Neue Kleidung für ein neues Leben 2/2

Ein von Gott verändertes Leben ist wie das Anziehen neuer Kleidung. Der Apostel Paulus beschreibt in seinem Brief an die Kolosser die Veränderungen, die Jesus in unserem Leben bewirkt. Dabei spricht er von „gut gekleideten“ und „schlecht gekleideten“ Menschen in Gottes Reich. In dieser Predigt beleuchtet Bayless Conley anhand von Kolosser 3 verschiedene Zeichen, durch die das Wirken Gottes in unserem Leben nach außen hin sichtbar wird. Entdecke, wie sich geistliches Wachstum zeigt, wenn wir in unserem Alltagsleben auf den Prüfstand gestellt werden.

Dies ist der zweite Teil einer Predigt, den ersten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Wussten Sie, dass es mehr gibt als wir mit unseren Augen sehen können? Wenn ich Sie treffe, Ihre Hand schüttle und in Ihre Augen sehe, kann ich sagen: „Okay, jetzt weiß ich, wie Sie aussehen.“ Aber das stimmt nicht. Alles, was ich sehen kann, ist das Haus, in dem Sie leben. Wir haben einen Körper, aber wir sind mehr als das. Sie sind mehr als der Körper, in dem Sie leben. Er ist nur Ihr Haus. Sie sind ein ewiges geistliches Wesen, das nach dem Bild Gottes erschaffen wurde. Sie sind Geist, Sie haben eine Seele und Sie leben in einem Körper. Diese drei arbeiten zusammen wie die Finger an Ihrer Hand. Aber um sie besser zu verstehen, können wir sie auch getrennt voneinander betrachten. Es ist wichtig, was mit jedem dieser Teile passiert, denn sie sind miteinander verbunden. Was Sie mit Ihrem Körper tun, beeinflusst auch Ihren Geist und Ihre Seele. Was Sie mit Ihrem Geist tun, beeinflusst auch alles andere. Was Sie mit Ihrer Seele tun, wirkt sich darauf aus, was geistlich und sogar körperlich mit Ihrem Leben passiert. Darüber werde ich heute sprechen. Machen Sie sich bereit.

Sie sind Geist, Sie haben eine Seele und leben in einem Körper. Wenn Sie Jesus annehmen, wird Ihr Geist verändert. Sie werden in Ihrem Inneren gerecht gemacht. Sie wachsen nicht in die Gerechtigkeit hinein, sondern werden in dem Moment gerecht gemacht, in dem Sie Jesus annehmen. Jesus nannte das die Wiedergeburt. Der Apostel Paulus sagte, wir werden eine neue Schöpfung in Jesus. Sie haben eine Seele. Sie besteht aus Ihrem Sinn, Ihrem Willen und Ihren Gefühlen. Sie leben in einem Körper. Ihr Geist sagt: „Ich habe Wohlgefallen am Gesetz Gottes. Gott, ich will Dir gehorchen. Ich will tun, was gut und richtig ist.“ Ihr Körper sagt: „O nein! Wir wollen das Schlechte tun. Wir wollen zu viel essen, wir wollen uns ansehen, was wir nicht sehen sollten und Dinge tun, die wir nicht tun sollten. Füttere mich! Füttere mich! Füttere mich!“ Und dazwischen steht Ihre Seele. Betrachten Sie es einmal so: Ihre Seele ist das Band zwischen Ihrem Geist und Ihrem Körper. Ihre Seele: Ihr Sinn, Ihr Wille, Ihre Gefühle. Wie Sie mit Ihrer Seele umgehen bestimmt, welche Richtung Ihr Leben nimmt. Wenn ich meine Seele mit dem Wort Gottes nähre, werden sich meine Seele und mein Geist gegen meinen Körper, mein Fleisch, verbünden und sagen: „Wir wollen nicht mehr tun, was du willst. Wir werden jetzt anders leben.“

