Zehn Gebote für die Ehe 3/5 – Janet und Bayless Conley

„Bis dass der Tod uns scheidet“ mag einem manchmal wie ein schwer einzuhaltendes Versprechen erscheinen, wenn man nicht versteht, wie Gott sich die Ehe gedacht hat.

Obwohl es Gottes Plan ist, dass es Mann und Frau in der Ehe gut gehen soll, passiert das nicht einfach automatisch. An einer guten Ehe muss man arbeiten.

In dieser fünfteiligen Serie erkunden Bayless und Janet Conley, was die Bibel über die Ehe sagt und geben uns persönliche Einsichten aus ihren über 25 Jahren Erfahrung weiter. Wir lernen etwas über die spezifischen Rollen, die Gott sowohl dem Mann als auch der Frau zugedacht hat und erfahren, wie man Gottes Gebote anwenden kann, um unsere Ehen zu stärken und besser führen zu können und vieles mehr!

Predigtmanuskript

BAYLESS CONLEY: Herzlich willkommen zu unserer heutigen Sendung! Janet ist wieder dabei und wir wollen unsere Reihe über die Zehn Gebote der Ehe fortsetzen. Wissen Sie was? Wir haben festgestellt, dass eine gute Ehe nicht einfach so „passiert“. Stimmt’s, Schatz?
JANET CONLEY: Hallo! … Nein, man muss daran arbeiten. Aber es lohnt sich und die Ehe wird dadurch einfach immer besser.
BAYLESS CONLEY: Immer besser … also nehmen Sie die Bibel zur Hand, wenn Sie eine haben, und tun Sie etwas für Ihre Ehe! Wir werden gemeinsam darüber nachdenken, wie wir Gottes Eheversprechen an sein Volk, die Zehn Gebote, auf die menschliche Ehe anwenden können. Es gibt dazu in der Bibel viel zu entdecken. Ganz gleich ob Sie verheiratet sind, unverheiratet, geschieden, ob Sie heiraten wollen oder nicht – Sie werden auf jeden Fall etwas für Ihr Leben mitnehmen können, während wir dieses Thema miteinander behandeln. Willst du noch etwas sagen, bevor wir loslegen, Schatz?
JANET CONLEY: Hören Sie gut zu und wenden Sie es an. Sie werden sehen, wie sich etwas tut, denn es ist Gottes Wort und Gott weiß, was am besten für uns ist.
BAYLESS CONLEY: Ja, so ist es.

Kommen wir zum nächsten Gebot. Bitte lesen Sie mit mir 2.Mose 20,14:
„Du sollst nicht ehebrechen.“
In Bezug auf Gott ist es geistlicher Ehebruch, wenn wir andere Dinge über ihn stellen. In der Bibel lesen wir überall davon. Okkultismus oder andere Religionen nennt Gott geistlichen Ehebruch.
In einer Ehe gibt es im Grunde nichts was mehr zerstört als Untreue, als Ehebruch. Seien Sie Ihrem Ehepartner treu, nicht nur im Handeln, sondern auch in Gedanken.
Auch hier ging Jesus noch einen Schritt weiter. Hören Sie, was er in Matthäus 5,27-28 sagt: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen.“ Einen anderen Menschen als den Ehepartner zu begehren, erstickt eine Ehe. Liebe gibt, Begehren nimmt.
Liebe dient, Begehren fordert. Liebe nährt, Begehren erstickt. Sex ist etwas Gutes – etwas sehr Gutes.
Gott hat ihn für die Ehe erschaffen. Er ist ein Geschenk von Gott. Aber forderndes Begehren hat selbst in der Ehe keinen Platz. Und Janet hat auch hierzu etwas Wichtiges zu sagen. Ich denke, wir sollten ihr zuhören.
JANET CONLEY AUF VIDEO: Als wir frisch verheiratet waren, erzählte mir die Frau des Pastors in der Gemeinde, zu der wir gehörten, von einem Vorfall aus ihrem Leben.
