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Das möchte Jesus für dich tun (1)

Jesus möchte deine Schmerzen tragen. Er will dich von deiner Schuld befreien und heilen. Schon im Alten Testament wird das über ihn gesagt – hunderte von Jahren, bevor er auf die Erde kam. Möchtest du das annehmen? Bist du bereit, zu glauben und zu vertrauen? Dann tauche mit Bayless Conley ein in Jesaja 52 und 53 und entdecke, was Jesus für dich bereithält!

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier.

Hallo, und willkommen zur heutigen Sendung. Heute wollen wir über ein ganz erstaunliches Kapitel in der Bibel sprechen. Es ist phänomenal. Es ist als das große Erlösungskapitel im Alten Testament bekannt. Wir wollen uns einige Prophezeiungen anschauen, die Ereignisse akkurat voraussagten, die sich erst siebenhundert Jahre später zugetragen haben. Die Tragweite der Wahrheit, die diese Prophezeiungen gebracht haben, wird Sie in Staunen versetzen. Schnappen Sie sich Ihre Bibel. Gleich geht’s los.

Wenn Sie Ihre Bibel dabei haben, schlagen Sie bitte Jesaja 52 auf. Wir starten mit einer Predigtserie, die uns eine Zeit lang beschäftigen wird. Und zwar gehen wir das Buch Jesaja durch und schauen, wie es auf uns heute anwendbar ist und was es über den Messias sagt, darüber, was er vollbringen sollte. Es ist das alttestamentliche Buch, das im Neuen Testament am häufigsten zitiert wird. Heute schauen wir uns Kapitel 52 und 53 an.

Dieser Bibelabschnitt ist auch als das große Erlösungskapitel im Alten Testament bekannt. Siebenhundert Jahre im Voraus sah Jesaja das stellvertretende Opfer von Jesus voraus – erstaunlich detailliert. Er sagte voraus, was geschehen würde und was es hervorbringen würde, die Frucht, die daraus erwachsen sollte. Als die Kreuzigung dann stattfand, verstanden selbst die Jünger von Jesus nicht, was Jesaja vorausgesehen hatte. Es blieb ihnen verborgen. Erst nach der Auferstehung erschloss es sich ihnen.

Aber Jesaja sah durch den Geist Gottes diese Dinge bereits. Wir wollen in Kapitel 52, Vers 13 beginnen. Dort steht:

Siehe, mein Knecht (das heißt, der Messias) …

Siehe, mein Knecht wird einsichtig (oder weise) handeln. Er wird erhoben und erhöht werden und sehr hoch sein.

„Sehr hoch sein“ – das war ein typisches Bild, wie sich die Juden den Messias vorstellten. Der Messias würde sich durch seine Weisheit auszeichnen und erhaben sein. „Sehr hoch.“ Doch all diese Vorstellungen enden hier. Vers 14:

Wie sich viele über dich entsetzt haben –
so entstellt war sein Aussehen, mehr als das irgendeines Mannes,
und seine Gestalt mehr als die der Menschenkinder –,

Eine andere Bibelübersetzung gibt es so wieder:

Er war so entstellt, dass sein Aussehen kaum mehr dem eines Menschen glich und viele waren entsetzt, als sie ihn sahen.

In den Evangelien kann man lesen, dass Jesus vor der Kreuzigung mehrfach geschlagen wurde. Er wurde von den Römern ausgepeitscht. Der Hohepriester und die Ältesten schlugen ihm mehrfach ins Gesicht. Die römischen Soldaten schlugen ihn auf den Kopf. Die meisten Menschen überlebten eine römische Geißelung nicht.

Und ich weiß, es gibt schöne Gemälde, die Jesus am Kreuz darstellen. Aber würde jemand mal malen, wie er wirklich aussah, würde man sich das nicht an die Wand hängen wollen. Er war so entstellt, und sein Gesicht war so geschwollen. Er trug die Dornenkrone. Er erschien gar nicht mehr menschlich. Er war so blutüberströmt und entstellt. Und Jesaja sah das schon siebenhundert Jahre im Voraus. Dann steht da weiter:

ebenso wird er viele Nationen besprengen;
über ihn werden Könige ihren Mund schließen.
Denn sie sehen, was ihnen nicht erzählt worden ist,
und was sie nicht gehört haben, nehmen sie wahr.

