Heute, 27. Januar 2019

Warum wir füreinander da sein sollten

In Galater 6,1-2 ermahnt uns Paulus:

Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die Geistlichen, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. Und dabei gib auf dich selbst acht, dass nicht auch du versucht wirst. Einer trage des anderen Lasten, und so werdet ihr das Gesetz des Christus erfüllen.

Wir müssen einander die Last tragen. Paulus gibt uns hier einen Einblick, wie das aussehen sollte.

Erstens bedeutet das Wort übereilt von etwas überrascht zu werden, plötzlich in etwas hineinzugeraten. Mit anderen Worten: die Sünde, die Paulus hier anspricht, ist keine geplante Sünde. Sie ist eine Versuchung, die plötzlich auftaucht, in die der Betreffende hineinstolpert und aus der er nur schwer wieder herauskommt.

Beachte, dass Paulus außerdem sagt: „Wenn ihr geistlich seid, bringt ihn wieder zurecht.“ Das Wort zurechtbringen beinhaltet die Vorstellung einer ausgerenkten Gliedmaße, die wieder eingerenkt wird. Es ist die Aufgabe der geistlich reifen Person, ausgerenkte „Gliedmaße“ geschickt und sanft wieder einzurenken.

Ich denke, dies passiert ganz jungen Christen am häufigsten. Sie werden plötzlich überwältigt, geben der Versuchung nach und fühlen sich dann schrecklich. Hinterher klagt sie der Teufel an: „Was bist du nur für ein Christ! Du Heuchler! Du solltest nie wieder in die Gemeinde gehen! Du bist so verkommen. Du bist wahrscheinlich nicht einmal richtig bekehrt.“

Solche jungen Christen wissen dann nicht, wie sie wieder aus der Situation herauskommen sollen. Du und ich müssen ihnen dann helfen, in die richtige Beziehung zu Gott und der Gemeinde zurückzukommen.

Ein Freund von mir verrenkte sich einmal die Schulter. Er brauchte 45 Minuten, um sie sich alleine wieder einzurenken. Es wäre leichter gewesen, wenn ihm jemand geholfen hätte.

Das gilt auch für uns als Christen. Wir müssen für unsere Schwester und unseren Bruder, deren geistliches Leben durcheinandergeraten ist, da sein. Wir müssen ihm oder ihr helfen, die Situation wieder „einzurenken“.

Jetzt die Sendung zur Andacht anschauen: Das Gleichnis vom Sämann 1/2





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