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Vor vielen Jahren lebte ich als junger Christ für eine Weile in Mexiko. Ich war seit weniger als einem Jahr gläubig. Und wenn man sich erst vor Kurzem bekehrt hat, weiß man natürlich schon alles, nicht wahr?

Ich arbeitete bei Evangelisationen mit und predigte in kleinen Kirchen. Kühn sprach ich darüber, dass Gott in der Lage sei, uns mit allem zu versorgen, was wir brauchen und rief die Menschen dazu auf, fest im Glauben zu stehen.

Obwohl das alles durchaus richtig ist, wurde ich ein wenig überheblich und strandete durch meinen Eifer und mangelnde Weisheit irgendwann ohne Geld mitten in
Mexiko. Zuerst hatte ich kein Benzin mehr für mein Auto. Und dann gingen mir die Lebensmittel aus. In dieser Situation steckte ich wochenlang fest.

Während dieser Zeit aß ich fast nichts – nicht, weil ich besonders fromm war und fastete, sondern weil ich einfach kein Geld dafür hatte. Ich nahm über zehn Kilo ab und eine tiefe Niedergeschlagenheit kam über mich. Ich schlief auf dem Holzboden einer kleinen Hütte in den Bergen. Das Dorf war staubig und voller Skorpione und auf den Straßen strichen kranke, unbehaarte Hunde herum.

Hier wuchs absolut nichts. Abends wollte ich nicht zu Bett gehen und morgens nicht aufstehen. Wenn die Sonne aufging, zog ich mir die zerlumpte Decke über den Kopf und wollte, dass mich die Welt einfach in Ruhe ließ.

Doch dann tat ich etwas Gefährliches. Ich griff zu meiner Bibel. Gott führte mich zum 1. Johannesbrief, wo ich las: Denn der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist (1. Johannes 4,4, LUT). Dann las ich, dass Gott über die Maßen mehr tun will, als ich erbitten oder erdenken kann, gemäß der Kraft, die in mir wirkt. Damit hatte Gott meine volle Aufmerksamkeit. Ich trat hinaus vor meine Hütte und fing an, ihn zu loben.

Stellen Sie sich diese Szene einmal vor: Ich hatte so viel abgenommen, dass meine Hose herunterrutschte, wenn ich sie nicht an der Hüfte festhielt. So stand ich also dort draußen, hielt meine Hose mit der einen Hand fest und hob die andere Hand zum Himmel, lief im Staub hin und her und lobte Gott aus Leibeskräften. Fünfzehn Minuten lang lobte, dankte und pries ich Gott mit lauter Stimme.

Für alle anderen in dem Dorf sah ich sicher wie ein Verrückter aus. Doch in diesem Moment schien mir das der angemessenste Weg zu sein, um meinen Glauben auszudrücken. Und auf einmal erschien Gott. Von einem Moment auf den anderen erfüllte seine Gegenwart die Atmosphäre. Es war unglaublich. Und die Niedergeschlagenheit, die auf mir lastete, verschwand.

Zwölf Stunden später hatte sich meine gesamte finanzielle Situation komplett verändert. Es war ein Wunder. Gott versorgte mich im Überfluss, sodass ich alles hatte, was ich brauchte und noch genug übrig war, um einen der Pastoren vor Ort und seine Familie mit Lebensmitteln für ein paar Wochen zu versorgen. Wie herrlich und wunderbar ist es, wenn Gottes Gegenwart so greifbar zu uns kommt!

Doch wir alle wissen, dass das nicht immer so ist. Seine Gegenwart ist nicht immer so offensichtlich. Doch wenn wir Gott loben, wird er sich zeigen – und zwar immer!

Wenn du mit deinem Latein am Ende bist, solltest du Gott mehr loben als je zuvor – denn er wird sich immer zeigen. Vielleicht ist Loben in diesem Moment eher ein Opfer und eine Prüfung deines Glaubens. Aber es ruft die Gegenwart Gottes herbei.

