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Was dir als Gottes Kind zusteht

In dieser Welt kann es manchmal schwer sein, dazu zu gehören. Doch Jesus hat alles dafür getan, damit du einen Platz in Gottes Familie hast. Und auch wenn du dich manchmal so fühlen solltest: Du bist kein ungeliebtes Stiefkind, kein Außenseiter und kein unwillkommener Gast. Dir gehört ein Platz am Tisch des Vaters! Und wenn du dich dieser Stellung bewusst wirst, verändert sich deine Art zu leben, zu beten und mit Schwierigkeiten umzugehen.

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  • Frohe Ostern! Der Herr ist auferstanden! Wir dienen einem auferstandenen Retter, nicht irgendeinem guten Lehrer, der symbolisch für seine Mitmenschen starb. Wir dienen dem Sohn Gottes, der von den Toten auferstanden ist. Er hat uns ermöglicht, Mitglieder in Gottes Familie zu werden. Das wird heute unser Thema sein, denn als Mitglieder von Gottes Familie gehört uns sehr viel. Sind Sie bereit?

    Hallo, ich bin Bayless Conley. Gott sieht dich. Er liebt dich. Und was immer dich beschäftigt: Er hat Antworten auf deine Fragen.

    Guten Morgen zusammen. Ich hoffe, es geht Ihnen gut. Wo immer Sie uns sehen, wir freuen uns, dass Sie da sind!

    Wenn Sie eine Bibel haben, schlagen Sie bitte das Johannesevangelium auf. Wir werden uns heute hauptsächlich zwischen Johannes 13 und Johannes 16 bewegen.

    Wir schauen diese Woche auf die Ereignisse im Leben Jesu, als er auf das Kreuz und seine darauffolgende Auferstehung zuging. Und heute werden wir, wie gesagt, unsere Zeit im Johannesevangelium verbringen. Schlagen Sie einmal Johannes 13,1 auf. Dort heißt es:
    „Vor dem Passahfest wusste Jesus, dass für ihn die Zeit gekommen war, diese Welt zu verlassen und zu seinem Vater zurückzukehren. Nun bewies er seinen Jüngern das ganze Ausmaß seiner Liebe.“

    Jesus wusste, was bevorstand: Alles würde deutlich werden, der Grund, weshalb er in diese Welt gekommen war. Von diesem Punkt aus gehen wir ins Passahmahl. Und dann gibt Jesus in Johannes 14, 15 und 16 den Jüngern seine Abschiedsworte mit. In Kapitel 17 betet er zum Vater. Er erkennt, dass seine Zeit gekommen ist. Er wird diese Welt verlassen. Er wird die Jünger verlassen. Und in seinem Abschiedsgespräch mit ihnen spricht er die Dinge an, die am wichtigsten sind, was sie erwarten und begreifen müssen. Das ist buchstäblich ihr letztes Zusammensein, bevor Jesus im Garten Gethsemane verhaftet wird, wo er gebetet hat. Er wird einem Schauprozess unterworfen und am Kreuz hingerichtet werden. Das ist das letzte Mal mit seinen Jüngern, und Jesus weiß es. Er weiß, was kommt.
    Also spricht er mit ihnen über das, was am wichtigsten ist, was sie und wir unbedingt wissen müssen, was sie und wir erwarten und begreifen müssen. Und obwohl Jesus viele Punkte anspricht, gibt es zwei Säulen, auf denen alles andere ruht, und diese beiden Säulen in diesem Gespräch sind Beziehungen: Durch sein Opfer brachte Jesus uns einerseits zum Vater, und andererseits brachte er den Heiligen Geist zu uns. Er brachte uns zum Vater, und er brachte den Heiligen Geist zu uns.
    Heute werden wir uns den anderen Punkt anschauen, den Jesus in diesem kurzen Gespräch immer wieder betont, nämlich: Wenn wir an ihn glauben, werden wir Teil einer Familie, in der wir unmittelbaren Zugang zu Gott haben. Nicht nur zu Gott als Gott, sondern zu Gott als unserem liebenden Vater. In Johannes 13 bis 17 spricht Jesus nicht weniger als 44 Mal über den Vater. Lesen wir ab Johannes 14,1. Dort sagt er:

    „Habt keine Angst. Ihr vertraut auf Gott, nun vertraut auch auf mich! Es gibt viele Wohnungen im Haus meines Vaters, und ich gehe voraus, um euch einen Platz vorzubereiten. Wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch dann so gesagt? Wenn dann alles bereit ist, werde ich kommen und euch holen, damit ihr immer bei mir seid, dort, wo ich bin.“

    Ich weiß, dass viele Menschen ein Bild davon vor Augen haben, das vielleicht aus einem Kinderbuch oder von einer anderen Darstellung stammt, und das sieht etwa so aus: Jesus ist jetzt im Himmel, mit Werkzeuggürtel und Hammer und Säge, und er sägt goldene Bretter zurecht und baut unsere Wohnungen und setzt Fenster aus Saphir und Diamant im Badezimmer ein. Aber das hat Jesus gar nicht gesagt. Er sagte: „Es gibt viele Wohnungen im Haus meines Vaters.“ Das Wort „Haus“ bedeutet eigentlich „Haushalt“ oder „Hausgemeinschaft“. So wird es überall im Neuen Testament übersetzt. Haushalt oder Familie. „Im Haushalt meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“ Und das griechische Wort für „Wohnung“ bedeutet einfach „Platz zum Wohnen“.
    99 Prozent der Bibelübersetzungen formulieren es auch so. „In der Hausgemeinschaft meines Vaters gibt es viele Plätze, und ich gehe hin, um für euch einen Platz vorzubereiten.“ Jesus sagt: „Ich bereite euch einen Platz in der Familie vor.“ Eine Familie, in der Gott das wunderbare Oberhaupt der Hausgemeinschaft ist – unser Vater. Jesus spricht nicht von einem physischen Ort, den er für uns vorbereitet, sondern von einer Beziehung. Mit anderen Worten, er sagt: „In dieser Familie gibt es jede Menge Raum, und ich werde dort einen Platz für euch vorbereiten, damit ihr auch seid, wo ich bin. Wo ich in der Beziehung zu meinem Vater lebe, dürft ihr auch sein. Es ist die gleiche Beziehung, die ich mit dem Vater genieße, die ihr auch genießen sollt. Wenn ich also ans Kreuz und ins Grab gehe und wiederauferstehe, werde ich für euch einen Platz in der Familie, in dieser Hausgemeinschaft vorbereiten. Und ihr könnt beim Vater sein, so wie ich beim Vater bin.“

    Johannes 14,4:

    „‚Ihr wisst ja, wohin ich gehe und wie ihr dorthin kommen könnt.‘ ‚Nein, Herr, das wissen wir nicht‘, sagte Thomas. ‚Wir haben keine Ahnung, wo du hingehst; wie können wir da den Weg kennen?‘“

    Thomas stellte im Grunde zwei Fragen: Wohin gehst du? Wir wissen nicht, wohin du gehst, und wir wissen nicht, wie wir dorthin kommen sollen. Doch Jesus beantwortete beide Fragen, und zwar in umgekehrter Reihenfolge. In Vers 6 sagte er:

    „Jesus sagte zu ihm: ‚Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.‘“
    „Niemand kommt zum Vater.“ Das griechische Wort, das mit „zu“ übersetzt ist, bedeutet neben oder sehr nah sein. Es spricht von einer engen Beziehung. Niemand kommt neben den Vater, niemand kommt dem Vater sehr nahe, in eine enge, vertraute Beziehung zum Vater, außer durch mich, sagt Jesus. Das versucht er den Jüngern zu vermitteln, und das versucht er uns zu vermitteln. Das war der Zweck der Erlösung: uns in die Familie des Vaters zu bringen, in die Nähe seines Vaters und in Beziehung mit seinem himmlischen Vater.