Sie fuhr ziemlich oft zu einer bestimmten Tankstelle, öfter, als sie tanken musste. Der Grund war ein Angestellter dort, der ihr irgendwie gefiel. Aber sie war eine verheiratete Frau.
Plötzlich wurde ihr klar, was sie da tat, und sie sagte, sie musste es im Keim ersticken. Gott machte ihr bewusst, was da vorging, und sagte ihr, sie müsse es im Keim ersticken. Die Gedanken an jenen Mann, von ihm zu träumen und darüber nachzudenken, wie sie in seiner Nähe sein könnte und wie schön das doch wäre und Ähnliches.
Aber Gott sagte zu ihr: „Du musst diese Sache im Keim ersticken.“ Und sie hat mir davon erzählt. Wissen Sie, ich glaube, in jeder Beziehung kommen einmal solche Gedanken auf. Doch diese Gedanken müssen im Keim erstickt werden, denn wenn man ihnen nachgeht, handelt man bald auch danach.
Ihre erste Aktion war, zur Tankstelle zu fahren. Und wenn man so etwas nicht im Keim erstickt, im Ansatz stoppt, wird es nur weiterwachsen. Man muss sagen: Das ist nicht richtig; das führt zu nichts. – Und das hat mir sehr geholfen. Es war gut für mich, das gleich am Beginn unserer Ehe zu hören. Ich habe es nie vergessen.
BAYLESS CONLEY: Ein sehr wichtiger Hinweis. Ich glaube, wir können unsere Ehen affärensicher machen. Dazu möchte ich zum Schluss noch drei Gedanken weitergeben. Wir werden nicht auf alle ausführlich eingehen können.
Ich wusste nicht genau, wie lange wir brauchen, aber ich bemühe mich, pünktlich zu enden. – Drei Gedanken dazu, wie Sie Ihre Ehe affärensicher machen können. Erstens: bestärkende Kommunikation; zweitens: Gemeinschaft; drittens: Nähe. Bestärkende Kommunikation, Gemeinschaft und Nähe.
Es ist sehr wichtig, einander zu bestärken. Schreiben Sie sich bitte folgende Bibelstelle auf: Hohelied 7,1-6. Dort macht Salomo seiner Braut Komplimente über ihre äußere Erscheinung, ihren Körper. Das war sehr wichtig, denn wenn Sie Hohelied, Kapitel 1 lesen, sehen Sie, dass die Braut in dieser Hinsicht unsicher war.
Sie war ein Mädchen vom Land und sie sagte: „Starrt mich nicht an, weil meine Haut so dunkel ist.“ Sie war braun gebrannt von ihrer Arbeit im Weinberg und gegenüber den gepflegten Hofdamen fühlte sie sich unsicher. Und Salomo baute sie auf, wo sie sich am unsichersten fühlte.
Meine Damen, ich will Ihnen ein Geheimnis verraten. Sagen Sie Ihrem Mann nicht, dass ich das gesagt habe, aber er ist wie ein kleiner Junge in einem Erwachsenenkörper. Sie müssen ihn bewundern, und zwar ganz offen.
In Epheser 5,33 steht: „Die Frau habe Ehrfurcht vor dem Mann.“ Die Amplified Bible überträgt den Grundtext hier so, dass besonders deutlich wird, dass die Frau ihren Mann über alle Maßen bewundern soll.
Die Welt da draußen ist hart. Wenn wir Männer nach Hause kommen und uns erwartet eine Frau, die uns bewundert und hilft, ist das besser als Gold. Sie können uns Flügel verleihen oder Ketten anlegen.
Ich bitte Sie: Helfen Sie uns zu fliegen. Wir brauchen Bestätigung von Ihnen. Wenn wir etwas richtig machen, sagen Sie es uns. Reiben Sie uns nicht jeden Fehler unter die Nase. Ich meine, wir müssen natürlich schon wissen, was wir falsch machen, aber wir brauchen viel Bestätigung.