In Ihm verbunden,
Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Februar 2020

Wir leben momentan in einer sehr herausfordernden Zeit. Aber es ist auch eine Zeit, in der viele Menschen Halt und Antworten bei Gott suchen! Wir sind froh und dankbar, dass wir 2020 vielen Menschen Antworten auf ihre Fragen geben konnten. So wie diesen Zuschauern:

„Vor zwei Monaten war ich wegen der Corona-Krise plötzlich arbeitslos. Da ich plötzlich viel freie Zeit hatte, habe ich mehr nach der Wahrheit geforscht. Ich sah mir Ihre Sendung an, in der es darum ging, wie wichtig die Bibel ist. Es war für mich offensichtlich, dass Gott da war und dass ich endlich die Wahrheit gefunden hatte, nach der ich immer gesucht hatte! Jetzt habe ich nur noch ein Ziel in meinem Leben: Jesus Christus zu folgen. Mein Leben hat sich völlig verändert. Ich danke ihm für das, was er am Kreuz getan hat, und für seine Liebe, Vergebung und Annahme.“
– Thomas L.

„Ich war jahrelang auf der Suche nach richtigen Antworten – durch eure Sendung hat sich mein Leben total verändert, als ich Jesus mein Leben anvertraut habe. Macht bitte weiter so. Gott segne euch!“
– Emina S.

„Ich kann Ihnen mit Worten nicht beschreiben, wie sehr mir Ihr Dienst hilft! Voller Glauben, Hoffnung und Zuversicht freue ich mich am Leben und darüber, was Gott für uns tut, wenn wir ihm vollends vertrauen. Sie stärken mich mit ihrer täglichen Sendung so sehr. Danke!“
– Friedrich L.

Wir merken auch an der steigenden Zahl der Besucher auf unserer Website und den Abrufzahlen unserer YouTube-Videos, dass immer mehr Menschen danach fragen, was wirklich im Leben zählt. Für diese Chance sind wir sehr dankbar! Gerade in der jetzigen schwierigen Zeit ist es besonders wichtig, Menschen von Gott zu erzählen und sie daran zu erinnern, dass er ihre Zuversicht ist. Deshalb sind wir auch besonders froh und dankbar über all die Spender, die sich 2020 mit unserem Anliegen eins gemacht haben.

Unsere Arbeit ist gemeinnützig und wird von all den Menschen getragen, die mitmachen und sich hinter unser Anliegen stellen. Vielleicht ist es auch dir möglich, eine Spende zu geben? Wir glauben, dass Gott uns auch 2021 besonders gebrauchen möchte, um Menschen zu ermutigen und auf Jesus hinzuweisen. Gemeinsam bewegen wir etwas für die Ewigkeit!

Und wenn auch du mit Angst und Unsicherheit in die Zukunft schaust, dann möchten wir dich ermutigen, Psalm 46,2–3 zu lesen, um dich daran zu erinnern, dass unser Gott immer eine Hilfe in Zeiten der Not ist:

Gott ist unsre Zuflucht und unsre Stärke, er hat sich als Hilfe in der Not bewährt. Deshalb fürchten wir uns nicht, auch wenn die Erde bebt und die Berge ins Meer stürzen. 

Wir wünschen dir, dass dich diese zuverlässige Wahrheit seines Wortes stärkt und du in der schwierigen Zeit stets daran festhalten kannst. Gott lässt dich nicht im Stich! Wir hoffen, dass Gott auch dich durch unseren Dienst ermutigt und wünschen dir ein gesegnetes neues Jahr!

In Ihm verbunden,
Bayless & Janet Conley

Aus: Monatsbrief Dezember 2020

Denkst du manchmal: „Ich wünschte, Gott hätte einen eindeutigen Auftrag für mich“? Nun, das hat er tatsächlich! Und Gottes Wunsch ist, dass sich dein Leben und dein Tun um diesen Auftrag drehen. 

In Epheser 2,8-10 erklärt Paulus: „Denn wir sind Gottes Schöpfung. Er hat uns in Christus Jesus neu geschaffen, damit wir die guten Taten ausführen, die er für unser Leben vorbereitet hat.“ 

Gott hört nicht auf, an uns zu arbeiten, nachdem wir gerettet wurden. Das ist erst der Anfang. Er hat einen Auftrag auf dieser Erde für dich – die guten Taten, die er vorbereitet hat, sollen wir ausführen. 

