5 Bekenntnisse, die Gott hören will 1/2

Die Worte, die du aussprichst, haben Macht! Die Bibel lehrt sogar, dass wir durch unsere Worte entscheiden, ob Fluch oder Segen unserem Leben folgen werden. In dieser Predigt zeigt uns Bayless Conley 5 Bekenntnisse, die Gott von uns hören möchte. Entdecke, wie es sich auf dein Leben und das deiner Mitmenschen auswirken wird, wenn du diese Bekenntnisse laut aussprichst!

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Wir müssen dem mächtigen Gott vertrauen, der vergibt. Und hoffentlich wachsen wir im Glauben und müssen 1. Johannes 1:9 immer weniger in Anspruch nehmen. Aber wenn es nötig wird – Halleluja – können wir das. Vielleicht sagen Sie: „Ich weiß, dass Gott mir vergeben hat. Aber ich kämpfe immer noch mit diesen Gedanken.“ Reden Sie mit jemandem. Wir brauchen einander.

Ich bin Bayless Conley. Willkommen bei der „Antworten“-Sendung. Wir nennen sie nicht so, weil wir denken, dass wir alles wissen. Aber wir wissen, wo wir die Antworten auf unsere Fragen  finden – nämlich in der Bibel. Heute wollen wir uns fünf Bekenntnisse anschauen, die Gott hören will. Und noch eine Frage zum Nachdenken: Warum muss ich meine Sünden vor Gott bekennen, wenn Er sie doch schon durch Jesus vergeben hat? Reden wir darüber.

Ich möchte heute über etwas sprechen, das über Leben und Tod entscheidet. Es geht um Worte. In Sprüche 18:21 heißt es: „Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge.“ Im Jakobusbrief steht, dass wir durch unsere Worte Fluch oder Segen in unser Leben und das Leben anderer bringen können. Und weiter heißt es dort, dass die Zunge wie ein Ruder an einem Schiff ist. Sie bestimmt die Richtung, in die unser Leben geht. Jesus selbst sagte, dass wir für jedes überflüssige Wort, das wir aussprechen, Rechenschaft ablegen müssen. Er sagte: „Denn aufgrund deiner Worte wirst du freigesprochen werden und aufgrund deiner Worte wirst du verurteilt werden.“

Genauer gesagt, möchte ich in dieser Predigt über fünf Bekenntnisse sprechen, die Gott hören will. Fünf Bekenntnisse, die Gott hören will. Das erste Bekenntnis ist das Bekenntnis, das zu unserer Rettung führt. In Römer 10:9 steht, wenn wir bekennen… Sagen wir alle: „Bekennen.“

Römer 10:9-10
 „… dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du gerettet werden wirst. Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil.“

Beachten Sie: Es ist das Bekenntnis „Christus ist Herr“, das zur Errettung führt, nicht unser Sündenbekenntnis. Wenn man alle seine Sünden bekennen müsste, um gerettet zu werden, könnte niemand gerettet werden. Es sind zu viele, um sie sich alle zu merken. Ich erinnere mich auf jeden Fall nicht mehr an alles, was ich falsch gemacht habe. Ja, wir müssen anerkennen, dass wir Sünder sind, uns von der Sünde abwenden und uns Christus zuwenden. In einer seiner ersten Predigten im Markusevangelium sagt Jesus: „Tut Buße, kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ Wir müssen verstehen, dass es das Bekenntnis der Herrschaft Jesu ist, durch das wir gerettet werden. Herz und Mund müssen darin übereinstimmen, denn „mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil“. Wenn der Mund ohne das Herz spricht, nützt Ihnen das nichts. Viele Leute reden einfach anderen nach oder sagen Dinge, die sie nicht meinen. Dann gibt es keine Ergebnisse. Aber auf der anderen Seite reicht es auch nicht, nur im Herzen zu glauben. In der Bibel steht: „Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt…“ Herz und Mund müssen eins sein.