Und Männer, wir müssen auch unsere Frauen bestätigen. Das ist besonders wichtig in den Bereichen, in denen Sie merken, dass Ihre Frau irgendwie unsicher ist.
Es ist schon seltsam. Wir sind seit 25 Jahren hier in Cottonwood, und wenn wir nach Hause kommen, frage ich meine Frau noch immer: „Wie fandest du meine Predigt heute?“ Ihre Meinung ist mir sehr wichtig. Sie ist ehrlich zu mir, aber selbst wenn sie denkt, ich hätte es besser machen können, verpackt sie es so, dass es ermutigend bleibt. Das brauchen wir Männer.
Ein zweiter Gedanke. Wenn Sie Ihre Ehe affärensicher machen wollen, ist Gemeinschaft sehr wichtig. Tun Sie Dinge gemeinsam, selbst in der Freizeit. Es ist schon seltsam. Manche Männer sagen: „Ich weiß nicht, was passiert ist. Wir haben geheiratet und sie hat sich verändert. Sie hat mich getäuscht.“
Und ich frage: „Was meinen Sie?“
„Na, am Anfang unserer Beziehung hat sie mit mir Fußball geschaut oder ist mit mir zu einem Baseballspiel gegangen oder wir haben zusammen Golf gespielt. Das war super.
Ich dachte, ich habe meine Traumfrau gefunden. Sie mag Fußball! Aber seit wir verheiratet sind, schaut sie nicht mal ein Spiel im Fernsehen mit mir. Sie meint, sie hätte Fußball sowieso noch nie gemocht.“
Wissen Sie, warum sie zuerst mit ihm Fußball geschaut hat? Sie hat versucht, sich ihn zu angeln. Sie hat Zeit mit ihm verbracht. Das war wichtig. Und vom Standpunkt des Mannes aus wirkt es so, als hätte sie sich jetzt verändert.
Umgekehrt ist es aber ganz genauso! Er hat ihr immer Rosen gekauft und kleine süße romantische Geschenke gemacht. „Er hat mich auf einen Kaffee eingeladen und wir haben uns unterhalten und dann sind wir am Strand spazieren gegangen.
Und das macht er jetzt gar nicht mehr. Er hat sich verändert.“ Ich glaube, manchmal denken wir Männer: „Jetzt habe ich sie doch. Warum soll ich das ganze Zeug immer noch machen?“
Jesus sagte in der Offenbarung in einem Brief an eine Gemeinde: „Ihr müsst umkehren und zu eurer ersten Liebe zurückkehren und die ersten Werke tun. Ihr seid von dem abgekommen, was ihr hattet.“ Das trifft genauso auf die Ehe zu.
Finden Sie Dinge, die Sie zusammen tun können. Setzen Sie sich hin und schauen Sie das Fußballspiel mit ihm an. Gehen Sie mit ihr am Strand oder im Wald spazieren. Gehen Sie mit ihr shoppen. In manchen Geschäften gibt es sogar bequeme Sessel, da können Sie sich hinsetzen, während Ihre Frau in der Umkleide ist. Solche Geschäfte mag ich.
Aber es ist wichtig, dass Sie Zeit miteinander verbringen, auch Freizeit. Vielleicht sind Sie beide ja so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Aber vielleicht können Sie ja eine Liste mit zehn Dingen schreiben, die Sie gern machen oder die Sie gern einmal ausprobieren würden.
Sie können auch eine Rangfolge festlegen: fünf Punkte für etwas, das Sie richtig gern tun, und einen Punkt für etwas, das ganz okay ist. Und dann vergleichen Sie Ihre Listen. Wenn es Schnittmengen gibt, dann tun Sie diese Dinge gemeinsam.