In seinem Brief an die Philipper spricht Paulus über eine der größten Aufgaben seines Lebens. Und damit zeigt er uns, was zu den wichtigsten Zielen jedes Jesus-Nachfolgers gehören sollte. Er schreibt:

Ich will nicht behaupten, ich hätte dies alles schon erreicht oder wäre schon vollkommen! Aber ich arbeite auf den Tag hin, an dem ich das alles mein Eigen nenne, weil auch Christus mich ja schon sein Eigen nennt. Nein, liebe Freunde, ich bin noch nicht alles, was ich sein sollte, aber ich setze meine ganze Kraft für dieses Ziel ein. Indem ich die Vergangenheit vergesse und auf das schaue, was vor mir liegt, versuche ich, das Rennen bis zum Ende durchzuhalten und den Preis zu gewinnen, für den Gott uns durch Christus Jesus bestimmt hat (Philipper 3,12–14).

Was war das größte Ziel von Paulus? Wonach streckte er sich aus? Er setzte seine ganze Kraft dafür ein, wofür Jesus Christus ihn bestimmt hatte!

Du kannst Gottes Auftrag für dich auch in diesen ungewöhnlichen Zeiten erkennen und ergreifen. Im Himmel wartet ein Preis auf alle, die sich danach ausstrecken und dem Auftrag Gottes für ihr Leben nachjagen.

Vielleicht kannst du Gottes Bestimmung für dein Leben in deinem aktuellen Beruf und durch deine aktuelle Arbeit erfüllen. Oder vielleicht hält Gott auch andere Dinge für dich bereit.

Setze deine ganze Kraft dafür ein! Jage dem Auftrag nach, den du nach seinem Plan hast. Du musst nur hören und gehorchen (Johannes 10,27). Gott zeigt uns selten seinen ganzen Plan für unser Leben auf einmal, sondern führt uns Schritt für Schritt. Erst wenn wir vertrauensvoll einen Schritt gehen, zeigt er uns den nächsten.

Trau dich, den Herrn zu fragen, was der nächste Schritt in deinem Leben sein soll. Auch wenn das, was dir der Heilige Geist zeigt, nur etwas ganz Kleines ist – es lohnt sich immer zu gehorchen. Wenn wir im Kleinen treu sind, wird er uns auch große Dinge anvertrauen! 

In Ihm verbunden,
Bayless Conley

Aus: Monatsbrief November 2020

Worauf kommt es Gott eigentlich an? Was ist ihm für unser Leben wichtig? Ich möchte dir dazu von einem Mann aus der Bibel erzählen, von dem du vielleicht noch nie gehört hast.

Sein Name ist Barsillai – und er spielte eine wichtige Rolle im Leben des größten Königs, der je über Israel regiert hat: König David. Barsillai half David, als er unter Lebensgefahr vor seinem Sohn Absalom fliehen musste, der ihn vorübergehend gestürzt hatte. Barsillai war damals schon 80 Jahre alt und setzte die kurze Zeit, die er noch zu leben hatte – und auch das Erbe, das er seiner Familie hinterlassen würde – aufs Spiel, nur um David in seiner Not zu helfen.

Absaloms Armee wurde schließlich besiegt und David machte sich auf den Weg, um wieder in Jerusalem auf den Thron zu steigen. An dieser Stelle beginnt die Geschichte in 2. Samuel 19,32–38: Der Gileaditer Barsillai war aus Roglim gekommen, um den König über den Jordan zu geleiten und ihn dort zu verabschieden. Er war schon ein alter Mann von 80 Jahren. Er hatte den König während seines Aufenthaltes in Mahanajim mit Nahrung versorgt, denn er war sehr reich.

»Komm mit mir und wohne bei mir in Jerusalem«, sagte der König zu Barsillai. »Dort werde ich für dich sorgen.« »Nein«, antwortete dieser, »ich bin viel zu alt, um mit dem König nach Jerusalem zu gehen. (...) Ich möchte nur noch mit dem König zusammen über den Jordan setzen. (...) Lass mich in meine Heimatstadt zurückkehren, um dort zu sterben, wo mein Vater und meine Mutter begraben sind. Doch hier ist dein Diener Kimham. Lass ihn mit dir, mein Herr und König, ziehen und gib ihm, was immer du ihm Gutes geben willst!«

Im Hebräischen heißt es hier wörtlich, dass Barsillai „ein großer Mann“ war – und das beinhaltet viel mehr als nur Reichtum. Er besaß große Erkenntnis, großen Glauben, große Freigiebigkeit, große Bescheidenheit, große Loyalität – und ja, er besaß auch großen materiellen Reichtum.

