Ein Artikel von Bayless Conley

Sicher haben wir alle schon irgendwann einmal gedacht: Ich weiß einfach nicht, was Gottes Wille für mein Leben ist! Oder du hast dich vielleicht gefragt, ob es überhaupt möglich ist, Gottes Willen zu erkennen, oder ob wir Gott einfach blindlings nachfolgen müssen, in der Hoffnung, dass wir seinen Plan irgendwann verstehen werden. In Epheser 5,15-17 finden wir eine wichtige Information zu dieser Frage:

Achtet also genau darauf, wie ihr euer Leben führt – nicht als törichte, sondern als weise Menschen! Nutzt die Gelegenheiten, die Gott euch gibt, denn wir leben in einer bösen Zeit. Seid also nicht leichtsinnig und gedankenlos, sondern begreift, was der Herr von euch will!

Wenn Paulus uns hier sagt, dass wir begreifen sollen, was Gott von uns will, dann muss es offensichtlich möglich sein, Gottes Willen zu verstehen. Gott wird nichts von uns verlangen, was gar nicht möglich ist! Es ist also eindeutig möglich, Gottes Willen zu kennen. Aber wie genau machen wir das? Wir wollen uns dazu den Dienst von Jesus anschauen.

Erinnerst du dich an die Stelle in Markus 3,21, wo die Familie von Jesus – seine Mutter und seine Brüder – ihn von den Menschen wegholen will, die er lehrt, weil sie denkt, er hätte den Verstand verloren? Jesus erzählt der Menge gerade eine Reihe faszinierender Gleichnisse, als seine Mutter und seine Brüder eintreffen und ihn bitten, nach draußen zu kommen. Doch Jesus gibt in dieser Situation in Markus 3,33-35 eine radikale Antwort: Und er antwortete ihnen und spricht: Wer sind meine Mutter und meine Brüder? Und er blickte umher auf die um ihn im Kreise Sitzenden und spricht: Siehe, meine Mutter und meine Brüder! Wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.

Wie diese Geschichte zeigt, ist es der Wille Gottes, dass wir ihm zu Füßen sitzen und auf seine Worte hören. Genau das taten all diese Leute. Sie saßen in einem Kreis um ihn herum und hörten Jesus zu, wie er durch Gleichnisse lehrte. Für uns bedeutet das, dass wir uns Zeit nehmen sollen, um betend und ungestört in der Bibel zu lesen. Wenn wir das tun, tun wir Gottes Willen.

Als ich ganz neu zum Glauben gekommen war, lebte ich für eine kurze Zeit bei einer Familie. Das hat meinen Glauben tief geprägt. Eines Morgens, noch vor Sonnenaufgang, hörte ich etwas. Ich merkte, dass der Mann aufstand. Da ich neugierig war, schlich ich ihm hinterher und beobachtete ihn. Er ging in die Küche, knipste das Licht an, machte sich eine Tasse Kaffee und setzte sich mit seinem Kaffee und der Bibel an den Tisch. Und so las er eine halbe Stunde lang in der Bibel. Am nächsten Morgen hörte ich ihn wieder, bevor die Sonne aufgegangen war. Er tat das jeden Morgen.

Es beeinflusste meinen jungen Glauben sehr, zu sehen, wie dieser Mann so viel Zeit mit dem Herrn verbrachte. Heute ist die tägliche Bibellese etwas sehr Kostbares für mich. Wenn wir in der Bibel lesen, tun wir den Willen Gottes. Dann tun wir haargenau das, was er will.

Ist es nicht ermutigend, das zu wissen? Gott hat uns mit der Bibel ein Buch gegeben, damit wir seine Gedanken kennenlernen können. Wir können darin seine Meinung zu Krankheiten, Geldmanagement, staatlichen Autoritäten, dem Umgang mit schwierigen Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche und vieles mehr nachlesen.

Ich bete dafür, dass Gott dich erkennen lässt, was er für dich geplant hat, wenn du in die Bibel eintauchst und im Gebet zu ihm kommst – sodass du ermutigt wirst, jeden Tag vertrauensvoll mit Jesus zu leben. Vergiss nicht: Dein Herr ist auferstanden! In diesem Sinne wünsche ich dir ein gesegnetes Osterfest.

In Ihm verbunden,
Bayless Conley

Aus: Monatsbrief April 2020

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