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Steh auf gegen falsche Kompromisse – Harrison Conley

Wenn man heutzutage von Jesus spricht, erntet man oft Feindseligkeit. Umso wichtiger ist es, sich für den Glauben stark zu machen! Entdecke, wie du dich gegen faule Kompromisse wehren kannst. Schau nicht länger zu, während um dich herum eine geistliche Auseinandersetzung tobt – steh auf und tritt für deinen Glauben ein!

Wenn Sie eine Bibel dabeihaben, schlagen Sie bitte 1. Mose 15 auf. Und ich möchte ein wenig den Hintergrund erklären, bevor wir den Text lesen. Wir werden einem Mann namens Abram begegnen. Später wird er in Abraham umbenannt, und er wird zu einem der Glaubensväter der Bibel. In 1. Mose 15 befinden wir uns an einem frühen Punkt seiner Geschichte. Das erste Mal begegnen wir ihm in 1. Mose 12, als Gott ihm erscheint und sagt: „Ich habe eine Verheißung für dich. Steh auf, geh los, verlass dein Land. Ich werde dich in ein neues Land bringen. Dieses Land werde ich dir schenken. Ich werde alle segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen. Ich werde dir eine große Nachkommenschaft schenken und ein großes Volk von dir hervorgehen lassen.“
Und Abram glaubt Gott und handelt daraufhin. Das finde ich wunderbar. Er steht auf und beginnt, auf diese verheißene Zukunft zuzugehen. Über die nächsten Kapitel sehen wir, wie sich sein Weg entfaltet, und wir sehen das Auf und Ab eines Lebens im Glauben. In 1. Mose 12–15 passiert eine ganze Menge. Auf der positiven Seite sehen wir, dass Gott Abram wirklich segnet. Er schenkt ihm mehr Besitz. Er schützt und rettet Abram immer wieder. Wir sehen Gottes Gunst über Abram und seiner Familie.
Aber es gibt im Glaubensleben auch Negatives. Abram erlebt eine Hungersnot. Er wird in einen politischen Skandal mit einem König verwickelt. Er muss eine Menge Drama und Spannungen in seiner Familie bewältigen, bis dahin, dass er sich von einigen Familienmitgliedern trennt. An einem Punkt muss er sich sogar auf eine militärische Auseinandersetzung einlassen, um Dinge zurückzubekommen, die ihm und seiner Familie gestohlen wurden.

Aber wenn wir in 1. Mose 15 ankommen, hat Abram immer noch keine Kinder. Die Verheißung, dass Gott ihm Nachkommen schenken will, hat sich noch nicht erfüllt. Es sind zehn Jahre vergangen, seit Gott die Verheißung das erste Mal gab. Ein ganzes Jahrzehnt, in dem Abram versucht hatte durchzuhalten und seinen Glauben zu behalten.
Hier nun, in 1. Mose 15, sehen wir Abram in schlechter Stimmung in seinem Zelt sitzen. Er bringt alle seine Klagen vor Gott. Das können Sie nachlesen. Kurz zusammengefasst, sagt Abram: „Hey Gott, ich dachte, das würde anders laufen. Ich dachte, inzwischen hättest du dein Wort und deine Verheißung schon erfüllt. Aber nun sitze ich hier und habe immer noch keine Kinder und kein eigenes Land.“

Wenn Sie sich darin wiederfinden, schauen Sie sich an, was Gott als Nächstes tut. 1. Mose 15,5. Gott kommt, und er geht zu Abram ins Zelt. Ich glaube, das steht für unsere begrenzte Perspektive. Manchmal können wir nur das sehen, was direkt vor unserer Nase ist. Manchmal fühlen wir uns in den vier Wänden um uns herum gefangen und haben keinen Blick für die Zukunft. Wir stecken in dem fest, was direkt vor uns liegt. Wir fühlen uns festgefahren.

Vielleicht ist in alledem unsere Sicht von Gott und seiner Fähigkeit, sein Wort zu erfüllen, steckengeblieben, eingeengt und begrenzt. Aber wissen Sie, warum ich Gott so liebe? Weil er der Gott ist, der zu uns herunterkommt und das Zelt unseres Lebens betritt. Er besucht uns in unserem begrenzten Blickwinkel, nur um uns daran zu erinnern, wer er ist.