Ich habe in den vergangenen vierzig Jahren mit vielen, vielen Menschen über Jesus gesprochen. Ich habe ihnen meine Geschichte und vom Wort Gottes erzählt. Manche frage ich: „Glauben Sie, dass Jesus der Sohn Gottes ist?“ Und sie sagen: „Ja, ich denke schon.“ – „Glauben Sie, dass Er von den Toten auferstanden ist?“ – „Ja, das glaube ich.“ – „Glauben Sie, dass Jesus der Herr und Urheber der Erlösung ist?“ – „Ja, das tue ich.“ – „Sind Sie bereit, Ihr Recht auf ein unabhängiges Leben aufzugeben und Ihn zum Herrn über Ihr Leben zu machen?“ – „Nein. Dazu bin ich nicht bereit.“ Sie glauben, dass Er von den Toten auferstanden und dass Er der Sohn Gottes ist, aber sie sind nicht bereit, dieses Bekenntnis auszusprechen. Aber um gerettet zu werden, muss beides übereinstimmen.

Wenn ich gesagt habe: „Sie sind schon halb dort. Sie glauben mit Ihrem Herzen. Sind Sie bereit, Ihn als Herrn zu bekennen?“, haben aber auch viele Ja gesagt. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich die Hand eines Menschen genommen habe – in einem Flugzeug, auf einem Sportplatz, auf einem Golfplatz, in einem Restaurant, draußen vor der Kirche, hier auf unserem Gelände – und mit ihm ein Gebet gesprochen habe, um Jesus als Herrn zu bekennen. Gottes Wort zufolge führt dieses Bekenntnis zur Rettung. Herr bedeutet „Chef“. Es bedeutet, dass ich mein Leben unter Seine Herrschaft stelle.

Wir haben das schon oft gesagt: Ganz am Anfang, im 1. Mose, hat Gott den Menschen nach Seinem Ebenbild geschaffen und ihm die Herrschaft über alles gegeben – bis auf eines. Gott sagte: „Ich entscheide über Gut und Böse, darüber, was Sünde ist und was nicht. Ich muss dafür die oberste Autorität sein. Vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen darfst du nicht essen, Adam. Alles andere gehört dir.“ Aber Adam und Eva wollten wie Gott sein und selbst entscheiden, was gut und was böse, was richtig und was falsch ist. Gott sagte: „Wenn ihr das tut, dann werdet ihr sterben.“ Und sie starben geistlich. Sie wurden von Gott abgeschnitten. In Römer 5:12 steht, dass Adam als erster Mensch die ganze Menschheit in Sünde stürzte. Er brachte die Sünde in die Welt und durch diese Sünde den Tod oder die Trennung von Gott. Denn wir alle folgten ihm und haben selbst gesündigt. Aber in 1. Korinther 15:45 wird Jesus als letzter Adam bezeichnet. Er kam, um zu reparieren, was Adam zerbrochen hatte. Er kam, um wieder ganz zu machen, was der erste Adam zerstört hatte. Heute sieht Gott die ganze Welt. Er sieht jeden in diesem Saal, jeden, der mir zuhört, jeden auf der ganzen Welt. Gott sieht jeden als Teil einer dieser beiden Familien – der von Adam oder der von Christus. Aus Gottes Perspektive gibt es keine andere Kategorie. Die ganze Welt besteht aus zwei Familien – Adam oder Jesus. In der Bibel steht, dass in Adam alle sterben. Aber in Christus sollen alle lebendig werden. Die Frage ist: Wie kommt man von Adam zu Christus? Wir haben es gerade gelesen: indem wir im Herzen glauben, dass Jesus auferstanden ist und Ihn mit dem Mund als Herrn bekennen. Sie beugen sich unter Seine Herrschaft und Ihr Herz muss dem zustimmen. Dieses Bekenntnis führt zur Rettung.