Der Ausdruck, dass er „viele Nationen besprengen wird“, ist ein Sinnbild, das im Alten Testament immer wieder vorkommt. Es ist ein Bild von Reinigung. Der Hohepriester besprengte damals das Volk mit dem Blut der Tieropfer, zur Reinigung der Nation. Der Hohepriester musste das allerdings jedes Jahr wieder neu tun, um die Nation zu reinigen. Jesus hingegen ist ins Allerheiligste getreten und hat für alle Zeiten und alle Menschen sein Blut über die Nationen gesprengt. Er hat die Sünde der Welt aus der Welt geschafft.

In diesem Sinne wollen wir uns anschauen, was Jesaja über den Messias sagt, Gottes Sohn. Denken Sie tief darüber nach, während wir heute darüber sprechen.

Wir kommen nun zu Kapitel 53. Vers 1 beginnt mit ein paar Fragen:

Wer hat unserer Botschaft geglaubt?
Wem wurde der mächtige Arm des Herrn offenbart?

Wenn die Bibel vom Arm des Herrn spricht, dann meint sie damit die Kraft des Heiligen Geistes, die sich für einen bestimmten Zweck erweist. Es ist der Heilige Geist, der etwas im Leben von Menschen verwirklicht. Hier geht es speziell um Errettung. Es geht um die Früchte der Errettung. Das macht Kapitel 52, Vers 10 ganz klar. Dort steht:

Der HERR hat seinen heiligen Arm entblößt
vor den Augen aller Nationen,
und alle Enden der Erde sehen
die Rettung unseres Gottes.

Das heißt, die Fragen „Wer hat unserer Botschaft geglaubt? Wem wurde der mächtige Arm des Herrn offenbart?“ bedeuten: „In wessen Leben hat der Heilige Geist die Errettung verwirklicht? In wessen Leben hat der Heilige Geist all die Vorzüge der Erlösung verwirklicht?“ Die Antwort lautet: Im Leben dessen, der die Botschaft geglaubt hat. Die Frage ist rhetorisch: „Wer hat unserer Botschaft geglaubt? Wem wurde der mächtige Arm des Herrn offenbart?“ Liebe Freunde, der Arm des Herrn ist dem offenbart worden, der die Botschaft geglaubt hat. Die Botschaft zu hören, reicht nicht; man muss die Botschaft auch wirklich glauben.

Wollen Sie den Arm des Herrn sehen? Wollen Sie, dass der Heilige Geist sich in Ihrem Leben erweist? Wollen Sie das Gute erleben, das Jesus durch seinen Tod zugänglich gemacht hat? Der Schlüssel dazu ist der Glaube. Jesus sagte: „Dies ist das Werk Gottes, dass ihr … glaubt.“

Einige Menschen machen sich über diese Botschaft lustig. Andere ziehen sie zwar in Betracht, aber viele Menschen schieben es auf, sich näher damit zu befassen. Sie sagen sich: „Das berührt zwar schon eine Saite in mir und ich sollte mich wirklich näher damit beschäftigen, aber nicht jetzt. Später. Das ist zwar wichtig, aber ich bin noch nicht soweit.“

Ich hatte einen guten Freund, den ich schon seit der Grundschule kannte. Vor so einigen Jahren nahm er sich das Leben. Bei der Beerdigung kamen eine Menge Leute, die ich noch aus der Schule kannte – aus der Mittelstufe, aus der Highschool. Ich hatte sie schon seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Einer kam auf mich zu und sagte: „Bayless“ – und das zeigt, wie lange es schon her ist –, jemand hat mir eine Videokassette von deiner Lebensgeschichte gegeben, darüber, wie du Gott gefunden hast.“ Er sagte: „Das hat mich echt berührt. Ich muss unbedingt mit dir reden. Können wir uns mal treffen? Ich sagte: „Ja, klar doch.” Wir tauschten unsere Telefonnummern aus.