1. Mose 15,5, ein wunderbarer Vers:

„Und er führte ihn hinaus und sprach: Blicke doch auf zum Himmel, und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst! Und er sprach zu ihm: So zahlreich wird deine Nachkommenschaft sein!“

Gott erneuert sein Versprechen an Abram. Genauso in 1. Mose 15,6:
„Und er glaubte dem Herrn; und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.“

Gott holt Abram aus seinem begrenzten Blickwinkel heraus, holt ihn aus dem Zelt und erneuert seine Verheißung. Gott erinnert Abram daran, dass er allmächtig ist und dass er durch und durch gut ist.
Und es ist wunderbar, dass die Bibel sagt: Abram glaubte Gott, und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.

Ich glaube, Gott möchte uns in diesem Jahr aus unserem Zelt holen. Er will uns aus unserem begrenzten Blickwinkel herausholen und uns ganz neu seine Güte, Gnade, Barmherzigkeit und Freundlichkeit zeigen.

Doch um das zu erkennen und um Gottes Macht und Verheißungen erleben zu können, ist auch ein Beitrag von uns nötig. Das soll heute der Schwerpunkt meiner Predigt sein. Schauen Sie sich bitte die nächsten Verse an, 1. Mose 15,7-8:

„Und er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der ich dich herausgeführt hat aus Ur, der Stadt der Chaldäer, um dir dieses Land zu geben, es in Besitz zu nehmen. Und er sagte: Herr, Herr, woran soll ich erkennen, dass ich es in Besitz nehmen werde?“

Abram sagt im Prinzip: „Nach den zehn Jahren, die ich hinter mir habe? Da musst du mir schon helfen zu glauben.“ Und Gott antwortet in Vers 9:
„Da sprach er zu ihm: Bring mir eine dreijährige Jungkuh, eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine junge Taube. Und er brachte ihm alle diese. Und er zerteilte sie in der Mitte und legte je einen Teil dem anderen gegenüber. Die Vögel aber zerteilte er nicht.“

Schauen Sie nun in Vers 11, unterstreichen Sie ihn am besten:

„Da stießen die Raubvögel auf die toten Tiere herab; aber Abram verscheuchte sie.“

Als die Raubvögel über die toten Tiere herfielen, verjagte Abram sie. – Ich möchte erklären, was wir gerade gelesen haben. Gott erneuerte seine Verheißung. Abram glaubte ihm. Das wurde ihm als Gerechtigkeit zugerechnet. Als Bestätigung der Verheißung schließt Gott einen Bund mit Abram. Und zu diesem Bund gehört ein Opfer.

Ein Bund, besonders im Altertum, wurde so geschlossen, wie wir es hier sehen. Man nahm Tiere – in diesem Fall eine Kuh, eine Ziege und einen Widder. Diese Tiere wurden zweigeteilt, und die beiden Hälften wurden jeweils einander gegenübergelegt. Dann gingen beide Bundesparteien zwischen den Tieren hindurch. Damit sagte man symbolisch: Mir soll geschehen, was mit diesen Tieren geschehen ist, wenn ich meinen Teil der Abmachung nicht einhalte.
Abram bereitete also das Opfer vor. Was er tat, war absolut heilig. Er würde einen Bund mit dem allmächtigen Gott eingehen. Und achten Sie darauf, was dann geschah. Die Bibel sagt, sofort kamen Raubvögel, um das Opfer zu stehlen. Aber dann, Vers 11! Als die Raubvögel kamen, verjagte Abram sie.

Das Wort für „verjagen“ im Hebräischen ist ein Wort, das Gewalt ausdrückt. Es bedeutet „kämpfen“. Es bedeutet „wiederholt schlagen“. Abram schlug die Raubvögel in die Flucht.