Vielleicht fragt jetzt jemand: „Bedeutet das, dass ich nie mehr sündigen werde, wenn ich zu Jesus gehöre?“ Das führt uns zum zweiten Bekenntnis. Das zweite Bekenntnis, das Gott hören will, ist das Sündenbekenntnis des Christen gegenüber Gott. Gehen wir zum 1. Johannesbrief. 1. Johannes, Kapitel 1, ab Vers 5. Da heißt es:

1. Johannes1:5-6
„Und dies ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: dass Gott Licht ist, und gar keine Finsternis in ihm ist. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, lügen wir und tun nicht die Wahrheit.“

„Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben und in der Finsternis wandeln…“ Das Wort „wandeln“ beschreibt einen gewohnheitsmäßigen Lebensstil. Damit ist keine einmalige Sünde gemeint oder gelegentliches Versagen, sondern jemand, der einen sündhaften Lebensstil pflegt und sagt, er habe Gemeinschaft mit Gott. Dann lügt man und tut nicht die Wahrheit. Vers 7:

1. Johannes1:7
„Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft …“ (In beiden Versen geht es um Gemeinschaft, sehen Sie das?) „… haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde.“

Und wie geschieht das? Wie reinigt uns Sein Blut von Sünde? Die Antwort finden wir in Vers 9. „Wenn wir bekennen.“ – Sagen wir alle: „Bekennen.“

1. Johannes 1:9
„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.“

Wer nicht gerettet ist, kann seine Sünden nicht bekennen, weil es so viele sind. Aber wer gläubig ist, kann das, weil es wenige sind. Bekennen Sie Ihre Sünde. Er ist treu und gerecht, dass Er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit. – Gehen wir zu Kapitel 2, Vers 1. Da steht:

1. Johannes 2:1
„Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt – wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten.“

Wenn wir unsere Sünde bekennen, tritt Jesus vor dem Vater im Himmel für uns ein. Er ist unser Beistand. Johannes sagt hier nicht: „Wenn ihr versagt, habt ihr einen Beistand.“ Nein, er sagt: „Wir haben einen Beistand.“ Johannes sagt hier nicht: „Wenn ihr versagt, habt ihr einen Beistand.“ Nein, er sagt: „Wir haben einen Beistand.“ Der große Apostel Johannes stellt sich in eine Reihe mit denen, die den Beistand von Jesus Christus nötig haben, weil auch er manchmal versagt. Wenn wir unsere Schuld bekennen, ist Er treu und gerecht, dass Er uns vergibt. Er ist nicht nur treu, sondern auch gerecht. Wenn Er vergibt, ist Er gerecht. Warum? Weil Jesus sich geopfert hat.

Sehen Sie: Wenn Sie sündigen, verlieren Sie nicht Ihren Status als Familienmitglied. Aber Sie zerstören die Gemeinschaft mit dem Vater. Ich muss nicht wieder neu gerettet werden. Ich verliere nicht meine Erlösung. Aber ich verliere die Gemeinschaft und mein Gefühl, vor Gott recht zu sein. Es geht hier um Gemeinschaft: „Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft haben, aber im Finstern wandeln…“ Wenn wir sündigen, zerbricht die Gemeinschaft mit Gott. Und sie kann nur durch das Bekennen dieser Sünde wiederhergestellt werden.

Wenn ein Christ schuldig wird, greift der Teufel gern seine Gedanken mit Verdammnis an. In Offenbarung 12:10 wird Satan als „der Verkläger der Brüder“ bezeichnet. Wenn wir Gott unsere Schuld bekannt haben, müssen wir die Vergebung und Reinigung annehmen und nicht uns selbst verurteilen. Wir müssen weitergehen und glauben, dass Er uns vergeben und uns gereinigt hat. Wir dürfen nicht sagen: „Na gut, ich werde mich nächste Woche anstrengen. Wenn ich es eine Woche schaffe, brav zu sein, kann ich mich wieder besser fühlen.“ Nein, Freund. Es geht nicht um Ihre Leistung. Es geht um Seine Gnade, die uns die Vergebung schenkt. Wir müssen Ihm darin vertrauen, so wie in allem anderen auch. 1. Johannes 1:9 ist kein Zauberstab. Ich weiß, dass manche denken: „Oh, das ist super. Ich kann tun, was ich will! Ich kann mit der schlafen. Ich kann mit dem schlafen. Ich kann alles machen, was ich will. Ich habe ja einen magischen Radiergummi, der alles wiedergutmacht.“ Nein, mein Freund. Gott sieht Ihr Herz. Reue und Bekennen müssen echt sein. Es muss aus dem Herzen kommen. Aber wenn Sie Ihre Schuld bekannt haben, hat Gott Ihnen vergeben. Dann müssen Sie sich selbst vergeben und weitergehen. Seine Vergebung ist ganz vollkommen. Wie wunderbar.