Daraufhin begab er sich wieder zu den anderen und ich machte mich abfahrbereit. Da hatte ich mit einem Mal ein überwältigendes Gefühl der Dringlichkeit, dass ich jetzt sofort mit ihm reden sollte. Also ging ich auf ihn zu und sagte: „Hey, wir können doch jetzt gleich zusammen Mittag essen und reden.“ Er: „Ach, ich ruf dich an.“ Aber ich hatte dieses Gefühl der Dringlichkeit. „Nein, hier in der Nähe gibt’s ein mexikanisches Restaurant. Du magst doch mexikanisches Essen. Lass uns jetzt sofort gehen. Die Rechnung geht auf mich. Komm, wir können jetzt sofort reden.“ Er erwiderte: „Würde ich gerne, aber nein, ich ruf dich an.“ Ich glaube, ich habe es sogar noch ein drittes Mal versucht, aber er sagte wieder: „Nein, ich ruf dich an.“ Ich habe den Anruf nie erhalten.

48 Stunden später wurde er tot aufgefunden, zusammengesunken über seinem Steuerrad vor einem Spirituosenladen. Sein Herz hatte aufgehört zu schlagen. Ich weiß nicht, ob er sich mit Gott versöhnt hatte. Ich hoffe, ja.

Aber liebe Freunde, in der Bibel steht: „Heute ist der Tag der Erlösung. Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht.“ Das ist zu wichtig, um es aufzuschieben.

Also, einige machen sich lustig, einige ziehen es in Betracht, aber schieben es auf. Und dann gibt es diejenigen, die die Botschaft glauben, verinnerlichen und in ihr Leben integrieren. Für die und die allein gelten die Zusagen Gottes. Sie sind diejenigen, die Gottes Erlösung mit all ihren verschiedenen Vorzügen erleben.

Schauen wir uns Gottes Botschaft also mal genauer an. Vers 2:

Er wuchs vor ihm auf wie ein Spross; er entsprang wie eine Wurzel
aus trockenem, unfruchtbarem Land.
Sein Äußeres war weder schön
noch majestätisch,
er hatte nichts Gewinnendes, das uns gefallen hätte.

Er wird vor Gott wie ein Spross aufwachsen, wie eine Pflanze aus trockenem Boden. Das hebräische Wort für trocken bedeutet buchstäblich „steril“ – etwas, was kein Leben erzeugen kann. Das ist ein Bild der Menschheit. Hier ist die Menschheit. Wir haben alle gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verfehlt. Wir sind vom Leben Gottes getrennt. Wir können uns unmöglich aus der Klaue der Sünde befreien. Doch dann, plötzlich, kommt Jesus. Er strotzt vor himmlischem Leben, weil Gott sein Vater ist. Er ist der Spross, der aus dem sterilen, unfruchtbaren, trockenen Boden der Menschheit hervorgesprossen ist.

Aber wissen Sie was? Er sah nicht aus wie der Erlöser. Er sah nicht aus wie ein Retter oder ein Fürst. Äußerlich hatte er nichts Gewinnendes, das uns gefallen hätte.

Er war ein ganz gewöhnlich aussehender Mensch, der als Sohn eines armen Zimmermanns aufwuchs.

Mehr noch. In Vers 3 heißt es weiter:

Er war verachtet und von den Menschen verlassen,
ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut,
wie einer, vor dem man das Gesicht verbirgt.
Er war verachtet, und wir haben ihn nicht geachtet.

Er wurde verachtet und abgelehnt – wie ein Stein, den die Bauleute weggeworfen haben, steht in der Bibel. Er wurde von der Welt abgelehnt, die er geschaffen hatte. Er wurde von seinen Landsleuten abgelehnt, unter denen er aufgewachsen war, sogar von seinen eigenen Brüdern. Er wurde von seinen eigenen Jüngern verraten. Und als er dann am Kreuz hing und unsere Sünden auf sich nahm, wurde er schließlich auch von seinem eigenen Vater abgelehnt.