    Nun denken Sie einmal an die Beziehung, die Jesus mit dem Vater hatte: „Wo ich bin, sollst ihr auch sein.“ Jesus sagte: „Die Beziehung, die ich genieße, die sollt ihr auch haben.“ Überlegen Sie einmal: Im Anschluss an diese Worte geht Jesus in den Garten Gethsemane, und dort finden wir ihn mit den Jüngern, und er betet. Ich lese Ihnen den Text aus Markus 14 vor. Dort heißt es, Markus 14,34-36:

    „Er sagte zu ihnen: ‚Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht mit mir.‘
    Er ging ein Stück weiter und warf sich zu Boden. Dann betete er darum, dass das Schreckliche, das ihn erwartete, wenn es möglich wäre, an ihm vorübergehe. ‚Abba, Vater‘, sagte er, ‚dir ist alles möglich. Lass diesen Leidenskelch an mir vorübergehen. Doch dein Wille geschehe, nicht meiner.‘“
    Jesus hat Todesangst, als er da im Garten betet, und er ruft aus: „Abba, Vater!“ Das Wort „Abba“ bedeutet „Papa“. Es ist das Wort, das ein kleines Mädchen oder ein kleiner Junge gebrauchen würde, wenn sie sich in die starken Arme ihres Vaters schmiegen und dort Schutz oder Trost suchen. Papa. Jesus konnte sich dem Willen Gottes ausliefern, weil er wusste, dass der Vater ihn liebt. Und das drückte er mit diesem Wort „Abba“ aus.
    Es war die kritischste Zeit im Leben und Dienst Jesu. Nie hatte er mehr unter Druck gestanden. Und in diesem Moment der geistlichen, emotionalen und körperlichen Krise liefert er sich dem Vater aus und sagt: „Papa!“

    Im Rückblick auf das vollendete Werk Jesu und auf das, was wir haben und was Jesus uns ermöglicht hat, sagt der Apostel Paulus in Römer 8,15:

    „Deshalb verhaltet euch nicht wie ängstliche Sklaven. Wir sind doch Kinder Gottes geworden und dürfen ihn ‚Abba, Vater‘ rufen.“

    „Papa.“ – „Damit ihr auch seid, wo ich bin“, sagte Jesus.

    Wo wir im Johannesevangelium stehengeblieben waren, sagt Jesus in den nächsten Versen: „Wenn ihr mich erkannt habt, habt ihr auch meinen Vater erkannt. Und wenn ihr mich gesehen habt, habt ihr den Vater gesehen.“ In der Barmherzigkeit und dem Mitgefühl, die wir im Leben und Dienst Jesu sehen, drückt sich das Herz des Vaters aus, stellte es sich dar. Wir sehen ein Bild davon in Johannes 15 ab Vers 1:
    „Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner. Er schneidet jede Rebe ab, die keine Frucht bringt, und beschneidet auch die Reben, die bereits Früchte tragen, damit sie noch mehr Frucht bringen.“

    Früher habe ich das gelesen und gedacht: „Da muss ich mich aber anstrengen, Frucht zu bringen, weil er mich sonst abschneidet.“ Was immer damit gemeint ist, das klingt nicht gut. Jeder Zweig, der keine Frucht bringt, wird abgeschnitten. Doch das griechische Verb, das mit „abschneiden“ oder „wegnehmen“ übersetzt ist, heißt ursprünglich „anheben“ oder „hochheben“.

    Am Ende von Johannes 13 prahlt Petrus und sagt: „Herr, selbst wenn ich mit dir sterben muss – ich werde dich niemals verlassen. Ich bin voll und ganz dabei, Jesus.“ Und Jesus antwortet: „Petrus, hör mal: Bevor der Hahn kräht, wirst du dreimal leugnen, mich auch nur zu kennen.“ Und natürlich wissen wir, dass Petrus genau das tat. Am Ende wälzte er sich im Schmutz von Sünde und Reue.

    Aber hat Gott ihn verlassen und „abgeschnitten“? Nein, er hat ihn „hochgehoben“ und wieder fähig gemacht, Frucht zu bringen.