Ich liebe das Buch Hiob. Am Anfang steht dort, dass Satan Hiob mit Beulen schlug. Satan war derjenige, der alles verursacht hatte. Aber Hiob wusste das nicht. Er konnte nicht zu Kapitel 1 und 2 zurückblättern und nachlesen. Und so wurde Hiob wütend und sagte zu seinen Freunden: „Ihr seid keine Freunde. Ihr seid schlechte Tröster,“ weil sie zu ihm kamen und ihn beschuldigten. Sie sagten: „Hiob, Gott tut dir das alles an, weil du ein schlechter Mensch bist. Er hat deine Kinder getötet, deinen Reichtum weggenommen und dich krank gemacht, weil du Waisen abgewiesen und dies und das getan hast.“ Sie beschuldigten ihn wegen allem Möglichen, das er gar nicht getan hatte. Sie sagten: „Gott bestraft dich, weil du böse bist.“ Da wurde Hiob wütend. Er forderte Gott heraus und sagte: „Gott, du liegst falsch. Du tust mir das alles zu Unrecht an. Wenn ich dich finden könnte, würde ich dich hierherzitieren und dir meinen Fall schildern. Und dann müsstest du klein beigeben, weil du unrecht hast. Du bist ungerecht und grausam.“ Er warf Gott alles Mögliche vor. Und dann, am Ende des Buches, erscheint Gott und stellt die Sache richtig. Er sagt zu Hiob: „Hiob, du machst aus Unwissenheit viele Worte. Du verdunkelst meinen weisen Plan mit Worten ohne Verstand. Du willst mich herausfordern? Du willst den Allmächtigen korrigieren? Gut, dann beantworte meine Fragen.“ Und Hiob sagte: „Ich lege meine Hand auf meinen Mund und werde kein Wort mehr sagen.“ Und in Hiob 42:6 sagt er: „Ich widerrufe, was ich gesagt habe, und bereue in Staub und Asche.“

Im nächsten Vers erhebt sich der Zorn des Herrn gegen Hiobs Freunde und Gott sagt zu ihnen: „Ihr habt nicht richtig von mir gesprochen wie mein Diener Hiob.“ Gott hatte gerade Hiob gezeigt, dass alles, was er gesagt hatte, falsch gewesen war. All seine Anklagen waren falsch gewesen. Falsch, falsch, falsch… Und jetzt sagt Gott zu Hiobs Freunden: „Ihr habt nicht richtig über mich gesprochen wie mein Diener Hiob.“ Gott, was soll das? Du hast Hiob doch gerade gezeigt, dass alles falsch war, was er gesagt hat! Aber Hiob hatte es bereut. Und von diesem Augenblick an war es aus dem Kassenbuch im Himmel oder Gottes Gedanken ausgelöscht. So fern der Osten vom Westen ist, entfernt Er unsere Verfehlungen von uns. Wenn wir Gott unsere Sünde bekannt haben, ist sie ausgelöscht.

Wir müssen dem mächtigen Gott vertrauen, der vergibt. Und hoffentlich wachsen wir im Glauben und müssen 1. Johannes 1:9 immer weniger in Anspruch nehmen. Aber wenn es nötig wird – Halleluja – können wir das.