Vielleicht kennen manche von Ihnen den Braunkopfkuhstärling. Ich sah ihn zum ersten Mal, als ich noch ein kleiner Junge war. Wir werden sicher gleich ein Bild von ihm auf der Leinwand haben. Es ist ein nordamerikanischer Vogel. Und kurz bevor das Weibchen seine Eier legt, sucht es nach einem Nest, in dem gerade erst ein anderer Vogel seine Eier abgelegt hat und dann legt es seine dazu und fliegt davon. Es kümmert sich keinen Augenblick um ihre Jungen. Es lässt sie bei den Ersatzeltern zurück. Die Jungen des Braunkopfkuhstärlings schlüpfen fast immer vor den anderen Vögeln und die kleinen Küken sind sehr, sehr aggressiv. Und dann kommt die Vogelmama und denkt: „O, ich dachte, ich hätte nur zwei Eier, aber es sind wohl drei.“ Das Braunkopfkuhstärling-Küken schlüpft aus und ist sehr aggressiv und sehr laut. „Füttere mich! Füttere mich! Füttere mich!“ Und die Mama bekommt es kaum satt. Es wächst viel schneller als die anderen Vögel. Und wenn die anderen Vogelbabys nicht verhungern, sind sie zumindest extrem mager und stark unterentwickelt.

Und Ihr Fleisch ist wie dieser Braunkopfkuhstärling. Es ist aggressiv. Es schreit nach Aufmerksamkeit. Aber füttern Sie es nicht! Nehmen Sie stattdessen geistliche Nahrung zu sich, dann werden Sie in der Lage sein, die richtige Kleidung anzuziehen. Aber das ist ein Prozess. Wir wachsen in Christus. Wir erlangen durch unsere Wiedergeburt keine Perfektion. Wer behauptet, dass er danach nie wieder gesündigt hat, lügt. Und hier in der Gemeinde, im Leib Christi, brauchen wir Geduld und ein gesundes Urteilsvermögen, wenn es darum geht, wie sehr wir uns anderen öffnen und wie viel Vertrauen wir ihnen entgegenbringen, auch wenn es Glaubensgeschwister sind. Wie ich schon sagte – Christen sind zu allen Dingen fähig, zu den schlechten genauso wie zu den guten.

Ich erinnere mich noch daran, wie ich einmal mit einem Ehepaar sprach. Die beiden achteten sehr darauf, nicht zu viel über sich preiszugeben. Sie brauchten Hilfe und sagten: „Wir glauben, dass du uns helfen kannst, aber als wir das letzte Mal einem Pastor einige private Dinge aus unserem Leben erzählt haben, wusste innerhalb von 24 Stunden jeder in der Gemeinde darüber Bescheid.“ Es war eine Sünde, dass dieser Mann Dinge, die man ihm im Vertrauen gesagt hatte, weitererzählte. Deshalb waren sie sehr, sehr vorsichtig. Ganz offensichtlich war dieser Pastor in dieser Hinsicht nicht besonders reif. Wie gehen wir mit so etwas um? Ich kenne einen Mann, der schon seit fünfzig Jahren gläubig ist und dabei eine hohe Reife erlangt hat. Ich könnte ihm alles anvertrauen und ich würde ohne zu zögern ein Geschäft mit ihm abschließen, weil ich weiß, dass er vertrauenswürdig ist. Aber ein anderer nährt sich von den falschen Dingen und obwohl er mein Glaubensbruder ist, könnte ich mir vorstellen, dass es ihm nicht allzu fern liegt, sich hin und wieder in gewisse Grauzonen zu begeben. Wenn ich mich ihm öffnen oder mit ihm Geschäfte machen würde, könnte ich mir dabei die Finger verbrennen. Wie gehen wir nun also mit so etwas um? Der Apostel Paulus sagt es uns in Vers 15. Er sagte:

Kolosser 3:15
„Und der Friede des Christus regiere in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib! Und seid dankbar!“

Das Wort „regieren“ in diesem Vers ist interessant. Im Altgriechischen ist es das dasselbe Wort, das einen Schiedsrichter bei den Olympischen Spielen beschreibt. Lassen Sie den Frieden Gottes als Schiedsrichter in Ihrem Herzen fungieren. In der Amplified Bible heißt es hier: „Lasst den Frieden Gottes als Schiedsrichter in eurem Herzen regieren und alle Fragen, die euch in den Sinn kommen, endgültig entscheiden.“ Der Heilige Geist hilft Ihnen, durch die manchmal schwierigen Gefilde persönlicher Beziehungen – auch in der Gemeinde – zu navigieren, indem Er Ihnen Frieden gibt. Wenn Sie darüber nachdenken, sich einer bestimmten Person zu öffnen oder mit ihr Geschäfte zu machen und plötzlich keinen Frieden mehr haben, hat der Schiedsrichter abgepfiffen. Dann sollten Sie die Finger davon lassen. Er sagt: „Das ist ein fauler Ball. Spiel nicht damit.“ Aber auch wenn der Frieden Gottes da ist, hat der Schiedsrichter eine Entscheidung getroffen. Die Bibel sagt im Buch der Sprüche: „Alle Pfade der Weisheit sind Frieden.“