    Und wenn Sie sich im Schmutz von Reue, Scham und Sünde wälzen, möchte Gott Sie emporheben. Er möchte Sie wiederherstellen und wieder fähig machen, Frucht zu bringen. Der Vater ist mit Ihnen noch nicht fertig. Er liebt Sie.
    Es gibt einen Mann, den Gott an einem entscheidenden Punkt in meinem Leben wesentlich gebraucht hat. Ich habe ihn nie persönlich kennengelernt. Ich habe ihn nur als Zuhörer in Vorträgen gehört. Er war ein sehr produktiver Autor, und das meiste von dem, was er geschrieben hat, habe ich förmlich verschlungen. Ich würde sagen, dass jene Zeit in meinem Leben wirklich ausschlaggebend war. Gott hat diesen Mann gebraucht, um mir zu helfen, eine Stimme statt nur ein Echo zu sein. Wir hatten eine Weile Briefkontakt. Das war in der Zeit vor PCs und E-Mail.
    So war ich eines Tages sehr überrascht, einen extrem ehrlichen Artikel von ihm zu lesen. Es ging um etwas, das ich nicht über ihn gewusst hatte. Bevor er in mein Leben getreten war und Gott ihn gebraucht hatte, um mir einige Dinge zu vermitteln, die ich brauchte, war er Pastor einer sehr großen Gemeinde einer großen evangelikalen Denomination gewesen. Doch er hatte Ehebruch begangen und eine Affäre mit einer Frau in seiner Gemeinde gehabt. Er machte Schluss mit ihr, kam dann aber mit einer anderen Frau zu Fall – und danach mit einer dritten Frau. Er hatte schwerste Schuldgefühle deswegen. Er beichtete alles seiner Frau und tat Buße, aber im Grunde verlor er fast alles. Er verlor seine Arbeit, seine Gemeinde, seinen Ruf. Er verlor auch beinahe seine Familie und seine Frau. Doch weil seine Buße so echt war, blieb sie bei ihm und es gelang ihnen, ihre Ehe in Ordnung zu bringen.
    Jahrelang folgte er konsequent dem Weg der Wiederherstellung und lebte sehr verantwortungsbewusst. Später, als er etwa Mitte 60 war, wurde er vom Heiligen Geist erfüllt, und das veränderte seine gesamte Welt. Am Ende wurde er wieder Pastor einer großen Gemeinde, und seine besten Werke als Autor kamen danach. Ich kann nur sagen, dass ich froh bin, dass Gott ihn nicht im Schmutz liegen ließ. Gott hat ihn aufgerichtet und unterstützt und ihm geholfen, wieder Frucht bringen zu können.

    Im gleichen Vers, Johannes 15,2, sagt Jesus weiter:

    „Er … beschneidet auch die Reben, die bereits Früchte tragen …“

    Das heißt, er nimmt die Schere und schneidet unnötige und schädliche Dinge weg. Dinge, die uns daran hindern, Frucht zu bringen. Dinge wie falsche innere Haltungen, schlechte Gewohnheiten und Sünden.

    Hören Sie: Gott beschneidet uns nicht durch Autounfälle, Krankheiten und Tragödien. Er tut es durch sein Wort. Die Zweige, die keine Frucht bringen, hebt er an und stützt sie und hilft ihnen, fruchtbar zu werden. Und die Zweige, die Frucht bringen, stutzt er zurecht, und auch das tut er durch sein Wort.

    Im nächsten Vers, Johannes 15,3, sagt Jesus:

    „Ihr seid schon durch die Botschaft, die ich euch gegeben habe, beschnitten.“
    Das Wort „beschnitten“ hier wird auch manchmal mit „rein“ übersetzt, aber es ist das gleiche Wort wie das „Beschneiden“ im vorigen Vers. Jeder Zweig, der Frucht bringt, wird beschnitten, damit er mehr Frucht bringt. Jesus sagt: „Ihr seid durch das Wort beschnitten.“

    Die Amplified Bible überträgt das so:

    „Aufgrund des Wortes, das ich euch gegeben habe, seid ihr bereits gereinigt und beschnitten.“

    Es ist bedauerlich, dass wir manchmal in eine Krise geraten müssen, bevor wir auf Gottes Wort hören und ihm gehorchen. Es ist aber immer noch Gottes Wort, das er gebraucht, um uns zu beschneiden – nicht die Krise.