Das dritte Bekenntnis ist das Sündenbekenntnis untereinander. Schlagen wir gemeinsam Jakobus 5 auf. Jakobus 5. Wir lesen Vers 16. Jakobus 5:16. Da steht: „Bekennt…“ Sagen wir alle: „Bekennt.“

Jakobus 5:16
„Bekennt nun einander die Sünden…“ (eure Schuld, eure Verfehlung) „… und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.“

Hier wird vorausgesetzt, dass wir zuerst unsere Schuld Gott bekannt haben. Wenn wir schuldig werden, bekennen wir Ihm unsere Sünden. Aber wie wir in diesem Vers sehen, kann es auch richtig sein, die Sünden voreinander zu bekennen. Hier steht nicht, dass wir zu einem Priester gehen und ihm unsere Schuld bekennen müssen, damit dann der Priester zu Gott geht. Nein, in 1. Johannes 2:1 haben wir gelesen, dass das die Aufgabe Jesu ist. Er ist derjenige, der unseretwegen zu Gott geht. Er geht zu Gott und tritt für uns ein. Wir brauchen dazu keinen Menschen. Durch das Opfer Jesu haben wir alle selbst Zugang zum Vater im Himmel. Aber warum kann es trotzdem gut sein, einander die Sünden zu bekennen? Erstens: Vielleicht ist es wichtig, die Schuld gegenüber der Person zu bekennen, die Sie verletzt oder der Sie Unrecht getan haben. Dazu ist Demut nötig. Aber es ist wichtig für gesunde Beziehungen und Einheit in der Kirche. Ich glaube, dass nur wenige wirklich wissen, welch heilende und wiederherstellende Kraft in diesen Worten liegt: „Es tut mir leid.“ Wenn Sie jemandem Unrecht getan oder ihn verletzt haben, ist es richtig, zu ihm zu gehen. Ja, Sie haben es Gott bekannt. Ihnen ist dadurch vergeben. Aber Sie müssen es auch der betreffenden Person bekennen. Es ist wunderbar, wie Beziehungen neues Leben bekommen, wenn Sie demütig sind und das tun.

Ein zweiter Grund kann sein, um Rechenschaft abzulegen. Wenn Sie in einem bestimmten Bereich Schwierigkeiten haben, erzählen Sie es jemandem, dem Sie vertrauen, der Ihre Angelegenheiten nicht weitererzählt und der Ihnen helfen kann, indem Sie ihm gegenüber Rechenschaft ablegen. Er kann Sie anrufen oder mit Ihnen einen Kaffee trinken und fragen: „Wie läuft’s bei dir? Ist es immer noch ein Problem? Komm, wir beten dafür. Wir lesen zusammen in der Bibel.“

Rechenschaft ablegen ist etwas Gutes. Wenn Sie irgendwo Schwierigkeiten haben, kann es sehr, sehr wichtig sein, das jemandem gegenüber zu bekennen, der regelmäßig nachfragt, Sie ermutigt und für Sie betet. Und drittens kann es helfen, um die Last loszuwerden und ein Hindernis im Gebet zu beseitigen. Lesen wir noch einmal Vers 16 – es ist interessant.

Jakobus 5:16
„Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.“

Die Schlussfolgerung daraus ist: Wenn wir einander nicht die Sünden bekennen, die wir bekennen sollten, wird das zu einem Hindernis für effektives Gebet. Es kann uns hindern, Heilung zu empfangen. Denn manchmal brauchen wir einfach einen Freund, der uns zuhört, ohne uns zu verurteilen und der mit uns betet.