Keine Angst, ich will auf etwas Bestimmtes hinaus. – In der Bibel stehen Raubvögel und unreine Vögel häufig für dämonische Geister und Mächte.
Denken Sie einmal an das Gleichnis vom Sämann, das Jesus erzählte. Der Sämann sät die Saat aus, und die Samen fallen an verschiedene Stellen. Unter anderem wird ein Teil der Saat von Vögeln gestohlen – von dämonischen Mächten.
Hier in 1. Mose 15 wollten sich die Raubvögel das Opfer holen, doch Abram verjagte sie. Er ließ nicht zu, dass sie das Opfer raubten. Und genauso soll es bei uns sein. Deshalb auch das Thema der heutigen Predigt, das Gott mir aufs Herz gelegt hat: „Steh auf gegen falsche Kompromisse“.
Ich habe den Eindruck, der Feind attackiert manche heilige Dinge, und es ist höchste Zeit, dass wir als Christen dagegen aufstehen.
Wenn Sie erlauben, möchte ich über konkrete Opfer sprechen, für die wir aufstehen müssen, um die wir ringen müssen, wenn wir erleben wollen, wie Gottes Verheißungen wahr werden.
Das erste Opfer ist das wichtigste und heiligste aller Opfer. Wir müssen aufstehen und uns zur Wehr setzen, wenn es um das Opfer Jesu Christi geht.
Dies ist, wie gesagt, das heiligste Opfer überhaupt, aber auch das, was am meisten unter Beschuss steht. Warum? Weil Christus als Gekreuzigter der Kern und die Summe unseres Glaubens ist.
Wenn der Feind uns das Opfer und die Auferstehung Jesu aus dem Herzen stehlen kann, haben wir nichts. Nehmt mir das Leben, nehmt mir alles weg, aber lasst mir das Kreuz und die Auferstehung, denn ohne sie ist mein Glauben vergeblich.

Es ist das Opfer Jesu, das uns von unserer Sünde reinigt. Das Opfer Jesu reinigt uns von unserem schuldigen Gewissen. Das Opfer Jesu gibt uns eine neue Stellung, die richtige Stellung vor Gott. Es bringt uns die Rettung. Hören Sie, was der Hebräerbrief über das Opfer Jesu sagt. Hebräer 9,26-28:

„[Er ist] offenbar geworden, um durch sein Opfer die Sünde aufzuheben. Und wie es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, so wird auch der Christus, nachdem er einmal geopfert worden ist, um vieler Sünden zu tragen, zum zweiten Male ohne Beziehung zur Sünde denen zum Heil erscheinen, die ihn erwarten.“
Es ist wichtig, dass Sie verstehen, warum das Opfer Jesu so wichtig ist. Es ist unser Alles. Und wenn es weggenommen wird, haben wir keinen Bund mit Gott, keine ewige Hoffnung, und wir sind tot in unseren Sünden. Wenn der Feind uns das Opfer Jesu aus dem Herz stehlen kann, hat er alles. Wir können also davon ausgehen, dass er es versuchen wird. Und zu diesem Zweck wird er den „Raubvogel“ der Verfolgung schicken. Wir dürfen uns als Christen nicht täuschen lassen: Es wird Verfolgung kommen. Wenn wir ehrlich sind, ist sie in vielerlei Hinsicht schon da. Deswegen müssen wir als Christen bereit sein aufzustehen.

Jesus nachzufolgen schirmt uns nicht von Problemen ab. Es heißt nicht, dass ein perfektes, sündloses, einfaches Leben vor uns liegt. Wenn überhaupt, bedeutet Jesus nachzufolgen das Gegenteil: Ich werde wegen meines Glaubens Verfolgung erleben. Das ist kein beliebtes Predigtthema, aber es ist die Wahrheit. Und falls Sie etwas anderes gehört haben, tut es mir leid, dass man Sie belogen hat.

Jesus selbst erklärte in Johannes 16,33: „In mir habt ihr Frieden. Aber solange ihr auf diesem Planeten seid und Luft atmet, werdet ihr Probleme haben. Ihr werdet Anfechtungen und Widrigkeiten erleben. Es wird nicht immer alles glatt laufen. Man wird euch verfolgen.“ Doch Jesus endet mit der Hoffnung. Er sagt: „Habt Hoffnung. Seid guten Mutes. Ich habe die Welt überwunden.“ Jesus nachzufolgen bedeutet, dass wir für unseren Glauben verfolgt werden.
Täuschen Sie sich nicht. Jesus nachzufolgen erfordert Mut. Wir brauchen Mut, um für den Glauben und die Wahrheit einzustehen. Ganz ohne Übertreibung: Wir als Christen befinden uns in einem Kampf, und die feindlichen Mächte versuchen, uns zu Fall zu bringen.
Wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen. Nicht Menschen sind der Feind, sondern die Täuschung. Es sind dämonische Mächte am Werk, die versuchen, unseren Glauben zu rauben und zu zerstören. Sie wollen mit aller Kraft die Gemeinde Jesu vernichten.

Seien Sie bereit, aufzustehen und für den Glauben einzutreten. Und wenn Sie nicht in der Wahrheit von Gottes Wort verwurzelt und gegründet sind, seien Sie nicht überrascht, wenn die Verfolgung wie ein Raubvogel über Sie herfällt. Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie vom Glauben abkommen, abgleiten und sich distanzieren.