Aber eines, das Barsillai zu einem Glaubensriesen machte, war seine unglaubliche Barmherzigkeit – nicht nur Mitgefühl – für David. Zwischen diesen beiden Dingen gibt es nämlich einen großen Unterschied. Mitgefühl ist etwas Gutes. Es ist oft richtig, „Ich fühle mit dir“ oder „Das tut mir leid für dich“ zu sagen. Doch echte Barmherzigkeit zeigt sich stets durch aktives Handeln. 

Als ich vor vielen Jahren einmal mit meinem Sohn Spencer unterwegs war – er war damals etwa fünf oder sechs Jahre alt – kamen wir auf den Parkplatz eines Supermarkts und sahen eine Frau, die einen Einkaufswagen schob. Es war offensichtlich, dass sie obdachlos war. Ich dachte: „Die arme Frau. Hat sie Familie? Wie ist sie wohl in diese Lage geraten? Ist sie verheiratet oder ist ihre Ehe in die Brüche gegangen?“ Da hörte ich, wie Spencer sagte: „Dad, wir müssen etwas tun.“ „Okay, Spence. Und was?“, fragte ich ihn. Er sagte: „Wir können ihr Geld und eine Flasche Wasser geben.“ Wir gingen zu ihr, gaben ihr Wasser und ein bisschen Geld und sagten ihr ein paar ermutigende Worte. Als wir wieder im Auto saßen, dachte ich: „Ich hatte zwar Mitgefühl, aber Spencer ist wirklich barmherzig.“ Und das ist der Unterschied.

Mitgefühl allein verändert nichts, aber Barmherzigkeit bringt einen dazu, etwas zu tun – und das kann Leben und Situationen auf gewaltige Weise verändern. 

Mein Gebet für uns ist, dass wir nicht nur Mitgefühl haben, sondern echte Barmherzigkeit entwickeln und losgehen, um im Namen von Jesus etwas für leidende Menschen zu tun. Wir können den Wert, den ein Mensch für Gott hat, einfach nicht ermessen. Aber durch die Kraft des Heiligen Geistes können wir anfangen, alle Menschen so zu schätzen, wie er es tut.

Das ist eins der Dinge, auf die es Gott für dein Leben ankommt. Zeigen wir also echte Barmherzigkeit und erzählen wir noch mehr Menschen von Jesus. Gott segne dich!

In Ihm verbunden,
Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Oktober 2020

Warst du schon einmal an dem Punkt in deinem Leben, an dem du nicht mehr weiterwusstest? Wenn ja, dann bist du in guter Gesellschaft. In 2. Korinther 12,7-10 berichtet uns der Apostel Paulus: Damit ich mir darauf aber nichts einbilde, hat Gott mir einen Dorn ins Fleisch gedrückt. (...) Dreimal habe ich den Herrn angefleht, mich davon zu befreien. Doch er sagte zu mir: „Meine Gnade muss dir genügen, denn meine Kraft ist gerade in den Schwachen mächtig.“ Jetzt bin ich sogar stolz auf meine Schwachheit, weil so die Kraft von Christus auf mir ruht. Deshalb freue ich mich über meine körperlichen Schwächen, ja selbst über Misshandlungen, Notlagen, Verfolgungen und Ängste, die ich für Christus ertrage; denn wenn ich schwach bin, bin ich stark.

Als Paulus von einem bösen Geist bedrängt wurde, war er am Ende seiner Kräfte angekommen. Er flehte Gott dreimal an, ihn davon zu befreien. Die Antwort, die Gott Paulus gab, war sehr aufschlussreich. Als Erstes sagte er: „Meine Gnade muss dir genügen.“ Das griechische Wort, das hier mit „genügen“ übersetzt wird, bedeutet wörtlich „eine Mauer errichten“. Mit anderen Worten: „Meine Gnade wird dich beschützen – sie ist alles, was du brauchst.“

Danach sagte Gott: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Das bedeutet, dass Gottes Kraft vollständig zum Ausdruck kommt, wenn wir bei Null sind. Mein Freund, das ist ein Geheimnis, das wir verstehen lernen müssen. Es ist nicht schlimm, nicht mehr weiterzuwissen. Manchmal müssen wir an diesen Punkt kommen, damit wir uns ganz und gar auf Gott verlassen. Und wenn wir das tun, werden wir feststellen, dass er da ist und mehr als genügt.