Ich erinnere mich an eine Frau, die vor Jahren in unsere Kirche kam. Ihr Mann kam nicht. Er interessierte sich überhaupt nicht für die Kirche oder Gott. Sie und ihr Mann hatten lange versucht, ein Kind zu bekommen. Aber sie war unfruchtbar. Sie konnte kein  Kind empfangen. Eines Tages standen im Gottesdienst ein paar Frauen bei ihr und beteten für sie, dass sie schwanger werden konnte. Und auf einmal brach sie in Tränen aus und erzählte den Frauen von einer Sünde, die sie begangen hatte und die sie belastete. Sie hatte es Gott bekannt, aber irgendwie hatte es der Teufel geschafft, sie zu verdammen. Diese Verdammung umklammerte sie nun wie ein Krake. Der Teufel flüsterte ihr ständig ins Ohr: „Du kannst nicht zu Gott gehen. Du kannst nicht gesegnet werden. Denk daran, was du getan hast.“ Und so brach sie vor diesen Frauen in Tränen aus. Sie redeten leise miteinander und die Frau bekannte ihre Schuld. Sie sagte: „Ich habe es Gott bekannt und es ist schon viele Jahre her, aber  seitdem verfolgt es mich.“ Und die anderen Frauen in ihrer Weisheit trösteten sie und zeigten ihr anhand der Bibel, dass Gott nicht nur treu, sondern auch gerecht ist, indem Er uns vergibt, wenn wir unsere Sünde bekennen. Sie sagten, dass Jesus gesagt hat: „Ihr sollt nicht siebenmal, sondern siebenmal siebzigmal vergeben.“ Verlangt Er etwas von uns, das Gott nicht tun würde? Sie halfen ihr also und die Verdammung löste sich von ihr. Sie beteten für sie, sie ging nach Hause und soweit wir sagen können, wurde sie noch in der gleichen Nacht schwanger. Sie wurde schwanger! Und wer kam mit ihr zur Kirche, als sie merkten, dass sie schwanger war? Ihr Mann. Er sagte: „Irgendetwas ist passiert und ich will wissen, was. Das hier muss echt sein.“ Er gab sein Leben Jesus und wurde ein treuer Diener Gottes. – Ich habe die Frau übrigens gerade erst vor Kurzem auf dem Markt getroffen. Ich hatte sie jahrelang nicht gesehen.

Bekennen Sie also einander Ihre Schuld, damit Sie geheilt werden. Denn das inständige Gebet eines Gerechten bewirkt viel. Vielleicht sagen Sie: „Ich weiß, dass Gott mir vergeben hat. Aber ich kämpfe immer noch mit diesen Gedanken.“ Reden Sie mit jemandem. Wir brauchen einander. Das ist so wichtig.

Gott will nicht, dass die Sünde Sie oder mich gefangen hält. Jesus ist gekommen, um uns von der Sünde zu befreien. Er ist für unsere Sünden gestorben. In der Bibel steht im Römerbrief, dass die Sünde keine Herrschaft über uns haben soll. Die Frage ist also: Warum verstricken wir uns manchmal in alte Sünden, wenn die Sünde keine Herrschaft über uns hat und Jesus ihre Macht gebrochen hat? Nun, es ist ein Prozess, über den Jesus gesprochen hat. Wir müssen ihn aktiv angehen, unseren Willen ausüben und Gott um Seine Hilfe bitten. Aber alles fängt in unseren Gedanken an. Jesus sagte: „Wenn dich dein Auge verführt, dann reiß es heraus und wirf es weg.“ Er meint damit nicht, dass wir tatsächlich unsere Augen herausreißen und wegwerfen sollen. Aber Er meint, dass wir uns selbst beurteilen und der Sache stellen sollen. Das Auge steht für unsere Gedanken. Wenn ein schlechter Gedanke aufkommt, tun Sie etwas dagegen. Weiter sagt Er: „Wenn dich deine Hand verführt, schneide sie ab und wirf sie weg.“ Auch hier geht es darum, sich zu beurteilen. Die Hand steht für gelegentliches Tun: Sie tun etwas, das Sie nicht tun sollten. Und dann sagt Er: „Wenn dich dein Fuß verführt, schneide ihn ab und wirf ihn weg.“ Der Fuß steht für einen Lebensstil. Es beginnt mit einem Gedanken, gelegentlichen Taten und endet mit einem festgefahrenen Lebensstil. Freunde, der Schlüssel ist, dass wir unsere Gedanken unter Kontrolle haben. Bitten Sie Gott um Hilfe. Ersetzen Sie die schlechten Gedanken mit dem Wort Gottes. Dann werden Sie über die Sünde siegen.

Ganz gleich, was passiert, wie schlimm es aussieht, wie sich alles gegen dich verschworen zu haben scheint – ich will dich nicht verlassen oder aufgeben.“ Deswegen können wir ganz mutig sagen: „Was soll ich machen? Gott, wo bist Du? Es funktioniert nicht! Du erhörst meine Gebete nicht!“ Nein! Wir können mutig sagen: „Der Herr ist mein Helfer, deswegen fürchte ich mich nicht vor dem, was Menschen mir antun könnten.“ Ich bekenne mein Vertrauen auf Seine Zusage. Warum? Weil Er treu ist.

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