Pflegen Sie Ihre Gemeinschaft. Wir reden von Qualitätszeit, aber Qualität kommt auch aus Quantität. Es läuft immer wieder auf das eine hinaus: Verbringen Sie Zeit miteinander.
Und dann das Dritte, und das ist sehr wichtig: Sie brauchen Nähe zueinander, körperliche Nähe. Wenn Sie verheiratet sind, ist Ihr Mann oder Ihre Frau, ist Ihr Ehepartner der Einzige, mit dem Sie körperliche Befriedigung erleben dürfen.
Eine Ehebeziehung braucht diese körperliche Nähe und Intimität. Und das ist etwas, woran man arbeiten muss. Man muss auch miteinander darüber sprechen. So peinlich das auch für manche Menschen sein mag, aber Sie müssen darüber reden.
Also, meine Damen, wenn er eher ungehobelt ist und Ihre Bedürfnisse nicht versteht, dann reden Sie mit ihm darüber. Tun Sie es behutsam – auch hier braucht ein Mann Bestätigung –, aber sagen Sie ihm, was Sie brauchen. Und für die Männer gilt das genauso. Wir müssen in der Ehe offen und ehrlich über Sexualität reden können.
Die meisten Männer sind ganz anders als Frauen veranlagt. Frauen sind so ähnlich wie Bügeleisen – das Aufheizen dauert eine Weile. Männer sind da eher wie Schweißbrenner – immer bereit!
Es kann sein, dass der Mann seine zehn Minuten hatte und dann ist er fertig und schläft und schnarcht schon, während sie nicht mal in Stimmung gekommen ist. Und sie liegt frustriert neben ihm im Bett und er sieht aus wie ein gestrandeter Wal, schnarcht friedlich und kapiert gar nichts.
Deshalb muss man in der Ehe offen über diesen Bereich sprechen. Wissen Sie, es gibt auch sehr gute Bücher zu dem Thema oder anderes Material. Wenn Ihnen dieses Thema unangenehm ist, dann kaufen Sie sich ein gutes Buch dazu und lesen Sie es beide.
Unterstreichen Sie, was Ihnen gefällt oder was Sie anspricht. Und dann tauschen Sie das Buch mit Ihrem Partner und schauen Sie, was der andere unterstrichen hat. Aber die Kommunikation ist wichtig.
Dann möchte ich Ihnen auch noch etwas zum Thema Ehebruch mit auf den Weg geben. Bitte: Seien Sie vorsichtig im Umgang mit dem anderen Geschlecht. Im Buch der Sprüche sagt Salomo, wenn Menschen sich auf zerstörerische außereheliche Beziehungen einlassen, beginnt das Ganze in den meisten Fällen mit verbalen Schmeicheleien.
Er spricht immer wieder über die schmeichelnden Worte einer fremden Frau, und den Mann, der in diese Falle tappt und Ehebruch mit ihr begeht. Aber das gilt für Männer und Frauen.
Wenn Sie sich nach einem Kompliment sehnen, wenn Sie von Ihrem Ehemann keine verbale Bestätigung bekommen, dann klingt ein Kompliment von einem Kollegen einfach gut. Zum Beispiel:
• „Warst du nicht letzte Woche in dieser Sportzeitschrift … die Frau in dem Badeanzug?“

• „Hast du abgenommen? Du siehst super aus!“

• „Hast du eine Versicherung für diese Beine?“
Oder so ähnlich. So blöd diese Sprüche auch sind – wenn Sie daheim nie ein Kompliment bekommen, kann die Fantasie schon mal durchgehen. Oder eine Frau sagt:
• „Ich hoffe, deine Frau ist gut zu dir. Ich hoffe, sie weiß, was für einen Schatz sie an dir hat. Mit jemandem wie dir wäre ich für immer glücklich und zufrieden.“
So kleine Bemerkungen nebenher … In der Firma oder im Fitnessstudio oder wo auch immer … solche Sprüche bekommt man ziemlich oft zu hören.