Wirklich schlimm ist es aber, wenn du nicht mehr weiterweißt und Gott dabei nicht vertraust! Wenn es dir gerade so geht, möchte ich dich heute ermutigen: Halte dich an Gottes Kraft fest, nicht an deiner eigenen. Vertraue dem lebendigen Gott, der dich in der Vergangenheit befreit hat, der dich jetzt befreit und der dich immer wieder befreien wird. Er wird dir helfen und dir zeigen, in welche Richtung du gehen sollst. 

In Ihm verbunden,
Bayless Conley

Aus: Monatsbrief September 2020

Jeder von uns erlebt ab und zu Situationen, in denen wir mit unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten an unsere Grenzen stoßen. Vielleicht hast du das gerade jetzt in den Monaten der Coronakrise erlebt. Es kann leicht passieren, dass man in einer solchen Situation das Fundament seines Glaubens vergisst und nur auf sich selbst vertraut.

Lies einmal die Worte des Apostels Paulus in 2. Korinther 1,8-9 (NLB): Liebe Freunde, ihr sollt wissen, welche Schwierigkeiten wir in der Provinz Asien aushalten mussten. Wir haben wirklich Vernichtendes erlebt, sodass wir schon glaubten, nicht mit dem Leben davonzukommen. Wir haben dem Tod ins Gesicht gesehen. Doch auf diese Weise haben wir gelernt, nicht auf uns selbst zu vertrauen, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.

Vielleicht steckst du gerade in Schwierigkeiten, die so groß sind, dass du wie Paulus zu Gott gehen und sagen musst: „Ich kann das nicht, das ist zu viel, das übersteigt meine Kräfte. Ich vertraue nicht auf mich selbst, sondern allein auf dich.“

Etwas Ähnliches habe ich einmal erlebt, als mein Sohn Spencer im Kindergarten war. Ich meldete mich freiwillig als Betreuer für eine Exkursion, bei der die Kinder eine Holzwerkstatt besuchten. Überall standen viele Gefäße mit hölzernen Teilen. Es gab kleine Holzschüsseln und hölzerne Räder und alle möglichen Gegenstände aus Holz in allen nur vorstellbaren Formen und Größen.

Meine Aufgabe als Betreuer war es, die kleinen Jungen und Mädchen anzuleiten und ihnen zu helfen, aus dem Holz etwas Kreatives zu machen. Ich sagte zu den Kindern: „Ich bin hier, um zu helfen.“ Und einige von ihnen nahmen meine Hilfe an. Aber ein paar von den Kindern sträubten sich. Sie sagten: „Nein,
ich kann das selber.“ Ich sagte: „Okay. Na, dann mach mal.“ Einige Kinder ließen sich von mir helfen. Wir machten zusammen eine kleine Lampe, einen Tisch
und einen kleinen Wagen. Die Kinder, die gedacht hatten, sie könnten es allein schaffen, standen dreißig Minuten später immer noch mit zwei Stückchen Holz in den Händen ratlos herum.

Da kamen sie zu mir und fragten: „Herr Conley, ich weiß nicht, wie das geht. Können Sie mir bitte helfen?“ Meine Antwort war: „Natürlich. Ich habe nur darauf gewartet, dass du fragst.“ Vielleicht stehst auch du gerade mit den Einzelteilen deiner Schwierigkeiten ratlos da. Dann bitte ich dich dringend, zu deinem Vater im Himmel zu gehen und zu sagen: „Vater, ich weiß nicht, wie das geht. Ich weiß nicht, wie ich das lösen soll. Ich weiß nicht, wie das funktionieren soll. Aber ich vertraue auf dich.“ 

Sicher kennst du Sprüche 3,5-6: Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand! Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Pfade! Dieser Vers will uns nicht sagen, dass wir unsere Verantwortung abgeben oder nicht mehr selbst handeln sollen.