Wie können wir uns also gegen Verfolgung zur Wehr setzen? Wir brauchen Kraft, aber keine irdische Kraft, keine menschliche Kraft. Wir brauchen eine Kraft, die nur der Heilige Geist uns schenken kann.

Apostelgeschichte 1,8. Hören Sie, was Jesus hier sagt. Ich umschreibe es einmal: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist.“ Warum brauchen wir diese Kraft? Jesus sagt: „Ihr braucht sie, um auf der ganzen Welt meine Zeugen zu sein.“
Denken Sie an die Menschen, mit denen Jesus hier redet, nämlich mit den Jüngern. Er sagt ihnen: „Ihr braucht Kraft. Ihr müsst auf den Heiligen Geist warten. Denn ohne die Kraft des Heiligen Geistes und ohne seine Bevollmächtigung könnt ihr nicht tun und nicht sein, wozu ich euch berufen habe. Ich habe euch berufen, auf der Erde meine Zeugen zu sein, Zeugen für das Evangelium, Zeugen für mein Opfer. Und weil ihr Zeugen seid, werdet ihr Verfolgung erleben. Und wenn ihr euch der Verfolgung entgegenstellen wollt, werdet ihr Kraft brauchen. Ohne die Kraft des Heiligen Geistes werdet ihr nicht die Menschen sein können, die zu sein Gott euch berufen hat.“

Und wenn wir an die einzelnen Jünger denken, musste jeder von ihnen Verfolgung erleiden. Alle außer einem verloren ihr Leben um Jesu willen.

Trotzdem denken wir in unserer heutigen Welt aus irgendeinem Grund, dass wir „mit links“ durchs Leben kommen und alles schon gut werden wird. Nein. Darum geht es nicht, wenn wir Jesus nachfolgen.

Der Apostel Paulus sagte es so: Wir leben inmitten einer verdrehten und verkehrten Generation. Und inmitten einer verdrehten und verkehrten Generation brauchen wir die Kraft des Heiligen Geistes, um Mut zu finden, um unsere Stimme zu finden. Inmitten der Finsternis brauchen wir die Kraft des Heiligen Geistes, um zu strahlen, um ein Licht zu sein, um Zeugen zu sein.
Wir als Gemeinde sollen das Licht der Welt sein! Eine Stadt auf einem Berg kann nicht verborgen bleiben. Man zündet kein Licht an und versteckt es dann. Nein, man stellt es auf einen Leuchter, sodass alle es sehen können.

Ich möchte Ihnen eine ehrliche Frage stellen: Wie sieht es mit Ihrem Licht aus? Wie ist es um Ihre Verbindung zum Heiligen Geist bestellt? Denn um für den Glauben einzutreten, um sich aus der Finsternis hervorzuheben, um der Welt einen besseren Weg zu zeigen, muss man vom Heiligen Geist bevollmächtigt sein. Und diese Vollmacht ist nicht nur für Pastoren da, sondern für alle Christen. Aber die Sache ist die: Die Bevollmächtigung des Heiligen Geistes ist nur an einem Ort zu finden, nur dort wird sie erhalten und gestärkt. Dieser Ort ist das Gebet.

Sie brauchen diese Bevollmächtigung. Ohne sie können Sie keine guten Eltern sein. Ohne sie können Sie Ihre Kinder inmitten dieser Generation nicht erziehen. Ohne die Bevollmächtigung des Heiligen Geistes können Sie kein guter Ehepartner sein. Ohne sie werden Sie im Geschäftsleben oder als Angestellte nicht wirksam arbeiten können. Ihr jungen Leute, ohne die Bevollmächtigung des Heiligen Geistes werdet ihr als Studenten auf dem Campus wirkungslos sein. Es ist die Bevollmächtigung des Heiligen Geistes, die uns auszeichnet und heraushebt. Doch wir finden sie nur im Gebet.
Wann haben Sie das letzte Mal die Welt ausgesperrt, das Telefon, den Computer, den Fernseher ausgeschaltet, um mit Gott allein zu sein? Wann haben Sie das letzte Mal gebetet und gesagt: „Heiliger Geist, bitte gib mir Vollmacht für die Aufgabe, die vor mir liegt? Bitte gib mir neue Kraft für diesen Tag, denn ich möchte ein Zeuge für Jesus sein?“ Wann haben Sie das letzte Mal in Zungen gebetet, ganz still, auf dem Weg zur Arbeit oder wenn Sie Ihre Kinder von der Schule abgeholt haben? Wann haben Sie sich das letzte Mal Zeit genommen, um im Heiligen Geist zu beten?
Liebe Freunde, Sie brauchen die Bevollmächtigung und die Kraft des Heiligen Geistes. Ohne sie wird die Verfolgung Sie attackieren wie ein Raubvogel. Wie ist es um Ihr Gebetsleben, um Ihre Verbindung zum Heiligen Geist bestellt?

