.

Wir können aus dieser Geschichte vieles lernen, aber ich möchte Sie auf eines hinweisen. Bitte sehen Sie sich mit mir Vers 20 in Kapitel 14 an. Hier sprach Mose mit dem Herrn. Wieder macht er sich zu ihrem Fürsprecher und tritt für sie in den Riss. Vers 20:

„Da antwortete ihm der Herr: Ich werde ihnen vergeben, wie du gebeten hast.“

Gut, Mose, ich vergebe ihnen, aber … Sagen Sie alle: „Aber.“

„Aber so wahr ich lebe und so wahr die Erde erfüllt wird von meiner Herrlichkeit, soll keiner dieser Menschen das Land, das ich ihren Vorfahren mit einem Eid versprochen habe, jemals sehen. Sie haben meine Herrlichkeit und die Wunder, die ich in Ägypten und in der Wüste getan habe, miterlebt und mich trotzdem immer und immer wieder herausgefordert, indem sie meine Anweisungen nicht befolgten.“

Sagen wir alle „immer und immer wieder“.

Sie taten das immer wieder. Vers 23:

„Keiner von denen, die mich verachtet haben, soll das Land sehen.“

Ab Vers 28:

„Richte ihnen Folgendes aus: So wahr ich lebe, werde ich euch genau das antun, mit dem ihr mir in den Ohren gelegen habt, spricht der Herr. Ihr alle sollt hier in der Wüste sterben! Weil ihr euch gegen mich aufgelehnt habt, soll keiner von euch, der 20 Jahre oder älter ist und gemustert wurde …“

Jene, die zwanzig oder jünger waren, zog Gott nicht zur Verantwortung. Aber die anderen bekamen exakt das, was sie gesagt hatten.
Mose trat für sie ein, und Gott sagte: „Okay. Ich vergebe ihnen, aber sie bekommen trotzdem, was sie gesagt haben. Genau die Dinge, die sie gewohnheitsmäßig gesagt haben, werden sie erleben.“
Sie sagten abermals: „Hätte Gott uns doch in der Wüste oder in Ägypten sterben lassen. Ihr habt uns hergebracht, um uns zu töten. Wir werden sterben. Wir sind alle tot. Wir werden verdursten. Wir werden verhungern. Ihr habt uns hierhergebracht, um uns zu töten, oder? Wir werden sterben. Wir werden sterben.“ Sie sagten das aus Gewohnheit, und selbst noch so viel Fürbitte hätte nichts daran geändert, dass sie die Frucht der Worte aßen, die sie gewohnheitsmäßig aussprachen.

Freunde, jemand kann in den Riss treten, Mose selbst, und für Sie beten; Sie können mit dem Blut Jesu gereinigt werden und bereit für den Himmel sein. Aber Sie werden ernten, was Sie säen.

Was Sie gewohnheitsmäßig sagen, formt Ihre persönliche Welt. Denken Sie einmal darüber nach. Das ist so wahr.

Ich hoffe, dass Sie aus der heutigen Sendung etwas mitgenommen haben. Und ich möchte Ihnen noch etwas sagen. Hören Sie einen Moment mit dem auf, was Sie gerade tun. Ich möchte Ihnen sagen: Gott sieht Sie. Jemand denkt gerade: „Gott, hörst du meine Gebete überhaupt?“ Ja, er hört Ihre Gebete. Er hört Sie. Er sieht Sie. Und er wird Ihnen helfen. Er ist in diesem Moment bei Ihnen. Wenn Sie sich ihm zuwenden, wird er sich Ihnen zu erkennen geben.

Sie sind für Gott wertvoll! Ihr Leben zählt. Sie sollten es nicht wegwerfen. Gott hat einen Plan für Sie, mein Freund. Und er wird Ihnen seinen Plan Schritt für Schritt zeigen, wenn Sie ihm Ihr Leben anvertrauen. Und alles fängt damit an, dass Sie niederknien und sagen: „Ja, Jesus. Hier hast du mich. Ich gebe dir mein Leben ganz hin.“ Wenn Sie das tun, werden Sie nicht enttäuscht.

Ich möchte mir noch einen Moment Zeit nehmen, um sehr wichtigen Menschen in unserer Welt Danke zu sagen. Das sind unsere Unterstützer, Menschen, die regelmäßig für uns spenden. Sie helfen uns dabei, Predigten wie diese in über 120 Ländern auf der ganzen Welt in vielen verschiedenen Sprachen auszustrahlen, um die Unerreichten zu erreichen. Wir sind für jeden von ihnen so dankbar. Gott segne Sie, wenn Sie einer davon sind.

Kommentare (2)

2 Kommentare

  • Susanne S. sagt:

    Best homily ever. Naja, stimmt nicht ganz, ich höre schon seit vielen Monaten fast jeden Tag eine Predigt von Bayless. Was für eine großartige Gabe und Gnade Gottes, wie Bayless die Dinge so lebendig auf den PUNKT bringt. Als wäre der uralte Text für unsere Zeit geschrieben. Nichts hat sich geändert (…unser Verhalten als Menschen) ,das gleiche Gesetz gilt damals wie heute, einzig Gottes Barmherzigkeit reicht zu uns durch Jesus Christus sehr viel näher heran als zu Moses Zeiten. Wir werden das Gelobte Land nicht sehen – wenn wir nicht (wieder) werden wie die Kinder. Großen Dank auch an den Übersetzer. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit, zu lernen. Gelobt sei Jesus Christus!

    • Team Bayless sagt:

      Liebe Susanne, danke für das Lob! Ja unser Gott ist lebendig und hat Gnade für uns jeden Tag. Wir dürfen darin täglich leben. Liebe Grüße, dein Bayless Conley Team!

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