Paulus spricht hier also darüber, wie wir uns in unseren Beziehungen verhalten sollten. Aber er erwähnt ein Prinzip, das auch über diesen Zusammenhang hinaus Anwendung findet. Ich tue das schon seit vielen Jahren. Bei den wichtigsten Entscheidungen, die ich in meinem Leben treffen musste, habe ich stets das Wort Gottes zurate gezogen. Aber wir finden nicht immer ein Kapitel oder einen Vers, der exakt zu der Situation passt, für die wir beten. In solchen Fällen verlasse ich mich auf den Schiedsrichter. Das habe ich auch bei den wichtigsten Entscheidungen meines Lebens getan. Wir sitzen hier in diesem Gebäude, weil der Schiedsrichter einen Spruch gefällt hat und sogar im Hinblick auf meine Beziehungen, Geschäftsabschlüsse oder was auch immer höre ich auf ihn. Vielleicht sind Sie gerade in einer Situation, für die Sie keine passende Bibelstelle finden. Aber wenn doch, brauchen Sie nicht mehr zu beten, sondern nur der Bibel zu gehorchen.

Es kam einmal eine Frau zu mir, die sagte: „Ich habe eine Affäre mit einem verheirateten Mann. Ich liebe ihn sehr, aber ich glaube nicht, dass er seine Frau verlassen wird. Was soll ich tun?“ Und ich dachte: „Du musst umkehren!“ Das ist ein einfaches Beispiel. Aber es gibt Dinge, für die Sie keinen passenden Vers finden. Und bei manchen von Ihnen hat der Schiedsrichter seinen Spruch bereits gefällt und Sie brauchen nur zu beten, still zu werden und auf den Schiedsrichter in Ihrem Herzen zu hören. Das ist alles umsonst, okay? Uhh, Vers 17. Ich muss mich beeilen. Vers 17, das ist das Ziel:

Kolosser 3:17
„Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn!“

Wir wollen alles, was wir tun, in Ihm und durch Ihn und für Ihn tun. Ich meine, das ist das Ziel. Es geht alles um Jesus, um Seinen Willen und darum, dass wir niemals zögern zu handeln, weil wir wissen, dass wir es in Seiner Gegenwart voller Zuversicht und ohne Scham tun können. Dann geht Paulus zu etwas über, wo wir besonders auf dem Prüfstand stehen – unser Zuhause und unsere Arbeit. Warum sollten wir, was zu Hause nicht funktioniert, nach außen tragen? – Ab Vers 18:

Kolosser 3:18-19
„Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn ziemt! Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie!“

Hier schafft er offensichtlich Ausgeglichenheit. Er spricht über Männer und Frauen. Mann, wenn wir die richtigen Kleider tragen, ist der erste Ort, wo wir Demut und Liebe und Erbarmen und Langmut zeigen müssen, unser Zuhause. Hier stehen wir als Erstes auf dem Prüfstand, insbesondere im Hinblick auf unsere Ehe. Hier kommt es darauf an. Es ist ganz erstaunlich, dass wir manchmal netter zu Menschen sind, die wir nicht einmal kennen als zu der Person, mit der wir einen Bund fürs Leben geschlossen haben. „Ich gebe dir mein Herz für immer. Ich werde so gemein wie der Teufel zu dir sein, aber zu anderen Menschen werde ich nett sein.“ Nein, zuerst muss es zu Hause funktionieren.