Der berühmte Prediger Leonard Ravenhill sagte es so: „Der Christ, der nicht betet, kommt vom Weg ab.“ Es ist an der Zeit aufzustehen. Wir dürfen uns das Opfer Jesu nicht nehmen lassen, und wir müssen bereit sein, die Raubvögel der Verfolgung abzuwehren.

Das Zweite, wofür wir in diesem Jahr eintreten müssen, ist das Opfer unseres Lebens. Wenn Sie eine Bibel zur Hand haben, schlagen Sie bitte einmal Römer 12 auf. Der Apostel Paulus schreibt hier einen Vers, der sehr bekannt ist; ich lese ihn trotzdem vor. Römer 12,1:

„Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist.“
Unser Körper soll ein lebendiges Opfer sein. Mit anderen Worten: Wenn wir Jesus „Herr“ nennen, erkennen wir damit an, dass unser Leben nicht mehr uns selbst gehört. Wir sind durch das kostbare Blut Jesu freigekauft. Wir gehören zu ihm, und nun existieren wir für seine Ziele und zu seiner Ehre.

Was ist ein lebendiges Opfer? Dazu fällt mir die Ehe ein. Das ist kein perfektes Beispiel, aber Sie werden verstehen, was ich meine. Als ich zu meiner Frau „Ja“ sagte, sagte ich „Nein“ zu allen anderen. Und damit veränderte sich meine Perspektive. Mein Leben drehte sich nicht mehr um meine egoistischen Wünsche, meine egoistische Natur. Die Beziehung zu meiner Frau kommt jetzt vor all diesen Dingen. Ich stelle ihre Wünsche und Bedürfnisse über meine eigenen, weil meine Hingabe nicht mehr mir gilt, sondern ihr.

Genauso ist es, wenn wir in eine Beziehung zu Jesus kommen. Damit ist unser Recht auf ein autonomes Leben gestorben. Unsere Hingabe gehört nun ihm. Es bedeutet: „Jesus, ich entscheide mich vor allen anderen für dich. In meinem Leben soll es um deine Art, deine Träume, deine Pläne, deine Ziele gehen.“ Das bedeutet es, ein lebendiges Opfer zu sein. „Jesus, du hast mich voll und ganz. Ich enthalte dir nichts vor.“
Lassen Sie sich nicht täuschen: Dem Feind unserer Seele würde nichts besser gefallen, als wenn er uns das Opfer unseres Lebens rauben könnte. Warum? Wenn er dieses Opfer bekommt, kann er unseren Einfluss auf dieser Erde rauben. Dann wird man, wie mein Vater immer sagt, zu einem pflegeintensiven Christen mit geringem Wirkungsgrad. Und um das Opfer und die Hingabe unseres Lebens zu rauben, schickt der Feind häufig den Raubvogel der faulen Kompromisse.

Kompromisse sind etwas Hinterhältiges. Sie beginnen klein, fast unmerklich. Eine kleine Entscheidung hier, eine kleine Ablenkung da. Ein bisschen Selbstgefälligkeit. Ein wenig Untätigkeit. Doch bevor Sie es merken, ist Ihr Leben mit Gott nicht mehr das, was es einmal war. Plötzlich berühren Jesus und sein Opfer Ihr Herz nicht mehr so wie früher.
Ja, Sie glauben noch an ihn, und Sie glauben auch noch, dass er Sie liebt und für Sie gestorben ist. Doch irgendwo unterwegs hat das Evangelium seine Kraft in Ihrem Leben verloren. Ihre Leidenschaft für Jesus nimmt ab. Darum sagt der Apostel Paulus im Römerbrief: „Ich schäme mich nicht für das Evangelium, denn es ist Gottes Kraft, die Rettung bringt.“