Und wenn Sie nicht, wie Janet gesagt hat, die Sache im Keim ersticken und diese Gedanken stoppen, dann wächst das Ganze immer weiter. Paulus schreibt: „Wir kämpfen mit den mächtigen Waffen Gottes, mit denen wir Festungen zerstören.“ Er beschreibt hier eine Rückwärtsentwicklung.
Paulus spricht davon, Festungen und Gedankengebäude zu zerstören und jeden Gedanken gefangen zu nehmen. Es ist ein Schlachtfeld und es beginnt mit einem Gedanken.
Wenn Sie den nicht gefangen nehmen … Vielleicht war es ein lockeres Kompliment von jemandem über Ihr Aussehen … Oder: „Du bist so stark oder hübsch oder gut aussehend.“
Oder: „Du bist ein Genie!“ Oder: „Du bist ein toller Mensch.“ Was es auch ist: Wenn Sie diesen Gedanken nicht gefangen nehmen und sagen: „Moment mal. Das muss ich mit Vorsicht genießen“ – dann kommt die Fantasie in Fahrt.
Und plötzlich sagt etwas in Ihren Gedanken: „Ich bin wirklich nicht glücklich. Wenn ich so jemanden hätte, könnte ich glücklich sein. Warum sagt meine Frau oder mein Mann so etwas nicht?“
Dann fangen Sie bald an, sich mit diesem anderen Menschen vorzustellen. Und wenn Sie an diesem Punkt nicht durchgreifen, wächst der Gedanke zu einer Gedankenfestung, die Sie nicht mehr aus dem Kopf bekommen.
Am Ende denken Sie die ganze Zeit nur noch über diese Person nach und wie es wäre, mit demjenigen zusammen zu sein. Sie denken an Sex mit ihm oder daran, wie es wäre, mit ihm oder ihr verheiratet zu sein.
Und wenn der Gedanke erst zu einer Festung wird, wird bei der nächsten Gelegenheit eine Handlung daraus. Der Teufel arbeitet von diesen Festungen in unserem Kopf aus, aber das alles beginnt mit einem Gedanken. Also schützen Sie Ihre Ehe. Halten Sie sie im Namen von Jesus rein. –
Nun machen wir da weiter, wo wir letztes Mal aufgehört haben. In 2.Mose 20,15 heißt es:
„Du sollst nicht stehlen.“
Seien Sie ein aufrichtiger Mensch. Wenn Sie betrügen und Winkelzüge suchen, vielleicht bei der Arbeit, bei Ihren Kunden oder in anderer Hinsicht, wird es Ihrem Ehepartner sehr schwer fallen, Sie zu respektieren.
Aufrichtigkeit ist für eine gesunde Beziehung enorm wichtig. Zunächst einmal soll man nicht stehlen. Es ist falsch zu stehlen. Aber Zeit stehlen ist zum Beispiel auch Diebstahl. Wenn jemand Sie zum Arbeiten in seiner Firma eingestellt hat und Sie erledigen jeden Tag stundenlang private Dinge in Ihrer Arbeitszeit, dann bestehlen Sie Ihren Arbeitgeber. Wenn man so handelt, geht nach und nach die persönliche Integrität verloren.
Unser Ehepartner sollte stolz auf unsere Aufrichtigkeit sein können. Wenn Sie sich eine gute Ehebeziehung wünschen, müssen Sie aufrichtig sein. Das ist ein Muss.
Vor Jahren las ich einmal eine Geschichte, die mich tief bewegt hat. Sie handelt von einer Pastorenfamilie, der ein Hund zugelaufen war. Einer der Söhne hatte ihn gefunden. Der Hund passte wunderbar in die Familie und alle liebten ihn.