Vielmehr will er uns sagen, dass wir in jeder Situation Gott um seine Weisheit, seine Kraft und seine Leitung bitten sollen – und dass wir ihm vertrauen müssen. Ich ermutige dich daher, ein tieferes, kindlicheres Vertrauen auf Gott zu entwickeln. Und ich danke dir wie immer für deine großzügige Unterstützung.

In Ihm verbunden,
Bayless Conley

Aus: Monatsbrief August 2020

Ich liebe es, in der Bibel zu lesen. Warum das so ist? Darüber möchte ich dir heute gerne mehr erzählen. Ich hoffe, es wird dich inspirieren, ebenfalls viel Zeit mit diesem wunderbaren Buch zu verbringen.

Mit jedem Mal, wenn du in der Bibel liest, lernst du Gott besser kennen. Du erfährst, was er denkt und was sein Wille für dich ist. In Jesaja 55,8-9 sagt Gott: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“

Vielleicht denkst du jetzt: „Wenn Gottes Gedanken und Wege so viel höher sind als unsere, dann können wir sie doch gar nicht kennen.“ Aber Gott ist hier noch nicht fertig. In den Versen 10+11 heißt es:

„Regen und Schnee fallen vom Himmel und bewässern die Erde. Sie kehren nicht dorthin zurück, ohne Saat für den Bauern und Brot für die Hungrigen hervorzubringen. So ist es auch mit meinem Wort, das aus meinem Mund kommt. Es wird nicht ohne Frucht zurückkommen, sondern es tut, was ich will und richtet aus, wofür ich es gesandt habe.“

Ja, Gottes Gedanken sind höher als unsere Gedanken. Aber seine Gedanken sind zu uns heruntergekommen – so, wie Regen und Schnee vom Himmel fallen. Wir dürfen also wissen, was Gott über eine ganze Reihe von Themen denkt. Er hat uns ein Buch gegeben, damit wir seine Gedanken und seinen Willen erkennen und verstehen können.

Aber es gibt noch viel mehr Gründe dafür, sich immer mehr in die Bibel zu verlieben:

Darum nimm dir Zeit, mehr in der Bibel zu lesen. Verliebe dich in diesen Schatz. Lass zu, dass die Worte dein Herz prägen und deine Gedanken durchdringen. Dann hörst du, was Gott dir sagen will und kannst es in die Tat umsetzen.

Man kann seine Zeit nicht besser verbringen, als damit, Gott jeden Tag durch aufmerksames Lesen in der Bibel besser kennenzulernen.

In Ihm verbunden,
Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Juli 2020

Die vergangenen Monate waren geprägt von Nachrichten über die Coronakrise. Für viele war es eine sehr unruhige Zeit. Ging es dir auch so? Dann lass dich heute ermutigen: Gott möchte dir Frieden und Ruhe schenken. 

In Jesaja 53,5b lesen wir, dass Jesus die einzige Quelle für echten Frieden ist: „Er wurde gestraft, damit wir Frieden haben. Durch seine Wunden wurden wir geheilt!“ Jesus hat den Preis für unseren Frieden bezahlt. Die Dornenkrone wurde auf seinen Kopf gesetzt, damit wir mit Frieden gekrönt werden können. Friede ist also Gottes Geschenk an uns, das vollständig bezahlt ist. Und es ist Gottes Wille für dich und mich, dass wir ihn bekommen. Es ist sein Wille für dich, dass du Frieden hast, weil der Preis bezahlt ist.

Friede Gottes beschützt unser Herz. Er bewacht unseren Verstand, wenn wir beten. Er kann uns Ruhe und Gelassenheit geben, ganz gleich wie die Umstände um uns herum sind.

Doch wie bekommen wir Gottes Frieden? Er ist eines der natürlichen Nebenprodukte des Glaubens. In Römer 15,13 steht: „Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und allem Frieden im Glauben, damit ihr überreich seid in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!“

Gott bietet uns zwar alles durch Gnade an, doch der Glaube ist die Hand, die sich ausstreckt und das annimmt, was die Gnade schenken will. Gott möchte, dass du ihm in diesem Moment vertraust – ganz gleich, in welcher Situation du gerade bist. 

Glaube und vertraue auf Jesus, dann wirst du seinen Frieden erfahren!