Und es sitzen auch heute manche hier oder hören zu, in deren Leben die Kraft des Evangeliums die Wirkung auf ihr Herz verloren hat. Die Gnade und Barmherzigkeit Gottes sind nur noch eine Erinnerung und keine tägliche Begegnung.
Wir als Christen müssen uns vor dem „Raubvogel“ der Kompromisse hüten. Denn er will unseren Einfluss als Christen in der Welt rauben und schwächen. Er will uns für den guten Kampf des Glaubens unschädlich machen. Aber wie gesagt, Kompromisse sind hinterhältig. Sie bringen uns stückchenweise vom Kurs ab.
Haben wir unseren moralischen Einfluss auf die Welt verloren? Denn als Christen sagen wir das Eine, doch unser individuelles Leben sieht oft ganz anders aus. Haben wir aufgrund von Kompromissen die Fähigkeit verloren, auf Sünde in der Gesellschaft hinzuweisen? Haben wir die Fähigkeit verloren zu sagen, was richtig und falsch, was gut und schlecht, was Wahrheit und Lüge ist?
Ich weiß nicht alles, aber ich weiß, dass die Gemeinde Jesu Christi niemals schwach oder belanglos sein sollte. Und doch verhalten sich Christen wie unterlegene Opfer, und das ärgert mich, weil das nicht in unserer Natur liegt. Wir sind keine Opfer, sondern Sieger: Wir sind „mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat“. Und uns wurde kein Geist der Furcht gegeben, sondern der Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

Die Frage ist also: Wie wehre ich mich dagegen? Wie verjage ich den Raubvogel der Kompromisse? Durch Umkehr und Rückkehr – Rückkehr zum Anfang.

Sie kennen sicher diese Verse. Jesus sagt es in Offenbarung 2 zu seiner Gemeinde:
„Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Denke nun daran, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, so komme ich zu dir und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegrücken, wenn du nicht Buße tust.“

Buße tun.
Ja, das bedeutet, sich von der Sünde abzuwenden. Aber vor allem bedeutet es, sich Jesus zuzuwenden. Wenn wir uns Jesus zuwenden, wenden wir uns unweigerlich von der Sünde ab. Buße sagt: Gott, mein Leben entspricht im Moment nicht deinem Wort. Dein Wort ist wahr. Deswegen vergib mir bitte und schenk meinem Geist neue Kraft. Bring mich wieder dahin, wo ich sein soll.

Wir müssen umkehren, wir müssen aber auch zurückkehren: zurück zu den ersten Werken, den ersten Dingen, zu dem, was wir am Anfang getan haben. Einfache Dinge wie Gebet, Lobpreis, Bibellesen, in Gottes Gegenwart sein. Wann haben Sie das letzte Mal stillgesessen, um in der Liebe des Vaters zu sein? Einfach um nachzudenken und zu sagen: „Jesus, ich gehöre dir.“ Wenn Sie diese ersten Dinge wieder tun, wird Jesus Ihnen auch wieder wichtig werden. Und Sie werden die Kraft finden, sich gegen faule Kompromisse zu wehren.
Liebe Freunde, wir leben in einer Zeit, in der Gott, glaube ich, alle die zu ihm gehören aufruft, in seine Nähe zu kommen. Das Wirken des Feindes ist in der Welt so offensichtlich geworden, er versucht, die Stimme der Gemeinde einzudämmen und zum Schweigen zu bringen. Er versucht, Menschen aus der vertrauten Gemeinschaft mit Jesus zu ziehen, weg von der Bibel als letztgültiger Autorität in ihrem Leben. Wir stehen unter Beschuss. Und wir müssen in die Nähe des Vaters gehen. Wir müssen uns ganz und gar Jesus Christus ausliefern. Wir müssen unser Herz und Leben mit der Wahrheit von Gottes Wort füllen. Und wie Pastor Harrison gesagt hat, müssen wir uns gegen faule Kompromisse und alle anderen „Raubvögel“ zur Wehr setzen. Wir befinden uns in einem Kampf, nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Mächte und die geistliche Dunkelheit und die Herrscher dieser Welt, sagt Paulus in Epheser 6. Ob es uns gefällt oder nicht: Wir stehen in einem Kampf.
Und ich bete, dass Gott Ihnen Kraft gibt, wenn Sie sich ihm zuwenden. Ich bete, dass Gott Ihnen wunderbar begegnet. Gott liebt Sie, und er ist für Sie. Verlieren Sie nicht den Mut. Vertrauen Sie weiter auf ihn.

Und wie immer möchte ich allen danken, die diese Sendung durch Spenden unterstützen. Mit Ihrer Hilfe können wir das Evangelium in die ganze Welt bringen. Vielen Dank! Wir schätzen Sie sehr!

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