Die Kinder liebten den Hund heiß und innig. Nach einigen Wochen erfuhr ein Mann, dass dieser Pastorenfamilie ein Hund zugelaufen war. Er rief dort an und sagte: „Ich habe gehört, dass Sie einen herrenlosen Hund gefunden haben. Mein Hund ist weggelaufen und er sieht so und so aus.“
Und er beschrieb den Hund, der der Familie zugelaufen war, bis ins kleinste Detail. Aber die Kinder liebten den Hund so sehr. Der Pastor wusste eigentlich, dass der Anrufer der Besitzer des Hundes war, doch er sagte: „Also … es gibt ja viele Hunde, die so aussehen. Das muss nicht heißen, dass es Ihr Hund ist.
Hat Ihr Hund ein ganz besonderes Kennzeichen, an dem wir erkennen würden, ob es Ihr Hund ist?“ Und der Mann sagte. „Ja. An seinem Schwanz sind in dem schwarzen Fell drei borstige weiße Haare.“
Dann meinte er: „Ich komme jetzt und hole meinen Hund ab.“ Der Pastor nahm den Hund in Augenschein, und richtig, da waren die drei weißen Borsten. Er dachte: „Das wird meinen Jungs das Herz brechen“, also holte er eine Pinzette und zog die drei weißen, borstigen Haare aus dem Schwanz des Hundes.
Der Mann kam, schaute sich den Hund an und sagte: „Das ist mein Hund.“ Der Pastor erwiderte: „Sagten Sie nicht etwas von drei weißen Haaren im Schwanz? Wo sind die denn?“ Aber sie waren weg.
Der Pastor sagte: „Tut mir leid, aber ich kann Ihnen den Hund nicht geben. Meine Jungs lieben ihn. Und wenn es Ihr Hund wäre, hätte er die weißen Haare.“ Und ich werde nie vergessen, was dieser Pastor über seine Lüge und den Diebstahl schrieb: „An jenem Tag bekamen wir einen Hund, aber ich verlor drei Söhne für Christus.“ Seine Söhne sahen, dass er nicht lebte, was er predigte.
Das trifft auch für die Ehe zu. Untergraben Sie nicht Ihre Integrität. Ein guter Name ist etwas sehr, sehr Wertvolles. Und wenn Sie unehrlich sind, können Sie keinen guten Namen haben.
Vor allem Ihre Familie, Ihr Ehepartner sollte Ihnen Aufrichtigkeit bescheinigen können. Wenn Sie sich eine gute Ehe, eine sehr gute Ehe wünschen, dann seien Sie ein ehrlicher Mensch und stehlen Sie nicht.
Wir kommen zu Vers 16 und dem nächsten Gebot. Dort heißt es:
„Du sollst gegen deinen Nächsten nicht als falscher Zeuge aussagen.“
Seien Sie ehrlich. Seien Sie nicht hinterhältig. Jemand, der seine Mitmenschen anlügt, ist kein guter Partner für eine Ehe. Ehrlichkeit und Vertrauen bilden das Herzstück einer guten Ehe.
Bei der Videoaufzeichnung habe ich Janet gefragt, für wie wichtig sie Ehrlichkeit in einer Ehe hält und ob es einen bestimmten Lebensbereich gibt, in dem es besonders nötig ist, dass die Ehepartner ganz ehrlich miteinander umgehen. Ihre Antwort ist wirklich sehr interessant. Können wir bitte sehen, was Janet dazu zu sagen hat?
JANET CONLEY AUF VIDEO: Ich glaube, Wahrheit ist das Fundament für eine Ehe. Ohne Wahrheit gibt es keine Sicherheit für eine Ehe. Ich denke, einer der größten Bereiche in einer Ehe ist wahrscheinlich das Geld, und es ist sehr wichtig, dass man einander im Umgang mit Geld vertrauen kann.