Jesaja sagte, er war wie jemand, vor dem man sein Gesicht verbirgt. Er war verachtet.

Als er dort am Kreuz hing und der Himmel sich verdunkelte, als unsere Sünden auf ihn gelegt wurden, da rief er aus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Der Vater, mit dem er in ewiger Gemeinschaft gewesen war, wandte sich von ihm ab, als Jesus sich mit unserer Sünde identifizierte. Er war ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut. Inwieweit war er damit vertraut? Der nächste Vers verrät es uns. Vers 4:

Jedoch unsere Leiden – er hat ⟨sie⟩ getragen,
und unsere Schmerzen – er hat sie auf sich geladen.
Wir aber, wir hielten ihn für bestraft,
von Gott geschlagen und niedergebeugt.

Liebe Freunde, er hat es stellvertretend für uns getan. Er hat unsere Leiden und Schmerzen auf sich genommen. Doch bei der Kreuzigung glaubten die Leute, er wäre von Gott für seine eigenen Sünden geschlagen.

Hier gibt es einen wichtigen Punkt. Wir denken bei den Leiden und Schmerzen in diesem Vers häufig an Seelenleid. Das ist darin definitiv mit eingeschlossen – und das ist eine gute Nachricht für diejenigen, deren Seele von bösen Menschen niedergeschlagen worden ist, für diejenigen, deren Seele von den Schicksalsschlägen des Lebens zerschlagen worden ist.

Liebe Freunde, es gibt Heilung für Sie. Sie können seelisch wieder genesen. Jesus hat Ihre Leiden getragen und Ihre Schmerzen auf sich genommen. Er wurde gebrochen, damit Sie geheilt werden können.

Eine Freundin von meiner Frau und mir wurde als Mädchen über mehrere Jahre hinweg wiederholt durch ihren Vater vergewaltigt. So etwas zerstört einen seelisch. Es verdreht das Innere. Die Person, der man eigentlich am meisten vertrauen können sollte, die Person, die der Beschützer sein sollte, ein Held, zu dem die Tochter aufblicken kann, missbraucht sie auf eine Weise, die jeder Beschreibung spottet. Das Mädchen ist absolut gebrochen aufgewachsen. Jede Beziehung, die sie anfing, ging in die Brüche. Sie hatte ständig mit einer tiefen Depression zu kämpfen, mit Wut, mit Angst, mit Suizidgedanken.

Dann lernte sie Jesus kennen, den Heiler gebrochener Herzen. Sie wurde gerettet und entdeckte die Kraft, die in der Bibel steckt. Jesus hat ihre Seele wiederhergestellt. Heute gehört sie zu den ausgeglichensten Menschen, die wir kennen. Sie hat einen wunderbaren Ehemann, mit dem sie schon viele Jahrzehnte verheiratet ist. Sie hat eine tolle Familie, eine erfolgreiche Berufslaufbahn, und sie spricht offen über ihre Vergangenheit und ihr Leid, um damit anderen zu helfen. Sie ist von der Qual befreit, und durch die Gnade Gottes war sie in der Lage, zu vergeben.

“Jedoch unsere Leiden – er hat ⟨sie⟩ getragen, und unsere Schmerzen – er hat sie auf sich geladen.“ Aber obwohl das auch Seelenschmerz mit einschließt, geht es hier noch um mehr. Das Wort, das hier mit Schmerzen übersetzt wird, bezieht sich überall sonst in der Bibel auf körperliche Schmerzen. Und das hebräische Wort für Leiden bedeutet hier buchstäblich Krankheiten.

Deshalb übersetzt die Jewish Publication Society Jesaja 53,4 wie folgt:

Es ist gewiss: Er nahm unsere Krankheiten auf sich und er trug unsere Schmerzen.