Lassen Sie mich über die Frauen sprechen. Es heißt: „Ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn ziemt!“ Sie müssen sich nicht dem Mann einer anderen Frau unterordnen. Nur Ihrem eigenen. Das ist ein biblisches Mandat. Janet und ich wissen, dass wir gleichwertig sind. Wir sind beide Miterben der Gnade des Lebens. An anderer Stelle sagt die Bibel, Männer und Frauen sollen sich einander in der Furcht des Herrn unterordnen. Aber wenn es darum geht, ob wir etwas tun sollten oder nicht, hat Janet immer eine Meinung, genauso wie ich. Ich sage ihr meine Meinung und meine Gründe und dann sagt sie mir ihre und ich höre zu. Und wenn wir uns dann immer noch nicht einig sind, bete ich darüber. Aber wenn wir darüber diskutiert und gebetet haben und uns nicht einig werden, sage ich: „Ich glaube immer noch, dass wir diese Richtung einschlagen sollten.“ Und ich sage Ihnen, was meine Frau dann nicht tut. Sie wirft keinen weiteren Anker aus und sagt: „Okay, versuch es.“ Nein, sie sagt: „Okay“, schnappt sich ein Paddel und fragt: „Welche Richtung?“ und fängt an zu paddeln. Es gibt keine Unterordnung, bis Sie in Ihrem Willen übereingekommen sind. Es heißt: „… wie es sich im Herrn ziemt!“ Das bedeutet also, wir sollen uns nicht außerhalb des Bereichs von Gottes Wort, außerhalb der Heiligkeit bewegen. Verstehen Sie mich richtig. Janet ordnet sich unter. Aber das bedeutet nicht, dass ich immer Recht habe. Tatsächlich sagt sie manchmal, wenn sie mit mir paddelt: „O Gott, wo führt uns das hin!“ Aber sie hat immer eine höhere Instanz. Sie kann immer beten und mit Gott darüber reden. Und es gibt Zeiten, wo ich auf dem Weg innehalte und sage: „Mir ist mal wieder mein dummer Stolz in die Quere gekommen. Wir müssen umdrehen. Du hattest recht.“ Manchmal sind wir weitergepaddelt und haben Schiffbruch erlitten und ich musste zu Kreuze kriechen, aber zu anderen Zeiten stellte sich heraus, dass ich Recht hatte. Es heißt also: „Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn ziemt!“ Und auf der anderen Seite heißt es: „Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie!“ Für „lieben“ wurde hier das griechische Wort „Agape“ verwendet. Das ist die Liebe, die auf Golgatha gezeigt wurde. Es ist eine aufopfernde Liebe, die die Interessen und das Wohlergehen eines anderen vor Ihr eigenes stellt.

Kenneth Wuest, einer der größten griechischen Gelehrten seiner Zeit, übersetzte den Vers folgendermaßen: „Ihr Männer, liebt eure Frauen mit einer göttlichen Liebe, die euch dazu antreibt, euch zu ihrem Wohl zu verleugnen.“ Meine Damen, Sie werden gleich ein großes Amen sagen. Männer, wenn Sie Ihre Frauen lieben, wie Jesus Sie liebt, wird sie kein Problem damit haben, sich Ihnen unterzuordnen.

Gut, lesen wir weiter. Vers 20:

Kolosser 3:20-21
„Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in allem! Denn dies ist wohlgefällig im Herrn. Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht, damit sie nicht mutlos werden!“

Auch hier schafft er Ausgeglichenheit. Wir wissen, dass der Gehorsam von Kindern gegenüber ihren Eltern mit einer Verheißung einhergeht: „Dann wird es dir gut gehen und du wirst lange leben.“ Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele Menschen aufgrund ihrer Herzenshaltung gegenüber ihren Eltern ein kürzeres und schlechteres Leben haben. Deshalb heißt es: „Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern.“ Aber auf der anderen Seite heißt es: „Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht, damit sie nicht mutlos werden!“ Das bedeutet wörtlich: „Brecht ihren Geist nicht.“ Und reizen bedeutet, gewohnheitsmäßig an ihnen herumzunörgeln und sie ständig auf ihre Fehler und Schwächen hinzuweisen. Wir sollten unsere Kinder viel mehr loben und ermutigen als tadeln und korrigieren.

Ich weiß noch, wie Reinhard Bonnke vor vielen Jahren einmal in Los Angeles sprach. Meine Güte, das muss jetzt um die sechsundzwanzig Jahre her sein. Ich beschloss hinzugehen und Harrison mitzunehmen. Er war damals vier. Wir fuhren also nach L. A. und als wir dort waren, verhielt er sich, wie sich ein Vierjähriger eben verhält, aber ich wollte nicht, dass die Leute um uns herum gestört wurden. Reinhard predigte und ich wusste, dass er gleich einen Altarruf machen würde, und so sagte ich: „Sohn, sei still. Pst!“ Und wenn er laut wurde, sagte ich wieder: „Schscht!“ Mir war nicht klar, wie oft ich das den Abend über zu ihm sagte. Wir kamen spät in der Nacht zurück. Als wir ins Haus gingen, fragte Janet: „Harrison, worüber hat Reinhard gesprochen?“ Er sagte: „Er hat gesagt, dass wir still sein müssen.“