Ich weiß, dass der Umgang mit Geld sich auf jeden anderen Bereich des Lebens auswirkt. In der Bibel gibt es viele Stellen über das Gebet und den Glauben und viele andere Dinge, aber die Bibel hat auch jede Menge über Geld zu sagen. Und wie wir mit Geld umgehen und es verwalten, betrifft so einige Bereiche unseres Lebens.
Also ist es sehr wichtig, dass wir in der Ehe in diesem Bereich ganz ehrlich miteinander umgehen. Ich weiß noch, als wir frisch verheiratet waren, da hatten wir eine Abmachung, dass wir alle Ausgaben über 25 Dollar miteinander absprechen. Das war vor 25 Jahren am Anfang unserer Ehe.
Wir wussten beide noch nicht so genau, wie der andere mit Geld umgeht, also hat diese Methode gut funktioniert. Und so haben wir es auch weiterhin gehalten … nie etwas hinter dem Rücken des anderen zu tun, keine Kreditkarten zu haben und so weiter.
Ich glaube, Geld kann zu einem echten Problemthema werden, wenn die Partner nicht offen damit umgehen. Manchmal ist es sicher schwierig, über Geld zu reden. Das kann daran liegen, aus was für einer Familie man kommt, oder man ist einfach, wie man ist. Der eine ist vielleicht sehr konservativ und der andere geht sehr locker mit Geld um.
Dann kann es zu Konflikten kommen. Aber ich glaube, Gott kann auch Gegensätze zusammenführen. Natürlich kann Geld ein Konfliktthema sein.
Aber ich denke, Gottes Absicht ist eher, eine Balance zu schaffen. Er kann die Unterschiede zwischen jemandem, der sehr strikt mit Geld umgeht und jemandem, der sehr frei damit umgeht, ausgleichen. Dafür müssen die Partner aber darüber reden.
Also achten Sie einfach darauf, dass Sie wirklich offen miteinander sind. Sprechen Sie bewusst darüber, auch wenn es schwer ist oder Sie verunsichert. Aber Geld ist ein Thema, mit dem Sie offen umgehen müssen. Ihre Ehe wird auf jeden Fall davon profitieren.
BAYLESS CONLEY: Sagen Sie alle: „Schatz, wir müssen übers Geld reden …“ und über vieles andere auch. In all den Jahren, in denen schon so viele Ehepaare bei mir in der Seelsorge waren, war ein unehrlicher Umgang mit Geld mehr als einmal ein großes Problem. Also entscheiden Sie sich bewusst zur Ehrlichkeit. Gewöhnen Sie es sich gar nicht erst an, die Wahrheit aufzuhübschen.
Vor Jahren, in einer anderen Gemeinde, in der ich Pastor war, hatte ein junger Mann viele Probleme. Seine Ehe war kaputtgegangen und er hatte jede Menge Beziehungsprobleme. Und aus irgendeinem Grund schien er blind dafür zu sein.
Er war nicht unfähig, sondern eher nicht bereit, ganz ehrlich zu sein. Eines Tages kam er mit einer Halskrause in die Kirche. Ich fragte ihn: „Was ist denn passiert?“
Er sagte: „Ach, ich hatte einen Autounfall.“
Ich sagte: „Wirklich? Das ist ja furchtbar! Soll ich für Sie beten?“
Er meinte: „Nein, nein, nein, ist schon okay.“
Ich fragte: „Warum?“
Er sagte: „Ich verklage die andere Fahrerin. Mir geht es gut, aber wenn ich die Halskrause abnehme, kann ich den Prozess nicht gewinnen.“
Und ich dachte mir: „Das sagt viel über einen Menschen aus.“

Ich habe einmal eine Geschichte von einem Mann gehört, der jemanden wegen eines Autounfalls verklagte. Bei dem Unfall hatte er sich die Schulter verletzt. Der Anwalt, der mit ihm redete, fragte: „Wie hoch können Sie denn seit dem Unfall Ihren Arm heben?“
Der Mann sagt: „Ach, nur bis hier unten.“
Fragt der Anwalt: „Wie hoch konnten Sie den Arm vor dem Unfall heben?“
„O, davor ging es bis hier oben!“
Seien Sie ehrlich.