    In Johannes 17,17 sagt Jesus in seinem Gebet zum Vater: „Vater, heilige sie durch deine Wahrheit. Dein Wort ist Wahrheit. Heilige sie, sondere sie aus, mach sie bereit für den Dienst und mach sie heilig durch deine Wahrheit. Dein Wort ist Wahrheit.“

    Er bereitet uns vor und heiligt uns und macht uns bereit – durch das Wort, nicht durch die Krise. Die Krise heiligt und bereitet uns nicht vor. Das tut das Wort Gottes.

    Ich kenne viele Menschen, und Sie vielleicht auch, die wegen einer Tragödie voller Bitterkeit sind und einen Groll auf Gott und auf das Leben haben. Sie haben keine Besserung erfahren, sondern Verbitterung.
    Es ist das Wort Gottes, das wirkt. Wenn Sie sich in einer Tragödie an Gottes Wort wenden, gebraucht Gott es, um an Ihnen zu arbeiten, Ihnen Besserung zu schenken und Sie zu befähigen. Und auch wenn Sie nicht mitten in einer Krise oder Tragödie stecken, gebraucht Gott sein Wort. Nicht die Krise oder Tragödie ist die „Gartenschere“. Jesus macht deutlich, dass der Vater jeden Zweig beschneidet, der Frucht bringt, damit er mehr Frucht bringt“ – und er sagt: „Ihr seid durch das Wort beschnitten.“

    Ich weiß, dass ich gerade am Weltbild einiger Menschen gerüttelt habe. Das ist traurig, aber nicht zu ändern. Sie mussten das hören. Wenn ich die Katze gegen den Strich bürste, muss die Katze sich eben umdrehen.

    Ein Nächstes. Es ist auch das Wort Gottes, das in unseren Herzen wohnt, das unser Gebet fruchtbar macht. Johannes 15,7 und 8:

    „Doch wenn ihr mit mir verbunden bleibt und meine Worte in euch bleiben, könnt ihr bitten, um was ihr wollt, und es wird euch gewährt werden! Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht hervorbringt und meine Jünger werdet.“

    Jesus spricht von der Frucht des Gebetes. Johannes 15,16:

    „Nicht ihr habt mich erwählt, ich habe euch erwählt. Ich habe euch dazu berufen, hinzugehen und Frucht zu tragen, die Bestand hat, damit der Vater euch gibt, um was immer ihr ihn in meinem Namen bittet.“

    Jesus sagt noch mehr. Schauen Sie sich Johannes 16,23 an. „Wenn es soweit ist …“ oder auch „An jenem Tag …“
    „Wenn es so weit ist, werdet ihr mich um nichts mehr bitten müssen. Ich versichere euch: Dann könnt ihr selbst zum Vater gehen und ihn bitten, und er wird eure Bitte erfüllen, weil ihr in meinem Namen bittet.“

    An jenem Tag, am Tag der Rettung, an dem Tag, an dem Sie Mitglied in Gottes Hausgemeinschaft werden, Familienmitglied werden und einen Platz am Tisch erhalten, können Sie selbst direkt zum Vater gehen. Jesus betont das sehr. Schauen Sie den nächsten Vers an, Johannes 16,24:

    „Bis jetzt habt ihr das nicht getan. Bittet in meinem Namen, und ihr werdet empfangen, dann wird eure Freude vollkommen sein.
    Bis jetzt habe ich über diese Dinge in Gleichnissen geredet, aber es kommt die Zeit, in der das nicht mehr nötig sein wird; dann werde ich offen mit euch reden und euch alles über den Vater erzählen. Und dann werdet ihr in meinem Namen bitten. Ich sage nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde, denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin.“