Gott sei Dank! Besonders gefällt mir hier auch der Ausdruck „Es ist gewiss.“ Es ist ganz sicher, dass er unsere Krankheiten getragen hat. Absolut. Ohne wenn und Aber. „Es ist gewiss.“

Vers 5:

Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen
zerschlagen um unserer Sünden willen.
Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden,
und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.

Auch auf Vers 5 nimmt das Neue Testament Bezug, und zwar in 1. Petrus 2,24. Hören Sie, was Petrus sagt. Er schreibt das rückblickend über die Erlösung, die Jesus durch das Kreuz gewirkt hat. Deshalb drückt er es in der Vergangenheitsform aus, denn was Gottes Buchführung betrifft, ist es eine gemachte Sache. 1. Petrus 2,24, in Bezug auf Jesus:

… der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid.

Vergangenheitsform. Er hat unsere Sünden am Kreuz getragen, damit wir für die Sünde tot sind und ein gerechtes Leben vor Gott leben können. Die Macht der Sünde ist gebrochen. Wird uns das einmal klar, verliert die Sünde ihre Macht über uns. Es wird zu einer Realität für uns. Jesus hat die Macht der Sünde gebrochen.

Vor vielen, vielen Jahren campte ich auf der mexikanischen Halbinsel Niederkalifornien, oben auf Klippen direkt am Meer. Wir brachten ein Lagerfeuer in Gang und hatten uns unten von den Felsen einige Miesmuscheln geholt. Wir rösteten die Muscheln im Feuer, um frische Muscheln zu essen. Da sah ich in der Ferne einen Mann, der auf einem alten Gaul auf uns zugeritten kam. Dann stieg er vom Pferd und kam den Pfad zu uns hinauf. Er begrüßte uns und informierte uns: „Das ist mein Land, auf dem Sie hier campen. Sie dürfen hier gerne campen, aber nicht kostenlos. Sie müssen mir etwas zahlen.“

Ich wusste, dass er log. Also sagte ich: „Das ist nicht Ihr Land und wir werden Ihnen nichts bezahlen.“ Dann zeigte er in Richtung der Berge: „Da hinten im Tal ist ein Haus. Dem Mann, der dort lebt, gehört dieses Land hier. Ich arbeite für ihn. Ihr müsst das Geld mir geben und ich gebe es ihm.“ Ich wusste, dass er immer noch log. Ich sagte: „Nein. Wenn es dort hinten tatsächlich ein Haus gibt und tatsächlich ein Mann darin lebt, dann gehört ihm dieses Land nicht. Wir werden Ihnen nichts bezahlen. Sie würden ihm das Geld ohnehin nicht geben.“ Dann senkte er den Blick und sagte: „Nun, Sie können mir etwas bezahlen, wenn Sie wollen.“ Wirklich. Das ist so vorgefallen. „Nein, das wollen wir nicht.“ Dann stieg er auf sein Pferd und ritt davon.

Ganz ähnlich will der Teufel es mit uns machen: „Du hast keine Wahl, du musst das-und-das tun.“ Nein, das müssen wir nicht. Jesus hat unsere Sünden an seinem eigenen Körper am Kreuz getragen und wir können ein gerechtes Leben vor Gott führen.

Der letzte Teil des Verses ist genauso wahr: „… durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid.“ Nach Gottes Abrechnung ist es eine gemachte Sache, und wir müssen diese Wahrheit erkennen. Sie muss in unserem Herzen real werden.