Mütter und Väter, denken Sie einmal an Ihre Kinder. Welche Lebensbotschaft geben Sie ihnen mit auf den Weg?
„Fass das nicht an!“
„Weil ich das gesagt habe.“
„Was ist mit dir los?“
„Das ist dumm!“
„Du bist ungezogen.“
„Du bist böse.“

Welche Lebensbotschaft geben Sie ihnen mit?
„Ich bin geliebt.“
„Vor mir liegt eine großartige Zukunft.“
„Mir wurde vergeben.“

Ich weiß, für manche von Ihnen ist das ein empfindliches Thema, weil Sie das selbst nie erfahren haben. Vielleicht hat Sie Ihr Vater, der Sie eigentlich hätte schützen sollen, verletzt. Aber wissen Sie was? Sie können Ihren Kindern ein anderes Vermächtnis hinterlassen. Sie müssen die Fehler, die andere gemacht haben, nicht wiederholen. Ein paar liebevolle, freundliche, ermutigende Worte können so viel bewirken! Sie werden Ihre Kinder bis weit in ihr Erwachsenenalter hinein begleiten. Deshalb nörgeln Sie nicht gewohnheitsmäßig an ihnen herum. Lassen Sie Ihr Lob Ihre Korrektur überwiegen. Das wird für Ihr Kind Wunder wirken.

Lesen wir weiter ab Vers 22. Er sagte: „Ihr Sklaven…“ heute wäre hier von Angestellten und Arbeitgebern die Rede.

Kolosser 3:22-23
„Ihr Sklaven [oder Angestellten], gehorcht in allem euren irdischen Herren [oder euren Arbeitgebern], nicht in Augendienerei, als Menschengefällige, sondern in Einfalt des Herzens, den Herrn fürchtend! Was ihr auch tut, arbeitet von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen…“

Arbeiten Sie nicht als Menschengefällige oder in Augendienerei. Das bedeutet, arbeiten Sie nicht nur hart, wenn Ihr Chef Ihnen zusieht. Arbeiten Sie nicht nur, wenn Sie wissen, dass eine Autoritätsperson Sie beobachtet, sondern arbeiten Sie immer sorgfältig und hart. Er sagte: „Was ihr auch tut, arbeitet von Herzen.“ Das bedeutet, was immer Sie tun, arbeiten Sie mit Sorgfalt und von Herzen und tun Sie es, als ob der Herr Ihr Chef wäre. Wenn Sie die Küche putzen, tun Sie es für Jesus, tun Sie es mit ganzem Herzen und aller Sorgfalt. Wenn Sie ein Auto reparieren, eine Klasse unterrichten, am Fließband arbeiten oder Produkte oder Immobilien verkaufen – tun Sie es mit ganzem Herzen für den Herrn.

Und hier ist die Kehrseite der Medaille… Kapitel 4, Vers 1:

Kolosser 4:1
„Ihr Herren, gewährt euren Sklaven [Arbeitgeber, gewährt euren Angestellten], was recht und billig ist, da ihr wisst, dass auch ihr einen Herrn im Himmel habt!“

Gott ist ein Gott der Gerechtigkeit. Und weil Sein Sohn für unsere Sünden bezahlt hat, erachtet Er es als gerecht, uns zu vergeben und uns ein neues Leben, eine geistliche Wiedergeburt zu schenken. Wenn Sie Jesus annehmen, werden Sie in Ihrem Inneren verändert. Vielleicht gab es in Ihrem Leben schon schlechte Vorbilder von Christen, sodass sie dachten: „Mann, sie trägt ihre Bibel mit sich herum, aber ich will nicht leben wie sie. Ihre Zunge ist so lang, dass sie damit vom Wohnzimmer aus in der Küche einen Löffel holen kann. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der eine so scharfe Zunge hat und so viel tratscht, aber ich weiß, dass sie jeden Sonntag in den Gottesdienst geht.“ Vielleicht kennen Sie so jemanden. Das bedeutet nicht, dass solche Menschen Gott nicht wirklich kennen. Es bedeutet wahrscheinlich nur, dass sie nie etwas anderes gehört haben, als: „Zieh das aus. Lass das. Hör damit auf. Sie wurden nie gelehrt, was Jesus für sie getan hat, wer Jesus ist und was Er durch sie tun kann. Wenn das Wort Gottes reichlich in uns wohnt, macht das den ganzen Unterschied in der Welt aus. Es ist kein Zufall, dass Sie heute hier sind. Sie sind ein geistliches Wesen und Sie werden die Ewigkeit irgendwo verbringen. Dazu werde ich gleich noch mehr sagen. Bitte beugen Sie für einen Moment Ihren Kopf und schließen Sie die Augen.