    Jesus sagt uns: „Hört mal, ihr könnt direkt zu Gott gehen, weil euer Vater euch liebt.“ Und in seinem Gebet, Johannes 17,23, sagt Jesus: „Vater, du liebst sie so sehr, wie du mich liebst.“

    Das Herz kann nur schwer begreifen, dass Jesus für unsere Sünden litt und starb, um uns zum Vater zu bringen, damit wir den Vater kennenlernen und Familienmitglied werden können. Nicht als kaum geduldetes Stiefkind, nicht als unwillkommener Gast, der zu lange geblieben ist, nicht als Außenseiter, sondern als Mitglied von Gottes Hausgemeinschaft. Paulus sagt in Epheser 2,19:
    „Deshalb seid ihr nicht länger Fremde und ohne Bürgerrecht, sondern ihr gehört zu den Gläubigen, zu Gottes Familie.“

    „Familie“ oder „Hausgemeinschaft“; das ist das gleiche griechische Wort, das im Johannesevangelium steht, wo Jesus sagt: „Im Haus meines Vaters, in der Hausgemeinschaft meines Vaters, gibt es viele Wohnungen.“ Verstehen Sie, was Jesus den Jüngern erklärt hat? „Das ist der ganze Grund, weshalb ich in diese Welt gekommen bin, weshalb ich leiden werde, warum ich ans Kreuz gehen und wiederauferstehen werde: um euch zu Familienmitgliedern zu machen. Um euch einen Platz am Tisch vorzubereiten. Damit ihr auch da sein könnt, wo ich in meiner Beziehung zu meinem Vater bin, weil der Vater euch ebenso sehr liebt wie mich. Und an jenem Tag, wenn ich diesen Auftrag vollendet habe, muss ich nicht mehr für euch zum Vater gehen, sondern ihr könnt selbst kommen, weil ihr Familienmitglieder seid, weil ihr einen Platz am Tisch habt. Und alles, worum ihr den Vater in meinem Namen bitten werdet, wird er euch geben.“ Das ist unglaublich, aber absolut glaubwürdig.

    Der Vater liebt Sie nicht weniger als er Jesus liebt. Der Vater liebt Jesus nicht mehr als er Sie liebt. Es klingt fast verrückt, das zu sagen, aber genau das hat Jesus uns gesagt. Es ist wahr. Ich gehöre an den Tisch. Ich bin kein Bettler. Ich habe großen Respekt und Ehrfurcht vor meinem Vater, absolut. Wir sprechen immerhin vom Schöpfer des Universums, der Sterne formt und sie ins All wirft. Aber für mich ist er auch „Papa“.
    Und ich kann mich ausliefern und ihm voll und ganz vertrauen, weil er mein Papa ist. Er ist mein Vater. Er ist Ihr Vater. Darum ist Jesus gekommen.
    Mir ist bewusst, dass in diesem Moment Menschen zuhören oder zuschauen, die nie einen guten irdischen Vater hatten. Vielleicht kennen Sie Ihren irdischen Vater gar nicht. Oder vielleicht war er ein Tyrann, egoistisch oder jähzornig. Ich habe Freunde, bei denen das der Fall war. Und manche von ihnen haben sich mit diesen Vaterproblemen durchs Leben gekämpft, weil sie von ihrem Vater keine Bestätigung erhalten haben oder ihr Vater in irgendeiner Form brutal war.
    Darum fällt es manchen schwer, einen inneren Zugang zum Thema „Vater“ zu finden. Aber unser himmlischer Vater ist vollkommen. Er ist vollkommen in seiner Liebe und auch, wenn er uns korrigiert. Er ist in jeder Hinsicht vollkommen. Und Sie können ihm vertrauen.
    Und wenn Sie einen guten irdischen Vater hatten, ist unser himmlischer Vater ihm so sehr in Liebe, Majestät und Güte überlegen, dass man die beiden überhaupt nicht vergleichen kann. Der Vater liebt Sie und Sie haben einen Platz an seinem Tisch.

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