Einige von Ihnen sind schon lange genug bei uns dabei, um sich an ein älteres Ehepaar in unserer Kirche zu erinnern: Lily und Carl. Lily hatte starke Augenbeschwerden. Auf einem Auge war sie fast vollständig blind. Sie konnte damit so gut wie nichts sehen, vielleicht ein paar Formen. Das andere Auge war auch nicht viel besser. Sie erzählte mir persönlich: „Pastor, ich habe bereits 14 Augenoperationen hinter mir.“ Ihr Augenchirurg sagte ihr: „Es gibt nichts weiter, was wir für Sie tun können. Die Augen werden sich nicht wieder bessern. Sie werden sich von nun an nur noch weiter verschlimmern. Ich muss Ihnen das ganz ehrlich sagen.“

Wiederum: Einige von Ihnen mögen schon so lange bei uns dabei sein und sich erinnern, dass ich 23 Jahre lang jeden Sonntagabend über göttliche Heilung lehrte. Wer sonntagabends kam, der wusste, welches Thema anstand. Und wir erlebten viele Heilungen. Einige erstaunliche, wundersame, schockierende Dinge geschahen – einiges direkt vor unseren Augen. Viele Dinge waren ein Prozess. Ich habe im Laufe der Jahre viele starke Heilungszeugnisse gehört.

Auch Lily und Carl kamen Sonntagabends. Damals schlossen wir die Gottesdienste häufig mit einem Aufruf. Wer wollte, der konnte nach vorne kommen, sich hinknien und Gott suchen. Einige blieben fünf Minuten, andere zehn, einige sogar eine halbe Stunde. Die Leute suchten einfach Gott. Einige beteten wegen Familienangelegenheiten. Andere baten Gott um Weisheit. Einige beteten für ihre Kinder. Andere wollten einfach etwas Zeit mit Gott verbringen. Und viele kamen, um bei Gott Heilung zu suchen.

Lily kam mehrfach nach vorne, um bei Gott Heilung für ihre Augen zu suchen. Ich hatte gerade über Jesaja 53 und 1. Petrus 2,24 gepredigt, darüber, dass es aus Gottes Sicht eine gemachte Sache ist. Am Schluss des Gottesdienstes kam Lily wieder nach vorne. Später erzählte sie mir: „Ich ging nach vorne, da hörte ich den Heiligen Geist sagen: ‚Lily, du bist bereits geheilt.‘“ Sie sagte: „Okay.“ Am nächsten Morgen saßen sie und Carl auf ihrer Veranda und tranken wie gewohnt einen Kaffee. Lily erzählte mir: „Pastor, ich schaute zur anderen Straßenseite und konnte die einzelnen Dachschindeln des gegenüberliegenden Hauses sehen. Ich schaute in unseren Garten und konnte die einzelnen Nadeln an der Kiefer sehen. Ich schaute Carl in die Augen und ich konnte sie klar sehen, sie waren so schön. Ich sagte: ‚Carl, deine Augen sind so schön.‘“ Er fragte: „Lily, kannst du meine Augen sehen?“ Sie sagte: „Ja, das kann ich.“ Sie fing an zu weinen. Sie hatten einen Lobpreisgottesdienst auf der Veranda.

Sofort machte sie einen Termin bei ihrem Augenchirurgen. Sie ging zu ihm und sagte: „Doktor, etwas ist mit meinen Augen geschehen.“ Er führte eine gründliche Untersuchung durch und war verblüfft. Er sagte: „Ihre Augen sind makellos.“ Dann sagte er ihr Folgendes. Sie kam zu mir und erzählte mir das. Sie sagte: „Er hat mich angeschaut und hat gesagt: ‚Sie haben mir von Ihrer Kirche erzählt. Gehen Sie zu Ihrem Pastor und sagen Sie ihm, das ist ein Wunder von Gott. Ihr Arzt sagt Ihnen: Das ist ein Wunder von Gott. Sagen Sie das Ihrem Pastor.“

Sie kam und sagte es mir, und ich bat sie, in einem Gottesdienst davon zu erzählen. Da war das Lob Gottes groß. Jedenfalls hatte es bei ihr erst innerlich klick gemacht, dass es aus Gottes Sicht bereits eine gemachte Sache war. Nicht dass er es erst in der Zukunft tun würde, sondern: „… durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid.“ Das hat den entscheidenden Unterschied gemacht.