In Ihm verbunden,
Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Juni 2020

Sicher haben wir alle schon irgendwann einmal gedacht: Ich weiß einfach nicht, was Gottes Wille für mein Leben ist! Oder du hast dich vielleicht gefragt, ob es überhaupt möglich ist, Gottes Willen zu erkennen, oder ob wir Gott einfach blindlings nachfolgen müssen, in der Hoffnung, dass wir seinen Plan irgendwann verstehen werden. In Epheser 5,15-17 finden wir eine wichtige Information zu dieser Frage:

Achtet also genau darauf, wie ihr euer Leben führt – nicht als törichte, sondern als weise Menschen! Nutzt die Gelegenheiten, die Gott euch gibt, denn wir leben in einer bösen Zeit. Seid also nicht leichtsinnig und gedankenlos, sondern begreift, was der Herr von euch will!

Wenn Paulus uns hier sagt, dass wir begreifen sollen, was Gott von uns will, dann muss es offensichtlich möglich sein, Gottes Willen zu verstehen. Gott wird nichts von uns verlangen, was gar nicht möglich ist! Es ist also eindeutig möglich, Gottes Willen zu kennen. Aber wie genau machen wir das? Wir wollen uns dazu den Dienst von Jesus ansehen.

Erinnerst du dich an die Stelle in Markus 3,21, wo die Familie von Jesus – seine Mutter und seine Brüder – ihn von den Menschen wegholen will, die er lehrt, weil sie denkt, er hätte den Verstand verloren? Jesus erzählt der Menge gerade eine Reihe faszinierender Gleichnisse, als seine Mutter und seine Brüder eintreffen und ihn bitten, nach draußen zu kommen. Doch Jesus gibt in dieser Situation in Markus 3,33-35 eine radikale Antwort: Und er antwortete ihnen und spricht: Wer sind meine Mutter und meine Brüder? Und er blickte umher auf die um ihn im Kreise Sitzenden und spricht: Siehe, meine Mutter und meine Brüder! Wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.

Wie diese Geschichte zeigt, ist es der Wille Gottes, dass wir ihm zu Füßen sitzen und auf seine Worte hören. Genau das taten all diese Leute. Sie saßen in einem Kreis um ihn herum und hörten Jesus zu, wie er durch Gleichnisse lehrte. Für uns bedeutet das, dass wir uns Zeit nehmen sollen, um betend und ungestört in der Bibel zu lesen. Wenn wir das tun, tun wir Gottes Willen.

Als ich ganz neu zum Glauben gekommen war, lebte ich für eine kurze Zeit bei einer Familie. Das hat meinen Glauben tief geprägt. Eines Morgens, noch vor Sonnenaufgang, hörte ich etwas. Ich merkte, dass der Mann aufstand. Da ich neugierig war, schlich ich ihm hinterher und beobachtete ihn. Er ging in die Küche, knipste das Licht an, machte sich eine Tasse Kaffee und setzte sich mit seinem Kaffee und der Bibel an den Tisch. Und so las er eine halbe Stunde lang in der Bibel. Am nächsten Morgen hörte ich ihn wieder, bevor die Sonne aufgegangen war. Er tat das jeden Morgen.

Es beeinflusste meinen jungen Glauben sehr, zu sehen, wie dieser Mann so viel Zeit mit dem Herrn verbrachte. Heute ist die tägliche Bibellese etwas sehr Kostbares für mich. Wenn wir in der Bibel lesen, tun wir den Willen Gottes. Dann tun wir haargenau das, was er will.

Ist es nicht ermutigend, das zu wissen? Gott hat uns mit der Bibel ein Buch gegeben, damit wir seine Gedanken kennenlernen können. Wir können darin seine Meinung zu Krankheiten, Geldmanagement, staatlichen Autoritäten, dem Umgang mit schwierigen Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche und vieles mehr nachlesen.

Ich bete dafür, dass Gott dich erkennen lässt, was er für dich geplant hat, wenn du in die Bibel eintauchst und im Gebet zu ihm kommst – sodass du ermutigt wirst, jeden Tag vertrauensvoll mit Jesus zu leben. Vergiss nicht: Dein Herr ist auferstanden! In diesem Sinne wünsche ich dir ein gesegnetes Osterfest.