Danke, Jesus. Die Bibel sagt, wenn Sie in Ihrem Herzen glauben, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat und Ihn mit Ihrem Mund als Herrn bekennen, werden Sie gerettet. Rettung ist eines der vielen Wörter, die in der Bibel für die Umwandlung in Ihrem Geist verwendet werden. Im Neuen Testament heißt es, wir werden von neuem geboren; wir werden aus dem Himmel geboren; wir werden zu einer neuen Schöpfung in Christus. Nicht durch unsere guten Werke, sondern durch unseren Glauben werden wir innerlich verändert. Und dann muss das, was Gott in unserem Inneren getan hat, nach außen hin sichtbar werden. Dadurch erlangen wir Reife. Und Sie müssen verstehen, dass Gottes Ziel für Sie nicht allein der Himmel ist. Gottes Ziel für Sie ist Reife. Sagen Sie Ja zu Jesus, dem Sohn Gottes, der selbstlos am Kreuz von Golgatha für Sie starb. Er verzichtete auf Seine göttlichen Privilegien und Seine rechtmäßige Würde. Er hing in Schande an diesem Kreuz und trug die Strafe für die Sünde der Welt. Damit wurde dem Anspruch von Gottes Gerechtigkeit Genüge getan. Jesus wurde von den Toten auferweckt und das Angebot der Erlösung gilt für jeden. Vielleicht haben Sie kein Interesse daran, jede Menge Regeln und Richtlinien zu befolgen. Das habe ich auch nicht und ich glaube auch nicht, dass Gott das will. Er wirkt von innen nach außen. Sie werden mit Seinem Wort und Seinem Geist erfüllt und dann werden Sie das Richtige tun.

Legen Sie doch eine Hand auf Ihr Herz. Sagen Sie aufrichtig:

Gott, danke, dass Du mich so sehr liebst, dass Du Deinen Sohn gesandt hast, damit Er an meiner Stelle starb. Jesus, danke, dass Du mit Deinem Tod für meine Sünden bezahlt hast. Ich glaube, dass der Preis beglichen ist und dass Du von den Toten auferweckt wurdest. Ich setze heute mein Vertrauen auf Dich. Ich gebe Dir mein Leben, Jesus. Wasche mich rein. Gib mir einen neuen Start. Du bist der Herr. Amen.

Es gibt etwas, das ich hin und wieder sage, wenn wir diese kleinen Segmente für den Anfang oder das Ende einer Sendung filmen und ich möchte es auch jetzt sagen und ich tue das nicht leichtfertig: Ich glaube, es ist kein Zufall, dass Sie mir gerade zuhören. Gott sieht Sie, Er kennt Sie und Er liebt Sie. Und ich möchte dem Pastor, der mir jetzt gerade zusieht und der so entmutigt und frustriert ist, etwas sagen. Vielleicht haben sich die Dinge nicht so entwickelt, wie Sie geglaubt haben. Vielleicht gibt es in Ihrer Gemeinde oder Ihrem Dienst einen Konflikt und Sie fragen sich: „Gott, ich diene Dir. Wie kann dann so etwas passieren?“ Wir leben in einer gefallenen Welt, wo nicht alles so läuft, wie Gott es ursprünglich vorgesehen hat. Aber eines Tages wird Er einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen. Dann wird es kein Weinen, keine Tränen und keine Krankheit mehr geben. Dann wird alles in den richtigen Bahnen laufen. Aber bis dahin leben wir in einer gefallenen Welt. Wir haben einen Feind, den Teufel, der umherstreift und sucht, wen er verschlingen kann. Wir haben einen geistlichen Widersacher. Da sind die Auswirkungen der Sünde, die Konsequenzen der falschen Entscheidungen und Fehler der Menschen. Aber in alledem ist Gott uns treu. Was immer in Ihrem Leben vor sich geht, was immer droht, Sie unter dem Treibsand der Entmutigung zu begraben – ich möchte Ihnen sagen und ich glaube, das ist vom Heiligen Geist: Sehen Sie nach oben! Gott wird für Sie wirken. Und wenn Sie sich nach Ihm ausstrecken, wird Er sich nach Ihnen ausstrecken. Nahen Sie sich Ihm und Er wird sich Ihnen nahen. Er liebt Sie.

 

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