Jetzt eine Frage: Haben wir das auf irgendeine Weise verdient? Wenn wir lange genug beten, wenn wir genügend opfern, wenn wir uns unterordnen und gut genug sind, haben wir es dann verdient? Die Antwort ist: Absolut nicht! Errettung und all ihre Vorzüge kommen durch Gnade. Sie müssen im Glauben angenommen werden, aber sie kommen aus der Hand der Gnade. Jetzt Vers 6:

Wir alle gingen in die Irre wie Schafe.
Jeder ging seinen eigenen Weg.
Doch ihn ließ der Herr die Schuld von uns allen treffen.

Wir haben alle gesündigt, und der Lohn der Sünde ist der Tod. Aber er ist für uns gestorben. Es gibt einen Unterschied zwischen Sünde und Schuld, auch wenn die beiden miteinander verwandt sind. Sünde ist entweder innerlich oder äußerlich etwas, was man tut, was gegen Gott geht, etwas, was Gottes Ordnung bricht, etwas, was dem Gewissen widerspricht.

Das hebräische Wort für Schuld hingegen leitet sich von „krümmen“ ab – beispielsweise, wenn ein Baum krumm gewachsen ist. Das verweist auf die Sündennatur. Bevor Jesus uns erlöst hat, hatten wir eine Sündennatur. Als wir zum Glauben kamen, wurde unser Geist neu geboren. Aber die Bibel lehrt uns im Brief an die Römer, dass die Sündennatur immer noch in unserem Körper existiert. Eines Tages werden wir einen neuen Körper bekommen, wie der Auferstehungsleib von Jesus. Aber bis dahin bereitet uns unser Körper weiterhin einige Probleme. Er will Falsches. Er hat weiterhin eine Sündennatur.

Diese Sündennatur, die wir haben, ist krumm gewachsen. Das ist hier mit Schuld gemeint. Einige Menschen neigen zur Sünde des Tratschens. Ihre Zunge ist so lang, sie können im Wohnzimmer sitzen und einen Löffel in der Küche ablecken. Andere Menschen neigen zu sexueller Sünde. Wieder andere haben andere Neigungen, beispielsweise die Neigung zur Übertreibung.

Sie kennen sich selbst. Sie wissen, was Ihre Neigungen sind, was Ihre sündhafte Natur tun will. Stellen Sie sich vor, in zehn Jahren erscheint Ihr Name in einer Schlagzeile: „Der-und-der hat einst ein vorbildliches christliches Leben geführt, aber jetzt ist er total von Jesus abgekommen. Folgendes ist geschehen …“ Das ist die Schlagzeile. Was würde angesichts Ihrer Neigungen im Artikel stehen? Ich weiß, was in einem solchen Artikel über mich stehen würde. Ja, keine Frage. Ich kenne meine Neigungen.

Aber in der Bibel steht hier, dass Jesus unsere Schuld getragen hat: „Doch ihn ließ der Herr die Schuld von uns allen treffen“ – auch die Dinge, zu denen wir von Natur aus neigen. Lieber Freund, Sie können das in den Griff bekommen, weil Jesus es für Sie getragen hat.

Jesus hat unsere Schuld getragen. Auch für die Dinge, zu denen wir von Natur aus neigen, hat er einen Preis bezahlt, damit wir nicht mehr von ihnen beherrscht werden müssen.

Wir haben natürlich noch nicht das ganze 53. Kapitel von Jesaja durchgenommen. Nächstes Mal geht’s weiter. Lassen Sie es sich nicht entgehen.

Ich liebe unseren Retter. Wenn ich daran denke, wie tief er hinabgestiegen ist, um uns aufzurichten, kann mein Herz es gar nicht fassen. Was für ein Retter! Was für ein Herr! Was für ein Hirte! Was für einen Preis er bezahlt hat!
Und lieber Freund, er hat dabei an Sie gedacht. Für Gott sind Sie nicht bloß eine Zahl auf einer endlosen Liste, nicht irgendein gesichtsloser Jemand in einer riesigen Menge. Er kennt Sie ganz persönlich und er liebt Sie grenzenlos. Vertrauen Sie heute auf ihn. Er wird Sie nicht enttäuschen.

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