Okay. Kommen wir zum letzten Gebot. 2.Mose 20,17:
„Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, weder sein Rind (oder seinen Mercedes, sein Motorrad oder seinen Jet-Ski) noch seinen Esel, noch irgendetwas, was deinem Nächsten gehört.“
Nicht begehren. Das ist wichtig in einer Ehe. Seien Sie nicht unzufrieden mit dem, was Sie haben und was Gott Ihnen gegeben hat. Machen Sie nicht das, was Sie nicht haben, zum Mittelpunkt Ihres Lebens.
Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie haben und womit Gott Sie und Ihren Ehepartner gesegnet hat. Lernen Sie, die Stärken Ihres Partners zu schätzen.
Ich bin nicht alles, ich kann nicht alles. Wenn Sie eine Weile mit mir zusammen sind, werden Sie das ganz schnell merken. Wissen Sie, Janet hat viele Brüder. Sie ist eines von zehn Kindern; neun davon leben noch. Also, Janet hat viele Geschwister.
Und alle ihre Brüder sind … handwerklich begabt. Sie können Autos bauen und reparieren und Geräte reparieren. Einer ihrer Brüder hat eigenhändig ein ganzes Haus gebaut. Aber ich kann das nicht.
Wenn Sie einen Superheimwerker suchen, der die Garage neu verkabelt und dann zum nächsten Autorennen geht, dann fragen Sie nicht mich. Bloß gut, dass Janet mich nicht mit ihren Brüdern vergleicht. Die können nämlich all die coolen Sachen, von denen ich keinen Schimmer habe und die ich auch nicht lernen will.
Aber ich kann andere Dinge und Gott hat mich zu anderen Dingen begabt. Wenn Sie verheiratet sind, dann schauen Sie doch lieber auf die Stärken, die Ihr Partner hat, statt ihn mit jemand anderem zu vergleichen: „Ach, wenn meine Frau nur so wie sie wäre …“
Oder: „Wenn meine Frau das nur könnte, wenn meine Frau so kochen könnte, wenn meine Frau so aussähe, wenn mein Mann wie er wäre, wenn mein Mann so einen Beruf hätte …“ Damit öffnen Sie die Büchse der Pandora und der Teufel kann Ihnen alle möglichen Gedanken in den Kopf setzen und das Fundament Ihrer Ehe unterhöhlen.
Wir müssen uns über die Stärken des anderen freuen und aufhören zu denken, dass das Gras auf der anderen Seite des Zaunes grüner ist. Das ist ein Märchen. Wissen Sie, was hinter dem Zaun ist? Kunstrasen!

BAYLESS CONLEY: Gottes Wort ist mehr als nur ein guter Rat. Es ist ewige Wahrheit. Und wenn wir es auf unsere zeitlich begrenzten Probleme anwenden, dann dürfen wir wissen, dass das Ewige das Zeitliche überwindet und dass das Ewige stärker ist als das Zeitliche.
Manchmal sehen wir eine kaputte Ehe oder ein Leben, das aus den Fugen geraten ist, und dann schauen wir in Gottes Wort und denken vielleicht: „Wie sollte sich dadurch etwas ändern?“ Liebe Freunde, Gottes Wort bringt die Ewigkeit und Gottes Realität in unsere Zeit und Realität hinein. Dann wird manches in den Hintergrund treten, aber nicht Gottes Realität und Ewigkeit.
Wenn Sie Gottes Wort auf Ihre Ehe oder jeden anderen Lebensbereich anwenden, kann sich dadurch alles ändern. Und ich möchte Ihnen heute zum Schluss einfach noch einmal sagen: Gott liebt Sie. Wirklich. Mehr als Sie je begreifen können. Er liebt Sie.

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