In Ihm verbunden,
Bayless Conley

Aus: Monatsbrief April 2020

An den Psalmen liebe ich besonders, dass wir darin so vieles über die Pläne Gottes erfahren – so wie in diesen Versen aus Psalm 115,13-15: Er segne, die den Herrn fürchten, die Kleinen samt den Großen. Der Herr mehre euch, euch und eure Kinder! Ihr seid gesegnet vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Das war ein Segen für das Volk Israel, aber er gilt auch für alle anderen Kinder Gottes in jeder Generation. Ich
möchte besonders die Worte in der Mitte dieses Abschnitts hervorheben:
Der Herr mehre euch, euch und eure Kinder!

Gott möchte für sein Volk immer noch mehr. Er möchte dir mehr Frieden, mehr Weisheit, mehr geistliche Erkenntnis und Wahrnehmung, mehr Kraft, mehr Einfluss, mehr Freude, mehr Glauben, mehr Liebe, mehr Gunst und mehr Mittel schenken.

Es wäre schon großartig genug, wenn in diesem Vers nur stehen würde: „Der Herr gebe euch genug“, oder:
„Der Herr gebe euch mehr als genug.“ Aber hier steht:
„Der Herr mehre euch.“ Das bedeutet: Er gibt uns
immer
noch mehr!

In 1. Mose wird berichtet, dass Gott Mann und Frau nach seinem Bilde schuf. Dann segnete Gott sie und sagte: Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch und füllt die Erde, und macht sie euch untertan; und herrscht (1. Mose 1,28). Das Wort „vermehrt euch“ ist das gleiche hebräische Wort, das auch an anderen Stellen im Alten Testament mit „mehren“ übersetzt wird.

Es ging hier nicht nur um das Gebot, Kinder zu bekommen und die Erde zu bevölkern. Gottes Anweisung umfasste viele Bereiche. Als er den Menschen sagte, dass sie fruchtbar sein und sich mehren sollten, ging es dabei auch um ihre Gefühle, ihr geistliches Leben, ihren Einflussbereich und ihren Verstand. Schon seit dem Garten Eden ist Wachstum Gottes Wille. Das war sein Plan für seine Familie. Und er hat diesen Plan nie geändert.

Ich möchte ganz kurz auf das Wachstum von Weisheit und Verstand eingehen, das uns versprochen ist. In Sprüche 1,5 (SLT) heißt es: Wer weise ist, der hört darauf und vermehrt seine Kenntnisse, und wer verständig ist, eignet sich weise Lebensführung an. Gott möchte, dass unsere Kenntnisse, unsere Weisheit und unser Verstand wachsen; aber wir müssen bereit sein, zuzuhören. Sonst sind wir nichts als Narren (Sprüche 1,7+22). Wenn du in deinem Verständnis wachsen willst, solltest du dich also fragen: „Höre ich zu?“

Ich möchte dich ermutigen: Strebe nach diesem „Mehr“, das Gott dir als seinem geliebten Kind schenken möchte. Eine großartige Möglichkeit, um damit anzufangen, ist die Weisheit in den Sprüchen zu studieren und dann darauf zu hören, was Gott dich dadurch lehren will.

Wenn du Zeit mit der Bibel verbringst, wird Gott deine Suche honorieren und dir immer mehr Wissen und Weisheit schenken, damit du nicht nur in diesen Bereichen, sondern auch im Glauben, in der Liebe, in der Freude und an Einfluss wachsen kannst.

Ich bete, dass Gott mächtig in dir wirkt und dich dazu anspornt, dich aktiv auf das Wachstum vorzubereiten, das er sich für dich wünscht. Und ich möchte dich dazu einladen, für die Menschen zu beten, die wir gemeinsam auf der ganzen Welt durch Antworten mit Bayless Conley erreichen. Bete dafür, dass sie Gott hören und zum Glauben an Jesus kommen. Die Welt soll unbedingt erfahren, was Gott alles für sie bereithält!

Wenn du mehr zu diesem Thema lesen möchtest, empfehle ich dir mein Themenheft "Gott hat so viel mehr für dich".

Im Herrn verbunden,
Bayless Conley

PS: Ich möchte dir Mut machen, nach mehr Weisheit und Erkenntnis zu streben. Mach dich dafür bereit, Gottes
Wachstum in deinem Leben zu empfangen.

Aus: Monatsbrief März 2020

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